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Norwegen im Frühjahr ... ein ganz besonderes Erlebniss

Reisebericht: 26.05. – 06.06.2026

Im Mai ist der Winter in Norwegen noch nicht ganz vorbei. Noch sind die Fjells teilweise schneebedeckt, die Wasserfälle sind satt gefüllt und die Touristen machen sich noch rar.

Jürgen Müller

Ein Reisebericht von
Jürgen Müller

© Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL) © Jürgen Müller (Eberhardt TRAVEL)

Anreise nach Kiel

Wie gewöhnlich beginnt die Reisen nach Skandinavien schon sehr zeitig in Dresden. Auch heute fahren wir kurz nach 5 Uhr vom Flughafen in Dresden los, haben schon die ersten Gäste bei uns und bis zum Einstieg am Leipziger Flughafen sind noch weitere Gäste dazugekommen. Gut ein Drittel der Gäste erwarten wir erst direkt vor dem Einstieg in die Fähre in Kiel, sie werden nach Kiel mit dem Zug anreisen. Wir halten während der Anreise Kontakt zueinander, um sicherzustellen, dass auch jeder pünktlich zum Einstieg bei der Fähre ankommt. Dieses Mal zeigt sich die Deutsche Bundesbahn von ihrerr zuverlässigen Seite und alle kommen rechtzeitig am Schwedenkai in Kiel an. Nur mit kurzer Wartezeit können wir auf die Fähre gehen und unsere Kabinen beziehen und dann uns auf dem Sonnendeck treffen. Vor der Abfahrt herrscht schon reges Treiben auf dem Deck, die Sonne scheint wir freuen uns auf die Überfahrt und die Fähre legt schon frühzeitig vom Kai ab. Die Ausfahrt aus der Kieler Förde beobachten wir durch das Fenster unseres Restaurants, während wir uns am großen Buffet der Stena Germanica bedienen. Die Fähre bietet ausreichend Programm mit Livemusik und Pub-Quiz, so das wird die Zeit bis zur legendären Unterquerung der großen Beld-Brücke schnell überbrücken. Heute bei klarer Sicht, ohne Wolken steht die lange Brücke vor einem Sonnenuntergang traumhaft am Horizont und wir können viele Fotos sammeln und die Brücke in unterschiedlichem Licht abbilden.

Ankunft in Göteborg und Weiterfahrt bis Oslo

Nach einer schönen Einfahrt durch die Schären in den Hafen von Göteborg, können wir sehr zeitig das Schiff verlassen und uns als einer der ersten auf den Weg machen den Hafenbereich sind durchqueren. Wir machen noch einen kurze Stopp an der hoch gelegenen Kirche Masthauggen, Von hier oben können wir die Stadt wunderschön überblicken, im Vordergrund liegt der Hafenbereich und wenn man rechts auf den Hügel steigt dann blickt man über die Altstadt hinweg und erkennt gut die sehenswerten Landmarken Thorning Torso und den Lippenstift. Nachdem wir weitergefahren sind, kommen wir nochmal nah an dem Gebäude des Lippenstifts vorbei und verlassen dann die Stadt in nördliche Richtung der E 6 folgend. Dieses Mal durchfahren wir Schweden nur aber wir nehmen die Gelegenheit wahr eine typische schwedische Fika bei Kaffee und Zimtschnecke zu machen. Die Grenze nach Norwegen ist der Svinesund, den überqueren wir auf der neuen Brücke und dann sind wir am frühen Nachmittag in Oslo angekommen. An der Festung Akershus beginnen wir unsere Stadtrundfahrt, durch die Innenstadt am Königlichen Schloss und am Rathaus vorbei, einen Blick auf das Nationaltheater, dann durch die Karl Johans Gata und schließlich fahren wir langsam in Richtung dem Naherholungsgebiet Oslos dem Holmenkol. Oben bei der Schanze schwärmen wir aus, verfolgen sportliche Aktivitäten der Norweger die in großer Zahl und in mehreren Gruppen einen Ausdauerwettbewerb mit Gewichte veranstalten und das mit große Begeisterung anfeuern. Als nächstes Ziel steuert unser Busfahrer Hartmut den Vigelandpark an. Diesen imposanten Park des Künstlers Vigeland durch schreiten wir und betrachten dort ausgiebig die vielen menschlichen Skulpturen die den gesamten Lebensweg des Menschen in vielfältiger Weise darstellen. Eine sehr imposante Ausstellung und ein Kunstwerk in beeindruckender Größe. Zum Schluss unseres Oslo Aufenthalts besuchen wir noch die Oper und machen einen kleinen Abstecher in die Bibliothek. Beide Gebäude sind sehr interessant. Das Opernhaus hat eine einmalige Architektur und zu Fuß kann man über schiefliegende Ebenen bis auf das Dach gehen. Vor dem Opernplatz treffen sich täglich bei schönem Wetter Tangotänzer die sich an dem schönen Tanz erfreuen. Die offene Bibliothek bietet einen Ort der Begegnung und ist eine interessante Kombination von Bücher lesen, Mediennutzung und frei organisierten Aktivitäten. Um den Tag zu beenden fahren wir aus der Stadt, in den Randbereich zu unserem Hotel und verbringen die erste Nacht in Norwegen. Es war ein ereignisreicher Tag und wir können trotz langer Abendsonne müde ins Bett fallen.

