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Reisebericht: Singlereise zum Sängerfestival nach Estland

04.07. – 14.07.2019, 11 Tage Rundreise für Singles mit Besuch des Sänger- und Tanzfestivals in Tallinn sowie ländlichen Impressionen in Südestland

Das aller 5 Jahre stattfindende Sängerfest in Tallinn bildete den Auftakt unserer unvergesslichen Reise durch Estland. Der Lahemaa Nationalpark, die Dörfer am Peipussee,die Universitätsstadt Tartu, das Setuland, Canyons, Hochmoore, Sandsteinhöhlen und und

Anreise am 04.07.2019


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Die Teilnehmer unserer Reisegruppe flogen von Dresden, Leipzig, Hannover und Hamburg nach Frankfurt und dort trafen wir uns am Abfluggate nach Tallinn. Leider hatte es eine Teilnehmerin nicht rechzeitig geschafft und so flog sie einen Tag später nach. In Tallinn erwartete uns Tiina, unsere Reiseleiterin, und Adrian mit einem Kornblumenstrauss zur Begrüssung für die Damen. Ein sehr netter Empfang und Enno, unser Busfahrer brachte uns dann in unser Hotel St. Barbara im Tallinner Stadtzentrum. Die Zimmerverteilung ging flott und so trafen wir uns noch am Nachmittag zu einer ersten Erkundungstour durch die estnische Hauptstadt. Kreuz und quer spazierten wir durch die Innenstadt und auch hinauf in die Oberstadt zu den beiden Aussichtsterrassen. 17.30 Uhr waren wir wieder zurück in der Vene Strasse und Tiina erwartete uns zum Abendessen im Restaurant Spot. Das Essen war sehr reichlich und schmackhaft. So war der Rückweg ins Hotel gleich ein Verdauungsspaziergang. Auf dem Freiheitsplatz spielte eine Volksmusikgruppe, die Leute tanzten spontan und auch wir waren sofort angesteckt und reihten uns ein. Überhaupt war auf dem Freiheitsplatz unweit unseres Hotels anlässlich des Sängerfestes immer was los. Im Hotel trafen wir dann noch 2 Teilnehmerinnen, die mit einem anderen Flug angereist waren.

Stadtführung Tallinn und Tanzfest am 05.07.2019


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Wir konnten ausschlafen und in Ruhe frühstücken. 10 Uhr begann unser Stadtrundgang mit Tiina. Vom Freiheitsplatz nahmen wir die Treppen nach oben durch den Park und kamen so zur Gedenkplakette für die Menschenkette vom August 1989. Von Tallinn über Riga bis nach Vilnius bildeten die Einwohner des Baltikums eine 600 km lange Menschenkette und manifestierten so ihren Willen nach Freiheit und Selbständigkeit. Weiter gingen wir bergan zum Garten des Dänischen Königs und zum Schlossplatz. Wir warfen einen Blick in die russisch-orthodoxe Kirche von 1900 und vom Schlossgarten sahen wir hinauf zum "langen Herman" mit der Fahne Estlands. Auf dem Domberg waren viele Kreuzfahrer mit uns unterwegs - 10 Millionen kommen jährlich nach Tallinn. Wir besuchten den Aussichtspunkt mit Sicht auf die Altstadt und später den mit Blick zum Hafen. Vorbei am Stenbock Haus, dem Sitz der estnischen Regierung, spazierten wir zurück und dann über das "lange Bein" hinunter in die Altstadt. An der Stadtmauer unten machte uns Tiina auf das Reh aufmerksam, dem Tallinn - ehemals Reval - seinen Namen verdankt. Durch den Börsengang kamen wir zur grossen Gilde und zur Heilig Geist Kirche mit der ältesten Uhr Tallinns. Auf dem Rathausplatz erklärte uns Tiina die wichtigsten Gebäude und dann endlich gings zum Mittagessen in die Olde Hanse. Wir stiegen bis ganz hinauf und mussten uns auf der Treppe recht mittelalterlich waschen. Alle verabreichten Speisen waren sehr schmackhaft, wenn auch in der Dunkelheit nicht viel zu sehen war. Gut gestärkt gingen wir dann noch zum Katharinen Gang mit den vielen kleinen Gewerken und Geschäften. Der Rest des Nachmittags war frei.

