Singlereise Malta und Gozo
Reisebericht: 04.03. – 11.03.2026
"Merhba Malta" herzlich willkommen auf Malta. Eine nette Gruppe Singles will die Insel gemeinsam erkunden und erleben. Voll Lebensfreude und unvergesslicher Momente auf der grünen Insel
Ein Reisebericht von
Beate Klingebiel
Mittwoch 04.03. Anreise von verschiedenen Flughäfen via Frankfurt nach Malta
Alle innerdeutschen Flüge landen pünktlich in Frankfurt, gemeinsam geht es weiter mit der Lufthansa nach Malta. Wir werden abgeholt von der fröhlichen Andrea, die wir gleich am Flughafen Malta mit dem blauen Eberhardt Schild erkennen. Ruck Zuck sitzen wir alle im Bus und Andrea plaudert ein wenig über ihre jetzige Heimat Malta. Man merkt sie liebt die Insel.
Malta ist nur 27km lang und 15 km breit, sie hat 500 Tausend Einwohner und 300Tausend Autos die gefühlt heute alle auf der Straße sind. Malta ist das kleinste Mitgliedsland der EU. Wir erreichen nach einer kurzweiligen halben Stunde unser Hotel in Qawra. Ein sehr großes Hotel, das sehr viel Abwechslung bietet. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen haben treffen wir uns auf einen Begrüßungsdrink an der Bar. Ich gebe einen "Kinni" aus, eine "maltesische Cola" eine Mischung aus süßer Orange und herben Kräutern. Dann gehen wir zum Abendessen. Es gibt ein tolles Büffet mit außerordentlich viel Auswahl unsere Erwartungen werden voll und ganz erfüllt.
Donnerstag 04.03. Besuch der Hauptstadt Valletta, Barrakka Gärten, St. John`s Co–Cathedral, Hafenrundfahrt
Nach einem ausgiebigen Frühstück werden wir von unserer heutigen Reiseführerin Angel begrüßt. Wir machen uns mit dem Bus auf den Weg nach Valletta. Zunächst besuchen wir die Upper Barrakka Gärten. Es bietet sich von hier aus ein wunderbarer Panoramablick auf die drei Städte: Die so genannten "Three Cities“ Vittoriosa, Senglea und Cospicua und über den Grand Harbour.
Als nächstes unternehmen wir einen Rundgang mit Angel, dem blonden Engel, durch die historische Altstadt von Valletta die zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Sie ist die erste nach den Plänen der Johanniter-Ritter (1566) am Reißbrett entworfene Stadt Europas. Uns beeindrucken die, streng schachbrettförmig angelegten Straßen, die mächtigen Stadtmauern sowie eine Vielzahl an historischen Gebäuden aus der Zeit des Johanniterordens. Ein kulturelles und historisches Highlight war der Besuch der St. Johns Co Kathedrale. Sie ist eines der bedeutendsten Bauwerke Maltas. Von außen eher schlicht und massiv, was kaum erahnen lässt welch außergewöhnliche Pracht sich im Inneren verbirgt. Reich verzierte Wände, vergoldete Ornamente, echt Gold wohlgemerkt und kunstvoll bemalte Gewölbe schaffen eine besondere Atmosphäre. In der Oratorienkapelle befindet sich das berühmte Gemälde „Die Enthauptung des heiligen Johannes des Täufers“ von Caravaggio (1608). Das Bild wirkt durch seine Größe die Licht und Schatten Darstellung und die dramatische Szene eindrucksvoll und emotional. Es ist das einzige (mit dem Blut aus dem Hals des Johannes) signierte Werk des Künstlers.
