Reisebericht: Rundreise Republik Irland - Erlebnis Grüne Insel

16.08. – 26.08.2012, 11 Tage Kilbeggan Whiskey Distillery - Cliffs of Moher - Connemara - Galway - Dingle-Halbinsel - Killarney - Ring of Kerry - Mizen Halbinsel - Blarney Castle - Rock of Cashel

Irland ist ein Reiseland, das verzaubert. Das Grün der Landschaft, Wind und Meer und die tradtionellen Balladen, welche oft von Liebe und Abschied handeln,all dies lädt zum Träumen ein.

1.Tag: Donnerstag, der 16.08.12     Anreise nach Rotterdam – Fährüberfahrt


Unsere Reise begann mit der pünktlichen Abfahrt vom Flughafen Dresden. Nach weiteren Zustiegen entlang der Autobahn war unsere Reisegruppe am RH Reinhardshain komplett . Als Fahrtroute hatten wir uns die Strecke durch Hessen über das Reiskirchner Dreieck und in Nordrhein Westfalen über das Autobahnkreuz Olpe ausgesucht. Vorbei an Köln und Mönchengladbach erreichten wir am Nachmittag bei Venlo die deutsch- niederländische Grenze und kamen gegen 18.15 Uhr am Hafen von Rotterdam an. Es war beeindruckend, an den vielen Raffinerien des Rotterdamer Ölhafens  vorbei zu fahren. Nach dem Check In am Fährterminal von P&O bezogen wir auf der Fähre unsere Kabinen und gingen im Restaurant zum Abendessen.  Pünktlich um 20.30 Uhr legte die Fähre vom Rotterdamer Hafen ab. Bei der Ausfahrt sahen wir noch einmal die gewaltigen Ausmaße des Rotterdamer Euroports.

2.Tag: Freitag, der 17.08.12     Weiterreise nach Irland bzw. Flug nach Dublin


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Nach der Passkontrolle und dem Einsteigen in unseren Bus mussten wir uns mit unserer Fährgesellschaft betreffs der Passage über die Irische See in Verbindung setzen. Uns wurde mitgeteilt, dass auf Grund der stürmischen See, die von uns gebuchte Schnellfähre voraussichtlich nicht fahren wird. Das bedeutete keine Zeit für Besichtigungen auf der Fahrt zum Fährhafen Holyhead, aber auch ein sicheres und zeitigeres Eintreffen in Dublin. Auf der Fahrt durch Wales wurden wir in einen Unfall mit leichtem Blechschaden verwickelt. Glücklicherweise erreichten wir unsere Fähre trotzdem rechtzeitig. Die Fluggäste unserer Gruppe waren bereits gegen Mittag auf dem Dubliner Flughafen gelandet und von unserer örtlichen Agentur abgeholt worden. Durch die Umbuchung der Fähre und die zeitigere Ankunft am Hotel bot sich nun die Gelegenheit, gemeinsam das Abendessen im Hotel einzunehmen. Auf diese Weise lernten sich unsere Irland Bus- und Fluggäste bereits am ersten Abend im Hotel kennen.

3.Tag: Samstag, der 18.08.12     Stadtrundfahrt Dublin – Ballina


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Der Samstagmorgen begann mit unserer Stadtrundfahrt durch Dublin. Den Erläuterungen unserer Stadtführerin Hillary folgend, fuhren wir entlang des Flusses Liffey und der O'Connell Street,  zur St. Patrick´s Cathedral, in den Phoenix Park und beendeten schließlich unsere Rundfahrt am Trinity College. Anschließend war für alle Gäste Freizeit für individuelle Besichtigungen. Gegen Mittag verließen wir dann Dublin in Richtung Ballina und machten in der kleinen Ortschaft  Kilbeggan bei Locke's Destillerie Station. Im Rahmen einer Führung lernten wir den Herstellungsprozess kennen und konnten anschließend bei einer Probe die Qualität testen. Wer sich bereit erklärt hatte, an einer Verkostung von drei verschiedenen Whiskey- Sorten teil zu nehmen, der konnte sich anschließend eine Whiskeysorte  aussuchen und mit nach Hause nehmen. Von Kilbeggan aus fuhren wir weiter in die kleine Ortschaft Knock. Hier sahen 15 Gemeindemitglieder am 21.08. des Jahres 1879 eine Marienerscheinung. Maria erschien in Begleitung des Heiligen Josef und des Evangelisten Johannes. Seit dieser Zeit wurde Knock zum wichtigsten Pilgerort Irlands. Anschließend fuhren wir in das County Mayo zu unserem Hotel in Ballina.

