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Mit der Comtesse auf der Seine, Perspektivwechel in atemberaubender Landschaft

Reisebericht: 28.03. – 04.04.2026

Eine imposante Kathedrale von Monet ins Szene gesetzt, eine Brücke der Superlative, Claude Monets Garten, eine Klosterruine wie im Märchen, ein herausragendes Kunstmuseum auf dem Land und, und.....

Wolfgang Kowalewski

Ein Reisebericht von
Wolfgang Kowalewski

Courbevoie – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Courbevoie – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Blau, blau und blau. – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Rouen – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Le Havre – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Jumières – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Giverny – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Giverny – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Giverny – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Giverny – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Giverny – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL) Vernon – © Wolfgang Kowalewski (Eberhardt TRAVEL)

Der frühe Vogel muss früh in der Luft oder so ählich...

Für die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es früh los. Die in Dresden und Leipzig waren sehr früh dran, für die aus Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und München war der Abflug weniger streng vorgesehen. Gleichwohl hatten alle erwartungsfroh dasselbe Ziel: Paris. Man darf es erwähnen, bei allen hat die Abholung vom riesigen Flughafen Charles-de-Gaulle reibungslos geklappt und so konnten sich alle pünktlich zur Zwiebelsuppe am Nachmittag auf der Seine Comtesse kennenlernen, die am Ufer in Courbevoie ankerte. Das Geschäftsviertel La Defense war vom Schiff aus gut zu sehen. Am Abend hieß es während des ersten Abendessens Leinen los und die Kreufahrt war gestartet. Erstes Ziel Rouen.

Karneval in Rouen, schon mal was davon gehört?

Das köstliche Mittagessen war genossen und so ging es am Nachmittag auf Erkundungstour durch Rouen. Vom Schiff aus sah und hörte man schon eine laute und bunte Truppe mit Trommeln und Gesängen. Was ist passiert? Es ist eine Besonderheit in Rouen, dass hier eine Woche vor Ostern auf den Straßen lautstark Karneval gefeiert wird. Der Karneval geht auf die Bruderschaft der Conards zurück. Heute geht es darum, den Winter auszutreiben, den Frühling zu begrüßen und das tut man am besten lautstark. Natürlich kamen die Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale, die Kirche der Jungfrau von Orleans, die Kirche Saint Maclou nicht zu kurz. Lediglich die berühmte Horloge, also die goldene Uhr mitten in Rouen, wurde von den Trommeln überdröhnt und ausnahmsweise ein wenig ins Abseits gedrängt. Natürlich gab es Freizeit in dieser überraschenden Stadt. Vor dem Abendessen mussten alle wieder auf dem Boot sein. Dann setzte die Comtesse ihrer Fahrt fort Richtung Le Havre, vorbei an den ehemaligen Hafengebäuden von Rouen, die nun für Büros, Coworking, Gastronomie und Sport genutzt werden.

Honfleur, Le Havre und Etretat

Der Reiseleiter durfte heute nicht mit. Die Brille einer Teilnehmerin ging kaputt und da musste ein Optikergeschäft in Le Havre gesucht werden. Es wurde gefunden und die Brille ohne Kosten repariert. Wo gibt es das noch? Die Teilnehmerin fuhr in der Zwischenzeit mit der Sonnenbrille und den anderen Gästen nach Honfleur, ein Städtchen im Mündungsbereich der Seine, das von vielen Impressionisten auf weltbekannten Bildern verewigt wurde.
Nach dem Mittagessen stand die Stadtrundfahrt in Le Havre und ein Ausflug nach Etretat an. Le Havre steht nicht unbedingt auf Platz 1 der Wunschdestinationen, gleichwohl die Stadt vieles zu bieten hat. Unser örtlicher Reiseleiter erläuterte, dass es nach der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg Ziel war, sie mit Beton wieder "schön" aufzubauen. Die ganze Stadt ist aus Betonteilen zusammengesetzt, dadurch konnte man schnell und billig bauen. Gut, das hat man woanders auch gemacht, aber hier waren Leute am Werk, die Beton, Jugendstilelemente und praktische Erwägungen gekonnt miteinander verbinden konnten. Das gelungendste Beispiel eines Betonbaus ist die Sankt Josephs Kirche in dieser Hafenstadt, nicht weit vom Meer entfernt.
Weiter ging es dannn durch die Landschaft Caux zu einem der Wahrzeichen Frankreichs, den Felsentoren von Etretat. Sie wurden nicht nur von berühmten Malerinnen und Maler verewigt, das tun weniger berühmte heute noch zahlreich am Kiesstrand dieses herrlichen Städtchens am Meer.

