Karibik–Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 2
Reisebericht: 04.02. – 21.02.2026
Liebe Eberhardt-Reisefreunde, der Bericht ist in Kürze fertig. Ihr könnt Euch gern schon die Bilder anschauen!
Liebe Grüße,
Anne
Ein Reisebericht von
Anne Schröder
Flug nach Punta Cana in die Dominikanische Republik
An einem eisig kalten Mittwoch treffen sich 24 Reiselustige aus ganz Deutschland in Frankfurt am Main, um graues Schmuddelwetter gehen karibische Sommertage einzutauschen. Nachdem auch unsere Berliner Freunde es gerade noch rechtzeitig zum Gate schaffen, starten wir gegen 13.00 Uhr unseren Flug über den Atlantik in die Dominikanische Republik nach Punta Cana.
Dank einer Auswahl an Filmen und Musik sowie zwei Mahlzeiten - in den vorderen Reihen wohl recht lecker ;-) - vergeht die Zeit wie im Fluge.
In Punta Cana landen wir mit 5 Stunden Zeitverschiebung gegen 18.00 Uhr Ortszeit und werden von angenehm warmen Temperaturen empfangen. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir gegen 20.30 Uhr unser 5-Sterne Hotel „Dreams Dominicus La Romana" in Bayahibe nahe La Romana.
Nach einem kleinen Begrüßungssekt checken wir nach karibischer Schnelligkeit so schnell wie eben möglich ein und beziehen unsere großzügigen Zimmer in der weitläufigen Hotelanlage. Nun lassen wir uns nach der langen Anreise das karibische Buffet im Hauptrestaurant World Café schmecken. Wir sitzen draußen, hören das Meeresrauschen und sehen, wie die Palmen sich leicht im Winde bewegen. Wer noch nicht zu müde ist, genießt noch das abendliche Unterhaltungsprogramm am Pool bei einem tropischen Absacker und lässt den ersten Abend bei angenehmen abendlichen Temperaturen um 22 Grad Celsius ausklingen.
Ausflug Altos de Chavón & Cueva de las Maravillas
Nach einem reichhaltigen Frühstück im Buffet-Restaurant mit exotischen Früchten und frisch gepressten Säften beginnt unser halbtägiger Ausflug mit unserem einheimischen, deutsch sprechenden Reiseleiter Alexis. Er kommt aus Higüey, dem bedeutendsten Wallfahrtsort des Landes. Wir überqueren bei unserer Busfahrt den Chavon-Fluss und erreichen nach einer halben Stunde das gleichnamige Künstlerdorf Altos de Chavón, welches einer mediterranen Siedlung aus dem 16. Jahrhundert nachempfunden, jedoch erst in den 70er Jahren gebaut wurde. Kunststudenten aus aller Welt studieren hier und können ihrer Kreativität nachgehen. Nach einem kleinen Spaziergang durch die romantischen Gassen und entlang des Pfades der Liebe stehen wir vor dem eindrucksvollen Amphitheater im römischen Stil, welches Platz für 5000 Besucher bietet und regelmäßig für klassische Konzerte genutzt wird. Wir schauen uns die Sammlung und die leuchtend blauen Larimar-Schmucksteine im kleinen Museum an und gehen vorbei an der Kirche Iglesia San Estanislao zurück zum Bus. Nach einer kurzen Fahrt folgt der Besuch der Tropfsteinhöhle Cueva de las Maravillas - Höhle der Wunder, die mit mystischer Beleuchtung und toller Akustik beeindruckt. Bei einem Rundgang genießen wir den Anblick der unterirdischen Welt aus Stalagmiten und Stalagtiten und Alexis führt seine "heilige Familie" zu den verschiedenen Wandmalereien der Tainos, die die Geschichte der Ureinwohner vor hunderten von Jahren widerspiegeln.
Am Mittag bringt uns der Bus zurück zur Hotelanlage, wo uns ein köstliches Mittagsbuffet erwartet. Gegrilltes Hähnchen, frischen Fisch, frittierte Yuca, gebackene Bananen, karibische Salate und vieles mehr lassen wir uns schmecken. Den Nachmittag lassen viele entspannt am Strand ausklingen. Die Mutigen wagen sich in die Wellen. Das Meer ist noch etwas stürmischer als sonst, denn die letzten Wochen hing eine Schlechtwetterfront über der Karibik - geschuldet der extremen Kaltfront von Nordamerika.
