Saisonabschluss Lago Maggiore vom 19.10.–23.10.2015
Reisebericht: 19.10. – 23.10.2015
Mitte Oktober erleben wir bei viel Sonnenschein und 17 Grad angenehme Tage am Lago Maggiore und erfahren viel Neues.
Ein Reisebericht von
Gisela Gerlach
1.Tag (Montag) => Anreise nach Stresa, 910 km
Für einige Gäste beginnt unsere Reise sehr zeitig. Pünktlich 05.00 Uhr starten wir in Dresden. Der Busfahrer, hier noch Frank Kaufmann vom Unternehmen Sonnenschein, hat die Koffer eingeladen und schon geht es weiter zum nächsten Zustiegsort. In Chemnitz nehmen wir noch Gäste auf. Danach zwingt uns ein Stau die Autobahn zu verlassen und somit sehen wir die schöne Gegend im Vogtland. Mit etwas Verspätung kommen wir in Münchberg an, wo noch einige Gäste und unser Busfahrer, Alf Langert warten. Nun ist die Gruppe komplett mit 29 Personen.
An Nürnberg und Ulm vorbei haben wir bald Österreich erreicht. Der Pfänder, Hausberg von Bregenz grüßt uns schon von Weitem. Wir durchqueren den Pfändertunnel mit seinen 6718 m und sind nach wenigen Minuten auch schon in der Schweiz. Wir nutzen der Grenzübergang A /CH- Hohenems / Diepoldsau, um in die Schweiz zu kommen.
Weiter geht es durch Graubünden an Chur vorbei zum Pass San Bernardino. Auf dem Weg zum Pass haben wir eine herrliche Sicht auf die Berge und erreichen bei guten Straßenverhältnissen den San Bernardino Tunnel, der 6,6 km lang ist. Damit gelangen wir nicht nur in den „Süden", sondern haben mit durchqueren des Bergmassivs auch die Sprachgrenze Deutsch/Italienisch und auch eine Wetterscheide und Wasserscheide, hinter uns gelassen. Wir fahren (noch in Graubünden) die beeindruckende Passstraße in den Kanton Tessin (Ticino). Dabei haben wir einen Blick auf Bellinzona mit seinen drei Trutzburgen und der gewaltigen Murata (UNESCO-Weltkulturerbe). Dieser Anblick lässt erkennen, welch strategische Bedeutung die jetzige Hauptstadt des Tessin hatte. Weiter fahren wir an Locarno und Ascona am Lago Maggiore vorbei um dann gegen 19.00 Uhr in Stresa auf der italienischen Seite des Largo Maggiores anzukommen. Im Hotel "Flora" werden wir herzlich begrüßt und probieren auch gleich die gute Küche des Hauses.
2. Tag (Montag) => Ortasee–Isola S. Giulio, Wein und Grappaprobe, 112 km
Die Wettervorhersage für heute, wie auch für die nächsten Tage, sieht viel Sonne vor. Zu dieser Jahreszeit müssen wir natürlich auch mit etwas Nebel am frühen Morgen rechnen.
Vor dem Hotel wartet schon Barbara, unsere örtliche Reiseleiterin für den heutigen Tag. Wir fahren mit dem Bus entlang des Largo Maggiore und weiter zum Lago di Orta, dem westlichsten der oberitalienischen Seen. In Orta S.Giulio angekommen spazieren wir in die Altstadt. Dabei haben wir schon einen tollen Blick auf die Isola S. Giulio, die wir später besuchen werden. Zuvor erklärt uns Barbara die Bauten auf dem Piazza Mario Motta. Der Palazzo della Comunità von 1582 ist einer der prachtvollen Bauten.
Nach dem Bummel durch die Altstadt fahren wir mit einem Privatboot auf die Insel auf der der heilige Julius im 4. Jahrhundert eine Kirche gründete. Heute wird die Insel von der mächtigen Abtei Mater Ecclesiae (ein ehemaliges Priesterseminar) und von der Basilica di San Giulio, die der Bischof von Novara im 9. Jahrhundert bauen ließ, bestimmt. Beeindruckend ist die Basilica im Inneren. Nach der Besichtigung gehen wir den Medidationsweg entlang und beenden unseren Inselbesuch. Unsere Mittagspause planen wir in Orta und haben ausreichend Zeit den Ort individuell zu erkunden. Weiter geht es mit dem Bus zum gemütlichen Teil des Tages. Wir
fahren nach Ghemme im Weingebiet Sizzano. In der
Destilliere Fratelli Francoli
erhalten wir nicht nur Information zum Wein und dem Grappa, sondern haben zu dieser Verkostung auch noch Schinken, Wurst und Käse der Region dabei. Viele von uns haben danach den trockenen Rotwein "Ghemme" der nach dem Ort benannt wurde, im Gepäck. Eine ansprechende und schmackhafte Führung erleben wir in der Destilliere.
Ein schönes Programm, für den heutigen Tag, geht damit zu Ende. Eine Überraschung erleben wir dann auf unserer Rückfahrt noch. Wir fahren nach Arona.Hier lassen wir uns eine Sehenswürdigkeit nicht entgehen. Die Kolossalstatur des heiligen Karl Borromäus (Mailänder Erzbischof). Die Statur soll die größte begehbare Statur Europas sein. Das Denkmal ist einzigartig und der Ausblick auf den See herrlich. Weiter führt uns unsere Fahrt entlang der SP 33 nach Stresa. Dabei haben wir immer wieder schöne Blicke auf die Borromäischen Inseln. Im Hotel angekommen treffen wir uns noch vor dem Abendessen zu einem Willkommensdrink und lassen den schönen Tag noch einmal Revue passieren.