Lillehammer und Dombas

Wir verlassen die Großstadt Oslo bei einem sonnigem Morgen, in nördliche Richtung folgen wir der E 6 und fahren bald parallel zu dem langgestreckten Binnensee Mjosa, bis wir bei der Stadt Hamar die Landstraße verlassen und auf gut Glück in das Zentrum Hamar fahren um dort eine Pause zu machen und gleichzeitig die Kleinstadt zu besichtigen. Am Marktplatz gleich gegenüber dem See befindet sich ein schöner Park mit Kinderspielplatz auf der anderen Seite des Marktplatzes ist die weiße Dorfkirche mit hoch aufragendem Kirchturm. Auf der linken Seite des Platzes ist eine große Bibliothek die, ähnlich wie die in Oslo, viel Raum gibt für Begegnung, sicher ein sehr wichtiger Punkt, um die langen Wintertage in Gesellschaft zu verbringen. Dieser kurze Einblick in das Stadtleben von Hammer hat uns ein Stück näher an das norwegische Leben gebracht. Nach der kurzen Pause geht es weiter noch ein Stück auf der E 6, dann überqueren wir den See Mjosa und folgen auf der Linken Seeseite der Straße bis wir erneut den See, beziehungsweise den zulaufenden Fluß queren und in das Stadtzentrum von Lillehammer hineinfahren. Direkt vor dem Kunstmuseum finden wir einen Parkplatz und wir können an zentraler Stelle in die Stadt ausschwärmen. Es gibt hier viele schöne Ecken, die Einkaufsstraße, das Kunstmuseum mit dem phantasiereichen Gebirgsbach, etwas entfernt die Kirche und auch eine Eisdiele lädt zum Genießen ein. Hier findet jeder seine Besuchspunkte und erkundet ganz individuell die Stadt. Danach gehen wir gemeinsam zur Sprungschanze der Olympischen Spiele von 1994 und verbinden diesen Aufenthalt mit unserer Mittagspause. Gleich danach ist das Freiluftmuseum Maihaugen auf dem Programm. Wir werden mit einer deutschen Führung durch verschiedene Bauernhäuser geführt, das Haus des reichen Pfarrers zeugt von großem Reichtum wobei die Bauernhäuser deutlich einfacher eingerichtet waren.
Unser deutschsprachiger Führer demonstriert uns ideenreich wie der damalige Schulbetrieb funktionierte, dessen Lerninhalte hauptsächlich auf das Auswendiglernen der Bibel bezog, die dann mit dem Abschluss bei der Konfirmation beendet wurde. Sowohl in der Kirche als auch in der Schule und auch am Esstisch bei den reichen Bauern wurde bei den Sitzplätzen immer genau unterschieden zwischen Tischen für die Frauen und separaten Tischen für die Männer, wobei die Plätze für die Männer immer etwas vorteilhafter waren.
Zum Abschluss dieses interessanten Museums schauen wir uns noch die Stabkirche an und eine nette Führerin erklärte uns auf Englisch wie die Stabkirchen verbaut wurden, welche Vorgaben vom Papst dafür gemacht wurden und wie es möglich das die Stabkirchen vom Jahre 1200 auch heute noch zu besichtigen sind. Auch dies war ein sehr interessanter Vortrag.
Nun machen wir uns auf den Weg nach Dombas, unserem Übernachtungsort für diesen Tag, aber zuvor stoppen wir noch kurzen bei der Stadtkirche Ringebu, die eine beeindruckende Größe und sehr viel Perfektion in der Ausführung der Türme und des Daches zeigt.
Nun geht es zur letzten Etappe des Tages noch weitere 80 Kilometer bis nach Dombas zu unserem Hotel und zu einem entspannten Abend, den wir im Ort bei einem Spaziergang beenden.

