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Von Hongkong über Taiwan und die Philippinen bis nach Japan – eine Reise an Bord der Westerdam mit Vor– und Nachprogramm

Reisebericht: 26.02. – 16.03.2026

Nach einer langen Zeit der Vorfreude wurde es endlich wahr: 17 reiselustige Eberhardt Gäste und eine Reisebegleiterin machten sich auf den langen Weg nach Osten.

Sabine Letzybyll

Ein Reisebericht von
Sabine Letzybyll

Hongkong - Roboter im Restaurant – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Manila - Amerikanischer Friedhof und Gedenkstätte – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Manila - Rizal Park – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Manila - Fort Santiago – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Galadinner – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Hafen – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Bäckerei – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Taipeh - Chiang Kai-shek Gedächtnishalle – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Insel Okinawa - Ishigaki - Japan – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Insel Okinawa - Ishigaki - Japan: Brauerei – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) Naha - Okinawa World – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL) MS Westerdam Abendessen – © Sabine Letzybyll (Eberhardt TRAVEL)

Donnerstag, 26.02.2026 Flug von Frankfurt nach Hongkong

Im Laufe des Tages treffen nach und nach alle Eberhardt Gäste am Flughafen Frankfurt ein. Schnell sind Kontakte geknüpft, die Vorfreude auf ein großes Abenteuer verbindet. Nach 11 Stunden Flug erreichen wir Hongkong.

Freitag, 27.02.2026 Ankunft in Hongkong und Pekingente Essen

Gegen 15 Uhr Ortszeit landet unsere Lufthansa-Maschine pünktlich in Hongkong. Die Einreise erfolgt unkompliziert und alle Koffer erreichen ebenfalls ihr Ziel. Am Ausgang wartet unsere örtliche Reiseleiterin Connie, eine fröhliche Hongkong-Chinesin, die immer einen Scherz auf den Lippen hat. Unser Gepäck wird in den Bus verladen und wir fahren zum Hotel Harbour Grand Kowloon. Bald haben wir unsere Zimmerschlüssel und es bleibt ein wenig Zeit zum Frischmachen. In der Lobby treffen wir uns wieder und fahren mit einem Minibus zum Restaurant Peking Garden. Die neue exotische Umgebung, die leuchtenden Wolkenkratzer, die roten Laternen, alles lädt zum Fotografieren ein. Das Restaurant befindet sich in der dritten Etage, eine große Räumlichkeit und gut besucht. Am Eingang befindet sich die Showküche. Hier können wir beobachten, wie die gebratenen Pekingenten mundgerecht zerlegt werden. Wir nehmen an zwei runden Tischen Platz, in deren Mitte sich jeweils eine Drehscheibe befindet.
Uns wird ein originales chinesisches Festagessen kredenzt. Das Menü umfasst eine Vielzahl von Speisen, von der Vorspeise bis zum Dessert. Zur Vorspeisenplatte gehören: in Reiswein eingelegtes Hähnchen, auch betrunkenes Hähnchen genannt, Qualle in Frühlingszwiebelöl, geräucherte vegetarische Rolle mit Jasmintee-Aroma, knusprig frittiertes Rindfleisch in Chilisauce. Es folgen kurz angebratene Garnelen mit Gurke und Knoblauch und eine Meeresfrüchtesuppe mit pürierten Gemüse (wodurch sie eine grünliche Farbe bekommt, weshalb sie im Chinesischen auch Smaragd-Suppe genannt wird). Nun kommt der Hauptgang: die gegrillte Pekingente. Außerdem gibt es Fischfilet mit Ananaswürfeln in einer süß-sauren Sauce und scharf angebratene Rindfleischstreifen mit Frühlingszwiebeln, dazu handgezogene Pekingnudeln, gebraten und mit Schweinefleischstreifen. Eine Herausforderung bilden die Xiao Long Bao: das sind gedämpfte Teigtaschen, die mit Schweinefleisch und einer heißen Suppe gefüllt sind. Hier gibt uns Connie einen Tipp: die Teigtaschen werden vorsichtig auf den Löffel gesetzt, leicht angestochen, um den Dampf abzulassen, nun schlürft man die Suppe und isst dann den Rest. Zum Schluss wird das Dessert gereicht: eine gekühlte Creme aus Mangopüree, Sagoperlen und Pampelmuse. Gut gesättigt (wie sollte es anders sein) verlassen wir das Lokal und fallen müde in unsere bequemen Hotelbetten.

