Naturwunder und grenzenlose Weiten – Kanada & Alaska 2025
Reisebericht: 05.08. – 24.08.2025
Eine Reise, die Naturwunder, spannende Städte und unvergessliche Erlebnisse miteinander verbindet – das war unsere Kanada- und Alaska-Rundreise im August 2025.
Ein Reisebericht von
Teresa Rumpel
Ankunft in Kanada & Abendstimmung in Calgary
Nachdem alle gut in Frankfurt am Flughafen angekommen sind, starteten wir mit leichter Verspätung gemeinsam nach Calgary, Alberta. Dort nahm uns unser Reiseleiter für den ersten Teil der Reise in Kanada in Empfang: Wolfie. Nach kurzer Fahrt in die Innenstadt checkten wir in unser Hotel ein und, diejenigen, die die Halbpension dazugebucht hatten, liefen zusammen zum Abendessen. Die anderen trafen wir später wieder am Calgary Tower, wo wir alle gemeinsam einen tollen abendlichen Blick über die Stadt genießen konnten. Zurück im Hotel fielen wir müde in unsere Betten. Aufgrund der Zeitverschiebung wachte der Großteil der Gruppe schon zwischen um drei und um vier auf, aber vielfach konnten wir noch etwas ruhen, bevor wir für den nächsten Reisetag aufstehen sollten.
Fahrt in die Rockies nach Banff
Bei einer kurzen Stadtrundfahrt lernten wir Calgary etwas genauer kennen und erspähten die berühmte Stampede und das Eishockeystadium vom Scotshill Lookout aus. Bei einem kleinen Spaziergang hoch auf den Aussichtspunkt sahen wir tolle Gärten und schön angelegte Häuser. Weiter führte uns unsere Fahrt zum naheliegenden Olympiagelände, wo vor etlichen Jahren die Olympischen Winterspiele ausgerichtet wurden – vor allem bekannt für die jamaikanische Bobmannschaft und Eddy the Eagle. Tolle Erinnerungsschnappschüsse durften natürlich im Bobschlitten nicht fehlen und auch die riesige Sportanlage mit mehreren Eishockeyringen war interessant, sich anzuschauen. Zurück auf dem Highway sahen wir die ersten Beschilderungen nach Banff und die Bergkulisse rückte immer näher an uns heran. Im Banff Nationalpark schauten wir zunächst beim Johnston Canyon vorbei, wo wir die kleine Wanderung zu den Unteren Wasserfällen auf uns nahmen. Schon der Weg dorthin durch die Schlucht ist sehr eindrucksvoll und zum Glück ließ sich hier auch die Sonne etwas blicken. Weiter ging es in Richtung Banff zum Norquay Aussichtspunkt, wo wir die Rocky Mountain Bighorn Sheep zu sehen bekamen. Oben angekommen, bot sich uns eine tolle Aussicht über die Stadt Banff im untenliegenden Tal. Anschließend fuhren wir zum eindrucksvollen Banff Springs Hotel, welches beinahe an ein riesiges Märchenschloss erinnert. Von dort spazierten wir hinunter zu den naheliegenden Bow Falls, welcher nicht unbedingt durch Fallhöhe, aber durch seine Breite Eindruck schindete. Leider schlug hier das Wetter etwas um und es begann immer mehr zu regnen, sodass wir am Surprise Corner Lookout mit Blick auf das Banff Springs Hotel nur vorbeifuhren. Doch konnten wir es uns nicht nehmen lassen an den sogenannten Hoodoos auszusteigen. Die an Kleckerburgen erinnernden Felsformationen sind eine beliebte Attraktion in Banff und von diesem Aussichtspunkt aus, gut zu sehen. Der Regen nahm immer mehr zu und so fuhren wir zwar zum Minnewanka See, sahen den Staudamm, stiegen jedoch nicht aus, sondern fuhren dann direkt weiter zum Hotel, welches zentral in Laufnähe zur Fußgängerzone lag, sodass wir nach unserem gemeinsamen Abendessen im El Toro Restaurant noch einen Spaziergang durch die Stadt unternehmen konnten.
