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Neuseeland zu bereisen war immer schon unser Traum, dieser Traum wird nun Wirklichkeit

Reisebericht: 02.04. – 24.04.2026

Die Nord- und die Suedinsel Neuseelands in 24 erlebnissreichen Tagen. Im Bus, mit Schiff und wandernd erkunden wir Regenwald, Weideland und Berge. Hier, unser tolles Erlebnis :

Elisabeth Fox-Maerki

Ein Reisebericht von
Elisabeth Fox-Maerki

Männer binden Blumen  – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Flug nach Neuseeland, Auckland – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Unsere Sabine am Steuer – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Sand Düne auf dem Weg nach Paihia – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Doppelter Regenbogen in Rotorua – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Auf dem Weg nach Wellington – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Reisebegleitung auf Mount Victoria in Wellington – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Picton Erstes Ständchen auf der Suedinsel – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Der tägliche Regenbogen – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Black tail Gull, die hiesige Moeve – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Eine der lustigen Toiletten – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL) Flug ueber die Karpaten – © Elisabeth Fox-Maerki (Eberhardt TRAVEL)

Flug in die Ferne

Es ist der 2.April 2026 und 12 Reisefreudige bewegen sich sternfoermig nach Frankfurt zum Flughafen. Das Einchecken fuer die Singapur Airlines geht ganz leicht von einem Selbstbedienungs-Kiosk aus. Nettes Bodenpersonal ist behilflich und bringt auch den neu-ausgedruckten Kofferanhaenger an. Nun muss der neu geschmückte Koffer aufs Förderband gerollt werden und…..weg ist er. In Singapur werden wir dann alle wieder mit ihm vereint. Fein. Wir treffen uns am Abflugschalter, stellen uns vor und haben Zeit uns schon ein wenig bekannt zu machen. Mich erkennt jeder an meinem Frosch-outfit und dem Eberhard Schild mit Neuseeland drauf geschrieben. Ach wie schoen, wir sind eine gute Gruppe, klein und fein. Die neue Airbus A380 ist voll gepackt mit Passagieren und hebt auch pünktlich ab. Diese Nacht verbringen wir im Flieger. Man richtet sich ein und gewöhnt sich auch bald a die klitze kleine Spielwiese welche nun einem zugewiesen wird. Bis bald wieder meine neuen Freunde,
Gute Nacht im Flugzeug.

Ankunft in Singapur

Am frühen Abend erreichen wir Singapur. Nach 12 Stunden Flug, einigen Turbulenzen, Filmen, Mahlzeiten und Nickerchen/Tiefschlaf, landen wir, etwas verfrüht, im warmen Singapur. 32 Grad, blauer Himmel und Lim Lin, unsere Reiseleiterin, wartet bereits auf uns. Sie erzählt uns auf lustige Art wie sie in Singapur lebt, wieviele andere es auch hierher getrieben hat, wie teuer die Schulen sind, wie jeder ein Bankkonto haben muss und wie es gefüllt werden muss ! UUUiiii, Beim tollen Stadt Hotel angekommen checken wir ein, verabschieden uns von Lim Lin (wir sehen sie morgen frueh wieder) und beziehen unsere Zimmer. Kurz danach spazieren wir in dieser hyper modernen Stadt zur inneren Bucht und finden auch eine Gruppe von Restaurants wo wir was kleines essen und was größeres trinken wollen. Gestärkt gehts nun zum Abenteuer. Wir schauen uns die Spectra Show an. Die ganze Bucht wird zurBühne fuer ein spektakuläres Wasserspiel mit musikalischer Untermalung. So wunderschön. Dem aber nicht genug, denn gleich daneben und danach gibt es noch eine andere Show, wo künstliche Bäume wie in einem Maerchenwald beleuchtet und bestrahlt werden. Ein Traum wird wahr, wir sind in Singapur. Nun aber schnell zurück zum Hotel. Schnell schlafen weil der morgige Tag viel Neues bringen wird.
Gute Nacht in Singapur.

Stadtrundfahrt in Singapur und Weiterflug nach Auckland, Neuseeland

Nach einem feinen Fruehstueck packen wir unsere 7 Sachen und freuen uns auf den heutigen vollen Tag. Mit 3 Taxis fahren wir Morgens zu den Gardens by the Bay. Dort schauen wir uns den Nebelwald (Cloud Forest) und den Blumenpavillon (Flower Dome) an. Diese zwei riesigen überdachten Gewächshäuser sind Heimat von unzaehligen, uns nur als Balkonpflanzen bekannten Blumen. Zu Hause züchten, hegen und pflegen wir solche Pflanzen mühevoll, hier jedoch, wachsen sie meterhoch und überwuchern alles! Im Cloud Forest gibt es sogar einen Wasserfall auf einem riesen Felsen. Den kann man auch mit einem Lift erklimmen und dann durch den Regenwald wieder runterspazieren. Dies ist wahrlich ein wunderbares Erlebnis. 

Am Mittag treffen wir Lim Lin wieder und fahren mit ihr auf die Stadtrundfahrt. Singapur ist ein Stadtstaat in Südostasien, der 1819 von Sir Thomas Stamford Raffles als Handelsposten der Ostindischen Handelskompanie gegründet wurde. Ja Raffles, wie das Raffles Hotel mit seiner berühmten Bar, wo der Singapur Sling kreiert wurde. Bis 1959 war der einst kleine Ort britische Kolonie, wenig später fusionierte er mit Malaysia und nochmals zwei Jahre später entschied man sich für die Unabhängigkeit. In rasend kurzer Zeit entwickelte sich Singapur seitdem zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder weltweit und hat heutzutage einen Lebensstandard, der dem Westeuropas in nichts nachsteht.
Vorerst gehts nach Chinatown und Lim Lin erzählt uns vieles über die chinesische Medizin. Ingwer und Kurkuma, das scheint besonders heilend gegen sehr viele Malheurs wirken. Sie selbst ist chinesischer Abstammung und seit 5 Generationen hier in Singapur ansässig. Wir besuchen einen buddhistischen Tempel und machen auch gleich chinesische Mittagspause. Danach gehts auf die berühmte Plattform des Marina Bay Sands Hotel. Der Ausblick von hier oben ist atemberaubend und wir können alles nochmals bewundern, was uns gestern Abend bei den Lichtshows bereits begeistert hatte.
Den Merlin, das Wahrzeichen von Singapur, fotografieren wir vor der spektakuläre Kulisse des Finanz Distriktes. Es handelt sich beim Merlin um ein Mischwesen aus einem Löwen und einem Fisch. 
Jetzt machen wir uns auf den Weg zum Botanischen Garten, vorbei an little India wo die Männer Blumenketten fertigen und dem muslemischen Stadtteil mit seinen dekorativen Moscheen mit grünen Kuppeln. Der Botanische Garten hat sich auf Orchideenzüchtungen spezialisiert. Hier wuchern diese wunderschönen Gewächse regelrecht, sie hängen in meterlangen Rispen an Wasserfällen oder begrünten Wänden herunter und wir sehen auch die Orchidee, die einst für Lady Diana, Mandela, Biden, usw gezüchtet wurden. Aber ja doch, Frau Merkel hat auch eine eigene Orchidee nach ihr benannt bekommen, aber gefunden haben wir sie nicht. Vielleicht Sie ? Sogar ein stark gekühltes Gewächshaus gibt es, welches für die Orchideen Arten errichtet wurde, die das tropische Klima nicht vertragen. Endlich können wir auch den schönen neuen Pulli drüber ziehen und herzeigen. 

Nun ist es Abend geworden, gemeinsam fahren wir zum Flughafen und nach der Kofferabgabe ist noch Zeit, den beeindruckenden Wasserfall Jewel und die grosse Mall innerhalb des Flughafens anzuschauen, bevor wir uns auf den langen Weg nach Auckland machen. Auch dieser Flug ist toll ausgebucht aber irgendwie macht es nichts aus. Das Essen ist fein, der Flug ruhig, und bald doesen alle vor sich hin. Gute Nacht über den Wolken !

Stadtrundfahrt in Auckland

Am Nachmittag erreichen wir nach zehnstündigem Flug endlich unser eigentliches Reiseziel. Müde sind wir nach diesen zwei langen Nachtflügen, werden aber von der größten Stadt des Landes mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen 23 Grad empfangen. 

Auckland, oft betitelt als die "City of Sails" oder auch die "Junge Schönheit mit 100 Liebhabern" befindet sich auf der Nordinsel Neuseelands. Hier lebt immerhin ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Daher trifft man auf eine bunte multikulturelle Mischung von Einwohnern: Chinesen, Maori, Mischungen aus Europäern und Ureinwohnern und Expats, die hier für einige Jahre arbeiten oder studieren. Das Zentrum der Stadt thront auf insgesamt 50 Vulkanen, deren Erscheinungsbild die Landschaft prägt. Polynesische Ureinwohner besiedelten das heutige Stadtgebiet bereits um 1350. Für Segler ist die Stadt ein Traumziel, da sie an einer geschützten Meeresbucht liegt.

Nachdem wir uns durch die strengen Flughafenkontrollen begeben und brav alle geputzten Schuhsohlen gezeigt und mitgebrachten Medikamente deklariert haben, empfängt uns Sabine mit ihrem 20-Sitzer-Busund fährt uns vorerst gleich mal ins Hotel zum Frisch machen. Nach etlichem umidrum drehen von verschiedenen Knoepfchen hat ein Mitreisender herausgefunden, wie ihr Mikrofon funktioniert und somit geht es nun auf die Stadtrundfahrt von Auckland. Vorerst der grosse berühmte Yachthafen danach gehts rund um die Stadt an schicken, schmucken Häuser der Kunstszene vorbei. Bald sind wir auf Mount Eden. Einer der hoechsten der 80 Vulkankegel mit einem gruenen Krater. Es ist wunderschön hier oben und Sabine erzählt uns so viel Wissenswertes über die Stadt und die Natur. Wir gehen auf dem Kraterweg rund herum und knipsen tausend Bilder von Auckland im Sonnenuntergang an diesem tollen Ostersonntag. Heute Abend essen wir alle gemeinsam im Hotel. Wir plaudern fröhlich dahin, genießen das feine Essen und koennen uns kaum mehr auf den Stühlen aufrecht halten als das Dessert serviert wird. Jetzt aber schnell in die Zimmer und die schönen Betten nützen.
Gute Nacht in Auckland !