3. Tag (Mittwoch) => Freizeit oder Ausflug Kloster Santa Caterina des Sasso, Isola Pescatori und Stresa, ohne Bus
Heute benötigen wir keinen Bus. Wir sind mit einem Privatschiff unterwegs und das bei bestem Wetter. Wir spazieren vom Hotel zur Schiffsanlegestelle Carciano am Piazza Lido. Es sind höchstens 10 Minuten die wir laufen, um an der Schiffsanlegestelle anzukommen. Uns gegenüber liegt die Isola Bella zum Greifen nah. Heute früh liegt die Insel aber noch im Schatten. Zur gleichen Zeit wie wir, kommt auch unser Privatschiff an der Anlegestelle an. Galant balanciert uns unser Schiffer ins Boot. Wir haben eine tolle Fahrt zum Eremitenkloster Santa Caterina del Sasso. Schon von Weitem haben wir einen beeindruckenden Blick auf das Kloster. Nachdem wir angekommen sind, geht es 80 Stufen nach oben und einige mehr, die nicht notwendig waren. Am Eingang wartete bereits eine Mitbewohnerin des Klosters, die uns mit beeindruckenden Informationen zum Kloster aber auch zur Zufriedenheit der Mitbewohner, insgesamt 6, zum Ausdruck brachte.
Wir hörten sehr interessiert den Ausführungen und erfuhren, dass
"Laut der Überlieferung ... das Eremitenkloster im Jahre 1170 von dem reichen lokal ortsansässigen Kaufmann Alberto Besozzi gegründet wurde. Dieser hatte auf wundersame Weise einen Schiffbruch bei der Überfahrt über den See durch das Eingreifen der Santa Caterina di Alessandria überlebt. Daraufhin hatte er beschlossen, sich an diesem Teil der Küste als Eremit zurückzuziehen und errichtete hier die erste Kapelle. Jahre später griff Santa Caterina erneut ein, um die Pest, die das Gebiert verwüstete hatte, zu besiegen. Im Laufe des 17. Jahrhunderts kam sie wieder zur Hilfe, indem sie eine Lawine von Felsbrocken, die auf die Kapelle mit dem Grab des Gründers zu stürzen drohte, verhinderte."Sehr beeindruckt schipperten wir mit dem Boot zur
Isola Pescatori(Fischerinsel).
Sie ist die einzige Insel der Borromäischen Inseln, die das ganze Jahr bewohnt ist. Wir kehren in das im Restorante „La Pescatori einen und lassen uns den Salat, die Pennette
„Kurze Pasta" mit Tomaten-Oliven-Sauce und einem guten Wein schmecken.
Nach dem Essen gönnen sich einige von uns etwas Ruhe und genießen das Wellenplätschern des Sees und die Schiffe, die von Insel zu Insel oder auch Stresa unterwegs sind. Gegen 13.30 Uhr sind auch wir dabei, die nach Stresa unterwegs sind.
In der Perle des Lago Maggiore angekommen, bummeln wir durch die Altstadt und spazieren entlang der Uferpromenade zurück zum Hotel.
Ein gelungener Tag.
4. Tag (Donnerstag) => Freizeit oder Ausflug ins Piemont, 206 km
Morgen fahren wir schon wieder nach Hause. Einige von uns genießen heute die Umgebung von Stresa, fahren zur Insola Bella oder auch nach Verbenia. Der Großteil der Gruppe beschäftigt sich heute mit dem Reisanbau in Italien. Dazu fahren wir ins Piemont zum Reisproduzenten Tenuta Castello bei Vercelli. Paola erwartet uns schon und wir fahren in die Reisfelder.
Seit 1883 besteht der landwirtschaftliche Betrieb Tenuta Castello und erstreckt sich auf 320 Hektar. 250 davon werden für den Reisanbau eingesetzt. Sehr beeindruckend ist die Technik, die eingesetzte wird, um die Wasserversorgung zu sichern. Nachdem wir uns noch die Reismühle angesehen haben, lassen wir uns den Reis im Restaurant Oryza schmecken. Auf unserer Rückfahrt nutzen wir die Gelegenheit durch Vercelli, dem Zentrum der Reisvermarktung zu fahren. Dabei haben wir einen Blick auf die 4 Türme der S. Andrea, Teil einer Abtei und eines der ersten gotischen Bauwerke Italiens. Bei italienischer Musik fahren zurück nach Stresa.
5. Tag (Freitag)=> Heimreise , 910 km
Auch eine Saisonabschlussreise geht zu Ende. 08.00 Uhr starten wir unsere Rückreise. Wir genießen die letzten Blicke auf den Lago Maggiore mit dem singenden Vagabunden. Unterwegs verbringen wir unsere Zeit mit einem Quiz und können noch einige Preise gewinnen. Endgültig verabschieden wir uns von Italien während der letzten gemeinsamen Pause.
Mit einem Glas Rot trinken wir auf die schöne Reise.
In Münchberg haben wir wieder einen Fahrerwechsel und gegen 22.00 Uhr kommen wir in Dresden an.Für unseren Fahrer Alf und mir, Ihrer Reiseleiterin, bleibt am Ende einer Reise nur der Wunsch, dass die Reise für Sie ein Erlebnis war, sich ihre Erwartung erfüllt hat und Sie gern an die Reise zurückdenken.
Abschießend möchte ich mich bei allen Gästen bedanken, bei dem Personal des Hotels "Flora" für die gute Bewirtung und Zusammenarbeit und nicht zuletzt bei unserem Fahrer Alf für sein sicheres und umsichtiges Fahren.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und viel Lust am Reisen.Ihre
Gisela Gerlach