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Silvester–Kreuzfahrt – Niederlande und Belgien 27.12. – 02.01.2026

Reisebericht: 27.12. – 02.01.2026

Das Leben ist wie ein Buch, wer nie reist, sieht nur eine Seite

Gabriele Stoffele

Ein Reisebericht von
Gabriele Stoffele

Kaffeebuffet Dutch Grace.jpg – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Spaziergang Utrecht 2.jpg – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Spaziergang Utrecht 3.jpg – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Matrosen beim Anlegen in Kinderdijk.jpg – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Kinderdijk 1. das alte Pumpenhaus – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Kinderdijk Kunstobjekt – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Kinderdijk Historische Windmühle – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Gebäck Antwerpener Handjes.jpg – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Antwerpen königl. Wappen im Bahnhof – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Sylvester Maastricht – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Wünsche an die EHT Gäste – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL) Sylvester  Lounge Dutch Grace – © Gabriele Stoffele (Eberhardt TRAVEL)

Samstag 27.12.25 Anreise nach Nijmegen (Niederlande)

Pünktlich um 05.00 Uhr erwartete uns unser Fahrer Lutz Köpke mit einem bereits vorgeheizten
Bus und frischem Kaffee bei eisiger Kälte - minus 6 Grad – am Flughafen Dresden. Alle
Zubringer waren pünktlich und es ging zu den weiteren Zustiegen Gera, Jena Eisenach und Kassel. Nach einer entspannten Busfahrt erreichten wir unseren Anleger in Nijmegen gegen 16.00 Uhr.
Vorab hatte ich die Bordreiseleiterin Monuika telefonisch über unsere Ankunft informiert und so erwartete uns am vereisten Anleger bereits die Crew und übernahm den Transport der Koffer in die Kabinen. Zunächst wurden wir sehr freundlich von der Bordreiseleitung Monika und der Hotelmanagerin Christina begrüßt, welche zügig den Check-in und auch die Tischreservierung machte. Nach dem Kabinenbezug wurden wir in die Lounge zu Kaffee, Tee und Kuchen eingeladen und anschließend blieb noch Zeit um sich ein wenig von der Fahrt auszuruhen. Erwartungsvoll ging es um 18.30 Uhr in die Lounge zum Begrüßungs Cocktail. Hier stellten sich Kapitän Miriam Spier vor und anschließend übernahm die Hotelmanagerin Christina die Vorstellung der Offiziere. Danach begrüßte uns noch einmal förmlich die Bordreiseleitung Monika Siemrodt. Hungrig machten wir uns dann auf dem Weg ins Restaurant wo wir das leckeres Abendessen genossen haben. Einige Gäste ließen den Abend bei stimmungsvoller Musik durch den Bordmusiker Delmar ausklingen, die meisten Gäste zogen sich jedoch auf ihre Kabine zurück. Unseren Anlegehafen Nijmegen hatten wir bereits um 17.00 Uhr verlassen und um 21.00 Uhr in Wijk bij Duurstede angelegt, wo wir auch über Nacht blieben.