Fahrt nach Matakohe, Kauris, Bay of Islands

Die erste Nacht in einem RICHTIGEN Bett, in Neuseeland hat uns sehr wohl getan und wir starten erfrischt am Morgen in Richtung Norden. Unser erster richtiger Halt legen wir in Matakohe ein. Es ist eine kleinen Siedlung im Kaipara Distrikt. Die ersten Europäer kamen 1863 hierher und durch Brandrodung schufen sie sich Raum für die Besiedlung, Anbauflächen und Weiden. Ab dem Jahr 1867 gewannen die Siedler das teure und wertvolle Harz und Holz der riesigen Kauribäume und verarbeiteten den Neuseelandflachs. Heutzutage leben die Bewohner hier vor allem von der Viehhaltung und Milchwirtschaft. Hier besuchen wir auch das schöne Museum, wo man sehen kann, mit welchen, oftmals aus Europa mitgebrachten Mitteln, diese riesigen Kaori Bäume von den ersten Siedlern gefällt und verarbeitet wurden. Man sieht aber auch hautnah, wo und wie die Siedler damals lebten. Teilweise sehr feudal. Auf der Fahrt in den Norden sehen wir auch überall die Strompfaehle mit Alubaender. Dies, gegen die Possums denn die fressen sonst die Kabel da sie den Unterschied von Kabel und Blätter nicht kennen ! Pampas-Grass blüht im Moment sehr schoen aber auch das ToiToi-Grass, welches ganz ähnlich ausschaut aber Blüten hat die Huihui heißen und wie Fahnen im Winde wehen. 

Auf dem Weg zum Waipoua-Wald sehen wir rechts und links der gewundenen Straße die verbliebenen Kauribäume, deren Stammdurchmesser bis zu acht Meter erreichen kann. Durch üppigen Urwald schreiten wir gespannt zu einem großen Kauri, dem wahrscheinlich größten lebenden Baum, den wir alle jemals im Leben zu Gesicht bekommen haben er soll über 1000 Jahre alt sein ! Und heisst Tane Mahuta. Vor diesem Riesen stehen wir wie gebannt und versuchen recht verzweifelt, ihn im ganzen auf ein Foto zu bekommen. Wir Menschen sehen neben diesem Giganten wie kleine Ameisen aus. Der an der Westküste nördlich von Dargaville gelegene Urwald ist der berühmteste Kauriwald in ganz Neuseeland und die Magie darin ist deutlich spürbar. Baumhohe Farne, weiß blühende Manukasträucher und üppiges Dickicht säumen den Weg. Die ältesten Kauris, die man in der Region gefällt hat, waren nahezu 2.000 Jahre alt. Tane Mahuta weisst etwa 19 Metern Stammhöhe und 5,5 Metern Stammdurchmesser. Ein gigantischer Baum.
Am kleinen Hokiangahafen nahe Opononi können wir die Auswirkungen der früheren Brandrodungen sehen, nichts als eine kahle grosse Sanddünen ist vom einstigen alles bedeckenden Wald geblieben. Diese Düne empfinden wir allerdings trotzdem hinter der blühenden Vegetation als faszinierend schön und interessant. 

Bei Opononi, im fernen Norden der Nordinsel, hören wir gespannt der Geschichte des Delpins Opo zu. Er war so verspielt, daß er häufig in den Naturhafen kam und die Kinder auf ihm ritten und mit ihm spielten. Das brachte ihm landesweiten Ruhm und ein großes Denkmal mitten in der Ortsmitte ein. Schauen Sie sich die Fotogalerie an, da ist das Denkmal.

Am Abend erst erreichen wir Paihia, eine pittoreske Kleinstadt mit gerade etwas mehr als 1.500 Einwohnern. Bekannter sind die Nachbarorte Waitangi und Russel, wurde doch hier zwischen den Maori und den britischen Repräsentanten der berühmte Friedensvertrag, der sogenannte Maori Chiefs den Treaty of Waitangi, im Jahre 1840 geschlossen, der die Zukunft des Landes entscheidend prägen sollte.

Am Abend gehen wir gemeinsam in ein schönes Lokal am Meer und spazieren dann wieder zum nahegelegenen Hotel. Uiiii da kommt das Wetter rein in Form von starkem Wind. Es soll in der Nacht regnen und morgen auch. Mal sehen. Vorerst mal:
Gute Nacht in Paihia !

Paihia, Schifffahrt durch die Bay of Islands fällt heute aus, Wanderung und Haruru Wasserfall.

Ja, eine Bootsfahrt in der Bay of Islands steht fuer heute auf dem Programm aber die Natur will heute einen anderen Song spielen. Es regnet in Strömen und der Wind bläst Orkanmaessig sodass wir 4 Meter hohen Wellengang haben. Die Bootsfahrt wird annulliert aus Sicherheitsgründen. Also gibt es heute ein improvisiertes Programm B.
Nach dem Fruehstueck und einem Spaziergang ins Dorf gibt es um 11:00 Uhr Yogastunde im Spielsaal bis 12:30. Und danach fährt uns Sabine, unsere Reiseleiterin, mit Ihrem Bus an einen ganz tollen Wasserfall. Viele Fotos werden geknipst von diesem tosenden, sichelfoermigen Haruru Wasserfall. Hier beginnt auch unser 5 Km langer Wanderweg. Es hört auf zu regnen. Der Weg ist sehr schoen angelegt geht rauf und runter und ab und zu sogar über Wurzeln und Steine. Er führt uns durch den Urwald und wir sind begeistert über die Schönheit und Vielfältigkeit dieses Waldes. Riesengroße Bäume, viele verschiedene Arten von Farnpalmen sowie NZ-Eichen und Kanuka Bäume säumen hier den Weg. Das Unterholz im Dickicht ist wie in einem Dschungel von verschieden hohen Pflanzen dicht bewachsen. Blumen gibt es hier bloß sehr vereinzelt. Dafür begleiten uns viele Vögel die mit uns mitfliegen und fröhlich trillern und pfeifen. Wir sind ganz begeistert. Beim 3. Kilometer sehen wir einen Steg der über eine Sumpfgegend führt. Mangroven wachsen rechts und links, die jungen Pflanzen bewegen sich sachte im Wind, es schaut aus, als wollten sie uns winken. Ist das ein Paradies ? Haben wir es gefunden ? Nun gehts wieder in den Wald hinein, bloß noch einen Kilometer durch diese Pracht jetzt sogar mit pitoresken kleinen Bächlein die durch die gigantische Gegend gurgeln. Wie verzaubert kommen wir plötzlich zu einem Parkplatz und siehe da, unser Bus steht bereit zum Einstieg. 15 Minuten später sind wir wieder im Hotel und haben ein Stündchen Zeit bis wir zum Abendessen im Hotel gebeten werden. Das 3-Gang-Menü schmeckt lecker und wir sind hoch zufrieden. Der Fuß eines Mitreisenden hat sich gestern entzündet und so konnte er nicht mit wandern, wir haben ihn vermisst aber ausruhen war heute fuer ihn angesagt.
Wir fallen müde ins Bett und freuen uns bereits auf die verschiedenen Ausflüge Morgen frueh.
Gute Nacht in Paihia !

Freier Tag in Paihia Ausflug zum Cape Reinga oder Ausflug mit dem Boot zur Bay of Islands.

Heute haben 4 Gäste den Bootsausflug gebucht und 8 Gäste fahren zum Cape Reinga.

Die 4 Bootsausfluegler :
Die Bay of Islands zählt zu Neuseelands schönsten und artenreichsten Naturlandschaften und ist ein beliebtes Ferienziel. Die Bucht liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Whangarei in der Region Northland und hat einen Durchmesser von rund 20 Kilometern. Zahlreiche kleinere Buchten und Lagunen machen sie zu einer abwechslungsreichen Meereslandschaft. 
Puenktlich um 8:15 sind sie am Bootsanlege-platz und koennen auch bald einsteigen. Ein wunderschöner Sonnenaufgang begleitet sie. Mit dem Boot schaukeln sie vorerst Russel an. Dort sehen sie millionenschwere Grundstücke an bildschönen Stränden, weitere Gäste kommen an Bord und schon gehts hinaus auf den Pazifik. 
Das Glück ist ihnen hold und eine ganze Schar von Delphinen umzingelt sie. Sie tanzen im Wasser, springen vor ihnen aus dem Wasser und begleiten sie sogar eine Weile. Ein einmaliges Erlebnis!
Der historische Leuchtturm am Cape Brett wird seit 1910 nicht mehr benutzt, sieht aber sehr schön aus und unterhalb gibt es ein kleines Haus, was von Einsamkeit Suchenden für nur 25 NZ-Dollar pro Nacht gemietet werden kann.
Jetzt ist es so weit: sie fahren zu Motukokako, dem so genannten Hole in the Rock. Diese Felsformation ist das Wahrzeichen der Bay of Islands und ist Ziel zahlreicher Bootsausflüge. Es ist ein Loch im Sandsteinfelsen Piercy Island, das durch die starke Dünung entstanden ist. Bei sanften Wellen kann man sogar vielleicht hindurchfahren. Die Brandung ist allerdings noch zu groß und sie fahren für die spektakulären Fotos nah heran. 
Nun ist es Zeit für eine Bade- und Mittagspause auf der Insel Urupukapuka, mehrere Gäste nutzen die Chance und stürzen sich in die salzigen Fluten. Andere zieht es zu einem Strandspaziergang und der Rest entspannt bei einem Kaffee und genießt die wundervolle Aussicht.

Die Cap Rainga Ausflügler :

Wir müssen heute etwas früher aufstehen, der äußerste Nordwesten ist unser Ziel. Obwohl Neuseeland auf einer Weltkarte winzig aussieht, haben wir eine Strecke von 460 Kilometern vor uns. Nach einem fantastischen Sonnenaufgang, der die Bay of Islands in goldenes Licht getaucht hat, läßt die Sonne die Umgebung erstrahlen und die hügelige Landschaft mit den vielen weidenden Schafen und Kühen noch bezaubernder aussehen. 
Wir fahren an Orangen-, Avocado- und Kiwianbaugebieten vorbei und unserer Fahrer Willy, erzählt uns viele Geschichten über die Region. In neuester Zeit baut man hier selbst Blaubeeren, Oliven und Pfirsiche an. Die dünne Besiedlung läßt ein Überleben nur auf großen Fleisch- und Milchfarmen zu, oder man entscheidet sich für den Nutzholzanbau und dessen Gewinnung. Die Maori lebten hier einst auf den Anhöhen der Berge. Ihre Dörfer ließen sich so weit oben am besten vor feindlichen Angriffen verteidigen. Die Hügelspitzen wurden eingeebnet und nach unten terrassiert. Auf diesen Terrassen bauten die Ureinwohner Gemüse, Taro und Süßkartoffeln an. Diese Terrassierungen sind bis heute gut zu erkennen. 