Tanzfestival im Kalev Stadion


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16.30 Uhr kam Tiina wieder zum Hotel und holte uns ab zum Tanzfestival. Wir gingen zu Fuss bis zum Kalev Stadion und suchten zunächst unsere Plätze auf der Tribüne. Der Himmel sah nach Regen aus und so kauften wir vorsorglich, wenn nicht schon mitgebracht, Regenumhänge und etwas zum Knabbern. Pünktlich 18 Uhr ging es los mit dem Einmarsch der Tänzer. Die Ehrengäste wurden begrüsst und vorgestellt und die Stadionmitte füllte sich mehr und mehr. Dann folgte ein wahres Feuerwerk mit verschiedenen Tänzen. Mehr als 10000 Tänzer wirkten mit und es wurden verschiedene Folkloremuster gebildet und Themen zu Estland tänzerisch dargestellt. Zwischendurch trug eine Schauspielerin Texte über die Schönheit der estnischen Natur vor. Während der Vorstellung traf nun auch endlich unsere letzte Teilnehmerin ein. Am Schluss gab es zahlreiche Ehrungen für die verantwortlichen Mitwirkenden. Beschwingt und fröhlich traten wir den Rückweg zu unserem Hotel an. Fast alle gingen dann noch aus, um etwas zu essen und zu trinken.

Kadriorg und Umzug der Chöre am 06.07.2019


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Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach Kadriorg zum Schloss, welches Zar Peter I für seine Frau Katharina bauen liess. Im Park beim Kreutzwald Denkmal stellten wir uns im Kreis auf und machten uns nun endlich alle miteinander bekannt. Dann spazierten wir zum Schloss und dem Schlossgarten, weiter zum neuen Schloss - heute Sitz der Ministerpräsidentin und dann weiter zum Kunstmuseum KUMU. Auch wenn wir wenig Zeit für die Innenbesichtigung hatten, so war es ein Erlebnis, die Entwicklung der estnischen Kunst vom 18.Jahrhundert bis heute zu betrachten. Vorbei am Rusalka Denkmal fuhren wir dann am Meer entlang bis nach Pirita und besuchten die Klosterruine und den Friedhof. Ein Stück weiter lag Viimsi, eine der reichsten Gemeinden Estlands, und dort nahmen wir im alten "Boot" unser sehr schmackhaftes Mittagessen ein. Über die Bucht hatten wir einen schönen Blick auf Tallinn in der Ferne. Nach dem Mittagessen brachte uns der Bus zurück in die Stadt.

Umzug der Chöre


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In diesem Jahr feierte das Sängerfest seinen 150. Geburtstag. Seit 1869 wird es regelmässig aller 5 Jahre ausgetragen. Neben dem Tanzfest und dem Singen auf der Sängerwiese ist der Umzug der Chöre vom Freiheitsplatz zur Sängerwiese über 6 km der Höhepunkt. Viele Menschen säumten die Strassen und wir waren mittendrin. Die Teilnehmer waren zum Greifen nahe und wir schossen unzählige Fotos. Am späten Nachmittag begaben wir uns nochmals auf einen Rundgang zum Hafen/Yachthafen und ins Roterman Viertel. Hier wurde ein altes Industrie-Viertel umgebaut und die moderne Architektur ist unbedingt sehenswert und gehört inzwischen fest zu Tallinn. Unser Abendessen nahmen wir individuell in der Stadt ein und danach gab es noch viel zu sehen und zu hören auf den Bühnen der Stadt.

Turmbesteigung Olaikirche und Sängerfest 07.07.2019


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Der Vormittag war frei und so begaben wir uns in Gruppen zu unterschiedlichen Besichtigungen. Mit mir gingen die Gäste durch die Stadt zur "Dicken Margarete", einem Befestigungsturm, der dem Schutz des Hafens galt. Gleich daneben steht die Olaikirche, mit dem höchsten Kirchturm Estlands. Einst war der Turm noch 156 m hoch und damals der höchste Turm Europas. Heute ist der 3.Neubau noch 124 m hoch und wir nahmen uns die 232 Treppenstufen bis zur Aussichtsplattform vor. Von oben bot sich ein grandioser Blick auf die Stadt und den Hafen. Danach besuchten wir kurz den Gottesdienst in der Olaikirche. Weiter liefen wir durch die Stadtmauer in den Park und hatten von dort sehr schöne Ausblicke auf die Oberstadt und die Aussichtplattform. Beim langen Herman stiegen wir hinauf und erreichten den Dom. Leider war Gottesdienst und wir durften zur Besichtigung nicht hinein. So spazierten wir durch die Oberstadt und in der Unterstadt kehrten wir zum Mittagessen ein.

