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Zu ABBA nach London im April

Reisebericht: 10.04. – 13.04.2026

Bericht von unserer Kurzreise nach London im April zur ABBA-Voyage-Show.

Andreas Böcker

Ein Reisebericht von
Andreas Böcker

National Gallery – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Houses of Parliament mit Elizabeth Tower – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Olympia-Stadion (heuet Westham United) – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Nach der Show – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Narzissen und Tulpen zwischen Green Park, St. James Park und Buckingham Palace – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Wachwechsel – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Nach dem Wachwechsel – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Buckingham Palace – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) King's Collge und The Shard – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Blaumeise im KIng's College – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Bootsgarten und Blick auf die Isle of Dogs/Canary Wharf – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL) Regenbogen über der Themse – © Andreas Böcker (Eberhardt TRAVEL)

Freitag, 10. April 2026 – Anreise nach London

Mit drei Flugzeugen reisten wir nach London an. Als erstes kamen die Düsseldorferinnen an. Sie waren pünktlich und bekamen sogar schon am Morgen ihr Zimmer. Dann kamen wir Berliner. Unsere in Irland beheimatete Maschine hatte zwei Stunden Verspätung, was manche augenzwinkernd (oder war es die Müdigkeit?) quittierten mit: "Da hätten wir auch zwei Stunden länger schlafen können."

Ankunft in London, Hineinfahrt von Norden her. "Wir müssen um 14:00 bei Madame Tussauds sein, schaffen wir das?" werde ich von einer Mitreisenden gefragt - sie hat das für sich und ihre vier Freundinnen vom Line Dance organisiert. Ich beruhige, ja, das sei zu schaffen. Und natürlich schaffen sie es auch.

Die letzte Reisende, aus Frankfurt kommend, ist weniger glücklich. Statt am frühen Nachmittag, erreicht sie das Hotel erst am sehr späten Abend. Streik des Kabinenpersonals bei Kranich Air.

Abends treffen wir uns um 19:00 Uhr in der Lobby, wer Lust habe mit Essen zu kommen. Ich hatte nachmittags angekündigt, dass ich plane, zum Thailänder zu gehen. Dort aber vorsichtig angefragt, wie das sei, mit 20+x Personen aufzukreuzen: "Nein, bitte nicht, wir sind heute nur zu zweit im Service, komm ein anderes Mal." Und dann kommen von 25 Gästen 22 zum Treffen. Ich erkläre, dass das mit dem Thailänder schwierig wird und will in den Pub. Plötzlich sind nur noch zwei Personen bei mir. Ich hatte aber den Eindruck - der nicht stimmen muss - dass die 20 anderen - nicht zusammen aber in Grüppchen - beim Thailänder waren....

Samstag, 11. April 2026 – Camden Town – Tea Time im Sightseeing Bus – ABBA Voyage

Am Vortag habe ich Oyster Cards aufgeladen. Leider hat jemand in Deutschland meine Kreditkarte nach etwa 20 Transaktionen kurz hintereinander gesperrt und auch die Girokarte will erst mal nicht. Ein Anruf bei Kreditkartenanbieter führt zu keiner Verbesserung. Morgens treffen wir uns alle in der Hotellobby und verteilen erst einmal die OysterCards und Audiogeräte, mit denen wir den städtischen Nahverkehr nutzen können. Jemand erklärt sich zum Glück bereit, die restlichen OysterCards zu übernehmen, denn der Automat nimmt natürlich gerade auch keine Banknoten an.... Dann fahren wir los nach Camden Town. Was ist eastbound, was westbound, was ist northbound und was ist southbound? Das haben wir schnell raus, jetzt müssen wir nur noch wissen, WO WIR SIND, und in WELCHE RICHTUNG wir wollen. Wir sind im Osten von London City, nehmen eine westgebundene U-Bahn und dann eine nordgebundene, bis wir in Camden Town aussteigen.

Nach einer sehr kurzen Führung (Szene aus James Bond 007: Spectre, die an der Themse spielte, aber am Regent's Canal gedreht wurde, und Statue von Amy Winehouse ) ist Marktzeit angesagt.

Gegen Mittag treffen wir uns wieder an der U-Bahnstation und fahren nach Charing Cross, wo wir ein wenig über die Verbindungsroute zwischen London und Westminster Abbey erfahren, dass diese seit dem 13. Jhdt. beliebt beim Adel war, um hier Residenzen außerhalb der Stadt zu errichten, die vom Wasser der Themse aus erreichbar waren, weswegen die Straße bis heute "Strand" heißt. Wir erfahren hier auch von Edward I. (dem Schottenhammer) der seine Frau Eleanore von Kastilien nach ihrem Tod nach Westminster bringen ließ und an jedem der Punkte, an dem der Sarg abends abgestellt wurde, um ein Lager aufzuschlagen eine Gedenksäule aufstellen ließ. Das Charing Cross war eine solche, im Dorf Charing, das hier zwischen Westminster und London lag. Weshalb man diese Nacht noch vor den Toren Westminsters verbrachte, ist nicht ganz klar, Historiker spekulieren, dass man tagsüber in Westminster einziehen wollte und nicht in der Dämmerung oder Dunkelheit.

