Flusskreuzfahrt malerische Mosel und majestätischer Rhein
Reisebericht: 08.05. – 15.05.2026
Völlig entschleunigt den Vater Rhein und eine liebliche Mosel bei einer Schiffsreise zu erleben, ist selbst im Frühjahr eine Reise der besonderen Art.
Ein Reisebericht von
Steffi Lambrecht
1.Tag, Freitag, 08.05.26: Busanreise nach Trier
Pünktlich 06:00 Uhr startet unsere Gruppe in Dresden Flughafen, wir fliegen aber nicht. Unsere beiden Busfahrer Thomas und Mario fahren flott, so dass wir überpünktlich in Trier ankommen. Die Mannschaft ist noch in der Pause, weil erst 16:00 Uhr der reguläre Check in beginnt. Wir werden von der Bordreiseleiterin herzlich willkommen geheißen und in die Lounge gebeten. Der Check-in beginnt bereits 15:30 Uhr, ein tolles Entgegenkommen.
Bis zum Willkommenscocktail ist genügend Zeit für die Gäste um richtig anzukommen. Unser Schiff liegt im Industriehafen, die Aussicht auf Schrott ist wahrhaftig nicht erbaulich und einen Spaziergang können wir auch nicht machen, weil die Stadt 10 km entfernt ist. Also geht es beizeiten an die Bar nach dem Motto: DAS TRINKEN WIR UNS SCHÖN! Vor dem Abendessen treffen sich alle Gäste zum Willkommenssekt in der Lounge, um die Bordmannschaft einschliesslich Kapitän kennenzulernen.
Samstag, 09.05.2026. TRIER – BERNKASTEL
Der Tag beginnt, wie der Abend geendet hatte: SONNE PUR!
Nach dem Frühstück machen wir eine Stadtrundfahrt einschliesslich Stadtrundgang in Trier. Die älteste Stadt, von den Römern gegründet, verfügt noch über spektakulär gut erhaltene römische Baudenkmäler wie z.B. die Reste römischer Badehäuser, das Amphitheater, Bischofsdom, das Stadttor Porta Nigra (UNESCO Weltkulturerbe)
Den ersten WOW – Eindruck hatten wir beim Blick auf die Stadt von einem der Weinberge aus: einige Sehenswürdigkeiten wie das Amphitheater, die Kaiserthermen, Bischofsdom und Liebfrauenkirche, Konstantin Basilika, waren besonders gut zu sehen und gaben schon einen Vorgeschmack auf die zu erwartenden Sehenswürdigkeiten der ältesten Stadt Deutschlands. Nach einer Busrundfahrt hatten 4 Guides die Aufgabe, uns die Stadt zu zeigen und sie machten das gut: sehr gut verständliche Erklärungen, angepasstes Tempo, so dass Jeder gut mitkam. Beginnend beim Kurfürstlichen Palais, über Bischofsdom, Kirchenbesichtigung von aussen und innen und vieles mehr. Die Zeit verging schnell, zu einer kleinen Pause auf dem schönen Markt gab es die Gelegenheit, Eis zu naschen, bevor es durch die bekannte PORTA NIGRA wieder in Richtung Bus ging, der uns zur Anlegestelle unseres Schiffes nach PIESPORT fuhr. Dort wartete schon das Mittagessen auf uns und weiter ging es nach BERNKASTEL, wo wir pünktlich 16 Uhr ankamen. Der Liegeplatz des Schiffes unmittelbar vor der Stadt lud zu einem ersten Spaziergang ein. Wer Lust und Laune hatte, konnte das wunderschöne Städtchen schon mal auf eigene Faust erkunden. UND!!!Kam begeistert zurück! Das war das 2.WOW an diesem Tag!
3.Tag, Sonntag, 10.05.2026: BERNKASTEL– COCHEM
Wieder lädt die Sonne und die Schiffsreiseleitung nach dem Frühstück zum Ausflug ein. Vor dem Schiff warten 5 Guides, um allen Interessierten die Stadt BERNKASTEL zu zeigen. Und das Städtchen hat neben dem mittelalterlichen Markt mit Giebelfachwerkhäusern viel zu bieten: Spitzhäuschen aus dem Jahre 1417, der Michaelsbrunnen aus dem Jahre 1606, Renaissance – Rathaus mit seinem historischen Pranger und immer wieder Erstaunen über die Schönheit und ein wenig auch Traurigkeit über die Tatsache, dass die alten Häuser nicht mehr bewohnt sind, einerseits wegen der ständigen Hochwasser, andererseits wegen der Denkmalschutzaufauflagen, die eine Bewohnbarmachung der Häuser unmöglich machen.
