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Reisebericht: Große Rundreise in Kroatien und Herzegowina

07.09. – 19.09.2019, 13 Tage Zagreb - Plitwitzer Seen - Krka-Wasserfälle - Trogir - Split - Mostar - Neretva-Tal - Dubrovnik - Hvar - Starigrad - Split - Petrcane - Porec

Naturwunder an den Plitwitzer Seen; Historie in Dubrovnik, Trogir und Zagreb - diese Reise hatte viele Höhepunkte, auch die Fahrt entlang des Velebitgebirges und der Besuch der Insel Hvar. Alles das konnten wir mit vollen Zügen genießen!

Die Reise in die Steiermark


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7.9.2019. Fast zwei Wochen liegen nun vor uns, voll gepackt mit vielen Erlebnissen in den Traumländern des Balkans. Die Vorfreude ist groß als wir in unseren schönen Reisebus steigen, er wird uns heute zunächst nach Österreich bringen. Was hat uns Petrus für Wetter beschert? Nun, es ist erst einmal nicht berauschend als wir durch die Heimat fahren, es sind aber durchaus schöne Gegenden die wir von den Busfenstern aus betrachten können. Entlang des Erzgebirges gelangen wir später nach Franken um auf der Autobahn zunächst Regensburg ins Visier zu nehmen. Hier überqueren wir ein erstes Mal die Donau sie begleitet uns bis Passau. Dann geht es hinüber nach Österreich; hinter Wels erheben sich schon die Berge und wir gelangen in Richtung des Nationalparks der Kalkalpen. Auch hier haben sich einige Wolken festgehangen; der Blick auf die wunderbare Bergwelt ist aber möglich. Dann geht es weiter; bald öffnet Petrus seine Schleusen, kein schöner Beginn. Bald langen wir in der Steiermark an; die Berge sind verschwunden als wir aber von der Autobahn abschwenken, bessert sich das Wetter vorerst. Wir gelangen in den gemütlichen Bergort Semriach und hier werden wir von unseren Gastgebern freundlich Willkommen geheißen. Schnell sind die Sachen auf das Zimmer gebracht und ein Spaziergang hinunter in den Ort bringt uns Semriach etwas näher. Leider schickt gerade jetzt der Wettergott eine dicke Wolke und es schüttet für den Rest des Abends leider wie aus Kannen. Das verdirbt uns aber nicht den Appetit; beim schmackhaften Abendessen findet sich unsere Gruppe wieder ein und erste Gespräche kommen in Gang, die Vorfreude auf die Tage die nun vor uns liegen ist jedenfalls sehr groß.

Zagreb


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8.9.2019. Als wir uns nach leckerem Frühstück aufmachen um wieder hinunter in das Tal der Mur zu gelangen, hat sich das Wetter gebessert. Und so beschreiten wir voller Optimismus unseren Weg um zunächst in Richtung Slowenien zu fahren. Nach der Grenze breitet sich das fruchtbare Drau - Feld aus, im Hintergrund sind schon Berge zu sehen, sie gehören zur Zagorje. Zuerst an Maribor, dann an Ptuj vorbei, kommen wir der kroatischen Grenze immer näher. Nach einer schnellen Kontrolle können wir weiter reisen. Kurz vor Zagreb ein kleiner Mittagsimbiss, dann gelangen wir zum Hotel wo wenig später unsere Stadtführerin Zlata erscheint. Wir starten pünktlich und genießen in den nächsten Stunden das einmalige Flair der kroatischen Hauptstadt. Durch den modernen Teil hindurch gelangen wir in die Architektur welche uns die Habsburger hinterlassen haben. Wir sehen die monumentale Fassade des Mirogoj, die Oper und zahlreiche schöne Bauten aus der Monarchie. Dann unternehmen wir mit Zlata einen Spaziergang; durch das Steintor gelangen wir in die Oberstadt, bestaunen die bunten Dachziegel der Markuskirche und genießen den wunderbaren Ausblick über die Dächer von Zagreb bis weit hinein in das schöne Land. Am schlagenden Herzen der Stadt, dem Jelacic – Platz, endet die wissenswerte Führung und die individuellen Entdeckungen können beginnen. Nun meldet sich auch Petrus mit einem starken Schauer wieder, dennoch, wir genießen den Aufenthalt in dieser europäischen Metropole.
Später am Nachmittag gelangen wir wieder zum Hotel; leider kommen die Fluggäste heute etwas später, aber zum Schluss des Tages ist dann unsere Reisegruppe doch vollzählig.