150. Sängerfest auf der Sängerwiese


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Der Höhepunkt unserer Reise stand bevor. 13 Uhr fuhren wir mit dem Bus zur Sängerwiese und das war schon eine Meisterleistung unseres Fahrers. Die Strassen waren voll mit Menschen, die sich alle in Richtung Sängerwiese bewegten. 14 Uhr erreichten wir das Areal und fanden auch gleich unsere Sitzplätze ganz nahe bei der Bühne. Zuerst traten Kinderchöre auf und die Begeisterung war überwältigend. Es folgten Männerchöre, das Sinfonische Orchester, Frauenchöre, Männerchöre und dann endlich die gemischten Chöre mit 11000 Sängern. Das war so gewaltig, dass man es kaum beschreiben kann. Unterdessen hatte sich die Sängerwiese komplett gefüllt, denn auch auf den freien Grünflächen hatten es sich Familien mit Kindern auf ihren Decken gemütlich gemacht. Es herrschte eine zauberhafte Stimmung, jeder war fröhlich und ausgelassen. An die 110000 Menschen kann die Sängerwiese aufnehmen. Durch die vielen Zugaben hatte sich der Zeitplan nach hinten verschoben und auf uns wartete noch das Abendessen in der Altstadt. So verliessen wir vor dem grossen Finale die Sängerwiese und gingen zu Fuss zurück in die Altstadt zur Oma zum Abendessen. Einige waren geblieben und verzichteten auf das Abendessen.

Fahrt in den Lahemaa Nationalpark am 08.07.2019


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Mit unseren Koffern verliessen wir Tallinn und heute waren die Zeitungen voll mit Bildern und Schlagzeilen vom Sängerfest. Wir fuhren nach Nordosten und machten unterwegs einen Stopp am Jägala Juga - Wasserfall. Schon bei den Kelten war dieser magische Ort bekannt. Einige badeten ihre Füsse im Wasser und dann fuhren wir weiter zum Hochmoor. Die staatliche Forstwirtschaft RMK hatte überall im Land Wanderwege angelegt und wir gingen den Lehrpfad durch das Viru-Hochmoor. Auf zahlreichen Tafeln gibt es Informationen zur Flora und Fauna und mittendrin steht ein Holzturm, von dem man einen guten Rundblick über das Moor hat. Sonnentau, Moltebeeren und Moosbeeren konnte man direkt neben dem Steig sehen und die Wolkenformationen spiegelten sich im Wasser der Mooraugen.

Käsmu und Sagadi


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Nach der Wanderung fuhren wir nach Käsmu,  in das alte Kapitänsdorf. Am Strand machten wir einen Spaziergang und fuhren dann nach Altja, wo wir uns in der Schenke bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Auf der grossen alten Schaukel im Garten wurde dann fleissig geschaukelt. Nun folgte eine kleine Rundwanderung zunächste zu den Netzscheunen am Meer und weiter über die Hängebrücke, am Meer entlang und später durch den Wald zurück zur Schenke. Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den Gutshof Sagadi, wo wir die nächsten beiden Nächte blieben. Wir erkundeten bei einem kleinen Rundgang mit Tiina das gepflegte Areal des Gutshofes und 18 Uhr gab es Abendessen. Danach brachen wir noch einmal auf zum Biberpfad. Auf einem schönen Rundweg durchstreiften wir das Bibergebiet, sahen aber leider keine Tiere. Wieder zurück auf dem Gutshof, machten sich viele nochmals auf den Weg durch das grosse Anwesen.

