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Ischia – Paradies im Mittelmeer 28.09. 2013 bis 05.10 2013

Reisebericht: 28.09. – 05.10.2013

Nur eine Stunde vom Festland entfernt, liegt die Insel Ischia, Hauptinsel der Phlegräischen Inseln. Mit einer Fläche von 46 qkm ist sie ist die Größte Insel im Golf von Neapel - in der italienischen Region Kampanien - die Römer der Antike nannten sie „Campania felix“ - „glückliche Landschaft“.

Ein Reisebericht von
Gabriele Schwarze


Reisebericht

Zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ziel für Touristen - die Ruhe, Entspannung und Sonne suchen. Ischia ist grün, wird bedeckt von Pinien- und Kastanienwäldern, der Oleander blüht üppig. Überall strömen heiße Quellen, die Strände sind sandig und die Gastfreundschaft der Inselbewohner ist herzlich.
Überragt wir die Insel vom Monte Epomeo, mit einer Höhe von zirka 787 Metern. Überall finden sich Spuren, die die Geschichte der Insel widerspiegeln. Angefangen hat alles in Lacco Ameno. Es ist der älteste Ort der Insel, gegründet als griechische Kolonie im westlichen Mittelmeer,  wichtiger Handels- und Umschlagplatz. Heute ist Lacco Ameno ein Ausflugsort auf der Insel. Markantes Erkennungsbild der Stadt ist  „Il Fungo" - ein steinerner Pilz. Ein grüner Tuffsteinblock vom Monte Epomeo - verbunden mit der Legende einer unglücklichen Liebe.
Die Römer waren die Ersten, die die Annehmlichkeiten der Insel zu schätzen wussten, doch mehrere Erdbeben und Vulkanausbrüche hemmten die Entwicklung der Insel und ihrer Bewohner.
Im 16. Jahrhundert wurden in einem Buch die Thermalquellen der Insel als „ Goldminen „ erwähnt. 29 Thermalbecken - 103 Quellen - 69 Dampfbäder waren schon damals über die Insel verteilt. Erst seit dem 17. Jahrhundert erlebte die Insel einen Aufschwung. In Casamicciola entstanden die ersten Pensionen - die Stadt trägt den Namen Terme mit Stolz, begann doch hier der Badetourismus. Casamicciola Terme zählt auch heute noch zu den wichtigsten Kurorten von ganz Italien. Berühmte Persönlichkeiten kurten hier - zum Beispiel Giuseppe Garibaldi.  Hendrik Ibsen soll während seines Aufenthaltes an seinen Theaterstück „Nora oder ein Puppenheim" gearbeitet haben.
Den größten Aufschwung, bedingt durch den aufkommenden Thermal - Tourismus, erlebte die Insel Mitte des 20. Jahrhunderts. Aus den kleinen Fischerdörfern wurden kleine Städte. Heute besteht  Ischia aus 6 Gemeinden; Lacco Ameno, Casamicciola Terme, Forio, Serrara Fontana, Barano d'Ischia und Ischia mit den beiden Stadtteilen Porto und Ponte. Lebensgrundlage und Haupteinnahmequelle der Inselbewohner sind neben dem Tourismus, die Fischerei und der traditionelle Weinanbau.
Einen ersten Eindruck erhält man bei einer Schifffahrt rund um die Insel. Das Küstengebiet zeichnet sich aus durch steil aufragende imposante Felswände, gerade im Bereich der Südküste. Sie zeigen, in verschiedenen Farbabstufungen, wie die Natur, durch Vulkanausbrüche, die Insel geformt und das Landschaftsbild beschaffen hat. Rund um die Insel gibt es zahlreiche Sandstrände, Pinienwälder, verträumte Buchten und kleine Städte mit ihrer historischen Geschichte.
St. Angelo ein romantisches Fischerdorf mit seinen kleinen Häusern in Pastellfarben und dem kleinen Hafen. Verbunden durch einen Damm die Insel La Roia, auf ihr der Überrest eines Wachturms - Torre - mit dem Aussichtspunkt Sant'Angelo. Gleich neben Sant'Angelo der wohl berühmteste aller Strände von Ischia - der Maronti Strand.
Die Hauptstadt heißt wie die Insel Ischia. Zwischen dem Hafenviertel Porto und dem historischen Kern von Ponte und Ischia Porto liegt der Pinienhain, angelegt im 19. Jahrhundert  - heute ein immergrünes Erholungsgebiet. Der Hafen von Ischia ist, Anlaufpunkt der Fährschiffe aus Neapel und Puzzuoli, ein ehemaliger Kratersee, den Ferdinand II von Bourbon 1854 frei sprengen ließ. Die ehemalige königliche Villa der Bourbonen ist das heutige Militärthermalbad. Der Stadt Ischia vorgelagert liegt auf einer kleinen Felseninsel, das Castello Aragonese, eine ehemalige Festung. Zahlreiche Persönlichkeiten sollen sich hier aufgehalten haben. So auch die italienische Dichterin Vittoria Collona, die eine enge Freundschaft mit Michelangelo Buonarotti verband.
Forio, eine der sechs Gemeinden von Ischia ist bekannt wegen ihrer schönen Altstadt, hier findet man noch Spuren der früheren Eroberer. Die Wahrzeichen der Stadt, die Wehrtürme „Torrioni" wurden gebaut  mit den kleinen Gassen, den alten Wehrtürmen. Sie wurden in der Zeit der Saranzenen gebaut, um die Stadt vor den Piraten zu schützen. Das andere Wahrzeichen der Stadt, die Wallfahrtskirche Santa Maria del Soccorso, aus dem 16. Jahrhundert. In ihrem Innern erinnern kleine Modellsegelschiffe an die in Seenot geretteten Seemänner. Von ihrem Standort aus, der Piazzale Soccorso eröffnet sich dem Besucher ein Panoramablick auf das  Küstengebiet und das Tyrrenische Meer.