Wir gehen mit dem Meer auf „Tuchfühlung" - unserem Wegbegleiter Nummer 1 für die nächsten zwei Wochen! Schönes Wetter on top!
Andere genießen ein leckeres Getränk von der Strandbar oder spazieren durch die schöne Hotelanlage.
Trotz der verschiedenen á la Carte-Restaurants im Hotel, von asiatisch bis Seafood ist alles dabei - und inklusive - treffen sich die meisten im Buffet-Restaurant zum Abendessen wieder und wir schlemmen erneut nach Herzenslust und sind voller Vorfreude auf unser schwimmendes Hotel ab morgen ...
Einschiffung auf die Mein Schiff 2 in La Romana & Leinen los!
Wir genießen ein ausgiebiges Frühstück und checken in Ruhe aus. Unser Bus und Reiseleiter Alexis sind pünktlich und auf dem Weg zum Schiff halten wir an der kleinen Zigarrenschaufabrik Vega Fina, wo uns die Herstellung der handgerollten Zigarren typisch dominikanischer Art gezeigt wird und einige Mitbringsel für die Daheimgebliebenen oder zum "Verzehr" an Bord erstanden werden.
Nach der kurzen Fahrt zum Hafen von La Romana zählen wir nahezu zu den ersten Neuankömmlingen für die bevorstehende Kreuzfahrt. Bevor wir einchecken, füllen wir die blauen Ausreisekarten aus, Anne zahlt für alle die Ausreisegebühr und bereits kurz nach 13 Uhr werden wir herzlich an Bord der Mein Schiff 2 begrüßt. Die Kabinen sind entweder jetzt schon bezugsfertig, aber spätestens ab 15 Uhr für alle. Bis dahin probieren wir von der großen Vielfalt im Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz auf Deck 12 - endlich wieder leckeres Artisanbrot :-) - oder lassen uns ein paar Tapas an der Außenalster auf Deck 14 schmecken.
Wir beziehen unsere Kabine, die über Dusche/WC, Föhn, TV, Telefon, Safe und Espresso-Maschine verfügt. Unsere Koffer werden am Nachmittag vom Personal direkt zur Kabine gebracht und dann ist es Zeit zum Auspacken und „Ankommen". Wir treffen uns anschließend an der Rezeption und richten das WLAN auf unseren Handys ein. Anschließend bestaunen wir bei einem fast zweistündigen Rundgang unser Wohlfühlschiff auf Zeit und arbeiten uns von Deck 3 nach oben bis auf Deck 15. Wir staunen das ein oder andere Mal über die wohl designte Welt dieses schwimmenden Hotels: Ob die gemütliche Hohe Luft-Bar auf Deck 15 ist oder der Diamant im Heck des Schiffes mit seinen Spezialitäten-Restaurants. So viele schöne, neue Eindrücke muss man erst einmal bei einem Getränk sacken lassen. Zur obligatorischen Seenotrettungsübung muss jeder individuell innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu seiner Musterstation gehen. Ganz ohne Rettungsweste ist die Sache aber auch schnell erledigt.
Das Auslaufen erleben wir 22.00 Uhr auf dem Pooldeck und stoßen gemeinsam mit dem sympathischen Kreuzfahrtdirektor Stefan auf die kommende Wohlfühl-Kreuzfahrt an. Während die Mein Schiff-Hymne „Große Freiheit" von James Last und Unheilig gespielt wird, genießen wir das erste Ablegen. Willkommen im Urlaub! ...
Später werden wir ganz leicht in den Schlaf gewiegt und verbringen die erste Nacht auf hoher und ruhiger See.
Erster Seetag: genießen, entdecken, wohlfühlen!
Die Bewohner der Balkonkabinen gönnen sich ihre erste Tasse Kaffee am Morgen ganz für sich auf dem kabineneigenen Balkon noch „vor dem Aufstehen". Bevor wir nach einem reichhaltigen Sektfrühstück die Annehmlichkeiten und Aktivitäten des Tagesprogrammes nutzen können, steht am Vormittag noch Anne's Reisetreff in der Galerie-Bar auf Deck 4 auf dem Programm. Hier besprechen wir noch einige Fragen zu den Ausflügen der kommenden Tage und buchen das ein oder andere noch um oder nach.