Nach der Mittagspause und etwas Freizeit zum schlendern, fahren wir mit dem Bus nach Slima. Die Hafenrundfahrt war für uns eine ideale Möglichkeit, Malta auch aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Bereits beim Ablegen bietet sich ein faszinierender Blick auf die mächtigen Festungsmauern der Hauptstadt Valletta, die eindrucksvoll von der bewegten Geschichte der Insel zeugen. Die Fahrt durch den Marsamxett Harbour zeigt uns dann auch die ruhigere, elegante Seite Maltas. Entlang der Ufer liegen zahlreiche Jachten und traditionelle Boote. Auch riesige Kreuzfahrtschiffe waren von weitem zu sehen. Historische Gebäude und Bastionen prägen das Hafenbild. Die Mischung aus mediterranem Flair und jahrhundertealter Architektur vermittelt auch einen ersten Eindruck von der strategischen Bedeutung Maltas. Während der Rundfahrt erhalten wir informative Erläuterungen zur Rolle des Hafens zur Zeit des Johanniterordens auf deutsch. Weiter schippern wir in den Grand Harbour, einem der größten und geschichtsträchtigsten Naturhäfen Europas. Es ist eine verzweigte Bucht die mehr als drei Kilometer tief in die Nordküste Maltas einschneidet. Nach 1,5 Stunden haben wir wieder festen Boden unter den Füßen. Der heutige Tag war wunderbar. Wir freuen uns auf das Abendessen.
Freitag 06.03. Spaziergang Buskett Garden zun den Dingli Klippen–Kochkurs, San Anton Garden
Unser Ausflug beginnt heute mit dem Besuch der Buskett Gärten. Die Buskett Gärten liegen im Westen Maltas und gelten als eines der wenigen größeren Waldgebiete der Insel. Hier leben noch viele bedrohte und endemische Arten des Archipels. Die Anlage ist von erheblicher ökologischer und landschaftspflegerischer Bedeutung. Darüber hinaus ist es ein beliebtes Naherholungsgebiet für die maltesische Bevölkerung. heute ist allerdings nicht viel los, da sich das Wetter nicht gerade von seiner freundlichsten Seite zeigt, wolkig und etwas Sprühregen.
Weiter geht der Spaziergang nach oben zu den Dingli Klippen die höchsten Klippen Maltas. Dort bietet sich uns ein beeindruckender Ausblick auf das offene Mittelmeer. Die steilen Felswände ragen bis etwa 253m über dem Meeresspiegel empor. Die Landschaft ist geprägt von Kalksteinfelsen terrassenförmig genutzten Feldern und mediterraner Vegetation.
Inzwischen auch etwas hungrig geworden, fahren wir zu einem familiengeführten Restaurant. Hier findet der mit Spannung erwartete private Kochkurs für uns statt. In netter Atmosphäre werden wir begrüßt und in die Philosophie des Hauses eingeführt. „Vom Feld auf den Teller“. Viele der Zutaten stammen aus dem eigenen Anbau oder von Bauern aus der Umgebung. Uns wurde dann vom Chef erklärt wie man eine typische maltesische Pizza herstellt. Dann waren wir an der Reihe, immer vier Personen hatten gleichzeitig Platz und konnten sich nach belieben die Zutaten auswählen. Typische Zutaten hierbei sind unter anderem Kapern, Thunfisch, getrocknete Tomaten ein Schuss Olivenöl. Alles geschah ohne Zeitdruck-mit viel Lachen und Mehl an den Fingern. Es wurden sehr individuelle Pizzen kreiert, schließlich musste man seine eigene Pizza nach dem backen auch wieder erkennen. Die Pizzen haben wir dann noch, wie vom Chef vorgeschlagen, mit frischer geriebener Zitronenschale und einem maltesischen Käse garniert. Einfach köstlich. Wir setzen uns gemeinsam an den Tisch und genießen die zubereiteten Gerichte. So stellt man sich das „echte Malta“ vor.
Gut gesättigt machen wir noch einen Spaziergang durch die San Anton Gärten in Attard. Die historische Gartenanlage gehört zu den schönsten öffentlichen Parks der Insel und liegt direkt neben dem San Anton Palace, dem Amtssitz der maltesischen Präsidentin Myriam Spiteri Debono. Wir schlendern zwischen Springbrunnen, kleinen Teichen und kunstvoll geschnittenen Hecken durch den Park. Wir entdecken Pfauen, Enten und Schildkröten. Ein schöner Brauch: jeder Staatsbesucher pflanzt einen Baum aus seiner Heimat in diesem Garten an. Die Gärten waren ein wohltuender Abschluss für den Abwechslungsreichen Tag.
