Lago Maggiore und Comer See – Bergseen der Südalpen
Reisebericht: 15.09. – 20.09.2012
Ein Spätsommerlicher Ausflug in den Süden, an den Lago Maggiore und den Comer See, der uns wunderbar sonnige Tage bescherte.
Ein Reisebericht von
Martina Wutzler
1. Tag:
Voller Vorfreude starten wir unsere Reise in den Süden. Durch Deutschland bis zum Bodensee, dann entlang des Rheins und in das Hinterrheintal zum San Bernardino-Pass. Wir passieren den 6,6 km langen Tunnel in ca. 1600 m Höhe, und danach geht es immerzu talwärts auf etwa 200 m Seehöhe bei Bellinzona. Vorbei an Bellinzona, der Stadt mit den drei prächtigen Befestigungsanlagen und Lugano am gleichnamigen See fahren wir weiter landeinwärts zum Lago Maggiore. Es wird schon dunkel, bis wir unser Hotel „Europa" in Ispra, direkt am See gelegen, erreichen. Ein spätes Abendessen und erst mal Entspannen, beim Blick auf den See. Ein malerisches Feuerwerk begrüßt uns vom gegenüberliegenden Seeufer.
2. Tag:
Nach der langen Anreise gibt es am 2. Tag einen busfreien Tag, wir steigen um aufs „Boot" und genießen einen herrlichen Sonntag auf dem Lago Maggiore. Wir starten von der Bootsanlegestelle unmittelbar am Hotel, wegen niedrigem Wasserstand müssen wir ein wenig weiter laufen. Dann fahren wir zu den berühmten Borromäischen Inseln, zuerst zur Isola Bella, der „Schönen". Wir besichtigen den prachtvollen Palast mir örtlicher Führung, und genießen anschließend jeder individuell, die herrliche barocke Gartenanlage. Bei schönstem Sommerwetter! Danach fahren wir zur nahen Isola Pescatori, der „Fischerinsel". Malerische Gassen und Plätze erwarten uns, mit einladenden Ristorante. Zum Abschluß verbringen wir den Tag in Stresa, dem mondänen Küstenort mit quirliger Altstadt und üppig grüner Seepromenade. Dann fahren wir mit dem Boot zurück übern See zu unserem Hotel in Ispra.
3. Tag:
Am 3. Tag unserer Reise fahren wir mit der Centovallibahn, von Domodossola in den italienischen Alpen bis nach Locarno in der Schweiz. Dabei sind etwa 1100 m Höhenunterschied zu überwinden, das macht die Fahrt so abwechslungsreich und spannend. Der Panoramazug führt uns über 83 Brücken und durch 31 Tunnel, und durch eine wunderbare Landschaft. Schwierig ist nur das Fotografieren, man muss ziemlich schnell sein, oder halt in Ruhe nur im Jetzt mit den Augen genießen. In Locarno angekommen orientieren wir uns ein wenig gemeinsam, und dann bestimmt jeder seinen eigenen Weg. Denn es ist Mittagszeit und ziemlich heiß, da bietet sich vor allem ein Spaziergang an der schattigen Uferpromenade an: genießen und lustwandeln. Die Rückfahrt mit dem Bus führt uns entlang der Westseite des Lago Maggiore zurück nach Ispra.
4. Tag:
Der 4. Tag ist ganz der zweitgrößten Stadt Italiens gewidmet. Wir fahren in die Messe- und Modestadt Mailand. Daneben ist Mailand aber auch das größte Wirtschaftszentrum des Landes, günstig gelegen in der großen Ebene des Po. Nach ca. 1,5 Stunden Anfahrt sind wir am Schloss dem Castello Sforza, wo unsere örtliche Reiseleitung zusteigt. Zuerst fahren wir zum berühmten Monumentalfriedhof, den sie gut erklären kann. Selbst wenn wir die erforderlichen 15.000 Euro für eine Grablege aufbringen könnten, wir haben keine Chance! Außer, wir stammten aus einer Mailänder Familie, bis in den 6. Grad der Verwandschaft! Danach fahren wir mit dem Bus weiter ins Zentrum, um dann einen Rundgang zu Fuß anzuschließen. Wir besuchen natürlich den majestätischen Dom, und erfahren im Innern sehr viel zu seiner Geschichte. Anschließend geht es nochmal über den Domplatz Richtung Einkaufspassage Vittorio Emanuele II und weiter bis zur Mailänder Scala. Danach kann wieder jeder für sich entscheiden, ob Kunst und Kultur, oder eher Pizza und ital. Eis!
5. Tag:
Am 5. Tag wollen wir zum Comer See. Anfangs sieht das Wetter heute etwas unschlüssig aus, doch wir haben Glück: die Sonne setzt sich auch an diesem Tag durch! In Begleitung unserer örtlichen Reiseleitung Isabella fahren wir entlang des Lago Como bis zur Villa Carlotta in Tremezzo. Hier erwartet uns eine klassizistische Villa in exzellenter Lage am See, mit wunderbar gepflegtem Terrassengarten. Ein grüner Traum dieses Areal, mit wunderschönem Blick auf den Comersee. Anschließend fahren wir mit dem Linienschiff von Tremezzo bis nach Como. Dort gehen wir an Land und besuchen die herrliche Altstadt. Allen voran ist es der Dom, der die Innenstadt bestimmt, aber auch der Markt und die vielen engen Gassen zeigen das muntere Leben in dieser Stadt. Ein schöner und passender Abschluss unserer Italienreise. Kleine Souvenirs sind schnell gefunden.
6. Tag:
Leider war die Zeit natürlich wieder viel zu schnell vorbei. Gern wären wir noch etwas geblieben, am schönen Lago Maggiore! Arrivederci!
Unsere Heimfahrt am letzten Tag verlief analog der Anreise zurück in unsere Ausgangsorte.
Ich hoffe, Ihnen hat die Reise ebenso gut gefallen wie mir. Ich bedanke mich sehr bei Ihnen, und wünsche Ihnen persönlich alles Gute, v. a. Gesundheit, und verlieren Sie nicht die Lust am Reisen, dann sehen wir uns bestimmt mal wieder!
Herzlich Ihre Reiseleitung Martina Wutzler