Wanderreise Shetland–Inseln
Reisebericht: 18.05. – 27.05.2026
Das nördlichste Archipel des Vereinigten Königreichs entdeckt man am Besten zu Fuß, denn die Shetland-Inseln sind ein absolutes Traumziel für Naturliebhaber.
Ein Reisebericht von
Sinah Witzig
18.05.26 Anreise nach Schottland
Unsere gemeinsame Reise beginnt für die meisten Teilnehmer am Flughafen in Frankfurt, wo wir den kurzen Flug in die schottische Hauptstadt Edinburgh antreten. Dort angekommen treffen wir auch auf unsere beiden letzten Reiseteilnehmerinnen. Nach einigen Widrigkeiten verlassen wir am frühen Nachmittag den Flughafen und machen und mit unserem Busfahrer William auf die Reise in Richtung Norden. Nach einem kurzen Fotostopp an den drei berühmten Brücken über den Firth of Forth, fahren wir in die alte Grafschaft Fife. Unser heutiges Ziel ist die alte Königsstadt Perth. Die Kleinstadt am Fluss Tay war einst kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Schottlands. Ganz in der Nähe befindet sich noch heute der Scone Palace, in dessen Kapelle bis ins 17. Jahrhundert die schottischen und später britischen Könige gekrönt wurden. Der Krönungsstein, der „Stone of Scone“, der seit jeher heiß umkämpft ist zwischen Engländern und Schotten, wurde unlängst für die Krönung König Charles III. von Edinburgh nach Westminster überführt – entgegen aller Sorgen auch wieder wohlbehalten zurückgebracht nach Perth, wo wir Ihn uns später noch in einer tollen neuen Ausstellung ansehen wollen.
Doch in Perth angekommen, beziehen wir erst einmal unsere Zimmer im alt-ehrwürdigen Salutation Hotel. Wie wir lernen, wurde es 1699 eröffnet und ist somit das älteste Hotel in Schottland – sogar der unglückliche Bonnie Prince Charlie hat hier schon genächtigt. Darüber, ob das nun ein gutes Omen sein soll, sind wir uns nicht so ganz einig.
Wir verbringen den Nachmittag mit dem Besuch des Stadtmuseums, Provianteinkäufen für den nächsten Tag und ein wenig Entspannung, bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen treffen und uns ein wenig besser kennenlernen.
19.05.26 Angus Costal Trail und Fährüberfahrt von Aberdeen nach Lerwick
Nach einem typisch schottischen Frühstück treten wir dann am nächsten Morgen die etwa einstündige Fahrt in das Küstenstädtchen Arbroath an. Unterwegs durchqueren wir die lebhafte Universitätsstadt Dundee, die vor allem für drei Dinge bekannt ist: Jute, Journalismus und Jam - also Marmelade. Diesem Thema widmen wir uns kurz später noch ein wenig genauer. Auf großen Wunsch hin, statten wir dem Werksverkauf der bekannten Marke MacKay's einen Besuch ab und es werden schon fleißig Mitbringsel für die Daheimgebliebenen eingekauft.
Nicht weit von hier beginnt dann der sogenannte Arbroath oder Seaton Cliffs Trail, ein Teil des Angus Coastal Trails. Etwa sechs Kilometer wandern wir bei herrlichem Wetter entlang der wunderbaren Steilküste. Nahe des Dörfchens Auchmithie erwartet uns dann unser Bus zur Weiterfahrt in Richtung Aberdeen.
Die Universitätsstadt an der Ostküste ist die drittgrößte Stadt Schottlands und wird aufgrund ihrer sehr markanten Granitarchitektur auch gerne „Granite City“ oder „Silver City“ genannt. Der Hafen ist unser Ziel für heute, denn hier erwartet uns schon die Northlink Fähre Richtung Shetland. Über Nacht wird uns die MS Hjatland mit einem Zwischenstopp in Kirkwall nach Lerwick bringen. Das Check-In-Prozedere verläuft recht unkompliziert und so können wir relativ schnell unsere Kabinen beziehen. Auf dem Außendeck genießen wir noch eine ganze Weile die Aussicht auf Aberdeen, bevor wir dann den Hafen verlassen. Beim Abendessen im Bordrestaurant werden dann die Hoffnungen und Erwartungen der nächsten Tage ausgetauscht. Recht früh ziehen wir uns in die Kabinen zurück, um uns für den ersten Tag auf Shetland auszuschlafen.