Lake Louise, Lake Moraine & Athabaca–Gletscher
Beim Parkplatz unten an der Straße versuchten wir einen Blick auf den noch verhangenen Castle Mountain zu erhaschen, doch relativ zügig fuhren wir weiter zum Lake Louise. Hier war noch verhältnismäßig wenig los und wir konnten den weltbekannten See mit dem danebenliegenden Fairmont Hotel bestaunen, bevor unsere Fahrt weiterging zum Lake Moraine. Vom sogenannten Rockpile Trail hatte man eine tolle Sicht auf den blau strahlenden See. In der Ortschaft von Lake Louise legten wir eine kleine Mittagspause ein. Anschließend führte uns unsere Rundreise weiter zur Aussichtsplattform des Peyto Lakes mit einem fantastischen Blick auf den im Tal liegenden See und den dazugehörigen Gletscher. Bei unserem Ausflug auf den Athabasca-Gletscher mit einem Ice Explorer Fahrzeug und unserem australischen Fahrer Wyatt erlebten wir das Schmelzen dieses durch das Columbia Icefield gefütterten Gletschers hautnah. Bei einer Lebenserwartung von weiteren 50-80 Jahren werden nicht mehr viele Menschen dieselbe Erfahrung wie wir machen können. Letzter Tagestopp waren schließlich die eindrucksvollen Athabasca Falls, bei denen man die Möglichkeit hatte, relativ nah und vor allem von oben die Wassermassen herabstürzen zu sehen. Nach einem langen Tag vieler Eindrücke kehrten wir schließlich in unsere Unterkunft, das Becker`s Chalet im brandgeplagten Jasper ein. Dort erwarteten uns gemütliche Holzhäuser und ein einladendes Restaurant zum Abendessen.
Mt. Robson bei bester Sicht, Wells Grey Provincial Park & Farmleben in Kamloops
Bei Regenwetter gestartet, passte das Wetter zu dem stark durch das Feuer im letzten Jahr zerstörte Jasper. Doch die tristen Umstände hielten wir uns nicht lange auf und kamen dann bei bestem Wetter am Mount Robson an. Hier erlebten wir den höchsten Berg der kanadischen Rockies in seiner Bestform. Ein Blumenmeer sorgte für das perfekte Motiv mit dem schneebedeckten Berg. Im Wells Grey Provincial Park Visitor Center legten wir unsere Mittagspause ein, bevor es schließlich in den Park hineinging. Wir besuchten die Dawson Falls und die spektakulären Helmcken Falls als zweithöchste Wasserfälle des Landes, legten noch auf Empfehlung einen Eisstopp in einem kleinen Ort nahe dem Highway ein, bis wir letztlich zu unserer Unterkunft etwas außerhalb von Kamloops fuhren. Eingezäunte Tiergehege mit Pferden und die Zimmer mit Pferdenamen sorgten für eine heimelige Atmosphäre.
Fahrt & Erkundungstour Vancouver – Gruppenzuwachs am Abend
Nach einem frühen Frühstück machten wir uns auf den Weg Richtung Vancouver. Die Fahrt führte uns zunächst durch hügelige Landschaften und kleine Orte, bevor wir nach einem Stopp in Hope für eine Mittagspause die letzten Kilometer entlang beeindruckender Bergketten zurücklegten. Gegen Nachmittag erreichten wir die Metropole am Pazifik. Unser erster Halt: Gastown, das historische Herz der Stadt, wo wir die berühmte Steam Clock pünktlich zur vollen Stunde erlebten. Anschließend flanierten wir entlang der Waterfront bis zum Canada Place, genossen den Blick auf den Hafen und die Berglandschaft in der Ferne. Ein Highlight war der Stanley Park, wo wir entlang des Seawalls spazierten – immer begleitet von der frischen Meeresbrise und Blicken auf die Skyline. Am späten Nachmittag bzw. frühen Abend stießen dann unsere neugewonnenen Gruppenmitglieder dazu, die nur den Kreuzfahrt - und Alaska - Teil begleiten sollten. Wir kehrten in ein Restaurant an der English Bay ein, wo wir uns erstmal alle untereinander kennenlernten und durch die großen Fenster einen traumhaften Sonnenuntergang erleben durften.