Anschließend geht's ins Theater zum Vortrag von Lektorin Ingeborg Schneider, die uns heute mit den passenden Bildern auf unser erstes Ziel St. Vincent einstimmt.
Nachdem wir uns nach dem gestrigen Schiffsrundgang nun bestens auf der Mein Schiff 2 auskennen ;-) und so viele neue Bereiche auf dem 316 Meter langen Wohlfühlschiff entdeckt haben, haben wir die Qual der Wahl: Garnelen und Meeresfrüchte im Fischrestaurant, eines der á la carte-Restaurants oder doch lieber etwas frisch Gebratenes aus dem Wok im Buffet-Restaurant Anckelmannsplatz?
Am Mittag ertönt das Schiffshorn und uns wird erklärt, dass der Kapitän soeben auf hoher See eine Trauung vollzogen hat - alles Gute dem frisch vermählten Paar!
Den Nachmittag genießt jeder individuell: auf seinem eigenen Balkon, am 25 Meter langen Pool oder in einer der zahlreichen Bars und Wohlfühlecken an Bord. Was gibt es Schöneres, als den Blick bei leicht bewölkten 28°C über die Weite des Meeres schweifen zu lassen?!
Am Abend trifft sich unsere Reisegruppe im Atlantik-Restaurant Klassik auf Deck 3 und wir genießen gemeinsam 3- bis 5-Gänge-Menüs in gemütlicher Atmosphäre. Im Anschluss lauschen wir der mitreißenden Musik des "Terri Green Projekt" im Theater oder genießen die sanfte Meeresbrise bei lateinamerikanischen Liedern des musikalischen Duos an der Außenalster. Dann neigt sich unser erster, wunderbar erlebnisreicher Wohlfühlseetag an Bord dem Ende ...
Castries (St. Lucia): Eberhardt–Inselrundfahrt mit Bootstour
Über Nacht setzten wir nach St. Lucia über, wo wir am Morgen unsere Anker vor der Hauptstadt Castries setzen. Bei unserem Eberhardt-Ganztagesausflug lernen wir die natürliche Vielfalt dieser karibischen Perle kennen. Unsere deutsche Reiseleiterin Claudia lebt seit vielen Jahren auf der Insel. Beim ersten Aussichtspunkt eröffnet sich uns der Blick auf die berühmte Marigot-Bay, wo nicht nur zahlreichen Villen prominenter Sternchen stehen, sondern auch einige Luxus-Yachten dem Foto-Motiv das I-Tüpfelchen aufsetzen. Wir fahren durch das alte Fischerdorf Canaries und oberhalb halten wir bei einem kleinen Laden, wo Claudia uns die heimischen exotischen Früchte der Mango- und Bananeninsel zeigt und wir diese sowie leckeres Bananenbrot verkosten dürfen.
Auf der weiteren Fahrt bieten sich uns wunderbare Ausblicke auf die charakteristischen Vulkankegel des Petit Piton (743m) und Gros Piton (770m). Dann fahren wir zu den Schwefelquellen Sulphur Springs. Die bis zum 18. Jahrhundert noch als Heilbäder genutzten brodelnden Quellen sind heute lediglich von einer Plattform aus zu besichtigen, um Unfälle zu vermeiden. Nach einem kleinen Spaziergang, begleitet vom "köstlichen" Schwefelgeruch, fahren wir weiter Richtung Soufrière, in die ehemalige Hauptstadt der Insel, als sie noch französische Kolonie war. Bei einem kreolischen Mittagessen stärken wir uns mit Hühnchen, Fisch und regionalen Beilagen. Nach einer kurzen Fahrt zum Hafen besteigen wir unser Eberhardt-Boot und fahren an den Sugar Beach für einen kleinen Badestopp inklusive Rumpunsch. Der Sugar Beach, eingebettet zwischen den beiden Pitons, zählt sicher zu den schönsten Stränden der gesamten Karibik. Weißer Sand, das Meer in einem glasklaren Grünton, und im Rücken die grünen Flanken der Vulkankegel – eine Kulisse, die man so kein zweites Mal findet. Unsere Bootstour führt uns erneut an Soufriére vorbei, weiter entlang der Südostküste durch die Marigot-Bay zurück bis nach Castries. Unterwegs genießen wir den Blick auf die traumhaft schöne Küste mit den saftig grünen Palmen, die einen herrlichen Kontrast zu den dunklen Sandstränden bilden. Die Haare vom Sommerwind verweht, endet unser herrlicher Ausflug direkt neben der Mein Schiff 2.