2.Tag im Lahemaa Nationalpark-Oandu Naturpark am 09.07.2019


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Gut gestärkt brachen wir wieder auf zu einer schönen Wanderung durch den Oandu Naturpark. Es gab wieder einen perfekt angelegten Weg über Stege, kleine Brücken und durch den Urwald. Umgestürzte Bäume lieferten tolle Fotomotive und das Zwitschern der Vögel begleitete uns. Das war Entspannung pur. Wir endeten am Besucherzentrum und besuchten einen kleinen Laden und eine schöne Ausstellung zu den Bibern und alten Geräten, Nutzpflanzen und vielem mehr. Unser Mittagessen nehmen wir in Vösu in einer urigen Kneipe ein. Das Essen schmeckte sehr gut, es ging schnell und sogar eine DDR Fahne hing im Gebälg. Vösu ist ein bekannter Kurort, in den man mit dem Zug von Riga oder St.Petersburg einst anreiste.
Nach dem Essen fuhren wir nochmals nach Käsmu und machten eine längere Wanderung an der Küste entlang bis zur Spitze, wo heute noch die Beobachtungstürme der Sowjets stehen. Die Küsten waren damals alle Sperrgebiet und man überwachte das Meer sehr genau. Zurück nahmen wir den Fahrradweg und der war mit vielen Heidelbeeren gesäumt. Mit blauen Lippen und blauen Fingern erreichten wir wieder Käsmu.

Gutshof Palmse und Abendessen


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Wir fuhren ein kurzes Stück bis nach Palmse. Dort befindet sich das Informationszentrum des Lahemaa National Parkes. Wir schauten einen sehr schönen Film über den Park an, konnten nochmals einkaufen und gingen dann ins Herrenhaus. Das ehemalige Haus der Familie von der Pahlen wurde als erstes renoviert und mit Möbeln aus seiner Blütezeit ausgestattet. So bekommt man beim Besuch einen guten Einblick über das Leben der Deutschbalten im 18. Jahrhundert. Im Weinkeller probierten wir Heidelbeerwein aus der Gegend. Später gingen wir durch den Park zum Badehaus, zum Teich und in die Orangerie. Unweit des Gutshofes steht die PALMSE Schenke und dort nahmen wir ganz traditionell unser Abendessen ein. Der Bus brachte uns zurück nach Sagadi und da mussten ja noch die Koffer gepackt werden.

Von der Ostsee zum Peipussee am 10.07.2019


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Wir fuhren weiter gen Osten, erst auf der Hauptstrasse Richtung Russland vorbei an Rakvere, was für den berühmtesten Komponisten Estlands - Arvo Pärt - bekannt ist. Unterwegs hielten wir an einem Supermarkt, um für ein Picknick einzukaufen. Tiina informiert über die Metropole Narva, einst bekannt für seine vielen Tuchfabriken und heute für den Abbau von Ölschiefer in der Nähe. Am späten Vormittag erreichten wir Kuremäe mit dem einzigen russisch-orthodoxen Frauenkloster Estlands. Wir besuchten das überaus gepflegte Gelände, die Kirche, den grossen Garten und Park. Danach gingen wir über den Friedhof hinunter zum Parkplatz und zur heiligen Quelle. Auf der Weiterfahrt erreichten wir den Peipussee mit den Dörfern der Altgläubigen am Ufer. In Kolkja machten wir Halt am Besucherzentrum, was von einer jungen Familie aus Tartu aufgebaut und geführt wird. Blaudrucke und kleine Souvenirs konnten wir dort erwerben. Auf der Weiterfahrt stoppten wir ganz spontan beim Schloss Alatskivi und besuchten kurz den schönen Park.

Entlang des Peipussees


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Vom Dorf Koseba nach Varnja wanderten wir dann immer entlang des Peipussees und so konnten wir das Leben hautnah beobachten und viele kuriose Fotos machen. Die dort lebenden Altgläubigen sind für ihren Zwiebelanbau bekannt und  so heissen diese Dörfer auch Zwiebeldörfer. Am Ende der Wanderung kamen wir zur Voronja Galerii Köök und dort machten wir im Garten eine Kaffeepause mit frisch gebackenen Waffeln, die serviert wurden von einem Theaterdirektor aus Tallinn. Im Garten gab es allerlei "Ausstellungsstücke" und Kuriositäten zu bewundern. Im alten Haus hatten sich ebenfalls Künstler verwirklicht und diese Art Ausstellung begeisterte uns sehr. Dann fuhren wir nochmals ans Ufer des Sees und weiter nach Tartu. Am Stadtrand zeigte uns Tiina das Gelände des ehemaligen Militätflughafens der Sowjets und das neu erbaute Estnische Nationalmuseum. Unser Hotel Dorpat für eine Nacht lagt im Stadtzentrum. Wir checkten schnell ein und dann brachte uns der Bus in die Nähe unseres Lokales Wilde und Vine zum Abendessen. Auch diese Lokalität war wieder ganz besonders und wir genossen das gute Abendessen. Den Rückweg machten die meisten zu Fuss und so konnten wir schon mal die Universitätsstadt Tartu kennenlernen.