Sonnabend, 28.02.2026 Stadtbesichtigung Hongkong

Nach einem guten Frühstück im Hotelrestaurant treffen wir Connie und begeben uns in einem Minibus auf Stadtbesichtigung.
Unser erstes Ziel ist der Sik Sik Yuen Wong Tai Sin Tempel, einer der bekanntesten und bedeutendsten Tempel in Hongkong. Er befindet sich im Stadtteil Kowloon und ist berühmt für das Versprechen, dass dort jeder Wunsch in Erfüllung geht. Zum Neujahrsfest, welches derzeit noch gefeiert wird, herrscht hier ein enormer Andrang, da Gläubige versuchen, das erste Räucherstäbchen des Jahres zu entzünden, um besonderes Glück zu beschwören. Viele Besucher kommen hierher, um mithilfe von Bambus-Orakelstäben nach göttlicher Weisung zu suchen. Sie schütteln einen Becher, bis ein Stab herausfällt, dessen Nummer dann von Wahrsagern vor Ort gedeutet wird. Eine Besonderheit des Tempels ist, dass er drei verschiedene Glaubensrichtungen unter einem Dach vereint: den Taoismus, den Buddhismus und den Konfuzianismus. Er ist dem Mönch Wong Tai Sin (auch bekannt als Huang Chu Ping) gewidmet, der im 4. Jahrhundert lebte und dem die Legende nachgesagt wird, er habe Steine in Schafe verwandeln können. Nach dem lebhaften und bunten Treiben am Wong-Tai-Sin-Tempel führt uns unser Weg in eine Welt der vollkommenen Harmonie: den Nan-Lian-Garten und das angrenzende Chi-Lin-Nonnenkloster. Schon beim Betreten verstummt der Lärm der Millionenmetropole schlagartig. Wir spazieren durch den Bonsai-Park, vorbei an kunstvoll geformten Zwergbäumen, von denen einige bereits seit Jahrhunderten gehegt und gepflegt werden, bis zu den Lotusteichen. Die vier großen Teiche im ersten Innenhof sind nicht nur Dekoration, sie stehen im Buddhismus für die Reinheit des Geistes, der sich über den 'Schlamm' des Alltags erhebt. Die Stille dort, nur unterbrochen vom leisen Plätschern, ist der perfekte Gegenpol zum lauten Hongkong draußen vor den Mauern. Direkt hinter den Lotusteichen befindet sich das Chi-Lin-Nonnenkloster. Die eleganten, dunklen Hallen aus Zedernholz sind ein architektonisches Wunderwerk: Sie wurden nach alter Tradition der Tang-Dynastie komplett ohne einen einzigen Nagel errichtet. Hinter den dunklen Holzfassaden befinden sich beeindruckende Goldstatuen des Sakyamuni-Buddha und der Himmelsköniginnen, die den Tempel bewachen.
Nach dem Besuch der Tempel ist es Zeit zum Mittagessen. Im Hongkong Kulturzentrum kehren wir ein zum Dim-Sum-Essen. Dim Sum bedeutet wörtlich übersetzt „das Herz berühren“. Es ist die traditionelle kantonesische Art des Frühstücks oder Mittagessens, bei der viele kleine, meist gedämpfte oder frittierte Köstlichkeiten geteilt werden. Zu unserem Menü gehören unter anderem Har Gow & Siu Mai. Die weißen, fast durchsichtigen Taschen sind Har Gow (Garnelen-Dumplings). Die gelben daneben sind Siu Mai, meist gefüllt mit Schweinefleisch und Garnelen, oben oft mit einer kleinen orangenen Krabben- oder Fischroge garniert. Weiterhin gibt es schneeweiße, fluffige gedämpfte Brötchen, die mit Enteneigelb gefüllt sind und Lo Bak Go, Rettichkuchen, die erst gedämpft, dann in Scheiben geschnitten und angebraten werden.
Als sättigende Beilage werden gebratener Reis mit Ei und Gemüse und gebratene feine Eiernudeln gereicht.
Nach dem Mittagessen fahren wir nach Aberdeen. Connie hat für uns zwei Sampans bestellt. Das sind traditionelle Boote, die heute als Wahrzeichen von Hongkong gelten. Früher dienten sie Fischerfamilien – dem Volk der Tanka – als dauerhaftes Zuhause auf dem Wasser. Heute werden sie hauptsächlich genutzt, um Besucher wie uns durch den Hafen zu schippern oder als "Wassertaxis" zwischen den Ufern und den berühmten schwimmenden Restaurants zu pendeln. Faszinierend ist der Kontrast zwischen den glitzernden Yachten und modernen Hochhäusern und auf der anderen Seite das ursprüngliche Leben der Fischerfamilien, die teilweise noch heute auf den Booten wohnen. Ein ganz anderes Gesicht der Stadt erlebten wir im Stadtteil Central. Hier lassen wir uns von den Central-Mid-Levels Escalators bequem den steilen Hang hinaufschieben. Von oben haben wir einen faszinierenden Blick in die engen, quirligen Gassen unter uns. Zwischen bunten Hausfassaden, kleinen Läden und den letzten roten Neujahrs-Dekorationen pulsiert das echte Hongkonger Leben. Mit einer Gesamtlänge von über 800 Metern ist sie das längste überdachte Außen-Rolltreppensystem der Welt. Sie ist aber keine einzelne, durchgehende Treppe, sondern besteht aus 20 Rolltreppen und drei geneigten Laufbändern, die durch Fußgängerbrücken verbunden sind. Das System ist so clever wie eigenwillig: Da der Platz für zwei Fahrtrichtungen fehlte, wechselt die Rolltreppe die Richtung: Morgens (6:00 – 10:00 Uhr) fährt sie abwärts, damit die Pendler aus den Wohnvierteln (Mid-Levels) schnell zu ihren Büros in Central kommen. Ab 10:00 Uhr bis Mitternacht fährt sie aufwärts, damit man nach der Arbeit entspannt den Berg hochkommt. Zum Ende dieses beeindruckenden Tages wartet ein letzter, unvergesslicher Programmpunkt auf uns: eine Hafenrundfahrt im Victoria Harbour. Während wir auf unsere Dschunke warten, genießen wir den Anblick der Skyline von Hongkong, der glitzernden Wolkenkratzer, die sich direkt am anderen Ufer befinden. Bald erscheint unsere Aqua Luna, die zu den letzten traditionellen Dschunken gehört, die für ihre markanten roten Segel bekannt sind. Heute bleiben die Segel unten, das Wetter ist zu schlecht. Vom Wasser aus bietet sich uns ein atemberaubendes Panorama: eine dichte Wand aus Glas und Stahl, die sich in den Wellen spiegelt, während die Wolken tief über den Gipfeln des Victoria Peak hängen. Ein ereignisreicher Tag klingt aus. Nun ist es Zeit, ins Hotel zurückzukehren und sich zur Ruhe zu begeben. Naja, außer man hat noch Appetit auf ein köstliches Abendessen im Restaurant nebenan, das einige Unermüdliche tatsächlich noch aufsuchen.

Sonntag, 01.03.2026 Abschied von Hongkong & Leinen los

An unserem letzten Vormittag in Hongkong tauchen wir tief in den Alltag ein. Dank der Verschiebung der Einschiffungszeit seitens der Reederei haben wir unerwartet zwei Stunden mehr Zeit, und so kommt es, dass Eberhardt TRAVEL und unsere örtliche Reiseleiterin Connie einen zusätzlichen Halbtagesausflug für uns organisiert haben. Zunächst fahren wir zur Endstation der Doppelstockstraßenbahn, die es nur hier in Hongkong gibt. Auf Connies Anordnung hin, blockieren wir den vorderen und hinteren Einstieg, und es gelingt uns, dass wir alle einen Platz im Oberdeck einnehmen können. Das ist wirklich ein Glück, denn nach und nach füllt sich die Bahn und alle wollen oben sitzen. Fast eine Stunde gondeln wir so durch die Stadt und Connie macht uns darauf aufmerksam, was es links und rechts zu sehen gibt. Sie ist ein richtiger Goldschatz. Im Bankenviertel, wo wir aussteigen, herrscht heute eine Ausnahmesituation. Diese gibt es hier allerdings jeden Sonntag, denn am Sonntag haben die Hausmädchen frei. In Hongkong arbeiten etwa 400.000 ausländische Haushaltshilfen (hauptsächlich aus den Philippinen und Indonesien). Da Wohnraum in Hongkong extrem teuer und winzig ist, leben die Frauen meist bei ihren Arbeitgebern in kleinsten Zimmern. Am Sonntag, ihrem einzigen freien Tag, zieht es sie massenhaft nach draußen. Da sie kein eigenes Wohnzimmer haben und Cafés zu teuer sind, „besetzen“ sie den öffentlichen Raum: Mit einer unglaublichen Logistik bauen sie sich aus Pappkartons kleine Reiche auf Gehwegen, Fußgängerbrücken und in Parks. Diese Kartons dienen als Sitzgelegenheit, Windschutz und Raumtrenner. Sie bringen hausgemachtes Essen aus ihrer Heimat mit, teilen es, tauschen Neuigkeiten aus und telefonieren per Video mit ihren Familien in der Heimat. Es wird gefeiert, getanzt, gebetet, Maniküre gemacht oder sogar gemeinsam gesungen. Manche Gruppen organisieren sogar kleine Modenschauen oder Schönheitswettbewerbe mitten auf der Straße. Hier zeigt sich uns die menschliche Seite der Metropole. Ohne diese Frauen würde das System Hongkong (in dem oft beide Elternteile Vollzeit arbeiten) zusammenbrechen. Ihr freier Sonntag ist ein buntes, lautstarkes Zeichen von Solidarität und Lebensfreude inmitten der harten Arbeitswelt. Wir spazieren weiter entlang der gläsernen Wolkenkratzer, die das Bankenviertel in Hongkong dominieren, bis wir zur St. John’s Cathedral kommen. Von hier aus führt uns Connie zu einem Einkaufszentrum, in dem sich in der 21. Etage ein Restaurant mit Aussichtsterrasse befindet. Leider haben wir wieder Pech, die Skyline versinkt im Nebel. Wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und genießen unseren Drink und nette Gespräche. Bevor wir zum Hotel zurückfahren, besuchen wir einen Lebensmittelmarkt, auf dem es alles das gibt, was die Hongkong-Chinesen gern verzehren. Von exotischem Gemüse und Früchten bis zu getrockneten Fischen und leider auch Tintenfischen, gibt es so einiges zu sehen. So bekommen wir noch einen direkten Blick in den Alltag der Stadt.
Nun aber heißt es Abschied nehmen. Wir verladen unser Gepäck in den Bus und fahren zum Kai-Tak-Hafen. Connie bringt uns noch bis zum Eingang des Terminals, dann müssen wir auch ihr auf Wiedersehen sagen. Auf uns wartet die MS Westerdam der Reederei Holland America. Mit der Rolltreppe geht es nach oben in die Abfertigungshalle. Oh je, wir sind nicht alleine hier. Wir bekommen die Wartenummern 30 bis 32. Jetzt sind gerade die 12 und 13 dran, das kann ja dauern. Da wir aber ein wichtiges Papier in die Hand gedrückt bekommen haben, vergeht die Zeit schneller als erwartet. Denn wir sollen uns eine Einreisegenehmigung für die Philippinen erarbeiten. Nun von 18 Personen gelingt es gerade mal einer, erfolgreich zu sein. Wir kommen ganz schön ins Schwitzen und geben irgendwann auf. Es wird sich schon eine Lösung finden. Irgendwann ist es dann so weit und die Gruppen 30 bis 32 dürfen an Bord. Vorher sind noch einige Posten zu absolvieren, wir müssen unsere Passkopien abgeben, es gibt eine Pass- und eine Sicherheitskontrolle und zum Schluss werden auch noch die Pässe eingesammelt. Dann ist es geschafft, wir betreten die MS Westerdam, suchen unsere Kabinen und können etwas verschnaufen. Gegen 19 Uhr verlässt unser Schiff den Hafen, und wir haben es tatsächlich geschafft, die Ausfahrt von Deck aus zu beobachten. Der Abend schließt mit dem Besuch der Begrüßungsshow im Theater, bevor wir uns redlich erschöpft zu Bett begeben.

