Zum Hauptinhalt springen ... Alle Themen & Ziele
  (03 52 04) 92 112 / Mo – Fr: 07:00 – 19:00 Uhr + Sa: 10:00 – 15:00 Uhr
Eberhardt TRAVEL GmbH
Testsieger 2025
Banner-Hero

Zwischen Löwenstadt, rotem Outback und grünen Fjorden

Reisebericht: 06.01. – 30.01.2026

Koffer gepackt, Neugier im Gepäck Unsere Reise führt von Deutschland über das funkelnde Singapur zu den Weiten Australiens und den spektakulären Landschaften Neuseelands–ein Abenteuer voller Kontraste

Marcus Hasselhorst

Ein Reisebericht von
Marcus Hasselhorst


Dienstag, 6. Januar – Down Under rückt näher

Der Winter hat Deutschland fest umarmt zum Abschied, doch in Frankfurt steigt die Vorfreude auf Sonne und Ferne. Aus allen Ecken des Landes trudeln unsere Reisefreunde ein – die Koffer rollen, erste Begrüßungen, fröhliches Stimmengewirr.
Alles läuft entspannt, genügend Zeit zum Einchecken und Anstoßen auf die kommenden Wochen. Dann ist es soweit: Der mächtige A380 der Singapore Airlines wird enteist und hebt mit leichter Verspätung ab, und mit einem sanften Ruck beginnt unser großes Abenteuer gen Süden. Hinter uns der graue Himmel, vor uns glitzert schon das Versprechen der Tropen!

Mittwoch, 7. Januar – Zauber der Löwenstadt

Ein endlos langer Tag über den Wolken – irgendwo zwischen Zeitverschiebung und Flugzeugsnack verschwimmt der Tag zum abend. Schließlich tauchen unter uns die Gebäude Singapurs auf, und mit leichter Verspätung setzt der A380 sanft am Changi Airport auf.
Die elektronische Einreise klappt flott, die Koffer trudeln brav ein – und schon begrüßt uns Achim, unser fröhlicher Guide vor Ort. Während der Fahrt durch die Stadt erzählt er uns erste spannende Geschichten über Singapur, und durch die Autofenster blitzen bereits Skyline, Parks und das geschäftige Treiben der Rush Hour.
Im Hotel Gran Pacific an der City Hall geht das Einchecken schnell und unkompliziert. Einmal frisch gemacht, und schon geht’s per Taxi zur abendlichen Lichtershow auf der Event Plaza. Was für ein Empfang! Farben, Musik, Wasserfontänen – ein leuchtendes Willkommen im Herzen der Stadt. Dann geht es schnell rüber zu den Gardens by the Bay um uns von der Rhapsody Lichter und Musikshow verzaubern zu lassen, Momente zum Träumen, wieder erwacht spazieren wir gemütlich am Ufer entlang zurück zum Hotel. Die nächtliche Skyline glitzert, Boote ziehen vorbei, und die Partymeile der Quays pulsiert voller Leben. Müde, aber glücklich fallen wir ins Bett – Singapur hat uns gepackt.

Donnerstag, 8. Januar – Singapur, die bunte Weltstadt

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück starten wir bestens gelaunt zur Stadterkundung. Erster Halt ist das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt: der Merlion. Halb Löwe, halb Fisch und rundum fotogen – ein perfekter Auftakt mit tollen Blicken auf die Skyline und das glitzernde Wasser. Die tropische Wärme lässt endgültig Urlaubsstimmung aufkommen.
Weiter geht es nach Little India. Farben, Düfte und geschäftiges Treiben empfangen uns sofort. Zwischen Gewürzständen und kleinen Läden pulsiert das Leben, ein kurzer Besuch in einem hinduistischen Tempel eröffnet spannende Einblicke in die religiöse Vielfalt der Stadt. In den Hawker Centern probieren viele die authentische Küche: frisch, günstig und genau dort, wo auch die Einheimischen essen.
Im chinesischen Viertel wechseln die Eindrücke erneut. Enge Gassen, rote Laternen, Tempel und unzählige Restaurants laden zum Verweilen ein. Manche gönnen sich einen kleinen Snack, andere ein kühles Bier zur Erfrischung.
Ein ganz anderer Kontrast erwartet uns im Orchideengarten. Eine wahre Blütenpracht, exotische Farben und zarte Düfte begleiten unseren Spaziergang durch die liebevoll angelegten Gärten. Besonders beeindruckend sind die Orchideen, die berühmten Persönlichkeiten gewidmet sind.
Zum Abschluss besuchen wir das arabische Viertel mit seiner imposanten Moschee. Hier zeigt sich Singapur noch einmal von seiner multikulturellen Seite – Kulturen, Religionen und Lebensstile dicht beieinander und ganz selbstverständlich vereint.
Am Flughafen verläuft das Einchecken entspannt, sodass noch Zeit bleibt, den Butterfly Garden zu besuchen und die bunten Schmetterlinge zu bestaunen. Dann heißt es Abschied

Freitag, 9. Januar – Zwischen Wolken, Palmen und Feierabendbier

Ein sanftes Rütteln, dann ist es so weit: Kaffee, ein kleiner Snack und der erste Blick aus dem Fenster – Australien! Überpünktlich setzt der A350 in Brisbane auf. Die elektronische Einreise läuft entspannt, nur an der Border Control ist kurz Geduld gefragt. Kein Stress, wir haben Zeit, und die Stimmung bleibt gelassen.
Kaum angekommen, geht es schon weiter. Direkt im Terminal checken wir für den Weiterflug mit Virgin Australia nach Cairns ein. Ein kurzer Bustransfer zum Terminal 2, ein wenig Warten – dann hebt die Maschine Richtung tropischer Norden ab. Unter uns glitzert das endlose Blau der Korallensee, ein echtes Urlaubsversprechen aus der Luft.
Fast pünktlich landen wir in Cairns und werden von unserer herzlichen Local Guide Claudine begrüßt. Auf dem Weg zum Hotel dreht der Bus noch ein paar Extra-Schleifen – erste Palmen, die Promenade, entspanntes Leben. Cairns fühlt sich sofort richtig an.
Der Check-in im wunderschön gelegenen Hotel direkt an der Waterfront geht schnell. Kurz durchatmen, frisch machen – und eigentlich wären wir bereit fürs Bett. Eigentlich. Doch es ist Freitagabend, und Cairns hat andere Pläne.
Gemeinsam spazieren wir zur Hemingway’s Brewery, einem echten lokalen Lieblingsort. Live-Musik, entspannte Stimmung, leichte Küche und die kühlen Hausbiere machen es leicht, den Jetlag noch ein wenig zu ignorieren.
Irgendwann gewinnt er dann doch. Die Musik verklingt langsam, die Straßen werden ruhiger, und wir fallen zufrieden und angenehm erschöpft in die Betten. Tropischer Norden Australiens: angekommen.

