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Reisebericht: Wandern in Südtirol - Meraner Höhenweg

11.07. – 18.07.2020, 8 Tage Wanderreise Südtirol: Meran - Gilfpromenade - Tappeinerweg - Dorf Tirol - 1.000 Stufen-Schlucht - Schnalstal - Pfossental - Eisjöchl - Lazinser Alm - Pfelders (ca. 66 geführte Wanderkilometer)

Sehr interessant und abwechslungsreich sind die Etappen am Meraner Höhenweg. Es sind anspruchsvolle Touren, die eine oder mehere Schweißperlen auf die Stirn zaubern!

Aktiv durch Südtirol - Meraner Höhenweg 66 km


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Es ist eine sehr anspruchsvolle Tour durch verschiedene Vegetationsstufen bis zur hochalpinen Region der Texel Gruppe. Gämse, Rotwild und natürlich die Murmeltiere sind keine Seltenheit im geschützten Naturpark.

1. Anreise: Mit dem Italien Pendel nach Meran


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Am frühen Morgen reisten wir vorbei an Bayreuth, Nürnberg, München und über die Europabrücke zum Wipptaler Hof, der sich noch in Österreich befindet. Nach einer kleinen Stärkung ging es weiter bis nach Bozen Süd, dort stiegen wir in den Meran Pendel um. Endlich Südtirol, spätestens hier spürten wir den Hauch des Südens:
Unzählige Apfelplantagen, üppige Weinberge und die Bergkulissen an einer Perlenkette aufgereiht. Sie schaffen eine fast schon mediterran anmutende Atmosphäre.
Am Nachmittag erreichten wir die Kurstadt Meran im Etschtal. Im Hotel Anatol wurden wir mit Südtiroler Spezialitäten verwöhnt.

2. Tag: Gilfpromenade und Tappeinerweg


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9 km hoch 110 m 3 Stunden
Wir passierten zuerst die Sommerpromenade bis zum Elisabeth Park. Im Anschluss überquerten wir auf der Postbrücke den Fluss „Passer". In der Winterpromenade bewunderten wir Gemälde von verschiedenen Genres. Ab dem „Steinerner Steg", die zwei-bögige Steinbrücke (1616) beginnt die Gilfpromenade. Ein beeindruckendes Naturschauspiel liegt uns zu Füßen, die wilde Passer schlängelte sich spektakulär durch enge Felsschluchten hindurch. Nach wenigen Minuten erreichten wir den Pulverturm am Tappeinerweg.
Dr. Franz Tappeiner aus Laas im Vinschgau begann 1892 mit dem Bau und der privaten Finanzierung des Weges. Heute zählt dieser Spazierweg zweifelsohne zu den schönsten Höhenpromenaden Europas und besticht durch einen Mix aus alpiner und mediterraner Vegetation seine Besucher. Am Panorama Aussichtspunkt nahmen unsere Augen einen einzigartigen 360 Grad Rundblick über die Dächer von Meran war. Die Mengen der Apfel- und Weinplantagen sind erstaunlich, sie erstrecken sich über den gesamten Talkessel soweit das Auge blicken kann. Nach 6 km hatten wir am Ende des Tappeiner Weges das Café Unterweger erreicht. Mit Köstlichkeiten aus der hauseigenen Konditorei wurden wir verwöhnt.
Am Nachmittag war genügend Freizeit zum Schlendern und Flanieren durch die schönen Gassen der Altstadt von Meran.
Am Abend packten wir unseren Rucksack für 3 Übernachtungen in den Alpenhütten. Das Hauptgepäck blieb im Hotel Anatol.

3. Tag: Hochmuth 1.400 m - Giggelberg 1.565 m


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14 km hoch 870 runter 650 m 7 Stunden
Ganz bequem fuhren wir mit der Seilbahn vom Dorf Tirol zu den Muthöfen. Ein abwechslungsreicher Weg führte zum Hochganghaus, wo wir eine Mittagsrast einlegten. Der entzückende Blick auf den Partschinger Wasserfall ließ alle Wanderherzen höher schlagen. Nach stetigem bergauf- und bergab passierten wir die Tablander Alm und eine halbe Stunde später die Nassereith Hütte. Dort rauschte ein Gebirgsbach von den Spronserer Seen entlang, weit sichtbar bis ins Tal. Nach einem weiteren fantastischen Aussichtspunkt erreichten wir den Gasthof Giggelberg, unsere erste Übernachtung auf 1.565 Höhenmetern.