Montag, 02.03.2026 Seetag

Heute verbringen wir den ersten Tag an Bord der MS Westerdam. Auf den Betten lagen schon gestern viele Papiere mit Informationen, was alles zu erledigen ist und ein Tagesprogramm. Den Vormittag verbringen wir damit, die philippinische Einreisegenehmigung auf dem Handy zu beantragen. Obwohl es erst ein bisschen kompliziert aussieht, sind wir später gemeinsam erfolgreich. Auch die Kollegen am Gästeservice helfen mit. Das Bordprogramm bietet eine Mischung aus Entspannung, aktiver Erholung und kulturellen Erlebnissen. Wir können wählen zwischen Yoga und Tai-Chi oder einem Lauf an der frischen Luft auf Deck 5. Im Theater werden die nächsten Häfen vorgestellt: Puerto Princesa und Boracay. Zwischendurch schlendern wir durch die Shops und werfen einen Blick auf die glitzernden Rolex-Uhren – Träumen ist schließlich erlaubt. Die Mittagszeit gestaltet sich entspannt. Ein Highlight ist die Kochshow, bei der wir lernen können, wie ein perfektes japanisches Schweine-Katsu zubereitet wird. Danach wird es kreativ: Beim Origami wird das Falten von Schmetterlingen angeboten, und im Crow's Nest "Krähennest" treffen sich die Kartenspieler. Wer es etwas feucht-fröhlicher mag, gesellt sich zur internationalen Bierverkostung an der Ocean Bar – ein geselliger Treffpunkt, um mit anderen Mitreisenden ins Gespräch zu kommen. Am Abend lädt der Kapitän zur Willkommensshow ein und stellt seine Offiziere vor. Den krönenden Abschluss bildet die Show "Timeless". Die Energie der Darsteller ist mitreißend, das werden wir in den nächsten Tagen bzw. Abenden noch mehrfach erleben.

Dienstag, 03.03.2026 Seetag

Einen weiteren Tag verbringen wir auf See, wir sind auf dem Südchinesischen Meer. Der Tag beginnt mit einem gemütlichen Frühstück im Dining Restaurant mit Bedienung oder im Lido mit Selbstbedienung. Diese ist noch etwas eingeschränkt, denn nach der letzten Tour hatte sich ein Virus an Bord geschlichen, den wir nun noch "ausbaden" müssen. Es herrschen strenge hygienische Bedingungen. Nach dem Frühstück heißt es: Kalorien abbauen. Das Fitness-Center bietet Bauchmuskeltraining, im Theater geht es beim Tai Chi etwas gelassener zu. Auf dem Lido-Deck lädt Chefingenieur Robert zum Seemannsgarn spinnen ein und stellt die Technik die hinter so einem großen Kreuzfahrtschiff steckt vor.
In den Shops werden Kameras und Ferngläser in Vorbereitung auf die kommenden Ausflüge zum Verkauf angeboten. Pünktlich um 11:00 Uhr zieht es uns in die Rolling Stone Lounge. Die Kochshow „Canaletto Spaghetti alle Vongole E Gamberi“ macht uns ordentlich Appetit. Danach lassen wir uns im Dining-Room beim Mittagessen verwöhnen, bevor wir uns am Nachmittag einer ganz besonderen Kunstform widmen können : dem Aquarellmalen. Das Thema heute ist „Galaxie“ – ein schöner Kontrast zum tiefen Blau des Meeres draußen. Der Nachmittag vergeht wie im Flug. Wir testen unser Wissen bei der Team Trivia Challenge in der Piano Bar (das geht auch ohne perfekte Englischkenntnisse) und schauen kurz beim Jackpot Bingo vorbei.
Im Theater gibt es einen Vortrag über die nächsten Ziele Manila und Kaohsiung. Nach dem Abendessen gibt es Cocktails und Livemusik in der Rolling Stones Bar. Ein abendlicher Spaziergang rund ums Schiff auf Deck 3 rundet den Seetag ab.

Mittwoch, 04.03.2026 Puerto Princesa/Insel Palawan/Philippinen – Ausflug „Das Beste von Puerto Princesa“