Sonntag 28.12.25 Wijk bij Duurstede – Schoonhoven

Nach einem sehr reichhaltigen und abwechslungsreichen Frühstücksbuffett blieb uns ein wenig Zeit, um bis zum Kaffeebuffet am späten Vormittag die Fahrt der Dutch Grace auf dem Lek-Fluss zu genießen. Für die Ausflugsgäste gab es heute kein Mittagessen an Bord, sondern ein Luchpaket, da der Ausflug nach Utrecht bereits um12.30 Uhr begann. Währenddessen fuhr das Schiff mit den zurückgebliebenen Gästen zum nächsten Anleger in Schoonhoven, auch die Silberstadt genannt, da hier seit meheren Jahrhunderten die Schmiedekunst einen zentrale Rolle spielt. Schon im 14. Jahrhundert siedelten sich Silberschmiede an, die zunächst Aufträge für lokale Adlige ausführten. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Silberhandwerk ein dominierender Wirtschaftszweig. Nach unserer Ankunft in Utrecht wurden wir in kleine Gruppen zu einem ausführlichen und informativen Rundgang durch die historische Altstadt aufgeteilt. Unsere Stadtführerin machte uns zunächst mit dem Grachtensystem vertraut, welches einzigartig in Europa ist - Grachten mit Werftkellern direkt am Wasser. Besonders bekannt und ein wunderschönes Fotomotiv sind die Oudegracht und die Nieuwegracht, hier gibt es Cafes, Restaurants und kleine Läden auf Wasserhöhe. Weiter sahen wir das Rietveld-Schröder-Haus (Bauhaus Stil) welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Danach besuchten wir die Domkerk & Domplein, eine gotischer Kathedrale, der Turm durch einen Sturm im 17. Jahrhundert von der Kirche getrennt wurde. Er
ist mit 112 m der höchste Kirchturm der Niederlande und das Wahrzeichen der Stadt. Eine fantastische Aussicht über Utrecht und Umgebung hat man nach Aufstieg von 465 Stufen. Als besonderes Highlight zeigte uns die Stadtführerin eine historische Weihnachtskrippe
in der Sint-Catarinakathedraal aus dem 18. Jahrhundert mit über 600 Figuren. Sie gilt als eine der schönsten Krippen der Niederlande. Mit vielen Eindrücken ging es mit dem Bus zurück zum Schiff, dass mittlerweile in Schoonhoven angelegt hat. Hier wurden wir vom Personal mit einem leckeren Glühwein empfangen. Wir freuten uns dann auf das gemeinsame 4 Gänge Abendessen im Restaurant und anschließendem gemütlichen Musikabend in der Lounge mit Delmar.

Montag 29.12.2025 Schoonhoven – Kinderdijk – Dordrecht

der nächste Morgen begann wieder mit dem sehr appetitlichen und leckern Frühstücksbuffett und am späten Vormittag das Kaffeebuffett. Um 11.00 Uhr legten wir in Kinderdijk an und hier besuchten wir zunächst das historische Pumpwerk Wisboon aus dem Jahr 1886 . Ein Mitarbeiter erklärte uns das Wasser-und Deichsystem mit dem die Niederlande große Landfläche trocken hielten und anschließend spazierten wir zu einer Museumswindmühle, welche zu den 19 vorhandenen historischen Windmühlen gehört. Diese sind denkmalgeschützt und werden auch als Windmühlen Museum bezeichnet. Sie wurden um 1738-1740 gebaut, um das Wasser aus dem Alblasserwaard-Polder zu pumpen. Die Innenräume der Museumswindmühle waren mit Möbeln, Werkzeugen und Fotos aus der Zeit ausgestattet, als hier eine Müllerfamilie lebte teilweise mit 10 Kindern. Nach unserem Besuch in Kinderdijk nahm das Schiff Kurs auf Dordrecht, wo wir um 14.00 Uhr ankamen und es begann der Ausflug nach Rotterdam. Busfahrer Lutz und der Guide holten uns am Schiff ab und nach ca 30 Minutenerreichten wir Rotterdam. Unser Guide brachte uns auf spannende Weise die zweitgrößte Stadt der Niederlande und diese multikulturelle Stadt näher. So erfuhren wir, das hier ca 170 bis 180 Nationalitäten leben, Rotterdam den größten Seehafen von Europa hat und eine strategische Lage am Delta von Rhein, Maas und Schelde hat, auch „Tor zu Europa“ genannt wird. Die Stadt unterscheidet sich stark von typischen alten niederländischen Städten, hier dominieren moderne und futuristische Bauten. Zu den Sehenswürdigkeiten an den wir vorbeifuhren gehörten die Erasmusbrücke, der Euromast, der historische Delfshaven. Am Ende der Rundfahrt besuchten wir die bekannte Markthalle, eine kulinarische, farbenfrohe Halle mit einem architektonischen Bogen, wo in den oberen Etagen Wohnungen und Penthäuser liegen. Hier gibt es über 100 Stände mit internationalen Speisen, Snacks, Käse, frischen Lebensmittel und Delikatessen. Als Highlight kosteten wir eine niederländische Spezialität, die Stroopwafel. Das sind zwei dünne, knusprige Waffeln, gefüllt mit einer Karamell-Sirup Schicht die warm gegessen werden. Dazu genießt man am besten eine Tasse Kaffee oder Tee, damit die Füllung leicht schmilzt. Anschließend gab es Freizeit und wir konnten die berühmten Kubus Häuser gegenüber der Markthalle anschauen. Diese Häuser wurden zwischen 1982 und 1984 gebaut und die Idee war, einen „Wald in der Stadt“ zu schaffen. Jeder Kubus stellt einen Baum dar. Zusammen bilden sie ein Wald Ensemble. Es gibt 38 Cube Häuser. Jedes Haus hat 3 Etagen Eingang im Fundamenten, Wohn und Küchenbereich in der 1. Etage, Schlafzimmer und Bad in der 2. Etage und zusätzlich ein kleines Dachgeschoss. Mit vielen neuen Eindrücken fuhren wir zurück zum Schiff, wo bereits das Abendessen im Restaurant auf uns wartete. Anschließend unterhielt uns Musiker Delmar in der Lounge.

