FR–WELT6 – Reise nach Paris 24.–29.05.2026
Reisebericht: 24.05. – 29.05.2026
Einmal Pfingsten in Paris verbringen! Das sagten sich 36 reiselustige, die mit Eberhardt Travel nach Paris fuhren oder flogen.
Ein Reisebericht von
Dr. Dieter Braune
Tag 1, 24.05.2026 – Anreise nach Paris
Um 06:00 Uhr fuhr unser Bus am Flughafen Dresden ab. Mit Zwischenstopps in Chemnitz, Meerane, Jena, Weimar und Erfurt erreichten wir um 13:45 den letzten Zustieg in Grünstadt an der Pfälzer Weinstraße.
Inzwischen hatte in Bad Hersfeld auch unser Maik den Bus übernommen. An der Raststätte Ramstein wurde dann Maiks Brasserie das erste Mal geöffnet. Kurz vor dem Pariser Autobahnring mussten wir, staubedingt, noch auf Département- Straßen ausweichen und erreichten dann gegen 21:30 Uhr unser sehr gutes 4* Hotel am Rande des 17. Arrondissements von Paris. Vor dem Hotel begrüßten uns die beiden, mit dem Flugzeug angereisten und die zwei Bahnreisenden. D.h., wir waren vollzählig. Da das Hotel die Zimmerverteilung gut vorbereitet hatte, konnten wir so gleich unsere Zimmer beziehen und uns etwas von der langen Fahrt ausruhen.
Tag 2, 25.05.2026 – Stadtrundfahrt, Mittagessen auf dem Eiffelturm; optional Cabaret
Um Punkt 09:00 Uhr starteten wir mit unserm Bus und dem örtlichen Reiseleiter Andreas die Stadtrundfahrt. Heute war Pfingstmontag und damit Feiertrag in Frankreich. Über die Avenue Forch, einer der teuersten Wohngegenden von Paris, erreichten wir den Großen Stern mit dem Arc de Triomphe in der Mitte stehend. Am Trocadero stiegen wir das erste Mal aus und bestaunten den gegenüber, auf der andren Seite der Seine stehenden Eiffelturm. Andreas erzählte uns, mit Wiener Schmäh, die Entstehungsgeschichte des Turmes und wie der deutsche Bauingenieur aus der Eifel zu seinem französischen Namen Gustave Eiffel kam. Hinter dem Grand und Petit Palais bogen wir auf den unteren Teil der Champs Élysée ein. Am Place de la Concord querten wir, via der Pont Alexandre III., die Seine. Auf der linken Seite, auf der Insel Île-de-la-Cité lag die Kathedrale Notre Dame schön in der Sonne.
Unser zweiter Ausstieg war am Jardin du Luxembourg. Hier konnten wir um das Schloss, in dem heute der französische Senat, die 2. Kammer des Parlamentes, ihren Sitz hat, laufen . Am anderen Ende des Parkes erwartete uns Maik und wir fuhren, das Panthéon und den Invalidendom tangierend, zum Eiffelturm. In der Brasserie Madame, die auf der ersten Zwischenebene des Eiffelturmes liegt, wurde uns ein sehr gutes 3-Gänge Menü gereicht.
Nach etwas Freizeit fuhr der größte Teil mit dem Bus zum Hotel zurück. Andere eroberten noch weiter die schöne Stadt.
Maik brachte am Abend noch eine kleine Gruppe zum Cabaret Paradies Latin, wo rund 20 „Paradiesvögel“ uns in ihre fantastische Welt entführten.
Tag 3, 26.05.2026 – Spaziergang im Marais–Viertel / Monmartre
Heute sollte es, mit 32°C, wieder sehr warm werden.
Da bei der Stadtrundfahrt die Champs-Élysée etwas zu kurz gekommen war, fuhren wir, diesmal im richtigem Pariser Stadtverkehr, nochmals über den Großen Stern, dann die Prachtstraße runter, an der 0per Garnier vorbei, über den Place de Republik, zum Pl. de la Bastille. Hier stiegen wir aus, um zu Fuß das noble Marais-Viertel zu erkunden. Leider funktionierte die Technik nicht so richtig, so dass Andreas ohne Hilfsmittel auskommen musste, was ihm aber nicht so richtig gelang. Wir besichtigten die Kirche Saint Martin und machten einen kurzen Stopp an der ehrwürdigen Bibliothéque Forney. Unser Rundgang endete auf dem ältesten der 5 Pariser Königsplätze, dem Place des Vosges. Dieser, 1612 eingeweihte, im Quadrat mit 140 m Seitenlänge umbaute Platz, versetzte uns so richtig in das 17. Jahrhundert zurück.