Vancouver Island – Victoria & Butchart Gardens
Heute stand ein fakultativer Ausflug nach Vancouver Island auf dem Programm. Mit der Fähre setzten wir über und schon die Überfahrt bot großartige Ausblicke auf bewaldete Inseln und tiefblaues Wasser. In Victoria, der charmanten Hauptstadt British Columbias, erlebten wir bei unserer kleinen Stadtrundfahrt zunächst die Chinatown, das imposante Empress Hotel und das Parlamentsgebäude sowie die Mile 0 des Transcanada Highways, die beeindruckende und bewegende Geschichte von Terry Fox und die Küstenlinie. Von dem am heutigen Tag stattfindenden Fahrradrennen ließen wir uns hierbei nicht stören. Nach ein wenig Freizeit in der schönen Fußgängerzone, besuchten wir am Nachmittag die berühmten Butchart Gardens – ein wahres Blumenparadies, das mit seinen farbenfrohen Arrangements verzauberte. Auf der Rückfahrt zur Fähre genossen wir noch einmal die pazifische Szenerie, ehe wir am Abend nach Vancouver zurückkehrten. Die Nicht-Ausflügler verbrachten einen selbstbestimmten Tag in der Stadt und stießen später zu uns, um gemeinsam den Sonnenuntergang am English Bay zu bewundern. Hier lernten wir auch unsere letzten zwei Nachzügler kennen, die unsere Gruppe komplett machen sollten. Die zwei Abenteurer waren zuvor schon selbst mit dem Mietwagen unterwegs gewesen und hatten viel auf eigene Faust erkundet.
(Nur die Hotelfahrstühle sorgten am Ende des Tages noch für eine kurze Verzögerung - aber eine sehr willkommene ; ) )
Einschiffung & Start der Kreuzfahrt
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von Vancouver – zumindest vom Land. Während die neuen Mitreisenden bei einer kurzen Stadtrundfahrt die Highlights der Stadt kennenlernten, nutzten andere die freie Zeit für Spaziergänge oder einen Abstecher nach Granville Island. Gegen Mittag trafen wir uns alle am Kreuzfahrtterminal, wo die Einschiffung reibungslos verlief. An Bord erlebten wir das gemeinsame Auslaufen vom Sonnendeck aus - mit Blick auf die sich entfernende Skyline von Vancouver. Beim ersten gemeinsamen Abendessen stimmten wir uns dann auf die kommenden Tage ein.
Entspannung auf See
Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Erholung. Bei ruhiger See ließen wir uns den frischen Wind um die Nase wehen, genossen Spaziergänge an Deck und die zahlreichen Bordangebote. Wer mochte, nahm an meiner Schiffsführung teil, entspannte in den Lounges und Bars mit Blick auf den Ozean oder unternahm mit mir einige Speedwalking-Runden auf Deck, um sich die Füße zu vertreten. Der Sonnenuntergang an diesem Abend war spektakulär und tauchte Himmel und Meer in warme Orangetöne.
Ketchikan – Tor zu Alaska
Am Morgen legten wir in Ketchikan an, der „Lachs-Hauptstadt der Welt“. Während einige die Stadt zu Fuß erkundeten – darunter die malerische Creek Street mit ihren bunten Häusern auf Stelzen – unternahmen andere Ausflüge vom Schiff aus z.B. einen Bootsausflug entlang der Küste, um Seeadler und Robben in freier Natur zu beobachten. Zumeist war es nach den Ausflügen vom Schiff zeitlich trotzdem noch möglich, die Stadt zu erkunden. Die Kombination aus spektakulären Landschaften, maritimem Flair und freundlichen Einheimischen machte diesen Tag zu einem echten Highlight. Am Nachmittag hieß es Abschied nehmen von Ketchikan, und wir stachen erneut in See.
