Reisebericht: Rundreise Österreich - Erlebnisse in der Schladming-Dachstein-Region

16.06. – 22.06.2019, 5 oder 7 Tage Steiermark mit Hochwurzen - Schloss Trautenfels - Dachstein - Schladming - Planai - Vögeialm - Ursprungsalm - Steirischer Bodensee - Haus im Ennstal

Seilbahnfahrten auf die Berge rund um Schladming, Spaziergänge über die Almen, ein interessanter Schlossbesuch und nicht zuletzt kulinarische Köstlichkeiten im Hotel von Familie Gürtl prägen diese Reise.

16. Juni: Anreise in die Steiermark


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Das „grüne Herz Österreichs" – so wird die Steiermark oft bezeichnet – ist heute das Ziel von 33 Eberhardt-Reisegästen. In Dresden startet die Fahrt mit Chauffeur Gerald, in Münchberg ist die Gruppe komplett. Heute zum Sonntag ist nicht viel Verkehr auf der Autobahn und so kommen wir gut voran. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen mit fast tropischen Temperaturen ist es heute auch sehr angenehm. Dann allerdings gibt es recht kräftige Niederschläge und kurz vor München geht es dann auch nur sehr stockend weiter. Am frühen Nachmittag passieren wir die Grenze zu Österreich, fahren durchs Salzburger Land und erreichen den Ort Haus in der Steiermark noch vor 17 Uhr. Hier begrüßt uns Wirt Peter Gürtl herzlich. Schnell sind die Zimmer im Panoramahotel bezogen und die Koffer werden uns von fleißigen Helfern gebracht. Zum Abendessen treffen wir uns alle im Wintergarten wieder. Wir können uns am Salatbuffet bedienen, dann sind wir neugierig auf die Topinambur-Suppe. Lecker! Beim Hauptgang haben wir die Wahl zwischen Rinderhüftsteak, Lachsforellenfilet und Vollkornnudeln – alles schmeckt vorzüglich. Nach einem süßen Dessert schließt Steirischer Käse den Magen. Einige unternehmen dann einen kleinen Spaziergang, die meisten schauen aber nur noch einmal auf das gegenüberliegende Dachsteinmassiv und freuen sich aufs Bett.

17. Juni: Hochwurzen, Reiteralm und Ortsrundgang in Haus


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„Gib der guten Laune schon am frühen Morgen eine Chance, dann hast Du einen guten Tag" – mit diesem Spruch werden wir heute beim Frühstück begrüßt. Da auch die Sonne scheint, starten wir bestens gelaunt zu unserem ersten Ziel. Es ist der Berg Hochwurzen. Mit dem Bus fahren wir zunächst nach Rohrmoos. Von hier geht es mit der Seilbahn hinauf. In 1852 m Höhe haben wir einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Dachsteinmassiv. Die meisten spazieren noch bis zum Gipfel des „Kleinen Wurzen". Es bleibt genügend Zeit, um auf einer Bank zu verweilen und Mutige haben sogar die Möglichkeit, mit dem Go-Kart eine rasante Talfahrt zu unternehmen.
Unser nächstes Ziel ist die Reiteralm. Wir fahren allerdings nicht mit der Seilbahn auf die Alm, sondern über eine enge, serpentinenreiche Straße mit dem Bus. Kompliment an unseren Gerald, wie er das meistert! Nach 30 Minuten erreichen wir die 1740 m hoch gelegene Preunegg-Jet-Bergstation. Inzwischen ist Mittagszeit und so kehren die meisten Gäste in die Grasselhöh-Hütte ein. Bei einem anschließenden Spaziergang rund um den Reiteralmsee  treffen wir auf ein Filmteam. Wir erfahren, dass hier gerade Szenen für die ORF-Serie „Die Bergretter" gedreht werden. Einige Gäste laufen auch noch weiter hinauf und genießen von oben den Blick auf den See. Dann beginnt die Busrückfahrt ins Tal mit tollen Panoramablicken zum Dachsteinmassiv, in die umliegende Bergwelt und ins Ennstal.
In Haus erwartet uns schon Peter. Er möchte mit uns einen Rundgang durch seinen Heimatort machen. Dabei erfahren wir u.a. woher der Name „Haus" kommt. Besonders beeindruckt sind wir vom Blumenschmuck im Ort. Blumenbaum, Blumenampeln und Blumenpyramiden sind immer wieder Fotomotive für uns. Auch die Balkons und Fenster der Häuser präsentieren Blumen in allen Farben. Peter erzählt uns stolz, dass Haus bereits zum sechsten Mal in Folge den Titel „Schönster Blumenort in der Steiermark" erhielt.
Am Abend erwartet uns im Hotel ein Steirisches Schmankerl-Buffet. Schopfbraten, Grillwürstel, Krustenbraten, Spare Ribs, Wiener Schnitzel, Zwiebelrostbraten, Putenmedaillons, Fischplatte - die Auswahl ist groß.