Zu Mittag legte das Schiff ab und fuhr in Richtung COCHEM. Dabei passierten wir Schleusen, die nächsten Schleifen der Mosel ( bei KRÖV zwischen BERNKASTEL und TRABEN-TRARBACH) und Weinberge ( der Wein „KRÖVER NACKTARSCH“ ist bekannt) zur rechten und zur linken Seite. Wir befinden uns noch immer auf der Mittelmosel, ab PÜNDERICH dann können wir die steilen Hänge der TERASSENMOSEL bewundern. Die wohl spektakulärste Schleife mit 180 Grad ist die von BREMM, hier gibt es den steilsten Weinberg Europas, den BREMMER CALMONT.
Die Dutch Grace legt pünktlich in COCHEM an, direkt vor dem Weinkeller von „Hieronimi“, in dem wir nach dem Abendessen eine Weinprobe nehmen. Wer noch Lust hat, kann in die sehr nahe liegende Altstadt gehen oder, weil es regnet, dann auf einen „Absacker“ eben in die Lounge.
4.Tag, Montag, 11.05.26: COCHEM–KOBLENZ
Heute regnet es ,es geht ein straffer Wind und es sind nur 6 Grad – die Eisheiligen lassen grüßen. Nach dem gemütlichem Frühstück trifft man sich in der Lounge: wer mag, bestaunt die vorbeiziehenden spektakulären Landschaften der TERRASSENMOSEL mit ihren steilen Weinbergen, während unser Schiff mit Ziel KOBLENZ weiterfährt. Die Stadt empfängt uns mit den besten Sehenswürdigkeiten, die sie hat: Mosel und Rhein-Zusammenfluss, Festung, Deutsches Eck…
Nach dem Mittagessen beginnt das heutige Programm, 5 Gruppen erkunden mit ihrem Guide KOBLENZ. Da unser Schiff unmittelbar am DEUTSCHEN ECK angelegt hat, beginnt hier die Stadtführung. Kaum zu glauben, dass die im 2. Weltkrieg zu 87% zerstörte Stadt in einem Mix von historischen Gebäuden und Zweckarchitektur wieder aufgebaut wurde.
Nach dem Abendessen trifft man sich wieder in der Lounge.
5.Tag, Dienstag, 12.05.26: KOBLENZ – KÖLN
Noch vor dem Frühstück verlässt unser Schiff die MOSEL, wir fahren direkt am DEUTSCHEN ECK und der Festung EHRENBREITSTEIN vorbei in den RHEIN. Wir passieren bekannte Orte wie REMAGEN, bekannt durch die im Weltkrieg zerstörte Brücke, KÖNIGSWINTER, Schloss DRACHENBURG (bekannt durch „Bares für Rares“ ), Bad Godesberg, PETERSBERG ( als Gästehaus für Staatsgäste) und dann kommt schon BONN, die ehemalige Hauptstadt. Von hier sind es dann nur noch 1,5 h bis KÖLN.
Zur Stadtbesichtigung fahren uns 3 Bähnle zum Dom, ab hier beginnt der Stadtrundgang. Es gibt durchaus interessante Informationen und auch ein paar schöne Ecken, aber kein Vergleich zu Orten, die wir vorher gesehen haben. Aber der Rückweg zum Schiff immer an den Rheinterrassen entlang ist toll. Schade nur, dass es kalt und rgenerisch ist. Bei Sonne sieht eben doch alles noch ein bisschen schöner aus! Wieder zurück auf dem Schiff gibt es Grog und Tee zum Aufwärmen. Nach dem Abendessen lädt die Lounge zu einem Drink mit Musik ein.
