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Die Kanalinseln entdecken

Reisebericht: 09.05. – 16.05.2026

Ich erwarte meine Gäste am Flughafen von St. Helier auf der schönen Kanalinsel Jersey. Ein direkter Flug bringt die kleine Gruppe von 14 Reisenden direkt aus München problemlos hierher.

Britta Martini-Miles

Ein Reisebericht von
Britta Martini-Miles

Am Strand von Ouaisné – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Letzte Ruhestätte in der Kirche von St. Brelade – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) IMG20260511170929 – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Garten am La Mare Weingut – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Royal Square St Helier – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Liberation Day Dekorationen – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Rosenpracht – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Blumenpracht – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Lalique Glass – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Fliesenscherben in The little Chapel – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Sattes Blau – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL) Westküste von Guernsey – © Britta Martini-Miles (Eberhardt TRAVEL)

Das Strandhotel auf Jersey

Wir werden vom örtlichen Reiseunternehmen Bay Tours abgeholt und fahren ins Hotel Ommaroo, wo wir die gesamte Woche verbringen werden. Herrlich! Einmal Taschen auspacken und dann hinein in den Urlaub.

Das schöne, alte Hotel im Victoria-Stil ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz. Wir werden freundlichst empfangen und genießen unser erstes gemeinsames Abendessen. Die 2 Chefköche wurden im Buckingham Palace ausgebildet! Man merkt es. Ungewöhnlich gutes Abendessen für ein 3 Sterne Hotel. Schon mal ein guter Anfang!

St Helier und St. Aubin

Morgens nach dem Frühstück treffen wir uns zum ersten Spaziergang, entlang der Uferpromenade auf dem Weg zum Elizabeth Castle.

Dort angekommen erfahren wir, dass das Castle heute nicht zu erreichen ist – es liegt auf einem Felsblock vor der Bucht von St. Helier. Bei Niedrigwasser kann man dort zu Fuß hingehen, bei Hochwasser fährt ein Amphibienfahrzeug, und heute geht gar nichts, weil ein Sturm kommen soll. So ist das auf der Insel – das Wetter kann sich blitzschnell ändern.

Also satteln wir um auf den Le Petit Train, der die ehemalige Bahnlinie entlang jetzt als Bimmelbahn für Feriengäste in Richtung St. Aubin fährt.

In St. Aubin angekommen teilt sich unsere Gruppe auf: manche wandern durch den ersten Hafen der Insel oder erklimmen die wunderschönen hügeligen Wohnorte mit geschmackvoll restaurierten Luxusvillen, andere bummeln, manche suchen ein Pub auf. Jeder kommt auf seine Kosten.

Inselrundfahrt

Trotz Sturm- und Regenwarnung ist auch dieser ganze Tag trocken und sonnig. Und so bleibt es sogar die ganze Woche.

Unsere örtliche Reiseleiterin Ann holt uns pünktlich ab und wir durchqueren und umrunden die gesamte Insel. Als gebürtige Insulanerin kennt sie jede Ecke und Bucht und wir sehen zunächst den kleinen Hafen von La Roque, bewundern die mutigen Schwimmnixen die, zwar nach Besuch in der mobilen Sauna, aber immer noch sich ins nur 11 Grad kalte Meer in der Bucht von St. Catherine’s stürzen. Wir erfahren, wie hier die Austern gezüchtet werden, sehen Buchten, türkises Meer, Leuchttürme, Stechginster, Farnhecken und – aus der Besatzungszeit des 2. Weltkriegs - viele Bunker und Wachtürme. In dieser Woche feiert die Insel 81 Jahre seit der Befreiung von der Besatzung durch die Nazis – eine wichtige Erinnerung an schwere und dunkle Zeiten.

Wir kehren in einem gemütlichen Pub zu Mittag ein, und können sogar auf der Terrasse den Frühlingssonnenschein genießen. Weiter gehts am Corbiere Point vorbei, und zur Fischerkapelle und Kirche in St Brelades Bay.

Ein runder, gelungener Tag.

Wandern, Wein, und Kneip–Bad

Auch am nächsten Tag lacht uns die Sonne zum Frühstück an. Wer sich traut – nur Du Berno! - nutzt sogar den Lido der direkt vor unserem Hotel mit nur 11 Grad zum Baden einlädt.