Ein bisschen Aufregung herrscht schon vor dem ersten Landausflug, denn wir sind mit der praktischen Abwicklung noch nicht vertraut. Das ist aber gar nicht nötig, denn die Crew der MS Westerdam hat alles hervorragend im Griff. Wir treffen uns im Theater, werden je nach Ausflug in die Zuschauerreihen sortiert und warten dort, bis wir aufgerufen werden. Gemeinsam gehen wir Richtung Gangway, die ausgeschildert ist, zeigen unsere Ausflugstickets in der Navigator-App vor, bekommen einen farbigen Sticker mit der Nummer unseres Ausflugsbusses und begeben uns dann zum Ausgang. Hier werden die Bordkarten gescannt und wir gehen an Land. Ganz einfach.
Unsere örtliche Reiseleiterin hat eine Praktikantin dabei, die ab und zu auch etwas helfen darf. Beide sind aufmerksam bemüht, dass es allen gut geht und wir viele Informationen zum Leben in Puerto Princesa bekommen. Den ersten Stopp legen wir am World War II Memorial Museum ein. Dieses Museum wurde von der Familie von Higinio Mendoza gegründet, der ein lokaler Held und Widerstandskämpfer war und von den japanischen Besatzern hingerichtet wurde. Im Außenbereich sind alte, rostige US-Militärfahrzeuge und Überreste von Flugzeugteilen, die im Dschungel von Palawan geborgen wurden, zu sehen. Im Inneren erwartet uns ein junger Mann, der uns begrüßt und die Ausstellung im ersten Raum des Museums vorstellt. Hier sind Bilder eines Gefängnisses zu sehen, in dem im Zweiten Weltkrieg 150 amerikanische Soldaten interniert waren. Diese wurden von den Japanern auf brutalste Weise ermordet; dem Massaker entkamen lediglich elf Amerikaner.
In den anderen Räumen sind Original-Uniformen, Helme, Briefe, Medaillen und eine Sammlung alter Waffen ausgestellt. Zentrales Thema ist das Leben des Arztes und Gouverneurs Higinio Mendoza, der den Widerstand organisierte. Dr. Higinio Mendoza Senior war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte Palawans. Ursprünglich war er ein leidenschaftlicher Mediziner, der in den 1920er-Jahren auf Palawan praktizierte. Er war bekannt dafür, auch die ärmsten Bewohner und die indigenen Stämme in entlegenen Gebieten zu behandeln. Aufgrund seiner Popularität wurde er 1931 zum Gouverneur von Palawan gewählt. Er setzte sich für die Entwicklung der damals noch sehr isolierten Insel ein. Als die japanischen Truppen 1942 Palawan besetzten, verweigerte Mendoza die Zusammenarbeit. Er floh in die Berge und gründete das Palawan Special Battalion. Er organisierte den Guerilla-Widerstand gegen die japanische Armee und koordinierte die Hilfe für die Bevölkerung. Im Januar 1944 wurde er verraten und gefangen genommen. Die japanischen Besatzer versuchten, ihn zur Kollaboration zu zwingen, doch er blieb standhaft. Am 24. Januar 1944 wurde er von japanischen Soldaten hingerichtet. Zu seinem Andenken hat seine Familie dieses private Museum eingerichtet.
Wir setzen unseren Ausflug fort und besuchen das Palawan Heritage Center. Neben einer beeindruckenden Bildergalerie zeigt das Museum, wie die indigenen Völker im Einklang mit der Natur lebten. Darüber hinaus ist die Nachbildung eines berühmten Grabgefäßes zu sehen, die Manunggul-Schale: Der Deckel zeigt zwei Figuren in einem Boot – ein Symbol für die Reise der Seele ins Jenseits und die tiefe maritime Tradition der Insel. Als Nächstes steht der Besuch der Iwahig Penal Colony auf dem Programm, einer Gefängnisfarm ohne Mauern. Die Insassen leben und arbeiten hier relativ frei auf einem riesigen Farmgelände und stellen unter anderem handgefertigte Souvenirs her. Wir werden in die Recreation Hall im Hauptgebäude der Anlage eingeladen und begrüßt. Wir erleben eine Vorstellung traditioneller philippinischer Tänze in unterschiedlichen Kostümen. Anschließend besteht die Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen.
Den Abschluss unserer Tour bildet der Besuch der „blauen“ Kathedrale, die heute nicht mehr blau ist, weil sie weiß übertüncht wurde. Ein amüsanter Höhepunkt sind die davor fröhlich tanzenden Ladyboys. Mit vielen neuen Eindrücken kehren wir zur MS Westerdam zurück.

Donnerstag, 05.03.2026 Boracay/Philippinen – Ausflug „Motag, lebendes Museum“

Die MS Westerdam liegt heute auf Reede. Das bedeutet, dass wir mit den Rettungsbooten an Land getendert werden. Dort erwartet uns eine prächtige Begrüßungsshow: Tänzer in monumentalen Kostümen empfangen uns mit Tanz und Musik. Fotos sind ausdrücklich erwünscht. Überall glitzert Gold, kombiniert mit tiefem Azurblau, kräftigem Rot und leuchtendem Gelb. Die Tänzer tragen prunkvolle, goldene Kopfbedeckungen, die in der Sonne funkeln. Im Zentrum jedes Kostüms thront ein Bildnis des Santo Niño, des Jesuskindes, reich verziert mit Federn und Ornamenten – ein Zeugnis der tief verwurzelten philippinischen Kultur. Jedes Gewand ist ein Kunstwerk aus unzähligen Schichten, Perlen und geometrischen Mustern, die bei jeder Bewegung der Tänzer mitschwingen.
Um das „lebende Museum“ zu erreichen, müssen wir eine weitere Strecke mit dem Boot zurücklegen und dann in Minibusse umsteigen. Im Dorf stehen bereits die Einwohner bereit, um uns mit einem Lied zu begrüßen. Die Bezeichnung „Einwohner“ ist hier eher symbolisch gemeint, denn tatsächlich wohnen unsere Gastgeber dort nicht mehr, sondern betreiben das Dorf als Museum.
Nach dem Begrüßungslied betreten wir ein Bahay Kubo, ein traditionelles philippinisches Stelzenhaus, das komplett aus Naturmaterialien wie Bambus und Nipa-Palmen gefertigt ist. Über ein steiles Treppchen betreten wir den Wohnraum. Eigentlich gehört es sich, die Schuhe auszuziehen, aber netterweise ersparen uns unsere Gastgeber das. Im „Wohnzimmer“ sitzt eine alte Frau mit einem Zigarrenstummel im Mund und rollt Zigarren. Neben ihr lodert eine offene Flamme in einer Bambuslampe. Wir erfahren, wie die früheren Einwohner Naturmaterialien für den Fischfang, das Aufbewahren von Wasser und andere tägliche Herausforderungen nutzten.
Zwischen uns wuseln kleine Kinder herum, die ganz erpicht auf „High Fives“ sind. Irgendjemand muss ihnen gesagt haben, dass Touristen das gerne mögen. Und so werden wir im Dorf von Station zu Station geführt: Kokosnüsse werden geöffnet und deren Saft zum Kosten gereicht, wir sehen, wie die Körperpflege erfolgte und wie Kinder auf Stelzen laufen. Ein Wasserbüffel darf angefasst und fotografiert werden, sogar ein Ritt auf selbigem ist erlaubt. Ein kleiner Imbiss mit lokalen Snacks rundet unseren Besuch ab. Mit einem berührenden Lied verabschieden uns die Dorfbewohner und wir kehren zurück auf unser Luxusschiff.