Fort de France – Belle jour Martinique!
Heute erwartet uns die wunderschöne, grüne und bergige Insel Martinique. Die Insel ist ein französisches Übersee-Département, was bedeutet: Wer hier an Land geht, betritt technisch gesehen die Europäische Union - mitten in der Karibik.
Von den hohen Berggipfeln und rauschenden Wasserfällen im Norden der karibischen Insel über grüne Wälder und wilde Klippen im Osten bis zu den imposanten weißen Sandstränden und prächtigen Buchten des Südens: Auf Martinique ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Wir liegen ganz zentral im Hafen der Hauptstadt Fort de France und können die hübsche Stadt am Vormittag leicht zu Fuß erkunden.
Nach dem Mittag starten wir unseren Mein Schiff-Ausflug mit dem örtlichen Reiseleiter Stefan, der schon einige Jahre auf der Insel lebt und uns heute Nachmittag mit unglaublich vielen interessanten Informationen flutet. Wir fahren vorbei an der Balata-Kirche, die leider derzeit wegen Renovierungsarbeiten nicht besucht werden kann. Sie ist eine Miniaturausgabe der Pariser Sacré-Cœur, die hoch über Fort-de-France thront und einen schönen Blick über die Bucht freigibt.
Wir erreichen kurze Zeit später den wunderschönen Balata-Garten, wo wir entlang eines befestigten Pfades alle tropischen Pflanzen in ihrer exotischen Farbenpracht und Vielfalt bestaunen können. Die Mutigen können über eine abenteuerliche Hängebrücke zwischen den Baumkronen laufen und werden mit einem herrlichen Ausblick von oben belohnt. Am Eingang kann man das rege Treiben der flinken Kolibris beobachten, die von den Wassertränken angelockt werden.
Letzter Teil unserer Ausfluges ist der Besuch einer alten Rumfabrik. Wir fahren über Fort de France und durch das grüne Landesinnere zur Clément-Plantage. Zunächst laufen wir ein Stück durch den großen Park mit verschiedenen modernen Kunstskulpturen und tropischen Pflanzen. Danach sehen wir die Lagerhallen der Fässer, die alten Produktionshallen und die gut erhaltenen Räumlichkeiten aus dem 19. Jahrhundert. Produziert wird heute außerhalb dieses Anwesens, aber die Lagerung des Rums in den Eichenfässern erfolgt auf diesem Gutsgelände. Abschließend dürfen wir natürlich verschiedene Sorten des edlen Tropfens pur oder als Likör verkosten und kaufen. Hmm lecker und ein schönes Mitbringsel für zu Hause!
Andere Gäste besuchen das wunderschön angelegte Emerald Estate und wandern durch den saftig grünen Regenwald.
Roseau (Dominica): Grüne Insel mit farbenfroher Hauptstadt
Dominica gilt als eine der ursprünglichsten und grünsten Inseln der Kleinen Antillen. Hier findet man Regenwald wie aus dem Bilderbuch: riesige Farne, bunt blühende Riesenbäume und wilde Orchideen. Auch zu Wasser hat die Insel einiges zu bieten: Unter traumhaften Wasserfällen und auf mehr als 350 Flüssen findet sich immer eine Gelegenheit, um ein erfrischendes Bad zu nehmen oder die Insel per Boot zu erkunden.