Ganz unvermittelt biegt Willy plötzlich von der Straße ab, wir verlassen den Asphalt und fahren auf dem 90 Miles Beach dem Strand entlang mitten im Sand! Es gibt weder eine Straßenmarkierung noch eine Ausschilderung. In Deutschland undenkbar! Dieser Strandabschnitt ist traumhaft schön, einsam und menschenleer. Wir schauen fasziniert auf die sich auftürmenden Wellen der wilden Tasmanischen See. Plötzlich dreht Willy sein 4WD Bus nach links, also ins Meer hinein. Wir sind gespannt wie Violinseiten und sitzen aufrecht in der Hoffnung zu sehen was da passiert. Ach, meint Willy, er ist an der größeren Düne vorbeigefahren und nun möchte er zurueck aber vorerst schauen, ob er nicht die grosse Brücke von Sydney Australien sehen kann. So ein Witzbold, unterdessen ist der ganze Bus im Meer und wir koennen nur hoffen, dass wir in einem Amphibien Fahrzeug sitzen. Wir sehen uns schon baden, aber nein, gekonnt und mit viel Spass an der Sache, dreht und dreht sich der Bus, bis wir nicht bereits zum 2. Mal in die andere Richtung schauen. Ah, OK, nun fahren wir die 3 Minuten zurueck, sehen die grosse Düne und steigen aus. Jetzt ist Sport angesagt, wir nehmen die Sandboards und brausen die Dünen hinunter. Uuiii das ist lustig, liegen, sitzen, knien ist OK aber stehen (wie Elisabeth das wollte) darf man ja nicht ! Danach wollen wir alle Fotos von uns an diesem einsamen langen Strand knipsen. Jeder genießt das Rauschen des Meeres und das unendliche Gefühl von Freiheit und Weite. Ja, und dann kommt Willy. 4 grosse Männer, 3 schmächtigere Exemplare, 2 starke Damen und eine zierliche, sportliche junge Frau. Bereit fuer eine Pyramide und Willy macht einen Kopfstand vorne an. Das Bild ist in der Galerie, schauen zum glauben. Wir haben uns krumm gelacht. 

Wenig später halten wir bei einer kleinen Bucht die so idyllisch mit gelbem Sandstrand und wunderschönen Bäumen in der Sonne liegt. Hier machen wir eine gemütliche Mittagspause, knipsen wieder viele Bilder und ruhen uns am Strand aus. 

Nachmittags erreichen wir endlich das legendäre Cape Reinga. Hier, am nordwestlichsten Punkt der Nordhalbinsel, treffen die Tasmanische See und der Pazifische Ozean aufeinander. Dadurch entstehen spektakuläre Strömungen und Strudel. Für die Maori ist dieser Platz heilig, glauben sie doch, daß die Seelen der Verstorbenen von hier aus in den Ozean springen, und sich danach auf ihre letzte Reise nach Hawaiki, in das Heimatland ihrer Ahnen begeben. Die Magie und Schönheit dieses Ortes am Ende der Welt ziehen uns sofort in ihren Bann, und auf dem Weg zum Leuchtturm schießen wir wunderschöne Landschaftsfotos. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Am Leuchtturm angekommen, können wir in alle Richtungen blicken und mehrere Schilder deuten auf die unterschiedlichen Entfernungen hin. Wir staunen und genießen. Bald ist Zeit, dass wir leider wieder zurückfahren müssen. Ehe wir in Paihia ankommen, mitten in einem kleinen Fischerdorf, hält Willy plötzlich den Bus an und sagt : let’s go swimming ! Wie bitte ? schwimmen, haben doch keine Badesachen dabei ! Macht nicht’s meint er, rennt zum Pier, ein junges Päärchen rennt ihm hinten nach, sie lassen die Hosen fallen, ziehen T-Shirt aus und hüpfen synchron ins kalte Meer. Schnell wieder raus, Kleider über den nassen Körper, rein in den Bus und weiter geht unsere lustige Fahrt bis zum Hotel. Wir haben viel gelacht und die wunderbare Natur des Nordens von Neuseeland gesehen. Ein gelungener Ausflug geht zu Ende.
Morgen fahren wir nach Rotorua und freuen uns auf die Begegnungen mit den Maori, aber unterdessen,
gute letzte Nacht in Paihia !

Weiterreise nach Whangarei und Rotorua, Hangi Abendessen und Maori Konzert

Wir reisen weiter in die Geothermalregion Rotorua. Auf dem laaaaaaangen Weg halten wir an etwas ganz Unerwartetem und Exotischen: einer öffentlichen Toilette, die von Friedensreich Hundertwasser (ja, von DEM!) in Kawakawa errichtet wurde. Der Künstler lebte von 1973 bis 2000 hier und hinterließ dem Ort dieses bunte Bauwerk mit den für ihn typischen farbenfrohen Fliesen und Säulen, integrierten Kleinskulpturen, farbig umrandeten Spiegeln und einem in die Architektur einbezogenen Baum. So eine Toilettenpause lassen wir uns immer gerne gefallen.

Zur Mittagszeit fahren wir erneut an Auckland vorbei und können heute bei tollem Sonnenschein nochmal auf die Kulisse mit dem charakteristischen Skytower blicken.

Mittagspause machen wir in einem typischen Café. Hier gibt es allerhand Kleinere und größere Speisen. Gemütlich sitzen wir im Garten an grossen Tischen und Plappern fleißig dahin. Aber Sabine hat Recht, wir sollten doch weiterfahren, bloß noch ein Stündchen bis zum heutige Ziel, Rotorua. 

Wie geplant erreichen wir um 16:00 Uhr Rotorua. Der Ort liegt mitten in einer Vulkanzone Neuseelands, das Geothermalfeld reicht von White Islands an der Küste der Bay of Plenty bis zum Mount Ruapehu im Herzen der Nordinsel. Das Waimangu-Vulkantal ist das jüngste geothermische Ökosystem der Welt, das obendrein über die mit 3,8 Hektar größte Thermalquelle verfügt. Entstanden ist es beim Ausbruch des Mount Tarawera im Jahr 1886. Unser Hotel ist super schoen gelegen und beim aussteigen riechen wir einen Hauch des Geruches von Schwefel. Das Hotel heisst Destinction. Sag das mal auf Deutsch : Des stinkt schon ! Aber gar nicht arg. 

Ein Stündchen nach unserer Ankfunft treffen wir uns an der Rezeption wieder und laufen zum abendlichen Höhepunkt dieses Tages - einem Hangi. Bei diesem traditionellen Erdofen-Essen der Maori wurden früher alle Speisen in Sisal und Blätter gewickelt und mehrere Stunden mit Hilfe von heißen Steinen gegart, Heute kommen Metallkörbe, Stoffe und Alufolie zum Einsatz. Daß das Ergebnis trotzdem immer noch fantastisch schmeckt, davon überzeugen wir uns gleich. Wir werden von einem jungen Maori freundlich empfangen, schauen uns vorerst kurz einen Film an und werden danach in die ehemalige Küche (Loch im Boden) gebracht und danach gleich in den grossen Raum mit einem riesen Buffet. Oh, da gibt es sogar Austern, Muscheln auf verschiedene Arten hergerichtet, grosse Garnelen und viele Salate als Vorspeise und als Hauptgericht unter anderem feinstes Lammfleisch, zartes Reh Ragout, leckere back ribs und einen Riesen grossen Schinken mit aller möglichen Gemüse und Zubehör. Die Nachspeisen stehen auch nicht im Schatten der Gunst und wir kugeln regelrecht nach diesem üppigen Abendbrot ins Foyer. Danach schauen wir uns vor einem traditionellen Versammlungshaus eine ehemalige Begrüßungszeremonie an und können uns nun gut vorstellen, wie sich die ersten Europäer beim Anblick der wild drohenden Krieger gefühlt haben müssen. 

Zum krönenden Abschluß dürfen wir einer Vorführung der verschiedenen Kampftechniken und Alltagsriten der Ureinwohner Neuseelands beiwohnen und sind wie gebannt von den Tattoos, den rausgestreckten Zungen, den Drohgebärden und den Balljonglierkünsten der Frauen. Die Gesänge werden in unserem Erinnerungsgut eingraviert. Eine wunderbare Show.

Aber Halt, das war noch nicht der Abschluss, nun fahren wir mit einem kleinen Zug zu den Geysiren. Ohh, welch Glück, der eine Geysir spuckt gerade, er ist farbig beleuchtet und seine Dunstwolken tanzen in allen Farben in dieser dunklen Nacht. Bald kommt der Wärter und bittet uns mit ihm mitzugehen, da ein anderer Geysir der bloß einmal die Stunde ausbricht bald ausbrechen wird…..nichts wie hin und tatsächlich….es spritzt auch hier wunderschön und plötzlich hören wir leise Musik und Laserstrahlen verzieren die Dunstwolken. Wie in einem Maerchen so schoen. Farbenbaender tanzen in den Wolken als wäre es die Aurora Borealis. Verzaubert gehen wir erst spät zum Hotel zurueck. Ein wunderschöner Abend neigt sich.
Gute Nacht in Rotorua !

Geothermal–Region Rotorua, heiße Quellen und Geysire, Huka Wasserfall, Weiterreise zum Tongariro Nationalpark

Frueh morgens werden wir schon von einem schönen Morgenrot begrüßt. Das Fruehstueck ist wie überall hier in Neuseeland sehr vielfältig und die automatische Kaffeemaschine kann auch alle Arten von Kaffees herstellen, fast wie daheim. Von der Sonne sehen wir vorerst nichts, diese vielen heißen Quellen nebeln die ganze Region ein. Mystisch, wie es überall aus dem Boden dampft. Sabine gibt uns vorerst eine kleine Stadtrundfahrt durch Rotorua, wir sehen auch das alte Badehaus, die schönen Häuser im Tudor Stiel und den schönen Parkgarten. Am gleichnamigen See, riecht es nun stärker nach Schwefel also wird der Halt auch kürzer und die Scheiben gleich zugemacht. Bald gehts weiter nach Wai-O-Tapu. In der Maorisprache bedeutet der Name soviel wie "Heiliges Wasser". Dieses geothermisch aktive Gebiet entstand vor etwa 160.000 Jahren und besteht heute aus heißen Quellen, Kratern, aus denen Schwefeldämpfe steigen, Geysiren und blubbernden Schlammtümpeln. Die grellen Farben die hier den Boden prägen werden durch Mineralien und Metalle verursacht welche aus dem Erdinneren an die Oberfläche gedrückt werden. Wir sind genau zur richtigen Zeit beim Lady Fox Geysir. Nein, ich bin keine Lady, nicht nach mir genannt ! Dem Geysir-Kegel wird jeden Tag um 10:10 etwas Waschmittel gegeben und blub blub blub kommt bereits etwas Wasser raus, dann mehr und innert einer Minute schließt es plötzlich wie eine Fontaine 20 Meter in die Höhe. Man hört bloß das wunderschöne Lied welches die Maori-Dame singt und das Knipsen der Kameras. Dieser wunderschoene Augenblick bleibt haften.
Nun gehts weiter auf den Lehrpfad, in etwa einer Stunde schlendern wir durch diesen prächtigen Park und sehen hautnah, aktive Schlammtuempel, Ablagerungen, Wasserfälle, verschieden farbige Seen und natürlich andere Touristen die wir teilweise bereits am Cap Rainga getroffen haben. Neuseeland ist wie eine Familie.