Freitag, 06.03.2026 Manila/Philippinen – Tagesausflug „Gegenwart und Vergangenheit“

Nach einem kurzen Frühstück lohnt es sich, auf Deck 3 einen Blick nach draußen zu werfen – außer man hat eine Balkonkabine auf der richtigen Seite, dann ist es natürlich bequemer. Am Hafen steht eine kleine Gruppe von Schülern, die beherzt kleine Fahnen schwenken und die große MS Westerdam begrüßen. Sie freuen sich, wenn wir von Bord aus zurückwinken. Nicht so pompös wie gestern, aber eine herzliche Begrüßung.
Zum Ausflug treffen wir uns im Theater. Inzwischen haben wir schon etwas Übung, und es gelingt uns, eine ganze Reihe für uns zu reservieren. Schließlich wollen wir doch alle gemeinsam im gleichen Bus sitzen. Die Rundfahrt beginnt mit Gebäuden der Gegenwart, die vom Bus aus schwer erkennbar sind, denn oft versperren Baustellen oder aufgestapeltes Wellblech die Sicht. Da wir uns aber gut vorbereitet haben, können wir mit etwas Fantasie erkennen, um welches Gebäude es sich gerade handelt.
Das erste ist das Philippine International Convention Center (PICC), das erste internationale Konferenzzentrum in Asien. Es wurde in nur 23 Monaten erbaut und 1976 eröffnet – ein Meisterwerk des philippinischen Architekten Leandro Locsin im Stil des Brutalismus (betonbetonte, monumentale Architektur). Auch das Folk Arts Theater ist im Vorbeifahren kaum zu erkennen. Ein weiterer Prachtbau, den wir nur streifen, ist der Kokosnusspalast (Coconut Palace). Dieser wurde fast vollständig aus philippinischen Materialien errichtet, vor allem aus dem Holz und den Fasern der Kokospalme. Er wurde 1981 eigens für den Besuch von Papst Johannes Paul II. gebaut. Der Papst lehnte es jedoch ab, dort zu übernachten, da er das Gebäude angesichts der Armut im Land als viel zu luxuriös empfand.
Unsere Fahrt führt uns nun durch Makati, das moderne Herz der Philippinen. Wir sehen viele Wolkenkratzer und die Ayala Avenue, die „Wall Street“ Manilas. Weiter geht es vorbei an der sogenannten „Millionaire’s Row“, einem exklusiven Wohnviertel mit prachtvollen Villen und riesigen Akazienbäumen.
Der erste Stopp ist der Manila American Cemetery and Memorial. Mit über 17.000 Gräbern ist dies der größte amerikanische Soldatenfriedhof außerhalb der USA. Wir besuchen das Museum und sehen einen kurzen Film über die Grausamkeiten des Zweiten Weltkriegs auf den Philippinen. Anschließend spazieren wir durch die kreisförmigen Gedenkhallen mit riesigen Mosaikkarten, die die Schlachten im Pazifik illustrieren.
Nach diesem zu Herzen gehenden Programmpunkt sind wir im Diamond Hotel zum Mittagessen eingeladen. Das riesige Buffet bietet „Live-Cooking“: Es gibt eine japanische Station mit erstklassigem Sashimi, Sushi und Tempura sowie eine Meeresfrüchte-Station, die es übrigens nur freitags gibt. Der Höhepunkt aber ist das Dessert-Buffet. Kunstvoll angerichtete Kuchen und hausgemachtes Eis lassen jedes Süßschnabelherz höher schlagen.
Gut gesättigt setzen wir unseren Weg fort. Entlang der Bucht von Manila fahren wir zum Rizal-Park. Hier steht das Denkmal für den Nationalhelden Dr. José Rizal. Nun ist es Zeit, noch tiefer in die Vergangenheit einzutauchen: Wir fahren nach Intramuros, der befestigten Stadt. Zuerst besuchen wir die Kirche San Agustín und das darin befindliche Museum. Die Kirche wurde 1607 fertiggestellt, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist das älteste Steingebäude des Landes. Danach besichtigen wir die Casa Manila, ein rekonstruiertes Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Zum Schluss kommen wir zum Fort Santiago, einer alten Zitadelle, in der José Rizal seine letzten Tage verbrachte.
Nach einem kurzen Stopp an einem Souvenirshop fahren wir zurück zum Hafen. Wir beobachten den philippinischen Verkehr und versuchen, noch ein Foto von den berühmten Jeepneys zu erhaschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen die Amerikaner tausende Militär-Jeeps zurück. Die Filipinos waren kreativ: Sie verlängerten die Fahrgestelle, bauten Dächer darauf und bemalten sie knallbunt. Heute sind sie das Wahrzeichen Manilas.

Sonnabend, 07.03.2026 Seetag

Ein Seetag dient der Erholung und dem Entspannen nach so vielen Eindrücken. Das Tagesprogramm ist voll mit Angeboten, damit es nicht langweilig wird. Ein Highlight am Vormittag ist die Kochshow in der Rolling Stone Lounge. Das Küchenteam zeigt, wie man die perfekte „Barbecue-Lachs-Bowl“ zubereitet. Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Präzision der frische Fisch verarbeitet wird. Das Beste: Wir bekommen direkt Tipps für die Marinade, die wir zu Hause ausprobieren können. Der würzige Duft von gegrilltem Lachs und frischem Koriander zieht über das ganze Deck und macht ordentlich Appetit auf das Mittagessen im Lido.
Zwischen den Mahlzeiten gibt es Informationen zu den kommenden Landgängen in Keelung und Ishigaki. Am Nachmittag wird eine regionale Weinverkostung im Dining Room angeboten. Allerdings muss man dafür 35 $ investieren. Dafür gibt es edle Tropfen, die perfekt auf die Reiseroute abgestimmt sind – eine andere Möglichkeit, die Kultur der Region geschmacklich kennenzulernen. Währenddessen können sich Technikbegeisterte bei „Technologie für Reisende“ erklären lassen, wie man im Ausland sicher surft und Betrugsmaschen bei öffentlichen WLAN-Netzen umgeht. Der Abend kann elegant beginnen: In den Shops auf Deck 3 werden funkelnde Diamanten angeboten, die noch am selben Abend ausgeführt werden können.

Sonntag, 08.03.2026 Kaohsiung/Taiwan – Ausflug

Im Hafen von Kaohsiung werden wir von tanzenden Löwen begrüßt. Keine Frage, dass diese possierlichen Figuren zum Fotografieren einladen. Auf unserem Programm steht heute der Ausflug „Highlights of Kaohsiung“.
Unser erstes Ziel ist der Lotusteich. Der künstlich angelegte See ist von zahlreichen Tempeln und Pavillons umgeben. Die Drachen-Tiger-Pagoden betreten wir durch das Maul des Drachen und verlassen sie durch den Tiger – ein lokaler Brauch, der Pech in Glück verwandeln soll. Zu sehen sind außerdem die Frühlings- und Herbstpavillons, prachtvolle Bauten, die dem Kriegsgott Kuan Kung gewidmet sind. Am Pei-Chi-Pavillon thront die beeindruckende Statue des „Gottes des Nordens“, die als eine der höchsten Wasserstatuen Südostasiens gilt.
Wir fahren weiter nach Gushan. Während wir auf die Fähre warten, besuchen wir einen Souvenirshop, in dem es aber keine Souvenirs gibt – jedenfalls nicht die, die wir suchen. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir Cijin, den ältesten Stadtteil Kaohsiungs. Hier besuchen wir den Tian-Hou-Tempel: Mit über 300 Jahren ist er der älteste Tempel der Stadt, gewidmet der Meeresgöttin Mazu.
Anschließend schlendern wir über eine langgestreckte Marktstraße, auf der es vor allem frische Meeresfrüchte gibt, aber auch unsere Souvenirjäger fündig werden. Auf dem Rückweg zum Schiff legen wir einen Stopp an der Great Harbor Bridge ein. Sie ist die längste horizontale Drehbrücke Asiens und ein Meisterwerk moderner Architektur mit einem Design, das an Muscheln und Delfine erinnert.