Kaum ein Ort spiegelt das lebendige Herz dieser ursprünglichen Insel so unmittelbar wider wie ihre Hauptstadt Roseau. Beim Bummel durch die engen, lebendigen Gassen des Stadtzentrums begegneten uns farbenfrohe Holzhäuser im Kolonialstil, deren Balkone sich malerisch über die Straßen neigen, und das geschäftige Treiben des Alltags, das Roseau so unverwechselbar karibisch macht. Ein Highlight war der Besuch des Marktplatzes: Hier türmten sich frisches Obst und Gemüse, duftende Gewürze und handgemachte Waren zu einem bunten Kaleidoskop der Inselkultur. Wir kauften bei freundlichen HändlerInnen frische Mangos und Kokosnüsse und ließen uns diese direkt inmitten des bunten Markttreibens schmecken. Roseau lässt sich auch wunderbar bei einem Ausflug mit der Minibahn entdecken.
Zu Fuß gelangt man am Stadtrand direkt in den Botanischen Garten von Roseau, einen der ältesten der Karibik. Zwischen tropischen Bäumen wagen wir den schweißtreibenden Aufstieg nach oben zum Aussichtspunkt Morne Bruce. Nach ca. 30 Minuten eröffnet sich uns ein atemberaubender Panoramablick über das farbenfrohe Roseau, den Hafen mit der Mein Schiff 2 und das tiefblaue Karibische Meer. Der Weg hat sich wirklich gelohnt! Gar nicht weit vom Schiff entfernt genießen wir bei guter Live Musik zum Abschluss einen der besten Rumpunsches der Karibik in Ruins Rock Café.
Und weil heute Valentinstag ist, durfte der Abend natürlich etwas Besonderes sein: Gemeinsam ließen wir den Tag im Atlantik Restaurant ausklingen, wo uns ein liebevoll gestaltetes Valentinsmenü erwartete. Bei gutem Essen und einem netten Plausch – was gibt es Schöneres, als den Tag der Liebe in so guter Gesellschaft zu verbringen?
Seetag & St. John's (Antigua): Die Insel mit 365 Stränden: Einen für jeden Tag im Jahr!
Heute genießen wir einen entspannten Tag an Bord und ab Mittag dann die Fahrt entlang der Küste von Antigua. Traumhafte Buchten ziehen vorbei, das Wasser wechselt die Farbe von tiefblau zu türkis zu fast schon unwirklichem hellgrün – je nachdem, wie flach der Grund darunter liegt. Grüne Hügel, weiße Sandstreifen, vereinzelte Segelboote: Die Insel präsentiert sich, als hätte sie sich extra herausgeputzt.
Gegen 14.00 Uhr legt das Schiff im Hafen von St. John's an, und die Hauptstadt nimmt uns in Empfang.
Wir besuchen heute den Dickenson Bay Beach. Die Fahrt dahin dauert nicht lange. Der Strand gehört zu den bekanntesten Antiguas, was möglicherweise an der knallroten Telefonzelle direkt am Strand liegt. So britisch, so fehl am Platz, so perfekt. Kaum jemand geht vorbei, ohne das Handy zu zücken. Antigua war einst britische Kolonie, und manchmal steckt die Geschichte eben in den unerwarteten Details.
Wir genießen ein paar Stunden am Strand, machen einen langen Strandspaziergang und besuchen die nahe gelegene Floating Bar auf dem Meer, die man entweder per kurzem Bootstransfer erreicht oder auch einfach hinschwimmen kann.
Ein erster Tag, der Lust auf mehr macht.
St. John's lädt mit seinen bunten Holzhäusern mit breiten Veranden zu einem Bummel durch die Straßen ein. Heute am Sonntag ist es recht ruhig. An den anderen Tagen gibt es einige bunte Märkte, auf denen Gewürze, Früchte und frische Blumen um die Aufmerksamkeit buhlen.