Dann fuhren wir weiter ins Montmartre-Viertel, wo uns Andreas etwas Zeit zum Mittagessen gönnte. Gestärkt teilten wir uns, je nach individueller „Laufleistung“, in drei Gruppen auf, um den Berg von Montmartre zu erklimmen und einen Rundgang durch das Künstlerviertel, wo schon Picasso am Place du Tertre viel Zeit verbrachte, zu unternehmen und von der Basilika Sacre-Coeur einen fantastischen Blick über Paris zu genießen.
Anschließend kehrten wir in das sehr schöne Restaurant „La Bonne Franquette“ ein. Nach dem Essen mussten wir, auf kurzem Wege, den Berg wieder runter gehen, um am weltberühmten Moulin Rouge wieder in den Bus zu steigen.
Tag 4, 27.05.2026 – Château Versailles und Bootsfahrt auf der Seine
Unser vierter Tag begann um 08:30 Uhr. Wir fuhren nach Versailles, einer, der größten Schlossanlagen Europas. Hier hatte Ludwig XIV. sein Verständnis von absoluter Macht in einem gigantischen Barockbau abbilden lassen.
Da die Pariser Ausfallstraßen in unserer Richtung durchlässig waren, erreichten wir den direkt vor dem Schloss liegenden Parkplatz in rund 45 Minuten. Wir hatten Tickets für den Schlosseintritt um 11:45 Uhr. Also gingen wir zuerst in die riesige, das Château umgebende 815 Hektar große Parkanlage. Die Temperaturen waren noch einigermaßen erträglich, denn für Mittag waren 34 °C prognostiziert.
Nach zwei Stunden Parkbesichtigung mussten wir uns in die ca. 150 m lange Schlange am Schlosseingang einreihen und ohne Schatten ca. 10 Minuten, Schritt für Schritt, dem Eingang entgegenstreben. Mit Audioguides ging es dann auf den Schlossrundgang. Der erste Blick ging in die Schlosskirche. Dann wurden wir durch die Wohn- und Arbeitsräume des Königs und der Königin „geschoben“. Obwohl die Fenster weit geöffnet waren, stand die Luft in den Räumen. Der Höhepunkt war der weltweit bekannte, 73 m lange Spiegelsaal. Mit insgesamt 358 Spiegel konnte man sich in das höfische Leben, das hier ab 1684 zelebriert wurde, hineinversetzen. In diesem Saal wurde Weltgeschichte geschrieben, das Deutsche Reich gegründet und 1919 der Versailler Vertrag, der den 1. Weltkrieg offiziell beendete, unterschrieben.
Nach dem Schlossrundgang stärkten wir uns in Maiks Brasserie, heute mit einem, um Bouletten, Steaks und Bratwürste erweiterten Angebot.
Auch die Fahrt nach Paris rein, zum unterhalb des Eiffelturms gelegenen Bootsanleger, verlief so reibungslos, dass wir schon eine Stunde vor der geplanten Abfahrt aufs Boot konnten.
Wir schipperten eine gute Stunde unter der Pont Alexandre III. hindurch, an der Nationalversammlung und dem Musée d‘ Orsay vorbei, zuerst die Seine aufwärts. Hinter der, auf der Insel Île-de-la-Cité gelegenen Kathedrale Notre Dame umrundeten wir die Insel und fuhren die Seine abwärts zurück. An der, mit einer Kunstinstallation alla Christo verhüllten Pont Neuf mussten wir auf den Gegenverkehr warten. Christo hatte die Brücke bereits 1985 einmal verhüllt. Der Arc de Triomphe wurde 2021 postum, kurz nach Christos Tod, eingehüllt.
