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Silvester auf Teneriffa

Reisebericht: 28.12. – 04.01.2026

Frühlingswetter, Sonne, Strand und Meer: Silvester auf Teneriffa hat seinen eigenen Reiz. Wir genießen Natur, Kultur und einen fröhlichen Jahreswechsel mit Meeresblick statt Winterkälte.

Katrin Jähne

Ein Reisebericht von
Katrin Jähne


Anreise nach Teneriffa

Abreise in Deutschland: Nebel, Kälte, Glatteis– kurz gesagt, Wetter, welches wir sehr gerne hinter uns lassen.
Ankunft auf Teneriffa: Boom! 19 Grad, Sonne hat sich hinter den Wolken versteckt aber die Jacke ist sofort überflüssig. Herrliches Gefühl.
Weiter ging’s mit dem Bus nach Puerto de la Cruz – erste Palmen gesichtet und Urlaubsmodus langsam hochgefahren. Nach dem Check-in dann die offizielle Begrüßung mit Willkommensgetränk (wissenschaftlich bewiesen: Sangria schmeckt im Urlaub immer besser).
Anschließend Abendessen, das Buffet war gut gefüllt und es gab für jeden Geschmack das passende Essen. Gut gestärkt ging es für einige aufs Zimmer, der Tag war lang und andere erkundeten noch das Hotel.
Fazit des Tages: Deutschland im Nebel zurückgelassen, Sonne (oder heute erst mal nur Wärme) gefunden, Urlaub erfolgreich gestartet.

Ein Tag zwischen Urwald, Kultur, Gartenidylle und gutem Wein

Nach diesem ruhigen und blumigen Start fuhren wir weiter nach San Cristóbal de La Laguna. Etwas langsamer als gedacht und mit ein wenig Stau erreichten wir schließlich unser Ziel. Die Stadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und fühlt sich an wie eine Mischung aus Freilichtmuseum und Studentenstadt: bunte Häuser, ruhige Innenhöfe, Kirchen an jeder Ecke und kleine Hipster-Cafés.
Entlang der Straße der Adligen mit Kloster und Kathedrale liefen wir weiter über die Straße der Handwerker und Händler und gelangten schließlich zur Markthalle. Beim Schlendern durch die Stände bekam man sofort Appetit.
Wieder im Bus verkosteten wir eine kleine lokale Köstlichkeit: Rosquetes de Vilaflor. Locker und fluffig vertrieben sie den aufkommenden Hunger. Zum Essen blieb jedoch nicht viel Zeit, denn unser nächstes Highlight wartete bereits: der Bosque de Mercedes. Er ist kein Wald – er ist ein Erlebnis. Feucht, grün und mystisch, als hätte jemand einen Regenwald mit einem Märchenbuch gekreuzt. Moos hängt von den Bäumen, der Nebel kommt und geht, und bei dem kurzen Spaziergang konnte man einfach einmal tief durchatmen. Dank unserer Reiseleiterin Fátima war dieser zudem sehr informativ.
Nach Wald und Kultur kam … Wein. Die Bodega Álvaro ist von außen unscheinbar, aber von innen – wow. Alle Wände sind mit Weinflaschen dekoriert, insgesamt fast 49.000 Stück. In diesem besonderen Ambiente lernten wir zunächst das wichtigste Lebensmittel der Kanaren kennen: die Mojo-Soße. Mit viel Spaß durften wir selbst Hand anlegen und kräftig im Mörser stampfen.
Bei gutem Wein und einem kleinen Teller Tapas ließen wir diesen Tag entspannt ausklingen. Auf der Rückfahrt ins Hotel machten wir noch einen kurzen Stopp am Aussichtspunkt El Boquerón.

Raus aufs Meer

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir über kurvige Bergstraßen in den Südwesten der Insel, zum Hafen von Puerto de Santiago. Dort wartete bereits unser Schiff, die Clipper II, auf uns. Jeder suchte sich seinen Lieblingsplatz – und los ging’s … na ja, fast. Ein wenig Geduld war noch gefragt. Wir warteten nicht auf Kapitän Jack Sparrow, sondern auf weitere Gäste, die mit uns in das Abenteuer Seefahrt starten wollten.
Dann hieß es endlich: Leinen los, Segel gesetzt und Schiff ahoi.
Natürlich machten wir uns zuerst auf die Suche nach den Bewohnern des Meeres. Plötzlich tauchten kleine Grindwale direkt neben uns auf und zauberten uns allen ein breites Lächeln ins Gesicht.
Nach diesem besonderen Erlebnis fuhren wir weiter entlang der beeindruckenden Steilküste Los Gigantes, die ihrem Namen – „die Giganten“ – alle Ehre macht. Unterwegs ließen wir uns eine leckere Paella schmecken und genossen den Blick auf das tiefblaue Meer.
In einer ruhigen Bucht angekommen, sprangen einige Mutige ins gar nicht mal sooo kalte Wasser des Atlantiks. Nach dieser erfrischenden Abkühlung machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Hafen.
Doch damit war unser Ausflug noch nicht zu Ende. Erneut ging es durch die Berge nach Icod de los Vinos. Natürlich durfte ein Blick auf den schätzungsweise 1.000 Jahre alten Drachenbaum nicht fehlen. Voller schöner Eindrücke und unvergesslicher Erinnerungen kehrten wir schließlich zurück ins Hotel.