20.05.26 Ankunft in Shetland: Jarlshof, Sumburgh Head und St. Ninian's Isle
Schon vor dem Frühstück können wir am Horizont Land entdecken, unser Ziel ist nicht mehr weit und wir können es kaum erwarten an Land zu gehen. Schnell wird noch etwas gefrühstückt und dann ist es so weit. Am Hafen treffen wir auf unseren Busfahrer Warren und mit dem Kleinbus fahren wir zunächst einmal durch die Inselhauptstadt Lerwick und kehren im lokalen TESCO-Supermarkt ein, um uns für ein Mittagspicknick auszustatten. Schließlich verlassen wir die Stadt und fahren auf der Hauptverkehrsstraße A970 Richtung Süden. Shetland-Mainland ist die größte von über 100 Inseln, die zu Shetland gehören. Etwa 22.000 Menschen leben auf 15 dieser Inseln, die Hälfte davon in und um Lerwick herum. Schon wenige Meilen südlich der Stadt bietet sich das klassische Bild: viel Natur und wenig Menschen. Typisch shetländisch ist auch der Nebel, der tief in den Bergen hängt. Wir sind gespannt was uns erwartet.
Unser Weg führt uns ganz in den Süden von Mainland. Die A970 erreicht nun den Flughafen von Sumburgh, von wo aus die Shetland-Inseln per Flugverbindung mit dem Rest Großbritanniens sowie in den Sommermonaten mit Norwegen verbunden sind. Um die Südspitze der Insel zu erreichen muss man tatsächlich mit dem Auto die Start- und Landebahn des Flughafens überqueren. Unser erstes Ziel ist der sogenannte Jarlshof. Ihren Namen hat die bekannteste Ausgrabungsstätte Shetlands von niemand geringerem als dem Nationalschriftsteller Sir Walter Scott, der 1814 erstmals die Inseln besuchte und sich zu seinem Roman „Der Pirat“ inspirieren ließ. Ob hier tatsächlich mal ein Jarl, also ein Wikingeranführer, gelebt hat ist unbekannt, was man jedoch weiß ist, dass man hier über 4000 Jahre Geschichte zurückverfolgen kann. Man hat Überreste von Siedlungen aus der Steinzeit und der Bronzezeit gefunden, die eines Langhauses der Wikinger, eines mittelalterlichen Gehöfts sowie die Ruine eines Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert.
Wir haben Glück und sind die ersten Besucher heute. Nur wenige Minuten nach unserer Ankunft erreichen dann mehrere große Busse den Parkplatz – Kreuzfahrt-Touristen. Wir sind jetzt schon froh, dass wir mehr Zeit haben werden Shetland zu erkunden, als nur ein paar Stunden.
Nach der Besichtigung des Jarlshof erwartet uns die erste kleine Wanderung des Tages: entlang der Küste wandern wir hinauf zum Leuchtturm von Sumburgh Head. Der älteste Leuchtturm Shetlands wurde 1821 von der renommieren Familie Stevenson aus Edinburgh erbaut, aus derer auch der Autor Robert Louis Stevenson abstammt. Das 1905 eingesetzte Nebelhorn ist heute ein technisches Denkmal und ist bis zur 40 Kilometer entfernten Insel Fair Isle zu hören. Sumburgh Head ist jedoch auch für seine großen Kolonien von Wasservögeln bekannt, allen voran natürlich die possierlichen Papageientaucher, die hier „Tammie Norrie“ genannt werden. Wir haben zumindest ein wenig Glück und können einige der beeindruckenden Tiere entdecken. Einer von ihnen scheint sogar tatsächlich ganz brav darauf zu warten, bis fast alle von uns ein Foto von ihm gemacht haben.
Nach diesen ersten Eindrücken steigen wir wieder in den Bus und fahren ein Stück zurück Richtung Norden. Wir überqueren den Bergrücken, der Mainland geografisch in zwei Hälften teilt und erreichen die Bucht von Rerwick: von Weitem können wir vor dem idyllischen weißen Sandstrand eine Robbe im Wasser beobachten. Nur wenige Kilometer weiter im kleinen Örtchen Bigton erreichen wir einen der bekanntesten Strände Shetlands: wir überqueren zu Fuß den Tombolo, der die St. Ninian's Insel mit Mainland verbindet und so gut wie nie überspült wird. Bei angenehmem Wander-Wetter starten wir zu unserer fünf Kilometer langen Rundwanderung, die uns immer entlang der Steilküste führt und immer wieder spektakuläre Aussichten bietet. Am Ende erreichen wir die Überreste der St. Ninian's Kapelle aus dem 12. Jahrhundert. Die Ruine ist vor allem deswegen bekannt geworden, weil hier ein Bauernjunge im Jahr 1958 einen Silberschatz aus dem 8. Jahrhundert gefunden hat, der vermutlich vergraben wurde, um ihn vor einem Wikingerüberfall zu retten. Die Originale befinden sich heute im Nationalmuseum in Edinburgh, Repliken werden wir uns im Shetland-Museum in Lerwick ansehen können.
Es wird nun Zeit für uns, uns langsam auf den Weg nach Brae zu machen und dort unser Hotel für die nächste Woche zu beziehen. Nach einer knappen Stunde Fahrt, erreichen wir das idyllisch gelegene Hotel und können uns vor dem Abendessen noch ein wenig häuslich einrichten.
Der erste Abend in Shetland geht also mit vielen schönen Eindrücken zu Ende und wir freuen uns auf die nächsten Tage.
