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Single–Silvesterreise in Nizza an der Cote d' Azur

Reisebericht: 28.12. – 02.01.2026

Zum Jahreswechsel durften wir gemeinsam eine unvergessliche Zeit an der sonnigen Côte d’Azur verbringen. Nizza und seine Umgebung boten die perfekte Mischung aus Entspannung und schönen Erlebnissen.

Merle Decker

Ein Reisebericht von
Merle Decker


Flug nach Nizza

An diesem Tag machten wir uns von verschiedenen Flughäfen in Deutschland und der Schweiz auf den Weg zu unserem sonnenverwöhnten Neujahresreiseziel an der Côte d’Azur: Nizza. Die über Frankfurt anreisenden Gäste trafen als Letzte ein und mussten sich leider noch etwas gedulden, bis auch die Koffer erschienen – doch am Ende waren alle vollständig angekommen, und das ist schließlich die Hauptsache.

Im Hotel Apollinaire wurden wir bereits von den anderen Reisegästen erwartet. Nach einem zügigen Check-in und einem kurzen Ankommen im Hotel machte sich ein Teil der Gruppe auf den Weg zum ersten gemeinsamen Abendessen ins Restaurant Oscar. Bei einer typischen Salade Niçoise, zartem Rindergulasch und einem Glas Wein stimmten wir uns gemütlich auf die kommenden Tage ein und ließen den Anreisetag entspannt ausklingen.

Saint–Tropez, Bootsfahrt und Esterelgebirge

Nach einem frühen, reichhaltigen Frühstück mit frischem Baguette und Croissants trafen wir unseren Reiseleiter Richard, der uns in den nächsten drei Tagen begleiten sollte. Unser heutiges Ziel: das legendäre Saint-Tropez – inklusive der (inzwischen schon traditionellen) Suche nach öffentlichen Toiletten.

Zunächst führte uns die Fahrt entlang der berühmten Promenade des Anglais, vorbei am Flughafen von Nizza, wo zahlreiche Privatjets einen Hauch von Luxus versprühten. Immer am Meer entlang ging es weiter Richtung Westen, mit traumhaften Ausblicken auf das tiefblaue Mittelmeer. Ein besonderes Highlight war die Fahrt durch das Esterelgebirge, dessen rötliche Felsen einen beeindruckenden Kontrast zum Meer bilden. An einem Fotostopp wurde eifrig fotografiert und die Landschaft bestaunt – auch wenn die kurvenreiche Strecke einigen erst einmal abverlangte, sich wieder zu sammeln.

Über Saint-Raphaël und Sainte-Agnès erreichten wir schließlich Saint-Tropez. Gleich zu Beginn erwartete uns unser erstes kleines Abenteuer am Hafen: der Besuch der öffentlichen Toiletten, deren Technik nicht sofort selbsterklärend war – aber gemeinsam wurde auch diese Herausforderung gemeistert.

In der Altstadt kamen wir jedoch nicht allzu weit, denn an der Statue von Brigitte Bardot wurden wir kurzerhand selbst zu kleinen Stars: Das französische Fernsehen interviewte uns, da die weltberühmte Schauspielerin am Vortag verstorben war. Ein unerwarteter, aber eindrucksvoller Moment.

Anschließend spazierten wir vorbei am Museum der Gendarmerie und des Kinos, bekannt aus den legendären Louis-de-Funès-Filmen, hinunter zum Hafen. Dort bestaunten wir die imposanten Yachten, die Saint-Tropez seinen glamourösen Ruf verleihen, sowie einen kleinen, liebevoll gestalteten Weihnachtsmarkt. Nach einem weiteren Bummel durch die Altstadt ließen wir uns am Hafen zum Mittagessen nieder.

Am Nachmittag ging es per Schiff weiter: Bei bestem Wetter und mit Sonnenbrillen auf der Nase fuhren wir nach Sainte-Maxime, anschließend in die Bucht von Saint-Tropez. Vom Wasser aus bot sich ein eindrucksvoller Blick auf die luxuriösen Villen entlang der Küste. Zudem sahen wir das Schloss sowie den Friedhof, auf dem Brigitte Bardot ihre letzte Ruhestätte finden wird.

Die Rückfahrt mit dem Bus verlief deutlich weniger kurvenreich – ideal für ein kleines Nickerchen nach diesem erlebnisreichen Tag. Nach dem Abendessen im Hotel ging es für alle zufrieden ins Bett.