Botanik, Freizeit und Jahreswechsel

Entspannt starteten wir in den letzten Tag des Jahres – natürlich nicht ohne uns vorher noch durch das tolle Frühstücksbuffet zu schlemmen.
Danach trafen wir uns und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Botanischen Garten in Puerto de la Cruz. Auch wenn der Pfeil von Google Maps uns nicht immer den richtigen Weg zeigte (oder vielleicht doch und ich habe nur nicht richtig geschaut 🙂) und wir manchmal kreuz und quer – und sogar wieder zurück – laufen mussten, hatten wir auf dem Weg zum Park jede Menge Spaß.
Im Botanischen Garten selbst erwartete uns eine traumhafte Pflanzenwelt. Der Park wurde einst gegründet, um exotische Pflanzen an das europäische Klima zu gewöhnen. Heute ist er ein Ort der Ruhe , der zum verweilen einlädt.
Den restlichen Tag gestalteten wir ganz nach Lust und Laune: shoppen, baden und entspannen – alles bei strahlendem Sonnenschein und angenehm warmen Temperaturen.
Dann war es Zeit für Partyhüte, Brillen und Tröten. Der Silvesterabend begann festlich mit einem Sechs-Gänge-Menü.
Live-Musik und Mariachis verkürzten uns dann die Wartezeit bis Mitternacht. Da wir es kaum erwarten konnten, feierten wir bereits zur deutschen Uhrzeit probeweise ins neue Jahr hinein. Unsere Idee gefiel auch anderen Hotelgästen, die sich uns kurzerhand anschlossen.
Mit Weintrauben, Sekt und Feuerwerk verabschiedeten wir um Punkt 12 kanarischer Zeit – also eine Stunde später als in Deutschland – das alte Jahr. Gut gelaunt ging es danach auf die Tanzfläche, wo wir tanzend ins neue Jahr starteten. Feliz 2026!

Freizeitspaß, Relaxen oder den Loro Parque entdecken

Chaos beim späten Frühstück – wer hätte gedacht, dass die Party so lange ging? Gefühlt alle Hotelgäste entschieden sich erst gegen 10 Uhr zum Essen zu erscheinen.
Heute konnte jeder machen, wozu er Lust hatte. Sogar Shoppen ist an Feiertagen möglich..
Einige aus unserer Reisegruppe begleiteten mich in den Loro Parque. Dieser Park ist ein echtes Highlight auf Teneriffa – ein bunter Zoo, Tierpark und tropischer Garten in einem. Schon beim Betreten fühlt man sich wie in eine andere Welt versetzt: üppige Pflanzen, exotische Vögel, plätschernde Wasserfälle und tropische Farben überall.
Berühmt ist der Park vor allem für seine Papageien, aber auch Orcas, Delfine, Seelöwen und viele andere Tiere faszinieren die Besucher. Überall gibt es Shows und kleine Einblicke in die Tierwelt, die sowohl spannend als auch lehrreich sind.
Neben den Tieren laden bunte Gärten, angelegte Teiche und kleine Wege zum Verweilen ein. Selbst ein Regenschauer tut der Stimmung keinen Abbruch: das tropische Klima und die exotische Umgebung lassen ihn schnell vergessen.
Ein wunderschöner erster Tag im neuen Jahr ging viel zu schnell vorbei.