Universitätsstadt Tartu am 11.07.2019


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Bereits 1030 erstmals erwähnt war Tartu ein wichtigen Warenumschlagsplatz. Die Waren wurden auf dem 100 km langen Fluss Emajögi zum Peipussee und weiter nach Russland transportiert. Mit der Eroberung durch den Schwertbrüderorden wurde Tartu zu einer Hansestadt. 1632 erfolgte unter dem Schwedenkönig Gustav Adolf die Gründung der Universität und 1802 wurde sie durch Deutsch Balten mit Hilfe von Zar Alexander I neu gegründet und war die einzige deutschsprachige Universität im russischen Zarenreich. Die Stadt selbst gehörte von 1721 - 1918 zum russischen Zarenreich. Nach einem Grossbrand 1775 wurde die Innenstadt fast völlig zerstört und im klassizistischen Stil wieder neu aufgebaut. Wir begannen unseren Rundgang beim Hotel und gingen zum Park vorbei an der Markthalle mit der bronzenen Sau, dem Denkmal mit Vater und Sohn, zum Rathausplatz und dann hinauf auf den Domberg zum Struwe Denkmal und zur Sternwarte, weiter über die Engelsbrücke zur Domkirche und vorbei an zahlreichen Denkmälern wieder hinunter in die Altstadt. Individuell besuchen wir dann die Johanniskirche und zu Mittag trafen sich viele im traditionsreichen Cafe Werner. Dort gab es sensationell guten Kuchen und Torte.

Landschaftschutzgebiet Tävaskoda im Tal der Ahja


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Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Parkplatz von Tävaskoda und begannen unsere Wanderung hinunter ins Ahja Tal mit dem roten Sandstein. Jeder konnte wählen zwischen der langen und einer kürzeren Runde. Wir wanderten bergauf und bergab kamen vorbei an ehemaligen Bunkern der Waldbrüder und lernten eine zauberhafte unberührte Natur kennen. 15 Uhr trafen wir uns alle bei der Staumauer des Ahja Stausees und gingen an Bord des solar betriebenen Ausflugsschiffes Looni. Ganz still glitt das Boot über den See und wir genossen die Ruhe und konnten uns etwas ausruhen. Tiina spendierte ein Fläschchen Vana Tallinn und so liessen wir es uns richtig gut gehen. Den dort brütenden Eisvogel sahen wir leider nicht, dafür aber viele Bruthöhlen im Sandstein von anderen Vögeln. Es folgte wieder eine kurze Busfahrt bis nach Vöru und dort spazierten wir hinunter zum See, den See entlang und durch den Park mit dem Denkmal für Kreutzwald wieder zurück. In Vöru gibt es eine Katharina Kirche und ein kleines Denkmal für die russische Zarin Katharina II zu Ehren ihres Besuches in Vöru. Einen letzten Stopp machten wir in Haanja am Sportkomplex und dann war es nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft Vaskna Tourist Farm.

Vaskna Tourist Farm in Südestland


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Dort angekommen begrüssten uns die Wirtin und Hund Lumi sehr herzlich und dann bezogen wir die Unterkunft. Für die Singles war es zunächst eine Enttäuschung. Nicht 2 Einzelzimmer teilten sich ein Bad/WC, sondern 2 Singles bewohnten eine Familienunterkunft. Die wunderschöne Lage des Anwesens an einem See mit grosser Wiese, Ruderbooten, Hund und Katze und sehr liebevoll zubereitetes Essen nur für uns überwog dann doch die erste Enttäuschung. Nach dem Abendessen spazierten wir zum See, genossen die Ruhe und den traumhaften Ausblick. Nur Schwimmen im See wollte an dem Abend keiner mehr.