Samstag, 10. Januar – Hoch hinaus, tief hinein in den Dschungel

Der Tag startet, wie Urlaub starten sollte: mit einem großartigen Frühstück. Frisches Obst, warme Croissants, guter Kaffee und dazu der Blick auf das glitzernde Wasser – besser geht’s kaum. Manche decken sich gleich noch fürs Mittagessen ein, denn die Auswahl ist einfach zu verlockend.
Heute ruft der Regenwald. Nach einer kurzen Busfahrt erreichen wir die Talstation der Skyrail Rainforest Cableway, der längsten Seilbahn der südlichen Hemisphäre. In mehreren Etappen schweben wir über den dichten grünen Teppich des Dschungels, lautlos und beeindruckend zugleich. Zwischendurch steigen wir aus, spazieren über Naturpfade und lauschen Annette, die uns mit viel Wissen zu Flora und Fauna versorgt. Die Barron Falls zeigen sich von ihrer kraftvollen Seite – ein echtes Naturschauspiel.
In Kuranda angekommen, geht es weiter ins Kulturzentrum mit seinem kleinen Zoo. Ein Streifzug durch die Tierwelt der Region – und für viele der Moment des Tages: ein Koala ganz nah, manche sogar auf dem Arm. Herzklopfen garantiert.
Danach bleibt Zeit für das Künstlerdorf. Bunte Galerien, handgemachte Souvenirs, entspannte Cafés – Kuranda macht es leicht, einfach ein bisschen zu treiben. Bei der Wärme schmeckt jedes kühle Getränk doppelt so gut.
Am Nachmittag wartet Nostalgie pur: die Scenic Railway. Gemächlich ruckelt der historische Zug durch den Regenwald, vorbei an tiefen Schluchten, dichter Vegetation und immer wieder an den Barron Falls. Die Fensterblicke liefern Fotomotive am laufenden Band.
Zurück in Cairns spazieren wir vom Bahnhof ins Hotel. Müde Beine, viele Eindrücke – und trotzdem zieht es einige noch los: ein bisschen Shopping, ein Drink hier, eine Bar dort.
Ein Tag voller Natur, Begegnungen und Staunen. Und abends schläft man mit dem Gefühl ein, heute etwas ganz Besonderes erlebt zu haben.

Sonntag, 11. Januar – Reef geplant, Plan B gelebt

Der Wecker war gestellt, die Sonnencreme griffbereit und die Vorfreude riesig: Heute sollte es hinaus aufs Great Barrier Reef gehen. Doch manchmal hat das Wetter eigene Reisepläne. Zyklon Koji winkt freundlich vom Ozean herüber und sagt klar und deutlich: Heute bleibt ihr an Land. Sicherheit geht vor – alle Bootsausflüge werden abgesagt, das Reef läuft uns also nicht weg.

Cairns selbst zeigt sich davon erstaunlich unbeeindruckt. Sonne, 28 Grad, tropisch-schwül, kaum Wind – fast ein bisschen unfair. Also wird spontan umdisponiert und aus dem geplanten Seetag ein vielseitiger Stadt- und Genießertag. Ein Spaziergang entlang der Promenade bringt Urlaubsfeeling pur, Palmen rascheln, das Meer glitzert und der Himmel tut so, als wäre nichts gewesen.

Danach geht es ins Aquarium – Reef ohne Wellen, aber mit Haien, Rochen und bunten Fischen hinter Glas. Sehr entspannt, vor allem für alle, die heute sowieso lieber trockene Füße behalten. Anschließend wird geshoppt, gestöbert und in der Art Gallery Kultur geschnuppert. Cairns kann auch Plan B richtig gut.

Am späten Nachmittag treffen wir uns zur Happy Hour im Beach Restaurant. Kalte Drinks, gute Gespräche und das kollektive Schulterzucken: Auch ohne Reef war das ein richtig schöner Tag. Beim leichten Dinner und dem ein oder anderen Drink in der Stadt wird viel gelacht – über das Wetter, über Planänderungen und über die Erkenntnis, dass Flexibilität eindeutig zur Reisegrundausstattung gehört.

Irgendwann meldet sich dann doch die Vernunft. Morgen geht es früh weiter, und zwar mitten hinein ins rote Herz Australiens. Also ab ins Bett – das Outback ruft, und wir sind bereit.

Montag, 12. Januar – Wenn das rote Herz Australiens schlägt

Der Tag beginnt, noch bevor das Outback erwacht. In der frühen Morgendämmerung heißt es Abschied nehmen von Cairns: Auschecken, Frühstücksbox unter den Arm und ab zum Flughafen. Während draußen langsam die Sonne aufgeht, läuft drinnen alles wie am Schnürchen. Kurz darauf hebt unsere Qantas-Maschine pünktlich ab – Kurs auf das Zentrum Australiens.
Schon beim Anflug stockt kurz der Atem. Unter uns breiten sich Uluru und die Kata Tjuta aus, monumental und erhaben, mitten in der endlosen roten Weite. Der kleine Flughafen wirkt fast verloren in dieser Landschaft, eingerahmt von rotem Sand. Kaum gelandet, geht alles zügig: Gepäck geschnappt, rein in den Bus – und schon begrüßt uns Monika, unsere bestens gelaunte Local Guide.
Unser erstes Ziel ist natürlich der Uluru selbst. Erste Fotos, erste ehrfürchtige Blicke – und dann ein Spaziergang entlang des Mala Walks. Schnell wird klar, warum hier alle mit Fliegennetzen unterwegs sind: Die Natur ist allgegenwärtig, in jeder Form. Wir umrunden den mächtigen Monolithen, stoppen am Mutitjulu Waterhole und sammeln weitere beeindruckende Eindrücke und Motive.
Im Kulturzentrum der Anangu tauchen wir tiefer ein in die Bedeutung dieses heiligen Ortes. Kunst, Geschichten und Hintergrundwissen machen den Besuch besonders eindrucksvoll. Ein kleiner Snack zwischendurch, dann geht es weiter ins Hotel – Zeit für eine Dusche, eine kurze Pause oder einen frischen Salat, bevor das nächste Highlight ruft.
Am frühen Abend brechen wir erneut auf. Der Sonnenuntergang am Uluru steht an. Mit einem Glas Sekt und kleinen Snacks in der Hand erleben wir, wie der Felsen langsam seine Farbe wechselt: von warmem Orange über tiefes Rot bis hin zu dunklem Purpur. Ein Moment, der still macht und lange nachwirkt.
Zum krönenden Abschluss wartet ein echtes Aussie-Barbecue. Jeder grillt selbst – ob Känguru, Emu oder klassisches Rindersteak – dazu Beilagen, kühle Getränke und viele gute Gespräche. Unter dem weiten Sternenhimmel des Outbacks klingt dieser besondere Tag aus.
Und während die Nacht hereinbricht, wissen wir: Morgen wartet schon das nächste magische Erlebnis – der Sonnenaufgang am Uluru.

Dienstag, 13. Januar – Von magischem Morgenlicht bis nach Sydney

Noch ist es dunkel, als der Wecker klingelt – doch kein Murren, denn der Uluru ruft! In aller Frühe bringt uns der Bus zum Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Unser Reiseleiter hat an alles gedacht: heiße Getränke, eine kleine süße Stärkung und gute Laune. Warm eingepackt steigen wir auf die Düne, und dann beginnt das Schauspiel: Mit jeder Minute verändert der Monolith seine Farbe – von kühlem Grau zu glühendem Rot, bis er schließlich in goldenes Licht getaucht ist. Ein Moment, den keiner von uns so schnell vergessen wird.
Gegen halb sieben fahren wir weiter zum nächsten Aussichtspunkt. Von hier bietet sich ein großartiger Panoramablick auf die Kata Tjutas, jene geheimnisvollen Felsformationen, die wie aus dem Nichts aus der Ebene auftauchen. Nach einem kurzen Fotostopp geht es zu Fuß hinein in die Walpa Gorge. Zwischen den gewaltigen Felsen spürt man die Kraft und Stille dieser uralten Landschaft – ein Ort, der Demut und Ehrfurcht weckt.
Langsam meldet sich der Hunger, und der Bus bringt uns zurück ins Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche genießen wir im Restaurant ein wohlverdientes, ausgiebiges Frühstück – Kaffee, frisches Obst, warme Speisen, alles perfekt nach dem frühen Start in den Tag.
Dann heißt es: Koffer holen und auschecken. Am kleinen Flughafen wird noch einmal genau gewogen, doch alles passt – und bald sitzen wir wieder im Flieger, diesmal mit Ziel Sydney. Der Jet Star Flug gleicht einer Sightseeing-Tour: Unter uns ziehen rote Wüsten, glitzernde Salzseen und endlose Weiten vorbei, bevor schließlich das tiefblaue Meer und die Skyline von Sydney im Sonnenlicht auftauchen.
Am Flughafen erwartet uns unsere neue Reiseleiterin Silvia mit einem herzlichen Lächeln. Der Bus steht bereit, und schon geht es hinein in die Metropole an der Ostküste. Nach dem Einchecken im komfortablen Vibe Hotel bleibt noch Zeit für einen Spaziergang zum Abendessen am lebhaften Darling Harbour. Wir genießen seafood oder Känguru Filet im angesagten Nicks Restaurant.
So endet ein Tag voller Kontraste – von der Stille des Outbacks zur pulsierenden Großstadt – und mit dem Gefühl, Australien in seiner ganzen Vielfalt zu erleben.