Vorbei am Hôtel de Ville, dem Louvre und dem Grand Palais erreichten wir wieder unseren Anleger. Maik drängelte etwas, den unsere Parkzeit lief in 5 Minuten ab. Ja, was machen wir jetzt mit der gewonnen Zeit? Da wir den weltberühmten Louvre bisher nur von Weitem gesehen hatten, fuhren wir zur Hauptachse des riesigen, seit der französischen Revolution (1793) der Öffentlichkeit zugänglichen Museumskomplexes. Nach einem kurzen Blick in einen Ausstellungsraum gingen wir am Kleinen Triumphbogen, dem Arc de Triomphe du Caroussel, den Napolean zu seinen Lebzeiten errichten ließ, entlang, durch den Jardin de Tuileries, zum Place de la Concord, der auch wieder zu einem der 5 Königsplätze gehört. Nach ein paar Minuten Wartezeit brachte uns Maik in das kleine Restaurant „Les Noces de Jeannette“ (Die Hochzeit der Jeannette) in der Nähe von der Oper Garnier, wo wir den Tag ausklingen ließen.
Tag 5, 28.05.2026 – Île–de–la–Cité / Freizeit
Der letzte Tag in Paris begann mit einem Rundgang über die Île-de-la-Cité, auf der einst Paris gegründet wurde. Um nicht wieder so „gehörlos“ zu sein, wie beim Marais-Rundgang, testeten wir, bevor Andreas zustieg, im Bus zuerst unsere Quiedvox-Geräte. Wie ein Wunder, heute funktionierte alles. Wir stiegen nach rund einer Stunde Fahrt durch den Pariser Verkehr am Tour St. Jacques, direkt in der Nähe unserer Insel, aus. Andreas lief heute zur Höchstform auf. Auf dem, auf Grund der Hitze angekündigten kurzen Rundgang, erreichten wir nach rund 2 Stunden Notre Dame. Hier verabschiedeten wir ihn und stellten uns individuell zur Kirchenbesichtigung an. Nach etwa 10 Minuten konnten wir in die tolle und vor allem kühle Kathedrale eintreten. Danach war Freizeit angesagt. Um 16:30 Uhr hat Maik die Hälfte der Gruppe am Rathaus wieder eingesammelt und im chaotischen Verkehr, immer mit Bremsbereitschaft und hupend zum Hotel gebracht.
9 Enthusiasten wollten nochmal eine abendliche Seine- Fahrt unternehmen. Gesagt, getan! Mit dem Bus ging es über den großen Stern zum Anleger und dank Online-Tickets gleich auf das Schiff. Es war zwar die gleiche Fahrtroute wie am Vortag, aber eine ganz andere Stimmung. Tausende Pariser und ihre Gäste saßen, wie bei Franzosen üblich, mit ihren Picknicktaschen am Seineufer. Mit Sonnenuntergang (21:48 Uhr) legten wir wieder unter dem Eiffelturm an. Was war den hier los! Am Schiffsanleger standen in Viererreihen die Gäste mehrere 100 m lang an, um auf die Nachtschiffe zu gelangen!
Wir machten noch um Punkt 22:00 Uhr einen kurzen Stopp am Trocadeo und hatten einen fantastischen Blick auf den gerade blinkenden Eiffelturm. Hinzu gesellte sich der Mond und einige wenige Feuerwerkskörper.
Tag 6, 29.05.2026 – Rückreise
Au revoir Paris et au revoir France!
Leider mussten wir die fantastische und sehr agile Stadt heute verlassen. Punkt 08:00 Uhr traten wir die Rückfahrt an.
Wir kamen sehr gut aus Paris raus. Im Bus erfuhren die Gäste noch etwas über das Genre der französischen Chansons und lauschen der Musik von Édith Piaf, Charles Aznavour und Gilbert Bécaud. In Grünstadt / Pfalz war der erste Ausstieg und wir verabschiedeten unsere Bremer Mitreisenden.
Mit mehreren Stopps und etwas Stau am Frankfurter Kreuz erreichten wir kurz nach Mitternacht den Ausstieg am Flughafen Dresden.
Eine schöne, erlebnisreiche Reise in die sehr lebendige französische Hauptstadt ging leider viel zu schnell zu Ende. Ich bedanke mich bei der Gruppe für Ihre Disziplin und Ihren Zusammenhalt.
Mit dem Spruch von Wilhelm Busch: „Drum o Mensch, sei weise, pack die Koffer und verreise!“ möchten ich mich bei Ihnen verabschieden. Vielleicht sieht man die Eine oder den Anderen Mal auf einer der vielen Eberhardt- Reisen, am liebsten den Radreisen, wieder! Ich würde mich sehr freuen!
Au revoir et À bientôt
Dieter Braune
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