Juneau – Gletscher & Geschichte
In Alaska’s Hauptstadt Juneau erwartete uns ein erlebnisreicher Tag in Form des inklusiven und privaten Eberhardt-Ausflugs. Zunächst fuhren wir zum Mendenhall-Gletscher, dessen eisblaue Zunge sich imposant in die Landschaft schiebt. Ein Spaziergang zum Aussichtspunkt bot einen tollen Blick auf den Gletscher sowie die danebenliegenden Nugget Falls, welche bei einer separaten kleinen Wanderung erkundet werden konnten. Der Weg war sehr gut angelegt und wir konnten sogar ein Stachelschwein im Baum entdecken. Insgesamt hatten wir hier großes Glück: noch am Vortag war der Zugang zum Gletscher gesperrt! Grund: Überschwemmungsgefahr. Es hatte so viel geregnet, bevor wir gekommen sind, dass der Gletschersee überfließen zu drohte. Doch pünktlich zum Tag unserer Ankunft kam die Sonne heraus und wir erlebten einen wunderschönen Tag in der Hauptstadt Alaskas. Danach ging es zur Salmon Hatchery, wo wir einen faszinierenden Einblick in die Lachszucht und den Lebenszyklus dieser Tiere erhielten. Besonders spannend war der Blick durch Unterwasserfenster auf die Fischtreppe und die großen Becken, in denen die Junglachse auf ihre Auswilderung vorbereitet werden. Auch Robben ließen sich hier blicken, angelockt vom reichen Nahrungsangebot. Anschließend ging es hinauf mit der Seilbahn auf den Mount Roberts, wo wir bei klarer Sicht spektakuläre Panoramen genießen konnten. Wer mochte, ließ den Tag mit einem Stadtbummel und im legendären Red Dog Saloon ausklingen – ein Stück echte Alaska-Tradition. In kleiner Gruppe waren wir auch noch im Regierungsgebäude - hier konnten wir einfach hineinspazieren und uns die Örtlichkeiten anschauen. Der Besuch ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert!
Skagway – Goldrausch–Atmosphäre & White Pass
Skagway empfing uns mit strahlendem Sonnenschein und einer einzigartigen Goldrausch-Atmosphäre. Am Vormittag bot ich einen fakultativen Spaziergang durch den historischen Ortskern an. Gemeinsam schlenderten wir entlang der berühmten Broadway Street, vorbei an liebevoll restaurierten Holzhäusern, alten Saloons und kleinen Läden, die an die Zeit des großen Goldrauschs Ende des 19. Jahrhunderts erinnern. Es war faszinierend, in diese Epoche einzutauchen und sich vorzustellen, wie Tausende von Glücksrittern hier aufgebrochen sind, um ihr Glück am Klondike zu suchen. Nach dem Spaziergang machte ich mich mit zwein aus der Gruppe noch auf den Weg zum Yakutania Point, einer ruhigen Landzunge außerhalb des Ortes. Hier genossen wir den traumhaften Ausblick auf die fjordartige Küste und die Berge im Hintergrund – ein Geheimtipp abseits der Touristenströme.
Am Nachmittag stand für einen Großteil der Gruppe die legendäre Fahrt mit der White Pass & Yukon Route auf dem Programm – einer historischen Bahnstrecke, die einst während des Goldrauschs als Lebensader in den Norden diente. Sie wurde unter extremen Bedingungen in den Jahren 1898/99 erbaut, um den mühseligen und gefährlichen Weg über den White Pass zu erleichtern. Die Strecke windet sich auf über 1.000 Höhenmeter hinauf, vorbei an tosenden Wasserfällen, tiefen Schluchten und atemberaubenden Bergpanoramen. An den Originalwaggons aus Holz und den engen Kurven spürt man noch heute den Pioniergeist dieser Zeit.