Tag 2 auf Antigua: Ein Tag, der einfach nur schön sein darf – Ffryes Beach
Nach einer halbstündigen Fahrt über die Insel erreichen wir den Ffryes Beach. Die längere Fahrzeit belohnt uns mit einer nahezu leeren Bucht. Der Strand empfängt uns, wie man sich die Karibik vorstellt – und dann doch noch ein bisschen schöner. Das Wasser leuchtet in einem Türkis, das man kaum glauben mag. Der Sand ist fein und hell. Bequeme Liegen und ein Sonnenschirm direkt am Strand. Wir lassen die Handtücher fallen, die Schuhe sowieso, und dann – ab ins Wasser. Am Vormittag lassen wir uns eine frische Kokosnuss schmecken. Wer mag, toppt das frische Getränk mit einem Schluck heimischen Rum. Fertig ist der beste karibische Cocktail! Zum Mittagessen spazieren wir zu Dennis Bar, die direkt am Strand liegt und genau das ist, was man sich unter einem karibischen Strandlokal vorstellt: unkompliziert, herzlich, mit frischem Fisch und dem Gefühl, dass hier jeder willkommen ist. Mitbringen muss man nur ein wenig Zeit, denn die Uhren ticken in der Karibik etwas langsamer.
Noch ein ausgiebiges Bad im paradiesischen Meer, ein Gespräch mit dem Nachbarn auf der Liege, ein Spaziergang am Strand entlang …
Manche Strände vergisst man schnell. Den Ffryes Beach nicht.
Währenddessen besuchen andere Gäste Stingray City, die Heimat der Stachelrochen. Sie nutzen die seltene Gelegenheit, auf einer Sandbank mit Unterwassergehege unter professioneller Anleitung Stachelrochen hautnah zu beobachten.
Philipsburg (St. Maarten): Inselrundfahrt mit Maho–Beach
St. Maarten ist eine Karibikinsel mit einer ganz besonderen Geschichte: Sie ist die kleinste bewohnte Insel der Welt, die von zwei Nationen geteilt wird. Der südliche Teil gehört zum Königreich der Niederlande (Sint Maarten), der nördliche Teil ist ein französisches Überseegebiet (Saint-Martin). Trotz der Grenze, die man meist nur an einem Schild erkennt, spürt man schnell die unterschiedlichen Einflüsse – hier niederländische Gelassenheit mit karibischem Flair, dort französische Lebensart mit Baguette, Bougainvillea und savoir-vivre.
Die Mein Schiff 2 legt im niederländischen Teil in der Hauptstadt Philipsburg an. Heute teilen wir uns die Pier mit einigen anderen Schiffen. Beim Frühstück auf Deck 12 im Außenbereich können wir miterleben, wie das derzeit größte Kreuzfahrtschiff – die „Icon of the Seas“ direkt neben uns anlegt und somit circa 7.500 weitere Kreuzfahrt-Gäste St. Maarten heute möglicherweise erkunden oder vielleicht doch lieber die bordeigenen Rutschen, Kletterwand und sonstige Freizeitmöglichkeiten nutzen.
Bevor wir zu unserer heutigen Inselrundfahrt starten, gibt es noch ein bisschen „liquid sunshine“ inklusive Regenbogen. Schon der erste Stopp bescherte uns einen traumhaften Blick über die Indigo Bay – türkisfarbenes Wasser, sanft geschwungene Buchten und grüne Hügel, die sich harmonisch ins Landschaftsbild einfügen. Ein Postkartenmotiv, das die Schönheit der Karibik perfekt einfängt.
Weiter ging es entlang der wilden und weniger besiedelten Ostküste. Hier zeigt sich St. Maarten von seiner ursprünglichen Seite: raue Atlantikbrandung, salzige Meeresluft und immer wieder beeindruckende Ausblicke auf das tiefblaue Wasser.
In der charmanten Hauptstadt des französischen Teils, Marigot, wehte uns sofort ein Hauch von Frankreich entgegen. Bunte Häuser, kleine Boutiquen und Cafés prägen das Straßenbild. Hoch über der Stadt thront Fort Louis, unser nächstes Ziel. Der kurze Aufstieg wurde mit einem spektakulären Panoramablick belohnt: Über uns der strahlend blaue Himmel, unter uns die Bucht von Marigot mit ihren Segelbooten – und mittendrin sonnten sich Leguane auf den warmen Mauern der historischen Festungsanlage.
Nach einer individuellen Mittagspause mit französischen Backwaren, kreolischem Fisch oder einem Guavaberry-Colada geht es wieder in Richtung Niederlande. Am Grenzdenkmal, das an die friedliche Teilung der Insel erinnert, passieren wir ganz selbstverständlich von Frankreich in die Niederlande. Ein symbolträchtiger Ort, der zeigt, wie harmonisch zwei Kulturen auf einer kleinen Insel zusammenleben können.