Fahrt bis Geiranger

Auch am heutigen Tag geht es in die hohen Berge. Wir fahren Richtung Adalsness, kommen dabei der Schneegrenze immer näher und machen schließlich einen Stopp an der hoch aufragenden Trollwand. Hier gehen die Felsen fast 1000 Meter senkrecht in die Höhe, ein Paradies für Kletterer, aber auch für Schaulustige die die Wand mit Ehrfurcht betrachten. Die alte Bahnlinie die hierdurch das Tal führt hat ganz in der Nähe den alten Bahnhof den man auch heute noch besuchen kann. Er spielte eine entscheidende Rolle bei dem Überfall durch die deutsche Wehrmacht 1944, den über diese Bahnlinie wollte die norwegische Regierung das Staatsgold in Sicherheit bringen.
Das nächstes Highlight dieses Tages ist die Auffahrt zum Trollstigen. Wir schlängeln uns die 11 schmalen Kehren empor, die Straße ist viel zu eng um dem Gegenverkehr auszuweichen, nur mit Weitsicht und durch Nutzung der Ausweichbuchten kommt der Gegenverkehr an uns vorbei. Es ist eine spektakuläre Auffahrt. Oben angekommen stoppen wir am Parkplatz, von hier können wir direkt zu den unterschiedlichen Aussichtsterrassen. Sie ragen weit in den Hang hinein und bieten dabei hervorragende Blicke auf die Serpentinen, die wir zuvor hochgefahren sind. Das Licht heute Vormittag lässt uns traumhafte Fotos schießen.

Zur Mittagspause fahren wir hinab zur Schlucht Gudbrandjuvet, hier zwängt der Fluss Gudbrand sich durch ein enges Tal und zeigt eindrucksvoll seine mächtige Strömung und die unbändige Kraft des Wassers.
Wir setzen unsere Fahrt fort überquere nach 20 Minuten das nahe gelegenen Fjord bei Ennstal mit der Fähre, auf der anderen Seite setzen wir unsere Fahrt fort bis wir zur Adlerstraße kommen. An der berühmten Adlerkurve haben wir Glück und wir können unseren Bus einhalten zu einer ausgiebigen Fotopause und auf den Geiranger Fjord hinabschauen. Ganz klein erscheinen die Schiffe die gerade den Fjord queren und weit entfernt sehen wir die Stadt Geiranger. Unser Hotel liegt genau in diesem Ort und wir erreichen es nach nur 15 Minuten und können unsere Zimmer mit Fjordblick beziehen. Nach kurzer Zeit wundern wir uns weshalb kein Licht funktioniert die Aufzüge nicht mehr fahren und wir vertröstet werden, dass unser Abendessen nicht zubereitet werden kann. Denn im gesamten Tal ist Stromausfall und niemand weiß wie lange es dauern wird. Wir treffen uns alle auf der Dachterrasse und beratschlagen ob wir lieber ein kaltes Abendessen bevorzugen oder etwas warten in der Hoffnung dass die Küche doch noch warm wird. Nach einer Weile wird unsere Geduld belohnt die Küche kann ihre Arbeit beginnen und unser gemeinsames Abendessen servieren.

