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Inselhüpfen auf den Kykladen

Reisebericht: 30.04. – 10.05.2026

Von Santorins Kratern über das Blau von Naxos, Paros und Mykonos bis zur Akropolis: Unsere Reise voller stürmischer Abenteuer, göttlicher Genüsse und der Magie der Kykladen

Sabine C. Seifert

Ein Reisebericht von
Sabine C. Seifert

Kykladen, Santorini, Hotelresort Santo MiraMare – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, Strandpromenade  – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, Oia – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, Resort Santo MiraMare bei Nacht – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, Weinverkostung Bilder vom alten Santorini  – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, Ausgrabungsstätte Akrotiri – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Santorini, persischer Flieder – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Mykonos – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Mykonos – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Naxos, Inselrundfahrt – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Paros, Kirche der 100 Türen – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL) Kykladen, Paros, Kirche Ekatopyliani – © Sabine C. Seifert (Eberhardt TRAVEL)

30.04.2026 – Der Beginn unseres Inseltraums

Endlich war es so weit: Unsere gemeinsame Reise nach Griechenland startete! Aus Berlin und anderen Städten flogen wir der Sonne entgegen, bis wir schließlich auf Santorin, der Perle der Kykladen, landeten. In Perissa bezogen wir unser Hotel Santo MiraMare. Schon bei der Ankunft in Athen bekamen wir Verstärkung: Unsere lokale Reiseleiterin Sevastianna stieß zu uns und begleitete uns auf das letzte Stück Weg.
Zwar begrüßte uns die Insel mit einer ordentlichen Brise, aber der strahlende Sonnenschein und der erste Blick auf die Poolanlage ließen sofort Urlaubsstimmung aufkommen. Vor dem Abendessen fanden wir uns alle an der Poolbar zu einer ersten Kennenlernrunde zusammen. Bei einem Willkommensgetränk wurden erste Kontakte geknüpft und die Vorfreude auf die kommenden Tage war förmlich greifbar. Das anschließende Buffet am Abend war dann der perfekte kulinarische Auftakt – es fehlte uns an nichts.

01.05.2026 – Von der Stille des Klosters bis zum Zauber Oias

Der erste Mai begann mit einer kleinen Sorge und einer organisatorischen Herausforderung: Unsere Reisebegleitung Sabine kümmerte sich um einen erkrankten Gast, der leider ins Krankenhaus musste, während Sevastianna derweil die gesamte Gruppe übernahm, sodass sie wie geplant in den ersten großen Erkundungstag starten konnten.
Trotz des kräftigen Windes und anfangs noch Wolken verhangenen Himmel führte uns unser erster Weg hinauf zum Profitis Ilias, dem höchsten Punkt der Insel auf etwa 567 Metern. Dort oben besuchten wir das gleichnamige Kloster aus dem 18. Jahrhundert. Es ist ein Ort der absoluten Stille und Geschichte – wussten Sie, dass die Mönche dort während der osmanischen Zeit eine geheime Schule betrieben, um die griechische Sprache und Kultur zu bewahren? Der Panoramablick über das tiefblaue Meer und die sichelförmige Insel war von hier oben einfach gigantisch.
Danach ging es weiter in das charmante Dorf Pyrgos. Pyrgos war bis zum Jahr 1800 die Hauptstadt der Insel und hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Wir schlenderten durch die engen, verwinkelten Gassen hinauf zur mittelalterlichen Festung, dem Kastelli. Der Kontrast zwischen den schneeweiß getünchten Häusern und dem dunklen, rauen Lavagestein der Landschaft ist hier besonders eindrucksvoll.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete Oia an der Nordspitze. Mit seinen ikonischen blauen Kuppeln und den Häusern, die wie Schwalbennester an den Klippen kleben, hat der Ort uns alle verzaubert. Wir hatten genügend Zeit, um ausgiebig durch die Gassen zu bummeln, in den kleinen Galerien zu stöbern oder uns bei einem leckeren Essen in einer der Tavernen verwöhnen zu lassen. Besonders faszinierend sind hier die „Yposkafa“ – die traditionellen Höhlenhäuser, die direkt in den weichen Bimsstein gegraben wurden. Sie sind ein Meisterwerk der Inselarchitektur, da sie im Sommer kühl bleiben und im Winter die Wärme speichern.
Nach diesem ereignisreichen Tag kehrten wir am späten Nachmittag mit unzähligen Fotos und Eindrücken zurück in unser Hotel in Perissa, um den Tag vor dem Abendessen bei einem Bummel über Strandpromenade und einem Drink gemeinsam entspannt ausklingen zu lassen. Das besondere Lebensgefühl Santorins hat uns nun endgültig gepackt!

