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eine Rhone – Kreuzfahrt auf Frankreichs stärkstem Strom

Reisebericht: 09.05. – 18.05.2026

Die Rhone gilt als der kraftvollste Fluß Frankreichs. Begleiten Sie uns auf einer Kreuzfahrt durch das französische Rhonetal mit interessanten Städten u. Landschaften .

Prof. Dr. Ute Solf

Ein Reisebericht von
Prof. Dr. Ute Solf

ein doppelter Regenbogen nach Gewitterregen – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Die AROSA Stella am Quai von Avignon – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Arles: die Straßenzüge leiten zum Rathausplatz – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL)  Stiere der Camargue – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Kirschbäume auf dem Weinberg – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Weinreben im Wachstum – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) das Bordrestaurant – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Weihnachtsdeko in Strasbourg im Sommer – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Abenddämmerung in Lyon – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Markthalle von Lyon -Brot gehört neben Wein zur  Grundnahrung der Franzosen – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) Flamengoabend in Avignon – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL) feurig und ästhetisch zugleich - die Tanzvorführung zur Gitarrenmusik – © Ute Solf (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Strasbourg– die Hauptstadt des Elsass

Unsere Reise beginnt früh am Morgen in Dresden. Gemeinsam mit 33 Gästen freuen wir uns auf eine erlebnisreiche Reise Richtung Frankreich. Die Vorfreude auf das, was uns in den kommenden Tagen an Programm erwartet, widerspiegelt sich in den ersten Gesprächen. Es wird noch einmal abgewogen, welche Ausflüge zur tatsächlichen Buchung kommen sollen, welche Besichtigungen man individuell selbst durchführen möchte u. welche man- zugunsten des Verweilens auf dem Schiff - auslässt.

Zunächst genießen wir die heimische Landschaft mit ihren Mittelgebirgszügen, wie den Thüringer Wald u. die Rhön bis wir schließlich die Höhenzüge des Schwarzwaldes erblicken. Nun ist es nicht mehr weit bis zu deutsch-französischen Grenze, u. wir überqueren in Kehl die Europabrücke über den Rhein u. sind schon in der Nachbarstadt, Strasbourg. Beide Städte verbindet auch eine Straßenbahnlinie-und nicht nur das: als europäische Grenzregion profitieren beide Städte von Synergieeffekten, betreiben gemeinsamen einen Industriehafen u. nutzen die geförderte Wirtschaftsansiedlung.
Nach einer langen, aber reibungslosen Fahrt erreichen wir am Nachmittag das Hotel Hilton in Strasbourg. Eingebunden in eine Parklandschaft lädt das Wetter zum Spazieren in die nähere Umgebung ein, genießt schon mal eine Tasse Kaffee in einem Außenlokal. Das Abendessen wird im Hotel an großzügigen runden Tischen serviert, eingedeckt mit weißen Tischdecken u. Stoffservietten, was heute in der Gastronomie selten geworden ist. Es stellt sich ein Gefühl ein, dass wir im Urlaub angekommen sind und uns ab jetzt verwöhnen lassen.

Von Strasbourg nach Lyon – An Bord der A–ROSA STELLA

Verwöhnt werden sollten am heutigen Sonntag aber besonders die Mütter, denn es ist Muttertag. Aber wie gewohnt, bringen viele Frauen zum Frühstück ihren Männern den Kaffee vom Automaten gleich mit.
Bevor es nach dem Frühstück weitergeht, wartet auf uns eine wichtige Aufgabe: Jeder Koffer muss mit einem A-ROSA-Kofferanhänger versehen werden – ein kleines logistisches Ritual, das mit Tacker und Teamgeist bewältigt wird. Die Fahrt nach Lyon kann beginnen.

Die Strecke führt uns vorbei an den Vogesen. Die Vogesen sind ein Mittelgebirge auf der linken Rheinseite, sozusagen die Schwestern des Schwarzwaldes, die geographisch u. kulturell viel verbindet. Die Rheinebene, die wir durchfahren bestimmt maßgeblich das milde Klima im Tal und an den Berghängen. Hier gedeihen Obst u. Gemüse sowie der feine Elsässische Wein, überwiegend Weisweinsorten in höchster Qualität.

