Sie hatten keine Lust in die Schule zu gehen? Dann kommen Sie mit auf diese Reise. Stichwort Stilklassen!
Reisebericht: 22.12. – 27.12.2025
Wolllte uns bei dieser Reise jemand verheimlichen, dass Niederösterreich nicht das einzige österreichische Bundesland auf dieser Weihnachtsreise ist oder hat da jemand in der Schule nicht aufgepasst?
Ein Reisebericht von
Wolfgang Kowalewski
Dresden, Bad Gottleuba, Wien und Mönichkirchen
Es waren in Dresden am Flughafen fast schon alle da. Eine Teilnehmerin durfte noch in aller Dunkelheit und Stille in Bad Gottleuba zu uns stoßen, eine andere in der österreichischen Hauptstadt Wien, übrigens auch gleichzeitig ein österreichisches Bundesland. Von dort aus war es nicht mehr weit bis nach Mönichkirchen, der Ort, der dieses Jahr dazu bestimmt war, unsere Heimat für Weihnachten zu sein. Wir hielten uns nicht lange mit dem Auspacken auf, ein kleiner Spaziergang nach der Ankunft verschaffte uns eine erste Orientierung über den malerischen Ort. Und wichtig, der einzige Laden wurde auch gefunden. Ansonsten waren Skilift, Kirche und eine Schrägwiese bereit, endlich beschneit zu werden. Und siehe da, am nächsten Morgen war es so weit. Mönichkirchen lag im Schnee.
Graz, Hauptstadt der – richtig – Steiermark
Kur.z nach der Abfahrt das morgendliche Ritual im Bus, insbesondere auf den hinteren Plätzen. Darfs denn schon ein Glühwein sein? Oh ja. Naja, Alkohol verflüchtigt sich beim Erhitzen und da kann man schon mal auf den morgendlichen Kaffee einen Glühwein folgen lasssen. Und da war es schon zu sehen, das Opernhaus in Graz, wo wir unsere beiden Stadtführerinnen treffen sollten. Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und hat von Alt bis Modern vieles zu bieten, aber auch oben und unten. Oben, damit ist der Schlossberg gemeint, der von einem überdimensionalen Löwen bewacht wird. Der Glockenturm auf dem Schlossberg weist den Einheimischen und Fremden die Uhr, wobei das durchaus knifflig sein kann. Man muss schon genau hinschauen, um sich mit der Zeit nicht zu vertun. Unten, das ist die UNESCO-Welterbe-Altstadt mit ihren malerischen Gassen und seinen zahlreichen Weihnachtsmärkten.
Auf der Fahrt zurück ins Hotel im Bus, da musste die erste Probe für das Singen der Weihnachtslieder sein. Zur Geburt Jesu sollten Text und Melodie sitzen, sonst gibt es keine Bescherung,
Schloss Esterhazy – welches Bundesland? Genau, das Burgenland
Die Reifen des Busses knirschten noch im Schnee, der Glühwein erwärmte sich im Kocher, das Ziel war klar: Schloss Esterhazy im Burgenland. Das Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert kann es aufnehmen mit den Scnlössern dieser Welt. Und besonders aufwarten kann es mit einem Blick hinter die Kulissen. Wohl selten kann man in einem Schloss sehen, wie unsichtbar die Kamine hinter versteckten Türen und Gängen beheizt wurden, wie die dienstbaren Geister des Schlosses unterbracht waren und ihren Alltag bestritten und wie die Familie Esterhazy fast lautlos bedient wurde. Das führte dazu, dass unser kundiger Schlossexperte uns mal in den Gemächern der Familie suchen musste, mal in den versteckten Räumen der Bediensteten.
Nicht weit entfernt von Schloss Esterhazy liegt der Neusiedler See, dem wir einen kleinen Besuch abstatteten. Das Schilf am Ufer vom schräg einfallenden Licht der Sonne bestens in Szene gesetzt, die Landschaft ein wohltuender Kontrast zum Schloss.