21.05.2026 Northmavine: Hillswick Ness und die Klippen von Esha Ness
Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir am nächsten Morgen voller Tatendrang in Richtung Westen. Nach nur wenigen Kilometern gelangen an den Mavis Grind, wo nur wenige Meter Landmasse die Nordsee vom Atlantik trennen. Schon die Wikinger nutzten diese Stelle, um ihre Boote zu überführen und sich so viele Kilometer auf rauer See zu ersparen.
Wir haben nun schon Northmavine erreicht und steuern das Dorf Hillswick an. Unterwegs treffen wir dann noch auf zahlreiche Fahrzeuge, die auf eine Filmproduktion schließen lassen - ein kleines Stück weiter wird ein wenig abseits der Hauptstraße offensichtlich für die neue Shetland-Krimi-Staffel gedreht.
Angekommen in Hillswick wollen wir zu unserer ersten Wanderung des Tages starten. Der Wanderweg ist auch bei Einheimischen aufgrund seiner wunderbaren Aussichten beliebt – außerdem hat man die Chance hier ab und an Otter zu sichten, denn hier lebt eine der größten Kolonien der scheuen Tiere. Und auch wir haben ein bisschen Glück und sehen zumindest die Rückansicht eines Otters im Wasser verschwinden. Der Weg führt uns immer entlang der langsam ansteigenden Küstenlinie. Am höchsten Punkt an der Südküste legen wir einen kleinen Stopp ein und genießen die fantastische Aussicht. Der südlichste Punkt der Halbinsel ist mit einem kleinen Leuchtfeuer markiert. Von hier aus steigt der Weg wieder an und wer die Steigung erklommen hat, wird mit einer gigantischen Aussicht belohnt, die es sehr wohl wert ist, einen Moment zu verweilen und zu genießen: vor uns fällt die Küste etwa 80 Meter steil ins Meer ab und eine riesige Felsnadel ragt in der Spalte empor. Den Hintergrund bilden zahlreiche andere Felsformationen in sämtlichen Farbschattierungen. Beseelt wandern wir weiter und meistern schließlich auch den letzten Anstieg. Querfeldein geht es nun durch Moor und über Weideland zurück nach Hillswick.
Zum wohlverdienten Mittagessen fahren wir weiter nach Braewick, wo uns in einem kleinen Café schon Suppe, Sandwiches und ein spektakulärer Blick auf die Küste erwarten.
Am Nachmittag legen wir zunächst einen Stopp ein in Tangwick, wo in einer ruhigen Bucht die Robben ihr Schläfchen machen. Sehenswert ist auch das kleine Tangwick Haa Museum, wo allerhand aus der Regionalgeschichte ausgestellt wird.
Unser letztes Ziel für den Tag sind die Klippen von Esha Ness. Vom Leuchtturm aus folgen wir der Küstenlinie. Diejenigen von uns, die schon einmal in Irland waren, fühlen sich ein wenig an die Cliffs of Moher erinnert, jedoch mit dem entscheidenden Unterschied, dass wir hier vollkommen alleine sind und es keinerlei Absperrungen oder Sicherheitsvorrichtungen gibt. Einfach nur pure Natur. Wir wandern weiter bis zum sogenannten „Blow Hole“, hier hat das Meer sich einen Tunnel durch den Felsen geformt, der sich etwa hundert Meter von der Küste entfernt wieder aus dem Felsen öffnet und mit tosendem Rauschen die Wellen in einen tiefen Graben spuckt. Wirklich beeindruckend was die Naturgewalten so alles schaffen.
Stolz auf unsere Tagesleistung machen wir uns auf den Weg zurück nach Brae. Unterwegs ereilt uns dann leider noch die Nachricht, dass unser geplanter Ausflug zur Insel Foula am nächsten Tag nicht stattfinden kann, da das notwendige Boot einen Defekt hat. Es wird also kurzer Hand umgeplant - eine Sache die in Shetland eigentlich schon fast als Normalität gewertet werden kann.
Zurück im Hotel lassen wir uns dann das wohlverdiente Abendessen schmecken.
22.05.2026 Mousa und Trink–Kultur
Nach dem langen Tag gestern, erwartet uns heute zunächst einmal ein ruhiger Vormittag. Ganz gemütlich fahren wir auf einer der vielen Panoramaruten abseits der Hauptverbindungsstraße in Richtung Lerwick. Unterwegs halten wir an einem der vielen Selbstbedienungskühlschränken – ein Konzept, das sich hier auf Shetland bewährt hat: die Einheimischen backen unglaublich leckeren Kuchen, der in einem Kühlschrank neben dem Haus 24/7 für Kundschaft zu erreichen ist. Die Bezahlung erfolgt ganz unkompliziert bar in eine kleine Kasse. Und was auch ganz typisch ist: die Inhaberin kommt zufällig vorbei und öffnet ihr Geschäft mal eben für uns, damit wir die vielen hübschen Souvenirs bestaunen - und kaufen - können.
