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Frankreich zwischen Champagne und Normandie – eine Fluss–Kreuzfahrt auf der Seine

Reisebericht: 13.05. – 22.05.2026

Eine erlebnisreiche Reise voller Kultur, Genuss und französischer Lebensart führte von der Champagne über die Normandie bis nach Paris.

Wolf-Rüdiger Meyer

Ein Reisebericht von
Wolf-Rüdiger Meyer

Kellerei Chrales Mignon, Guide – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Rouen – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Rouen – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Honfleur – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Honfleur – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Honfleur – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) EHT-Stadtrundfahrt in Paris, Montmartre – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) EHT-Stadtrundfahrt in Paris, Montmartre, Sacre Ceur – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) EHT-Stadtrundfahrt in Paris, Montmartre – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Auf dem Schiff: Abschlussdinner  – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Nancy, Stadtrundgang – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL) Nancy, Stadtrundgang – © Wolf-Rüdiger Meyer (Eberhardt TRAVEL)

Tag 1: Anreise von Dresden in die Champagne nach Reims

Die Reise begann früh 6 Uhr am Flughafen Dresden. Der komfortable 5-Sterne-Rolli-Reisebus, der auch für Rollstuhl-Reisende geeignet ist, machte sich auf die rund 900 Kilometer lange Strecke nach Reims. Nach mehreren Zustiegen und dem Wechsel des Fahrers, war die Reisegruppe komplett. Das Wetter war noch nicht in Urlaubsstimmung, denn ständig wechselten Sonne, Regen und auch Graupel bei frischen Temperaturen um die 15 Grad. Unterwegs sorgten Informationen zum Reiseziel, Pausen, kleine Gespräche und französische Chansons bereits für erste Urlaubsstimmung. Die Fahrt führte vorbei an Frankfurt, Karlsruhe, Saarbrücken und Verdun hinein in die Champagne. Trotz kleiner Verzögerungen durch Baustellen und einiger Langsamfahrstrecken wegen der intensiven Regenschauer, kamen wir gut voran. Erst im Bereich des Autobahnknotens Metz geriet unser Zeitplan außer Tritt. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir unser Hotel Radisson in Reims, etwas abseits der historischen Altstadt. Von der Dachterrasse hatte man einen schönen Blick über die Dächer von Reims und der imposanten Kathedrale Notre-Dame.
Nach dem Check-in erwartete uns ein gemeinsames 3-Gang-Abendessen im Hotel. Im Anschluss wurde das Reiseprogramm für den Folgetag besprochen und Fragen beantwortet. Einige Gäste nutzten den Rest des Abends für einen Spaziergang Richtung Altstadt.