Das Naturwunder der Plitwitzer Seen


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9.9.2019. Als ich erwache lacht die Sonne in mein Zimmer hinein. Ein gutes Frühstück und wir können gegen neun starten. Gerade jetzt donnert es wieder, mit dem Wettergott ist derzeit kein gutes Geschäft zu machen. Voller Tatendrang nehmen wir die Fahrt auf um einen der schönsten Nationalparks Europas zu besuchen. Zunächst bis Karlovac auf der Autobahn, dann über die Landstraße, so gelangen wir in Richtung Süden. Wir sehen die einsamen Dörfer der Krajna, manch trauriges Relikt aus dem letzten Krieg aber immer auch eine faszinierende Landschaft auf dem Weg hinauf. Direkt vor unserem Hotel kommen wir zum Stehen; nach einer kleinen Stärkung geht es mit unserer Parkführerin Ivana auf Erkundungen im Nationalpark der Plitwitzer Seen. Zunächst fährt uns die Panoramabahn hinauf zu den Oberen Seen. Bei unserer Wanderung hinunter gelangen wir über Wege und Knüppeldämme, entlang zahlreicher Wasserfälle und Kaskaden. Dabei genießen wir immer neue Panoramen und, unten am Koziak - See angelangt, erwartet uns nun eine kleine Schifffahrt. Mit dem Elektroboot geht es hinüber zum Picknick - Punkt und dann schließlich hinein in den Canyon der Unteren Seen. Auch hier erfreuen zahlreiche Kaskaden unser Auge; das rauschende Nass donnert atemberaubend zu Tal, in den 1960ern waren diese Naturwunder auch Filmkulisse. Die schönen Zeit vergeht hierbei leider wie im Flug; ein letzter großer Höhepunkt ist der Große Wasserfall, er sendet donnerndes Nass fast 80 Meter herab – atemberaubend!
Erschöpft aber zufrieden über das Gesehene langen wir wieder am Hotel an, genehmigen uns noch etwas Ruhe um dann gemeinsam das leckere Diner zu genießen. So endet dieser schöne Tag ganz gemütlich an dem es auch reichlich Sonnenschein gab.

Der Krka Nationalpark und die Stadt Trogir


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10.9.2019. Heute haben wir uns wieder viel vorgenommen und somit starten wir in der Frühe um zunächst durch das einsame Land der Lika zu gelangen. Petrus hat uns an diesem Vormittag neben viel Sonne auch Nebelbänke in den Weg gelegt, ein reizvoller Mix. Durch eine lieblich - herbe Landschaft gelangen wir bald hinunter an die Adria; hinter uns das Velebitgebirge vor uns ein romantischer Nationalpark. Der Karstfluss Krka der im Landesinnern entspringt bildet an seinem Unterlauf zahlreiche Wasserfälle und Kaskaden. Nach einem stärkenden Imbiss begrüßen wir Marica, sie wird uns eine tolle Begleiterin im Nationalpark sein.
Mit unserem Bus gelangen wir hinunter zum Skradinski Buk; es ist der schönste Wasserfall im Park, er macht sich schon mit lautem Tosen bemerkbar. Die Runde die wir nun drehen ist reich an Attraktionen; zwischen den verschiedenen Wasserarmen welche der Fluss bildet, gelangen wir hinunter zur Brücke. Hier halten wir den Atem an: Über zahlreiche Kaskaden kommt uns das Wasser rauschend entgegen und verschwindet unter unseren Füßen in Richtung Adria.
Nach diesem ganz besonderen Erlebnis gelangen wir nun direkt hinunter zum Meer um uns zum Schluss noch eine ganz besondere Stadt anzuschauen: Trogir. Fast originalgetreu zeigt sich uns hier das Mittelalter und durch zahlreiche enge Gassen hindurch erschließen wir uns eine längst vergangene Zeit. An der Promenade endet die Führung und Marica verabschiedet sich. Es verbleibt noch etwas Zeit in der warmen Nachmittagssonne; nach einer knappen Stunde machen wir uns jedoch auf um zu unserem Hotel bei Split zu gelangen.