Teide... ja, nein, vielleicht – Ein Tag voller Überraschungen

Schon am Tag zuvor war die Seilbahnfahrt auf den Teide wegen des erwarteten schlechten Wetters abgesagt worden. Und heute? Zunächst die nächste schlechte Nachricht: Auch die Zufahrtsstraßen zur Hochebene waren gesperrt. Also entschieden wir spontan, den für morgen geplanten Ausflug heute zu unternehmen – in der Hoffnung, dass das Wetter auf dem Teide morgen besser sein würde.
Während der Fahrt zu unserem ersten neuen Highlight erreichte uns überraschend die Nachricht, dass die Straßen zum Teide nun doch freigegeben waren. Der Himmel über dem Vulkan zeigte ein strahlendes Blau, also machten wir kurzen Prozess und lenkten unseren Bus in die Berge. Schließlich war für morgen kein besseres Wetter vorhergesagt.
Unser erster Halt führte uns zum Aussichtspunkt El Chipeque, von dem wir einen unglaublichen Blick auf den Teide hatten. Zugegeben, der Wind pfiff kräftig um unsere Ohren, und selbst auf dieser Höhe war es sehr kalt – aber der Ausblick war den kurzen Ausstieg aus dem Bus absolut wert.
Weiter bergauf gelangten wir schließlich zur „Tarta del Teide“ (Teide-Kuchen), einer faszinierenden geologischen Formation im Nationalpark. Die vielen farbigen Schichten vulkanischer Asche und Lava wirken wie eine mehrstöckige Torte. Danach fuhren wir zum Besucherzentrum, wo wir viel Wissenswertes über die vulkanische Aktivität und die Entstehungsgeschichte der Kanarischen Inseln erfuhren.
Noch war uns der Wettergott hold – doch das sollte sich schnell ändern. Je höher wir fuhren, desto mehr hüllte sich der Teide in eine Wolkenwand. Unser nächster Stopp an der berühmten Felsformation Roques de Garcia fiel buchstäblich ins Wasser. Trotz des mittlerweile unwetterartigen Regens – der mehr waagerecht als senkrecht fiel – erklommen einige Wagemutige den Weg zu den Roques.
Auf der Fahrt zum Restaurant Pardilla fuhren wir entlang eines Bimssteinfeldes. Es war ein kurioses Spiel von Sonne und Regen, doch da wir ohnehin schon nass waren, stiegen wir aus, um auch diese Landschaft zu erkunden.
Im Restaurant angekommen, wurden bei gutem Wein und leckeren Tapas nach und nach auch unsere Sachen wieder trocken. Zum Abschied vom Teide stießen wir mit einem kleinen Glas Honigrum („Chupito de Ron Miel“)“ an.
Auf der Rückfahrt ins Tal nach Puerto de la Cruz begleiteten uns Regen und Nebel weiterhin. Trotzdem waren wir alle glücklich über die sonnigen Momente auf dem Teide und darüber, dass wir das Programm so spontan anpassen konnten.

Santa Cruz, Pyramiden und kanarischer Wein

Pünktlich um 9 Uhr warteten wieder unser Busfahrer Antonio und unsere Reiseleiterin Fátima auf uns. So starteten wir zu unserem letzten Ausflugstag dieser Reise. Auch die Sonne entschied sich, uns heute zumindest teilweise zu begleiten.
Zuerst fuhren wir nach Candelaria. In der Kirche des Ortes wird die Schutzheilige der Kanarischen Inseln, die Schwarze Madonna, aufbewahrt. Reich bekleidet steht sie auf dem Altar und blickt auf die Gläubigen herab. Nach einem kurzen Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein durch die kleinen Gassen setzten wir unsere Fahrt zum Pyramiden-Park in Güímar fort. Ja, es gibt tatsächlich Pyramiden auf Teneriffa. Von Thor Heyerdahl entdeckt, wird bis heute über ihre Entstehungsgeschichte diskutiert.
Besonders interessant war auch die Führung durch den Giftgarten. Spannende Geschichten ranken sich um berühmte Persönlichkeiten, die im Laufe der Geschichte gerne und oft mit den verschiedensten Pflanzen experimentierten – manchmal mit tödlicher Wirkung, entweder für andere oder auch für sich selbst.
Nach einer kurzen Kaffeepause führte uns die Tour weiter nach Santa Cruz, der Hauptstadt der Insel. Wir schlenderten durch den wunderschön angelegten Stadtpark – und schwupps, da erwischte uns wieder der Regen. Unter dem dichten Blätterdach blieben wir jedoch größtenteils trocken. Zum Glück regnet es auf den Inseln selten lange, so dass wir trockenen Fußes weiter durch die Straßen und Gassen laufen konnten, bis wir wieder zu unserem Bus gelangten.
Ein letztes Highlight wartete noch auf uns: das Weinmuseum in El Sauzal. Die alte Hacienda liegt wunderschön an einem Hang mit Blick auf das Meer. Hier probierten wir uns ein letztes Mal durch die kanarischen Weine, begleitet von hervorragendem Ziegenkäse.
Nach dem Abendessen trafen wir uns noch einmal zu einem Glas Sangria an der Hotelbar – zumindest war das der Plan. Da wir aber doch eine etwas größere Gruppe waren und dort keinen Platz fanden, räumten wir kurzerhand die Hotellobby um, sodass wir die Reise noch einmal zusammen Revue passieren lassen und uns gebührend voneinander verabschieden konnten.

Heimreise

Auch der schönste Urlaub geht einmal zu Ende. So auch unsere Silvesterreise.
Mit einigen Verspätungen flogen wir alle wieder zurück nach Hause. Im Gepäck viele schöne Erinnerungen.


Und wieder ist es soweit – einer wunderbaren Reisegruppe Adiós zu sagen. Ich hoffe, ihr werdet diesen Jahreswechsel noch lange in bester Erinnerung behalten.
Ich wünsche euch für das neue Jahr Gesundheit, Frieden und viele schöne Momente. Und natürlich würde ich mich sehr freuen, euch auf einer anderen Reise wieder begleiten zu dürfen.

Eure
Katrin


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