Haanja Naturpark am 12.07.2019


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Am Morgen weckte uns die Sonne und wir trafen uns spontan barfuss auf der grossen Wiese zum Tautreten. Dann gab es ein schmackhaftes und reichliches Frühstück. Auf der kurzen Fahrt in den Haanja Naturpark sahen wir einen Storch am Strassenrand. Unsere Wanderung begannen wir mit dem Auffüllen der Wasserflaschen und einer Strecke durch den Hinni Kanyon. Auch dort war der Weg vorbildlich angelegt und mit Bohlen befestigt und so konnten wir die enge Sandsteinschlucht geniessen. Dann gingen wir steil bergan aus dem Kanyon, durch eine blühende Wiese und hinunter in das eigentliche Urstromtal, wo heute noch 7 Seen sich aneinander reihen. An den Seen entlang führte unsere Wanderung bis nach Rouge. Unterwegs machten wir Stopp an einer Kunstscheune, wo es allerlei Produkte aus der Gegend zu kaufen gab. In Rouge bestiegen wir den Aussichtsturm, der einem Storchennest nachgeahmt war. 144 Stufen führten auf den 25 m hohen Turm und von oben bot sich eine grandiose Aussicht auf das Urstromtal mit den Seen. Mittagspause machten wir im "Grossen Ei" in Haanja bei einem IT Spezialisten. Das Essen war wieder sehr gut, die Ausstattung auf Euro Paletten sehr speziell und beim WC Besuch konnte man Disco Feeling spüren. Doch alles sehr speziell - aber gut.

Leinenkleider und Setumaa am Nachmittag


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Gut gestärkt fuhren wir nach Vöru, um ein Spezialgeschäft für Leinenkleidung zu besuchen. Es gab wunderschöne Einzelstücke und eine Dame wurde auch fündig. Weiter fuhren wir gen Osten wieder zum Peipussee, wo im Grossraum Värska, die Setu zu Hause sind. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich bis hinüber nach Russland und ihre Setu Hauptstadt Petsiri liegt heute in Russland. In Värska gibt es 7 verschiedene Mineralwässer, die in einem SPA Hotel ihre Anwendung finden. Unsere Gruppe wurde von 7 Setu Frauen erwartete, die nur für uns sangen, tanzten und von ihren Bräuchen erzählten. Ein gelungener Auftritt und zum Schluss durften wir auch alle mit tanzen. Danach besuchten wir das kleine Museum und erfuhren über das Leben der Setu und schliesslich nahmen wir in der urigen Gaststätte noch unser Abendessen ein. Voll mit vielen neuen Eindrücken und gut gestärkt brachte uns Enno dann zurück in unsere Unterkunft und da traute sich tatsächlich noch eine Dame zum Schwimmen in den See. Respekt !

Grosser Eierberg und Hochmoorwanderung am 13.07.2019


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Nach wieder morgentlichem Tautreten und sogar Schwimmen im See, einem guten Früstück mussten wir nur ein kleines Stück fahren bis zum Aufgang zum grossen Eierberg. Mit 318 m Höhe ist er die höchste Erhebung im Baltikum und da hat man Respekt. In Wirklichkeit muss man aber nur einen gut befestigten, kurzen Weg, teils auch mit Treppenstufen ausgestattet, noch oben zu einem 30 m hohen Aussichtsturm gehen. Und da kann man dann zwischen Lift und Treppen nach oben wählen. Aber es lohnte sich, denn die Aussicht war aussergewöhnlich gut. Dann gings weiter nach Vöru, um für das Mittagspicknick etwas einzukaufen. 2 Stunden wanderten wir anschliessend durch das Meeniunno Hochmoor wieder auf befestigten Stegen. An einem Moorauge auf einer schönen Terrassen machten wir Picknick und jeder verteilte vom Eingekauften etwas. Am Nachmittag machten wir dann noch einen kurzen Abstecher zum Illumetsa Meteoritenkrater. Ein schön mit Schnitzereien gestalteter Weg führte zum Krater und unterwegs waren viele Hinweistafeln angebracht.

Höhlen von Piusa


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Den Abschluss unseres Besichtigungsprogrammes bildete dann Piusa mit seinen Sandsteinformationen und Höhlen, in denen zahlreiche verschiedene Fledermäuse leben. Im Besucherzentrum sahen wir zuerst einen Film und dann begaben wir uns auf eine schöne Rundwanderung durch den Wald.
Nach dem Abendessen machten wir es uns im Restaurant gemütlich bei georgischen Weiss- und Rotwein. Wir bedankten uns sehr herzlich bei Tiina und Enno. Beide waren ein Super Team und für unsere Gruppe die perfekte Begleitung in Estland. Eine Teilnehmerin hatte für Tiina einen Blumenkranz gebunden und der wurde ihr dann aufgesetzt. Wir liessen die Stationen unserer erlebnisreichen Reise noch einmal gedanklich vorbei ziehen und wir waren uns einig, dass wir eine ganz besondere Reise durch Estland erleben durften.