4.Tag: Sonntag, der 19.08.12     Mayo- Cèide Fields – Achill Island – Westport


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Nach dem Frühstück begann unsere Rundreise durch das County Mayo. Einen ersten Fotostopp legten wir in der kleinen Ortschaft Killala an der Killala Bay ein. Hier steht einer der vielen irischen Rundtürme, wie man sie in vielen ehemaligen Klosterbezirken finden kann.
Von Killala aus fuhren wir durch eine baumlose und moorige Landschaft zu den Cèide Fields. Cèide Fields ist die flächenmäßig größte Ausgrabungsstätte der Jungsteinzeit weltweit. Bereits vor 5000 Jahren wurden hier Wälder gerodet und ummauerte Weideflächen angelegt. Bei einer Führung erhielten wir Einblicke in die damalige Zeit. Von Cèide Fields ging es auf die Insel Achill Island, auf der Heinrich Böll in den 50er Jahren mit seiner Familie lebte. In Keel  besuchten wir den wohl schönsten Ort der Insel mit seinem kilometerlangen weißen  Sandstrand. Von Keel aus fuhren wir über eine gewundene schmale Straße bis zur Bucht von Keem. Hier gibt es einen kleinen Strand mit einem atemberaubenden Blick auf das Meer und die felsige Landschaft. Auf unserer Rückfahrt zum Festland wählten wir die Strecke über Doogort, dem Aufenthaltsort  Heinrich Bölls. Über den Achill Sound ging es dann wieder auf das Festland und über Newport zurück nach Ballina.

5.Tag: Montag, der 20.08.12     Connemara Region – Galway – Gort


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Am Morgen hieß es Abschied nehmen von unserem Hotel in Ballina und Weiterfahrt in Richtung Connemara. An der Pontoon Bridge, zwischen den beiden Seen Lough Conn und Lough Cullin, legten wir einen ersten Fotostopp ein.  Anschließend fuhren wir in die schöne Stadt Westport zu Füßen des Croagh Patrick, Irlands heiligen Berg. Die Stadt Westport wurde planmäßig auf dem Reißbrett entworfen, basierend auf einem Achteck im Zentrum. Inmitten dieses Achteckes steht auf einer Säule die Statue des Heiligen St. Patrick. Von Westport aus ging es über den Doo Lough Pass zu unserem nächsten Fotostopp den Aasleagh Falls, am River Errift. Nach einem weiteren Stopp am Killary Harbour fuhren wir zur Kylemore Abbey. Das Schloss wurde in der 2.Hälfte des 19. Jahrhunderts vom wohlhabenden Prominentenarzt Henry als Landsitz für seine Frau erbaut. Heute befindet sich das Anwesen im Besitz von Benediktinerinnen. Zur herrlichen Parkanlage mit dem ehemaligen Schloss, dem See und der Kirche gehören auch die nahen Gartenanlagen und Gewächshäuser.
Nach dem Besuch der Kylemore Abbey ging es über Maam Cross in die größte Stadt Connemaras, nach Galway. Für viele ist Galway der Inbegriff der irischen Musikszene, was sich durch die vielen Straßenfeste und Veranstaltungen bestätigen lässt. Galway ist aber auch bekannt für sein reges Stadtleben, für den Gerechtigkeitssinn eines Mannes Namens Lynch und für den Claddagh-Ring, einem Schmuckstück mit vielsagender Bedeutung. Von Galway aus fuhren wir zu unserem Hotel Lady Gregory in Gort.  Nach dem Abendessen versammelten wir uns im Lese-Saloon und erfuhren, wie Irish Coffee zubereitet wird. Anschließend war jeder selbst an der Reihe, sein Glas mit den passenden Zutaten in der richtigen Reihenfolge zu füllen. Der Irish Coffee war zu dieser Stunde eher ein Schlaftrunk als ein Muntermacher. Geschmeckt hat er allen prima und schlafen konnten wir vorzüglich!