Dienstag 30. 12.25 Dordrecht – Antwerpen

wie jeden Morgen lud das Restaurant zum Frühstücks- und anschließendem Kaffeebuffet ein. Den Vormittag verbrachten wir entspannt in der Lounge auf unserer Fahrt nach Antwerpen. Zunächst ging es über das Rheindelta zum Hollands Diep und Volkerak, bevor wir
auf den Schelde-Rhine Canal abbogen, welcher direkt nach Antwerpen führt. Hier legten wir am besten Anleger von Antwerpen an, direkt am Riesenrad, den weihnachtlich geschmückten Buden und gegenüber der Fussgängerzone. Zuerst gab es eine informative Stadtrundfahrt,
vorbei am Diamantenviertel, historischem Zentrum, Eilandje und einen Stop am berühmten Bahnhof Antwerpen Central. Es handelt sich hierbei um ein historisch und architektonisches Highlight der Stadt. Der Bahnhof wurde zwischen 1895 und 1905 erbaut und wird stilistisch dem Eklektizismus bzw. historisierenden Baustil zugeortnet, der Element verschiedener Stilrichtungen kombiniert. Besonders markant ist die große steinerne Kuppel über der Haupthalle. Die Haupthalle ist reich verziert, mit mehr als 20 verschiedenen Marmorsorten. Die gewaltige Eisen- und Glasüberdachung , Bahnsteighalle ist ca 185 m lang und bis zu 44 m hoch. Ursprünglich war es ein Kopfbahnhof, wurde aber zwischen 1998 und 20076 umfassend modernisiert. Heute gibt es 4 Ebenen und 14 Gleise, davon mehrere unter der Erde. Der Bahnhof gilt als einer der schönsten der Welt. Anschließend machten wir einen Spaziergang durch die Altstadt, besichtigten die Kathedrale Unserer Lieben Frau, welche zum Unesco Welterbe gehört. Sie hat den höchsten Kirchturm Belgiens und beherbergt Werke von Peter Paul Rubens. Anschließend ging es zum historischen Marktplatz mit dem Rathaus sowie den wunderschönen Zunfthäuser. Auch den bekannten Brabo-Brunnen sahen wir uns an und lauschten der Sage um diesen Brunnen. Danach konnte jeder noch auf eigene Faust einen Bummel machen, bevor es zurück aufs Schiff ging. Als Abendprogramm wurde in der Lounge Bingo angeboten, ein bei den Gästen beliebtes Spiel.
Es gab drei Runden für 10 € und sehr schöne Preise aus der Bordboutique zu gewinnen.