Weiter geht unsere Reise zu den 11 Meter hohen Huka Falls. Wusch, das ist ein kurzer aber heftiger Wasserfall, der schwarze Schwan, den es runtergezogen hat, taucht tief ab und wir bangen alle schon, ob er endlich wieder erscheint. Ja, GsD da ist er, aber auch das Jetboot ist nun angekommen und kreist 2 mal, wie total wild geworden, durch das aufgewühlte Wasser. Die Kroenung aber sind die beiden Kanufahrer die nun auch runterfallen und sich mit einer perfekten Eskimo-Rolle wieder retten. Der Aufenthalt ist kurz aber sehr aufregend. 

Am Tauposee, erhaschen wir bereits einen ersten Blick auf den Mount Ngauruhoe, der vielen unter dem Namen Schicksalsberg aus der Herr der Ringe Verfilmung bekannt ist. Wir fahren weiter in den Tongariro NP und Sabine offeriert uns eine kleine Wanderung die man auch verkürzt mitmachen kann. Ja, alle wollen da mit und so zotteln wir auf dem schoen angelegten Kieselweg in einen Wald hinein. Nach 10 Minuten kehren einige um und nach weiteren 10 Minuten kehrt auch Sabine um. Sie holt nun den Bus, fährt ihn ans Ziel wo wir anderen 1 Stunde später ankommen werden. So erleben wir auch diesen UNESCO National Park auf einfache Art. Am Ziel knipsen wir nun das obligate “8-tune Kiwi“ Verkehrswarnschild welches sich gerade in der Abendsonne besonders schoen zeigt. Der Sonnenuntergang erleben wir wunderschön in allen Rottoenen der Welt.

Jetzt wirds Zeit zum einchecken in unsere Lodge aus Holz. Die Zimmer sind winzig klein aber das Abendessen ist dafür umso üppiger. Die riesen Rippchen lappen über den Teller und sind sehr lecker. Wir kugeln danach geradezu in unsere Zimmer und fallen regelrecht in die Betten, man kann sich hier ja nicht verlaufen. Ein Herrgoettchenschlaf in dieser Stille.
Gute Nacht in Ruapehu.

Neuseelands Hauptstadt Wellington –Geburtstagsfeier

Wir haben großes Glück am heutigen Morgen. Der Mount Ngauruhoe erhebt sich am Morgen vor wolkenlosem Himmel und das Morgenlicht läßt ihn aussehen, wie in einer Märchenkulisse. 

Als wir den Tongariro Nationalpark verlassen, halten wir an um von der 100-jährigen eisernen Eisenbahnbrücke ein Foto zu erhaschen. Unsere Ingenieure in der Gruppe, erklären auch wie sie gebaut wurde und wie sie eine Seltenheit sei. Die Landschaft welche wir nun durchqueren ändert sich von dicht bewaldet bis zur trockenen Ebene, die nur noch vereinzelt von Büschen und Sträuchern bewachsen ist. Dann folgt eine karge Steppe die sich in eine liebliche Hügellandschaft mit grüner Weide verwandelt. 

Auf diesem Weg in die neuseeländische Hauptstadt Wellington begegnen uns riesige Kuhherden und vereinzelt sehen wir auch Schafe, die rechts und links der Schnellstraße friedlich grasen. Nicht bloß Milchkühe sondern auch die schwarzen Angus Rinder grasen hier fröhlich ihrer Dinge. Der Steak am Abend…mmmhhh. Sabine erzählt uns viel Wissenswertes über die Landwirtschaft und deren grossen Einfluss auf die hiesige Wirtschaft. Sie erklärt uns auch wie es zu den schrecklichen Siedlungskaempfen im 1819 kam und wie die verschiedenen Māoristaemme auch untereinander immer wieder Krieg führten. Wir wissen dank Sabine auch, weshalb und wie sich die Polynesier und Maori tätowieren lassen und was es auf sich hat.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die Hauptstadt, die ganz am Südende der Nordinsel liegt und fahren ins Zentrum. Leben im Herzen der Stadt nur etwa 215.000 Einwohner, sind es im ganzen Ballungsgebiet etwa zwei Millionen. Im Jahre 1773 landete James Cook hier und einige Wal-Fischer, Forstarbeiter, Pioniere und Goldgräber bauten sich Häuser. Erst viele Jahre später, im Jahre 1840 trafen weitere 600 Siedler ein so gilt dieses Datum heute als Gründungsdatum der Stadt. 

Die Siedlung wurde nach Herzog Wellington benannt, dem damaligen britischen Außen- und späteren Premierminister. 20 Jahre danach kam es zu einem regelrechten Bauboom, und an den Ufern entstand eine Stadt. 

Heute ist Wellington sowohl Regierungssitz mit zahlreichen Ministerien, als auch die Kulturhauptstadt Neuseelands. Hier sitzen unzählige kreative Agenturen und Büros, die mit neuen Medien und Filmproduktionen beschäftigt sind und so wundert es nicht, daß die berühmte Filmreihe "Herr der Ringe" genau hier ihre Premiere feierte.
Auf unserer Stadtrundfahrt sehen wir die Regierungsgebäude, Hafen, Cuba Street, das National Museum und fahren sogar auf den den Mount Victoria fuer eine super 360 Grad Aussicht auf die ganze Stadt.

Heute ist schoen warm und sonnig, Morgen jedoch wird es stürmen und regnen, also checken wir in unser Hotel ein und fahren ein viertel Stündchen später mit der Cable Car hinauf zu dem Botanischen Garten. Die Cable Car ist eine Antiquitäten aber der Botanische Garten lädt zu einem 2-stuendigem Spaziergang ein. Durch Wälder, Gärten, Blumenbeete, Rosengarten, australische Wuestenzone, über Brücken und auf schoen angelegten Pfaden schlendern wir da durch bis wir wieder mit der Bahn runter in die Stadt fahren. Abendessen hat uns heute Elisabeth im “Pravda” organisiert. Es ist ein schönes Lokal, man isst vorzüglich sogar Waygu Rind. Weshalb es Pravda heisst, haben wir nicht herausgefunden aber Lenin hat uns aus einer Fahne zugeschaut !
Gute Nacht in Wellington.

Freier Tag in Wellington

Endlich können wir mal ein wenig länger schlafen, müssen morgens nicht schon wieder die Koffer packen und werden den Tag ganz nach unserem individuellen Geschmack verbringen. Die meisten kommen um 10:00 mit mir und meiner Freundin Nicky zu Fuß zum Museum. Nicky ist einheimisch und erklaert wo man hier was sehen kann und wie dies Museum aufgebaut ist. Jeder hat einen Plan in der Hand und marschiert auch schon los. Während des Tages sieht man sich immer wieder auf den Straßen und den Geschäften, da diese Innenstadt ja auch sehr übersichtlich ist. Die Uferpromenade und die Geschäfts- und Bar/Pub Strasse sind auch an diesem Regentag sehr beliebt. In der Cuba Street passiert es, hier kriegt man alles was man sich wünschen könnte.
Die Hauptstadt hat viel zu bieten und unser Hotel liegt mitten im Zentrum.
Am Abend sucht sich jeder ein Restaurant nach seinem Geschmack und wehmütig wird uns ums Herz, denn morgen müssen wir von der Nordinsel Abschied nehmen.
Gute Nacht in Wellington.

Fährüberfahrt von der Nordinsel auf die Südinsel, Weinregion und Nelson

Heute morgen sind wir bereits um 6:00 Uhr beim Fruehstueck da wir eine Fähre gebucht haben. Sabine fährt uns ans Terminal der großen Interisland-Fähre, die die Nord- mit der Südinsel in 3 Stunden verbindet. So müssen wir um 8:30 auch Abschied vom Norden Neuseelands nehmen. 

Wir gehen gemeinsam aufs Schiff und durchqueren damit die Tasmansee. Danach segeln wir durch die zerklüftete Flußtallandschaft des Marlborough Sound über den Queen Charlotte Sound in Richtung Picton. Die gesamte Passage dauert mehr als drei Stunden und wer aufs Oberdeck möchte, muß heute echt windfest sein. Vorerst ist Deck 10 mit der Aussichtsterrasse gesperrt erst spaeter in den Queen Charlotte Sound mäßigt sich der Wind und wir gehen aufs Außendeck und können noch tollere Fotos machen als auf den Balkonen des Deck 7. 

Schöne steile, dicht bewachsene Berge, Sandstrände, kleine Häuser und Bauernhöfe sieht man in diesen Meeresarmen die hier Sounds genannt werden.
Entstehungsgeschichtlich handelt es sich bei diesen Meeresarmen um Überflutung von Flußtälern.

Die Südinsel des Landes ist wesentlich größer als ihre "Schwester" im Norden und wird durch die 35 Kilometer breite Cookstraße von der dichter besiedelten Nordinsel getrennt. Hier im Süden liegt der höchste Berg in den Neuseeländischen Alpen, der Mount Cook mit 3.724 Metern Höhe. Die Landschaft ist anders als die, die wir in den letzten Tagen gesehen haben. Die sanften Hügel sind von unzähligen angepflanzten nordischen Kiefern bewachsen, im Sommer kann diese Gegend sehr trocken und karg sein, besonders dann, wenn das Nutzholz gefällt wurde. Bis zum Horizont ziehen sich die riesigen Weinanbaugebiete hin. Junge Setzlinge müssen allerdings oft künstlich bewässert werden, da diese Gegend von sehr viel Sonne beglückt wird. 

Nach einer kurzen Pause im Hafenstaedtchen Picton machen wir uns auf den Weg nach Nelson und kommen an riesigen Weinanbaugebieten vorbei. Die Lese ist nun bereits abgeschlossen, was liegt da näher, als eine Weinprobe zu machen. Einige unter uns haben sich fuer eine Fahrradtour angemeldet und strampeln in den nächsten 3 Stunden durch die Rebberge und halten auch bei 2 Weingüter an. Vor allem baut man hier Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Pinot Gris und Pinot Noir an. Aber auch einen Riesling und einen Gewuerztraminer dürfen wir hier verkosten.
Nach dieser willkommenen Abwechslung geht es weiter bis nach Havelock. Es ist die : Grün-Lippen-Miesmuschel-Hauptstadt mit einem Supermarkt. Morgen sind wir im Abel Tasman Nationalpark. Wir werden Wandern gehen und brauchen ein Pick Nick. 

Weiter winden wir uns durch unzählige Kurven an der Steilküste entlang und sehen das dunkelblaue Wasser des Tasmanischen Meeres schimmern. Nelson ist das wirtschaftliche und gesellschaftliche Zentrum einer sehr fruchtbaren Region, in der sich unzählige Obst- und Kiwiplantagen mit Hopfengärten abwechseln. Aufgrund des gleichbleibend milden Wetters wird hier sogar Tee angebaut. 