02.05.2026 – Windige Höhen, antike Weisheiten und dionysische Genüsse

Die Nacht war unruhig, der Wind rüttelte an den Fensterläden und es hat sogar geregnet – ein eher seltenes Schauspiel hier auf der Insel. Doch das hielt uns nicht auf, auch wenn uns die Böen heute wirklich alles abverlangten. Unser Ziel am Vormittag war Alt-Thira, die antike Stadt auf dem steilen Bergrücken des Mesa Vouno. Oben angekommen blies der Wind teilweise so heftig, dass wir uns fast gegenseitig festhalten mussten, um standhaft zu bleiben! Während ein Teil der Gruppe mutig die Ausgrabungen erkundete, entschieden sich einige von uns, lieber am Fuße der Stätte zu bleiben und warteten bei anregenden Gesprächen im Windschatten auf die Entdecker.
Sevastianna erklärte uns dort oben etwas sehr Tiefgründiges: In den antiken Stätten wie dieser wurde fast immer zwei ganz unterschiedlichen Gottheiten gehuldigt – Apollo und Dionysos. Apollo steht für das Licht, die Logik und die Ordnung, während Dionysos der Gott des Weines, der Freude und der Spontanität ist. Diese beiden Götter werden oft als Symbole für das menschliche Leben an sich gesehen. Sevastianna betonte, dass man im Leben beides braucht: Die Klarheit des Apollo, um seinen Weg zu finden, aber eben auch die dionysische Lebensfreude, um den Moment zu genießen. Es war, als ob der Wind uns diese Lektion direkt in die Seele pusten wollte.
Anschließend fuhren wir in die Inselhauptstadt Thira (Fira). Als erstes besuchten wir hier das Prähistorische Museum, das uns mit seinen Funden tief in die frühe Geschichte Santorins entführte, uns mit Brustwarzenkeramik und Wandfresken mit blauen Affen überraschte. Im Anschluss blieb Zeit durch die belebten weißen Gassen zu bummeln. Dort wärmte uns endlich auch wieder etwas die Sonne. Und es war wie eine kleine Fügung: Fast die gesamte Gruppe traf sich bei der individuellen Erkundung zufällig im Restaurant Dionysos wieder – ein herrlicher Moment der Spontanität, ganz im Sinne des Gottes, den wir kurz zuvor besprochen hatten!
Am Nachmittag widmeten wir uns ganz praktisch der dionysischen Seite und besuchten das Weingut Artemis Karamolegos. Hier hielten wir es mit der Spontanität und begannen direkt mit der Verkostung: Wir probierten vier hervorragende Weine – einen Weißen, einen Rosé, einen Roten und einen edlen Süßwein. Erst danach führte uns der Weg durch den kühlen Weinkeller und in den wunderschönen Garten des Gutes.
Natürlich kam dabei auch die Sprache auf die ungewöhnliche Anbaumethode in Körben. In unserer Runde gab es durchaus zweifelnde Nachfragen, ob die kargen, am Boden kauernden Pflanzen tatsächlich eine so ergiebige Ernte abwerfen wie gesagt wurde. Nun, auch wenn über die Menge weiter gerätselt wird, die Qualität im Glas war überzeugend.
Den Abend ließen wir schließlich wieder bei einem gemeinsamen Essen in angenehmer Atmosphäre und danach an der Poolbar ausklingen.

03.05.2026 – Windgepeitschte Caldera und das verborgene Herz von Emporio

Eigentlich stand heute das Abenteuer Vulkan auf dem Plan, doch die Ägäis hatte ihre eigenen Vorstellungen. Wegen der stürmischen See wurden alle Bootsausflüge in der Caldera abgesagt – die „Neue Verbrannte“ Insel musste also ohne uns auskommen. Doch wie wir schon von Sevastianna gelernt hatten: Wo Apollo uns den Weg versperrt, öffnet Dionysos eine neue Tür zur Spontanität!
Während einige den Vormittag für sich nutzten, um in Perissa am Strand die Seele baumeln zu lassen, lud Sabine zu einem gemeinsamen Spaziergang in das nahegelegene Örtchen Emporio ein. Und was für eine gute Entscheidung das war! Emporio ist das größte Dorf der Insel und hat sich seinen ursprünglichen Charakter fast vollständig bewahrt. Es wirkt wie eine Zeitreise.
Wir schlenderten durch die wirklich engen, verwinkelten Gassen des „Kastelli“, der mittelalterlichen Festungsanlage. Im krassen Gegensatz zum Trubel in Fira oder Oia begegneten uns hier kaum Menschen; wir hatten die weiß getünchten Gänge fast für uns allein. Es war herrlich friedlich. In einer der schmalen Gassen entdeckten wir einen kleinen Souvenirladen, in dem uns eine superfreundliche Frau mit strahlendem Lächeln begrüßte – ein schöner Moment echter griechischer Gastfreundschaft.
Unsere Entdeckertour führte uns schließlich zu einem gemütlichen, geöffneten Café. Der Besitzer, ein sehr netter und geschäftstüchtiger junger Grieche, tischte uns ordentlich auf. Noch einmal wurden die köstlichen Tomatokeftedes (frittierte Tomatenbällchen) bestellt, aber auch würziger Fetakäse, Omelett und der typisch cremige griechische Joghurt durften nicht fehlen. Dazu gab es ein kühles einheimisches Bier oder einen starken griechischen Kaffee.
Der Rückweg zum Hotel führte uns gemächlich durch die dörfliche Landschaft, vorbei an kleinen Gärten und Feldern. Den Nachmittag verbrachte jeder auf seine eigene Art und Weise – ob beim Lesen, Ausruhen oder einem letzten Windspaziergang am Meer. Am Abend fanden wir uns alle wieder zum gemeinsamen Abendessen zusammen und stellten fest: Manchmal sind es gerade die ungeplanten Wege, die die schönsten Erinnerungen hinterlassen.


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