Reisebericht: Österreich - Wien, Steiermark & Burgenland

06.09. – 12.09.2020, 7 Tage Rundreise mit den 4 UNESCO-Welterbestätten Semmeringbahn, Neusiedler See , Stift Göttweig und Wiener Altstadt - Sopron - Gartenschau Tulln - Apfelland - Stubenbergsee

Abwechslung und Vielfalt – diese zwei Worte stehen für unsere Reise, bei der wir Ausflüge in gleich vier Bundesländer Österreichs unternehmen.

6. September: Anreise nach Miesenbach


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In Dresden startet heute unsere Fahrt, die uns durch Tschechien nach Österreich bringt. Ohne Stau kommen wir gut voran und erreichen am späten Nachmittag Miesenbach in Niederösterreich. Hier begrüßt uns Familie Hornung vom „Börsenhof" sehr herzlich. Schnell sind die Zimmer bezogen.
Zum gemeinsamen Abendessen treffen wir uns alle wieder. Mit einem „Kaiserspritzer" stoßen wir dann auf die kommenden Tage an. Nach einigen organisatorischen Hinweisen stimmt uns Josef noch in Wort und Bild auf unseren morgigen Wienausflug ein.

7. September: Ein Tag in Wien


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Der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Wien. Über die Südautobahn erreichen wir die Stadt, die zu den schönsten der Welt zählt. Wir fahren vorbei am Schloss Belvedere, am Hochstrahlbrunnen auf dem Schwarzenbergplatz, an der Karlskirche und am Musikvereinssaal. Nun biegen wir ein auf die Ringstraße. Sie wurde nach dem Niederreißen der alten Stadtmauern und Festungswerke 1858 rund um die Innenstadt angelegt, ist 6 Kilometer lang und wird von zahlreichen monumentalen Bauten und schönen Parkanlagen gesäumt. Wir bestaunen u.a. das Parlament und das Rathaus.
Am Schwedenplatz verlassen wir den Bus und spazieren mit Josef zum Stephansdom, bestaunen die Pestsäule am Graben, überqueren den Michaelerplatz und erreichen schließlich die Hofburg. Nach einem Abstecher zum Heldenplatz laufen wir zum Josefsplatz, wo wir die Augustinerkirche besuchen. Dann geht es vorbei am Hotel Sacher und an der Wiener Oper zur Kärntner Straße. Hier auf der Fußgängerzone mit eleganten Läden und Restaurants bleibt Zeit für individuelle Erkundungen. Am Stephansdom treffen wir uns alle wieder.
Die Mittagspause verbringen wir auf dem Naschmarkt. An zahlreichen Marktständen und in den Bars und Restaurants werden Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch sowie Spezialitäten aus Österreich und der ganzen Welt angeboten.
Thomas bringt uns anschließend mit dem Bus über die Donau zur UNO-City und weiter zum Donaupark. Nach einem kleinen Bummel durch die Blumenbeete am Fuße des Donauturmes besteigen wir die rosafarbene Liliputbahn. In gemächlichem Tempo geht es auf der 3,4 Kilometer langen Strecke durch die gepflegte Parkanlage.
Nun wollen wir noch einen Abstecher zum Hundertwasserhaus machen. Diese in den 80er Jahren von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Wohnhausanlage präsentiert sich bunt, ungewöhnlich und üppig begrünt. Gleich gegenüber befindet sich das Hundertwasser Village – das erste und einzige Einkaufszentrum des Künstlers.
Nach einem interessanten Wien-Tag gibt es am Abend für uns ein „Kaisermenü": Rindsbrühe mit „Kaiserschöberl", Tafelspitz und Sachertorte. Dann schauen wir uns noch einen Film über die Region Neusiedler See an, denn dort wollen wir morgen hin.

8. September: Ausflug ins Burgenland


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Heute werden wir den Tag im Burgenland verbringen, auch die Sonnenseite des Landes genannt. Unser erstes Ziel ist die Hauptstadt des Bundeslandes: Eisenstadt. Hier besuchen wir die Haydnkirche. Unter dem Nordturm befindet sich die Begräbnisstätte des Komponisten, das Haydnmausoleum. Danach fahren wir zum Schloss Esterhazy, eines der schönsten Barockschlösser Österreichs. Einige Gäste nehmen an einer Führung teil und sehen dabei u.a. auch den Haydnsaal, der nach wie vor zu den schönsten und akustisch besten Konzertsälen der Welt gehört. Nun schauen wir uns noch das Haydn-Wohnhaus an. Der Komponist erwarb das barocke Gebäude als fürstlicher Kapellmeister am Esterhazyschen Hof und wohnte 12 Jahre hier. Nach einem Abstecher in den Schlosspark spazieren wir durch die historische Altstadt zur Fußgängerzone, wo wir unsere Mittagspause machen.
Am Nachmittag geht es weiter zum Neusiedler See. Er ist einer der wenigen Steppenseen in Europa und ein wertvolles Naturreservat. Hier rasten beispielsweise mehrere tausend Zugvögel auf ihrem Weg zwischen Winterquartier und Brutplatz. Für uns ist eine Schifffahrt bestellt. Von Mörbisch aus fahren wir vorbei an der Seebühne in Richtung Illmitz. Wir passieren den Grenzvermessungspunkt „B0" und gelangen entlang des Schilfgürtels wieder zurück zum Hafen. Bei dem tollen Wetter sitzen wir natürlich alle auf dem Sonnendeck.
Unseren letzten Halt an diesem Tag machen wir in Rust. Die Freistadt ist bekannt als Stadt der Störche, als Drehort der Fernsehserie „Der Winzerkönig" und natürlich durch den Weinanbau. Im Weingut Wartha steigen wir hinab in den Weinkeller zur Weinverkostung.
Wieder zurück im „Börsenhof" serviert man uns heute u.a. Wiener Schnitzel und Apfelstrudel. Danach schauen wir noch hinter die Kulissen des Wiener Opernballs.