Mit der Fähre über den Geiranger Fjord

Heute morgen sind die Wolken etwas dichter geworden über dem Geirangerfjord, aber wir haben keinen Regen und das ist das Wichtigste. Wir fahren mit dem Bus auf die Fähre direkt in dem Ort Geiranger, von oben an Deck können wir das Spektakel der Fjordquerung intensiv beobachten. Zu Beginn ist der Fjord noch etwas weiter, dann später dort wo die 7 Schwestern als Wasserfall sichtbar werden, sind die linken und rechten Felswände schon deutlich näher zusammen gerückt. Die Flasche des Freiers, der Wasserfall auf der gegenüberliegenden Seite, ist sehr gut zu erkennen. Das liegt daran das alle Wasserfälle in dieser Jahreszeit genügend Wasser haben. Immer wieder erkennen wir auch einzelne Bauernhöfe, die unten am Fjord ein Haus bewirtschaften für den Fischfang und dann etwas weiter oben, auf einer kleinen Terrasse in der Felswand, eine kleine Landwirtschaft betrieben. Der Zugang zu diesen kleinen Farmen ist ausschließlich über das Wasser möglich.
Am Ufer angekommen setzen wir die Fahrt fort bis zum Ausgangspunkt unserer Gletscherwanderung. In Briksdalbre angekommen, hier haben wir vor, bis zur Gletscherzunge hinauf zu laufen, beziehungsweise ein Teil der Gruppe nimmt den Fahrdienst der Troll Cars in Anspruch. Die Wanderer gehen etwas früher los , aber schlussendlich treffen wir uns alle oben an der Gletscherzunge. Wir können bei guter Sicht die Eismassen des Gletschers und die herunter ragende Gletscherzunge gut betrachten. Aber es ist auch erschreckend wie weit der Gletscher sich schon zurückgezogen hat. Auf dem Rückweg sind wir etwas schneller und auch so kommen wir fast zeitgleich mit den Trollcars am Bus an und beginnen die Weiterfahrt zu unserem Übernachtungsort Sogndal. Ein sehr komfortables Hotel direkt am Fluss gelegen und nur wenige Minuten Fußweg vom Fjord entfernt. Hier werden wir 2 Nächte verbringen.

Freier Tag am Sognefjord

Mit einem Teil der Gruppe haben wir einen Ausflug gemacht zum Freilichtmuseum in Kaupanger. Es ist das größte Freilichtmuseums Norwegens, mit 40 freistehenden Häusern teilweise aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Häuser sind sehr attraktiv angeordnet auf einer natürlichen Wiese. Ein See mit Bachlauf wurde integriert in die Installation und der kleine Fluss wird verwendet um eine alte Mühle anzutreiben. Eine komplett eingerichtet Schule, inklusive das alte Klavier ist hier vorhanden. Man findet hier wunderschöne Fotomotive, und wenn man weitere Details erfahren möchte kann man dies über einen Audioguide tun.
Im Haupthaus des Museums sind in Dauerausstellungen über 3 Etagen vorhanden. In der obersten Etage geht es um das Thema Landwirtschaft und Getreideanbau, in der mittleren Etage hat das Thema Textil und Webtechnik seinen Platz und in der untersten Etage ist das Thema Allgemeines Leben in Norwegen. Alles sehr interessant und inspirierend.
An diesem Sonntag wurde hier ein kleiner Markt aufgebaut, es kamen hier die Gärtner aus der Umgebung, um ihre Setzlinge für die neue Frühjahrsbepflanzung anzubieten. Tomatensetzlinge, Salat und alles, was im Frühjahr in der Erde muss. Da hier der Sommer sehr viel kürzer als in Deutschland ist haben zum Beispiel Tomaten kaum eine Chance komplett reif zu werden, deshalb werden die meisten Tomaten im Gewächshaus eingesetzt oder man versucht es im Kübel der ganz nah an die Südseite der Hauswand gestellt wird.
Der nächste Teil unseres Ausflugs führt uns in die Stadt Flam. Die Fahrt dorthin führt uns durch den Leardalstunneln, es ist der längste Straßenverkehrstunnel der Welt mit 24,5 Kilometer. Im Inneren hat man Lichteffekte gesetzt, und eine krottenartige Halle die blau beleuchtet ist. Dadurch versucht man die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen und gegen Müdigkeit vorzubeugen.
In Flam steigen wir um in einem Minibus und schlängeln uns auf der äußerst schmalen Straße hoch bis zum Aussichtspunkt Stegestein. Hier oben ist eine Aussichtsplattform montiert die in den Sognefjord hineinreicht in 650 Meter Höhe über dem Fjord. Atemberaubende Ausblicke und kleine Adrenalinausstöße erzeugen die Glaswand am vordersten Ende der Plattform. Das ist der beliebteste Ort für Selfies zu machen, die natürlich jeder mit nach Hause nehmen möchte. Sobald alle Fotos gemacht sind und man die Ausblicke in sein Gedächtnis eingebrannt hat, wird die Rückfahrt hinunter nach Flam angetreten. Dort geht es direkt weiter mit dem großen Bus zu unserem Hotel nach Sogndal.