Split und die Weiterreise in die Herzegowina


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11.9.2019. Der Morgen erwacht freundlich, die Sonne steigt hinter den Bergen empor und wir machen uns auf um römische Spuren in Kroatien kennenzulernen. Als wir von den Bergen herabfahren liegt die Stadt Split wie auf dem Präsentierteller vor uns. Bald sind wir an der palmenbesetzten Riva angelangt, hier werden wir von Dijana begrüßt, sie nimmt uns nun mit auf eine ganz besondere Zeitreise.
Der Römische Kaiser Diokletian schuf sich hier seinen Ruhesitz, einen ganzen Palast. Das war nun schon vor rund 1 700 Jahren und wir wandeln in der nächsten guten Stunde auf den Spuren dieses grausamen Herrschers. Viel weiß Dijana davon zu berichten und bei unserem Gang durch die Kellergewölbe und die ehemalige Gemächer, staunen wir über das damalige Leben. Am Ende bleibt noch etwas Zeit für individuelle Unternehmungen, die Mittagssonne heizt uns dabei so richtig ein.
Am Nachmittag geht die Tour vorerst direkt an der Küste weiter; dann unterqueren wir das Biokovo - Gebirge und sind fortan im dalmatinischen Hinterland unterwegs. Bald gelangen wir zur Grenze nach Bosnien wo es wider Erwarten doch recht flott geht. Dann sind wir in der kargen Herzegowina unterwegs; die Straße senkt sich ab und am Fluss Neretva angelangt, gibt es wieder eine üppige Vegetation. Bald kommt ein besonderer Ort ins Blickfeld; schon von weitem sehen wir osmanische Architektur, es ist Pocitelj, auch das Türkische Dorf genannt. Da machen wir nun Halt und wer will kann dieses einmalige Flair genießen; der Besuch der Moschee oder ein Abstecher hinauf zur Festung – der Ort hat einiges zu bieten! Nach diesem interessanten Besuch ist es nun nicht mehr weit bis nach Mostar. Am Hotel werden wir freundlich begrüßt und nach dem leckeren Abendessen genießen wir im schönen Garten des Hotels noch einen wunderbaren Sommerabend bei Wein und Bier.

Mostar und Entdeckungen im Tal der Neretva


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12.9.2019. Am heutigen Vormittag steht eine besondere Stadt auf dem Programm. Der Besuch von Mostar kommt einer Reise in das Morgenland gleich und als wir zu Fuß in Richtung Altstadt unterwegs sind, ist selbst das Pflaster anders als bei uns. Zunächst gelangen wir mit Elvira, unserer Führerin, zur Gerber - Moschee. Hier erfahren wir etwas über das religiöse Leben der Moslems in Bosnien um wenig später über einige Stufen zur Neretva hinabzusteigen. Staunend stehen wir nun vor dem Wahrzeichen der Stadt, es ist die Alte Brücke. Mit einem eleganten Bogen überspannt sie den Fluss und wir lassen die Fotoapparate klicken. Dann, wieder oben angelangt, überqueren wir dieses Zeugnis aus osmanischen Zeiten um wenig später auf der anderen Seite noch einige schöne Impressionen aus diesem reizvollen Ort in uns aufzunehmen.
Auch hier vergeht die Zeit wie im Flug, wir gelangen wieder nach Kroatien wo uns in der wunderschönen Villa Neretva ein schmackhaftes Essen von den freundlichen Mitarbeitern des Hauses serviert wird. Nach dieser willkommenen Stärkung genehmigen wir uns nun eine reizvolle Bootsafari. Kreuz und quer geht es hierbei auf den Kanälen des Flusses entlang; begleitet von zwei lustigen Musikanten erleben wir hier eine schöne Zeit. Es ist eine besondere Stimmung: Gastfreundliche Menschen und eine besondere Flusslandschaft bringen uns das Lebensgefühl dieser Gegend recht nah. Als wir dann mit unserem Boot anlegen, verabschieden wir uns und die Musik klingt noch nach auch als wir dann schon wieder mit dem Bus unterwegs sind.
Der Weg bis zu unserem Hotel in Dubrovnik ist nun nicht mehr weit und als wir dann anlangen, vollendet wenig später die Sonne ihren Tageskreislauf um hinter den Elaphitischen Inseln im Meer zu versinken.