9. September: Stift Göttweig und Gartenschau Tulln


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Wir fahren heute zuerst über den „Hals" ins Triestingtal und weiter durch das Wienerwald-Gebiet. Unser Ziel ist Stift Göttweig am Rande der Wachau. Schon von weitem sehen wir die beeindruckende Anlage der Benediktiner hoch über dem Donautal, die auch das „Österreichische Montecassino" genannt wird. Nach einem historischen Abriss im Innenhof gelangen wir im Rahmen der Führung in die Stiftskirche. Weiter geht es die Kaiserstiege empor zu den Wohnräumen von einst. Besonders beeindruckt uns der phantastische Blick vom Balkon.
Dann verabschieden wir uns mit dem „Marianndl-Lied" von der Wachau und fahren zur Gartenschau Tulln. 70 Schau- und Mustergärten laden hier ein. Regenwurmgarten, Terrassengarten, Gesundheitswassergarten, Liebesgarten, Pilzgarten, Streichelgarten, Bauerngarten – überall wird verweilt und fotografiert. Wissenswertes und so manchen Tipp für den heimischen Garten vermitteln die zahlreichen Informationstafeln. 30 Meter nach oben führt uns dann noch der Baumwipfelweg, der eine Rundumsicht bietet. Nach zwei Stunden verlassen wir die Pflanzenvielfalt und fahren Richtung Wienerwald. Wir sehen dabei auch das Schloss Mayerling. In der Nacht zum 30. Januar 1889 starb hier der österreichisch-ungarische Thronfolger Kronprinz Rudolf gemeinsam mit seiner Geliebten Maria von Vetsera. Die näheren Umstände sind bis heute ungeklärt. Kaiser Franz Joseph ließ das Jagdschloss noch im selben Jahr umbauen, wobei das Schlafzimmer Rudolfs abgerissen und an dessen Stelle eine Kirche erbaut wurde.  Danach kommen wir durchs Helenental. Dazu gibt's natürlich das bekannte Lied „Ich kenn ein Wegerl im Helenental". Bald erreichen wir die bekannte Kurstadt Baden und über die Autobahn dann auch wieder unser Hotel. Ein schöner Spätsommertag geht zu Ende.

10. September: Rundfahrt in der Oststeiermark


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Heute wollen wir ein weiteres Bundesland erkunden: die Steiermark. Unser erstes Ziel ist Pöllau. Hier begrüßen uns gleich zwei bedeutende Kirchen: die Wallfahrtskirche Maria auf dem Berg und die Pfarrkirche, die aufgrund ihrer Bauweise auch als „Steirischer Petersdom" bezeichnet wird. Wir bewundern beide nur von weitem, denn man erwartet uns schon in der Ölmühle Fandler. Bereits seit über 90 Jahren werden hier hochwertige Öle gepresst. Wie das geschieht, erfahren wir bei einer kleinen Führung. Auch, dass 17 Sorten Bio-Öle und 16 Sorten Classic-Öle produziert werden. Und natürlich können wir die meisten davon verkosten: vom klassischen Kürbiskernöl bis zum exotischen Chiaöl, vom edlen Macadamianussöl bis zum wenig bekannten Distelöl. Zudem gibt es so manchen Tipp für die heimische Küche. Beim Bummel durch den Verkaufsbereich entdecken wir außer Ölen auch Essigspezialitäten, Salze, Knabberkerne und Bio-Mehle.
Unser nächstes Ziel ist der Stubenbergsee. Kapitän Gerhard nimmt uns an Bord seines Elektro-Ausflugsschiffes. Bei einer Rundfahrt erklärt er uns u.a. wie dieser künstliche See entstand und dass er heute ein sehr beliebter Treffpunkt für Badegäste und Freizeitsportler ist. Schwimmer, Surfer und Segler finden hier gute Bedingungen. Auch wir genießen die Rundfahrt und spazieren anschließend noch bei strahlendem Sonnenschein am See entlang oder gehen wenigsten mal mit den Füßen ins Wasser.
Nun fahren wir noch ins steirische Apfelland. Der „Obstgarten Österreichs" empfängt uns mit zahlreichen Apfelplantagen. An der „Apfelstraße" im Apfeldorf Puch besuchen wir den Obstbauernhof Wilhelm. Begrüßt werden wir von Mönch Josef, der uns vom Abakus erzählt. Dann gibt es von der Chefin Informationen zum familiengeführten Hof und zur Schnapsbrennerei. Nach der Therorie kommt nun die Praxis. Wir kosten zwei Sorten von den Sommeräpfeln und den lagerfähigen Elstar. Die Birne lassen wir uns als Frucht und auch flüssig schmecken. Es folgen noch verschiedene Apfelbrände und diverse Liköre. Dann bleibt Zeit, in den Verkaufsräumen das für Zuhause mitzunehmen, was am bestens geschmeckt hat.
Auf landschaftlicher schöner Strecke geht es zurück nach Niederösterreich.