Klöster, die begeistern

Die Comtesse hat zwischenzeitlich in Caudebec-en-Caux geankert. Zeitig sollte es heute los gehen. Schließlich standen die Klöster Saint-Martin-de-Boscherville und die Klosterruine Jumieges auf dem Programm. Saint-Martin-de-Boscherville: da steht eine einfache Kirche aus Kalkstein mitten im Ort und begeistert nicht durch Schnörkel, sondern durch Schlichtheit, Unaufgeregtheit und Stille. Passend dazu schließt sich neben und hinter der Kirche ein Kreuzgang aus Sträuchern an und ein riesiger Garten, der von Gemüsen, Obstbäumen über Kräuter alles zu bieten hat.
Wir fuhren weiter zu unserem nächsten Kloster nach Jumieges. Genauer gesagt ist es kein intaktes Kloster mehr, sondern eine KLosterruine, die von Victor Hugo als schönste Ruine Frankreichs bezeichnet wurde.
Nach den beiden Klöstern brachte uns die örtliche Reiseleiterin ins Zentrum von Caudebec-en-Caux und zeigte, dass das Städtchen mit seinen kleinen Fachwerkhäusern und der Kirche Notre Dame mit Fenstern aus dem 16. Jahrhundert neben modernen, farbenfrohen Fenstern, weit mehr zu bieten hat, als einen Ankerplatz.
Zurück auf der Comtesse durften wir nach dem Abendessen nicht nur einem Chanson-Konzert lauschen, sondern auch mitsingen und die verloren geglaubten Französischkenntnisse aus der Schule wieder reaktivieren.

Vernon und der Garten von Claude Monet

Muss man nach der Überschrift noch mehr schreiben oder darf der Hinweis auf die Fotos genügen? Wir waren die erste Gruppe in der neuen Saison, die einen sonst immer überlaufenen Garten mit Menschenmassen um dem berühmten Seerosenteich, besuchen durfte. Und da gelangen uns Fotos, die es so nicht geben dürfte. Der Garten des Claude Monet in Stille, die Stimmung war fast schon meditativ. Über 40 Jahre hat Claude Monet hier gelebt, auch sein ehemaliges Haus wurde rekonstruiert und ist zu besichtigen. Monet schien Giverny sehr verbunden zu sein, immerhin hat er hier auf dem Friedhof seine letzte Ruhe gefunden in einem schlichten Familiengrab. Dieses Jahr ist zudem ein besonderes für das Städtchen Giverny. Es feiert den 100. Todestag des berühmten Impressionisten. Dann schaumer mal, was da dieses Jahr los sein wird.
Die Vermarktung läuft natürlich absolut professionell. Tassen, Tücher, Servietten, T-Shirts mit Monets Gemälden. Eine Teilnehmerin hat zu ihrem Geburtstag während der Reise Socken mit dem Seerosenteich geschenkt gekriegt. Aber wir verraten hier natürlich nicht, wer da wem Socken schienkte.

Chantilly. So viel Kunst, dass einem schon schwindlich wird.