Samstag 07.03. Ausflug nach Comino
Entspannt geht es um halb zehn los zu dem Anleger wo das Boot auf uns wartet , das uns auf die Insel Comino bringt. Ein bisschen skeptisch sind wir schon, als wir das doch recht kleine im Wind schaukelnde Boot sehen. Aber wir müssen durch und klettern mutig ins Boot, die helfende Hand des Bootsführers gibt uns Sicherheit. Dann düsen wir los und haben riesig Spaß dabei. Der Bootsführer offensichtlich auch denn er gibt mal richtig Gas und freut sich über unsere Lacher. Unterwegs fahren wir an beeindruckenden Felsformationen und Höhlen vorbei. Die steilen Klippen ragen aus dem Meer empor und in den dunklen Öffnungen der Höhlen schimmerte das Wasser in blau und türkis. Wir können diese Naturschönheiten aus nächster Nähe bewundern. Dann steuern wir direkt in die Blaue Lagune. Das Wasser leuchtet in einem unglaublichen hellblau/türkis, man kann kaum glauben, wie klar das Wasser dort ist. Man kann bis auf den Grund sehen, selbst dort wo das Wasser schon tiefer ist. Das Wetter ist sonnig, wir haben wirklich Glück.
Comino will zu Fuß entdeckt werden. Die nur 3km2 kleinste bewohnte Insel des Archipels (nur eine einzige Familie lebt hier) ist autofrei. Eine eher karge, mediterrane Landschaft erwartet uns. Unser Weg führt uns über schmale Pfade, gesäumt von wildem Thymian und niedrigen Sträuchern. Es geht über felsiges Gelände und immer wieder bieten sich traumhafte Ausblicke auf das umliegende Meer sowie die berühmte Blue Lagoon, wo sich Touristen an einem kleinen Strand aufhalten. Die Wanderung zeigt uns Comino als überwiegend naturbelassene Insel. Viele Zugvögel machen hier Rast und erholen sich auf ihrem langen Weg von Afrika in Richtung Norden zu ihren Brutgebieten. Wir machen eine kurze Pause bei einer kleinen Kirche und wandern dann, gefühlt etwas ziellos nach oben bis wir wieder auf einen richtigen Weg kommen. Immer wieder klicken die Smartphons und Fotoapparate, bei einmaligen Aussichten auf das blaue Wasser, Segelboote, Felsen.......
Bei der Rückfahrt zum Hotel waren sich alle einig: diese Tour nach Comino war ein Tag voller unvergesslicher Eindrücke.
Sonntag 8.03. Ausflug in den Süden Maltas– Blaue Grotte–Fischerdorf Marsaxloxx mit Mittagessen
Heute stand ein Ausflug in den Süden der Insel Malta auf unserem Programm. Zuerst fahren wir zu der berühmten Blauen Grotte. Die Blaue Grotte ist eine Meereshöhle im südöstlichen Teil von Malta und ist eine beliebte Touristenattraktion was uns auch nicht verborgen blieb angesichts der vielen Menschen. Leider wurden wir etwas enttäuscht, denn auf Grund des starken Windes hat kein Boot zur Grotte abgelegt. Nun denn, dann haben wir zu Fuß die felsige Umgebung ein wenig erkundet. Wir machen noch einen Fotostopp und können uns die Grotte wenigstens von oben ansehen.