Heimreise am 14.4.2019


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Jede Reise geht einmal zu Ende und auch für uns kam der Tag der Abreise. Wir verabschiedeten uns von der Wirtin und fuhren nach Tartu. Dort verliess Tiina uns und wir nutzten es gleich für eine Gesundheitspause an einem Einkaufscenter. Am Flughafen in Tallinn empfing uns Adrian, um uns gleich wieder zu verabschieden. Dank online Checkin ging unser Einchecken schnell und problemlos und auch unser Abflug war fast pünktlich. Zuvor verabschiedeten wir uns von 2 Teilnehmerinnen, die mit airBaltic nach Hause flogen. In Frankfurt kam dann der grosse Abschied, denn einige stiegen in Frankfurt auf die Bahn um und andere auf Abflüge nach Dresden, Hamburg und Hannover. Wir kamen alle gut zu Hause an und werden diese erlebnisreiche Reise sicher nicht so schnell vergessen.

Danke an Euch alle - es war eine tolle Reise !


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Unsere Reisegruppe war diesmal gemischt aus vielen Singles und Pärchen. Fast 100 km waren wir zu Fuss unterwegs. Das Miteinander und die Hilfsbereitschaft waren grossartig. Ich danke Euch allen, dass Ihr diese Reise gewählt hattet und wünsche Euch alles erdenklich Gute, beste Gesundheit und bleibt reisefreudig. Dann freue ich mich auf ein Wiedersehen !
Alles Liebe und Gute
Eure Ria

Besonderer Dank an Tiina und Enno


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Die beiden im Cockpit waren ein Dream Team ganz zu unserem Nutzen. Tiina hat uns mit ihrem umfangreichen Wissen so viel beigebracht über Estland, dass wir uns selbst schon am Schluss wie Esten fühlten. Und Enno hat sehr gut deutsch gesprochen, war immer aufmerksam und hilfsbereit und ist ruhig und sicher gefahren.  Tausend Dank Euch Beiden !

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Ein sehr schöner Reisebericht, genauso schön und erlebnisreich wie die Reise selbst. Eine für uns sehr gelungene Reise mit unbeschreiblicher Kultur (Sängerfest) und einer wunderbaren Landschaft (Ostestland). Auch wir, Barbara und ich, wollen uns auf diesem Wege nochmals ganz herzlich bei Ria und Eberhardt-Travel und natürlich auch bei Tiina und Enno bedanken.
Lieber Grüße selbstverständlich auch an alle Mitreisenden von Holger

Holger
22.07.2019

Liebe Barbara, lieber Holger,
ganz herzlichen Dank für eure superschnelle Antwort auf den Bericht. Es war sehr schön mit euch beiden und an Holger, meinen Staatsfotografen" geht nochmals ein besonderer Dank ! Bleibt gesund und hoffentlich treffen wir uns mal wieder auf einer meiner Reisen .
Alles Liebe und Gute - Eure Ria

Ria Heilmann 22.07.2019

Hallo liebe Mitreisenden, auch wenn die Resonanz bisher fehlt, ein Tipp noch einmal unser Sängerfest in Erinnerung zu rufen. Am Sonntag den 18.09.19 um 18:00 Uhr gibt es im NDR-Fernsehen eine 45minütige Reportage, welcher sicher auch später über MediathekView abrufbar ist. Liebe Grüße aus Erfurt von Barbara & Holger

Holger
16.08.2019

Hallo liebe Mitreisenden, auch wenn die Resonanz bisher fehlt, ein Tipp noch einmal unser Sängerfest in Erinnerung zu rufen. Am Sonntag den 18.09.19 um 18:00 Uhr gibt es im NDR-Fernsehen eine 45minütige Reportage, welcher sicher auch später über MediathekView abrufbar ist. Liebe Grüße aus Erfurt von Barbara & Holger

Holger
16.08.2019

Hallo liebe Mitreisenden, auch wenn die Resonanz bisher fehlt, ein Tipp noch einmal unser Sängerfest in Erinnerung zu rufen. Am Sonntag den 18.09.19 um 18:00 Uhr gibt es im NDR-Fernsehen eine 45minütige Reportage, welcher sicher auch später über MediathekView abrufbar ist. Liebe Grüße aus Erfurt von Barbara & Holger

Holger
16.08.2019
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