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Neuseeland – ein Land voller Kontraste

Reisebericht: 20.02. – 18.03.2026

Abseits der bekannten Wege führt diese Rundreise durch wilde Natur, lebendige Städte und stille Paradiese. Tag für Tag können Sie hier unsere Reise durch Neuseeland mitverfolgen.

Monika Cortese

Ein Reisebericht von
Monika Cortese


Der Beginn unserer Reise nach Neuseeland – Abflug von Frankfurt

Unsere Reise beginnt: 27 Tage voller Natur, Begegnungen und weiter Horizonte. In kleiner Gruppe machen wir uns auf, das Land der Kiwis fernab der üblichen Pfade zu entdecken. Am Flughafen in Frankfurt am Main treffen wir uns am Abfluggate, klären letzte organisatorische Details und stimmen uns gemeinsam auf die kommenden Wochen ein.

Pünktlich hebt unser Flug mit Singapore Airlines ab – und mit ihm beginnt unser großes Abenteuer. Uns steht jedoch zunächst ein echter Flugmarathon bevor: Zuerst geht es nach Singapur, bevor wir weiter Richtung Auckland reisen. Eine lange Strecke, viele Stunden in der Luft und mehrere Zeitzonen liegen vor uns.

Nach dem Abendessen an Bord, etwas Bordprogramm und dem aufmerksamen Service der Crew wird es allmählich ruhiger im Flugzeug. Wir hoffen, ein paar Stunden Schlaf zu finden.

Zwischenstopp in Singapur

In Singapur angekommen, haben wir rund 5 Stunden Aufenthalt am Flughafen. Genügend Zeit, um uns kurz die Beine zu vertreten und uns frisch zu machen. Etwa eine Stunde vor dem Weiterflug begrüßen wir die Gäste, die bereits einen Tag früher angereist sind, um Singapur auf eigene Faust zu erkunden. Nun ist unsere Gruppe vollständig.

Gemeinsam füllen wir die Einreiseformulare für Neuseeland aus, klären letzte Fragen. Danach probieren wir noch ein Stück des typisch grünen Pandan-Kuchens: eine singapurische Spezialität mit leicht vanilleartigem Aroma. So sind wir gestärkt für den nächsten langen Flug. Denn schon heißt es wieder Boarding und pünktlich hebt unser Flug in Richtung Auckland ab. Neuseeland, wir kommen!

Ankunft in Auckland – Willkommen in Aotearoa

Nach vielen Stunden zwischen Himmel und Zeitzonen setzen wir am Mittag in Auckland auf. Ein Moment, auf den wir lange gewartet haben. Neuseeland, oder wie die Maori sagen "Aotearoa", liegt nun wirklich vor uns.

Die Einreise ist, wie erwartet, gründlich. Saubere Schuhe, keine mitgebrachten Lebensmittel – der Schutz der einzigartigen Natur hat hier oberste Priorität. Doch alles verläuft reibungslos und wenig später stehen wir mit unserem Gepäck in der Ankunftshalle.
Dort begrüßt uns Michael, unser örtlicher Reiseleiter. Er stammt ursprünglich aus der Schweiz und lebt seit rund 30 Jahren in Neuseeland. Ein Kenner des Landes, der seine Wahlheimat mit viel Begeisterung vorstellt.

Auf einer ersten Rundfahrt gewinnen wir einen Eindruck von Auckland, der größten Stadt des Landes. Unser Weg führt uns hinauf auf den Mount Eden, einen erloschenen Vulkan. Oben angekommen öffnet sich der Blick über die Stadt, die sich zwischen Hügeln, Buchten und weiteren Vulkanen ausbreitet. Ein weiter Horizont, frische Luft und dieses besondere Gefühl: Jetzt sind wir wirklich da.

Am Abend treffen wir uns zu einem gemeinsamen Essen. Obwohl uns die lange Anreise noch in den Knochen steckt, sitzen wir erstaunlich lange zusammen. Wir sprechen über das, was vor uns liegt, tauschen Erwartungen aus, erzählen von Reiseerlebnissen und lernen uns als Gruppe besser kennen. Langsam wächst aus vielen Einzelnen ein gemeinsames Team für die kommenden Wochen.

Spät und müde ziehen wir uns schließlich zurück. Der erste Tag in Neuseeland war lang und gleichzeitig nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was uns erwartet.

Von Auckland nach Tairua – erste Eindrücke der Nordinsel

Heute lassen wir Auckland hinter uns und fahren Richtung Coromandel-Halbinsel. Schon nach kurzer Zeit verändert sich die Landschaft: Sanfte grüne Hügel begleiten uns, immer wieder eröffnen sich Ausblicke aufs Meer. Ein erster Halt schenkt uns einen schönen Blick auf die Halbinsel – ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage.