Anschließend ging es weiter in das traditionelle, sehr malerische Fischerdorf Marsaxlokk mit ca.4000EW. Der Name setzt sich zusammen aus dem arabischen Wort Marsa für Hafen und dem maltesischen Wort Xloxx, was Südwind bedeutet zusammen. Der Ort ist für seinen lebhaften Hafen und die bunt bemalten Luzzu-Boote bekannt ist. Die Boote sind traditionell am Bug mit Augen verziert, (Augen des Osiris) Sie sollen die Fischer vor Gefahren beschützen. Da heute Sonntag ist, findet ein Markt direkt an der Uferpromenade statt. Wir haben Zeit und spazieren vorbei an vielen Ständen wo frischer Fisch, Obst und Gemüse angeboten werden. Natürlich auch jede Menge Stände mit Souveniers für Touristen und einige Stände mit handgemachten Produkten.
Nach dem Rundgang über den Markt haben wir uns in einem Restaurant zum Mittagessen getroffen wo draußen bereits ein Tisch für uns eingedeckt ist. Mit Blick auf das Treiben am Markt und auf den Hafen, wunderbar. Dann haben wir die Gelegenheit maltesische Spezialitäten zu probieren, zunächst maltesische Vorspeisen, dann die Fischsuppe Aljotta, es folgt ein ganz frischer Fisch, der köstlich schmeckt und zum Abschluss noch ein leckerer Nachtisch. Satt sind definitv alle geworden. Wir sitzen dort eine ganze Weile vor dem Restaurant, trinken noch einen Kaffee und lassen das Örtchen auf uns wirken. Einige von uns machen noch einen Spaziergang durch den Ort, wo es auch viele schöne traditionelle Häuser zu entdecken gibt und die Ortskirche Lady of Pompei.
Am Nachmittag geht es zurück zu unserem Hotel. Hier haben wir noch Zeit vor dem Abendessen mal in den 11ten Stock zu fahren und die Aussicht zu genießen. Für die tollen Infinity Rooftop Pools und diverse Whirlpools ist es um diese Jahreszeit leider noch etwas zu frisch, aber ein schönes Fotomotiv allemal.
Um 19h gehen die meisten von uns zum Abendessen, jedoch sind wir noch relativ satt vom Mittagessen......aber ein paar Kleinigkeiten gehen immer, die reichliche Auswahl am Büffet ist einfach zu verführerisch.
Montag 09.03. Rabat mit den St. Catald Katakomben– alte Hauptstadt Mdina, Besuch eines Weinguts mit Weinprobe.
Heute besuchen wir zunächst Rabat. Rabat ist ein lebendiger authentischer Ort mit tiefen religiösen und historischen Wurzeln. Die Geschichte reicht etwa 2000 Jahre zurück und bildete damals einen Teil der römischen Stadt Mdina (Rabat bedeutet Vorort). Rabat ist berühmt für sein weitverzweigtes System aus unterirdischen Grabstätten. In der römischen Zeit durften keine Toten innerhalb der Stadtmauern von Mdina bestattet werden, so entstanden riesige Katakomben und ein Labyrinth aus Gängen und Grabanlagen. Wir besuchen die Katakomben und sind beindruckt, wie viele Grabschalen man hier sehen kann. Uns fällt auf, dass alle verschiedene Größen haben. Je nachdem ob es für ein Kleinkind oder einen Erwachsenen gedacht war. Wir laufen durch das verzweigte Labyrinth und müssen aufpassen, dass wir uns nicht die Köpfe an den teilweise niedrigen Decken stoßen.
Der kulturelle Höhepunkt der Reise ist war der Besuch der „stillen Stadt“ Mdina. (UNESCO Kulturerbe) Die ehemalige Hauptstadt mit einer mehr als 4000Jahre alten Geschichte thront majestätisch auf einem Felsplateau und versetzt einen gefühlt ins Mittelalter zurück. Es diente auch für zahlreiche Historienfilme als Kulisse. Die Stadt ist weitgehend autofrei, was für unsere Gruppe sehr angenehm war. Beim Rundgang durch die schmalen sandsteinfarbenen Gassen fallen besonders die prachtvollen Adelspaläste auf. Am Rande der Stadtmauer machen wir eine kleine Pause und Ophelia unsere Reiseführerin läd alle zu zwei Pastizzi ein. Es handelt sich hierbei um knusprige Blätterteigtaschen mit Ricotta, heiß, fettig und so köstlich, dass wir den Diätplan einmal vergessen.