Mittwoch, 14. Januar – Sydney im Bilderbuch: Skyline, Surf & große Gefühle

Ausgeschlafen und bestens gelaunt starten wir in einen weiteren Traumtag in Sydney. Nach einem ausgiebigen Frühstück wartet bereits Silvia, unsere engagierte Stadtführerin, und bringt uns mit dem Bus mitten hinein ins Herz dieser faszinierenden Metropole. Erster Halt: Darling Harbour. Glitzerndes Wasser, moderne Architektur und diese ganz besondere Großstadt-Leichtigkeit – Sydney empfängt uns mit offenen Armen und besten Fotomotiven.
Nur wenig später stehen wir an der berühmten Harbour Bridge. Kameras hoch, Lächeln aufgesetzt – hier gehört einfach alles zusammen. Gleich gegenüber blitzt sie schon hervor: die weltberühmte Oper. Und dann kommt er, dieser Moment, den man nie vergisst: Vom Aussichtspunkt am Ende des Botanischen Gartens liegt Sydney uns zu Füßen. Oper und Brücke perfekt inszeniert, die Bucht ruhig darunter – ein Panorama wie aus dem Reisekatalog.
Anschließend zieht es uns hinaus Richtung Meer. Vorbei an eleganten Villen, exklusiven Clubs und weitläufigen Parks erreichen wir Rose Bay. Immer wieder halten wir an Aussichtspunkten, lassen den Blick über den Ozean schweifen und halten Ausschau nach Walen – heute bleiben sie zwar verborgen, doch die Ausblicke sind Entschädigung genug.
Dann Bondi Beach: australisches Lebensgefühl pur. Surfer gleiten über die Wellen, Lifeguards behalten alles im Blick, und wir genießen Sonne, Sand und ein wohlverdientes Eis. Hier möchte man am liebsten bleiben – oder gleich selbst das Brett schnappen.
Zurück in der Stadt wartet ein kulturelles Highlight: die Führung durch die Sydney Oper. Hinter der ikonischen Fassade eröffnet sich eine beeindruckende Welt aus Konzertsälen, Proberäumen und außergewöhnlicher Architektur. Faszinierend, wie viel Leben in diesem Bauwerk steckt.
Am späten Nachmittag spazieren wir entspannt durch die historischen Rocks bis zum ältesten Pub Sydneys, der Lord Nelson Brewery. Rustikal, lebendig und voller Geschichte – der perfekte Ort für unser gemeinsames Abendessen. Fish and Chips, saftige Burger und hausgebrautes Ale sorgen für zufriedene Gesichter und ausgelassene Stimmung.
Ein kurzer Spaziergang durch das abendliche, leicht feuchte und stimmungsvoll beleuchtete Sydney beschließt diesen großartigen Tag. Und wieder einmal zeigt sich: Sydney kann einfach alles – und trifft mitten ins Herz.

Donnerstag, 15. Januar – Nebelzauber und tierische Begegnungen in den Blue Mountains

Nach einem kräftigen Frühstück heißt es heute: raus aus der Stadt, rein ins Abenteuer Natur. Unser Bus verlässt Sydney Richtung Westen, taucht durch lange Tunnel und mit jedem Kilometer wird es grüner, ruhiger und geheimnisvoller. Die Skyline bleibt zurück, dafür übernehmen Wälder, kleine Ortschaften und eine Landschaft, die langsam in die Höhe wächst.
Je weiter wir fahren, desto pittoresker werden die Dörfer – charmante Cottages, gemütliche Cafés und Vorgärten wie aus dem Bilderbuch. Gleichzeitig zieht Nebel auf und hüllt die Blue Mountains in ein geheimnisvolles Weiß. Im Blue Mountains Heritage Centre starten wir mit einem kurzen Spaziergang durch den Wald. Riesige Farne, Eukalyptusduft und diese ganz besondere Stille – der Nebel verleiht der Natur etwas Magisches.
Am George Philips Outlook warten wir eigentlich auf spektakuläre Tiefblicke in die Schluchten. Stattdessen: weiße Nebelwatte, so weit das Auge reicht. Überraschend anders als erwartet – aber auf seine Weise faszinierend. Die Landschaft zeigt heute ihre geheimnisvolle Seite und erinnert fast an ein Naturmärchen.
Auf der anderen Seite der Hochebene erreichen wir den berühmten Echo Point. Normalerweise thronen hier die Three Sisters über dem Tal – heute bleiben auch sie gut verborgen. Doch dafür sorgen andere Stars für beste Stimmung: zutrauliche Kakadus bevölkern den Bereich rund um das Restaurant und posieren bereitwillig für Fotos. Drinnen wartet ein leckeres Mittagessen mit herzhaftem Schmorbraten – genau das Richtige bei diesem Wetter.
Gestärkt geht es weiter zum Featherdale Wildlife Park – und jetzt wird es richtig australisch. Koalas dösen entspannt vor sich hin, Wallabies kommen neugierig näher, Emus stolzieren vorbei, ein Dingo zieht seine Runden und das mächtige Salzwasserkrokodil sorgt für ehrfürchtige Blicke. Einige Tiere dürfen sogar gefüttert werden – ein echtes Highlight für alle.
Am Abend kehren wir zurück nach Sydney ins Vibe Hotel. Ein Tag voller Natur, Überraschungen und tierischer Begegnungen liegt hinter uns. Müde, zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken lassen wir den Abend ausklingen – und freuen uns schon auf das nächste Abenteuer.

Freitag, 16. Januar – Sydney macht, was wir wollen

Heute herrscht demokratische Reiseführung: Jeder darf, keiner muss. Ausschlafen ist ausdrücklich erlaubt und wird auch großzügig genutzt. Beim gemütlichen Frühstück im Hotel wird erst einmal sondiert, wer heute wohin möchte – und wer einfach nur noch einen zweiten Kaffee braucht.

Gestärkt zieht es die meisten Richtung Innenstadt und weiter zu Fuß zum Fähranleger. Die Überfahrt nach Manly ist wie ein kostenloser Bildband in Bewegung: Skyline, Harbour Bridge, Oper – alles gleitet entspannt vorbei, als hätte Sydney extra für uns geschniegelt und gestriegelt.

In Manly angekommen, werden wir standesgemäß mit Eisproben empfangen. Bei sommerlichen Temperaturen eindeutig die richtige Willkommensgeste. Danach bummeln wir durch die lebhafte Fußgängerzone bis hinunter zum Strand. Das Meer zeigt sich heute von seiner kraftvollen Seite, Baden ist verboten – aber die Surfer lassen sich davon nicht beeindrucken und liefern eine kleine Show direkt vor unseren Augen.