In Thames decken wir uns für die Mittagspause ein, bevor wir wenig später den Manaia Road Saddle and Lookout erreichen. Von hier oben genießen wir einen herrlichen Blick über die Küstenlandschaft. Mit einem kleinen Sektumtrunk stoßen wir gemeinsam auf unsere Reise an – ein besonderer Moment inmitten dieser Weite.
Danach geht es weiter zur Pazifikküste. Die Strecke ist kurvig und führt uns durch hügelige Landschaft, bevor wir Tairua, unser Tagesziel, erreichen. Dort wartet noch ein kleiner Aufstieg auf uns: der Weg hinauf zum Paku Hill, dem Hausberg von Tairua, einem kleinen Ort, in dem wir die kommenden zwei Nächte verbringen. Der Pfad ist naturbelassen, die letzten Meter führen über hohe Steinstufen, jedoch oben angekommen werden wir mit einem beeindruckenden Rundumblick belohnt.

In Tairua beziehen wir schließlich unser Motel und kommen erst einmal an. Am Abend spazieren wir zum beliebten Manaia Kitchen & Bar zum Abendessen. Viele entscheiden sich für frischen Fisch. Bei leckeren Gerichten und in entspannter Atmosphäre sitzen wir zusammen bevor wir schließlich zu unserem Motel zurückkehren.
Ein Tag voller Landschaft, Weitblick und schöner gemeinsamer Momente auf der Nordinsel.

Naturvielfalt auf der Coromandel–Halbinsel

Nach einem kurzen Kaffeestopp in einer kleinen Bäckerei in Tairua starten wir in einen abwechslungsreichen Tag auf der Coromandel-Halbinsel. Die Straße führt uns quer über die Halbinsel durch sanfte Hügellandschaft und dichten Wald. Unterwegs erfahren wir viel über die beeindruckenden Kauri-Bäume. Ihr Holz wurde früher unter anderem für Schiffsmasten verwendet, und das Harz – das sogenannte Kauri-Gummi – begründete einst eine eigene Industrie. Noch heute werden im Sumpfgebiet versunkene, jahrtausendealte „Swamp Kauri“ geborgen und zu hochwertigen Möbeln verarbeitet. Das Holz gilt als besonders edel und nahezu astfrei.
Bei einem Spaziergang durch einen geschützten Kauri-Wald stehen wir diesen Baumriesen schließlich direkt gegenüber. Zum Schutz der empfindlichen Wurzeln reinigen wir zuvor sorgfältig unsere Schuhe, da eingeschleppte Krankheitserreger den Bestand gefährden können. Neben den Kauri entdecken wir weitere typische Pflanzen der Region: Nikau-Palmen, mächtige Mamaku-Baumfarne mit ihren weit ausladenden Wedeln, den Silberfarn sowie die Manuka-Pflanze. Michael erklärt uns unterwegs die Besonderheiten der verschiedenen Bäume und Gewächse und bringt uns die heimische Pflanzenwelt näher.
Eine besondere Pflanze am Wegesrand ist der Rangiora (Brachyglottis repanda). Seine großen, weichen Blätter mit der hellen, fast filzigen Unterseite fühlen sich überraschend samtig an. Nicht umsonst trägt er im Volksmund den Beinamen „Bushman’s Friend“. Die weichen Blätter wurden früher im Busch tatsächlich als natürlicher Ersatz für Toilettenpapier verwendet. Darüber hinaus galt die Pflanze bei den Māori auch als Heilmittel bei Hautreizungen und kleinen Wunden. Ein kurzer Abstecher führt uns zu den Waiau Falls, die ruhig und beinahe versteckt inmitten üppiger Vegetation liegen.

In Coromandel Town legen wir schließlich eine entspannte Mittagspause ein.

Später genießen wir am Kaipawa Trig Track einen schönen Ausblick über die Küstenlandschaft, bevor es weiter nach Kuaotunu geht. Am Strand bietet sich Gelegenheit für einen Spaziergang oder ein Bad im Meer. Einige nutzen die Chance für eine Erfrischung im Wasser, während andere lieber ein Hokey Pokey Eis im kleinen, schwarzen Kuaotunu Store genießen.

Über Whitianga fahren wir schließlich zurück Richtung Tairua. Unterwegs heißt es kurz warten – eine Rinderherde überquert gemächlich die Straße und hat hier eindeutig Vorrang. Außerdem werfen wir noch einen Blick auf eine Kiwiplantage, bevor wir im Whenuakite Kauri Grove einen weiteren Waldspaziergang unternehmen.

Zum Abendessen kehren wir erneut ins Manaia Kitchen & Bar ein – weil es uns am Abend zuvor dort einfach so gut geschmeckt hat.


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