Nizza und Saint–Paul–de–Vence

Heute lernten wir endlich die Stadt, in der wir wohnten, näher kennen. Richard und Damien holten uns früh mit dem Bus ab. Unsere Fahrt führte uns zunächst vorbei an der beeindruckenden russisch-orthodoxen Kathedrale Saint-Nicolas, einem der größten orthodoxen Sakralbauten außerhalb Russlands.

Weiter ging es zu den Überresten der alten römischen Stadt Cemenelum im Stadtteil Cimiez. Unter Olivenbäumen, vorbei am Matisse-Museum, erfuhren wir spannende historische Hintergründe, bevor wir die Notre-Dame-de-Cimiez besuchten. Dort bestaunten wir Krippen aus aller Welt. Ein Spaziergang durch den Klostergarten belohnte uns mit einem herrlichen Blick über die Dächer von Nizza bis hin zum Meer.

Nach einem kurzen Toilettenstopp fuhren wir weiter in die Altstadt von Nizza, wo wir unsere Führung zu Fuß fortsetzten. Vorbei am winterlich geschmückten Fontaine du Soleil, dem Rathaus und dem Justizpalast tauchten wir in die engen, verwinkelten Gassen ein. Nach der Besichtigung der Kirche Gesù erreichten wir den Markt, auf dem jeder seine Mittagspause individuell gestalten konnte.

Frisches Obst, Oliven, Gewürze und regionale Spezialitäten wechselten die Besitzer. Andere zog es bei diesem traumhaften Wetter an die Promenade des Anglais, wo sogar mutige Schwimmer im Meer zu sehen waren. Einige genossen einen Aperol in der Sonne, während andere den Aufstieg zum Schlossberg wagten und mit einer fantastischen Aussicht auf die Bucht von Nizza und den Wasserfall belohnt wurden. Kurz gesagt: Nizza wurde in vollen Zügen genossen.

Doch die Highlights des Tages waren noch nicht vorbei. Am Nachmittag fuhren wir ins mittelalterliche Bergdorf Saint-Paul-de-Vence. Schon vom Busparkplatz aus beeindruckte das wunderschöne Künstlerdorf. Auf dem Weg zu den engen Gassen wurden wir als die Stars und Sternchen, die wir ja nun jetzt sind, wiedererkannt von einer Bewohnerin des Dorfes.

Saint-Paul-de-Vence ist seit den 1920er-Jahren ein Anziehungspunkt für Künstler wie Picasso, Matisse und Charlie Chaplin, inspiriert vom besonderen Licht und der provenzalischen Landschaft – eine Art Künstlerkolonie. Besonders eng verbunden ist das Dorf mit Marc Chagall, dem russisch-französischen Maler, der für seine farbintensiven, poetischen Werke bekannt ist. Er lebte hier rund 20 Jahre und wurde auch hier begraben. Sein schlichtes Grab, geschmückt mit kleinen Steinen, besuchten wir zum Abschluss.

Nach dem einen oder anderen Einkauf in den kleinen Galerien und Geschäften verabschiedeten wir uns bei einem wunderschönen Sonnenuntergang von Saint-Paul-de-Vence und fuhren zurück Richtung Hotel – erfüllt von Eindrücken und Erlebnissen.

Èze, Monaco und Silvester in Nizza

Heute ist endlich der lang ersehnte Silvestertag – doch natürlich nicht ohne einen letzten gemeinsamen Ausflug.

Am Morgen fahren wir entlang der malerischen Küstenstraße in das hoch über dem Meer gelegene Bergdorf Èze. Dort besuchen wir die Parfümfabrik Fragonard, eine der bekanntesten Parfümerien Frankreichs mit langer Tradition. Bei einer Führung erfahren wir Spannendes über die Herstellung von Parfüm und die Unterschiede zwischen Eau de Parfum, Eau de Toilette und weiteren Duftvarianten. Anschließend nutzen einige die Gelegenheit, sich mit neuen Lieblingsdüften einzudecken.

Weiter geht es mit dem Bus in das Fürstentum Monaco. Wir steigen auf der Altstadtseite nahe dem Ozeanographischen Museum aus und spazieren durch den exotischen Garten mit seinen außergewöhnlichen Pflanzen und herrlichen Ausblicken über das Mittelmeer. Pünktlich erreichen wir den Fürstenpalast, um die feierliche Wachablösung mitzuerleben, die von Trommeln und Trompeten begleitet wird.