Der Nachmittag gehört ganz der individuellen Urlaubskunst. Einige erklimmen den Sydney Tower und genießen den Blick von oben, andere machen es sich in Restaurants mit Blick auf die Bucht gemütlich. Am Abend wird es dann kulturell: Ein Teil der Gruppe taucht bei Madame Butterfly in der Oper tief in die Musik ein, während der überwiegende Teil Richtung Darling Harbour spaziert.

Dort wartet ein echtes Highlight: die Clearview. An Bord genießen wir ein opulentes Seafood-Menü, begleitet von Sekt und ausgewählten Weinen. Immer wieder springt jemand auf – Kamera gezückt – denn die abendliche Hafenrundfahrt liefert eine Traumkulisse nach der anderen. Sydney bei Nacht weiß einfach, wie man Eindruck macht.

Mit einem feinen Dessert und einem süßen Drink klingt dieser rundum genussvolle Tag aus. Fazit: Viel Freiheit, wenig Plan, maximaler Spaß. So fühlt sich Urlaub an.

Samstag, 17. Januar – Leinen los in Sydney

Der Tag beginnt entspannt: ausschlafen, Koffer schließen, letzte Souvenirs hineinquetschen und beim Genießerfrühstück noch einmal alles mitnehmen, was geht. Danach bekommen die Koffer ihre schicken Namensschilder – spätestens jetzt liegt Kreuzfahrtstimmung in der Luft.

Mit dem Bus geht es zum White Bay Cruise Terminal. Dort wartet sie bereits: die Norwegian Spirit, noch sonnenbeschienen, geschniegelt wie für ein Fotoshooting. Kaum startet der Check-in im Terminal, kippt das Wetter um und der Regen setzt ein – perfektes Timing, wie wir später feststellen werden.

Der Check-in selbst läuft erstaunlich flott. Kaum an Bord, gibt es den ersten Snack, und fast schon unheimlich schnell sind die Kabinen bezugsfertig. Die Koffer folgen kurz darauf – besser kann ein Start kaum laufen. Zeit für den ersten Drink, diesmal mit Regenschutz, und natürlich für jede Menge Fotos. Der Blick auf Darling Harbour und die Skyline ist einfach zu schön, um ihn nur einmal festzuhalten.

Am frühen Abend heißt es dann: Leinen los! Rückwärts gleitet die Norwegian Spirit in den Darling Harbour, dreht elegant – und dann kommt der große Moment. Zentimeterarbeit unter der Harbour Bridge, der Schornstein scheinbar zum Greifen nah, die Oper im Blickfeld. Langsam verabschiedet sich Sydney, wird kleiner – der Moment bleibt groß.

Kaum haben wir die schützende Hafenbucht verlassen, schaltet der Ozean in den Abenteuermodus. Die See wird rau, sehr rau – willkommen auf hoher See.

Am Abend trifft sich die Gruppe zum ersten gemeinsamen Dinner im eleganten Windows Dining Room. Das Drei-Gänge-Menü ist köstlich, doch die wahre Show liefert der Seegang: Tabletts rutschen, Gläser klirren, und die Crew beweist beeindruckende Balancekünste. Unterhaltung inklusive.

Für manche folgt noch ein letzter Drink – für andere direkt der Weg in die Koje. Die Nacht verspricht Rodeo-Charakter. Hinter uns ein großartiger Start, vor uns die Weiten des Pazifiks. Kreuzfahrt, wir sind bereit.

Sonntag, 18. Januar – Seetag mit Sonnenbrand–Garantie

Der Tag beginnt gemächlich – sehr gemächlich. Spätes Frühstück für alle, die die Nacht erfolgreich überstanden haben und deren Gleichgewichtssinn sich inzwischen wieder eingependelt hat. Das Schiff schaukelt noch sanft nach, eine freundliche Erinnerung daran, dass wir uns mitten auf dem Ozean befinden.

Ab Mittag klart der Himmel auf, als hätte jemand den Wetterschalter umgelegt. Die Pools werden gefüllt, die Sonnenliegen an Deck gebracht – und plötzlich ist Hochbetrieb angesagt. Grillduft liegt in der Luft, Burger brutzeln, und die Sonne meint es fast zu gut. Sonnenbrand inklusive, bei einigen sogar schon nach „nur fünf Minuten“.

Zur Abkühlung hilft ein Drink, gerne auch zwei. Wer es ruhiger mag, lauscht dem Pianisten in der Lobby oder genießt ein Glas Wein mit Live-Musik in der Lounge. Für Abwechslung ist gesorgt: lesen, dösen, people watching oder doch ein bisschen Sport – erstaunlich viele fühlen sich dazu berufen.

Am Abend darf wieder geschlemmt werden. Die Auswahl in den Restaurants ist riesig, die Entscheidungen fallen schwer, der Genuss dafür umso größer. Danach geht es ins Theater: Tina Turner steht auf dem Programm – na gut, zumindest ein sehr überzeugendes Gesangsdouble, das die Bühne ordentlich zum Beben bringt.

Mit einem Gute-Nacht-Drink klingt der Tag aus. Die See ist ruhiger, die Betten schaukeln nur noch sanft. Und irgendwo zwischen Traum und Horizont heißt es bereits: Melbourne, wir kommen.

Montag, 19. Januar – Melbourne entdecken, staunen und genießen

Pünktlich legt die Spirit am Station Pier in Melbourne an. Die Sonne strahlt, es ist angenehm warm – Australien zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Doch bevor wir die Stadt erobern, gilt die wichtigste Regel des Tages: erst frühstücken, dann entdecken.

Gestärkt starten wir zur Stadtrundfahrt und lernen Melbourne aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln kennen. Durch die Innenstadt geht es über den Yarra River bis hinauf zum Skydeck, der höchsten Aussichtsplattform der Stadt. Der Blick ist schlichtweg großartig: Stadtviertel, Ozean, unser Schiff – alles auf einen Schlag. Perfekt für Fotos… und theoretisch auch für einen Drink. Praktisch leider noch etwas zu früh, denn wir sind vor der offiziellen Öffnungszeit da. Dafür gibt es exklusives Sightseeing: Von oben beobachten wir das bunte Treiben rund um die Australian Open an der Rod Laver Arena – Sportevent inklusive.

Weiter geht es in den Botanischen Garten. Inzwischen meint es die Sonne richtig ernst, doch genau das verleiht der üppigen Pflanzenwelt eine besondere Magie. Es wird fotografiert, gestaunt und gelegentlich der Schatten gesucht. Vom Shrine of Remembrance eröffnet sich ein weiterer schöner Blick über Melbourne, bevor wir auch die Kathedrale und das Familienhaus von James Cook besuchen – ein kleiner Sprung in die Geschichte darf schließlich nicht fehlen.

Am Ende findet jeder seinen eigenen Rhythmus: Manche erkunden Melbourne weiter auf eigene Faust, andere bleiben beim organisierten Programm. Am Nachmittag zieht es uns alle wieder zurück zur Spirit. Beim Auslaufen genießen wir einen Drink auf dem sonnigen Deck, während die Skyline langsam kleiner wird – ein würdiger Abschied von einer faszinierenden Stadt.

Abends wartet das Dinner an Bord, ganz entspannt und lecker. Ein letzter Absacker, ein Blick aufs ruhige Meer – und dann fällt man zufrieden ins Bett. Melbourne hat geliefert, und die Reise geht stilvoll weiter.