Tag 2: Kurzbesichtigung Reims, Champagner–Verkostung in Epernay

Bevor sich die Reisegruppe von Reims auf den Weg in nach Epernay, in die berühmte Hauptstadt des Champagners machte, galt es der historischen Altstadt von Reims einen Besuch abzustatten.
Die Kathedrale Notre-Dame de Reims zählt zu den bedeutendsten gotischen Bauwerken Frankreichs und prägt bis heute das historische Zentrum der Altstadt von Reims. Über Jahrhunderte wurden hier die französischen Könige gekrönt, wodurch die Kathedrale eine herausragende politische und religiöse Bedeutung erhielt. Besonders eng verbunden ist sie mit Jeanne d’Arc, die 1429 den Dauphin Karl nach Reims führte und damit seine Krönung zu Karl VII. ermöglichte. Trotz schwerer Zerstörungen im Ersten Weltkrieg wurde die Kathedrale sorgfältig wiederaufgebaut und gilt heute als Symbol der deutsch-französischen Versöhnung. Gemeinsam mit den historischen Plätzen, Gassen und Straßencafés verleiht sie der Altstadt von Reims ihre einzigartige Atmosphäre und macht die Stadt zu einem kulturellen Mittelpunkt der Champagne.
Nach Besichtigung der Kathedrale und einem vom Reiseleiter geführten kurzem Stadtrundgang fuhren wir mit unserem Bus in das familiengeführten Weingut Charles Mignon. Wir erhielten spannende Einblicke in die Herstellung des edlen Getränks. Anschaulich erklärt wurden die Besonderheiten der traditionellen Flaschengärung sowie die Bedeutung der drei klassischen Rebsorten Chardonnay, Pinot Noir und Meunier. Natürlich durfte auch eine Verkostung verschiedener Champagner nicht fehlen, die bei bester Stimmung und kleinen Einkäufen für Zuhause genossen wurde.
Anschließend führte die Fahrt vorbei an weiten Weinbergen Richtung Paris an die Seine in den Ort Le Pecq, wo bereits unser Flusskreuzfahrtschiff AROSA-VIVA auf uns wartete. Nachdem wir den letzten Graupelschauer dieses Tages im Bus abgewartet hatten, hieß es endlich: Einschiffen! Mit großer Neugier wurden Kabinen, Sonnendeck und Lounge erkundet. Die Gäste wurden charmant begrüßt, allerdings ohne die typische Rose für die Damen. Die stand jetzt auf den für unsere Reisegruppe im Restaurant reservierten Gästetischen. Nach der Sicherheitseinweisung und den ersten Eindrücken vom Schiff genossen wir gemeinsam das reichhaltige Abendbuffet. Während die Sonne den Regen verdrängte und langsam über der Seine unterging, stellte sich die Crew vor und ein musikalisches Abendprogramm rundete den Abend ab. Schließlich hieß es „Leinen los“ – und unsere Flussreise Richtung Rouen begann in stimmungsvoller Atmosphäre mit einem Getränk auf dem Sonnendeck.

Tag 3: Seine–Kreuzfahrt nach Rouen und Stadtführung Rouen

Nach einem gemütlichen Frühstück an Bord und ersten Informationen über Rouen zog es viele Gäste auf das Sonnendeck. Da die Weiterfahrt auf der Seine von den Gezeiten abhängig war, erreichten wir überraschend früh Rouen, die Hauptstadt der Normandie. Schon vom Schiff aus boten sich beeindruckende Ausblicke auf die zahlreichen Kirchtürme der historischen Stadt.
Am Nachmittag erkundeten wir bei einem geführten Stadtrundgang die wunderschöne Altstadt mit ihren engen Gassen, prachtvollen Fachwerkhäusern und historischen Plätzen. In Rouen war regelrechter „Ausnahmezustand“ wegen des alljährlichen Jeanne d’Arc-Festes an diesem Wochenende. Ein buntes Treiben verschiedener Gruppen und Einzel-Akteuren in mittelalterlicher traditioneller Kleidung beherrschten das Stadtbild. Besonders beeindruckend war die Kathedrale Notre-Dame de Rouen, deren Fassade einst Claude Monet zu seiner berühmten Bilderserie inspirierte. Im Inneren der Kathedrale befindet sich außerdem die Grabstätte des Herzens von Richard Löwenherz. Ein weiterer Höhepunkt war die moderne Église Sainte-Jeanne-d’Arc, die an die Freiheitskämpferin Jeanne d’Arc erinnert, die 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.
Zwischendurch blieb Zeit für kleine Entdeckungen. In einer Chocolaterie wurden wir mit köstlichen Macarons verwöhnt. Am Abend kehrten viele Gäste noch einmal in die Altstadt zurück, um das spektakuläre Lichterspiel an der Kathedrale zu erleben.
Nach dem köstlichen Buffet-Abendessen mit vielen französischen Spezialitäten informierte uns der Entertainment-Manager Chris über den weiteren Verlauf der Reise und die angebotenen Ausflüge am nächsten Tag. Wir übernachteten in Rouen.