Weiter geht es über den Trafalgar Square, wo eine Pro-Palästina-Demo stattfinden. Wir gönnen uns eine kurze, technische Pause. Wir schauen durch den Admirality Arch (Admiralitätsbogen) in Richtung Buckingham Palace, die eine Meile entfernte Victoria glänzt golden in der Sonne.
Wir liegen gut in der Zeit, gehen an den Horseguards vorbei und hören dort schon die lautstarke Demo vor Starmers Amtssitz (10 Downing Street), diesmal von der LGBTQ+-Bewegung und ihren Unterstützern. Vorbei an den Überresten des in großen Teilen abgebrannten Whitehall-Palastes, auf dessen Gelände heute das Verteidigungsministerium steht und Downing Street erreichen wir schließlich Westwinster und die Houses of Parliaments mit Oberhaus und Unterhaus, Victoria Tower und berühmteren Elisabeth-Tower, der auch gerne als Big Ben bezeichnet wird, obwohl dies ja korrekterweise nur die berühmte Glocke in seinem Inneren ist. Am Boudicca-Denkmal, dem Denkmal für die Icäer-Königin, die einen Aufstand gegen Rom anführte, trennen wir uns, um uns eine halbe Stunde später wiederzutreffen, um mit dem Oldtimer-Doppeldecker von Birgits Bakery eine Stadtrundfahrt zu machen. Dazu gibt es Tea Time: Sandwiches, Süßgebäck und Scones (Britische 'Kuchenbrötchen') mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Und natürlich Tee. Oder Kaffee. Diesmal kann die ganze Gruppe oben im Bus sitzen. Nur das Kabel für das Mikro reicht nicht, ein einsamer Reiseleiter sitzt alleine unten im Bus....

Ich kommentiere, was ich so links und rechts entdecke. Zunächst fahren wir an den Houses of Parliaments und Westminster Abbey vorbei, dann kommen wir zu Buckingham Palace und seinen Gärten, kommen an Harrods vorbei durch Kensington, sehen den Hyde Park und die Kensington Gardens, fahren durch Albertopolis mit der Royal Albert Music Hall, dem Albert Memorial und dem Naturhistorischen Museum sowie dem Science Museum und dem Museum für Design (Victora & Albert Museum): Albertopolis bietet natürlich noch einiges mehr.

Nördlich des Hyde Park kommen wir am Marble Arch vorbei, der ursprünglich als Eingang von Buckingham Palace fungierte, bevor Victoria den vierten Flügel des ehemaligen Jagdschlosses errichten ließ, dem der Marble Arch dann weichen musste. Jetzt kommen wir am St. James Palace, Picadilly Circus vorbei, fahren durch das exklusive Mayfair-Viertel. Und dann sind wir bald wieder am Ausgangspunkt unserer Route angekommen, bekommen unsere Teebecher mit (die sind spülmaschinenfest!) und wer mag, kann sich übrig gebliebene Sandwiches oder Törtchen einpacken und mitnehmen.

Von Embankment aus fahren wir zurück ins Hotel, am Abend steht der Grund und Höhepunkt der Reise an: ABBA Voyage!

Vor der Hoteltür parkt am Abend ein Bus, der uns zu unserem Ziel an der Pudding Mill Lane bringt - die sich laut Aussage von Björn Ulveus - oder zumindest nach Aussage seines Avatars anhört, wie ein Liedtitel.

Ganz ohne Stress können wir uns hier noch umtun, in die laute Bar gegenüber schauen, oder den Merchandise Shop im Bahnhofsgebäude plündern. Ganz gemütlich gehen wir hinein - doch halt: Drei Mitreisenden wird der Zutritt zur ABBA-Arena verwehrt! Die erste wird von einer freundlichen Mitarbeiterin in Merchandise-Shop geführt und ihre Karte ausgetauscht, offensichtlich ein bekanntes Problem. Die beiden anderen wurden wohl etwas schroffer ins Merchandise-Shop geführt. So kann jeder von uns auf seinen Platz. Im Vorraum der ABBA-Arena wird der ein oder andere Prosecco getrunken und Leute bewundert, die sich mehr oder weniger stilecht im Stil ihrer Ikonen oder zumindest der 70er Jahre zurecht gemacht haben.