Zwei ausgedehnte Pausen bieten uns Gelegenheit, die Beine zu vertreten und uns etwas zu erfrischen. Gegen 15 Uhr erreichen wir schließlich den Hafen von Lyon – und dort liegt sie schon: die A-ROSA STELLA, unser schwimmendes Zuhause für die kommenden Tage. Der Bus bleibt leer und unser Fahrer, André Nagel findet es sicher ein bischen Schade, allein zwei Tage zu reisen.
Die Stella liegt im Doppelpack, u. wir werden freundlich durch das 1. Schiff gelotst u. von der Crew der AROSA Stella empfangen. Das Gepäck verschwindet wie von Zauberhand Richtung Kabinen, und wir dürfen direkt an Bord gehen. Wir nehmen noch einen kleinen süßen und herzhaften Snack vor der Sicherheitseinweisung u. der Präsentation der Ausflüge durch Alexander, den Ausflugsmanager an Bord.

Um 18 Uhr ertönt das Ablegesignal, u. die Auslaufmusik der AROSA. Da es Gewitterregen gibt, der sich in Dauerregen wandelt, entfällt die kommentierte Ausfahrt an Deck. Wir genießen das Abendessen an den reservierten Tischen. Später lohnt sich für Mutige ein Foto auf dem regnerischen Deck- ein klassischer Regenbogen baut sich über der Rhone auf, nein es sind sogar zwei!

Weinberge, Aussichten auf das Rhonetal und eine fachkundige Weinverkostung in Tain–l`Hermitage

Der erste Ausflugstag beginnt verheißungsvoll: Da die Nachfrage der Gäste nach der Fahrt mit der kleinen Touristikbahn in die Weinberge groß ist, hat Alexander zwei Zeiten organisieren können: die Vormittags u. die Nachmittagstour, die uns durch das malerische Tain-l`Hermitage und über die Brücke hinüber ins Weinanbaugebiet bringt. Die kleine Fahrt bietet charmante Ausblicke auf beide Uferstadtteile, die durch die Rhône verbunden sind – ein fotogenes Highlight gleich zu Beginn der Reise. Der Ort ist nicht nur für Weinanbau bekannt, sondern auch durch eine Schokoladenproduktion. Gastronomen aus Frankreich beziehen hier u.a. die gute Kuvertüre zur Verfeinerung ihrer Küche.

Nach der Rundfahrt durch die Weinberge findet in einem "Weincafé" die Weinverkostung von je 2 Weiss- u. Rotweinen statt. Auf Wunsch bekommen sie auch Kaffee u. Schokolade aus heimischer Produktion.
In l´Hermitage wachsen die Trauben für einige der renommiertesten Weine Frankreichs.
Am Abend fahren wir Richtung Avignon u. genießen erstmals die Sicht von Deck bei trockenem Wetter. Wir verfolgen aufmerksam einen Schleusenvorgang. Die Schleusen bändigen den kraftvollen Strom, gleichen Niveauunterschiede aus für den Schiffsverkehr u. sind häufig mit Elektrizitästwerken gekoppelt.
Aber Frankreich setzt bekanntlich auch auf die Atomkraft, und so sehen wir während der abendlichen Fahrt vier rauchende Kühltürme eines Atomkraftwerkes, das auch das Rhonewasser zur Kühlung nutzt. 1250 Menschen sind in dem Kraftwerk beschäftigt u. es nimmt eine Fläche von 148 ha ein.