Zum Abschluss erwartete uns der legendäre Maho Beach. Dieser Strand ist weltberühmt, denn hier verlaufen die Flugzeuge im Landeanflug nur wenige Meter über die Köpfe der Besucher hinweg. Wenn die Maschinen im Tiefflug heranrauschen, hält man unwillkürlich den Atem an – Gänsehautmoment garantiert! Ebenso spektakulär sind die Starts, bei denen die Kraft der Triebwerke den Sand aufwirbelt und für ordentlich karibischen Wind sorgt.
St. Maarten hat uns an diesem Tag eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig 87 Quadratkilometer sein können – europäische Geschichte, karibische Natur, atemberaubende Ausblicke und ein Hauch von Abenteuer. Eine Insel, zwei Nationen – und unzählige Eindrücke, die bleiben.
Basseterre (St. Kitts): Ausflug nach Nevis oder Fahrt mit dem Sugartrain
Am Morgen erreicht die Mein Schiff 2 St. Kitts. Die Hauptstadt Basseterre liegt wolkenverhangen vor uns. Bei leichtem Nieselregen verlassen wir das Schiff und laufen ein Stück zum kleinen Fähranleger, von wo wir die 45-minütige Fahrt auf die kleine Nachbarinsel Nevis antreten.
Schon von Weitem ist der höchste Berg der Insel „Peak Nevis“ sichtbar, dessen Spitze wie zumeist in eine weiße Wolkendecke gehüllt ist. Kolumbus gab der Insel während seiner zweiten Reise im Jahr 1493 den Namen „Nuestra Señora de las Nieves“, was so viel wie „Unsere liebe Frau vom Schnee“ heißt. So blieb der bedeutungsvolle Name Nevis bis heute erhalten.
Wir kommen in der Hauptstadt Charlestown an und steigen mit einer kleinen Gruppe in unseren offenen Minibus. Unser freundlicher Driver-Guide Dexter hält zunächst am Museum of Nevis History. Dieses befindet sich im restaurierten Geburtshaus von Alexander Hamilton, dem wohl berühmtesten Sohn der Insel, der einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten war. Auf dem hübschen Gelände thront eine lebensgroße Bronzestatue des jungen Hamilton.
Weiter führt uns die Fahrt durch die kleine Hauptstadt bis zum gleichnamigen Fort. Geblieben sind überwiegend Ruinen und ein paar alte Kanonen. Wir lauschen der Geschichte unseres örtlichen Reiseleiters und genießen – inzwischen mit Sonnenschein - den Ausblick auf die Bucht von Charlestown bis nach St. Kitts.
Nächster Halt ist die 1643 erbaute St. Thomas Anglican Church, die älteste anglikanische Kirche in der Karibik. Noch heute ist die Kirche ein beliebter Treffpunkt zum Sonntags-Gottesdienst. Die Lage auf einem Hügel ermöglicht einen fantastischen Rundum-Blick über die Insel, den Peak Nevis bis nach St. Kitts.
Unsere zweistündige Rundfahrt endet am Pinney’s Beach, wo wir am Vormittag noch fast allein sind. Wir erfrischen uns im glasklaren, karibischen Meer und genießen anschließend ein leckeres karibisches Grillbuffet mit Hühnchen, Fisch und Reis. Ein Rumpunsch darf natürlich nicht fehlen. Nach dem Mittag bringt uns der Bus zurück nach Charlestown und mit der Fähre geht es zurück zur Mein Schiff 2 nach St. Kitts.
Nevis bleibt uns als charmante und recht unberührte kleine Schwester in sehr guter Erinnerung.
Letzter Seetag – Zwischen Genuss und Abschiedsmelancholie
Der letzte Seetag beginnt so, wie er enden soll: mit Genuss und ohne Eile.
Das Frühstücksbuffet lädt zum ausgiebigen Verweilen ein. Noch ein bisschen ruhiger kann man das Frühstück im Atlantik-Klassik genießen, heute unter dem besonderen Motto "Kaviarfrühstück". Ein letzter Luxusmoment auf hoher See – und der wird ausgiebig genossen.