Tag 4: Ausflug nach Le Havre und Etretat

Das Wetter hatte sich gebessert. Die Regenschauer waren nur noch kurze Episoden, dafür kam die Sonne häufiger hervor. Die Temperaturen waren weiterhin frisch, zumal Wind aufkam.
Der Vormittag konnte mit einer thematischen Stadtführung oder individuell genutzt werden. Neben dem Off-Bord-Programm gab es auch Angebote auf dem Schiff, wie Sauna, Massage, Fitness-Raum. Außerdem hat Rouen eine Vielzahl von am Vortag noch nicht besuchten Sehenswürdigkeiten und Museen. Von Vorteil war die kostenfreie Nutzung der ÖPNV-Verkehrsmittel wegen des Jeanne d’Arc-Festes.
Unser erstes Ziel für den Nachmittag war das malerische Küstenstädtchen Étretat, das weltweit für seine spektakulären weißen Kreidefelsen bekannt ist. Bereits die Fahrt dorthin führte vorbei an typischen normannischen Landschaften mit Flachsfeldern, blühenden Rhododendren und traditionellen Bauernhäusern mit Reetdächern. In Étretat angekommen, spazierten wir durch den charmanten Ort bis zum weitläufigen Strand und den beeindruckenden Steilküsten, die schon zahlreiche Impressionisten inspirierten. Das besondere Lichtspiel aus Meer, Himmel, grünen Wiesen und weißen Felsen verlieh der Landschaft eine beinahe magische Atmosphäre. Viele Gäste genossen Spaziergänge entlang der Küste oder erklommen die Höhen der berühmten Felsformationen, während andere mit dem kleinen Touristen-Zug auf die Steilküstenhöhe fuhren und mit weniger Anstregung die grandiosen Ausblicken über den Ärmelkanal und die Küstenlandschaft genießen konnten.
Ein weiterer Höhepunkt der Normandie bot sich bei einem Abstecher in die Hafenstadt Le Havre. Die im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörte Hafenstadt überrascht heute mit moderner Architektur der 1950er Jahre und gehört aufgrund ihres außergewöhnlichen Wiederaufbaus zum UNESCO-Welterbe. Insbesondere die Architektur und Betonbauweise der Kirche beeindruckten und standen in totalem Kontrast zu dem was wir in Rouen gesehen hatten. Am Abend kehrten wir zurück an Bord unseres Schiffes, wo bereits ein abwechslungsreiches Abendbuffet wartete. Musik, Unterhaltung und die Erinnerungen an die eindrucksvolle Küstenlandschaft ließen diesen besonderen Tag in der Normandie stimmungsvoll ausklingen. 20 Uhr hieß es „Leinen los“ und Abreise nach Caudebec-en-Caux.

Tag 5: Caudebec, Ausflüge nach Deauville und Honfleur

Eine sonntägliche Stille überspannte das kleine Hafenstädtchen Caudebec-en-Caux, die „Perle des Val de Seine“. Nicht weit von unserer AROSA-VIVA hatte sich ein kleiner Trödlermarkt am Ufer aufgestellt. Trotz wechselhaften Wetters ließ sich die Reisegruppe die gute Stimmung nicht nehmen und entdeckte bei einem geführten Rundgang die spätgotische Église Notre-Dame de Caudebec-en-Caux mit ihren beeindruckenden Fenstern und der historischen Orgel. Ebenso spannend waren das alte Templerhaus, Reste der Stadtmauer und Geschichten über das Leben an der Seine.
Nach dem Mittagessen führte uns der Ausflug entlang der Côte Fleurie an die normannische Küste. Auf der Gegenrichtung waren lange Autokolonnen unterwegs, die wieder Richtung Paris strömten, da das verlängerte Wochenende zu Ende ging. Zunächst besuchten wir das elegante Seebad Deauville, das wegen seiner mondänen Atmosphäre und seines langen Sandstrandes gern als „21. Arrondissement von Paris“ bezeichnet wird. Berühmt sind hier die Strandpromenade „Les Planches“, die bunten Sonnenschirme sowie prachtvolle Villen der Belle Époque. Anschließend ging es weiter nach Honfleur – einem der charmantesten Hafenorte der Normandie. Die engen Kopfsteinpflastergassen, alten Fachwerkhäuser und der malerische Fischerhafen erinnerten viele Gäste an Gemälde der Impressionisten. Während einer gemütlichen Stadtführung erfuhren wir Interessantes über Künstler wie Claude Monet und Eugène Boudin, bevor eine typische Calvados-Verkostung für genussvolle Momente sorgte. Besonders nachhaltig waren die Eindrücke in der gewaltigen hölzernen Schifferkirche Sainte Catherine aus dem 15. Jahrhundert.
Am Abend kehrten wir voller Eindrücke an Bord zurück. Nach dem Abendessen sorgte ein französisches Gesangsduo mit bekannten Chansons für einen stimmungsvollen Ausklang des Tages. Gegen 22 Uhr fuhr das Schiff weiter nach Les Andelys.