Ischia ist grün, dank auch der unzähligen Thermal- und Parkanlagen. Eine Besichtigung des Botanischen Gartens „La Mortella Gardens" sollte auf jedem  Ausflugsprogramm stehen. Er ist eine Attraktion nicht nur für Naturliebhaber, angelegt vom Komponisten Sir William Walton und dessen Frau. Über 300 Tropische Pflanzen darunter  Kamelien, Strelitzien, Roseneibsich, Bananenstauden und Citrusbäume gedeihen hier, dank des Mikroklimas der Insel Ischia. Schirmherr der Anlage ist der Prinz of Wales.
Vom Hafen der Stadt Casamicciola aus erreicht man die Nachbarinsel Capri. Ein Touristenmagnet seit je her - vielbesungene Trauminsel. Autofrei - mit Kleinbussen erreicht man die Orte Anacapri und Capri. Höchster Punkt der Insel ist der 589 m Hohe Monte Solaro, den man mit einer Seilbahn von Anacapri aus erreichen kann. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört die Villa San Michele - Haus des schwedischen Arztes Axel Munthe. In der Ortschaft Capri zählt die Piazzetta zu den meistbesuchten Plätzen. Hier trifft man sich. 
Spaziert man weiter durch den Ort erreicht man die Via Krupp, ein historischer Serpentinenpfad, sie wurde von deutschen industriellen Friedrich Alfred Krupp angelegt und ist die Verbindung von der Mittelmeerküste zu den Augustusgärten. Giardini di Augusto - die ehemaligen Gärten von Kaiser Augustus. Benannt nach dem römischen Kaiser, der auf der Insel Capri seinen Sommersitz hatte. Zu Capri gehören der Limoncelo, ein Zitronenlikör - hergestellt aus den ätherischen Ölen der Schale der Zitronen und nicht zu vergessen das Carthusia Profumi di Capri.
Ebenfalls von Casamicciola aus erreicht man das Festland. Neapel, die Hauptstadt der Region von Kampanien, am Fuß des Vesuvs, ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört die Ausgrabungsstätte in Pompeji. Die antike Stadt wurde 63 n. Christus durch ein Erdbeben und im Jahr 79 n. Ch., ebenso wie Herculaneum - Stabiae und Oplontis, durch den Vulkanausbruch untergegangen. Pompeji, durch Zufall wieder entdeckt bei Grabungen im 16. Jahrhundert. Aber erst im 19. Jahrhundert werden umfangreiche und gezielte Ausgrabungen unternommen. Durch mangelnde Pflege und Erhaltungsmaßnahmen, den 2. Weltkrieg, sowie durch Erdbeben 1944 und 1980 gerät die antike Stadt immer wieder in Gefahr. Erst 1998 wird Pompeji durch die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, gemeinsam mit Herculaneum und Torre Annunziata. Heutzutage besuchen unzählige Touristen die Ausgrabungsstätte, sie spazieren über antike Straßen, gepflastert mit Basaltsteinen. Noch heute kann man die tiefen Spuren der Wagenräder deutlich erkennen und die „Antiken Zebrastreifen" ermöglichten den bequemen Übergang von einer Straßenseite zur anderen. Wichtige Besichtigungspunkte sind unter anderem das Forum, einst politisches und kulturelles Zentrum der Stadt, ein Platz mit einer Länge von 142 m und einer Breite von 38 Metern, oder auch die Terme Stabiane. Eine öffentliche Badeanlage mit dem Umkleideraum ((Apodyterium), dem Kaltbad (Frigidarium), dem Aufwärmraum ((Tepidarium) und dem Warnbad (Caldarium). In der antiken Stadt Pompeji spielte die Erotik einen wichtige Rolle, Motive dazu findet man in der ganzen Stadt - in öffentlichen Gebäuden, an Hauswänden und auf den Straßen. In der Vicolo Lupanara befindet sich eines der offiziellen „Häuser". Wegweisend sind die sogenannten Phallusdarstellungen, in Stein gemeiselt. 
Überragt wird das alte und neue Pompeji, der Golf und die Stadt Neapel vom Vesuv. Der aktive Vulkan ist selbstverständlich auch ein Besuchermagnet. Der letzte größere Vulkanausbruch 1944 gab dem Vesuvio sein heutiges Aussehen und die Höhe von zirka 1277 Metern. Die unteren Gebiete des Vulkans sind aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens dicht besiedelt. Hier wird vor allem Obst, Gemüse und Wein angebaut. Einmal bis zum Kraterrand empor gestiegen eröffnet sich dem Besucher ein imposantes Panorama auf den Golf von Neapel und auf die eindrucksvolle Landschaft - gebildet durch erkaltete Lavaströme.
Alles in allem kann man sagen; die Italienische Region Kampanien ist eine  „glückliche Landschaft" - wie sie schon die Römer in der Antike nannten. Sie fasziniert den Besucher mit atemberaubenden Landschaften, mit historisch wertvoller Geschichte, kulinarischen Köstlichkeiten und vor allem gastfreundlichen Bewohnern.  
Ich wünsche allen Reisegästen eine gute Zeit und freue mich auf ein Wiedersehen.
Ihre Gabi Schwarze


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