In Lerwick angekommen, machen wir noch einen unser obligatorischen Tesco-Stopps, bevor es dann weiter geht Richtung Süden in den ungefähr zwanzig Minuten entfernten Ort Sandwick. Von hier aus fahren wir mit dem Boot hinüber auf die mittlerweile unbewohnte Insel Mousa, die heute vollständig unter Naturschutz steht. Auf einem leichten Rundweg von etwa drei Kilometern genießen wir die tollen Aussichten und die zahlreichen Vogel- und Shetlandponybeobachtungen.
Das berühmteste an Mousa ist jedoch der Broch. Der über 2000 Jahre alte Steinturm ist der am besten erhaltene der zahlreichen Rundtürme die in ganz Shetland zu finden sind. Beeindruckend ist vor allem, dass man den 13 Meter hohen Turm auch heute noch besteigen darf – angesichts der winzigen Stufen und der Dunkelheit im Inneren des Treppenhauses eine kleine Mutprobe, aber die tolle Aussicht macht es doch auf jeden Fall lohnenswert.
Auf dem Weg zurück nach Mainland hören wir von Kapitän Darron noch einige spannende Geschichten über den Schmuggel und Schiffsunglücke vor der Küste Shetlands und erreichen Sandwick dann aber wohlbehalten am frühen Nachmittag.
Dann folgt noch eine kleine Überraschung: für uns geht es jetzt weiter zur Lerwick Brewery, der nördlichsten Brauerei des Vereinigten Königreichs. Das bekannteste Lager, das 60° North, haben die meisten von uns mittlerweile schon probiert und für gut befunden, daher ist die Freude groß.
Wenig später werden wir von Braumeister Jonny in Empfang genommen und in die hohe Kunst der Bierherstellung eingeführt. Mit viel Humor werden wir durch den kleinen Handwerksbetrieb geführt und lernen dabei die einzelnen Zutaten, sowie die verschiedenen Arbeitsschritte, die es bis zum fertigen Bier braucht, kennen. Zum Schluss kommt dann natürlich das Beste: großzügigerweise dürfen wir drei verschiedene Biere testen und selbstverständlich auch noch den Souvenir-Shop besichtigen, wo man zur großen Freude einiger, unter anderem auch die hübschen Gläser mit dem Shetland-Pony-Logo käuflich erwerben kann.
Gut gelaunt geht es später wieder zurück in den Bus und wir machen uns auf den Weg nach Brae, wo wir einen weiteren gemütlichen Abend beim Essen verbringen.
23.05.2026 Inselstädte und Inselbewohner
Über eine weitere hübsche Nebenstraße, die uns durch den einzigen Wald Shetlands führt, erreichen wir East Voe. Hier empfängt uns die symphatische Carol mit ihren Shetland-Ponys und den Tierfreunden unter uns geht das Herz auf beim Anblick der kleinen, aber robusten Vierbeiner. Carol erzählt viel über ihre Tiere und steht bereitwillig für Fragen zur Verfügung, während wir begeistert Fotos machen und Ponys kuscheln. Nach einer halben Stunde wird der Nieselregen stärker und wir verabschieden uns zunächst in Richtung Lerwick. In der Inselhauptstadt kann man auch bei nicht ganz so idealem Wanderwetter einiges unternehmen. Zunächst besuchen wir das Shetland Museum. In einem alten Werftgebäude im Hafen wird allerlei ausgestellt, was mit Shetland in Verbindung gebracht werden kann. Von der Geologie, über die Geschichte bis hin zu Schifffahrt, Fischfang, Schafzucht und Strickarbeiten finden sich hier Informationen und hunderte Artefakte. Anschließend bietet sich eine kleine Shoppingtour auf der Commerical Street an und anschließend kann, wer möchte, noch die aus der Shetland-Serie bekannten Orte abspazieren. Am frühen Nachmittag sieht das Wetter nun deutlich besser aus und wir machen uns zurück auf den Weg in Richtung Westküste. Wir passieren die Berge und erreichen die Bucht oberhalb der alten Hauptstadt Scalloway. Der Name bedeutet soviel wie "die Bucht der Halle" und deutet auf den einstigen Versammlungsort der Wikinger hin, die etwas nördlich der Stadt ihr "Ting" abhielten (das Folketing bezeichnet heute noch das Parlament in den skandinavischen Ländern). Dominiert wird die heutige Kleinstadt durch den großen Fischereihafen und das prominente Scalloway Castle aus dem 17. Jahrhundert, welches aktuell grundsaniert wird. Besonders wichtig wurde die Stadt dann noch einmal zwischen 1943 und 1945 als Haupthafen des sogenannten "Shetland Bus", einer organisierten Rettungsrute zwischen Norwegen und Shetland während des zweiten Weltkriegs, die immerhin etwa 3.500 Menschen das Leben gerettet hat.