6.Tag: Dienstag, der 21.08.2012     Burren – Cliffs of Moher – Killarney


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Wir begannen unseren Tag mit einer Fahrt ins Burren-Gebiet, einer Karstlandschaft, deren Oberfläche durch das abtriftende Gletschereis der letzten Eiszeit geschliffen wurde.  Unser erster Fotostopp war am Poulnabrone Dolmen. Man schätzt, dass in diesem Megalithgrab vor 5.000 Jahren ungefähr 33 Menschen beigesetzt wurden. Es regnete etwas und beim Spaziergang zum Dolmen war auf dem glatten Gestein Vorsicht geboten. Anschließend konnten wir dann doch noch ein wenig das Burren-Gebiet erkunden, da sich das Wetter gebessert hatte. Von Ballyvaghan, unserem Pausenstopp aus, fuhren wir weiter in Richtung Lisdoonvarna, um uns mit Joe, dem Torfstecher, zu treffen. Joe besitzt eine Farm und außerdem ein Stück Land, auf dem Torf wächst. Diesen sticht er als Heizmaterial für seine Familie. Bei der Vorführung des Torfstechens strahlte die Sonne und wir konnten in der Ferne sogar schon die Cliffs of Moher sehen. Auf dem Rückweg zum Bus setzte urplötzlich Regen ein. Das kurzzeitig regnerische Wetter war aber schnell vergessen, als wir im Bus gemeinsam mit Joe ein irische Ballade sangen. Anschließend fuhren wir zu den Cliffs of Moher. Es ist einfach atemberaubend an diesen Klippen zu stehen und das Peitschen der Brandung zu hören. Im Jahre 2007 eröffneten Besucherzentrum konnten wir uns über die gesamte Region informieren und uns zur Mittagspause stärken. Wir hatten fantastisches Wetter! Am Nachmittag fuhren wir nach Killimer und von dort mit der Fähre über den Shannon-Fluss nach Tarbert. Manchmal sieht man bei der Fährüberfahrt Delfine, wir hatten leider kein Glück. Über Tralee ging es zu unserem Hotel Oaks in Killarney.

7.Tag: Mittwoch, 22.08.12     Panoramafahrt auf dem Ring of Kerry


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Wir begannen unsere Tagesfahrt auf dem Ring of Kerry mit einem Besuch bei King Puck in Killorglin. Jedes Jahr wird Anfang August ein Ziegenbock für drei Tage zum König von Irland gekrönt. Anschließend hielten wir an der alten Eisenbahnbrücke der Western Railway mit einem bezaubernden Blick auf die Landschaft um Glenbeigh. Der nächste Fotostopp war an der Dingle Bay. Der Himmel war etwas bedeckt und die Fernsicht beeinträchtigt. Dafür entschädigte uns die Gruppe Shambala mit Harfen- und Gitarrrenspiel. Ein schöner Spaziergang war der Weg zum Cahergall Ringfort. Keiner unserer Gäste hatte geahnt, wie massiv diese Steinforts gebaut wurden. Zur Mittagspause waren wir in Waterville, einem Städtchen an der Ballinskelligs Bay. Die beiden Skellig-Inseln sahen wir dann auch beim folgenden Fotostopp. Über den Coomakesta Pass  fuhren wir anschließend auf der Panoramastraße des südlichen Rings of Kerry nach Sneem, einer hübschen irischen Kleinstadt. Dazu zeigten sich wunderschöne Regenbögen am Himmel. Glücklicherweise regnete es bei unserer Ankunft bei Kissane's Sheep Farm schon nicht mehr und so konnten wir dem Schäfer John und seinen Hirtenhunden beim Zusammentreiben der Schafe zusehen. In der Scheune erlebten wir dann direkt vor unseren Augen die Schafschur in einem unglaublich schnellen Tempo. Wer wollte, konnte auch gleich ein Schaf adoptieren. Auf unserer Weiterfahrt hielten wir am Aussichtspunkt Ladies View, von wo aus wir einen fantastischen Blick auf den Upper Lake und die umliegenden Berge hatten. Den krönenden Abschluss unserer Rundfahrt bildete der Spaziergang durch das Gelände von Muckross House. Das herrschaftliche Gebäude liegt in einer traumhaften Landschaft, umgeben von einer englischen Parkanlage am Muckross Lake.