Tag 6: Les Andelys und Vernon mit Garten von Monets

Am Morgen erreichten wir das idyllisch an der Seine gelegene Les Andelys. Zuvor hatten wir schon die bezaubernden Lichtspiele des Morgens in den Kreisefelsen am Seine-Ufer bewundern dürfen. Hoch über dem Ort thront die Ruine des berühmten Château Gaillard, das einst von Richard Löwenherz zum Schutz der Normandie errichtet wurde. Während eines Rundgangs durch die kleinen Gassen und Fachwerkhäuser, sowie dem Aufstieg zur Ruine des Chateau Gaillard, erfuhren wir Spannendes über die wechselvolle Geschichte der Festung und genossen beeindruckende Ausblicke auf die windungsreiche Seine. Einige Gäste nutzten die Zeit auch für eigene Erkundungen oder kleine Einkäufe in den charmanten Geschäften des Ortes. Andere Gästen wagten eine geführte E-Bike-Tour in das Hinterland von Andelys.
Noch vor dem Mittag legte die AROSA-VIVA ab und fuhr zum knapp 12 km entfernt gelegenen Vernon. Am Nachmittag stand für viele der Höhepunkt der Reise auf dem Programm: der Besuch von Claude Monets Haus und Garten in Giverny. Bereits die kurze Fahrt durch die normannische Landschaft war ein Erlebnis. Zwischen üppigen Blumenbeeten, Rosen, Blauregen und dem legendären Seerosenteich konnte man die Motive vieler weltberühmter Gemälde Monets wiedererkennen. Auch das Wohnhaus des Malers mit seiner markanten gelben Küche und zahlreichen persönlichen Gegenständen vermittelte einen lebendigen Eindruck seines Lebens und Schaffens. Trotz der vielen Besucher, die zum Tagesende zum Glück weniger wurden, herrschte im Garten eine besondere sinnliche Atmosphäre.
Mit einem Glas Wein in der Hand genossen wir die besondere Atmosphäre auf der Seine und ließen diesen kulturell und landschaftlich eindrucksvollen Tag gemütlich ausklingen.

Tag 7: Fahrt nach Mantes–de–Jolie, individuelles Programm, Lichterfahrt Paris

Der letzte Seine-Reisetag an Bord stand ganz im Zeichen der Entspannung und des Genusses. Während unser Schiff gemächlich zurück Richtung Paris fuhr, genossen viele Gäste die Ausblicke von Bord auf die normannische Landschaft und die herrschaftlichen Anwesen zu beiden Seiten der Seine.
Noch vor dem Mittag legten wir in Mantes-la-Jolie an, einer charmanten Stadt mit historischer Altstadt und der imposanten Collégiale Notre-Dame de Mantes-la-Jolie. Einige Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Spaziergang durch die kleinen Gassen, entlang der Seine oder durch die gepflegten Parkanlagen. Ein Großteil der Eberhardt-Travel-Gäste nahm das Reiseleiter-Angebot zu einem Paris-Besuch per S-Bahn an. In Paris gibt es im Nahverkehr nur noch papierlose Tickets. Stattdessen sind sogenannte Navigo-Cards mit dem gewünschten Tarif aufzuladen. Der Zugang zum Bahnsteig ist nur mit solch einer Navigo-Card möglich. Das Aufladen dieser checkkartengroßen Card am Automaten erwies sich als zeitintensiv, so dass wir die erste S-Bahn zu unserem Zielbahnhof Garne Lazare verpassten. Die Züge, Metro-Stationen und Leitsysteme sind optisch und funktionell in sehr gutem Zustand. Als erstes besuchten wir die wiederaufgebaute Kathedrale Notre Dame. Wir mussten lediglich 15 Minuten anstehen. Die wiedereröffnete Kathedrale Notre-Dame de Paris besitzt für Frankreich eine enorme historische, kulturelle und nationale Bedeutung. Seit dem Mittelalter gilt sie als geistiges Herz von Paris und als Symbol der französischen Geschichte. Der verheerende Brand von 2019 wurde von vielen Franzosen als nationale Tragödie empfunden, weil mit Notre-Dame nicht nur ein Bauwerk, sondern ein Stück französischer Identität bedroht war. Der Wiederaufbau entwickelte sich deshalb zu einem gemeinsamen nationalen Projekt, an dem Handwerker, Restauratoren, Künstler und Spender aus ganz Frankreich beteiligt waren. Heute steht die restaurierte Kathedrale nicht nur für die Bewahrung des kulturellen Erbes, sondern auch für Zusammenhalt, Hoffnung und die Fähigkeit Frankreichs, seine Geschichte und Traditionen lebendig zu erhalten. Der anschließende Spaziergang führte uns durch die großzügigen Anlagen des Louvre, durch die Tulleries-Gärten bis zum Place de Concorde, wo der Champs Elisees beginnt. In kurzer Zeit fuhren wir mit METRO und S-Bahn nach Mantes-de-Jolie zurück.
Nach dem Abendessen erwartete interessierte Gäste noch ein Ausflug zu einer stimmungsvollen Lichterfahrt durch Paris. Vorbei an prachtvoll beleuchteten Boulevards, historischen Bauwerken und dem funkelnden Eiffelturm zeigte sich die „Stadt der Liebe“ von ihrer schönsten Seite.
Für die anderen Gäste klang der Tag mit einem Musik-Quizz in der Lounge aus.