Im Anschluss erkunden wir mit Richard die engen Gassen der Altstadt – auch abseits der üblichen Touristenwege. Kurz zuvor besuchen wir die Kathedrale von Monaco, in der unter anderem Grace Kelly und Fürst Rainier III. ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Am Palast angekommen, beginnt unsere Mittagspause: Einige genießen ein Essen, andere spazieren hinunter zum Yachthafen oder lassen die Sonne in einem der Gärten oder Cafés auf sich wirken.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Monte Carlo – ein starker Kontrast zur ruhigen Altstadt. Vor dem berühmten Casino reiht sich ein Luxusauto an das nächste, während sich Besucher aus aller Welt tummeln. Gemeinsam besichtigen wir das Casino von Monte Carlo und bestaunen die prachtvolle Innenausstattung. In der anschließenden Freizeit erkunden einige das Viertel, andere entziehen sich dem Trubel und genießen den Blick auf das Meer, die Bucht von Monaco und die legendäre Formel-1-Rennstrecke.

Beeindruckt von diesem kleinen, aber äußerst wohlhabenden Fürstentum machen wir uns auf den Rückweg nach Nizza – mit genug Zeit, um uns für den Abend herauszuputzen. Leider heißt es heute auch Abschied nehmen von Richard, der uns mit viel Fachwissen, Humor und Engagement durch die Reise begleitet hat.

Am Abend gehen wir perfekt gestylt zu Fuß zum Casino Le Ruhl, wo wir unseren Silvesterabend verbringen. Ein festliches Vier-Gänge-Menü, ein DJ und eine beeindruckende Liveshow sorgen für den passenden Rahmen. Ausgestattet mit Partyhüten, Luftschlangen und reichlich Champagner starten wir ausgelassen in den Abend.

Während wir unser Essen genießen, begeistern Sänger und Tänzerinnen auf der Bühne – danach erobern auch wir die Tanzfläche. Mit dem einen oder anderen Glas Champagner stoßen wir gemeinsam auf das neue Jahr an. Nach diesem unvergesslichen Abend kehren alle nach und nach durch die nächtlichen Gassen Nizzas zurück ins Hotel.

Antibes und Cannes

Der heutige Tag beginnt etwas später – schließlich darf man sich nach Silvester auch ein wenig erholen. Heute begleitet uns Yvonne, die unser bereits gesammeltes Wissen über Nizza testet und uns gleichzeitig viele neue Einblicke vermittelt.

Unsere Fahrt führt uns zunächst entlang der Küste nach Antibes. Dort steigen wir am Port Vauban aus, dem größten Yachthafen Europas an der Côte d’Azur. Mit über 1.500 Liegeplätzen, darunter der berühmte Quai des Milliardaires für Megayachten, beeindruckt der Hafen allein durch seine Größe – und wir dachten, wir hätten diese Woche bereits viele Yachten gesehen.

In Antibes genießen wir erneut den wunderschönen Blick auf die Seealpen. Nach einer kurzen Führung durch Yvonne schwärmen wir aus: Entweder spazieren wir am Wasser entlang, trinken einen Kaffee oder bestaunen den Hafen noch etwas genauer.

Anschließend geht es weiter in die weltbekannte Filmstadt Cannes. Viele von uns erkunden die Stadt auf eigene Faust, schlendern über den Weihnachtsmarkt, genießen ein spätes Mittagessen oder lassen das besondere Flair der Stadt auf sich wirken. Ein Teil der Gruppe besucht gemeinsam mit Yvonne den Filmpalast, wo wir mehr über das berühmte Filmfestival und die Abläufe hinter den Kulissen erfahren.

Am Rathaus treffen wir uns wieder und sind froh, in den warmen Bus zu steigen – denn heute zeigt sich die Côte d’Azur von ihrer etwas frischeren Seite. Vielleicht möchte sie uns bereits auf die morgige Heimreise einstimmen 😉. Am Abend lassen wir unsere Reise gemütlich im Restaurant oder an der Bar ausklingen.

Rückreise

Heute heißt es leider Abschied nehmen vom sonnigen Nizza. Wir reisen zurück in die winterliche Kälte und den Schnee zu Hause – was leider auch zu einigen Flugverspätungen führt.

Besonders die Frankfurter Gruppe bekommt dies zu spüren: Nach langem Warten an verschiedenen Schaltern geht es schließlich per Bahn zurück nach Dresden. Trotz aller Umstände bleibt die Reise als wunderschöner Jahresauftakt in Erinnerung.


Meine lieben Reisegäste,
ich hoffe sehr, euch hat diese Reise genauso gut gefallen wie mir. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel sind wir im wunderschönen Nizza gemeinsam in das neue Jahr gestartet.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute für das neue Jahr und hoffe, euch irgendwann wieder auf einer Reise irgendwo auf dieser Welt begleiten zu dürfen.

Bis dahin!
Eure Merle 🌟


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