Das Christkind und/oder der Weihnachtsmann meinten es gut mit uns. Die Bescherung gab es dieses Jahr im Bus, dem ging natürlich der einstudierte Gesang aus vier Weihnachtsliedern voraus. Das konnte sich hören lassen, naja, der Glühwein am Nachmittag hat vielleicht ein wenig mitgeholfen.
Der Höhepunkt am Abend war sicherlich das Krippenspiel der Kinder von Mönichkirchen. Man muss einfach dabei gewesen sein, es war magisch in dieser wunderbaren Schneelandschaft.
Zinnfiguren und Maria–Theresia, ein erster Weihnachtsfeiertag mal ganz anders
Hätten Sie gedacht, dass sich erwachsene Frauen und Männer für Zinnfiguren begeistern können? Nein, dann erleben Sie mal den Direktor der ZInnfigurenwelt in Katzelsdorf. Dort erfahren Sie zunächst, wie das größte Zinnfigurenmuseum der Welt mit der ehemaligen DDR zusammenarbeitete und warum. Und Sie werden sehen, wie aus Zinnfiguren historische und alltägliche Begebenheiten dargestellt werden können, ja vielleicht sogar die ganze Menschheitsgeschichte..
Von hier aus ging es ins österreichische Bundesland Wien, gleichzeitig die Hauptstadt unseres Nachbarlandes. Auf dem Programm stand zunächst der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Schönbrunn und danach eine Führung unter fachkundiger Leitung. Und unsere fachkundige Leitung hatte viel zu erzählen, wir wählten die Grand Tour durch das Schloss inklusive der Gemächer des Kaiserpaares Franz Joseph und Elisabeth, der großen Galerie, des Zeremoniensaals und der Gemächer von Maria-Theresia. Das waren so viel Informationen, da brauchten wir im Bus erstmal einen, genau, Glühwein.
Endlich wieder in die Schule und einmal wieder richtig still sein müssen – Schule und Kloster am zweiten Weihnachtsfeiertag
Es gibt sie noch, die Überraschungen auf einer Eberhardt-Reise, die aber beinahe der Feiertagsruhe zum Opfer gefallen wäre. Die Berndorfer Stilklassen hatten extra für uns geöffnet. Wir freuten uns alle drauf und wurden nicht enttäuscht. In dieser Schule hätten wir gerne gelernt. Schauen Sie sich die Fotos an. Und das beste: diese Schule ist kein Museum, sie ist nach wie vor vollumfänglich in Betrieb und die Kollision von Schule und Besuch ist durchaus gewünscht. Es gefiel uns dort so gut, dass es zu unserem nächsten Termin schon knapp wurde.
Ein Gebet stand an, ein ganz besonderes. Das Mittagsgebet der Mönche des Stifts Heiligenkreuz. Bedingungen der Teilnahme waren absolute Ruhe, Handyverbot und kein Umherlaufen. Kennen Sie das woher? Was war das für eine Wohltat in dieser dauernd lärmenden und hektischen Welt. Einer der Mönche, Bruder Joachim, den trafen wir wieder später zu unserem Rundgang im Kloster. Wir haben ihn alles gefragt, er hat auf alles geantwortet, aber das bleibt auch alles unter uns.
Unser Chauffeur David mit einer Sonderfahrt durch Prag
Es kitzelte ihn wahrscheinlich schon auf der Hinfahrt, aber auf der Rückfahrt musste es sein. Wir hatten Zeit und David hatte Lust uns mit dem Bus einmal quer durch seine Heimatstadt Prag zu fahren. Und so überquerten wir an diesem Tag nicht nur die Donau bei Wien, sondern auch zweimal die Moldau in Prag und in Dresden dann wieder die Elbe. Keine Sorge, die Teilnehmerin aus Bad Gottleuba haben wir dort wieder in die Dunkeln und die Stille verabschiedet.
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