Reisebericht: Städtereise Klassisches Paris 6 Tage mit Flug

17.07. – 22.07.2018, 6-tägige Flugreise nach Frankreich in die Stadt an der Seine

Paris ist keine Stadt, sondern eine Welt. Das hat Christian Friedrich Hebbel überwältigt von den Sehenswürdigkeiten und der Vitalität notiert, als er 1843 die französische Hauptstadt besuchte.Eine faszinierende, vielseitige und gegensätzliche Welt für Reiche und Arme, für Alteingesessene und Neugierige haben auch wir kennen gelernt. Aufregend, überwältigend und ermüdend.Das, was es zu sehen gibt, das ist bekannt. Den Eiffelturm, die Prachtstraße Champs Elysee, die Kirchen wie etwa Notre Dame oder die Grabstätte der großen Franzosen, das Pantheon, nicht zu vergessen das riesige Museum, der Louvre, dann das Künstlerviertel Montmartre, das moderne Viertel la Defense aber auch die Cafes und Restaurants, die eleganten Kaufhäuser und die Cabarets im Paradies Latin, wo der Cancan zur Perfektion getrieben wird.

Stadtrundfahrt zur ersten Orientierung

Den ersten Eindruck von Paris vermittelt nach einem langen Anreisetag eine
ausgiebige Stadtrundfahrt mit dem Bus. Es herrscht natürlich dichter Verkehr, da braucht man starke Nerven und ein dickes Fell. Zwischen den Autos jonglieren Motorradfahrer und Radler geschickt durch die Lücken, zentimeterweise schiebt man sich auf mehrspurigen Avenuen aber auch schmalen Straßen voran, aber die Pariser scheinen gelassen und entspannt dabei zu sein. C'est la vie. Hin und wieder findet sich auch eine Lücke zum Parken, für ein paar Schritte und genaue Blicke auf die prächtige Oper den Place de la Concorde, die Champs Elysee, die eleganten Kaufhäuser und die Seinebrücken sehen und fotografieren zu können.

Haussmanns Fassaden und das ewige Dorf Montmartre

Bald können wir die Handschrift des Präfekten Georges-Eugène Hausmann an den Fassaden ablesen, lange durchgehende schmiedeiserne Balkone, das Fenster für die Concierge über der Eingangstür und oben die Mansarden für die Hausangestellten.
Durch das berühmte Montmartreviertel, in dem die Künstler und Poeten das Sagen haben, geht es auf Umwegen hinauf zu Sacre Ceur, wo einem die Stadt tatsächlich zu Füßen liegt. . An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, einen Mann, der - wie einst Heinz Rühmann- durch die Wand gehen konnte, Schauplätze von Filmen lassen sich erkennen, kleine Gassen, berühmte Lokale und den Charme eines ewigen Dorfes rund um den Place du Tertre.

Schöner als bei Vicotr Hugo beschrieben

Eine Stadtrundfahrt ist nur die erste Etappe, um die Welt von Paris mit den so unterschiedlichen Vierteln zu erkunden. Zu Fuß will diese Stadt erforscht werden, auch wenn die Füße irgendwann brennen. Das Maraisviertel, das Victor Hugo in seinem Roman vom Glöckner von Notre Dame wenig schmeichelhaft beschrieben hat, ist längst ein Schmuckkästchen geworden. Elegante Stadtpaläste, Museen, jüdisches Leben und der aristokratische Place des Vosges.Vom Marais ist es nur ein kurzer Weg auf die Ile de la Cita, das Herz der Stadt, die hier entstand und bei den Römern zunächst Lutetia Parisiorum hieß. Die Insel wird überrag von Notre Dame, vor der sich lange Menschenschlangen voran schieben. Wir heben die Innenbesichtigung dieser Kathedrale für den freien Tag auf, bestaunen sie von außen und gehen weiter zum früheren Königspalast, dem Palais de Justice.
Nachmittags dann geht es hoch hinaus- es gibt dafür mancherlei Gelegenheit in Paris, aber die wichtigste ist natürlich der Eiffelturm. Er ist das Pariser Wahrzeichen schlechthin. Jährlich besuchen ihn rund 8 Millionen Besucher. Jetzt soll er aus Sicherheitsgründen mit einer Glaswand umgeben werden. Sie ist noch nicht fertig, aber der Weg durch Baustellen und an Umleitungen entlang ist mühsam und zeitraubend. Braucht Geduld bis es aufwärts geht, aber der Blick von der 2. Plattform entschädigt für den mühsamen Anlauf.
Am Abend dann das nächste highlight- eine Show im Paradies Latin. Sie zeigt das, wofür Paris auch steht- Kunst, Eleganz, Artistik, Musik, Liebe und natürlich darf ein Glas prickelnder Champagner nicht fehlen.

Prunk und Pracht in Versailles und Ruhe am Fluß

Der auf Prunk und Prachtentfaltung erpichte Sonnenkönig, Ludwig XIV, zog nach Versailles, obwohl dort zu seiner Zeit zunächst nur ein sehr bescheidenes Schloss zur Verfügung stand, der Anbau Jahre dauerte und die Anlage damals eher einer Baustelle als einem prächtigen Schloss glich. Versailles mit seinem verschwenderischen Glanz, den Wasserspielen und der barocken Gartenarchitektur gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die man bei einer Reise nach Paris nicht auslassen sollte. Nicht zuletzt den weltberühmten Spiegelsaal von Versailles, in dem 1919 nach dem Ende des 1. Weltkriegs der Friedensvertrag unterzeichnet wurde, auch wenn das im praktischen Audioguide nicht erwähnt wird, muss man gesehen haben.
Zum Entspannen und zum Wechsel der Perspektive auf die Stadt gehört auch eine Rundfahrt auf der Seine, schließlich ist die Stadt auf der Insel in der Seine entstanden.
Danach geht es nochmals hoch hinaus und das auch blitzschnell. Noch nicht einmal eine Minute braucht der Aufzug in die 59 Etage vom Tour Montparnasse, einem modernen Einkaufs- und Büroturm, der unbedingt einen Besuch wert ist und der noch als Geheimtipp gilt- kein Gedränge, keine Warteschlangen.Am vierten und letzten Tag ist Paris schon fast vertraut. Da lässt es sich vom Place del la Concorde gut ausschwärmen die Verlockungen und Möglichkeiten sind vielfältig – hier der Louvre, auf der anderen Seineseite das Musee d'Orsay, dann die Galerie Lafayette, der Garten der Tuilerien mit den bequemen Liegestühlen, natürlich ein Bummel über die Champs Elysee, wo die Tribünen schon bereit stehen für das Ende der Tour de France. Wir sind mitten drin, und sagen chapeau Paris.




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