Avignon – Geschichte, Legenden und ein Hauch Flamenco

Heute begrüßt uns Avignon, die Stadt der Päpste, der mittelalterlichen Wohnfestung und der Legenden um den Heiligen Schäferjungen Bénézet. Ein Teil der Gäste hat sich gut auf eine individuelle Besichtigung der Altstadt vorbereitet u.wollen auch die dachbegrünte Martkhalle besuchen. Andere nehmen die Kleinbahn mit einer geführten Tour. Rund 4 km Stadtmauer mit 33 Türmen und 4 Toren umspannen die Altstadt. Die Kleinbahn fährt sowohl auf der Hauptverkehrsachse der Altstadt als auch durch schmale Gassen. Bei ausgesreckter Hand könnte man die Häuser berühren. Oberhalb des Papstpalast kann man in diesem Jahr wieder die Palastgärten besichtigen. Von dort hat man einen schönen Rundblick über die Rhone.

Die Fahrt endet schließlich am Papstpalast, einem der größten und bedeutendsten gotischen Bauwerke Europas. Dort warten bereits zwei fachkundige Stadtführer auf uns, um die gewaltigen Hallen und stillen Gemächer zu zeigen. Über ein Jahrhundert lang residierten hier die Päpste im Exil – fern von Rom, aber mit politischer und geistlicher Macht. Während der Führung tauchen wir in die Geschichte der Kirche ein, zwischen steinernen Mauern, beeindruckenden Fresken und einem Hauch von Ewigkeit. Viele Besucher sind im Palast.

Am Nachmittag bleibt Zeit zur Erholung. Einige Gäste zieht es noch einmal in die Stadt auf eigenen Wegen. Andere nehmen am Ausflug zu den beeindruckenden Ockerfelsen teil.
Gegen 16:30 Uhr Uhr laden wir zu einem kleinen Rundgang ein – für alle, die noch etwas mehr entdecken möchten. Ziel ist die berühmte Brücke Saint-Bénézet, vielen besser bekannt als „Pont d’Avignon“, unsterblich gemacht durch das französische Volkslied "Sur le pont d’Avignon". Gemeinsam erkunden wir die Reste dieser sagenumwobenen Brücke, die einst die Rhône überspannte – ein wunderbarer Ort für Fotos in Richtung Altstadt u. über den Fluss. Erläuterungen u. Anekdoten erhalten wir über das Führungsheadset. Ein kleiner Film über die Bauerforschung der Brücke rundet den Besuch ab. Man kann , je nach Lust u. Interesse, eine gute Stunde hier verbringen.

Am Abend dann ein weiteres Highlight: eine musikalische Darbietung mit einer Flamenco-Gruppe, bestehend aus zwei talentierten Gitarristen und einer Tänzerin mit Gypsy-Wurzeln aus der Camargue. Mitreißende Rhythmen, virtuoses Spiel und leidenschaftlicher Tanz sorgen für einen unvergesslichen kulturellen Abschluss dieses erlebnisreichen Tages.
Gegen 23 Uhr - Ablegen des Schiffes Richtung Arles - die Altstadt von Avignon leuchtet im Abendhimmel.

Ankunft in Arles – römische Pracht und der Charme Südfrankreichs

in der frühen Morgenstunde, 4 Uhr, macht das Schiff in Arles fest. Für zwei Nächte bleiben wir hier – ein Ort voller Geschichte, Farben und südfranzösischem Charme.
Alle möchten Vormittag die Altstadt erkunden, die direkt vor uns liegt: Gäste, die die Stadtführung gebucht haben, werden unterhaltsam und dennoch mit umfangreichem Wissen in die Geschichte der Stadt entführt. Das Kolosseum, nach dem Vorbild des Kolosseums in Rom erbaut, dient heute als Stierkampfarena. Anders als in Spanien, wird jedoch kein Tier getötet, sondern der Stierkampf ist als sportliches Wettkampfspiel ausgelegt. Siegreiche Stiere der Camargue werden gepreist, verehrt u. bekommen nach dem Tod ein Ehrengrab - manche sogar eine Statue.

Bei unserem Besuch der Arena sitzen wir auf den Rängen, lauschten unserem Guide, währenddessen sich Schüler, getrennt nach Mädchen u. Jungen, in sportlichen Wettkämpfen mit einem Lehrer üben.