Wir machen Pläne wie wir am besten diesen sonnigen Tag nutzen. Einige unternehmen eine Wanderung zum Devil’s Peak an der North Coast. Es bietet uns eine fantastische Aussicht auf die anderen Kanalinseln. Es geht etwas bergab und bergauf... danach gönnen wir uns ein Päuschen auf dem schönen Weingut von La Mare. Wer hätte gedacht, dass hier in dem recht rauen und unbeständigen Wetter Wein angebaut werden kann!? Wo ein Wille ist...Einige Gäste mache die Wein-Tour und Probe mit, andere gesellen sich im Garten dazu und freuen sich am schönen Wetter, ersten Scones und dem gepflegten Gut.

Abends treffen wir uns in der Bar mit Seeblick zum Austausch – einige waren im Elizabeth Castle, andere im Gorey Castle, manche im Zoo, andere wiederum zum Muschelsuchen am Strand…jeder gestaltet sich den Nachmittag nach eigenen Wünschen.

Markthallen, Museen und Meer

Heute sieht das Wetter eher mittelmäßig aus und so nehmen wir den Bus, der direkt vor dem Hotel hält, in die Innenstadt von St. Helier. Erst laufen wir auf Schlenderwegen zum Central und Fish Market. Sie sind zwar klein, aber locken uns mit netten Cafés und sehr schön erhaltenen viktorianischen Hallen.

Dann spazieren wir durch den Royal Square zum Jersey Museum. Das kleine Museum, welches gratis zu besichtigen ist, hat mehrere sehr gute überschaubare Ausstellungen über das Inselleben in vergangenen Zeiten.

Der Regen ist vorüber. Also wieder Eigen-Programm am Nachmittag: See Glas suchen, ausruhen, shoppen, was der Mensch sich so wünscht.

Gartenpracht und prächtige Scones

Heute steht unsere Garten-Tour an. Trotz schlechter Wettervorhersage bleibt es trocken und wird richtig sonnig am Nachmittag.

Zunächst sehen wir den Garten der Binney Familie. Die zwei Hündinnen Tatty and Maddy

begrüßen uns, genau wie ihre zwei freundlichen Besitzer. Gemeinsam zeigen sie uns den weitläufigen Park, der von der Familie in den 70 Jahren angelegt wurde.

Anschließend begrüßt uns Mr. Miles in seinem Seafield House and Gardens. Ein Prachtgarten – Rosen lieben es hier ganz eindeutig, und wir ebenfalls!

Es folgt ein Lunch im Portelet Inn – schließlich hatten wir noch gar kein Fish and Chips! Und mushy peas!! Ich kann jedoch niemanden überzeugen die Pommes Frites doch mit Malzessig zu verfeinern – so wie die Engländer dies tun...

Ein Besuch bei der Glass Church, mit ungewöhnlichem Lalique Glass im Art Deco Stil folgt, und dann noch ein Besuch der Orchideensammlung der Eric Joung Orchid Foundation. Einige dieser Prachtexemplare sind gerade zur Ausstellung in London bei der Chelsea Flower Show.

Was können wir uns nun noch Gutes tun?? Ein Cream Tea fehlt! Wir kehren ein im Chateau La Chaire. Ein wunderbares altes und gepflegtes Haus und ausgezeichnete Scones und clotted cream. Die Scones sind saftig und knusprig genau wie es sein muss; und nun ist nur die Frage essen wir auf Devon oder Cornwall Art? Sahne oben oder unten?

Guernsey

Heute gehts aufs Wasser: Inselausflug nach Guernsey! Mit High-Speed Fähre stellen wir uns dem Wellengang – alle halten durch. Auf der Rückfahrt ist es eindeutig entspannter, denn nun fahren wir nicht gegen die Strömung.

Tom ist unser Fahrer und gemeinsam mit Ann zeigen sie uns diese wunderschöne kleinere Insel. Das Wasser schillert in allen Blau –und Grüntönen, und es fühlt sich so an, als sei die Zeit hier ein wenig stehen geblieben. Vor der Rückfahrt bummeln wir noch eine kurze Stunde durch die hübsche Stadt von St. Peter Port.

Auf Jersey wieder angekommen verabschieden wir uns von Ann.

Die Reise endet mit einem grandiosen Finale: ein Abschiedsbuffet in unserem Hotel, bei dem sich die Balken biegen. Ein krönender Abschluss.

Until we meet again – bis zum nächsten Mal

Am Samstagmorgen bleibt noch ein wenig Zeit, um letzte Eindrücke zu sammeln oder Einkäufe zu machen und dann geht es wieder nach Hause. Von einigen werden Pläne geschmiedet nochmals wiederzukommen und die kleineren Inseln etwas kennenzulernen – also verabschieden wir uns von den Kanalinseln mit “See you next time”.


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