18. Juni: Schloss Trautenfels, Sölkepass und Prebersee


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Heute wollen wir eintauchen in die Vergangenheit des Ennstales.  Dazu fahren wir zum Schloss Trautenfels. Es liegt auf einem Felsvorsprung am Fuße des Grimmings. Herzlich werden wir von einer Mitarbeiterin des Museums begrüßt. Sie geht mit uns in den Gewölberaum, wo in den letzten Jahren Fresken aus dem 16. Jahrhundert freigelegt wurden, und gibt uns einen Überblick über das, was uns   im umfangreichen und sehr liebevoll gestalteten Heimatmuseum erwartet. Bei unserem Rundgang erfahren  wir u.a. Interessantes zum Thema Holz und Wald, lernen die Tiere der Region kennen, können sehen, wie man früher hier lebte und welche Bräuche heute noch gepflegt werden. Wir schauen uns auch die reich verzierten Prunkräume und den prächtigen Marmorsaal an. Spaß haben wir dann bei einer Runde Tischkegeln. In der dritten Etage treffen wir auf die „Gipfelstürmer". Bei dieser Sonderausstellung geht es um die Expedition der ersten Österreicher auf den Mount Everest vor 41 Jahren. Wer genug Puste hat, erklimmt noch den Aussichtsturm und genießt den schönen Blick über das Ennstal von dort oben.
Unser nächster Höhepunkt ist die Fahrt durch das Großsölktal und über den Sölkepass. Dieser verbindet in den Niederen Tauern das Ennstal mit dem Murtal. Im August 2017 hatten starke Unwetter hier extreme Schäden verursacht. So waren auf über sieben Kilometern weite Teile der Fahrbahn und mehrere Brücken von den Fluten mitgerissen worden. Erst seit dieser Jahr ist der Pass wieder freigegeben. Wir genießen die Fahrt mit immer wieder schönen Ausblicken. Auf der Passhöhe in 1790 m machen wir einen Fotostopp. Dann geht es hinunter ins Murtal nach Tamsweg. Gerade als ich erzähle, dass man hier früher „Wetterschießen" veranstaltet hat, um die bösen Wetterhexen auf den Wolken zu vertreiben, fängt es an zu regnen. Ob die Hexen mich gehört haben? Wir fahren trotzdem weiter zum Prebersee. Da die Wetterhexen immer noch grollen, kehren wir in die Ludlalm ein. Dann haben die Hexen doch Erbarmen mit uns und wir können kurz zum See laufen.
Unsere Fahrt zurück ins Ennstal führt uns über den Radstädter Tauernpass.