11. September: Semmerring, Höllental und Holzknechtdorf


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Über den „Ascher", durch Puchberg, Gloggnitz und vorbei an der Baustelle für den Semmering-Basistunnel bringt uns der Bus heute zum Bahnhof von Payerbach-Reichenau, denn wir wollen mit dem Zug fahren. Die Semmeringbahn ist  ein Teilstück der Südbahn in Österreich und war die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas. Eröffnet wurde sie 1854. Wir genießen die Fahrt auf historischer Strecke in modernen Wagen, fahren über zahlreiche Seitentäler, entlang steiler Berghänge, durch viele Tunnel und über hohe Brücken. Am Bahnhof Semmering ist für uns Endstation und wir können uns im kleinen Museum über den Bau und die Geschichte der Semmeringbahn informieren. Ein kurzer Spaziergang führt uns dann zum schönsten Ausblick auf die Bahnstrecke der Semmeringbahn mit den höchsten Bergen der Wiener Alpen im Hintergrund. „20-Schilling-Blick" wird er genannt.  Am Wolfsbergkogel befindet sich auch der Skulpturenpark Semmering. Hier präsentiert der Künstler Ignaz Semlitsch mehr als 30 seiner Werke aus Metallen und Acryl.
Der Kurort Semmering, auf der Passhöhe und unmittelbar an der Grenze zur Steiermark gelegen, ist unser nächstes Ziel. Hier erinnert das Carlos-Denkmal an die 1728 eröffnete Reichsstraße Wien-Triest, hier lädt ein Iglu zur Einkehr ein und nicht weit von hier befindet sich auch das bekannte Luxushotel „Panhans. Bevor wir allerdings auf Erkundungstour gehen, lassen wir uns den von Josef servierten Kaiserschmarrn schmecken.
Gut gestärkt, „erklimmen" dann einige Gästen mit der Seilbahn den Hirschenkogel, auch Zauberberg genannt. Er liegt mit einer Höhe von 1340 m direkt südlich über dem Semmeringpass. Im Winter finden hier Weltcup-Rennen statt, im Sommer kann man die Mountainbiker bei ihrer rasanten Fahrt beobachten.
Danach geht es durch das Höllental ins Holzknechtdorf. Herr Lumpi erzählt uns vom Leben und Wirken der Holzknechte. In einer der Holzknechthütten sind verschiedene Einrichtungsgegenstände und Werkzeuge vergangener Zeit zu sehen.
Zurück im Hotel lassen sich einige Gäste die Spezialität des Hauses, „gebackenes Eis", schmecken.
Auch am Abend verwöhnt uns die Küche ein letztes Mal. Danach macht Josef mit uns noch so manche Alberei. Und zum Schluss kommen wir sogar noch in den Genuss, einheimische Volksmusik live zu erleben, denn die Miesenbacher Musikanten spielen im Biergarten.

20. September: Heimreise


„Sag beim Abschied leise Servus" - schnell sind die Tage vergangen.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Hornung und dem „Börsenhof"-Team für die liebevolle Betreuung, die unterhaltsamen Stunden und die vorzügliche Verpflegung.
Mit vielen tollen Erinnerungen an abwechslungsreiche Ausflüge und interessante Erlebnisse im Gepäck treten wir die Heimfahrt an. Alle sind sich einig: Es war eine schöne Reise!
Ihnen, liebe Gäste, wünsche ich alles Gute, Gesundheit und noch viele schöne Reisen.

Ihre Martina Pötschke

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

wieder eine wunderschöne Reise mit Frau Martina Pötschke und Eberhard Travel. Neben dem Wetter hat einfach alles gepasst. Es war nicht unsere erste Reise mit Eberhard Travel und gewiss nicht die letzte.Vielen Dank an das gesamte Team

Fam.Frank Stephan
15.09.2020

Liebe Familie Stephan,
Viele Dank für die netten Zeilen. Ich freue mich schon, wenn wir nächstes Jahr wieder gemeinsam auf Reisen gehen.
Viele liebe Grüße
Ihre Reiseleiterin Martina

Martina Pötschke 16.09.2020

Sehr geehrte Familie Stephan,

vielen Dank für Ihre lobenden Worte zu unserer Reise. Wir freuen uns schon darauf Sie wieder auf unseren Reisen begrüßen zu dürfen.
Mit lieben Grüßen, Maria Schneider und Ihr Eberhardt TRAVEL Team

Maria Schneider
16.09.2020
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