Nach unserem Kulturprogramm geht es zum Meridiana Wine Estate. Schon bei der Ankunft beeindruckt uns das zentrale Gutsgebäude aus maltesischem Kalkstein,. Die Architektur wirkt klassisch und edel. Zunächst wird uns der Weinkeller gezeigt. Hier lagern die Weine in französischen Eichenfässern. Wir bekommen auch den Prozess von der Handlese der Trauben bis zur Abfüllung erklärt. Anschließend werden wir auf die große Terrasse geführt, wegen des windigen Wetters allerdings mit durchsichtigen Planen geschützt. Von hier aus kann man über die 17ha großen Weinfelder bis hinauf zu den Mauern von Mdina blicken. Nun bekamen wir leckere Weine zum Probieren kredenzt, dazu eine „Maltesische Platte“ mit lokalen Spezialitäten.
Am Nachmittag besuchen wir noch das religiöse Herzstück der Stadt ist die St. Paul`s Cathedral im Mdina mit seinen beeindruckenden Marmorböden, den wunderschönen Deckenmalereien und einer prächtigen Barockkuppel. Laut Tradition steht die Kathedrale an der Stelle, wo der römische Statthalter Publius den Apostel Paulus traf, nachdem dieser um 60n.Chr. vor Malta Schiffbruch erlitt. Unter der Kathedrale befindet sich auch eine Grotte, in der Paulus drei Monate gelebt haben soll.
Anschließend haben wir noch etwas Freizeit. Einige gehen Kaffee trinken andere besuchen das Museum der Kathedrale mit vielseitigen Ausstellungen. Sie umfasst sowohl religiöse sowie weltliche Exponate. Es gibt sogar eine Sammlung mit über 80 Stichen und Holzschnitten von Albrecht Dürer. Auch eine große Krippe ist temporär aufgebaut. Ein interessanter Tag mit viel Kultur, die uns unsere Reiseführerin Ohphelia mit ihrer lebendigen Art kurzweilig näher gebracht hat.
Dienstag 10.03. Ausflug zur Insel Gozo
Am Abend zuvor bekam ich die Nachricht, dass wir alle ein wenig früher zum Hafen aufbrechen müssen, wegen des recht starken Windes. Ich war überzeugt , dass wir nun alle mit der Fähre nach Gozo übersetzen anstatt mit dem geplanten Speed Boot. Doch am Fährhafen angekommen standen wir vor einem kleinen recht wackeligen Speed Boot. Kurz entschlossen entschieden einige Gäste nicht in dieses Boot zu steigen und die große vertrauenserweckende Fähre zu bevorzugen. Wir haben uns aufgeteilt, wer wollte ist mit der Fähre und Reiseführerin Ophelia gegangen und der Rest mit mir mutig in das Speed Boot gestiegen. Unser Ausflug nach Gozo begann also mit einer rasanten etwas feuchten Überfahrt, lustig und abenteuerlich war es allemal.
Nach der Ankunft auf Gozo starten wir dann wieder alle vereint, die Rundfahrt mit dem Bus. Die kleine Schwesterinsel von Malta ist 14km lang und 7.25km breit und hat etwas über 31000 Einwohner. Gozo zeigt sich grüner, ruhiger und naturnaher. Viele Menschen arbeiten hier in der Landwirtschaft und der Fischerei. Die Dörfer wirken ursprünglicher, bestehen aus verwinkelten Gassen und die Kalksteinhäuser haben oft die traditionellen Holzbalkone, kleine Fensterläden und schwere verzierte Holztüren. Typisch für fast jedes kleine Dorf ist eine große beeindruckende Kirche mit einer barocken Fassade und einer hohen Kuppel. Rund um die Kirchplätze mit kleinen Cafes spielt sich das Leben ab. Um die Dörfer herum sehen wir grüne Felder mit Steinmauern umgeben, Terrassenförmig angelegt.