Dienstag, 20. Januar 2026 – Seetag deluxe: Nichts tun auf höchstem Niveau

Ein Seetag wie gemalt – und vor allem wie bestellt. Keine Termine, kein Wecker, kein Stress. Der Tag beginnt mit einem späten Frühstück, bei dem man sich ganz in Ruhe überlegen kann, ob man zuerst Kaffee oder doch gleich noch ein Croissant nimmt. Entscheidungen auf See wollen schließlich gut überlegt sein.

Danach zerstreut sich die Gruppe über das Schiff wie von selbst. Die einen genießen die frische Brise auf dem Balkon, die anderen jagen der Sonne rund um den Pool hinterher. Manche lassen sich bei spannenden Vorträgen berieseln, andere testen ausgiebig das Shoppingangebot an Bord oder finden ihren festen Stammplatz an einer der Bars – rein zufällig natürlich.

Die Sonne spielt heute Verstecken: mal da, mal weg, aber immer freundlich genug, um Urlaubsstimmung zu verbreiten. Am Nachmittag gehört ein Stück Kuchen quasi zum Pflichtprogramm, dazu ein gutes Buch und der Blick aufs endlose Meer. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein.

So entspannt gleitet der Tag in den Abend. Beim Dinner lässt sich jeder das schmecken, worauf er gerade Lust hat, bevor es weiter zu einer der musikalischen Darbietungen an Bord geht. Die Spirit liefert Unterhaltung für jeden Geschmack – und das in erstaunlich guter Qualität. Ein gemütlicher Absacker rundet den Abend ab, dann heißt es wieder: Schiff schaukelt, Gedanken ruhen, Seetag perfekt genutzt.

Ein weiterer Beweis dafür, dass Nichtstun manchmal die schönste Beschäftigung ist.

Mittwoch, 21. Januar 2026 – Seetag Nummer zwei: Wellen, Wackeln und Vorfreude

Die Norwegian Spirit zeigt heute wahre Seemannschaft und kämpft sich tapfer durch die aufgewühlte See. Der Himmel ist sich noch nicht ganz einig: mal Sonne, mal Grau, dazwischen immer wieder freundliche Lichtblicke. Viele zieht es ans Heck, wo man das Schauspiel der hohen Wellen bestens beobachten kann – Respekt vor der Natur inklusive.

Die Pools bleiben vorsorglich geschlossen. Das Restwasser hätte sich bei jeder größeren Welle ohnehin großzügig über das Deck verteilt – kostenlose Duschen gibt es heute also nicht. Sicherheit geht vor, Humor hilft.

Die Zeit an Bord vergeht trotzdem wie im Flug. Es wird gelesen, Karten gezückt, getanzt, trainiert oder einfach nur aufs Meer geschaut. Zwischendurch steht noch eine kleine Lehrstunde zur Einreise-Deklaration für Neuseeland auf dem Programm. Mit vereinten Kräften, schnellem Internet an der Rezeption und einer Portion Geduld schaffen es am Ende dann auch wirklich alle.

Zum Abendessen zeigt sich die Natur dann von ihrer versöhnlichen Seite. Ein farbenfroher Himmel begleitet das genussvolle Mahl – schöner kann ein Seetag kaum enden. Danach verteilen sich die Gäste ins Theater, an die Bars oder in die gemütliche Spinnaker Lounge. Diese Reisegruppe lässt sich selbst von kräftigem Aufsetzen des Schiffs auf die Wellen nicht aus der Ruhe bringen.

Es folgt eine weitere Nacht im sanft – oder auch weniger sanft – schaukeligen Bett. Doch inzwischen hat sich Routine eingestellt: Handtücher gegen klappernde Schranktüren, Gelassenheit im Kopf und große Vorfreude im Herzen. Denn morgen wartet das Highlight der Reise: die Fjorde Neuseelands.

Donnerstag, 22. Januar 2026 – Fjordlandkino in Endlosschleife

Früh aufstehen lohnt sich – zumindest heute ganz besonders. Der Wecker klingelt zum Sonnenaufgang, denn die Einfahrt in den Milford Sound will niemand verschlafen. Draußen ist es frisch, aber mit jeder Minute verdrängt die Sonne ein paar Wolken mehr. Warm eingepackt stehen wir an Deck, Kameras im Anschlag – und dann geht es los: Fjordlandschaft in Perfektion.

Links, rechts, vorne, hinten – überall Fotomotive. Schneebedeckte Gipfel, steile Felswände, spiegelglattes Wasser. Die Norwegian Spirit gleitet langsam bis ans Ende des Sounds, dreht dort elegant und während wir beim Frühstück sitzen, zieht draußen dieses Naturkino gemächlich wieder vorbei. Dazu eine heiße Schokolade an Deck serviert – mehr geht wirklich nicht.

Auf dem Weg zum nächsten Fjord herrscht Sonnenpause. Das Deck füllt sich schnell, es wird geluncht, gebräunt oder einfach nur geschaut. Dann heißt es wieder: Kamera bereit – Einfahrt in den Thompson Sound. Ein bisschen Norwegen, nur grüner. Ein bisschen Schweiz, nur weiter. Am späten Vormittag ist es angenehm warm, und wirklich jeder ist an Deck. Die Norwegian Spirit fährt wie auf Bestellung durch eine Postkartenlandschaft, während unzählige Fotos entstehen – vermutlich reicht der Speicherplatz bald nicht mehr.

Der Fjord öffnet sich erneut, jetzt sind wir im Doubtful Sound. Wasserfälle stürzen von den Felswänden direkt ins Meer, als hätten sie nur auf uns gewartet. Und kaum hat man sich sattgesehen, folgt schon der nächste Höhepunkt: Dusky Sound. Sonne, Eis in der Hand oder ein Drink am Geländer – Fjordgenuss auf höchstem Niveau.

Norwegen, Schweiz, Neuseeland – dieser Tag ist ein landschaftlicher Best-of-Mix der Extraklasse.

Am Abend trifft sich die Gruppe im Cagney’s Steakhouse. Saftige Steaks, gute Gespräche und zufriedene Gesichter machen diesen Tag auch kulinarisch perfekt. Draußen versinkt die Sonne langsam im Meer, drinnen wartet später noch ein musikalischer Weltstar im Theater – zumindest gefühlt.

Ein Tag, der zeigt: Manche Erlebnisse brauchen keinen Ausflug, nur ein Schiff, gutes Wetter und offene Augen.

Freitag, 23. Januar 2026 – Dunedin: Albatrosse, Bier und eine sehr steile Straße

Nach dem Frühstück ist es so weit: Zum ersten Mal setzen wir Fuß auf neuseeländischen Boden. Und wie könnte es anders sein – es wird sofort wieder deutsch. Anja, unsere sympathische örtliche Reiseleiterin, empfängt uns im Hafen von Port Chalmers mit einem herzlichen Lächeln. Einsteigen, losfahren, wohlfühlen.

Die Busfahrt führt entlang der idyllischen Bucht hinein nach Dunedin, hübsch eingebettet zwischen grünen Hügeln und Wasserläufen. Quer durch die Stadt geht es vorbei am imposanten Rugby-Stadion, dann auf die andere Seite der Bucht bis zum Taiaroa Head. Hier wartet ein echtes Highlight: das Royal Albatross Centre.

Majestätische Vögel mit bis zu 3,5 Metern Spannweite, die bis zu 75 Jahre alt werden und sich nur alle zwei Jahre ein einziges Ei leisten – kein Wunder, bei dem Appetit der Jungtiere. Einige der Albatrosse zeigen sich live, gleiten dicht an den Fenstern vorbei und lassen sogar einen Start beobachten. Dazu gesellen sich unzählige Rotstirnmöwen, die hier in großen Kolonien brüten. Am Aussichtspunkt liefern sich die Wellen unten an den Felsen ein beeindruckendes Schauspiel.