Am Vormittag treffen wir uns noch einmal alle gemeinsam beim Abreisetreff, um letzte Fragen zur morgigen Abreise zu besprechen und pflichtbewusst erneut Einreiseformulare auszufüllen. Wer hätte gedacht, dass zwei Wochen so schnell vergehen können?
Dann beginnt das, was man liebevoll „Freizeitstress" nennen könnte: Koffer packen – und dabei möglichst noch alles mitnehmen, was die Mein Schiff 2 zu bieten hat. Die Sauna lockt ein letztes Mal mit wohliger Wärme, die Tanzkurse bringen noch einmal Schwung auf das Parkett, und wer es sportlicher mag, schwitzt noch einmal bei einem der Sportkurse. Oder einfach ein paar ruhige Momente mit dem LIeblingsgetränk auf dem Balkon mit Meerblick genießen, in der Hoffnung, dass uns zum Abschied vielleicht doch einmal Delfine "Hallo sagen".
Am Abend genießen wir ein letztes gemeinsamen Abendessen im Restaurant Atlantik Mediterran. Der Abend ist festlich, die Stimmung herzlich, die Gänge zahlreich.
Wer Lust hat, findet sich noch einmal auf dem Pooldeck zur Verabschiedung unter dem Sternenhimmel der Karibik ein. Kreuzfahrtdirektor Stefan verabschiedet uns mit eindeutigen Zahlen: Zahlen, die zeigen, was zwei Wochen gemeinsames Reisen, Genießen und Feiern wirklich bedeuten:
🥂 5.300 Liter Weißwein – prost auf jeden einzelnen Abend!
🍺 30.000 Liter (Frei-)Bier – da war immer jemand durstig.
🍹 46.000 Cocktails – Karibik im Glas, Abend für Abend.
🐟 4.000 kg Fisch – frisch, fein und immer wieder köstlich.
🥦 41.000 kg Obst und Gemüse – damit das Gewissen mitreisen durfte.
🥚 72.000 Eier – vom Frühstücksei bis zur Crème brûlée.
Zahlen, die beeindrucken – und gleichzeitig zeigen, wie viel Lebensfreude, Gemeinschaft und Genuss in diesen zwei Wochen stecken.
Abreisetag in La Romana: Noch einmal Karibik, dann Heimflug
Der Wecker klingelt heute etwas früher, denn 9 Uhr müssen alle Kabinen geräumt sein.
Doch wer sagt, dass der letzte Tag gleich enden muss? Ein Teil unserer Gruppe entscheidet sich, die verbleibenden Stunden noch einmal ausgiebig zu nutzen – und begibt sich auf einen letzten Ausflug zur Isla Catalina. Die Fähre schaukelt uns sanft hinüber zu dieser kleinen Insel, die aussieht, als hätte sie jemand extra für Abschiedstage erschaffen: weißer Sand und türkisblaues Wasser. Hier hält die Zeit noch einmal inne. Eine letzte Kokosnuss – frisch aufgeschlagen und gemixt zur Cocoloco – schmeckt noch einmal richtig lecker. Das Meer lädt noch einmal zum Baden ein, und wer könnte da Nein sagen? Das Wasser ist eine leichte Erfrischung, klar und türkisblau – als wolle die Karibik noch einmal zeigen, warum man sie so liebt.
Am Nachmittag heißt es dann wirklich: Abschied nehmen. Der Bus wartet, die Koffer werden verladen, und die Mein Schiff 2 bleibt zurück.
Am Flughafen Punta Cana empfängt uns dann die Realität des Reisens: Der Flug hat etwas Verspätung. Kein Drama – wer zwei Wochen Karibik im Gepäck hat, nimmt das gelassen. Die Wartehalle füllt sich mit Gesprächen, letzten gemeinsamen Fotos und dem leisen Staunen darüber, wie viel man in zwei Wochen erlebt hat.
Gegen 21 Uhr hebt unsere Maschine ab – Kurs Frankfurt. Unter uns verschwinden die Lichter der Karibik in der Dunkelheit, und irgendwo dort unten liegt das Meer, das uns zwei Wochen lang begleitet hat.
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