19. Juni: Dachstein, Mandlberggut und Steirischer Bodensee


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Schon 8 Uhr machen wir uns heute auf den Weg. Bei strahlendem Sonnenschein freuen wir uns auf einen Ausflug auf den Dachstein. Durch Ramsau und über die Dachsteinstraße gelangen wir ins Ramsauer Almengebiet. Hier befindet sich die Talstation der Dachstein-Südwandbahn. Mit der rundum verglasten Gondel fahren wir auf eine Höhe von 2700 m. Oben angekommen, begeben wir uns zum Dachstein-Skywalk. Er ragt über die 250 m senkrecht abfallende Felswand des Hunerkogels hinaus. Gleich nebenan beginnt der Rundweg um die Dachstein-Gletscherbahn. Die meisten Gäste wagen sich auch auf Österreichs höchstgelegene Hängebrücke und steigen die „Treppe ins Nichts" hinunter. Es bleibt auch noch Zeit für einen Besuch des Eispalastes. So manches bekannte europäische Bauwerk wurde hier detailgetreu aus Eis geschnitzt. Über das Schneefeld geht es zurück zur Seilbahn. Besonders spektakulär: Einige Gäste nutzen die Möglichkeit, die Fahrt hinunter im Freien auf dem Dachbalkon der Gondel zu machen.
Unser nächstes Ziel ist die Manufaktur „Mandlberggut". Als erstes besuchen wir die Latschenkiefer-Brennerei. Hier wird die Latschenkiefer zur Ölgewinnung genutzt. Wir erfahren u.a., dass 400 kg Nadeln und Zweigspitzen nötig sind, um ca. einen Liter ätherisches Latschenkiefernöl zu gewinnen. Weiter geht es in die Dachstein-Destillerie, wo wir erklärt bekommen, wie aus frischem Obst edle Brände entstehen. Und natürlich wird auch verkostet. Zur Auswahl stehen Bergwiesenkräutermix, Ahornkirsche oder Zirbengold sowie Marille mit Weißdorn oder Rum-Karamell. Im kleinen Shop wird dann so Mitbringsel gekauft.
Am Nachmittag wollen wir zum Steirischen Bodensee. Gerald bringt uns deshalb mit dem Bus ins Seewigtal. Vom Parkplatz spazieren wir gemütlich zum See. Einige Gäste laufen weiter und umrunden den See, andere kehren in den „Forellenhof" ein.
Im Hotel lädt uns Sommelier Bernadette zur Weinverkostung ein. Gleich zu Beginn erfahren wir, wie man mit Wein richtig umgeht: Schauen, Schwenken, Riechen, Trinken. Bernadette kredenzt uns dann fünf Weine aus unterschiedlichen österreichischen Bundesländern. Ob man nun lieber Weißwein, Roséwein oder Rotwein mag – für jeden ist etwas dabei. Außerdem testen wir unseren Geruchssinn. Viele Gäste liegen dabei mit ihren Vermutungen richtig, andere – so wie ich – leider völlig daneben. Nun haben wir Hunger und freuen uns auf das Abendessen, das u.a. Reisfleisch, Barbarie Ente oder Ofenkartoffeln bereithält.

20. Juni: Planai, Vögeialm und Schladming


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Heute zum Fronleichnam ist in Österreich Feiertag. Wir wollen auf die Planai, den Hausberg von Schladming. Da die Hauptseilbahn dort hinauf in diesem Jahr erneuert wir, fahren wir zu Seilbahn „Planai West". Nach einer tollen Auffahrt mit einem schönen Blick auf Schladming geht es mit einem Shuttle-Bus weiter hinauf zum Planaihof. Wir sehen Häschen in mehreren Varianten, die ins Hopsiland einladen. Einige Gäste laufen zum Gipfel oder umrunden diesen auf dem Panoramaweg. Immer wieder schauen wir hinüber zum Dachsteinmassiv und machen viele Fotos.
Wieder unten angekommen, fahren wir durch die Pongauer Forstau, ein Seitental der Enns. Unser Ziel, die Vögeialm, liegt am Ende des Tales inmitten unberührter Natur auf einer Höhe von 1360 m. Auch bei dieser Auffahrt bewundern wir unseren Gerald am Lenkrad. Bei Familie Oberhofler kehren wir zu einer Jause mit Produkten aus eigener Herstellung ein. Uns schmecken Leberknödelsuppe und Saiblingfilet ebenso wie Wildsalami-, Almkas- und Rinderschinkenbrot. Danach besuchen wir die Kühe, Schweine, Hühner, Wachteln und Kaninchen.
Am Nachmittag machen wir noch einen Halt in Schladming. Durch das historische Stadttor gelangen wir ins Zentrum. Hier ist vor allem der Hauptplatz, wo heute den ganzen Tag musiziert wird, sehenswert. Wir schauen uns die  blumengeschmückten historischen Häusern und das Rathaus mit dem Park davor an. In der Nähe der Schladminger Brauerei, deren Bier einige von uns gern trinken, steigen wir wieder in den Bus und fahren zum Hotel zurück.