Zurück geht es entlang der Bucht durch Dunedin und weiter hinaus zur Pazifikseite. Am Saint Clair Beach treffen wir auf breite Strände, frische Brise und wagemutige Surfer. Danach steuern wir das Stadtzentrum an – das Oktagon. Zeit für eine Mittagspause: ob Lunch, Spaziergang oder – sehr beliebt – ein Bier-Tasting mit passendem Essen in der lokalen Brauerei. Dunedin weiß einfach, was Reisende glücklich macht.

Das Stadtbild begeistert mit historischen Gebäuden, Kirchen und dem prachtvollen alten Bahnhof. Nur wenige Züge fahren hier noch, doch mit seinen rund 750.000 Mosaikfliesen ist das Gebäude ein echtes Kunstwerk. Weiter geht es über das Universitätsgelände – alte Gemäuer, viel Grün, fast ein bisschen Oxford oder Cambridge auf neuseeländisch.

Zum Abschluss wartet ein weiterer Rekord: die Baldwin Street. Mit satten 35 Prozent Steigung offiziell die steilste Straße der Welt. Fotos können kaum zeigen, wie extrem das wirklich ist. Spätestens hier wird klar, warum man in Dunedin lieber bergab als bergauf wohnt.

Zurück in Port Chalmers heißt es Abschied nehmen. Die Norwegian Spirit verlässt den Hafen in eleganten S-Kurven, während über uns erneut die riesigen Albatrosse kreisen – ein würdiger Abschluss dieses Tages.

Ein schmackhaftes Dinner, eine gelungene Show und ein guter Drink an Bord runden diesen herrlichen Ausflug perfekt ab. Dunedin – du hast Eindruck hinterlassen.

Samstag, 24. Januar 2026 – Christchurch und ein Tag voller Wendungen

Nach dem Frühstück soll es eigentlich soweit sein: Lyttelton ruft, Christchurch wartet, die Vorfreude auf den Ausflug ist groß. Doch Neuseeland hat offenbar andere Pläne. Schon die Wetterprognose klingt wenig einladend – und leider behalten Wind und Wellen recht. Der Lotse wirft einen Blick auf die Bedingungen, schüttelt innerlich den Kopf und verweigert kurzerhand die Einfahrt in den Hafen. Ergebnis: kein Anlegen, kein Landausflug – dafür ein ungeplanter, zusätzlicher Seetag.

Die Norwegian Spirit dümpelt bei mittelschwerer See vor der Küste, und so wird improvisiert. Einige starten mit einem zweiten Frühstück (man will ja vorbereitet sein), andere verteilen sich über das Schiff und stürzen sich in das Bordprogramm. Wenn das Land nicht zu uns kommt, machen wir es uns eben auf See gemütlich.

Gegen Mittag zeigt sich zumindest das Wetter gnädiger. Die Wolken reißen auf, und an Backbord tauchen sie plötzlich auf: die neuseeländischen Südalpen. Majestätisch, schneebedeckt, scheinbar endlos gleiten sie an uns vorbei. Alle Kameras sind im Dauereinsatz, und plötzlich ist klar: Auch Plan B kann ziemlich spektakulär sein.

Der Nachmittag vergeht mit Tanzen, Gymnastik, Kartenspielen oder sportlichen Höchstleistungen – je nach persönlicher Definition. Währenddessen verändert sich die Landschaft kaum, denn wir gleiten weiterhin entspannt entlang der Küste. Schließlich zieht die Spirit ihre Schleifen durch die Cook Strait, dieses berüchtigte Seegebiet, das heute erstaunlich zahm bleibt. Keine Dramatik, nur sanfte Wellen, schaukelnde Albatrosse und viel Zeit zum Staunen.

Am Abend rundet ein gutes Dinner den Tag ab. Dazu eine der Live-Aufführungen an Bord – und für manche noch ein oder zwei gute Whiskeys, um den ungeplanten Seetag gebührend zu verabschieden. Fazit: anders als gedacht, aber keineswegs schlechter.

Morgen dann – so hoffen wir – endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Und wenn nicht? Dann wissen wir inzwischen: Auch das Meer kann ziemlich gut unterhalten.

Sonntag, 25. Januar 2026 – Hauptstadterlebnisse in Wellington

In der Nacht nehmen wir sie endgültig in Angriff: die berühmte, berüchtigte und launische Cook Strait. Doch diesmal zeigt sie sich erstaunlich gut gelaunt – kein Rodeo, kein Seegang, nur sanftes Schaukeln. Fast enttäuschend für alle, die sich inzwischen an das maritime Abenteuer gewöhnt haben.

Am Morgen liegen wir dann sogar überpünktlich in Wellington. Die Hauptstadt Neuseelands empfängt uns freundlich und organisiert – fast schon verdächtig. Nach dem Gruppentreffen im Theater geht es mit dem Bus Richtung Te Papa Tongarewa Museum. Unser Fahrer und Guide nutzt den verkehrsarmen Sonntag perfekt aus, sodass wir sehr früh ankommen. Vorteil: Zeit. Und die nutzen wir.

Als deutsche Gruppe gönnen wir uns einen eigenen Guide – und tauchen tief ein in Kultur, Natur, Kunst und Geschichte Neuseelands. Die Dimensionen des Museums sind beeindruckend, die Inhalte ebenso. Nach reichlich Input folgt ein traditioneller kleiner Lunch-Snack. Und weil wir in Wellington sind, darf die Nachspeise natürlich glänzen – teilweise sogar vergoldet. Kultur kann eben auch kulinarisch funkeln.

Gestärkt (und leicht glamourös) geht es weiter zum Souvenirshopping. Irgendwo zwischen Postkarten, Kiwis und Mitbringseln mit sehr viel „New Zealand“ drauf findet jeder etwas – spätestens beim dritten Rundgang.

Dann startet die Stadtrundfahrt. Durch die Vororte mit Blick aufs Wasser, vorbei an Häusern, die mit privaten Aufzügen direkt von der Küste hinauf zur Villa ausgestattet sind. Man lernt: Höhenmeter lassen sich auch sehr komfortabel überwinden.

Es folgt die Auffahrt auf den Mount Victoria – und als hätten wir es bestellt, reißt der Himmel auf. Die Wolken verschwinden, und vor uns liegt Wellington in seiner ganzen Schönheit: Stadt, Flughafen, Yachthäfen, türkis schimmernder Pazifik und die Skyline rund um die Bucht. Kameras klicken, Münder stehen offen – und niemand hat es eilig weiterzufahren.

Im Regierungsviertel legen wir Fotostopps ein: Regierungssitz, Botschaften aus aller Welt, darunter auch exotischere Vertreter wie die Fidschi-Inseln. Internationale Atmosphäre inklusive.

Der letzte Halt führt uns zur alten Holzkirche St. Paul. Von außen schlicht, von innen voller Wärme, Charme und Geschichte – und für viele deutlich eindrucksvoller als der moderne Neubau daneben. Ein stiller, schöner Abschluss unseres Landprogramms.

Zurück geht es per Shuttle oder individuell zum Schiff. Am Abend trifft man sich beim Dinner, im Theater oder an einer der Bars mit Livemusik. Ein, zwei Drinks, entspannte Gespräche – und schließlich ruft die Kabine zur guten Nacht.

Ein Tag voller Eindrücke, Ausblicke und kleiner Glanzmomente. Wellington, du hast geliefert.