Einige hatten kombinierte Ausflüge gebucht, bei denen sie einen Teil der Strecke mit dem Zug und einen Teil mit dem Bus zurücklegten – und dabei sogar kurz in Kanada ein- und wieder in die USA ausreisen mussten. Andere entschieden sich für Helikopterflüge über die Gletscher, die bei diesem Traumwetter spektakulär gewesen sein sollen. Wer lieber auf eigene Faust unterwegs war, nutzte die Zeit für einen Besuch im Museum, das die spannende Geschichte des Goldrauschs lebendig erzählt. So verbrachte jeder den Tag ganz individuell – und doch waren sich alle einig: Skagway ist ein Ort voller Geschichte und Charme.
Icy Strait Point – Natur pur
Heute erwartete uns ein ganz besonderer Ort: Icy Strait Point, ein verstecktes Kleinod Alaskas, umgeben von unberührter Natur. Schon beim Anlegen begrüßten uns dichte Wälder, klare Luft und die Weite des Ozeans. Mit einigen aus der Gruppe nutzte ich die Gelegenheit, mit der Gondel hinauf auf den Aussichtspunkt zu fahren. Von dort bot sich ein grandioser Blick über die Küstenlinie, tiefgrüne Wälder und die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Wieder unten angekommen, war ein weiteres Highlight der Spaziergang über den Naturpfad, der parallel zur zweiten Gondel von Icy Strait Point (flach verlaufene Gondel) verläuft – ein sanfter Weg, der durch ursprünglichen Regenwald führt. Unterwegs erzählte die Natur selbst ihre Geschichte: Moose, Vogelstimmen und der Blick auf die Küste bestimmten die Atmosphäre.
Der Großteil der Gruppe hatte für diesen Tag allerdings ein ganz besonderes Erlebnis gebucht: Walbeobachtungen per Boot. Es waren auch einige Tiere zu sehen gewesen - die sanften Riesen lassen sich durch ihre Fontäne ausfindig machen und zeigten sogar gelegentlich ihre Schwanzflosse beim Abtauchen. Teilweise war jedoch die Entfernung etwas groß, sodass man eine gute Kamera brauchte, um das Gesehene einzufangen. Ich war selbst bei keiner Walbeobachtungstour dabei, hatte aber das Glück, dass ich mit einigen aus der Gruppe beim Spaziergang in Richtung Hoonah welche vom Ufer aus sehen konnte. Auch Adler, Robben und ein Reh bekamen wir dort zu Gesicht.
Hubbard–Gletscher – Eisgigant zum Greifen nah
Schon früh am Morgen standen wir an Deck, denn heute erwartete uns einer der größten Gletscher Nordamerikas: der Hubbard-Gletscher. Bei erst etwas bewölkten, dann aber strahlend blauem Himmel und klarer Sicht glitt unser Schiff majestätisch durch das mit Eisschollen gespickte Wasser in die Disenchantment Bay. Die Stimmung an Bord war einzigartig – alle warteten gespannt auf den ersten Blick auf den Eisgiganten.
Und dann lag er vor uns: eine gewaltige, schimmernd blaue Eiswand, die majestätisch hoch aus dem Wasser ragte. Der Anblick war schlicht überwältigend. Obwohl der Gletscher an diesem Tag nicht kalbte, beeindruckte allein seine schiere Größe und die Stille, die nur von knackendem Eis und dem Rufen der Möwen unterbrochen wurde.
Der Kapitän manövrierte das Schiff gekonnt und drehte es mehrfach, sodass jeder Gast – egal ob an Deck oder auf dem Balkon – einen perfekten Blick auf dieses Naturwunder hatte. Viele nutzten die Gelegenheit für Fotos, andere standen einfach nur da und ließen den Moment auf sich wirken.