Am Abend treffen wir uns zu einem gemeinsamen Abendessen wieder und lassen den Tag gemütlich ausklingen. Morgen freuen wir uns schon, mal wieder wandern zu können, oder wahlweise wandern und baden zu gehen.
Gute Nacht in Nelson.

Minikreuzfahrt im Abel Tasman Nationalpark mit optionaler Wanderung

Am Morgen ist uns der Wettergott wieder hold und beschert uns ein traumhaftes Ferienwetter. Wir fahren Richtung Schiffsanlegestelle des Abel Tasman Nationalparks. Aber vorerst muss unser Kühler mit neuem Kühlwasser aufgefrischt und kontrolliert werden. Schon die Fahrt zum National Park ist wunderschön, Strand, glitzerndes Meer und am Horizont Berge in verschiedenen blau Tönen. 

Dieser Park liegt im Norden der Südinsel, zwischen den beiden großen Buchten Tasman Bay und Golden Bay. Mit über 2.200 Sonnenstunden pro Jahr ist das Klima mild und sehr angenehmen. Diesen Vorteil hat auch schon sein Namensgeber zu schätzen gewusst. Abel Tasman war ein holländischer Seefahrer, der als erste Europäer Neuseeland entdeckte und in Golden Bay das Land betrat.
Tasman National Park ist der kleinste und auch waermste Park in ganz NZ mit 22,54 Hektar Fjordland. Mit dem Marine Nationalpark jedoch stolze 1.257.000 Hektar groß.

Sarah, unsere Wanderfuehrerin, erwartet uns bereits und wird uns heute die Naturschönheiten des Parks näher bringen. Nachdem wir auf dem Boot alle ein sonniges Plätzchen gefunden haben, fahren wir verschiedene Buchten und Strände an und können uns gar nicht satt sehen. Einsame Strände mit Segelbooten, üppig grüner Wald, goldgelber Sand und glasklares türkisblaues Wasser lassen unsere Fotos wie Katalogbilder aussehen. Auf den Steinen tummeln sich Robben, einige unter uns haben sie auch gesichtet. An der Torrent Bay kommen wir gegen 10:30 an. Alle ausser 2 Mitreisenden steigen aus. Das Ehepaar möchte heute lieber mit dem Boot die ganze Küste erkunden und danach Freizeit am Strand genießen. 3 Mitreisende möchten gerne bloß die ersten 6.6 Km zum nächsten Strand wandern und der Rest der Gruppe entschließt sich die ganzen 12 Km abzuwandern. Alle erleben wir eine wunderbare Zeit. Die Wälder hier sind wie verzaubert, Maerchenwaelder mit alten Riesen umgeben von Lianen, Farnbaeume so schoen wie nirgends wo sonst und ein dichtes Unterholz mit Farnen aller Art. Ein Farn ist sogar durchsichtig, hat ein muschelförmiges Blatt mit kleinen runden Sporen außen aufgesetzt. Da hatte Mutter Natur wirklich einen sehr einfallsreichen Tag als dieser Farnart dran kam. Wir sind aber gar nicht in einem echten Urwald, sondern dieser Wald wird renaturiert und man versucht die heimischen Pflanze und Bäume wuchern zu lassen und alle invasiven Arten auf natürliche Art los zu werden. Die himmlischen melodiösen Geräusche sind von einem Fächerschwanz. Es ist eine kleiner Vogel, der verschiedenartig Singen und seinen Schwanz wie einen Fächer aufstellen kann. Grandios. Da oben ! Wir haben ihn ! Die grosse professionelle Kamera hat ihn erhascht und nun ist der Vogel in dieser Fotogalerie verewigt. Am Boden kratzen, gehen und zerren Wekarallen. Sie haben keine Angst vor uns und laufen auch nicht weg, nein, sie verfolgen uns. Na ja, sie verfolgen eher unsere Sandwiches. Rechts und links vom Wanderweg wachsen Manuka und Kanuka, verschiedene Baumfarne, eine einzige Palme, leuchtend grüne Moose und bunte Flechten verschönern dieses Bild. 

Nach einigen Stunden herrlichem Wandern und einem gebührenden Aufenthalt an einem Bilderbuchstrand steigen wir wieder in das Boot ein und kehren zurueck nach Kaiteriteri. Voller tollen Impressionen, dem nassen Badekleid und 0 Batterie im Handy kommen wir an der Anlegestelle an wo auch unser Bus steht. Sabine fährt uns zum Hotel wo wir bloß eine halbe Stunde ausruhen, duschen, umziehen koennen da wir doch auch heute Abend wieder in den Pub gehen wollen zum Abendessen. Die Speisen hier im Smuggler’s Pub sind so fein, das Ambiente ist lustig und wir tauschen uns aus und lachen viel. Nun müssen aber unsere Beinchen ruhen. In den grossen Zimmer mit Meeresluft in einem schönen grossen Bett ist gut ruhen.
Gute Nacht in Nelson.

Buller Schlucht – Cape Foulwind – Pancake Rocks an der Westküste – Greymouth

Ah wie toll. Es scheint die Sonne, das Meer ist ruhig es geht kein Wind und die Berge in der Ferne sind leicht von Neuschnee angezuckert. Das wird wieder ein super Tag. Unser Ziel heute, ist die wilde und rauhe Westküste der Südinsel. Vorerst fährt uns Sabine durch die Hopfen und Tabak Anbau-Gebiete, danach an kleineren Farmen vorbei. Sabine gibt auch Ihr Wissen immer wieder gerne kund und wir horchen aufmerksam zu. Die Arbeitsbedingungen, die Pensionskassen, Versicherungen interessieren uns aber auch die Geschichten über die Kampf der feurigen Maori gegen die neuen Siedler erweitern unser Wissen. Aber dass es hier auch eine kleinere Goldgraeberzeit in den 1860er Jahren gab, ist den meisten unter uns Nicht-Goldgräber eigentlich unbekannt. Das Tal wird immer enger, das Gebüsch rechts und links immer dichter bis wir nicht zur längsten Haengebruecke Neuseelands kommen. Imposant spannt sie sich über den breiten und tobenden Bullers River. Wir durchqueren die Buller Schlucht und schlängeln uns am gleichnamigen Fluß entlang. Die Straße klebt geradezu am Abhang, das ist nichts fuer Hoehenangst ! Kaum zu glauben, dass dieser Fluss da unten mit bis zu acht Metern über seine Ufer treten kann und schon oft der Stadt Westport, die bei der Mündung zum Meer liegt, zum Verhängnis wurde. 

Hier in Westport mündet nun unser Buller River und wir biegen links ab. Weiden, Wälder, Strände und Buchten sorgen hier fuer viel Abwechslung. Unsere Augen haben heute intensiv Training. Plötzlich hatten wir an, alle aussteigen, meint unsere liebe Sabine, auf gehts auf die Kuestenwanderung. Das Wetter ist traumhaft, was hier nicht oft vorkommen soll. Die Sonne strahlt aus azurblauem Himmel, es ist absolut windstill und wir bereiten uns vor auf diese 4.5 Km langen Wanderung. Auch das Picknick packen wir ein und wie immer eine Regenjacke. Nun haben unsere Kameras Hochbetrieb, es knipst piepst zischt je nach Modell. Nur gut, dass die Kameras keine Gewerkschaft haben, die würden doch glatt streiken bei dem Stress. Die bewaldete Steilküste, die goldenen Sandstrände, die Bäche, die Felsen im Meer, die Brandung die zum Surfen einlädt, wir sind in einem Paradies gelandet. Ach ja, das Picknick…das muss warten bis wir wieder beim Bus auf der anderen Seite sind. An der Seehundkolonie ist heute nicht viel Betrieb, nur eine Mama mit einem Baby und noch etwa 4 einzelnen Seehund-Kinder können wir unten auf den Felsen ausmachen. 
Es ist Nachmittag geworden und wir fahren weiter nach Punakaiki. Hier am Rande des Paparoa Nationalparks befinden sich die berühmten Eierkuchenfelsen, oder wie sie hier genannt werden: die Pancake Rocks. Die sind lustig und eigenartig zugleich. Es handelt sich um Kalksteinformationen die stark erodiert sind und tatsächlich aussehen, wie übereinander geschichtete ganz dünne Eierkuchen ohne Ahornsirup. Ein spektakulärer Rundweg ermöglicht es uns noch mehr umwerfende Fotos zu schießen. Schauen Sie in die Fotogalerie, denn sowas sieht man sonst nirgends wo. Nun gibt es noch einen Kaffee im Shoo und wir sitzen gemütlich auf Sofas. Uuuaah ! Was kitzelt den da. Einer springt auf, klatscht sich aufs Hemd und Hose, wupp fliegt auch schon was dunkles auf den Boden und rennt mit Kopfweh weg. Sabine sieht es und ist total entzückt über das Viech was sie hier sieht. Ein WEKA ! Selten und super toll soll dieses Insekt sein, fingerlang, braun, sechs Beinchen, zwei sehr lange Fühler und deutsche-Turisten-freundlich. Das muss doch so sein, denn es ist bereits der 2. WEKA dem wir begegnen. Wesentlich typischer für diese Region ist die endemische Nikau Palme. Sie ist die südlichste wachsende Palme hier in Neuseeland.
Auf unserem letzten Abschnitt nach Greymouth, schlägt das Wetter um, es beginnt zu nieseln, Wolken ziehen auf und tauchen die Küste in mystisch aussehende Nebelschwaden. Das Abendessen im Hotel ist wieder sehr gut und die Nacht gut unter dem ständigem Regenguss. 
Ein wunderschöner Tag geht zu Ende.
Gute Nacht in Greymouth

Reise in die Südalpen – Hokitika – Wanderung an der Westküste – Fox Glacier im Westland Nationalpark

Bei strömendem Regen starten wir unsere Fahrt in Richtung der Südalpen und nach einer halben Stunde erreichen wir das kleine Städtchen Hokitika. Die erste Siedlung hier entstand bereits 1860 nach der Entdeckung von Gold an der Westküste. Auch wir haben Gold gefunden es liegt in dieser güldener Reise durch dieses wunderbare Land.

Bald sind wir in Hokaita hier gibt es einen tollen Jade Shop wo das Gestein auch geschliffen wird. Die Galerie gegenüber und das Sportgeschäft daneben werden natürlich auch besucht, sowie der Coffeeshop. Unterdessen nieselt es so zwischen den Sonnenstrahlen, alle 5 Minuten servieren sie uns eine andere Saison.