Montag, 09.03.2026 Taipei/Taiwan – privater Ausflug nur für Eberhardt Gäste

Heute bleiben wir unter uns. Die Produktmanager von Eberhardt TRAVEL in Kesselsdorf haben diesen Tag speziell für unsere Gruppe organisiert. Am Terminal erwartet uns Jonny, ein Taiwan-Chinese mit perfekten Deutschkenntnissen, der uns den ganzen Tag begleiten wird.
Unser erstes Ziel ist Wanhua, der älteste Stadtteil Taipehs. Hier besuchen wir den Lungshan-Tempel – nicht etwa ein stilles Museum, sondern das pulsierende, spirituelle Herz der Stadt. Da wir zum Ende der Neujahrsfeierlichkeiten hier sind, erleben wir den Tempel in einem wahren Farbenmeer. Überall leuchten kunstvolle, riesige Laternen und bunte Drachenfiguren. Neben der festlichen Dekoration bewundern wir die meisterhafte Handwerkskunst der Qing-Dynastie: geschwungene Dächer mit filigranen Mosaiken, Gottheiten, die über Liebe und Gesundheit wachen, und Gläubige, die Orakelhölzer auf den Boden werfen, um ihre Zukunft zu erfahren.
Wir spazieren durch die Herb Alley, in der traditionelle Kräuter verkauft werden. In früheren Zeiten suchten die Menschen im Tempel göttlichen Rat für ihre Gesundheit und kauften anschließend die passenden Kräuter in dieser Gasse. Heute gibt es hier mehr als zehn Läden, die teilweise seit über einhundert Jahren in dritter Generation geführt werden. Auf dem Weg zum Bus kommen wir an einer Konditorei vorbei, deren Auslagen einfach bewundernswert sind.
Unser nächstes Ziel ist die Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle, eines der markantesten Wahrzeichen von Taipeh. Der weiße Marmorbau mit seinem achteckigen blauen Ziegeldach ist reich an Symbolik: Die Zahl Acht steht für Glück, die Farben Blau und Weiß repräsentieren die Nationalflagge. Die Treppe hat exakt 89 Stufen – eine für jedes Lebensjahr von Chiang Kai-shek. Im Zentrum steht eine riesige Bronzestatue des sitzenden Chiang Kai-shek (1887–1975). Seine Bewertung ist heute gespalten: Viele sehen in ihm den Retter Taiwans vor dem Kommunismus, andere erinnern an den „Weißen Terror“ seiner autoritären Herrschaft.
Mittags hat sich Eberhardt TRAVEL wieder etwas Besonderes ausgedacht: Wir sind im Kultrestaurant Din Tai Fung im Untergeschoss des Taipei 101 eingeladen. Während die normale Wartezeit 90 Minuten beträgt, sind unsere Tische nach knapp zehn Minuten bereit. Durch eine Glasfront beobachten wir dutzende Köche dabei, wie sie Dumplings mit exakt 18 Falten herstellen – ein fast hypnotischer Anblick. Unser Menü umfasst unter anderem den „Din Tai Fung House Special“-Salat, die berühmten Xiao Long Bao (Suppen-Dumplings), sautierten Wasserspinat mit viel Knoblauch und als krönenden Abschluss Schokoladen-Xiao-Long-Bao, gefüllt mit geschmolzener dunkler Schokolade.
Gut gesättigt fahren wir mit dem schnellsten Fahrstuhl der Welt auf die Aussichtsplattform des Taipei 101. Die Aussicht ist wetterbedingt mäßig, doch das technisch faszinierendste Element entschädigt uns: Zwischen dem 87. und 92. Stockwerk hängt ein gigantischer, goldener Schwingungstilger. Diese 660 Tonnen schwere Kugel stabilisiert das Gebäude bei Taifunen und Erdbeben, indem sie den Schwankungen entgegenwirkt. Sie ist weltweit das einzige System dieser Art, das öffentlich zugänglich ist, und wurde als „Damper Baby“ sogar zum Maskottchen des Turms.
Nach diesen beeindruckenden Erlebnissen kehren wir zum Schiff zurück und verabschieden uns von Jonny, den wir in der kurzen Zeit sehr schätzen gelernt haben.

Dienstag, 10.03.2026 Ishigaki/Japan – Ausflug „Höhepunkte von Ishigaki“

Heute erreichen wir Ishigaki in Japan. Wir haben alle Formulare ausgefüllt, den Originalreisepass griffbereit sowie das Ausflugsticket in der Navigator-App und die Bordkarte parat. Meine Güte, an was wir alles denken müssen! Alles klappt jedoch einwandfrei und wir dürfen an Land gehen.
Den ersten Stopp legen wir in Ibaruma ein. Von hier aus blicken wir direkt auf die Ibaruma-Bucht mit ihren ausgedehnten Korallenriffen. Da die Insel hier so schmal ist, können wir bereits auf der Fahrt dorthin das Meer auf beiden Seiten sehen: den Pazifik und das Ostchinesische Meer. Vom Parkplatz führt ein kurzer, gepflasterter Weg nach oben zum Aussichtspunkt.
Weiter geht es zur Yoneko-yaki Pottery. Hier entstehen die berühmten Shisa-Figuren – löwenähnliche Fabelwesen, die in ganz Okinawa als Glücksbringer und Wächter dienen. Hinter der Werkstatt befindet sich ein weitläufiger Skulpturenpark mit riesigen, farbenfrohen und teils surrealen Statuen. Wir haben ausreichend Zeit zum Einkaufen und um den Park zu besichtigen.
Einen weiteren Stopp legen wir an der Kabira-Bucht ein. Ein kurzer, bewaldeter Weg führt uns zum Observation Point. Von hier aus sehen wir das Phänomen der „sieben Farben des Meeres“. Da das Wasser extrem klar ist und der Untergrund aus weißem Sand und Korallen besteht, wechselt die Farbe je nach Lichteinfall von hellem Türkis bis zu tiefem Indigoblau. Wer möchte, kann direkt zum Strand hinuntergehen. Da das Schwimmen hier wegen der starken Strömungen und der Perlenzucht streng verboten ist, bleibt das Ufer herrlich unberührt.
Direkt an der Kabira-Bucht befindet sich, etwas versteckt, ein echtes Juwel der okinawanischen Tradition: die Takamine Distillery. Diese wurde bereits 1949 gegründet und ist spezialisiert auf die Herstellung von Awamori, der ältesten destillierten Spirituose Japans. Im Gegensatz zum klassischen Sake wird Awamori nicht gebraut, sondern aus thailändischem Langkornreis destilliert und mit einem speziellen schwarzen Koji-Schimmelpilz fermentiert. Das Aushängeschild der Destillerie ist der „Omoro“. Bevor wir unsere Rundfahrt fortsetzen, haben wir die Möglichkeit, ein Geschäft zu besuchen, in dem Schmuck aus den seltenen schwarzen Lippenperlen angeboten wird, die direkt in der Bucht gezüchtet werden. Eine Schautafel demonstriert eindrucksvoll, wie die Züchtung dieser Perlen erfolgt.
Auch beim letzten Stopp haben wir großzügig Zeit zum Schauen und Shoppen: diesmal in einer Weberei, in der hochwertige Stoffe handgewebt und zu Taschen, Tischläufern oder Brillenetuis verarbeitet werden. Nun ist es aber Zeit, vollbepackt mit Eindrücken und Souvenirs zum Schiff zurückzukehren.