Immer wieder taucht in den Ausführungen des Guides der Name Van Gogh auf, der hier seine produktivste Zeit verbrachte. Das römische Amphitheater, die antiken Thermen und die vielen kleinen Plätze erzählen von einer bewegten Vergangenheit. Gleichzeitig zeigt sich das moderne Arles: jung, künstlerisch geprägt, vielfältig, das Leben - es spielt sich draußen ab – genau so, wie man es in der Provence erwartet.

Am Nachmittag steht ein landschaftlicher Höhepunkt auf dem Ausflugsprogramm: Eine Exkursion in die Camargue – wahlweise mit dem Bus oder in offenen Jeeps. Die Fahrt führt uns durch diese einzigartige Sumpf- und Schwemmlandschaft im Rhône-Delta, bekannt für ihre urtümliche Schönheit und die besondere Tierwelt. Unsere ortskundigen Führer erzählen kenntnisreich von Flora und Fauna, Reisfeldern, Salzgewinnung und dem Leben der Menschen in dieser Region mit den Tieren, den Stieren und den wild lebenden weißen Pferden. Die Jeeptour hat einen längeren Aufenthalt im Naturschutzpark zur Beobachtung der Flamingos im Programm. Es ist Aufzuchtzeit der Jungen u. so begleiten wir fotografisch die Fütterung der Fischreier im Nest.

Schließlich – und fast wie bestellt – zeigen sich auch die berühmten Bewohner der Camargue: weiße Wildpferde, schwarze Stiere und – als farbenfroher Abschluss – rosafarbene Flamingos in den flachen Wasserflächen. Vier von ihnen ziehen in einer Flugshow direkt über uns u. man kann die weiß-rosa Zeichnung der ausgebreiteten Flügel gut erkennen. Ein beeindruckendes Bild, das in vielen Kameras festgehalten wird.

Die Tour endet im Wallfahrtsort Sainte-Maries-de-la-Mer, direkt am Mittelmeer gelegen. Wir besichtigen die Wallfahrtskirche mit der Heiligen schwarzen Sarah in der Krypta. der Schutzheiligen der Gitans (das sind hauptsächlich spanischstämmige Roma). Zweimal im Jahr füllt sich der Ort mit Wallfahrtsbesuchern, die ihre Zelte aufschlagen oder in Wagen wohnen. Wir bummeln durch die touristischen Geschäftsstraßen bis zur Uferpromenade -u. haben einen Blick auf den Strand u. das Mittelmeer. Auch Van Gogh war an dieser Stelle gefesselt u. hielt die Fischerboote in mehreren Skizzen u. Gemälden fest. Ein malerischer Ort mit maritimer Atmosphäre – und ein wunderbarer Ausklang für diesen ereignisreichen Tag.

Arles intensiv

Auch der zweite Tag in Arles beginnt mit südlichem Licht und mediterraner Wärme. Unser Schiff liegt weiterhin direkt an der Altstadt – ein idealer Ausgangspunkt für individuelle Entdeckungen u. Einkäufe. Der Tag steht zur freien Verfügung. Der Ausflug "Beaux-Provence mit der Kunstinstallation" wurde mangels ausreichender Teilnehmerzahl leider abgesagt.
Was unternimmt man individuell in Arles?: zahlreiche Kunstmuseen gibt es, das Trachtenmuseum der Camargue, die Kirchen um das Rathaus locken in diesen Tagen ebenfalls mit speziellen Ausstellungen u. auch im Rathaus gibt es architektonische Entdeckungen. Das, was uns manchmal verloren gegangen ist im Alltag- das kann man hier nun tun -sich unbeschwert treiben lassen.
Die Reiseleiterin Ute verlässt in Arles das Schiff u. reist mit Zug u. Flieger nach Berlin. Sie hat aber noch Reisefotos im Koffer für die weiteren Stationen und so ist der Reisebericht noch nicht zu Ende.