Montag, 26. Januar 2026 – Art–Déco–Juwel am Pazifik

Früh ist heute relativ. Sehr früh trifft es besser. Noch vor sieben Uhr läuft die Norwegian Spirit in Napier ein – draußen bereits heller Morgen, drinnen noch leicht verschlafene Gesichter. Elegant und erstaunlich präzise manövriert das Schiff rückwärts wie ein überdimensionierter Linienbus in seine Parklücke. Respekt, Kapitän!

Kaum festgemacht, geht es für unsere Gruppe auch schon los zur Erkundung dieses ganz besonderen Ortes. Napier ist ein echtes Art-Déco-Juwel – komplett neu aufgebaut nach dem verheerenden Erdbeben von 1931. Heute zeigt sich die Stadt mit ihren Wohn- und Geschäftshäusern im Stil der 1930er-Jahre: pastellige Farben, geschwungene Linien und ganz viel Charme. Man erwartet fast, dass gleich jemand mit Fedora und Charleston-Schritten um die Ecke biegt.

Unsere Rundfahrt führt uns durch die Stadt und weiter hinaus zu den Einfamilienhäusern entlang der Hawke’s Bay, an deren Ufer auch die Spirit friedlich vor sich hinliegt. Im Museum tauchen wir in die Māori-Kultur ein – und besonders erfreulich: Unser Driver-Guide spricht heute klar, deutlich und in vollständigen Sätzen. Die Erleichterung im Bus ist spürbar. So erfahren wir Spannendes über Napier, seine Geschichte und sogar darüber, dass sich hier einst deutsche Siedler niedergelassen haben. Man ist eben überall.

Am Strand, eingebettet zwischen den langen, grauen Küstenstreifen der Bay, liegt das Aquarium. Neben Fischen und Reptilien begegnen wir hier auch dem nationalen Star Neuseelands: dem Kiwi. Klein, flauschig, nachtaktiv – und definitiv fotogen, auch wenn er das nicht weiß.

Nach viel Kunst, Geschichte und maritimer Atmosphäre verabschieden wir uns von diesem hübschen Städtchen. Die Region ist übrigens nicht nur für erstklassige Weine bekannt, sondern auch für Holzexport – was man nicht übersehen kann. Holz. Überall.

Schon am frühen Nachmittag heißt es wieder: Leinen los. Wir verlassen die Bucht und nehmen Kurs auf Tauranga. Kaum draußen, werden wir von den berühmten Tölpeln begleitet, die elegant um das Schiff kreisen. Ihre größte Brutkolonie liegt am Cape Kidnappers, das – der Legende nach – von Kapitän Cook seinen Namen erhielt. Die Sonne meint es heute besonders gut mit uns, und so genießen viele das warme Wetter an Deck oder gönnen sich ein erfrischendes Bad im Pool.

Der Nachmittag vergeht erstaunlich schnell, und schon ruft das Dinner. Viele zieht es in die Spezialitätenrestaurants, etwa ins Bistro – wer nicht französisch speist, probiert sich durch andere internationale Köstlichkeiten. Kulinarische Weltreise inklusive.

Trotz des frühen Aufstehens darf ein Drink an der Bar natürlich nicht fehlen – heute eben etwas früher als sonst. Vielleicht noch ein kleiner Schokosnack dazu, dann wird die Vernunft siegreich. Licht aus in den Kabinen.

Ein weiterer Tag voller Eindrücke, Charme und ein bisschen Art-Déco-Zauber geht zu Ende.

Dienstag, 27. Januar 2026 – Geysire, Māori & ein Hauch Mittelerde

Heute heißt es: Neuseeland im Schnelldurchlauf – zumindest für die meisten. Der Großteil der Gruppe macht sich auf den Weg nach Rotorua, während sich die Filmfans auf eine ganz eigene Mission begeben: Hobbiton ruft! Begeisterung garantiert, Selfies inklusive – man munkelt, dass einige immer noch auf Gandalf warten.

Die Rotorua-Fraktion startet mit dem Bus entlang der Strandpromenade von Tauranga und durch die edlen Wohngebiete der Stadt. Unser Guide John übernimmt das Mikrofon und liefert fachkundig und charmant gleich die passende Landschaftsinterpretation: erst Kiwi-Plantagen, dann dichte Wälder, schließlich eine malerische Seenlandschaft. Neuseeland zeigt sich heute in Bestform.

Unser Ziel: **Te Puia**, das Kulturzentrum der Māori. Schon beim Betreten heißt es: leise sein! Es wird dunkel, denn wir beginnen mit den nachtaktiven Stars des Landes – den Kiwis. Und tatsächlich: drei Stück lassen sich blicken. Deutlich größer als erwartet, erstaunlich flink und eindeutig wach. Nach spannenden Infos zum Schutzprogramm geht es wieder ans Tageslicht – und zack: Schwefel in der Nase, Dampf in der Luft, brodelnde Erde unter den Füßen.

Überall zischt, blubbert und rumort es, und plötzlich schießen die ersten Geysirfontänen aus dem Boden – mal hier, mal dort, ganz nach Laune der Natur. Unterhalb schimmert ein tiefblauer Badesee, während uns eine kleine Bahn gemütlich hinüber ins Māori-Dorf bringt.

Dort erwartet uns eine eindrucksvolle Vorführung: Gesänge, Tänze, Geschichten über Familie und Tradition – und natürlich der Haka. Kraftvoll, intensiv und garantiert nichts für schwache Nerven. Anschließend gibt es ein köstliches Buffet, traditionell in der Erde gegart – wenn schon heißes Wasser überall aus dem Boden kommt, dann bitte auch sinnvoll genutzt. Eis, Kaffee und der eine oder andere Souvenir-Stopp runden den Besuch ab.

Bevor es zurück nach Tauranga geht, gibt es noch eine kleine Stadtrundfahrt durch Rotorua – selbstverständlich begleitet von weiteren kenntnisreichen Kommentaren unseres inzwischen sehr geschätzten Driver-Guides John.

Am Abend heißt es dann Abschied nehmen. Bei spektakulärem Sonnenuntergang legt die Norwegian Spirit ab. Die Ausfahrt ist eine echte Show, und als wir am Mount Maunganui vorbeigleiten und hinaus in die Bay of Plenty fahren, wird klar: Das ist unsere letzte Etappe. Kurs auf Auckland.

Zum Abschluss genießen wir ein gemeinsames Dinner im Windows Restaurant, danach vielleicht noch ein letzter Absacker oder der Besuch der Final-Show im Theater.

Dann wird es ernst: Koffer vor die Tür, Wecker stellen – und ab ins Bett.
Ein großer Reisetag geht zu Ende.

Mittwoch, 28. Januar 2026 – Auckland: City of Sails & drehende Genüsse

Geschafft! Auckland ist erreicht – und empfängt uns standesgemäß mit traumhaftem Sommerwetter. Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen von der Norwegian Spirit. Als Lime-Gruppe 1 verlassen wir geschniegelt und gestriegelt das Schiff. In der Kofferhalle herrscht zunächst kontrolliertes Chaos, doch erstaunlich schnell ist alles erledigt. Ein neuseeländischer Spürhund prüft unsere Gepäckstücke mit professioneller Gelassenheit – offenbar trauen wir ihm nichts Essbares an, und so dürfen alle Koffer unbehelligt weiterreisen.

Draußen wartet bereits unser wunderbar großer, luxuriöser Bus – Platz, Komfort und beste Sicht inklusive. Die Stadtrundfahrt kann beginnen.