Scalloway werden wir uns später noch einmal genauer ansehen, zunächst geht es für uns jedoch noch ein wenig weiter nach Süden. Per Brücke erreichen wir zunächst die Insel Trondra und über eine weitere dann die Burra Inseln. Hier findet sich mit Meal Beach ein weiterer der schönsten Strände Shetlands. Gleichzeitig startet hier auch unsere kleine Wanderung. Vom Strand aus geht es entlang der Küste ein wenig die Klippen hinauf, bevor man mehrere Weiden kreuzt und dann der Blick auf das Örtchen Hamnavoe eröffnet - nun haben wir wirklich endgültig den Eindruck, uns irgendwo in Norwegen zu befinden und bei dem ein oder anderen erwachen Erinnerungen an die Lofoten im Sommer.
Der Weg fällt nun ab in Richtung Strand. Von hier aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Leuchtturm, der vorgelagert auf einer kleinen Halbinsel liegt - die letzten Meter haben es jedoch in sich: der "Weg" führt in ein Geröllfeld und wir verzichten heute auf die Kletterpartie und entscheiden uns für den direktem Weg zu unserem Bus, der im Hafen von Hamnavoe wartet.
Zurück in Scalloway ist noch Zeit für ein paar Erkundungen, bevor wir den Rückweg nach Brae antreten.
Nach einem frühen Abendessen, entscheiden sich die meisten von uns, noch einen kleinen Ausflug in Sachen "Land und Leute" zu machen. Nur wenige Meter von Brae Hotel entfernt befindet sich eine unscheinbare Lagehalle, wo uns ein sympathischer Shetlandlander erwartet. David Manson ist im Vorstandskommitee des Delting Up-Helly-Aa.
Die Festlichkeiten zählen zu den vielen kulturellen Veranstaltungen, die es in den verschiedensten Regionen der Welt zum Austreiben des Winters gibt. Sie finden auf den verschiedenen Inseln zwischen Ende Januar und Mitte März statt, die größte in Lerwick am letzten Dienstag im Januar. Der Höhepunkt ist das Verbrennen eines über Monate mühevoll gebauten Langschiffes, begleitet von Gesängen, Musik und einer Nacht voll Partys.
Geleitet wird das Spektakel vom sogenannten Guizer Jarl, dem über Jahre im Voraus gewählten, Vorstand der Viking-Squad, die den Umzug anführt. David selbst war schon an den Ursprüngen des Up-Helly-Aa in Brae beteiligt, als dieses 1975 als Schulprojekt stattfand und war damals zum ersten Mal mit 16 Jahren Junior-Jarl. Im Jahr 2006 war dann sein großes Jahr als Guizer Jarl der inzwischen zur Großveranstaltung gewordenen Festes mit über 500 Teilnehmern.
Mit unglaublich viel Leidenschaft und einem jugendlichen Glänzen in den Augen erzählt uns der junggebliebene Mittsechziger von den Ursprüngen und der Bedeutung des Up-Helly-Aa, von der aufwändigen Herstellung der Kostüme und des Schiffs und von dem großen Tag selbst, der hier am zweiten Freitag im März ist. Wir dürfen uns Fotos und einen Film ansehen – und als großes Highlight – auch die kunstvollen Kostüme anprobieren und uns somit selbst in Wikinger verwandelt. Natürlich haben dabei alle einen riesigen Spaß. Als wir nach knapp zwei Stunden die kleine Halle verlassen, haben wir nicht nur das Gefühl, tief ins Brauchtum eingetaucht zu sein, sondern auch, ein bisschen modernen Wikinger-Geist erlebt zu haben.
24.05.2026 Die nördlichen Inseln: Yell und Unst
Unser Tag beginnt heute früh, denn wir wollen die nördlichsten bewohnten Inseln Großbritanniens besuchen, Yell und Unst - und das bedeutet zwei Überfahrten mit zwei verschiedenen Autofähren. Glücklicherweise ist der Anleger in Toft nicht weit von unserem Hotel entfernt und so sind wir früh genug dort, um auf die Fähre nach Ulsta auf Yell zu kommen. Nach etwa zwanzigminütiger Überfahrt erreichen wir die zweitgrößte Insel Shetlands, die vor allem eine beeindruckende Fläche an Moor- und Torflandschaft zu bieten hat. Da wird noch etwas Zeit haben, nehmen wir die Panoramaroute über Burravoe und Otterswick nach Mid Yell, der größten Siedlung auf Yell. Am Fähranleger in Gutcher angekommen, entdeckt doch tatsächlich jemand ganz hinten am Pier einen Otter - und entgegen aller Erwartungen schaffen wir es wirklich, sogar ein Beweisfoto zu schießen. Dann legt auch schon unsere Fähre nach Belmont an. In etwa zehn Minuten überqueren wir den Bluemull-Sound und erreichen die Südküste von Unst. Zunächst fahren wir nun ganz in den Norden der Insel, die als erste Siedlungsstätte der Wikinger auf den Shetlandinseln gilt.