Als wir losfahren, öffnet der Himmel plötzlich seine Schleusen und das typische Westküstenwetter gewinnt die momentane Saisonvergabe. Wir sitzen gemütlich im Bus, Sabine erzählt uns alles Wissenswerte über die Goldgraeberei und den Kakapotahi Regenwald National Park welchen wir durqueren. Das Meer ist aufgewühlt und wir doesen ein wenig vor uns hin. Ah, OK, wieder aussteigen, aufwachen, Wanderschuhe anziehen und die sieben Sachen in den Rucksack packen. Es geht auf einen herrlichen Wanderweg der Okarito Tig. Nein nicht der Küste entlang sondern in den Regenwald hinein, der sich hinter der Lagune befindet. Der gut ausgeschilderte Weg, führt uns in 3/4 Std bergan auf den höchsten Punkt und Aussichtsterrasse. Wir sind auf 211 MüM. Erst beim Runtergehen sehen wir auch die tollen himmelblauen Pilze mit ihren süßen hellblauen Hütchen. Mit wieder neuen Eindrücken bereichert, essen wir noch unser Picknick und fahren dann weiter.

Eine halbe Stunde spaeter sind wir bereits beim Franz Josef Gletscher und da gehen wir auch auf den Aussichtspunkt. Wir wandern bloß 1 Stunde hin und zurueck. Die Sicht auf den Gletscher ist oben verhangen wir sehen jedoch den unteren Teil sehr gut. Der Franz Josef Gletscher wurde erstmalig im Jahr 1865 vom Geologen Julius von Haast erkundet, der den Gletscher nach dem damaligen österreichischen Kaiser benannte. Herr Haast muss seinen Namen sehr geliebt haben, denn Fluesse, Pässe, Bergen, Täler und sicherlich auch Speisen und Getränke tragen heute alle seinen Namen. Sind wir hier am Haast Meer ?

Bald darauf, fahren wir weiter zu Fox Village mit Sicht auf den tollen Fox Gletscher. Das Wetter ist nun nicht so schlecht, aber der Heliflug fällt leider aus, fuer unsere vier Mitreisenden die einen langen Flug gebucht haben. Nur die Tal-Flüge finden statt, aber sie wollten doch beide Gletscher und den Mt. Cook sehen. Schade, dass das heute sowie morgen frueh nicht moeglich sein wird. So checken wir in unser Hotel ein und treffen uns 1/2 Stunde später wieder.

Man denkt es kaum, aber neben unserem Hotel geht ein kleiner Weg an einem kleinen Flüsschen entlang. Es wird zum Highlight fuer viele. Der Naturpfad führt uns durch einen Maerchenwald. Ich bitte den Leser, falls er/sie in der Gegend sind : Gehen Sie dahin und lassen Sie sich auch verzaubern von der Macht dieser herrlichen Natur hier denn ich kann es nicht beschreiben, der Reisebericht würde viel zu lang. Nach dem Abendessen gehen wir nochmals dahin. Dieses Mal mit Taschenlampe und Handy. Der Wald wird ins Weihnachtskostuem getaucht. Tausende hiesige Gluehwuermchen blinken hier im Dickicht. Es ist die pure Magie. Unterdessen ist es halb zehn Uhr nachts und die grossen Zimmer mit den weichen Betten rufen uns bereits. Ach ja, wir haben Zimmer mit Sicht auf den Fox Gletscher, das schauen wir uns morgen frueh dann an.
Schöne Träume und
Gute Nacht in Fox Village.

Reise durch die Südalpen – Haast Pass – Queenstown

Am Morgen haben sich die Wolken etwas gelichtet sodass wir den Fox-Gletscher zum Geburtstag einer Mitreisenden betrachten koennen. Die Bergspitzen sind noch immer in einer Wolkendecke verpackt, aber so sind wir schon glücklich, dass wir den Gletscher sehen koennen.

Ploetzlich schuetter es, ein kuehler, um nicht zu sagen eiskalter Wind kommt auf und wir flüchten in unseren Bus. Wir fahren dem Haastfluß entlang. Die Straße windet sich kurvenreich durch Täler, die von den majestätischen Bergriesen der Südalpen anscheinend eingerahmt werden. Wir sehen ja leider bloß 20 Meter vor die Nase aber wir kommen ja wieder mal hierher zurueck. So halten wir beim Info centre und sehen auch auf Bildern wo wir hier überhaupt sind. Zurueck im Bus fahren wir über den Haast Paß, der mitten im Mount Aspiring Nationalpark liegt. er Mitte des 19. Jahrhunderts Ja, Herr Haast bereiste auch ganz Neuseeland auf der Suche nach Überresten des ausgestorbenen flugunfähigen Moa. Dieser Moa soll in etwa wie ein Strauß ausgesehen haben ! Der höchste Punkt dieses Passes befindet sich zwischen den Tälern des Haast und des Makarora Rivers auf 564 MüM.

Bald erreichen wir Makkarona am langen Wanakasee wo wir auch eine Mittagspause einlegen. Ach, es regnet noch immer aber dieses Café bringt uns wieder in Schwung. Schoen, das Kaminfeuer, die vielen Autonummer-Schilder, die guten Speisen, lustigen Toiletten und das freundliche Personal.

Nach unserer Mittagspause erreichen wir den Wanakasee und wenig später den Haweasee. Beide sind ehemalige Gletscherseen, die eine Wassertemperatur von nur etwa acht Grad verzeichnen koennen. Die Berge hier sind vegetationslos, bloß ein paar Schafe beleben diese Gegend. Es ist wunderschön auch bei Regen. Hier hat sich unsere Sabine mit Klaus, ihrem Ehemann niedergelassen. Mittlerweile haben wir die Region Otago erreicht.

In Wanaka fahren wir auch ins Städtchen hinein und siehe da, hier am Seeufer steht eine wunderschöne grosse Weide und darunter ist es trocken. Es hat aufgehört zu regnen und so koennen wir nun unser Geburtstagskind richtig feiern. Der Neuseelaendische Rosé Champagner schmeckt köstlich und die verschiedenen Kuchen, Cookies, Schokoladen sowie Snacks passen super gut dazu und muntert uns auf. Hoch soll sie leben, drei mal hoch. 

Kurz vor Queenstown halten wir in einer der malerischsten Siedlungen Neuseelands, dem kleinen Arrowtown, am gleichnamigen Fluß gelegen. Es scheint auch fast die Sonne, naja hinter den Wolken, aber es regnet nicht. Hier wurde einst Gold geschürft und während des Höhepunktes des Otago-Goldrausches wurde dieses Städtchen 1862 gegründet. Die anfänglich kleine Siedlung wuchs rasant, denn die Pioniere bauten kleine Holzhäuser, Geschäfte, Kirchen und Hotels, von denen heute noch mehr als 60 vorhanden sind. Die Kleinstadt wirkt auf uns wie die Filmkulisse aus einem Wildwestfilm, wir sind ganz begeistert von den Hausfassaden, alten Briefkästen und kleinen Lädchen im Countrystyle. Die Post ist besonders feierlich geschmückt.

Am Abend erreichen wir den Wakatipusee und die an seinen Ufern gelegene Stadt Queenstown, wo wir morgen einen freien Tag verbringen werden, da freuen wir uns schon darauf.
Also meine Lieben Gute Nacht in Queenstown.

Freizeit in Queenstown

Endlich können wir auf unserer Reise mal ein wenig länger im Bett bleiben. Was für ein tolles Gefühl! Einige unter uns fahren mit der Gondel auf den Berg um dort die weite Aussicht zu genießen und wandern zu gehen. Andere gehen auf einen Lord der Ringe - Tour. Die Fotos die sie uns schicken sind sehr lustig. Man kann auch Jetboaten, oder mit Jetski auf dem See herumkurven, oder mit einer Zip Line runtersausen, oder vielleicht Drachenfliegen, Sommerrodeln, skaten oder oder oder, Queenstown liegt so malerisch schoen am Wakatipu See welcher von hohen von Schnee bedeckten Bergen umrahmt ist. Das Wetter hat sich auch beruhigt und gegen Abend ist es wirklich sonnig.

Alle Gäste haben sich entschieden, mit der TSS Earnslaw, einem altehrwürdigen Dampfschiff von 1912, einen Abendausflug über den Lake Wakatipu zu machen, wo uns ein tolles Büffet und eine Schaf- show und -schur erwartet. Beeindruckend ist, wie gut die Hündin des Farmers erzogen ist, sie hört aufs Wort und bringt die Schafe genau dahin wo sie hin geordert sind. Die TSS Earnslaw ist ein wunderschönes komfortables Dampfschiff mit offenem Maschinenraum sodass man auch vom Kohleheizer ein Foto machen kann. Er ist jung und schön…. Die Schiffsfahrt bei Sonnenschein ist ein Vergnügen bald sind wir bereits bei einer “Station” angekommen. Es handelt sich um eine wunderschöne grosse Schaffarm mit rotem Dach. Blumen schmücken den schoen angelegten Garten und wir werden auch gleich ins Gebäude gebeten. Ein herrliches Buffet wird uns hier geboten. Es ist trotz der andern 300 Personen sehr gemütlich, da wir in einem kleineren Saal untergebracht sind. Wir werden aufgerufen uns zur Schaf-show zu begeben….beeindruckend ist, wie gut die Hündin des Farmers erzogen ist, sie hört aufs Wort und bringt die Schafe genau dahin wo sie hin geordert sind. Das Scheren löst viele Ohh’s aus, denn das Schaf wird auf die Mokassins des Scherers gesetzt, bewegt sich nicht mehr (es meint vielleicht es sei schon tot ?) und wird so in windes Eile geschoren und danach freigegeben. Hop hop rennt es splitternackt in den Hof zu den anderen. Bei der Rückfahrt werden wir zuenftig Verwoehnt. Die Nordlichter zeigen sich in Form von weißlichen Lichtfelder und das alles in dieser sternklaren Nacht. Alle versuchen wir Fotos zu schiessen von den zig-tausenden Sternen die sich da glitzernd zeigen. Bis nicht eine Chinesin ein Foto macht und aufjauchzt. Wir schauen alle hin, die Lichtfelder sind auf ihrem Apparat grün und rot gefärbt ! Als wäre es ein Goldrausch sind auch wir nun total darauf vesessen so ein Bild in unser Kästchen zu zaubern. Ja, man braucht dazu entweder ein niegel nagel neues Handy oder eine tolle richtige Kamera. Schauen Sie in die Fotogalerie, es ist wahr, wir haben sie gesehen, die Aurora Borealis in Neuseeland. Was braucht man da noch mehr. Wir sind überwältigt und auch übernächtigt. So fallen wir auch bald in unsere super weichen Betten in den grossen Zimmer im Hotel.
Gute, farbige Träume meine Freunde und
Gute Nacht im schönen Queenstown.