4. Tag: Giggelberg 1.565 m – Untervernatschhof 1.475 m


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16 km hoch 770 runter 840 m 7 Stunden
Grüne Täler mit ländlichem Charme erblickten wir im Vinschgau im oberen Teil des Etschtals. Der Höhepunkt des Tages liegt in der 1000 Stufen-Schlucht, die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn zauberte. Die Belohnung ist die fantastische Aussicht vom Sonnenberg auf Naturn. Im Linthof kehrten wir ein zur verdienten Mittagspause. Ästhetisch lag unter uns Schloss Juval, die Sommerresidenz von Reinhold Messner. Weiter ging es stetig bergauf- und bergab bis zum Untervernatschhof am Katharinberg. Dieser Ort lag verträumt im Schnalstal.

5.Tag: Untervernatschhof 1.475 m – Eishof 2.069 m


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13 km hoch 800 runter 200 m 5 Stunden
Wir verließen das Schnalstal und erreichten das Pfossental, im Herzen des Naturparks der Texelgruppe. Es ist das wildreichste Gebiet Südtirols. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass man hier auch Gämse, Steinböcke oder Steinadler beobachten kann. In der urigen Jägerrast verbrachten wir unsere Mittagspause. Vom Pfossental aus konnten wir auf mehrere Dreitausender blicken. Der Eishof, dort übernachteten wir, ist einer der höchstgelegenen Dauersiedlungen in den Alpen. Das junge Team vom Eishof verwöhnte uns mit südtiroler Köstlichkeiten.

6. Tag: Eishof 2.069 m - Pfelders 1.680 m


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18 km hoch 900 runter 1.210 m 7 Stunden
Zuerst durchquerten wir einen wunderschönen Lärchenwald. Oft plätscherte es rechts und links entlang des Weges, da mehrere Quellen in der Texel Gruppe entspringen. Am Plateau angekommen, erspähten wir den Gipfel des Similaun. Dieser markiert die Grenze zwischen Österreich und Italien. Flankiert wurde unser Weg von der Gebirgskette mit dem Lodner, der „Hohen Weisse" und der „ Hohen Wilde". Es ist ein anspruchsvoller Weg, deren Verlauf auch über eine alte Militär Trasse führte. Nach unzähligen Kehren erreichten wir das 2.900 m hohe Eisjöchl. Somit war der höchste Punkt der Tour erreicht und der passende Moment für ein Gipfelfoto. Der Blick war frei auf die Stettiner Hütte, die sich apart in eine kleine Mulde schmiegte und durch den Nebel kaum zu erkennen war. Zeit zur wohlverdienten Mittagspause und etwas Ruhe für unsere Füße. Im Anschluss folgte der Abstieg, der alle Kraft von uns erforderte.
1.200 Höhenmeter schlängelte sich der Wanderweg hinab zur Lazinser Alm. Nach einer Rast gelangen wir nach Pfelders, im Pfelderer Tal, einem Seitental des hinteren Passeiertals auf 1.630 Höhenmeter. Dort wurden wir erwartet und ein Shuttle Bus brachte uns zurück nach Meran.

7. Tag: Freizeit


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Am letzten Tag führte uns ein kurzer Spazierweg zum Schloss Trauttmansdorff mit den blühenden Gartenwelten. Auf 12 Hektar wurden in unterschiedlichen Ebenen verschiedene Pflanzen und Bäume angebaut, die sich harmonisch in die Landschaft einfügten. Diverse Wasserläufe und ein See mit Teichrosen schaffen eine harmonische Atmosphäre, die zum Träumen einlädt. Abwechslungsreich sind die verschiedenen Aussichtspunkte, die den weiten Blick ins Passeier Tal und ins Vinschgau ermöglichten. 25 bis 30 fleißige Gärtner bemühen sich die ca. 80 Gartenlandschaften mit Pflanzen aus aller Welt zum Blühen zu bringen.
Am Nachmittag blieb genügend Zeit für einen Bummel durch die Gassen von Meran und einen Aperol Spritz an der Kurpromenade zu genießen.

8. Tag Abreise


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Leider hieß es Abschied nehmen vom Anatol in Meran. Herzlichen Dank an das tolle Hotel Team, wir haben uns sehr wohl gefühlt und werden die Gaumenfreuden vom liebevoll zubereiteten Abendessen in sehr guter Erinnerung behalten.
Am Vormittag ging es über den Brenner Pass in Richtung Heimat.
Jedoch trägt jeder von uns in seinem Herzen ein Stückchen von der unbeschreiblich schönen Landschaft der Texelgruppe mit nach Hause. Die Faszination der Berge ist unglaublich....
Sie strahlen so viel Kraft und Energie aus, die noch sehr lange anhalten wird.
Bestimmt sehen wir uns bei der einen oder anderen Tour wieder.
Mit den herzlichsten Grüßen,
Eure Betina
Wanderführerin

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