Dubrovnik, die Adriaperle


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13.9.2019. Auch heute bleibt uns der Wettergott treu. In Dubrovnik ist für heute Hochsommer bei 30° angesagt und so machen wir uns am Vormittag auf diese besondere Stadt zu erkunden. Mit dem Linienbus, gemeinsam mit den Einheimischen, geht es zur Altstadt. Hier wartet Mladen, er wird uns nun diese Adriaperle zeigen. Unter der Zugbrücke hindurch geht es zwischen den Stadtmauern entlang und in Richtung der belebten Stradun. Es ist der Schmelztiegel vieler Touristen aus aller Welt; alle haben nur das eine Interesse einen der schönsten Orte der Adria zu besuchen. Mladen weiß viele aus Vergangenheit und Gegenwart zu berichten und solcherart erschließen wir uns nun die Straßen, Gassen und Plätze von Dubrovnik. Wir schauen in das Franziskanerkloster mit seiner uralten Apotheke hinein, machen einen Abstecher in der „Fressgasse" und gelangen bald zum ehemaligen administrative Zentrum der alten Ragusa. Hier, am großen Platz, umstanden von Kathedrale und Zollhaus, steht der Rektorenpalast. Hier wurde einst große Politik gemacht und wir lauschen den Erklärungen und fühlen uns damit gleich um Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt.
Nun beginnt die ausgiebige Freizeit an diesem Spätsommertag. Ob es nun der Besuch der Stadtmauer oder eine Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Hausberg ist, ein leckeres Fischessen in einem der guten Restaurants oder nur ein Kaffee – Dubrovnik hat viel zu bieten! Aquarium, Museen, zahlreiche Kirchen, belebte Plätze aber auch heimliche Gassen; ich glaube an diesem schönen Tag war für jeden etwas dabei. Und selbst ein Bad im Meer war noch möglich, die Adria ist selbst Mitte September noch angenehm warm
Als wir uns dann am Abend wiedersehen sind wir uns einig: Das war ein weiter schöner Tag unsere Reise!

Ins Land der Schwarzen Berge


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14.9.2019. Am heutigen Tag wollen wir ein weiteres reizvolles Balkanland, welches eine lange und unruhige Geschichte hat, kennenlernen. Dazu machen wir uns wieder etwas eher auf um in den vollen Genuss zu kommen. Der erste Blick nach draußen zeigt: Ein weiterer Sommertag wird uns bevor stehen. Voller Optimismus starten wir in Richtung Grenze um nach einer Stunde Fahrt festzustellen, dass wir nun etwas Geduld brauchen; zahlreiche Busse vor uns warten auf Abfertigung. Nach dieser Verzögerung kann es aber losgehen; bald steigt Marko zu er wird uns an diesem Tag einen Teil seiner schönen Heimat zeigen. Zunächst gelangen wir an die große Bucht von Kotor; entlang ihres Ufers staunen wir über die üppige grüne Vegetation um dann an der schmalsten Stelle, Verige genannt, einen Stopp einzulegen. Wunderbar ist der Blick vom Wasser hinauf zu den Bergen die wie in einem norwegischen Fjord gen Himmel streben. Vor uns die zwei Inseln, die eine werden wir als Nächstes besuchen. Zu diesem Zweck machen wir uns auf zum Barockstädtchen Perast; von hier aus erwartet uns eine kurze aber gemütliche Bootsfahrt. Leicht schaukelnd landen wir auf der Insel zur „Mutter Gottes von Skrpjela" an um einmal einen Blick in die kleine aber feine Kirche hineinzuwerfen. Ein solches Kleinod ist immer dicht umlagert so dass wir auch hier ein wenig Geduld benötigen, danach aber umso überraschter sind welche Pracht sich im Inneren dieses Gotteshauses entfaltet. Bei sommerlicher Hitze geht es dann wieder zurück nach Perast und in einem wirklich urigen Restaurant genießen wir zur Mittgaszeit eine montenegrinische Spezialität: luftgetrockneten Schinken, würzigen Käse, Oliven und lockeres Weizenbrot – ein Genuss!
Dann gelangen wir in den traditionsreichen Seefahrerort Kotor um hier eine schöne Zeit zu erleben. Mit Marko tauchen wir in das Labyrinth der Gassen ein, wir erfahren viel von der unruhigen Geschichte des Ortes und schauen auch in das wirklich sehenswerte Seefahrtmuseum hinein. Dabei vergeht die Zeit wie im Fluge, es gibt in diesem Hauptort der Bucht viel zu entdecken; wir gönnen uns genügend Freizeit für eigene Erkundungen und es hat sich gelohnt!
Eigentlich wollten wir noch einen Abstecher in Budva machen, aber die Zeiger der Uhr drehen sich unaufhaltsam, der Nachmittag ist vorangeschritten und wir haben noch die Grenze vor uns. Also machen wir uns schweren Herzens auf um zur Autofähre zu gelangen; sie bringt uns wieder hinüber zur anderen Seite der Bucht und von hier geht es dann zur Grenze. Leider bewahrheitet sich die Prognose: Es vergeht fast eine Stunde bis zur Wiedereinreise nach Kroatien. Als wir kurz vor Dubrovnik anlangen, versinkt die Sonne im Meer, dann geht es hinunter zum Hotel welches wir dann gegen halb acht erreichen, ein weiterer ereignisreicher Tag liegt nun hinter uns.