Mittwoch 31.12.25 Antwerpen – Maastricht

Am Abend vorher hatte die Dutch Grace bereits Kurs auf Maastricht genommen, wo wir um 14 Uhr nahe der Sint-Servaasbrücke (alte Brücke über die Maas aus dem 13. Jh) angelegt haben. Während der Fahrt ging es über den Albert-Kanal und kurz vor Maastricht auf die Maas. Angekommen am Anleger fand direkt der Stadtrundgang statt, wobei sich die Ausflugsgäste auf 6 Stadtführer verteilten. Maastricht gilt als älteste Stadt der Niederlande und hat ein reiches mittelalterliches Erbe und ist ebenso Schauplatz wichtiger Ereignisse -z.B. wurde hier der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gründung der Europäischen Union und zur Einführung des Euro führte. In der historischen Altstadt zeigte uns der Stadtführer viele Sehenswürdigkeiten u.a. die Sint-Janskerk, eine gotische Kirche mit einem markanten roten Turm; das Helpoort, ältestes erhaltenes Stadttor; das Stadhuis, ein klassizistisches Rathaus aus dem 17. Jh ; die St. Servatius Basilica und natürlich den Vrijthof, ein großer zentraler Platz mit vielen Cafés und historischen Gebäuden. Hier finden auch die bekannten Sommerkonzerte von André Riue statt. A.R. stammt aus Maastricht und ist ein weltberühmter Violinist, Dirigent und Musikproduzent. Er hat das bekannte Johann-Straß-Orchester im Jahre 1987 gegründet. Zurück an Bord konnten wir uns auf den Sylvester Abend vorbereiten. Zunächst gab es ein leckeres
5- Gang Menue. Während des Abendessen hatte die Crew sich große Mühe gegeben und die Lounge wunderschön für die Sylvesterfeier hergerichtet. Mit Bordmusiker Delmar hatten wir einen abwechslungsreichen und vergnüglichen musikalischen Abend und genossen gegen 23.00 Uhr das kalt/warme Mitternachtsbuffett, worauf das niederländische Sylvestergebäck die Oliebollen nicht fehlten. Oliebollen sind frittierte Hefeteigbällchen mit Rosinen. Um 24.00 Uhr stießen wir gemeinsam mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an und sahen anschließend das große Feuerwerk über Maastricht.

Donnerstag 1.1.2026 Maastricht – Roermond

Heute war Ausschlafen angesagt, sodaß das Frühstücksbuffett ausfiel. Stattdessen gab ein Bruch Buffett bis zum frühen Mittag. Zwischenzeitlich hatte die Dutch Grace abgelegt mit Kurs auf Arnheim. Unterwegs erhielten wir die Nachricht vom Kapitän, dass unsere Reise bereits in
Roermond endet, da eine Weiterfahrt nach Arnheim nicht möglich war. Wir erreichten gegen 13.00 Uhr den Anleger in Roermond und hier konnten die Gäste einen Spaziergang zur Altstadt mit Marktplatz und den historischen Häusern machen, was viele Gäste auch nutzten. Zum Nachmittag wurde in der Lounge das kostenlose HIGH WINE geboten, ein Snack-Buffett mit diversen Tapas, Käse, Canapes, Dips, Brot sowie Rot- Rosé und Weißwein. Jede Reise geht einmal zu Ende und die Ausschiffunginformationen durften hierzu nicht fehlen. Ebenso der Abschiedscoktail mit Kapitän und fast allen Crew Mitarbeiter, bevor wir zum letzten Mal an Bord das Galadinner genießen konnten. Als Überraschung hatten sich die Crew-Mitarbeiter einen indonesischen Tanz zum Abschied ausgedacht. Ein letztes Mal spielte Delmar für uns in der Lounge zum Abschied. Während des Abendessen erhielten die Gäste die Ausschiffungsinformationen für den nächsten Tag, einen
Beurteilungsbogen über diese Reise sowie ein Dankeschön-Umschlag für das gedachte Trinkgeld.

Freitag 2.1.26 Rückfahrt Roermond – Dresden

Pünktlich stand unser Bus morgens am Anleger. Dieser musste zuerst eisfrei gemacht werden, bevor die Gäste das Schiff verlassen konnten.
Die Koffer hatte die Crew schon zu den einzelnen Bussen gebracht. Da die Fahrt ab Roermond kürzer war als von Arnheim aus, waren
wir fast 1 Stunde früher an den diversen Ausstiegspunkten. Ich hatte frühzeit EHT informiert, sodaß die Zubringer alle frühzeit da waren.
Wie auch die Hinfahrt verlief die Rückfahrt ebenfalls ohne Zwischenfälle und bei der Verabschiedung bestätigten fast alle Gäste, wie
schön diese Fahrt mit der Dutch Grace war.

" Jede Reise hat ein Ende, aber die Erinnerung daran ist unvergänglich"
Gaby Stoffele


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