Die Comtesse lag in Conflans und der Kreuzfahrtleiter rief am Morgen zum Ausflug nach Chantilly. Da fuhren wir zuerst durch Gewerbegebiete, konnten glücklicherweise unendliche Staus auf der Gegenrichtung ignorieren. Dann wurde es immer ländlicher. Es taten sich Wälder auf, kleine Städtchen mit Villen lagen auf unserem Weg. Neben Fuß- und Radwegen gab es nun auch welche für Pferde. Wir mussten schon ganz in der Nähe von Schloss Chantilly sein, das berühmt ist für seine Pferderennbahn und sein Gestüt. Wie kam es dazu? Einer der ehemaligen Eigentümer des Schlosses glaubte fest an die Reinkarnation und war sich sicher, als Pferd wiedergeboren zu werden. Und da liegt es nicht weit, ein Gestüt der Luxusklasse zu errichten, er sollte es ja auch als Pferd gut haben im Leben. Tja, wenn man genug Geld hat, kann einem viel einfallen.
Das Pferdegestüt ließen wir links liegen. Wir konzentrierten uns auf das Schloss uns seine Parkanlagen. Es ist eine würdige Konkurenz zu Versailles und was die Kunst betrifft, da kann nur noch der Louvre mithalten. In riesigen Ausstellungsräumen hängen drei Bilder übereinander und von den 800 Kunstwerken im Besitz des Schlosses sind nur 500 ausgestellt.
Als wir zurückkamen zum Schiff, gab es eine Eisparty. Nein, nicht Eisbaden in der Seine. Verschiedene Sorten von Eis konnten individuell mit Kompotten und Soßen aller Art zusammengestellt werden. Nur eins hat gefehlt: die Schlagsahne, auf französisch Chantilly. Die wurde tatächlich auf dem besuchten Schloss erfunden, zumindest sagt man das. Mmmhh.

Paris

Die Stars des Tages hießen Annett und Christian, Annett die örtliche Reiseleiterin, Christian unser geduldiger Chauffeur für die Stadtrundfahrt. Die Geduld war heute von Nöten.
Wir sahen bei der Stadtrundfahrt natürlich den Eiffelturm, den Invalidendom, das Französische Parlament, die Champs-Elysées, die Pariser Oper Garnier und die Kathedrale Notre-Dame. Von dort brachte uns Christian zum Montmarte, wo wir den Funiculaire benutzen durften, um oben den Künstlerplatz, die Sacre-Coeur und die wuseligen Gassen des Viertels zu erreichen.
Und dann gab es noch ein Spektakel der besonderen Art hier: es war Karfreitag und alljährlich wird an diesem Tag die Kreuzigung Christi am Fuße der Sacre-Coeur im Rahmen eines Gottesdienstes dargeboten. Wir erkannten "Oh Haupt voll Blut und Wunden" auf französisch und waren beeindruckt davon, wie der Leidensweg Christi sich die Treppen bis zur Kirche hinauf bewegte, das alles unter dem Eindruck von wunderschönen Gesängen der Nonnen.
Am Abend stand der Besuch des Cabaret Paradis Latin auf dem Programm. Wie sagte eine Teilnehmerin? Ein paar mehr Tänzer hätten es schon sein können. Tja, hier haben wir dasselbe Ungleichgewicht wie bei den Eberhardt-Singlereisen, wo die Männer in der Regel in der Minderzahl sind. Also Männer, macht euch nicht nur auf zum Tanzen, ihr habt auch Nachholebedarf bei den Singlereisen.!

Au Revoir an die Seine

9.00 Uhr, das war der Deal. Da mussten alle vom Schiff sein. Cedric, unser Chauffeur, stand schon bereit für die Fahrt zum Flughafen. Ein letztes Mal ging es entlang der Seine, dann vorbei am Stade de France in Saint Denis und es dauerte es nicht mehr lange, bis wir den riesigen Flughafen Charles de Gaulle erreichten. Zuerst wurden die Berliner und Hamburger Gäste verabschiedet im Terminal 2F war das, 2G war für Düsseldorf und Hannover vorgesehen und dann noch 10 Kilometer Fahrt zum Terminal 1, wo die Gäste aus Dresden, Frankfurt. Leipzig und München sich daran machen durften, ihren Gepäckaufkleber aus dem Automaten rauszulassen.


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