Im Dorf Lawrenz steigen die meisten von uns aus und wandern die Straße hinunter nach Dwejra Bay, vorbei an typischer Vegetation. Gozo ist von eher niedriger Vegetation bedeckt von Steppenheide und Buschland (Macchie) Darunter Thymian, Heide, Rosmarin, Olivenbäume, Aleppo-Kiefern, Mandelbäume Feigenkakteen (Opuntien) und Kapernsträucher.
Dwejra Bay ist ein eindrucksvolles Naturgebiet mit steilen Kalksteinfelsen der über Jahrtausende vom Wind und Meer geformt wurde. Es gibt auch eine kleine kreisrunde Lagune auch Inlandmeer genannt, sie ist mit einem Tunnel mit dem offenen Meer verbunden. Es gibt die Möglichkeit mit einem kleinen Boot die Lagune zu besichtigen.
Wir fahren weiter und kehren zur Mittagszeit ins Restaurant Country Terrace ein. Wir genießen eine leckere Gozo Platte mit maltesischen Spezialitäten. Des weitern köstliche Ravjul (maltesische Ravioli) Käse, und als Nachtisch Imqaret. Es handelt sich um leckere Teigtaschen die mit einer Dattelmasse gefüllt sind. Dazu wahlweise Rot-oder Weißwein. Uns geht`s kulinarisch bestens.
Gestärkt fahren wir weiter nach Victoria, die Hauptstadt von Gozo. Sie thront majestätisch über der Insel. Wir besuchen die Mittelalterliche Zitadelle im Herz der Stadt. Man kann nachweisen, dass bereits in der Bronzezeit Teile entstanden sind, also etwa zwischen 1500 vor Christus. Zur Zeit des römischen Reiches stand hier eine Akropolis , im Mittelalter eine Burg. Nach Inbesitznahme des Archipels durch den Johanniterorden im Jahr 1530 wurde die Anlage erweitert. Mittlerweile ist sie umfassend restauriert und von den Befestigungen haben wir einen fantastischen Rundblick über die gesamte Insel. Anschließend genießen wir noch etwas Freizeit bevor es mit der Fähre wieder zurück nach Malta geht.
Am Abend laufen wir gemeinsam zu dem Restaurant Ta´Pawla wo unser Abschiedsessen stattfindet. Das Essen in sehr netter Atmosphäre hat allen gut gefallen und wir lassen die schöne Woche noch einmal Revue passieren.
Mittwoch 11.03. Rückflug nach Deutschland
Nach einem ausgiebigen Frühstück kommt unser Transferbus und bringt uns zum Flughafen. Eine Dame hat noch ein paar Tage verlängert und winkt uns zum Abschied.
Kurz vor dem Einsteigen ins Flugzeug nach Frankfurt, ein großer Schreck. Die Maschine von Frankfurt nach Berlin wurde storniert. Angekommen in Frankfurt waren die Gäste bereits umgebucht auf einen Berlin Flug am nächsten Tag mit City Line, inklusive Hotel und Abendessen.
Andere Gäste nutzten lieber die Option mit dem Zug nach Berlin noch am selben Abend zu fahren.
Trotz allem haben wir großes Glück denn die Lufthansa hat für den nächsten Tag einen Streik der Piloten angesagt..........
Liebe Malta Entdecker, was als Reise von Singles begann, endet nun als eine Gruppe die sich prima verstanden hat. Danke für eure gute Laune, Kooperation, eure Offenheit und dafür, dass ihr die Reise so besonders gemacht habt. Gemeinsam haben wir die Schönheiten der Insel erlebt und nehmen viele schöne Erinnerungen, Geschichten, Erlebnisse und viele Fotos mit nach Hause.
Vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder bei einer Eberhardt Reise, bis dahin, bleibt neugierig, reist weiter und genießt das Leben.
Eure Bea
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