Am Abend legt das Schiff ab und die Tour führt Richtung Lyon.

Lavendel und wilde Schluchten – Die Ardèche ruft

Heute wartet ein weiterer landschaftliches Highlight auf uns. Während das Schiff bei Viviers anlegt, brechen die Gästen zu einem Ausflug in die Ardèche-Region auf – eine der wildromantischsten Gegenden Südfrankreichs.
Es steht der Besuch eines Lavendel-Museums an. Ende Juni, Anfang Juli, wenn die Lavendelfelder in voller Blüte stehen, zieht der Duft auch über die Felder, die das Museum umgibt. Ein intensives Blauviolett, das sich über ganze Felder zieht – kombiniert mit dem unverwechselbaren Duft, der die Provence weltberühmt gemacht hat. Im Museum erfahren wir viel über Anbau, Verarbeitung und die Bedeutung des Lavendels für die Region. Natürlich bleibt auch Zeit für einen kleinen Einkauf: Seife, Öle, Duftkissen oder edle Kosmetik – viele Gäste nehmen ein Stück Provence mit nach Hause, ein duftendes Andenken an diesen besonderen Tag.

Weiter geht es durch sanft gewellte Landschaften, vorbei an kleinen Dörfern, Pinienhainen und Feldern. Dann ändert sich das Bild – wir erreichen die Schluchten der Ardèche, ein spektakuläres Naturwunder. In weiten Serpentinen windet sich die Straße oberhalb des Canyons entlang, immer wieder mit atemberaubenden Ausblicken auf die steilen Felsen und das türkisgrüne Wasser tief unten. Fotostop am berühmten Bogen der Ardèche, den der Fluss buchstäblich in den Felsen gebohrt hat. Wir beobachten Wildwasserkanuten. Der gewählte Schwierigkeitsgrad besteht in der Länge des Flusslaufes, den man aussucht. Die Höhle "la Madeleine" besichtigen wir im Anschluss. Die Höhle der Madeleine, in der Nähe der Ardèche-Schlucht, ist eine der schönsten Höhlen Frankreichs, mit riesigen Volumen, erstaunlichen Ablagerungen. Die Forscher erkunden die Höhle immer noch u. haben an den Wänden vor 30 Jahren Zeichnungen von Menschen - Urbewohnern- gefunden. Von der Aussichtsplattform oberhalb der Höhle haben alle Gäste einen phantastische Blick auf die Schlucht. Hier bietet sich auch am Kiosk eine Probe des Castagnou – Claire de Die, Crème de Chataigne – an - ein typischer Aperitif aus der Ardèche, bei dem Kastanienlikör (Crème de Chataigne) mit Schaumwein im Verhältnis von einem Drittel Likör zu zwei Dritteln Wein gemischt werden.

Rückkehr nach Lyon – Zeit für Kirchen ,Gassen und Genüsse

Heute erreichen wir wieder Lyon, die Stadt, in der unsere Flusskreuzfahrt begann – und wir stellen schnell fest: Diese Stadt hat mehr als nur einen Besuch verdient. Bei Ankunft steigt unser Co Reiseleiter, Wolfgang zu. Er nimmt am Busausflug teil.
Wir unternehmen eine Stadtrundfahrt mit anschließendem Spaziergang durch die Altstadt, das historische Herz Lyons. Besonders beeindruckend sind die sogenannten "Traboules" – geheimnisvolle Durchgänge durch Wohnhäuser, Innenhöfe und Gassen, die einst den Seidenwebern als Wegabkürzungen und Schutz dienten.
Im Anschluss geht es – ganz französisch – um den Genuss: Wir besuchen die berühmten Markthallen von Saint-Paul, ein Mekka für Feinschmecker. Zwischen Käse, Wein, Gewürzen und Gebäck erfahren wir mehr über die kulinarischen Traditionen der Region – und nehmen an einer kleinen Wurstverkostung teil, wie sie typisch für Lyon ist. Die berühmten "Saucissons" – luftgetrocknet, kräftig gewürzt und mit Charakter – zeigen uns, warum Lyon als heimliche Gourmet-Hauptstadt Frankreichs gilt. Er hat sie zu dem gemacht, -was sie kulinarisch verkörpert - der berühmte Koch Paul Bocus -der wichtigste Wegbereiter der Nouvelle Cuisine u. einer der besten Köche der Welt.