Fjordland Nationalpark – Schiffahrt im Milford Sound – Te Anau

Heute früh verlassen wir Queenstown und machen uns auf den langen Weg, um erneut eine spektakuläre Landschaft kennenzulernen, den Milford Sound. Vorerst regnet es wieder und die Berge sind noch tiefer beschneit als gestern. Die Sicht ist gut bloß nass. Wie immer kämpfen wir mit der Heizung - Lüftung - Trocknerknopf damit sich unsere Scheiben nicht mit Wasserfälle verwechseln. Das gelbe Fenstertuch hat wieder Hauptsaison.
In Kingston, einem kleinen Ort im Lakes District finden wir auch die alte Dampflock. Hier war einst der Endpunkt der Bahnstrecke Invercargill – Kingston, die 1878 eröffnet und 1979 stillgelegt wurde. Die Lok wird gerade angeheizt, es dampft und zischt. Die Wagons stehen bereit fuer Touristen die hier sicherlich bald einsteigen werden. Die Sicht auf den Wakatipusee ist bezaubernd schön.
So fahren wir gute Stunden weiter durch eine schöne Landschaft mit Hügeln, Schafe und Kühe bis wir nicht in Te Anau halten. Hier ist auch unser Hotel und wir wollen unsere Koffer hier lassen und kofferlos zum Milford Sound fahren. Waehrend Sabine und der Portier des Hotels die Koffer rausholen gehen wir alle schon mal etwas zum Knabbern einkaufen. Ich geh an die Rezeption wegen einer Frage und da bekomme ich die Schocknachricht. Unsere Sabine hat sich das Knie beim Ausladen der Koffer gewaltig verdreht und liegt nun da am Boden neben ihrem Bus. Schnell den Chirurgen rufen (Mitreisender) und einen starken Mann dazu (auch Mitreisender). Unser Goldschatz von Sabine wird nun untersucht, die Ambulanz gerufen und gemeinsam tragen wir Sabine ins Hotel. Ja, wir sind alle sehr traurig, diese Reise ist nun fuer sie gelaufen aber ihr Mann wird uns morgen weiterfahren. Für heute wird ad hoc, es ist Sonntag Mittag, ein Buschauffeur gefunden der uns zu den Milford Sound fahren wird. Sabine schreibt uns, dass sie in einem guten Spital aufgenommen wurde. Vorerst müssen noch Untersuchungen stattfinden und dann sieht man ob sie eine OP brauchen wird. Das Seitenband und die Quadrizeps Bänder ueber dem Knie scheinen schon mal beschädigt zu sein. Dies macht uns alle sehr traurig.

Nun fährt also Rees unseren Bus und wir erleben eine sehr schöne Reise von Te Anau bis nach Milford Sound. Diese einzigartige Fjordlandschaft liegt im Südwesten der Südinsel Neuseelands etwa 15 Kilometer von der Tasmanischen See entfernt. Der Fjordland Nationalpark gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Riesen Berge, spiegelnde Seen und Bergurwald begleiten uns. Auch durch ein 1.720 Km langes Tunnel fahren wir. Es wurde in mühsamen 20 Jahren von Hand ausgeschlagen und hat ein rasantes Gefälle. Wir erreichen am Nachmittag den Hafen welcher wieder von Felswänden eingerahmt ist. Der berühmten Mitre Peak, auch Bischhofshut genannt, thront mit stolzen 1.692 Metern mitten im Fjord.
Die Unterwasserwelt dieses Fjords ist einzigartig. Schwarzkorallen locken Taucher aus aller Welt an. Im Sound, der entstehungsgeschichtlich eigentlich ein Fjord ist, gibt es durch die zahlreichen Regenfälle zwei Wasserschichten. Das salzhaltige Meerwasser liegt unter der Süßwasserschicht. Je nach Menge des Regens wächst die Süßwasserschicht. Durch diese Wasserzusammensetzung herrschen im Milford Sound Lichtverhältnisse wie in der Tiefsee. Wir sehen in den 2 Stunden Fahrt auch eine schöne Delphin Familie und eine Seehund Mama mit 2 Jungen. Die Sonne lacht und vor lauter Freude, dass es endlich wieder Schönwetter gibt und der Kapitän Geburtstag hat, führt er uns auch gleich unter einen tobenden Wasserfall. Da alle Leute an Deck jauchzen unter der Dusche, fährt er auch immer dichter ran bis alle Passagiere in das Schiff hinein flüchten und sich ein Bierchen oder Kaffee gönnen. Wir sind überglücklich. 

Am späten Nachmittag verlassen wir die Fjordwelt wieder mit Rees am Steuer 2 Stunden spaeter sind wir wieder bei unserem Hotel. Unsere Koffer und Taschen warten auf ihre Besitzer in den wirklich schönen Zimmer. Abendessen im nahegelegenen lokalen Pub war gut aber es war so laut und die Serviererinnen sprachen so leise, dass wir gleich nach dem Essen in diese tollen Zimmer flüchten.

Gute Nacht in Te Anau, wir vermissen Dich Sabine.

Fahrt über den Lindis Pass nach Twizel

Heute morgen steht auch schon Klaus, Sabines Ehemann, mit demselben Bus bereit um unsere Koffer zu verladen. Auch er ist sehr sportlich und äußerst nett. So verlassen wir Te Anau planmäßig und fahren erneut in Richtung Queenstown. Wettermaaessig fahren wir in Te Anau bei Sonnenschein ab, fahren fuer ein Stündchen in eine Regenwolke hinein bis wir nicht wieder blauen Himmel erblicken. Wir passieren Schaf- und Rotwildherden, die auf saftigen Wiesen friedlich grasen.

Hinter Queenstown machen wir eine Pause an der Kawaraubrücke. Die Hackett Company veranstaltet an diesem Ort spektakuläres Bungee Jumping hinunter in die tiefe Schlucht mit dem türkisblauen Fluß. Dieser Sport ist hier erfunden und das erste Mal kommerziell betrieben worden. Gerade steht ein Gast an den Beinen gefesselt auf der Brueckenkante, bereit fuer seinen wohl ersten Sprung. Er besinnt sich, malt ein Kreuz in die Luft, atmet tief, ueberlegt, noch ein Kreuz, dann dreht er sich um und lässt sich entfesseln. Hmm. Aber die junge Dame die da bereits gefesselt dasteht und an der Kordel angemacht ist, hüpft mir nichts, Dir nichts einfach so ins Leere, streckt ihre Arme seitlich aus und schließt die Beine wie ein Zirkusakrobat. Wir stehen da, schauen zu, staunen und knipsen ein Foto von dem Spektakel ehe wir zu Klaus zurückkehren. 

Durch mehr und mehr Steppenlandschaft fahrend, in der jegliche Weidegründe künstlich bewässert werden müssen, erreichen wir Cromwell. Hier machen wir einen kurzen Halt fuer eine Mittagspause ehe wir nach Omamara weiterfahren.

Am 971 Meter hohen Lindispaß an der Grenze der Regionen Otago und Canterbury genießen wir einen umwerfenden Panoramablick auf die baumlose Umgebung, die vor allem vom gelben Steppengras und den verschneiten Bergspitzen geprägt wird. Ja, richtig, es ist auch heute sehr kalt gerade noch mal 8 Grad an der Sonne !

Am Nachmittag machen wir einen letzten Halt im kleinen Ort Omarama, an dessen Ortseingang uns eine Skulptur eines Merinoschafs empfängt. Diese Schafe lieben die trockene und im Winter sehr kalte Umgebung und ihre Wolle ist kuschelweich und wird zu allerlei edlen Handschuhen, Socken, Pullover, Schals und sogar zu Decken verarbeitet. Hier bei Omamara gibt es aber noch eine andere Sehenswürdigkeit, es sind die Lehmfelsen. Sie ragen gerade wie Pfeiler in die Höhe und bilden gemeinsam eine tolle Kulisse. Hier ist auch ein Spaziergang angesagt und wir entwischen bald in alle Richtungen um das schönste Bild zu erhaschen. Wir kriechen hinter den Lehm-Säulen und zwängen uns sogar zwischen die steilen Wände durch, kraxeln hinauf bis uns schwindlig wird und unsere Augen werden immer wieder von neuem belohnt.

Nun ist aber Zeit zu unserem heutigen Nachtquartiere aufzubrechen. Es dauert nicht lange und wir sind im Dörfchen Twizel. Das Hotel ist schoen angelegt, die Zimmer sind auch wieder sehr komfortabel gross mit schönem Badezimmer und weichen Betten. Das Buffet schmeckt auch sehr lecker, wir sind glücklich und zufrieden, lachen und reden viel und erfreuen uns einfach an dieser schönen Reise. Natürlich sind unsere Gedanken auch immer wieder mit Sabine, da man noch nicht weiss, ob sie nun operiert wird oder nicht.

Gute Nacht in Twizel.

Wanderungen im Mount Cook Nationalpark

Die Wettervorhersage für den heutigen Tag sah gar nicht so gut aus, einfach bewölkt und wir hoffen, dass die Berge einigermaßen sichtbar sein mögen. Vorerst schaut alles verhängt aus und bitter kalt. Wir sind eine aufgestellte und fröhliche Truppe, ziehen uns alles Warme an als müssten wir zu einer arktischen Expedition aufbrechen. Ah ein Stündchen spaeter, am Lake Pukaki sehen wir bereits die ersten Riesen, die hier schneebedeckt auf uns hinunter schauen. Wir sind auf dem Weg in den Mount Cook Nationalpark, da werden wir heute drei 1-stündige Wanderungen unternehmen und wir koennen es kaum erwarten. Och, dieser Zungen-Gletscher-See ist ja sehr schoen in der Farbe, aber auch echt lang. Wir sind doch schon so neugierig den berühmten Mount Cook zu sehen. Bei den Maori wird der Berg Aoraki genannt, was so viel bedeutet, wie “in die Wolken ragend”. Der 3.724 Meter hohe Gipfel wurde von Edmund Hillary, dem Erstbesteiger des Mount Everest, als Trainingsberg genutzt.

Ah jetzt, da sind wir, wir werden vom Bus frei gelassen, Schliessen alle Jacken und Taschen, Mütze auf, Handschuhe an und ab geht es auf den ersten Spaziergang in Richtung….Mt. Cook. Schoen geht der Weg auf und ab ueber Stock und Stein an niedrigem stacheligem Gebüsch vorbei, bis zu einem schönen Aussichtspunkt. Oh die Bergwelt, man sieht die untere Schicht, dann ein Wolkenband und vom oberen Teil der Berge guckt immer mal wieder eine Spitze oder Kante hervor. Die Sonne gibt ihr Bestes. Aber Mount Cook ist noch nirgends zu sehen, also weiter bis zu einer gut gesicherten Haengebruecke und noch einen Kilometer bis zur nächsten Aussichtsterrasse die auf eine schöne Gletscherzunge schaut. Hier muss man umkehren. Der Weg ist gesperrt da die nächste Haengebruecke repariert wird.

Wieder zurueck beim Bus geht es nun in eine andere Richtung, wieder durch schönes subalpines Gelände, zu verschiedenen tollen Aussichtspunkten. Das Wetter verbessert sich und eine Schicht Kleider kann beim Rückweg abgelegt werden.