Mittwoch, 11.03.2026 Naha auf der Insel Okinawa/Japan – Ausflug „Gyokusendo Cave und Peace Memorial Museum“

Bereits um 8 Uhr legt die MS Westerdam im Hafen von Naha an. Naha liegt auf der Hauptinsel Okinawa Hontō. Sie ist das Zentrum der Okinawa-Präfektur, die aus über 150 einzelnen Inseln besteht, den sogenannten Ryūkyū-Inseln. Wir befinden uns hier nordöstlich von Taiwan, aber noch weit südlich der japanischen Hauptinseln wie Honshu. Früher war die Inselgruppe als Ryūkyū-Königreich eigenständig, weshalb die Kultur, die Musik und sogar das Essen hier ganz anders sind als im restlichen Japan.
Mit dem örtlichen Reisebus fahren wir zur Okinawa World, einem großen Kultur-Themenpark im Süden der Insel. Auf unserem Programm steht der Besuch der Gyokusendo-Tropfsteinhöhle, die das Herzstück des Parks bildet. Es ist unglaublich: Über uns hängen Millionen von Stalaktiten, die in über 300.000 Jahren gewachsen sind. Ein etwa 900 Meter langer Pfad führt durch die Höhle. Laut Ausschilderung sind es 21 °C, anfühlen tut es sich jedoch wie 30 °C – es ist schwülwarm. Wir erwarten wie angekündigt 130 Stufen; zu unserer großen Überraschung führen diese jedoch gut verteilt nur hinab, nach oben bringt uns bequem eine Rolltreppe.
Im Kulturpark ist für 10:30 Uhr eine Eisa-Trommelshow angesetzt. Wir haben nun die Qual der Wahl: entweder flotten Schrittes durch alle kulturellen Angebote (wie zum Beispiel eine Glasbläserei) zu hetzen, um die Show zu erleben, oder entspannt die Themenbereiche zu genießen und darauf zu verzichten. Die Gruppe teilt sich hierbei auf. Bevor wir den Park verlassen, schlendern wir zum Souvenirshop. Hier stoßen wir auf das wohl kurioseste Exportgut der Insel: Habushu. Mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Schaudern betrachten wir die Flaschen, in denen echte Habu-Giftnattern in hochprozentigem Awamori-Schnaps eingelegt sind. Ein Foto von diesem „Schlangenschnaps“ ist als Beweis für die Daheimgebliebenen natürlich Pflicht.
Zum Abschluss des Tages fahren wir zum Peace Memorial Park. Die weitläufige, friedliche Anlage an der Küste bildet einen starken Kontrast zum bunten Vormittag. Wir spazieren an den „Cornerstones of Peace“ entlang – unzähligen Steintafeln, in die die Namen der Opfer der Schlacht um Okinawa eingraviert sind. Der Blick über die Klippen auf das tiefblaue Meer lässt uns still werden. Es ist ein bewegender Ort der Erinnerung, der uns tief beeindruckt, bevor wir die Rückreise zum Hafen antreten.

Donnerstag, 12.03.2026 Seetag

Wir beginnen den Tag sportlich im Fitness-Center auf Deck 9 oder mit einem ausführlichen Frühstück. Am Vormittag finden sich viele Spieler im „Crow’s Nest“ (Krähennest) ein, wo es Kaffee und andere Getränke bei einem fantastischen Ausblick aufs Meer gibt. Um zehn Uhr folgt im Theater ein Vortrag zu den nächsten Zielen Osaka und Yokohama; im Kunststudio werden derweil Koi-Fische in Aquarell gemalt.
Nach einem schnellen Mittagessen zieht es uns wieder zur World Stage. Unter dem Titel „Asien hautnah: Krieger-Nation“ erfahren wir mehr über die faszinierende Geschichte der Region. Wer es etwas lockerer mag, fordert beim „Gäste vs. Officers“-Leiterball am Lido-Pool das Schiffspersonal heraus – die Stimmung ist fantastisch!
Am frühen Nachmittag gönnen wir uns eine maritime Tradition: den englischen Tee, der ab 15:00 Uhr im Dining Room serviert wird. Während wir Scones und Sandwiches genießen, schauen wir kurz bei der Handtuchfalt-Demonstration vorbei – es ist immer wieder faszinierend, wie aus einem Handtuch ein kleiner Elefant wird. Der späte Nachmittag gehört der Entspannung. Wir schlendern durch die Shops, bewundern die Designer-Taschen oder lassen uns im Greenhouse Spa beraten.
Um 18:30 Uhr heißt es dann: „Cocktails mit Jose“ in der Rolling Stone Lounge, begleitet von der beeindruckenden Stimme der Opernsängerin Clarissa Spata. Den krönenden Abschluss bildet die Show der Besatzung, „Keltischer Geist“, auf der World Stage. Bevor wir uns in unsere Kabinen zurückziehen, wartet um 21:45 Uhr noch die „Schokoladenüberraschung“ auf Deck 2 auf uns – der perfekte, süße Ausklang für einen ereignisreichen Tag auf See.

Freitag, 13.03.26 Hafen Osaka/Japan – Ausflug „Kyoto, die alte Hauptstadt“

In Osaka lohnt es sich bei der Ankunft der MS Westerdam wieder, an der Reling zu stehen: Eine Gruppe feuriger Trommler begrüßt uns mit einer Show. Nach dem Frühstück steht für einige von uns ein langer Ausflug auf dem Programm – neun Stunden, das verspricht ein erlebnisreicher Tag zu werden.
Nach einer guten Stunde erreichen wir zunächst einen Parkplatz zum „Füße-Vertreten“. Interessant: Mittels QR-Code kann man eine deutsche Erklärung abrufen, wie man ein japanisches WC benutzt. Leider haben wir gerade kein Internet und müssen selbst herausfinden, welcher Knopf wofür ist. Eine halbe Stunde später erreichen wir Kyoto. Unser erster Besuch gilt dem Nijo-jo-Palast mit seinen Nachtigall-Fußböden, eines der bedeutendsten historischen Bauwerke Japans. Der Palast wurde 1603 fertiggestellt und war der Sitz des mächtigen Tokugawa-Shogunats. Ein besonderes Merkmal sind die Nachtigall-Böden: Während wir durch die Gänge gehen, quietschen die Dielen. Das Geräusch erinnerte früher die Leibwächter an das Zwitschern von Nachtigallen und warnte vor Attentätern. Besonders markant sind die riesigen Kiefern (Symbol für Langlebigkeit) und Tiger (Symbol für Macht) auf Goldblattgrund, welche die Besucher einschüchtern sollten. Unglaublich, oder?
Unser nächstes Ziel ist der Heian-Shinto-Schrein, ein prachtvoller Bau in Zinnoberrot mit smaragdgrünem Dach. Wir besuchen den weitläufigen Shin-en-Garten. Da wir Anfang März haben, liegt die Natur noch im Winterschlaf. Die Trauerweiden-Kirschbäume tragen noch keine Blüten, doch ihre filigranen Zweige bilden ein fast grafisches Muster vor den Teichen – eine sehr friedliche Atmosphäre. Bevor wir uns zum Mittagessen begeben, besuchen wir noch ein Kunsthandwerkszentrum, um hochwertige Souvenirs einzukaufen.
Zum Mittagessen kehren wir im Restaurant Izusen Daijiin ein. Es erwartet uns ein traditionelles japanisches Mahl namens Kaiseki. Es ist eine gehobene Form der Küche mit vielen kleinen, kunstvollen Gängen. Auf unseren Tischen stehen unter anderem Vorspeisenvariationen wie Tamagoyaki (gesüßtes Omelett), Seidentofu mit Goji-Beeren und ein milder Gemüseeintopf mit Enoki-Pilzen. Ein feuchtes Tuch, das Oshibori, wird uns zur Reinigung der Hände gereicht.
Den letzten Stopp des Tages legen wir am Goldenen Pavillon (Kinkaku-ji) ein. Wir haben Glück, denn es ist relativ leer. Das Bauwerk ist mit echtem Blattgold überzogen und spiegelt sich prachtvoll im Wasser. Pünktlich nach neun Stunden treffen wir wieder am Hafen ein. Direkt am Kai befindet sich ein Riesenrad, von dem aus wir die MS Westerdam und die Stadt von oben betrachten können.
Am Abend erleben wir eine fantastische japanische Aufführung im Theater: den Awa Odori. Das Festival ist berühmt für das Lied: „Die Tanzenden sind Narren, die Zuschauer sind Narren. Da beide Narren sind, warum tanzt du dann nicht mit?“ Es geht um pure Lebensfreude. Wir lernen die Unterschiede zwischen dem kraftvollen Männertanz (Otoko-odori) und dem graziösen Frauentanz (Onna-odori) kennen. Begleitet wird alles von traditionellen Instrumenten wie der Shamisen (Laute), Taiko-Trommeln und der Shinobue (Bambusflöte). Ein perfekter Abschluss für unsere Zeit in Japan!