Auckland zeigt sich sofort von seiner Schokoladenseite: Skyline mit Skytower, die imposante Harbour Bridge, viel Grün, elegante Viertel – alles wirkt entspannt und gleichzeitig mondän. Unser erster Halt führt uns auf den Mount Eden, einen erloschenen Vulkan und ganz klar einen der schönsten Aussichtspunkte der Stadt. 360-Grad-Rundblick, Postkartenpanorama und gefühlt tausend Fotos später sind sich alle einig: besser kann ein Auftakt kaum sein.

Nicht minder beeindruckend ist die Orangerie mit ihren prachtvollen Blumen und der üppigen Farnerie – ein kleines Paradies mitten in der Stadt. Wir legen mehrere Stopps ein, genießen die Ausblicke und lassen Auckland ganz gemütlich auf uns wirken. Der Beiname City of Sails ist dabei mehr als gerechtfertigt: Überall Boote, Yachten, Segel – alles glitzert und schaukelt entspannt in der Sonne.

Der strahlende Himmel begleitet uns weiter nach Mission Bay, einem lebendigen Strandabschnitt mit ordentlich Urlaubsflair. Spaziergänger, Sonnenanbeter, Familien, gut gefüllte Cafés und Restaurants – hier pulsiert das Leben. Bei einer entspannten Lunchpause mit Blick aufs Wasser lassen es sich einige kulinarisch gutgehen, andere kühlen zumindest kurz die Füße im Pazifik. Sommer pur.

Anschließend geht es zu unserem Hotel. Nach dem Einchecken in schöne, komfortable Zimmer bleibt Zeit für eigene Erkundungen – oder einfach fürs Durchatmen nach all den Eindrücken.

Doch der Tag ist noch nicht vorbei, denn am Abend wartet das große Finale: nur wenige Schritte weiter, hoch hinauf auf den Skytower. Im Drehrestaurant genießen wir ein exzellentes Dinner – inklusive drei kompletter Umdrehungen über der Stadt. Auckland liegt uns buchstäblich zu Füßen, während Teller und Gläser sich ganz langsam mitdrehen. Ein Erlebnis mit Rundumblick, im wahrsten Sinne.

Ein kleiner Absacker beschließt diesen letzten, großartigen Reisetag, bevor es zurück ins Hotel und ins Bett geht.
Morgen wartet der lange Rückflug – doch heute schlafen wir ein mit Blick auf Lichter, Wasser und Segel.
Ein perfekter Abschluss für eine unvergessliche Reise.

Donnerstag, 29. Januar 2026 – Die lange Rückreise

Ein letzter Morgen in Auckland. Kein Wecker, kein Programm, kein Bus in Sicht – nur ausschlafen, ein gutes Frühstück und ein entspannter Spaziergang durch die Stadt bei strahlend blauem Himmel. Perfektes Abschiedswetter. Auckland macht es uns wirklich nicht leicht, „Goodbye“ zu sagen, und während wir noch einmal durch die Straßen schlendern, sortieren sich im Kopf die vielen Eindrücke dieser Reise.

Überpünktlich – wie sollte es anders sein – steht John mit dem Bus bereit und bringt uns zuverlässig zum Flughafen. Dort begleitet uns Ayla noch bis zum Check-in. Dann kommt er, dieser Moment, der auf keiner Reise fehlt und doch jedes Mal besonders ist: Abschied. Es wird gedrückt, umarmt, gelacht, fast ein bisschen geweint – ein großes Knäuel aus Menschen, Rucksäcken und Emotionen. Diese Gruppe ist in den letzten Wochen wirklich zusammengewachsen, und das spürt man in jeder Umarmung.

Danach bleibt noch Zeit für die letzten Souvenirs – schließlich passt irgendwo immer noch ein Magnet, ein Schal oder ein überdimensionierter Schokoriegel ins Handgepäck. Dann geht es Richtung Gate, und das nächste Abenteuer beginnt: der Flugmarathon.

Die erste Etappe führt uns von Auckland nach Singapur. Gut zehn Stunden Flugzeit, bestens versorgt mit Essen, Getränken und Bordunterhaltung. Schlafen, Filme schauen, dösen, auf den Bildschirm starren – jeder entwickelt seine ganz eigene Langstreckenstrategie. Der Zwischenstopp in Singapur ist kurz, reicht aber für einen tiefen Atemzug asiatischer Luft oder sogar einen Abstecher zum spektakulären Jewel-Wasserfall – einmal staunen, einmal strecken, weiter geht’s.

Dann heißt es umsteigen in die Boeing 777 Richtung Frankfurt. Nach dem Abendessen beginnt die lange Nacht über den Kontinenten – gefühlt endlose 13 Stunden. Zeit zum Schlafen, Träumen, Erinnerungen sortieren oder einfach nur still daliegen und denken: Was für eine Reise.

Australien, Neuseeland, neue Freundschaften, unzählige Eindrücke – alles reist jetzt im Handgepäck mit nach Hause. Und während draußen unter uns die Welt vorbeizieht, ist eines klar: Diese Reise bleibt.

Freitag, 30. Januar 2026 – Angekommen in der weißen Realität nach 20.000 km Heimreise

Frankfurt am frühen Morgen. Nach einer gefühlt endlosen Nacht im Flugzeug setzen wir – überpünktlich – wieder auf deutschem Boden auf. Der Empfang ist… sagen wir: frisch. Statt 25 bis 30 Grad Sommer gibt es einen ordentlichen Temperatursturz und stellenweise sogar weiße Pracht. Willkommen zurück! Die warme Südhalbkugel wirkt in diesem Moment ungefähr so weit weg wie ein schöner Traum, aus dem man gerade geweckt wurde.

Müde, leicht zerknittert, aber erleichtert geht es zur Kofferabholung. Alles ist vertraut – und gleichzeitig seltsam unwirklich nach diesen intensiven Wochen voller Sonne, Meer, Städte, Natur und gemeinsamer Erlebnisse. Rollkoffer klackern über den Boden, Winterjacken werden hektisch aus dem Handgepäck gefischt, und irgendwo fragt sich jeder kurz: War das alles wirklich?

Dann trennen sich die Wege der Gruppe. Einige steigen ins Auto, andere in Züge Richtung Heimat, wieder andere in Anschlussflüge nach Berlin, Wien, Dresden oder Hamburg. Die Reise endet offiziell – aber noch nicht emotional. Nach und nach trudeln die ersten Nachrichten ein: Alle gut angekommen. Müde? Ja. Glücklich? Definitiv. Und im Gepäck: unzählige Erinnerungen, die so schnell nicht verblassen werden.

Jetzt heißt es ankommen, ausruhen, Koffer auspacken – und vor allem Bilder sortieren. Auf den Kameras und im Kopf. Diese Reise war mehr als nur Kilometer sammeln. Sie war voller Begegnungen, Lachen, Staunen und gemeinsamer Momente.

Und während draußen vielleicht Schnee liegt, ist eines sicher: Ein kleines Stück Australien und Neuseeland reist für immer mit.


Diese Reise nach Ozeanien war mehr als nur eine Abfolge von Flügen, Hotels und Etappen – sie war ein gemeinsames Erlebnis voller Staunen, Lachen und unvergesslicher Momente. Australien und Neuseeland haben uns mit ihrer Vielfalt begeistert: grandiose Natur, pulsierende Städte, raue Meere und magische Augenblicke. Doch was diese Reise wirklich besonders gemacht hat, wart ihr – eine großartige, offene, humorvolle und verlässliche Reisegruppe. Danke für eure Neugier, eure Gelassenheit, euren Zusammenhalt und die vielen gemeinsamen Abende, Gespräche und Erlebnisse. Es war mir eine große Freude, euch begleiten zu dürfen. Diese Erinnerungen werden bleiben. Euer Reiseleiter
Marcus


Kommentare zum Reisebericht