Das Ziel für unsere Wanderung heute ist das Hermaness National Nature Reserve, das bekannt ist für seine großen Kolonien von Basstölpeln und Papageientauchern. Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir das Sumpfgebiet, das im Zentrum des Naturschutzgebietes liegt. Ein Steg aus Holzplanken macht das Wandern hier auf dem größten Teil der etwa acht Kilometer langen Stecke sehr angenehm. Schließlich erreichen wir die beeindruckende Steilküste, die bis zu 180 Meter in den Atlantik abfällt. Die raue und unberührte Natur ist wirklich atemberaubend schön und kaum zu vergleichen mit den touristisch erschlossenen Wanderrouten, die wir sonst aus Schottland oder Irland kennen.
Auch heute haben wir wieder Glück mit dem Wetter, wir haben eine außergewöhnlich tolle Sicht, denn die Halbinsel ist berüchtigt für das Auftreten von Seenebel, selbst bei schönstem Wetter. Auch mit Tierbegegnungen werden wir gesegnet: an den Klippen brüten zehntausende Basstölpel und auch einige Papageientaucher können wir entdecken.
Nach etwa der Hälfte des Weges werden wir belohnt mit einer gigantischen Aussicht auf den Leuchtturm von Muckle Flugga, der wie eine Fatamorgana auf den vorgelagerten Felsen thront. Nach einer kleinen Stärkung kommt die größte Herausforderung: wir erklimmen den 200 Meter hohen Hermaness Hill, der einst eine wichtige Funktion als Signal- und Funkstation hatte. Oben angekommen sind wir mächtig stolz auf uns und sind bereit für den Abstieg Richtung Süden. Der Plankenweg führt uns nun in Richtung Parkplatz und von dort aus fahren wir mit dem Bus noch einmal nach Haroldswick. Wir sehen uns hier das Viking Project an, wo man ein Langhaus sowie ein Schiff der Wikinger im Nachbau besichtigen kann.
Unterwegs zurück zum Fähranleger in Belmont machen wir noch einen kleinen Stopp an der nördlichsten Bushaltestelle des Vereinigten Königsreich, die, liebevoll eingerichtet, als „Bob's Bus Shelter“ bekannt geworden ist. Da wir noch jede Menge Zeit haben, kehren wir im nahegelegenen Community Shop ein. Neben Kaffee und Snacks gibt es hier alles vom Toastbrot über Tomatendünger bis zu Hammer und Nagel - ganz nach dem Motto "alles was man braucht, aber vielleicht nicht alles, was man möchte". Wenn man so weit abgeschieden lebt, dann funktioniert das Leben doch ein wenig anders.
Zurück am Fähranleger nutzen wir nach dem erfolgreichen Tag die Gelegenheit, den vorsorglich angeschafften Erste-Hilfe-Rum aus dem Notfallkasten zu probieren - denn bisher hatten wir noch keinen Regen, von dem wir uns wieder aufwärmen mussten. Der Puffin Rum aus Schottland schmeckt auch so prima und verkürzt die Wartezeit.
Pünktlich bringt die Fähre uns zurück nach Yell und von dort aus weiter zurück nach Mainland, wo uns im Hotel auch schon bald das wohlverdiente Abendessen erwartet.
25.05.2026 Extra–Tour: Yell und Burravoe
Da unser Ausflug nach Foula auch heute nicht stattfinden kann, da das Boot noch nicht repariert werden konnte, haben wir uns gemeinsam mit unserem Fahrer Warren ein Ersatzprogramm ausgedacht. Nach dem Frühstück geht es zunächst noch einmal nach Lerwick, da diejenigen, die nicht mit nach Foula kommen wollten, ja eigentlich noch einmal einen freien Tag gehabt hätten - ein Vormittag reicht jedoch schlussendlich allen. Mit dem Rest der Gruppe fahren wir noch ein Stückchen weiter bis nach Hoswick. Hier gibt es mehrere Geschäfte, die Shetland-Strickwaren verkaufen - und eigentlich auch ein kleines Besucherzentrum, welches sich vor allem mit Shetlandwolle beschäftigt. Das hat jedoch ausgerechnet heute wegen Renovierung geschlossen. Unverrichteter Dinge fahren wir also zurück in Richtung Lerwick. Zumindest hat uns dieser Abstecher verdeutlicht, dass ein Ausflug nach Mousa - der ja für heute geplant gewesen wäre - nichts geworden wäre. Dichter Nebel und Nieselregen, sowie Wind und hoher Tidenstand hätte das unmöglich gemacht. Es ist also wieder einmal nichts so schlecht, dass es nicht wieder für etwas anderes gut ist. Zurück in Lerwick bleibt noch Zeit für einen Kaffee - dann machen wir uns auf den Weg nach Norden.
Gestern, während wir auf die Fähre gewartet haben, sind wir auf die Idee gekommen, noch einmal nach Yell zu fahren - denn an den letzten Tagen wurden im Yell Sound immer wieder Orcas gesichtet - vielleicht haben wir ja Glück.