Tag 8: Eberhardt–Travel–Stadtrundfahrt Paris ab Mantes–de–Jolie

Der letzte große Bus-Ausflug unserer Reise führte uns in die faszinierende Metropole Paris. Während unseres Ausfluges ist die AROSA-VIVA nach Le Pecq, unserer letzten Anlegestelle, weitergefahren.
Nach dem Frühstück starteten wir mit unserem französischen Chauffeur und dem Stadtführer Philipp zu einer abwechslungsreichen Stadtrundfahrt. Mit leisem Humor und Charme brachte er uns die Sehenswürdigkeiten und das besondere Lebensgefühl der französischen Hauptstadt näher. Bereits unterwegs zogen bekannte Wahrzeichen wie Arc de Triomphe, der Eiffelturm, der Invalidendom mit dem Grab Napoleons sowie die prachtvollen Boulevards an uns vorbei. Im grünen Jardine du Luxembourg zeigte uns Philipp die Pariser Lebensart. Wir waren von den bereitgestellten enormen Kosten zum den Erhalt der kulturellen Anlagen beeindruckt.
Ein besonderer Höhepunkt sollte der Besuch des Hochauses Tour Montparnasse sein, von deren Aussichtsterrasse in über 200 Metern sich ein beeindruckender Blick über ganz Paris bietet. Leider wegen Baumaßnahmen gesperrt. Alternativ führte uns Philipp zur Alten Oper. Von der Dachterrasse des benachbarten Luxus-Kaufhauses Lafayette bietet sich ein fantastischer Blick über Paris. Außerdem konnten wir im Gastro-Bereich einen Imbiss essen und die Kaufhaus-Architektur bestaunen.
Danach führte uns die Fahrt vorbei am Louvre und der restaurierten Kathedrale Notre-Dame de Paris hinauf zum berühmten Künstlerviertel Montmartre. Rund um die strahlend weiße Basilika Sacré-Cœur herrschte reges Treiben: Straßenkünstler, kleine Cafés, Akkordeonmusik und die vielen Maler auf der Place du Tertre vermittelten genau jenes romantische Paris-Flair, das Besucher aus aller Welt begeistert.
Leider war die uns zur Verfügung stehende Zeit viel zu schnell erschöpft. Trotz Verkehrsstaus und Straßensperrungen zeigte sich Paris von seiner schönsten Seite. Die eleganten Häuserfassaden mit schmiedeeisernen Balkonen, die lebhaften Straßenszenen und die Vielfalt der Stadt machten diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis.
Am Abend kehrten wir in Le Pecq ein letztes Mal an Bord zurück, packten unsere Koffer und genossen gemeinsam das festliche Abschiedsmenü mit einer von der Crew zelebrierten Eisbombe. Mit der herzlichen Crew-Verabschiedung ging eine eindrucksvolle Schiffsreise auf der AROSA-VIVA, voller Kultur, Geschichte und französischer Lebensfreude, stimmungsvoll zu Ende.