21. Juni: Usprungalm und Hauser Kaibling


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Eine besonders schöne Alm erwartet uns heute zum Sommeranfang: die Ursprungalm. Sie befindet sich am Fuß der Steirischen Kalkspitze in den Schladminger Tauern. Bekanntgeworden ist sie vor allem, da einst Szenen für einen Heidifilm dort gedreht worden. Bis gestern Nachmittag war nicht klar, ob wir zur Alm fahren können. Immer noch war man mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt, die der Winter auf dem Fahrweg zur Alm hinterlassen hat. Am Abend dann die gute Nachricht: die Strecke ist ab heute frei. Unser Bus ist allerdings zu lang für die Auffahrt, aber wir werden mit einem kleineren Bus an der Mautstelle abgeholt. Es folgt eine spektakuläre Fahrt über teils sehr enge Kehren auf landschaftlich beeindruckender Strecke bis auf eine Höhe von 1604 m. Hier haben wir genügend Zeit, um auf dem Almdorf-Rundwanderweg zu spazieren. Besonders beeindruckend sind die bunten Blumenwiesen. Vor der Almhütte treffen wir uns alle zu einer letzten Almjause wieder. Dann bringt der Bus uns zurück ins Tal.
Den Nachmittag nutzen wir für die Auffahrt auf den Hauser Kaibling. Er ist der höchste Berg der Schladminger Skischaukel. Wir gelangen mit der Schladminger Tauernseilbahn, deren Talstation sich gleich neben dem Hotel befindet, hinauf. Es ist eine der ältesten Seilbahnen in der Steiermark. Oben genießen wir noch einmal den Panoramablick in die Bergwelt der Dachstein-Tauern-Region. Einige Gäste absolvieren sogar den teilweise steilen Anstieg bis zum Gipfel.
Im Hotel bleibt noch Zeit für einen Besuch im Wellnessbereich. Anschließend sind wir zum Grillbuffet eingeladen. Danach verabschieden wir uns herzlich von unserem Wirt Peter und packen die Koffer. Gegenüber auf den Berggipfeln des Dachsteinmassivs sind ab Einbruch der Dunkelheit überall Osterfeuer zu sehen.

22. Juni: Heimreise


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Schnell sind die Tage in der Schladming-Dachstein-Region vergangen. Wir sind dankbar, dass wir alle Berge und Almen bei tollem Wetter erleben konnten. Außerdem wurden wir von Familie Gürtl und ihrem Team liebevoll im Panoramahotel betreut.
Mit vielen schönen Erinnerungen und einem süßen Abschiedsgeschenk im Gepäck geht es zurück in die Heimat. Leider beginnt bereits nach der österreichisch/deutschen Grenze der Verkehr auf der Autobahn zu stocken. Deshalb biegen wir vor Rosenheim auf die Landstraße ab, machen unsere Mittagspause in Landshut und erreichen so pünktlich alle Ausstiegsstellen.

Liebe Reisegäste,

ich möchte mich herzlich bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute. Es würde mich freuen, wenn sie noch oft und gern an unsere gemeinsame Reise zurückdenken. Und vielleicht sind wir auch einmal wieder gemeinsam unterwegs. Ich hatte ja versprochen, dass ich Ihnen dann auch verrate, ob das mit dem Unkraut geklappt hat.

„Servus" sagt Ihre Reiseleiterin Martina Pötschke

Bildergalerie zur Reise

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