Sonnabend, 14.03.2026 Seetag

Heute ist unser letzter voller Tag an Bord, bevor wir morgen früh den Hafen von Yokohama erreichen. Der Kapitän hat einen kräftigen Seegang angekündigt, den wir tatsächlich auch zu spüren bekommen. Wie also könnte der letzte Tag an Bord aussehen?
Auf dem Tagesprogramm wird einiges angeboten: von Bauchmuskeltraining und Tai-Chi bis hin zu „Meile für Meile“, bei dem wir an der frischen Seeluft das Schiff umrunden. Im Kunststudio könnten wir Birkenbäume in Aquarell malen oder Origami-Krabben falten. Im Lido gibt es heute ein riesiges Kuchenbuffet, das so manche Naschkatze erfreut. In den Shops locken diverse Sonderangebote, und auch das Spa rührt noch einmal ordentlich die Werbetrommel.
Am Abend treffen wir uns im Pinnacle Grill, dem Spezialitätenrestaurant für Fleisch und Meeresfrüchte. Dann heißt es: Koffer packen und ein letztes Mal die Nacht auf See genießen.

Sonntag, 15.03.2026 Ausschiffung und Erlebnisse in Tokio

Am letzten Morgen an Bord der MS Westerdam haben wir genügend Zeit für ein gemütliches Frühstück. Pünktlich um 08:30 Uhr sagen wir „Auf Wiedersehen“ und begeben uns zur Ankunftshalle. Hier wartet unser Gepäck bereits gut sortiert auf uns. Unser örtlicher Reiseleiter ist Timo, ein junger Mann, der aus Deutschland nach Japan ausgewandert ist. Er begleitet uns heute durch den Tag und wird uns morgen zum Flughafen bringen.
Unser erstes Ziel ist der Meiji-Schrein. Wir betreten die Anlage durch ein gewaltiges Torii (Shinto-Tor) und genießen die kühle Waldluft. Der Schrein wurde 1920 zu Ehren von Kaiser Meiji und seiner Gemahlin errichtet. Das Besondere ist der künstlich angelegte Wald aus über 100.000 Bäumen, der eine grüne Oase inmitten der Metropole bildet. Am Hauptschrein haben wir das große Glück, eine traditionelle Hochzeitsprozession zu beobachten – ein faszinierender Anblick in dieser spirituellen Atmosphäre.
Danach tauchen wir in das historische Herz der Stadt ein: Asakusa. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Gemeinsam mit den Menschenmassen schieben wir uns durch das Kaminarimon (Donnertor) und die lebhafte Nakamise-Einkaufsstraße. Hier suchen wir gezielt das Fachgeschäft Seisuke Knife auf, das für hochwertige japanische Schmiedekunst bekannt ist. Zwischen handgefertigten Einzelstücken aus traditionellen Schmieden werden wir fündig – die Kreditkarten glühen! Zum Mittagessen probieren wir ein typisches Kaiten-Zushi (Fliessband-Sushi), bei dem die Farbe der Teller den Preis bestimmt.
Am Nachmittag besuchen wir den Tokyo Skytree. Mit 634 Metern ist er der höchste Fernsehturm der Welt. Vom „Tembo Deck“ aus haben wir einen fantastischen Rundumblick über die schier endlose Riesenmetropole.
Am Abend kehren wir zum letzten gemeinsamen Essen in ein traditionelles Izakaya ein: das Momiji-An / Toyosu-ya. Schon am Eingang begrüßt uns eine große weiße Papierlaterne (Chochin), ein klassisches Zeichen für Gastfreundschaft. In einem privaten Raum bereiten wir unser Abendessen selbst zu: Ein herzhafter Eintopf mit Chinakohl, Enoki-Pilzen, Tofu, dünn geschnittenem Fleisch und Udon-Nudeln köchelt auf Gaskochern direkt am Tisch. Nach zweieinhalb geselligen Stunden und dem einen oder anderen Glas Bier klingt dieser beeindruckende Tag gemütlich aus.

Montag, 16.03.2026 Abschied von Tokio und Heimreise

Es bleibt noch Zeit für ein letztes Frühstück im Hotel, bevor wir zum Flughafen aufbrechen. Timo hilft uns beim Aufgeben der Koffer und verabschiedet sich herzlich von uns. Auch ein einziger gemeinsamer Tag hat gereicht, um sich kennen und schätzen zu lernen.
Im Wartebereich lassen wir unsere letzten Yen – wenn ich richtig mitgezählt habe, sind mindestens sieben identische Taschen als Last-Minute-Souvenirs mit ins Handgepäck gewandert. Dann heißt es: warten, warten, warten.
Vierzehn Stunden Flug sind eine echte Herausforderung, doch noch am selben Kalendertag erreichen wir den Flughafen Frankfurt. Dort verabschieden wir uns voneinander und verstreuen uns in alle Winde – jeder mit einem Koffer voller Souvenirs und einem Kopf voller unvergesslicher Erinnerungen im Gepäck.


Liebe Reisefreunde,
was war das für eine schöne Zeit! Noch lange werden wir uns an die vielen tollen Erlebnisse erinnern. Vielen Dank, dass ihr dabei wart und dass ihr dazu beigetragen habt, dass diese Reise für alle unvergesslich bleiben wird.
Ich wünsche euch von Herzen alles Gute: Bleibt oder werdet gesund und bewahrt euch die Freude am Entdecken unserer großen, weiten Welt.
Ich freue mich schon heute auf ein Wiedersehen!
Herzliche Grüße
Eure Reisebegleiterin Sabine Letzybyll


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