Venezianisches Flair in Hvar


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15.9.2019. Nun wird es Zeit eine der zahlreichen schönen Inseln unseres Gastlandes zu besuchen und somit machen wir uns am Vormittag auf um noch einmal in den Genuss zu kommen direkt an der Küste entlang zu fahren. Erneut staunen wir über die Flora die in üppiger Pracht an den Fenstern der Busses vorüberzieht. Bald erreichen wir wieder das fruchtbare Tal der Neretva und gönnen uns hier eine halbe Stunde an den zahlreichen Ständen welche die Obstbauern entlang der Straße aufgebaut haben. Hier wird alles feilgeboten was das fruchtbare Gebiet hergibt: erntefrische Mandarinen, Honig, Marmeladen, Oliven, Knoblauch, Granatäpfel und vieles mehr. Alles schön dekoriert und, bevor der Kauf zu Stande kommt, stehen Kostproben bereit.
Dann gelangen wir, immer an der Küste entlang, in den kleinen Ort Drvenik, von hier geht es dann hinüber zur Insel Hvar. Doch zunächst gönnen wir uns hier bei strahlendem Sonnenschein einen kleinen Imbiss.
Dann geht es mit dem Bus auf die Fähre; hier wird es etwas eng, dennoch gelingt die Überfahrt welche wir vom Sonnendeck aus genießen können. Drüben angelangt führt uns die schmale Inselstraße entlang einsamer Dörfer durch eine nahezu unberührte Natur und nach knapp zwei Stunden Fahrzeit erreichen wir den Ort Hvar. Hier werden wir schon von Jasna erwartet, sie wird uns nun in der nächsten Stunde diesen reizvollen Ort zeigen. Venezianisches Flair trifft hier auf modernes Leben; im Hafen liegen zahlreiche Jachten der „Reichen und Schönen" dieser Welt, und auch wir genießen die einmalige Atmosphäre dieser besonderen Stadt.
Dann gelangen wir hinauf zu unserem Hotel; die Sonne neigt sich dem Untergang zu und wir genehmigen uns, hoch oben über der Adria mit Blick auf das Wasser und die Inseln, ein leckeres Diner. Danach lädt die Altstadt noch zu einem abendlichen Bummel ein, munteres Leben dominiert den Ort nach Sonnenuntergang.
Ein besonders romantischer Anblick bietet sich an diesem Abend mit Blick vom Hafen in Richtung Hauptplatz: Der eben aufgegangene Vollmond steht schräg über dem Turm der Kathedrale, ganz leicht von zarten Wölkchen umhüllt und davor der Hauptplatz dessen Kalksteinpflaster das Licht der zahlreichen Laternen widerspiegelt, einfach wunderbar!