Angekommen auf Yell führt uns unser Weg in das Örtchen Burravoe. Wir starten zu einer gemütlichen Wanderung um die vorgelagerte Halbinsel. Das Wetter hier im Norden ist ganz angenehm, nur der Gegenwind macht uns etwas zu schaffen. Wir treffen auf einige brütende Austernfischer, Otter und Orcas sehen wir jedoch leider keine. Am Ende der Rundwanderung geht es noch ein Stückchen die Steilküste hinauf. Von hier hat man eine fantastische Aussicht und wir sehen jede Menge Möwen in den Klippen, jedoch keine Papageientaucher. Nichtsdestotrotz sind wir zufrieden, noch etwas Neues gesehen zu haben. Zum Abschluss besuchen wir noch die kleine Kirche im Dorf und machen einen Spaziergang bis zum alten Herrenhaus, welches allerdings schon geschlossen hat.
Unsere Fähre zurück hat dann später sogar Verfrühung, da ein Krankenwagen mitgenommen werden muss - auch das gehört zum Inselleben dazu - und wir waren glücklicherweise rechtzeitig da.
Zurück in Brae sind wir dann fast ein bisschen traurig, dass wir heute kein Abendessen für den nächsten Tag mehr auswählen müssen... denn morgen ist ja schon unser letzter Tag in Shetland. Die Zeit ist wahnsinnig schnell vergangen, müssen wir feststellen.
26.05.2026 Bressay, Noss und Abschied von Shetland
Der letzte Tag auf den Inseln begrüßt uns endlich einmal mit strahlendem Sonnenschein. Wir packen nun also unsere letzten Habseligkeiten zusammen und nach dem Frühstück werden die Koffer in den Bus geladen und es geht los zum Hafen von Lerwick. Zusammen mit dem Bus setzen wir über nach Bressay. Die Überfahrt dauert nur etwa zehn Minuten und schon haben wir unser Ziel erreicht. Schnell wird uns das Offensichtliche verdeutlicht: auf Bressay ist die Welt noch in Ordnung, hier leben nur noch etwa 300 Menschen, die meisten davon sind in der Landwirtschaft tätig. Gleichzeitig bedeutet das jedoch auch, dass hier nicht besonders viel los ist, vor allem nicht am Wochenende - insgesamt begegnen wir mehr Ponys, Schafen, Kühen und Robben als Menschen. Wir fahren zunächst ganz nach Süden, um das Bressay Lighthouse einmal aus der Nähe zu betrachten. Der Leuchtturm wurde 1854, wie könnte es anders sein, von der Familie Stevenson erbaut und ist besonders deshalb spannend, da er auf einem Felsen thront, der von der Meeresströmung ausgehöhlt wurde. Nach einer kleinen Pause überqueren anschließend Bressay und landen an der Ostküste von wo aus man eine tolle Sicht auf die vorgelagerte Insel Noss hat. Die nur 3,4km² große Insel war von je her spärlich bewohnt und wurde Ende des 19. Jahrhunderts zur Zucht von Shetland-Ponys genutzt. Heute ist sie gänzlich Naturschutzgebiet und wird nur von zwei Mitarbeitern des Naturschutz bewohnt. Vom Parkplatz aus führt ein schmaler Weg hinunter ans Ufer, von hier aus kann man sich in den Sommermonaten bei gutem Wetter mit einem kleinen Schlauchboot auf die Insel hinüberbringen lassen. Das ganze Prozedere dauert zwar eine Weile, wir werden aber sehr nett von mehreren Küstenseeschwalben und einer Kegelrobbe unterhalten und letztendlich schaffen wir es alle nach Noss hinüber zu gelangen. Vom Visitor Centre aus führt der Rundweg uns nun um die Insel herum - auch hier bekommen wir hinweise auf Otter, Robben und zahlreiche Seevögel zu achten und aufgrund der Raubmöwen bloß nicht zu weit ins Inselinnere abzudriften, denn mit den Bodenbrütern sei nicht zu Spaßen. Nach den ersten Kilometern sanftem Anstieg entdecken wir auf einem vorgelagerten Felsen die ersten Papageientaucher – und wenig später sind wir quasi mitten unter ihnen. Die putzigen kleinen Vögel lassen sich kein bisschen von unserer Anwesenheit stören, obwohl sie nur wenige Meter von uns entfernt sind. Glückseelig sitzen wir mit unserem Picknick in sicherer Entfernung von den Steilklippen und genießen das Schauspiel. Man kann gar nicht genug Fotos machen bei diesem tollen Anblick.
Auf dem 181 Meter hohen Noss Head, ganz im Westen, werden unsere Mühen dann noch einmal belohnt: von hier aus hat man auch bei der Bewölkung heute eine grandiose Sicht über die gesamte Länge Mainlands und die Inseln Bressay, Whalsay, Bruray und Mousa. Von hier aus geht es nun nur noch bergab und entlang der Nordküste zurück in Richtung Besucherzentrum. Wir sind geschafft, aber glücklich unsere letzte Wanderung ohne Regen absolviert zu haben. Nun müssen wir wieder mit dem kleinen Schlauchboot zurück nach Bressay und von dort aus mit dem Bus wieder zurück nach Mainland. Es bleibt nun noch eine knappe Stunde Zeit für die letzten Einkäufe und ein Eis - auch wenn uns die berühmteste Eisdiele Lerwicks die Tür vor der Nase verschließt und wir mit Alternativen Vorlieb nehmen müssen.