6.Tag, Mittwoch, 13.05.26: KÖLN–EMMERICH
Wieder wollen die Tagestemperaturen nicht über 8 Grad hinausgehen, aber das stört eigentlich keinen der Gäste, solange es zum Ausflugsprogramm nicht regnet. Aber da hatten wir immer Glück. Nur kann man nicht oben an Deck sitzen, aber die Lounge ist auch o.k.
Die Landschaft links und rechts des Rheins wechselt immer wieder, große Wiesen mit dahinter liegenden hübschen Häusern wechseln sich mit den bekannten Industriegebieten der Großstädte wie Leverkusen, Düsseldorf, Krefeld, Duisburg ab.
14 Uhr kommen wir in EMMERICH an und eine halbe Stunde später beginnt die Stadtführung. Auch diese Stadt hat Interessantes zu bieten. Das Bekannteste ist wohl die „GOLDEN GATE“ nicht von San Francisco aber die von Emmerich muß sich nicht verstecken.
7.Tag, Donnerstag, 14.05.26: EMMERICH–ARNHEIM–NIJMEGEN
Ist heute wirklich der letzte Tag an Bord? Wie schnell verging doch die Zeit. Aber erst einmal bewegt sich unser Schiff nach ARNHEIM durch liebliche Landschaften am Niederrhein, einem relativ kurzen Abschnitt des Rheins nach der Rheinteilung, bei der die WAAL und der NEDERRIJN entstehen. Schon wenige Kilometer nach Emmerich passieren wir die deutsch-niederländische Grenze. Wir erkennen es am Baustil der auch modernen kleinen Häuser. 10:00 Uhr legt das Schiff in ARNHEIM an und wir haben genügend Freizeit für einen individuellen Spaziergang durch die Stadt, die durch ein lebendiges Zentrum mit vielen engen Gassen aufwartet. Leider sind aufgrund des schlechten Wetters nur wenige Menschen unterwegs.
Nach dem Mittagessen findet unser letzter Ausflug statt: mit dem Bus geht es nach NIJMEGEN, der ältesten Stadt der Niederlande. Der Stadtrundgang beginnt am KRONENBURGER Park mit Ausblick auf den Fluss WAAL mit Brücke. Bevor es ins charmante Stadtzentrum geht, besuchen wir noch die STEVENSKIRK. Heute ist viel los: die Bürger feiern den Tag der Feen und wir bewegen uns mittendrin. Wir würden vielleicht den Himmelfahrtstag feiern, aber der fällt buchstäblich ins Wasser. Einige enge Gassen in der Altstadt, den GROTE MARKT mit dem Gebäude „WAAGE“( hier wurde früher gemessen und gewogen und ist jetzt ein Cafe-Restaurant) und die schönste Strasse der Stadt – die HEZELSTRAAT – können wir aber noch in Augenschein nehmen trotz der vielen Feen und Fabelwesen, die uns immer wieder begegnen.
Zurück geht es wieder mit dem Bus und es bleibt nicht allzuviel Zeit für Einweisung zur Ausschiffung und den Abschiedscocktail. Das Abschiedsdinner ist lecker ( „Lekker, lekker“würde Adi ,einer der Servierkräfte sagen) … Alles hat ein Ende auch unsere Reise.
8.Tag, Freitag, 15.05.26: Heimreise
Die Koffer stehen gepackt vor der Kabinentür und werden von den fleißigen Servicekräften des Schiffes nach draußen gebracht, wo schon der Bus auf uns wartet. Punkt 08:45 Uhr starten wir und kommen auch gegen 18 Uhr mit akademischer Verspätung von 15 Minuten in Dresden an.
Der Weg nach Hause ist für die meisten Gäste noch nicht zu Ende, aber der Transfer ist gut organisiert und fährt alle an den gewünschten Heimatort.
Wieder geht eine wunderschöne Reise mit vielen Eindrücken zu Ende. Ich bedanke mich auf das herzlichste für die Wertschätzung, die ich erfahren habe und wünsche all meinen Gästen alles erdenklich Gute und dass der Eine oder Andere noch so manche Reise mit eberhardt-travel erleben darf. Manchmal sieht man sich ein 2.Mal, ich freue mich darauf. Herzlichst Ihre/Eure Reisebegleiterin Steffi Lambrecht.
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