Starigrad und Šibenik


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16.9.2019. Auch heute bleibt uns Petrus wohlgesonnen, er sendet uns erneut einen Sommertag und so lassen wir uns auch gar nicht lange bitten, steigen in den Bus um ein kleines Stück an der Südwestküste der Insel Hvar entlang zu fahren. Schnell haben wir den Tunnel erreicht, durch ihn gelangen wir zur anderen Seite. Vor uns erscheint eine langestreckte Bucht an deren Ende der Ort liegt den wir nun besuchen werden: Starigrad. Hier ist es zu dieser Zeit noch ganz ruhig; wir durchstreifen die Gassen, gönnen uns ein Eis und danach unternehmen wir einen Spaziergang entlang der reizvollen Promenade um direkt zum Fährhafen zu gelangen. Hier hat schon das Schiff angelegt welches uns wieder hinüber zum Festland bringen wird. Pünktlich geht es los und wir genießen bei strahlendem Sonnenschein eine zweistündige Seereise die auf dem Sonnendeck besonders genussvoll ist. Bald kommen wir der Meerenge die von den Inseln Brac und Šolta gebildet wird nah, durchqueren sie und danach ist schon das Häusermeer von Split zu erkennen. Hier legen wir dann auch eine Stunde später an; durch das Gewühl der Stadt gelangen wir hinauf zur Autobahn und von hier zu unserem nächsten Ziel: Šibenik.
Hier werden wir nun wieder von Marica erwartet, sie führte uns schon in Trogir und Krka und auch in Šibenik wird sie uns mit ihrer charmanten und lustigen Art diese besondere Stadt näherbringen. Über die sonnendurchflutete Promenade gelangen wir zum Park um schließlich dann in den engen Gassen der Stadt zu verschwinden. Kreuz und quer, mal oben, mal unten, so verläuft die Tour durch die Altstadt. Sie endet am wichtigsten Zeugnis aus venezianischer Zeit, der Jakobskathedrale. Nachdem sich Marica verabschiedet hat verbleibt noch genügend Zeit zum Besuch dieses besonderen Gotteshauses.
Nun ist der Tag schon vorangeschritten; die Sonne neigt sich dem Horizont zu als wir unser Hotel in der Nähe von Zadar erreichen, damit endet auch dieser schöne Tag.

Zadar und Fahrt entlang der Küste nach Istrien


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17.9.2019. Nach angenehmer Nacht und einem kräftigenden Frühstück machen wir uns auf um noch ein gutes Stück Kroatien kennenzulernen. Die Sonne lacht uns wieder zu als wir in den Hafen von Zadar einschwenken um hier Meri, unsere Stadtführerin, zu begrüßen. Schnell sind wir in der Altstadt verschwunden; schmale Gassen bringen uns zur Promenade und an deren Ende werden wir von Tönen überrascht welche direkt aus dem Meer kommen. Es ist die in der Welt einmalige Meeresorgel welche uns ein Ständchen gibt. Von der Adria weht ein angenehm kühles Lüftchen als wir zum Zentrum von Zadar gelangen; vor unseren Augen zeigt sich das wunderbare Panorama von Donatskirche, Kirchturm der Kathedrale und den Überbleibseln des Forum Romanum. Vom Landtor aus gelangen wir später zum Hauptplatz und hier, bei munteren Treiben, endet die wissenswerte Führung und wir gönnen uns noch etwas Freizeit in Zadar.
Der Nachmittag sieht uns dann, begleitet von Sonnenschein, auf der Adria - Uferstraße, bei der Weiterfahrt gen Norden. Wunderbar sind hier die Panoramen: Rechts steigt das Velebitgebirge auf über 1 000 Meter an, links die blaue Adria und die kahlen, weißen Inseln die hier im Norden des Landes doch einen eigentümlichen Kontrast bilden. Über zahlreiche Kurven, dann wieder durch kurze Tunnel, geht es immer weiter nach Norden. Bald taucht die Insel Krk auf, wir sehen die gigantische Brücke und schwenken wenig später ins Hinterland ab. Eine letzte Pause bei Rijeka, dann gelangen wir durch den Ucka - Tunnel hinüber zur Halbinsel Istrien. Wir genießen auf den letzten Kilometern die schöne Landschaftsform mit ihren sanften Hügel auf denen malerische Orte zu sehen sind, dann schneiden wieder tiefe Flusstäler ins Land hinein, ja selbst auf den letzten Kilometern die wir am heutigen Tag zurücklegen zeigt sich unseren Augen eine doch wirklich schöne Natur. Rechtzeitig zum Abendessen erreichen wir unser Hotel bei Porec, hier werden wir die letzte Nacht auf kroatischem Boden verbringen.