Schifffahrt durch den Naerofjord und mit Flambahn, Bergenbahn bis nach Bergen

Heute haben wir eine schöne Rundreise auf dem Programm. Wir beginnen mit der Busfahrt nach Gudvangen wo wir in das elektrisch betriebene Kreuzfahrtschiff Fjord Cruise steigen wollen und nach Flam navigieren. Dort wechseln wir in den Zug, die alte Flambahn und fahren hoch nach Myrdal, dort steigen wir um in die Bergenbahn und fahren bis in die Stadt Bergen, wo wir abends um 18:30 Uhr ankommen sollen.
Die Fahrt mit dem Bus erfordert die Querung des Sognefjord mit der Fähre nach Vangsnes, danach steigen wir die Passstraße hoch in das Vikafjell, dort treffen wir nochmal auf den Winter, große Schneemassen und einen komplett blau zugefrorenen See, den Skjelingavatnet. An einer anderen Stelle sammelt sich eine große weiße Wolke in einem Hochtal, so dass wir von oben auf die Wolke schauen. Es ergeben sich an diesem Tag unglaublich schöne Fotomotive, vielleicht gerade deswegen weil das Wetter nicht mehr so sonnig ist und sich Norwegen etwas rauer zeigt.
Angekommen in Gudvangen begeben wir uns zu Fuß auf das Elektroschiff und durchqueren den engen Naeroyfjord, vorbei an tosenden Wasserfällen die von weit oben sich in das Fjord stürzen. Die Felswände rücken immer näher an uns heran es ist wirklich eine spektakuläre Durchquerung dieses Fjords. Und dabei bietet uns das Kreuzfahrtschiff einen sehr komfortablen Aufenthalt mit barrierefreiem Zugang aller Außendecks.
Der Wechsel in die Flambahn bring uns die historischen Bedeutung der Züge in Norwegen sehr nahe. Erst dadurch war es möglich auf einfache Art das Landesinnere zu überqueren, Güter und Waren zu transportieren, Handel zu betreiben und Personen zu befördern. Wir können immer noch die alten ursprünglichen Waggons nützen und haben fantastische Blicke in die wilde Landschaft dieser Hochebene. An dem großen Wasserfall Kjosfossen werden wir durch eine blonde Fee im roten Gewand durch ihren mystischen Sirenengesang verzaubert.
Im hoch gelegenen Myrdal war schon immer der Umstiegspunkt in die Bahn nach Bergen, auch das machen wir und setzen unsere Fahrt bis zum Abend fort, als wir die Stadt Bergen erreichen.
Nun haben wir uns bewegt mit Verkehrsmitteln des frühen 20. Jahrhunderts und sind aber auch froh in der modernen Stadt Bergen anzukommen und den Komfort unseres Hotels zu genießen. Am Abend machen wir noch einen Spaziergang durch die Stadt, wohlgemerkt ohne Regen und mit nur wenigen Besuchern, können wir schöne Bilder von den Wahrzeichen der Stadt machen.

Aufenthalt und Freizeit in Bergen

Der heutige Tag ist der Stadt Bergen gewidmet. Wir beginnen die Erkundung mit einer geführten Stadtrundfahrt und erfahren viel über das alte Hafenleben und Handelstreiben der Stadt. Wir besuchen das Hanseviertel Brygge und streifen auch durch die teure Wohngegend Paradies hindurch. Wir begehen uns vor bis zur die Spitze der Halbinsel, dort wo sich das Meerwasseraquarium befindet. Vor hier fahren wir zurück, mit Sicht auf die vor Anker liegenden Kreuzfahrtschiffe die heute ausgesprochen viele Besucher in die Stadt entlassen und so auch den Fischmarkt mit reichlich Menschen versorgt. Wir versorgen uns zu Mittag mit Fischbrötchen oder Walfisch Wurst auf dem Fischmarkt, bevor die meisten von uns mit der Standseilbahn auf den Hausberg Floyen hochfahren.
Andere besuchen das Troll Museum, oder das Meerwasseraquarium. Die Stadt hat viel zu bieten und es scheint heute trotz schlechter Wettervorhersage, der Regen auszubleiben. All die Sorgen ein Schlechtwetterprogramm zu organisieren waren vergebens.