Lyon liegt uns zu Füßen, dennoch, heute heißt es noch - Koffer packen. Das Schiff wird für uns nicht weiterfahren. Also lassen wir den Abend auf Deck vor einer schönen Stadtkulisse ruhig ausklingen bei einem Glas Wein.

Abschied von der Rhône – und noch ein Nachprogramm in Strasbourg

Nach einem letzten Frühstück an Bord heißt es heute Abschied nehmen von unserem schwimmenden Zuhause. Die Crew der A-ROSA STELLA verabschiedet uns herzlich.
Unser Reisebus steht bereit, und wir treten die nächste Etappe an. Wir nehmen die Sonne Südfrankreichs und die Farben der Provence mit im Gepäck. Aber Südfrankreich ist nur ein Teil von Frankreich. Das Land hat viele unterschiedliche Regionen, die jeweils auch besondere historische Verbindungen zu den Nachbarländern unterhalten, Auch die deutsche Sprache ist durch zahlreiche französische Worte "gespickt"., die wir im Alltag unbewußt nutzen. Wie lebt also der Franzose den Alltag?, Wie steht es mit der frühkindlichen Bildung und Schulbildung? Das sind interessante Fragen, die auf einer Streckenfahrt vertieft werden können. Wir befinden uns immerhin in einem Land, das auf Platz 1 der Reisedestinationen der Weltenbummler steht.

Am späten Nachmittag erreichen wir erneut Strasbourg, wo wir ein zentrales Hotel beziehen. Nach dem Check-in bleibt knapp Zeit, das Boot zu erreichen.
Vom Wasser aus zeigt sich Strasbourgs Altstadt mit ihren Kanälen, Brücken und Fachwerkhäusern. Die Bootsfahrt durch die verschiedenen Stadtteile, vorbei an moderner Architektur, den Schleusenanlagen und dem Europaparlament, wird zu einem stimmungsvollen Abschluss des Tages. Das Abendessen erfolgt auf elsässische Art in einem Traditionslokal: wir probieren verschiedene Flammkuchensorten, dazu ein kühles Bier u. ein Glas Wein. Der abendliche Spaziergang zum Hotel ist entschleunigt.
Ein sanfter Übergang vom Süden zurück in den Nordosten Frankreichs – mit einem Fuß schon auf dem Heimweg, mit dem anderen noch in Reisestimmung.

Heimreise mit Ausblick

Nach einem letzten französischen Frühstück heißt es heute endgültig: Au revoir, Strasbourg! Unser Bus steht bereit, das Gepäck ist verstaut – und wir nehmen Platz für die Heimreise in Richtung Dresden.

Doch auch auf dieser letzten Etappe fahren wir durch reizvolle Urlaubslandschaften unserer Heimat: die Pfälzer Weinstrasse, die Rhön, den Thüringer Wald, das Erzgebirge: An mehreren Punkten machen wir Halt, dehnen die Beine und gönnen uns einen Kaffee und eine klassisches Würstchen. Wir verabschieden alle Gäste nach u. nach u. erreichen schließlich Dresden.


Liebe Gäste,

Sie haben eine Kreuzfahrt auf einem starken Strom mit wunderbarer Entschleunigung erlebt. Wir hoffen, dass die guten Eindrücke von Frankreich, Sie wieder zu einer Reise in das Land motivieren und, wir haben ja festgestellt - die französische Sprache ist keine Hürde, nicht nach Frankreich zu reisen.
In diesem Sinne freuen wir uns auf ein Wiedersehen
Ihre Reiseleitung Wolfgang Kowalewski und Ute Solf


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