Während das Gros der Gruppe von uns auf de Rängen in der Mitte der Arena sitzt, haben vier es tatsächlich gewagt, Karten für den Dance Floor zu buchen. Aber auch in den Rängen wird kräftig getanzt. Auch aus unserer Gruppe kommen die meisten aus sich heraus und tanzen zur Musik, zumindest ab und zu.
Natürlich spielt ABBA dann auch noch eine Zugabe und zu guter Letzt verwandeln sich die vier Avatare in ihre heutigen Alter Egos, die sich vor dem versammelten Publikum noch einmal verneigen.

Aufgekratzt und guter Stimmung geht es zurück ins Hotel.

Sonntag, 12. April 2026 – Charity Marathon – Wachwechsel und London City

Am Morgen ist der Plan, erst einmal gemeinsam zu St. James Park zu fahren, von wo aus wir durch den Park zum Buckingham Palace laufen wollen, um dem Wachwechsel beizuwohnen.
Aber es kommt erstens anders und zweitens als man denkt! In der Tower Hill Station erfahren, wir, dass die Züge an Embankment enden. Okay, kein Problem, laufen wir eben ab dort. Ist ein paar hundert Meter weiter, nicht tragisch. Aber im Zug fallen uns dann die ersten Marathonläufer auf. Es findet in London ein Wohltätigkeitslauf statt. Wir sehen viele Startnummern, die höchste, die ich sehe, liegt bei ungefähr 25.000. Also mindestens so viele oder noch viel mehr Läufer, die auf den Trikots die Anliegen stehen haben, für die sie laufen: Krebs, Multiple Sklerose.... Es sind in erster Linie medizinische Themen ist mein Eindruck. Und natürlich Zuschauer und Familienmitglieder, die ihre Angehörigen supporten (neudeutsch für 'anfeuern' oder 'moralisch unterstützen').
Gegen den Strom von Teilnehmern und Zuschauern laufen wir durch den Admirality Arch, verlieren dabei einen Teil der Gruppe (aber wir finden auch alle wieder zusammen) und gelangen dann endlich in etwas "ruhigere Fahrwasser".
Das alles hat auch einen Vorteil: In den letzten Jahren habe ich selten so weniger Leute beim Wachwechsel am Buckingham Palace gesehen, die sind wohl alle am Marathon hängen gelieben!

Anschließend gingen wir durch den Green Park zur U-Bahn, wir wollten St. Pauls besichtigen. Heute ist Sonntag, d.h. man kommt kostenfrei in die Kathedrale, mit dem Manko, dass man nur in den hinteren Teil des Hauptschiffs kommt, die Kuppel und die meisten Gräber, für die das Monument für Sir Christopher Wren bekannt ist, bekommt man dafür nicht zu sehen. Dafür muss man dann wochentags den erheblichen Eintrittspreis berappen. Wir erwischten das Ende des Gottesdienstes.

Und was hat das mit dem Monument für Sir Christopher Wren auf sich? Nach dem großen Brand von 1666 war Christopher Wren der Architekt, der mit dem Wiederaufbau der Stadt betraut wurde. Er hatte sich als Architekt bereits einen Namen gemacht und zeigte sich nun hauptverantwortlich für die Gestaltung der Stadt nach der Katastrophe. Die meisten Kirchen in London City und eben auch die St. Paul's Cathedral stammen aus seiner Werkstatt. Ein großes Grabdenkmal, so sagte Wren einmal, brauche er nicht. Aber, so sagen die Londoner, wenn man sie in der Kathedrale nach dem Grabdenkmal für Christopher Wren fragt, sagen nur: "Just look around! - Schauen Sie sich um - sie befinden sich darin."

Im Anschluss daran überqueren wir die Milennium Bridge und laufen vorbei an Tate Modern, The Globe Theater, der Ruine des Palastes des Bischofs von Winchester, der Golden Hind und Southwark Cathedral zum Borrough Market, dem großen Lebensmittelmarkt, wo man bummeln und schlemmen kann. Hier trennen wir uns.

Montag, 13. April 2026 – Thank you for the music....

Leider endete die Reise aufgrund der Streiks bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften für einige etwas früher, als ursprünglich geplant. Die gestrichenen Flüge mussten ersetzt werden und so ging es für alle, auch für die, welche dachten, noch den Vormittag in London zu haben, der Weg noch vor oder direkt nach dem Frühstück zum Flughafen. Nur unser Shuttle kam mit fast einer Stunde Verspätung. Aber die Zeit hatten wir ja.
Und so landeten wir alle in Berlin oder Frankfurt und kehrten von dort nach Hause zurück.


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