8.Tag: Donnerstag, 23.08.12     Falkultativer Ausflug Garinish Island


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Nach dem Frühstück begann unser fakultativer Ausflug nach Garinish Island, an dem der größte Teil unserer Gruppe teilnahm. Den ersten Besichtigungsstopp legten wir bei Molly Callivan's Cottage ein. Molly war bekannt für das Brennen ihres XXXX- Whyskey. Anschließend ging es in den Hafen von Glengarriff zum Fährboot Harbour Queen. Auf unserer Fahrt zu der Insel Garinish Island fuhr der Kapitän langsam an den Felsbänken vorbei, damit wir die Seehunde gut sehen und fotografieren konnten. Nach unserer Ankunft auf Garinish Island fing es wieder an zu regnen und alle waren ein wenig traurig, die schöne Gartenanlage nun bei Regen besichtigen zu müssen. Wir spazierten durch ein tropisches Pflanzenparadies mit römischer Villa, griechischem Tempel und einem kleinen Abschnitt, welcher Dschungel genannt wird. Glücklicherweise liegt Garinish Island in Irland und so dauerte es nicht lange, bis der Regen nachließ und sich später sogar wieder die Sonne zeigte. In Glengarriff legten wir unsere Mittagspause ein und nutzten die Zeit für einen individuellen Bummel durch die Stadt. Über den Ring of Beara gelangten wir zum Healy Pass (330 m). Hier hielten wir gleich zweimal für Fotostopps. Die Aussicht über die spektakuläre Landschaft war einfach zu schön! Vom Pass aus fuhren wir wieder hinunter zum Ring of Beara und weiter über Kenmare zur Muckross traditional farm. Auf dem Gelände gibt es mehrere Bauernhäuser verschiedenster Größe zu sehen, vollgestopft mit nostalgischem Arbeitsgerät. Für diejenigen, denen der Spaziergang zu den einzelnen Gehöften zu anstrengend war, stand ein Bus-shuttle bereit.

9.Tag: Freitag, 24.08.12     Rock of Cashel – Kilkenny – Dublin


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Am Morgen hieß es Abschied nehmen von unserem Hotel und von Killarney. Die erste Station an diesem Tag war der Rock of Cashel. Zuerst sahen wir eine deutsche Filmvorführung über die Geschichte des Rock, dessen Bedeutung bis in die Zeit der einstigen Hochkönige von Munster zurückreicht. Anschließend war Freizeit für die Besichtigung der Kathedralen-Ruine und der romanischen Kapelle von König  Cormac. Von Cashel aus fuhren wir nach Kilkenny. In Kilkenny wird heutzutage das Smithwicks-Bier gebraut und die Stadt gilt mit ihrem Schloss, der Kathedrale und dem Rundturm als eine der hübschesten Städte Irlands. Bevor sich mit der Rückfahrt nach Dublin der Kreis unserer Rundreise schloss, studierten alle im Bus die Hymne Dublins, das Lied über Molly Malone. Bei der Ankunft in Dublin sangen wir das Lied dann gemeinsam. Die Anfahrt zum Hotel war katastrophal, da aufgrund des Tall-Ship-Festivals Straßen gesperrt waren. Wir schlichen uns mit dem Bus durch winzige Gassen an den Hinterhof unseres Hotels Jury Inn an. Nach dem Abendessen trafen wir uns dann an der Rezeption, um zum Temple Bar-Bezirk zu laufen und die Temple Bar zu besuchen. So fand unser Aufenthalt in Irland einen tollen Abschluss.

10.Tag: Samstag, 25.08.12     Rückflug bzw. Fähre nach Wales


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Der heutige Tag begann sehr früh, da unsere Fähre bereits um 08.05 Uhr ablegen sollte. Unsere Fluggäste konnten etwas länger schlafen. Die Überfahrt mit der Fähre verlief ruhig und in Wales hielten wir im Städtchen Llanfair. Ausgeschrieben besteht der Ortsname aus 58 Buchstaben. Über Conwy fuhren wir nach England in die Stadt Chester. Vom dortigen Aufenthalt waren alle begeistert! Aufgrund der vielen mittelalterlichen Fachwerkhäuser erhält man einen guten Einblick, wie es einmal in Good Old England aussah. Das letzte Stück unserer Fahrt führte uns durch den Ballungsraum Greater Manchester und vorbei an Leeds zu unserem Fährhafen Kingston up Hull. Nach dem die letzten Fahrzeuge auf unserem Fährschiff verladen waren, legte das Schiff um 20.20 Uhr in Richtung Rotterdam ab.

11.Tag: Sonntag, 26.08.12     Heimreise


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Am Sonntag wurden wir erst um 07.00 Uhr durch die Ansage in unseren Kabinen geweckt. Nach dem Frühstück, dem Anlegen und dem Check-Out  mit Passkontrolle fuhren wir durch die Niederlande bis zum ersten größeren deutschen Rasthof in Hünxe. Über Dortmund und Siegen kamen wir gegen 15.30 Uhr an unserem ersten Ausstieg am RH Reinhardhain an. Die weitere Fahrt mit Ausstiegen an der A4 bis zum Flughafen Dresden verlief ohne Zeitverlust. Glücklich und zufrieden stiegen wir in unsere Transferfahrzeuge und traten die Fahrt in die unsere Wohnorte an.
Ich bedanke mich bei allen Reiseteilnehmern für das Gelingen der Reise und für tolle Gruppenharmonie!Dirk Schlosser

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