Der Dritte Weg führt uns nun durch ein Wäldchen und dann gemütlich hinauf auf eine tolle Anhöhe. Eine Chinesin der “anderen” Gruppe hat sich wohl verlaufen und fragt uns in bestem Chinesisch wo es denn hier lang gehe. Hmmmm wir bleiben ihr die Antwort schuldig was ihr anscheinend nicht viel ausmacht, denn sie stolpert einfach mit uns mit.….und jetzt sehen wir ihn…plötzlich ist er frei, unseren Mount Cook. Jetzt haben unsere Kameras und Handys wieder Hochbetrieb, denn das Bergherz ist begeistert so einen wichtigen, erhabenen Koloss zu sehen, was fur ein Erlebnis. Ich wollt ich könnt ihn besteigen. Er ist total verschneit und schaut in seinem weißen Kleid noch schöner aus, als auf den meisten Bilder.

Zurueck beim Bus, fahren wir nun in das Mount Cook Village wo es auch ein Restaurant und Cafe gibt. Da holen wir uns was, die Sonne kommt raus und wir koennen auf der Terrasse an der Sonne sitzen und uns den guten Mount Cook eine geschlagene Stunde anschauen. Oder schaut er uns vielleicht zu, wie wir ueber ihn reden ?

Die Rückfahrt ist natürlich ganz anders, auch wenn wir dieselbe Strecke zurückfahren wie morgens hinein. Die Sonne lacht, das Wasser von Lake Pukaki ist wunderschön türkis blau, die Birken, Weiden und Laubbäume leuchten gelb und rot wie im Indian Summer und ich empfinde heimatliche Gefühle nach Kanada.

Bald sind wir schon in Lake Tekapo, ein kleines Dorf an diesem gleichnamigen und idyllischen See. Dieser Ort im Mackenzie District liegt direkt am Gletschersee, der wiederum von bis zu 1.900 Meter hohen Bergen der Südalpen umgeben ist. Mit 95 Quadratkilometern ist er der größte See der ganzen Südinsel. An seinem Ufer steht die kleine Kapelle des guten Schafhirten, die sich so malerisch in die Landschaft einfügt, daß sie die meistfotografierte Kirche Neuseelands ist. Dieses Gebiet ist bekannt für seine klaren Nachthimmel. In der großen Sternwarte kann man allabendlich einen unvergleichlichen Sternenhimmel beobachten und auch die Nordlichter kommen hier häufig vor. Auch wir gehen natürlich vorerst gleich zu der Kirche, eine kleine Brücke verbindet das Dorf mit der Halbinsel wo die steinerne kleine Kirche am Ufer steht. Aber auch das Denkmal an den besten Schaeferhund wollen wir noch fotografieren ehe wir im Hotel am See einchecken. Da es noch frueh ist, haben wir alle noch Zeit, am Ufer zu flanieren. Auch der alltaegliche Regenbogen zeigt sich jetzt. Es ist alles wunderschön.

Das Abendessen wird in Form eines Buffets präsentiert welches bloß fuer uns hergerichtet wurde. Wir haben ja wieder einen herrlichen Tag hier in diesem tollen Neuseeland verbracht. Das Glück war uns auch hold und hat uns die Sicht auf den Mount Cook gegönnt. Wir fühlen uns verwöhnt und so gut.
Gute Nacht in Lake Tekapo meine Freunde.

Mac Kenzie Ebene – Lake Tekapo – Fahrt nach Christchurch

Nach dem Frühstück verlassen wir bei königlichem Sonnenschein und sehr kühlen Herbst den Lake Tekapo und nehmen Kurs auf die Ostküste der Südinsel zu unserem letzten Ziel: Christchurch.
Noch ein Stop am Strand von Tekapo Lake mit Sicht über den See zu den schneebedeckten Suedalpen. Mount Cook thront ueber allen Bergen. Klaus hält auch bei einer Merino Schafherde an, sodass wir endlich so eine schöne Herde fotographieren koennen. Nächster Stop ist mitten in der Pampa, wie er es nennt, wegen den Toiletten dort. Na ja, nach einer halben Stunde haben wir eigentlich noch kein grosses Beduerfnis, steigen jedoch aus, da es hier auch allerhand alte Fahrzeuge, Traktoren, Garageutensilien und Skier gibt. Ach ja, da hier, die Toiletten, eine ist auch frei, aufgemacht, huuuchhh eine Trappe ! Wir lachen lauthals auf und ich sage nun nicht was wir gesehen haben…Es ist echt lustig und überraschend ! 

Nun fahren wir aus der kargen Steppe des Mackenziebeckens heraus und es wird wieder etwas grüner. Die Gegend ist hügelig und im Hintergrund glitzern die Berge in ihrem weißen Kleid. Es schaut aus wie auf den Postkarten. In Geraldine, im Canterbury District gelegen, machen wir einen kurzen Halt und schauen uns die ortsbekannte Käserei an. Hier kann man echt verschiedene Gouda, Pecorino, Parmesan und sogar Mozzarella erwerben. Käse vermissen wir hier in Neuseeland und wundern uns, da doch hier so viele Kühe, Schafe und Ziegen auf den Weiden zu sehen sind. Aber da die Insel vor allem von Iren, Schotten, Engländern und Australiern besiedelt ist und die Franzosen und Italiener nur an ganz wenigen Orten ihren Einfluß geltend machen ist die Käsekultur sehr beschränkt. 

Am frühen Nachmittag kommen wir in Christchurch an. Das Wetter hat sich total verändert. Von dem strahlenden Sonnentag sind wir nun in der totalen Traufe gelandet. Es schüttet was nur geht. Klaus will uns Christchurch von oben zeigen und fährt auch gleich, und sehr selbstbewusst auf den Hausberg Port Hill. Ah, auf dem Weg hinauf sehen wir die Nobelgegend von Christchurch. Schöne grosse, weiße Villen mit schönen Veranden und herrlichen Gärten lachen uns an. Oben angekommen stecken wir in der Wolke und trotzdem regnet es noch immer. Wieviele Wolken haben die da übereinander geschachtelt ? Klaus steigt aus, aber wir bitten ihn, doch bitte ein weißes Foto fuer uns zu schiessen. Keiner will da aussteigen. Also gehts wieder hinunter. UUUps, da ist ein bisschen blau, wir halten an und stehen vor der Birkenkirche die vor dem Te Kaha Stadion steht. Das schauen wir uns an, innen ist die A-Form Kirche sehr hell und sehr angenehm. Man fühlt sich gut hier drinnen, eine Fuehrerin einer christlichen Gruppe singt gerade ein Maori Lied und wir genießen diesen Moment. Bei der Stadtrundfahrt kommt gerade eine der altehrwürdigen Straßenbahnen an uns vorbei. Sie wurden im Jahre 1888 gebaut. Heutzutage koennen sie von Besuchern für Stadtrundfahrten genutzt werden.
In der 350.000 Einwohner zählenden größten Stadt der Südinsel werden wir unsere letzte Nacht in Neuseeland verbringen. In die Schlagzeilen geriet sie vor allem durch die zwei verheerenden Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011. Das zweite forderte 185 Menschenleben und zerstörte unzählige Gebäude und Existenzen. An manchen Gebäuden sind die Spuren bis heute zu entdecken auch die zerrütteten Mauern zeugen von dem Unheil. 

Bei unserem letzten gemeinsamen Abendessen lassen wir nochmal die ganze Reise Revue passieren, wir lachen viel, tauschen uns aus und erzählen viele Geschichten. Wir sind so verschmolzen und eine richtig schöne Reisefamilie geworden. Unfassbar, dass dies der letzte gemeinsame Abend in Neuseeland sein wird. Wir verdrängen dies einfach, denn erst Morgen frueh gehts zum Flughafen. Wir verabschieden uns von 2 Mitreisenden denn die beiden verlängern diese Traum-Reise noch nach Sydney Australien.
Recht gute, letzte Nacht in Neuseeland in Christchurch

Abschied von Neuseeland

Nach dem Frühstück wird unser Bus zum letzten mal mit unseren Koffern und Taschen beladen und bald darauf fahren wir zum Flughafen. Unterwegs laden wir auch noch den Chef der hiesigen Partner Firma ein und koennen uns so nochmals auch bei ihm fuer die tadellose Reise bedanken. Besonders beeindruckt hat uns wohl, dass der grosse Unfall von Sabine unser Programm bloß fuer 15 Minuten verzögert hat und so das Programm genau wie geplant hat weitergeführt werden koennen. Einmal im Flughafengebäude, treten wir nun unsere lange Rückreise über Singapur an. Klaus rennt voran, denn er möchte den Flieger nach Queenstown erwischen, sodass er Sabine beim Krankenhaus abholen und nach Hause fahren kann. Sie wird nun fuer 6 Wochen eine Schiene haben und sich dem Lesesport widmen. Die Arme, aber sie braucht keine Operation bloß Ruhestellung. Das sind doch gute Nachrichten. 

Insgesamt sind wir auf unserer Reise 1.441 Kilometer auf der Nordinsel und 460 Kilometer zum Cap Reinga gefahren, auf der Südinsel legten wir 2.537 stattliche Kilometer im Bus, und einige zu Wasser, zurueck.
Auf den 50 Quadrat zentimeter Sitzfläche im Flieger nach Singapur haben wir nun 9 1/2 Stunden Zeit um erstmal unsere Gedanken, Eindrücke und Abenteuer zu sammeln und vor allem einige der tausend Fotos zu sortieren. Einige unter uns schauen sich noch den Hobbit Film an, andere dösen. In Singapur haben wir eine Pause die wir mit Terminal-Wanderungen und dem Besuch des Schmetterlingsgarten verbringen. Bald gehts weiter bis nach Frankfurt. Noch einmal 12 Stunden.
Plötzlich klickt es, der Urlaub, diese Traum-Reise. Das ist nun vorbei und zurueck bleiben neue Freunde die wir gemacht haben, tolle Eindrücke die haften, Bilder die eine wunderschöne Zeit unseres Lebens dokumentieren und eine Bereicherung unseres Lebens.
Gute Nacht im Flieger

Ankunft in Frankfurt und Heimreise

Nach unserer Ankunft in Frankfurt müssen wir uns nun tatsächlich von einander verabschieden. Es tut weh. Einige Tränen rinnen. Die Kiwi Group bleibt.


Meine lieben Gaeste, Freunde, Kiwilein, danke, danke, dass Ihr auf diese einmalig tolle Reise gekommen seid. Fuer mich war es ein Reiseleiter-Vergnügen und eine grosse lebens Bereicherung mit Euch reisen zu dürfen. Jeder war ein wichtiges Glied in dieser tollen Reisegemeinschaft die sich in eine Reisefamilie mutiert hat. Wir haben eine wahrhaft herrliche Zeit miteinander verbracht und ich hoffe, dass sich unsere Wege bald wieder kreuzen mögen und wir bald wieder so schöne neue Erlebnisse sammeln dürfen.
Carpe Diem meine Freunde und seid herzlichst gegrüßt
Eure
Elisabeth


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