Einige aus unserer Gruppe hatten sich für einen ganz besonderen Ausflug entschieden: Mit einem kleinen Boot ging es noch näher an den Gletscher heran. Während er vom Kreuzfahrtschiff aus schon imposant wirkte, wurde einem von dort nochmal mehr bewusst, wie gewaltig der Hubbard-Gletscher tatsächlich ist. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren eindeutig: ein absolutes Highlight der Reise, das in Erinnerung bleiben wird.
Am späten Vormittag verließen wir die Bucht und nahmen Kurs zurück auf die offene See. Mit den Bildern des Gletschers im Kopf genossen wir einen entspannten Nachmittag an Bord – der perfekte Ausklang eines unvergesslichen Tages.
Ausschiffung & Fahrt nach Anchorage
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen vom Schiff. In Whittier erwartete uns bereits unsere Reiseleiterin Anna, die uns auf der Fahrt nach Anchorage begleitete. Die Fahrt führte uns zunächst durch den berühmten Whittier-Tunnel, der abwechselnd für Autos und Züge freigegeben wird – ein Abenteuer für sich!
Kurz darauf erreichten wir das Portage Valley mit seinen Gletscherseen. Bei Fotostopps bestaunten wir spiegelglatte Wasserflächen, umgeben von schneebedeckten Bergen. Weiter ging es zum Alaska Wildlife Conservation Center, einer Auffangstation für verletzte oder verwaiste Wildtiere. Hier konnten wir Bären, Elche, Bisons und sogar Moschusochsen aus nächster Nähe sehen – eine tolle Gelegenheit für beeindruckende Fotos und spannende Einblicke in den Artenschutz.
Die anschließende Fahrt entlang des Turnagain Arm war landschaftlich ein echtes Highlight: links die zerklüftete Küste, rechts steile Berghänge, dazu immer wieder Ausblicke auf Gletscher. Kurz vor Anchorage legten wir einen Halt an einem Aussichtspunkt ein, von dem aus wir sogar die Spitze des Denali erblicken konnten – ein seltener Glücksmoment bei klarem Wetter. Am Wasserflughafen bestaunten wir dann die vielen Flugzeuge und das Abheben sowie Landen im Minutentackt.
Am Nachmittag erreichten wir nach einer Pause in der Innenstadt unser Hotel in Anchorage und ließen den ersten Abend von Bord gemütlich ausklingen.
Husky–Abenteuer & Fahrt zum Denali–Nationalpark
Heute ging es weiter in den Norden – und gleich am Morgen wartete ein absolutes Highlight: der Besuch bei Martin Buser, einem bekannten Musher und viermaligen Gewinner des Iditarod-Schlittenhunderennens. Er empfing uns herzlich auf seiner Farm und erzählte spannende Geschichten über das Leben der Schlittenhunde. Nach einer kurzen Einführung sahen wir, wie die Hunde angespannt werden und mit welcher Begeisterung sie starten – reine Energie auf vier Pfoten! Besonders emotional war das Welpenkuscheln: Kleine Huskys, gerade wenige Wochen alt, eroberten im Sturm die Herzen - besonders meins ; ).
Nach diesem unvergesslichen Erlebnis setzten wir unsere Fahrt fort und erreichten am frühen Nachmittag das charmante Städtchen Talkeetna. Hier blieb Zeit für einen Spaziergang durch die bunte Main Street, vorbei an kleinen Cafés, Kunstläden und Holzhausfassaden, die wie aus einem Film wirkten. Anschließend fuhren wir weiter in Richtung Denali-Nationalpark, durch weite Wälder und entlang des Nenana Rivers.