Fahrt nach Stavanger

Nach einem etwas späteren Frühstück starten wir unsere Fahrt heute Richtung Stavanger. Wir folgen kontinuierlich der Straße E 39. Müssen auf dieser Route mehrmals längere Fjorde mit der Fähre überqueren, können somit nachempfinden wie aufwendig es ist lange Strecken mit dem Audio zu bewältigen, wieviel Zeit man benötigt um die Fähren zu erreichen, obwohl alle Fähren sehr pünktlich nach Fahrplan und sehr regelmäßig unterwegs sind. Für uns als Touristen ist die Überfahrt über einen Fjord ein Genuss wie eine kleine Kreuzfahrt, jedoch wenn man beruflich die Strecke zurücklegen muss, dann ist es bestimmt etwas zeitaufwendig. Die gesamte Strecke am Atlantik entlang bietet wunderbare Ausblicke auf das Meer auf die Inseln und die Brücken die wir überqueren. Wir erreichen schließlich Stavanger am frühen Nachmittag, entschließen uns mit dem Buss eine kleine Stadtrundfahrt zu machen um uns eine erste Orientierung zu geben und parken schließlich neben dem Erdölmuseum. Von hier aus hat man nur kurze Wege in die Altstadt Gamla Stavanger. Mit seinen weiß gestrichenen Holzhäusern und den vielen bunten Kneipen und Geschäften ist es eine sehr unterhaltsame Gegend, die man gerne durchstreift.
Nachdem wir uns jetzt den ersten Eindruck von Stavanger geholt haben fahren wir zu unserem Hotel aber zuvor machen wir noch einen kurzen Fotostopp bei den „Schwerter im Feld“, das ist ein Monument zum Andenken an die Schlacht am Harfsfjord im Jahre 872. Die 3 aus Messing gefertigten Schwerter sind über 10 Meter hoch und stehen senkrecht auf dem Fels an der Küste des Fjords. Es ist ein hervorragendes Fotomotiv das wir gerne an diesem Abend noch mitnehmen.
Nun fahren wir endgültig zu unserem Hotel es ist ein eindrucksvolles Gebäude mit 3 Flügeln, sehr großzügig eingeteilt die Empfangshalle, das Restaurant und auch die Zimmer sind sehr großzügig gestaltet. Ein Hotel zum Wohlfühlen.

Freizeit in Stavanger, Preikestolen

Wir waren alle gut vorbereitet auf diesen Besuch der schönen Stadt Stavanger und jeder hat sich seine Ziele die er besuchen möchte oder was er unternehmen möchte überlegt. Einige machen eine Fjord Cruise durch das Lysefjord, andere besuchen die Museen die hier zahlreich zum Besuchen einladen. Zum Beispiel das Erdölmuseum ist sehr interessant oder auch das Konservenmuseum, dass die Geschichte der ehemaligen Industriestadt Stavanger als Konservenfabrik als Thema hat.
Die Domkirche, der ehemalige Bischofssitz einen zentralen Ort der Stadt ist ebenso einen Besuch wert, wie die Altstadt von Stavanger. Sehr interessant sind auch die sehr innovativen Neubauten die am Stadtrand entstanden sind, finanziert durch den Erdöl Reichtum der hier seit den 70er Jahren das Stadtbild prägt.
Eine ganz andere Aktivität macht eine kleine Wandergruppe, die es sich vorgenommen hat, heute den Preikestolen zu besteigen. Die Anfahrt zu dieser Wanderung erfolgt mit einem Fjordschiff, dann einem Wanderbus der uns bis zum Basecamp der Wanderung bringt. Von dort aus steigen wir zirka 2 Stunden einen felsigen Weg empor, teilweise etwas ausgesetzt am Abhang zum Fjord, der Bergwanderweg ist gut präpariert. Oben auf circa 700 Höhenmetern angekommen stehen wir vor einer massiven Felskante die direkt zum Fjord hinunter fällt. Wie auf einer Theaterbühne stehen wir hier oben und halten gebührend Abstand zu der steil abfallenden Felskante. Aber es ist ein grandioser Blick seitlich in das Fjord hinein und wenn man sich traut auch hinunter so blicken an der Felskante entlang. Ein Ort der gigantischen Fotos liefert.
Der Abstieg dauert ebenfalls 2 Stunden dann sind wir zurück am Basecamp und fahren mit dem nächsten Pendelbus direkt in die Stadt Stavanger, wir unterqueren dabei in einer halbstündigen Fahrt, zwei lange Tunnel, die uns direkt das Fjord unterqueren lassen. Dieser Bus Shuttle ist sehr unkompliziert und er hält nicht nur im Stadtzentrum, sondern fährt auch die etwas abgelegeneren Hotels direkt an, auf diese Art können wir direkt vor unserem Hotel aussteigen.

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