Nun ist es Zeit zum Fährhafen aufzubrechen. Nach guter schottischer Tradition begleitet von "Auld lang syne" und ein paar Tränchen erreichen wir unsere Northlink Fähre und verabschieden uns von unserem freundlichen und hilfsbereiten Fahrer Warren, der uns auf all unseren Wanderungen begleitet und unterstützt hat.
Wir genießen unser letztes gemeinsames Abendessen an Bord, bevor die Fähre dann pünktlich den Hafen von Lerwick verlässt. Bei strahlendem Sonnenschein zieht langsam die Küste von Mainland an uns vorbei und auch auf die abgelegene Fair Isle können wir noch einen Blick werfen, bevor die Sonne untergeht.
27.05.2025 Ankunft in Aberdeen und Heimreise
Früh erreichen wir am nächsten Morgen Aberdeen. Nach dem Frühstück heißt es auch schon bald Koffer zusammenpacken und von Bord, denn unser Fahrer William erwartet uns schon. Nach einer Extrarunde wegen einer vergessenen Kamera haben wir trotzdem noch genügend Zeit, daher erlauben wir uns noch einen kleinen Abstecher: etwa eine halbe Stunde südlich von Aberdeen legen wir einen kleinen Stopp ein, denn dort liegt vorgelagert auf einem Felsen im Meer Dunnottar Castle – oder besser gesagt das, was davon übriggeblieben ist. Aufgrund seiner bedeutenden strategischen Lage spielte die Burg eine wichtige Rolle in der schottischen Geschichte, insbesondere vom frühen Mittelalter bis zur Rebellion der Jakobiten im 18. Jahrhundert. William Wallace seiner Zeit das Castle von den Engländern zurückerobert haben und die Feinde, eingesperrt in einer Kapelle, bei lebendigem Leib verbrannt haben. Auch Maria Stuart und ihr Sohn James I. haben Dunnottar besucht. Während der englischen Bürgerkriege im 17. Jahrhundert wurden die schottischen Kronjuwelen hier vor den Truppen Oliver Cromwells versteckt und später, während der Aufstände der Jakobiter, war es ein umkämpfter Stützpunkt für beide Parteien. Nach der Niederlage von Culloden wurde Dunnottar zunächst dem Verfall überlassen, gegen Ende des 18. Jahrhunderts dann verkauft und als Steinbruch missbraucht, sodass heute nur noch eine Ruine zu besichtigen ist – doch gerade das macht ja auch irgendwie den Reiz aus. Wir machen einen kleinen Spaziergang, um die pittoreske Ruine von verschiedenen Perspektiven aus zu betrachten und schaffen es, kurz vor der Weiterfahrt noch einen Kaffee zu ergattern.
Auf der Fahrt Richtung Edinburgh scheinen dann alle in Gedanken und Erinnerungen zu schwelgen, während die sanften Hügel und gelben Rapsfelder der Lowlands an uns vorbeiziehen.
Gegen Mittag erreichen wir den Flughafen von Edinburgh, wo wir die ersten beiden Mitreisenden verabschieden müssen. Die restliche Gruppe fliegt erst am späten Nachmittag, daher machen wir noch einen kleinen Abstecher ins Stadtzentrum - das frühlingshafte Wetter lädt eindeutig zu einem Spaziergang ein.
Nach zwei Stunden Freizeit müssen wir uns dann jedoch endgültig von Schottland verabschieden. Zurück am Flughafen geht alles recht zügig: Gepäck aufgeben, Sicherheitskontrolle - und dann trennen sich die Wege Richtung Frankfurt oder Amsterdam. Beide Flüge gehen recht pünktlich und so geht unsere gemeinsame Reise auch zu Ende.
Meine lieben Ersttäter und Wiederholer,
ich möchte mich ganz herzlich für diese wunderbare Reise mit Euch bedanken. Es war nun schon das vierte Mal, aber langweilig wird es nie. Auch dieses Mal gab es wieder erste Male für mich: Beispielsweise 1 1/2 Otter - vielleicht klappt es ja das nächste Mal mit dem zweiten O... Das Wetter habt Ihr zumindest ganz wunderbar hinbekommen und auch die Wanderungen habt Ihr fantastisch gemeistert. Vielen Dank auch für Euer Verständnis, dass nicht immer alles ganz nach Plan gelaufen ist und Foula ein Projekt für die Zukunft bleiben muss. Aber ich denke, ich konnte einige von Euch mit dem Shetland-Virus anstecken und wir gehen dieses Projekt vielleicht gemeinsam an...
Sláinte und beannachd leat,
Eure Sinah
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