Tundra Wilderness Tour im Denali
Der Tag begann früh, denn es stand einer der Höhepunkte der Reise an: die Tundra Wilderness Tour. In einem speziellen Bus des Parks ging es tief hinein in den Denali-Nationalpark. Aus der Ferne erspähten wir Bären, Elche und Karibus, während unser Fahrer spannende Geschichten und Fakten rund um den Park erzählte. Durch die sehr gute Kamera des Fahrers konnten wir die Tiere vergrößert auch im Bus auf den Bildschirmen bestaunen. Die unberührte Natur, weite Tundren und die mächtigen Berge im Hintergrund hinterließen bleibende Eindrücke. Auch der Denali ließ sich fast in seiner vollen Pracht blicken - wir konnten das gewaltige Bergmassiv in seiner vollen Größe bestaunen und gehören damit zu den 30% der Besucher, die ihn überhaupt zu sehen bekommen. Wenn Engel reisen...
Mit dem Panoramazug nach Anchorage
Heute hieß es: Einsteigen und genießen! Die Fahrt mit dem Wilderness Express, dem berühmten Panoramazug, war ein absolutes Highlight. In den großzügigen Glaskuppel-Waggons hatten wir freien Blick auf die vorbeiziehende Landschaft: endlose Wälder, glitzernde Flüsse und majestätische Berge. Immer wieder sahen wir kleine Siedlungen, verlassene Holzhütten und am Ende sogar zwei Elche am Wegesrand.
Das Mittag- und Abendessen wurde stilecht im Speisewagen serviert – regionale Spezialitäten, begleitet von der Aussicht, die man sonst nur von Postkarten kennt. Wer mochte, konnte zwischendurch auf die Aussichtsplattform treten und den Fahrtwind spüren.
Am frühen Abend erreichten wir Anchorage und bezogen erneut unser Hotel.
Freizeit oder Bärenbeobachtung per Flugzeug
Der Tag stand im Zeichen individueller Erlebnisse. Einige nutzten die Gelegenheit zu einem spektakulären Ausflug per Kleinflugzeug zu einer Bärenbeobachtung – ein unvergessliches Abenteuer, bei dem man die majestätischen Tiere in freier Wildbahn beobachten konnte.
Mit einem Teil der Gruppe besuchte ich das Anchorage Museum. Die Ausstellungen waren wirklich vielseitig – von faszinierenden Fotografien über inspirierende Kunstwerke bis hin zu interaktiven Stationen, die zum Mitmachen einluden. Alles war sehr ansprechend und liebevoll hergerichtet, sodass der Besuch zu einem rundum tollen Erlebnis wurde. Nach einer kleinen Mittagspause lud ich dann noch zu einem Spaziergang durch Anchorage ein. Wir schauten uns zunächst das Hotel von allen Seiten an ; ) und dann ging es zum Centenniel Park mit seinem Rosengarten, an der Küste entlang bis zum Marco Polo Denkmal bzw. die Abbiegung vorher zum Biergarten mit Livemusik. Während die Sonne auf uns herabschien, bei einem kühlen Getränk oder einem leckeren Eis mit bekannten Songs im Ohr, ließ es sich hier aushalten. Da dies auch das Restaurant für das gemeinsame Abendessen war, blieb ein Teil direkt vor Ort und später konnten wir dann (größtenteils) gemeinsam den Abend ausklingen lassen.
Rückflug & Ankunft in Deutschland
Am Morgen besuchten wir noch das Alaska Heritage Center, wo wir bei einer interessanten Führung von Anna spannende Einblicke in die Kultur und Traditionen der Ureinwohner Alaskas erhielten. Danach ging es zum Flughafen. Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck traten wir den Rückflug nach Deutschland an, wo wir am Folgetag ankamen.
Mit dem Rückflug endete unsere gemeinsame Reise – nicht aber die Erinnerungen. Wir haben in den letzten Wochen beeindruckende Landschaften gesehen, atemberaubende Panoramen genossen, herzliche Begegnungen erlebt und uns als Gruppe wunderbar ergänzt. Danke für die schöne Zeit!