Welterbe in Porec


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18.9.2019. Regen tröpfelt auf das Vordach vor meinem Hotelfenster und holt mich aus dem Schlaf. Nun hat Petrus doch einmal seine gute Laune verloren.
Aufgespannte Schirme und Wasserlachen unter den Füßen; so beginnt die Stadtführung durch Porec mit Eleonora. Tapfer lauschen wir ihren wissenswerten Ausführungen und mancher Blick geht hinauf zum Himmel, von Osten wird es etwas heller.
Als wir dann bei der Euphrasius - Basilika anlangen, können wir die Schirme schließen, hier sind wir unter Dach und Fach. Nun beginnt eine besondere Zeitreise. Die ältesten Teile in diesem Komplex stammen aus dem 4. Jahrhundert und besonders eindrucksvoll sind hier die Mosaiken aus dieser frühchristliche Zeit anzuschauen. Wir sehen Teile des Bischofspalastes, dann wieder Ausgrabungen mit Fragmenten und in der Kirche selbst bewundern wir die schönen Arbeiten Byzantinischer Innengestaltung. Tief beeindruckt von dieser jahrtausendealten Kunst tauchen wir wieder in die Gassen der Stadt ein, nun hat sich sogar die Sonne durchgesetzt und wir genießen vor der Abfahrt ein letztes Mal auf dieser Reise das einmalige Flair mittelalterlicher Architektur an der Adriaküste.
Als wir uns aufmachen zeigt das Thermometer noch gute 25°, das wird sich bald ändern. Ein gutes Stück sind wir noch auf Istrien unterwegs, dann geht es hinauf in die Berge. Die stürmische Bora rüttelt am Bus und als wir dann im malerischen Bled anlangen, empfängt uns herbstliche Kühle, wir haben hier endgültig den Sommer verlassen.
Leider haben sich Wolken auf die Berge gelegt, dennoch gönnen wir uns eine schöne Zeit am malerischen See mit seiner Insel.
Dann trennt uns noch eine knappe Stunde Fahrt von unserem Hotel in Kranjska Gora; ein letztes Diner können wir hier noch gemeinsam genießen, am morgigen Tag trennt sich unsere Gruppe, also verabschieden wir uns von den Fluggästen; ich hoffe sie hatten einen angenehmen Heimflug.

Die Heimreise durch Österreichs Bergwelt


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19.9.2019. Tiefe Ruhe lag über dem Tal welches hinauf zum Vršic - Pass führt als wir uns im Reich der Träume befanden.
Ein letztes gutes Frühstück hier in den slowenischen Alpen und im Hotelrestaurant sehen wir Skisprungprominenz die hier wohl für den Winter trainiert - noch ein kleines Highlight dieser Reise. Nun fällt der Abschied doch schwer, aber wir haben noch eine attraktive Strecke vor uns. Unser Weg führt uns zwangsläufig einmal quer durch die Alpen und das auf der Tauernautobahn. Gleich nach der Abfahrt unterqueren wir die Karawanken im Tunnel um gleich danach in Kärnten anzulangen. Die Sicht ist recht gut und somit sehen wir auch auf der weiteren Fahrt durch das Salzburger Land die schroffen Erhebungen und sanften Täler die zu den mediterranen Impressionen der letzten Tage noch einen schönen Kontrast bilden. Bei Salzburg treten die Berge aber langsam zurück; im Chiemgau, und später vor München, wird das Land dann flacher.
Bei der Fahrt durch Bayern sehen wir dass nun das Jahr vorangeschritten ist; bis auf den Mais sind alle Felder abgeerntet, nur noch Stoppeln erinnern an das Getreide und eine vorsichtige Laubfärbung deutet den Herbst an.
Trotz aller Befürchtungen: Auf dieser Route und das ohne unnötige größere Umwege, gelangen wir fast eine halbe Stunde früher an unseren Zielen an. Ein letztes Lebewohl dann ist diese schöne Reise beendet, wir werden noch lange daran zurückdenken und an den kalten und trüben Herbsttagen die nun vor uns liegen uns der warmen Adriasonne erinnern.

Steffen Mucke


Schöne Tage – nicht weinen, wenn sie vergangen, sondern lachen, dass sie gewesen!
Rabindranath Tagore

Denn es ist nun einmal nicht anders, dass man, sobald man fertig ist, gleich wieder was Neues im Sinne haben müsse.
Goethe

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