Tag 9: Ausschiffung und Fahrt mit EHT–Bus nach Nancy, Chocolaterie–Besuch

Nach dem Ausschiffen begann unsere Rückreise im 5-Sterne Eberhardt-Travel-Reisebus Richtung Deutschland. Trotz des dichten Verkehrs rund um Paris erreichten wir pünktlich unser Ziel für die Zwischenübernachtung: Nancy, die Hauptstadt Lothringens. Die Fahrt führte noch einmal durch die reizvolle Landschaft der Champagne vorbei an Reims und bot Gelegenheit, die vergangenen Reisetage Revue passieren zu lassen.
In Nancy erwartete uns zunächst ein genussvoller Besuch in der traditionsreichen Chocolaterie Alain Batt. Dort erfuhren wir Spannendes über die handwerkliche Herstellung von Schokolade, Macarons und den berühmten Bergamotte-Spezialitäten der Region. Natürlich durfte auch eine Verkostung nicht fehlen. Die Gäste waren von der Präsentation und der handwerklichen Kunst begeistert. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit feine Pralinen und süße Souvenirs für Zuhause einzukaufen.
Nach dem Einchecken in unser Hotel Mercure erkundeten wir bei einem Stadtrundgang die elegante Altstadt von Nancy, die besonders für ihren Jugendstil und den prachtvollen Place Stanislas bekannt ist. Der beeindruckende Platz mit seinen vergoldeten Toren, Brunnen und historischen Gebäuden gehört zum UNESCO-Welterbe und zählt zu den schönsten Plätzen Europas. Auch die Spuren der berühmten „École de Nancy“ und des französischen Jugendstils begegneten uns auf Schritt und Tritt. Den letzten gemeinsamen Abend in Frankreich genossen wir schließlich in der traditionsreichen Brasserie Excelsior, deren prachtvolle Jugendstilgestaltung und französische Küche einen stimmungsvollen Abschluss dieser erlebnisreichen Reise bildeten.

Tag 10: Rückreise nach Dresden

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück in Nancy begann unsere Rückreise nach Deutschland. Die Fahrt führte durch Lothringen vorbei an Metz und weiter über die deutsch-französische Grenze Richtung Saarbrücken. Bis Jena verlief die Heimreise insgesamt ruhig und angenehm. Die anschließenden Baustellen bis Chemnitz verzögerten unsere Heimreiseplanung etwas.
Während der Fahrt wurden nach und nach die Reiseteilnehmer an den vereinbarten Ausstiegsorten verabschiedet. Zwischenstopps und Pausen boten Gelegenheit, noch einmal gemeinsam auf die vergangenen Tage voller Eindrücke, Begegnungen und Erlebnisse zurückzublicken. Die Reisegruppe erinnerte sich an die prachtvollen Städte der Champagne und Normandie, die romantischen Seine-Landschaften, die Kunst Claude Monets, die Kathedralen von Reims und Rouen sowie an das besondere Flair von Paris.
Am Abend erreichten schließlich alle Gäste wohlbehalten ihre Heimatorte. Mit vielen schönen Erinnerungen, neuen Eindrücken und vielleicht auch etwas französischem Lebensgefühl im Gepäck endete eine abwechslungsreiche Reise durch Frankreich.


Liebe Reisegäste,
hinter uns liegen unvergessliche Tage voller beeindruckender Landschaften, kultureller Höhepunkte und französischer Lebensfreude entlang der Seine und in der Normandie. Ich danke Ihnen herzlich für die angenehme Gemeinschaft, die vielen schönen Gespräche und das stets gute Miteinander während dieser Reise. Nehmen Sie viele schöne Erinnerungen, ein wenig französisches Flair und vielleicht auch die Vorfreude auf ein Wiedersehen bei einer nächsten gemeinsamen Reise mit nach Hause.
Wolf-Rüdiger Meyer, Reiseleiter


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