Winterliche Wellness– und Yogareise an die Polnische Ostsee
Reisebericht: 21.02. – 28.02.2026
Winter an der Ostsee brachte uns Entschleunigung, Erholung und neue Begegnungen
Ein Reisebericht von
Sabine C. Seifert
21.02.2026 Von Elbflorenz an die Bernsteinküste
Unsere Reise begann noch bei Dunkelheit ganz entspannt und mit stetigem, sanftem Regen, der uns während der gesamten Fahrt von Dresden nach Norden begleitete. Von Dresden aus hieß es „Abfahrt!“ Richtung Polnische Ostsee. Dass uns das graue Regenwetter draußen nicht die Laune verderben konnte, verdankten wir vor allem unserem unschlagbaren Duo am Steuer: Evgeni und Maik. Mit Witz, Charme und einer ordentlichen Portion Gelassenheit manövrierten uns die beiden sicher durch die „saure Zeit“ des Dauerregens, bis endlich die Meeresluft von Kolberg durch die Lüfte wehte.
Angekommen im Hotel, war das Schmuddelwetter schnell vergessen. Wir sind bereit für eine Woche voller Wellness, Yoga und innerer Ruhe. Ein kurzer Gruß an die Ostsee musste trotz der Tropfen von oben sein – der Strand wirkte auch im Regen fast magisch auf uns und wir wunderten uns, wie viele Menschen trotz allem gerade unterwegs waren.
Nachdem wir bei einem spritzigen Glas Sekt in fröhlicher Runde zusammengekommen waren, uns angeregt plaudernd vorgestellt und einander kennengelernt hatten, ließen wir den Anreisetag gebührend ausklingen. Ein exquisites Abendessen verwöhnte unsere Gaumen und vertrieb die letzte Müdigkeit der Busfahrt. Während einige von uns danach bereits in die gemütlichen Betten schlüpften, fand sich ein Teil der Gruppe noch in der Bar wieder, um bei den sanften Klängen eines Klavierkonzerts den ersten Tag an der Ostsee entspannt Revue passieren zu lassen.
Der Grundstein für eine entspannte Woche ist gelegt. Namasté und gute Nacht!
22.02.2026 Zwischen Ostseewind, den kleinen Marians und bewusstem Atmen
Obwohl der Wetterbericht uns auch für heute graue Wolken prophezeite, ließen wir uns die Laune nicht verderben. Der Tag stand ganz im Zeichen der Entdeckungen.
Um einen ersten Überblick zu bekommen, organisierte unsere Reisebegleiterin Sabine am Vormittag eine Stadtrundfahrt mit einem Elektro-Bus. Wir starteten direkt am Hafen, wo die salzige Luft und das Kreischen der Möwen uns begrüßten. Von dort aus ging es zum imposanten Mariendom. Dieser mächtige Backsteinbau mit seinen drei zusammengewachsenen Türmen wirkt fast wie eine Festung und erzählte uns viel über die lange Geschichte Kolbergs.
Am Nachmittag wagte sich der Großteil der Gruppe an die frische Luft. Das Wetter hatte ein Einsehen – der Regen verwandelte sich in ein zartes Nieseln und hörte schließlich ganz auf. Unseren Spaziergang nutzten wir zum gegenseitigen Kennenlernen und führte, ohne das wir es bewusst wahrnahmen direkt am windumtosten Strand entlang zur Seebrücke und weiter zum markanten Leuchtturm.
Unterwegs hielten wir immer wieder inne, um die charmanten „Marians“ zu entdecken. Diese kleinen Bronzemöwen sind die heimlichen Wahrzeichen der Stadt und überall auf den Gehwegen und Mauern verteilt. Sie werden scherzhaft alle „Marian“ genannt – eine männliche Form von Möwe. Ob als cooler Skater, als Rettungsschwimmer mit Fernglas oder als entspannter Tourist mit Kamera: Die Marians brachten uns bei unserer unfreiwilligen kleinen „Möwen-Safari“ entlang der Promenade immer wieder zum Schmunzeln.
Ein besonderes Highlight wartete dann kurz vor der Ankunft im Hotel: Auf den „heißen Tipp“ einer Mitreisenden, die bereits zum dritten Mal hier ist, kehrten wir im Café Venezia ein. Bei dampfender heißer Schokolade, Kaffee und köstlichem Kuchen wärmten wir uns herrlich auf.
Nach einem erneut vorzüglichen Abendessen hieß es dann: „Ab auf die Matte!“ Unsere erste Yogastunde bei Tadeusz stand an. Mit viel Ruhe erklärte er uns den Ursprung und Sinn des Yoga. Schon beim ersten bewussten Ein- und Ausatmen mussten wir kichern – ein kleiner Witz vom Abendessen hallte noch in unseren Köpfen nach. Doch dann kehrte Konzentration ein. Tadeusz führte uns professionell durch die Übungen, und am Ende fühlten wir uns tiefenentspannt und unsere Sinne wunderbar aktiviert.
Einige von uns krönten diesen gelungenen Tag mit einem letzten Gang in die Sauna, um die wohlige Wärme mit in die Träume zu nehmen.
23.02.2026 Entspannung, Meeresbrise und spielerischer Ehrgeiz
Unser dritter Tag in Kolberg startete, wie jeder gute Urlaubstag beginnen sollte: mit einem ausgiebigen Schlemmen am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Gut gestärkt hieß es danach: Rein in die Badesachen und ab ins kühle Nass!
Beim Aquafitness wurde es sportlich. Sobald die Trainerin die Musik aufdrehte, gab es kein Halten mehr. Mit Schwimmnudeln und Hanteln bewaffnet, kämpften wir uns durch die Fluten. Dabei gab es eine ganz besondere Herausforderung: Da das Becken eine durchgehende Wassertiefe hat, mussten unsere kleineren Mitreiserinnen deutlich mehr „Einsatz“ zeigen, um den Kopf über Wasser zu halten – ein Training der Extraklasse!
Nach einer kurzen Erholungspause übernahm wieder Tadeusz. In der heutigen Yogastunde vertieften wir unsere Übungen. Das Schöne dabei: Jede von uns konnte in ihrem eigenen Tempo und nach ihrem Können mitmachen. Zum Glück forderte uns Tadeusz immer wieder auf, einfach mal die Augen schließen! Das hilft nicht nur dabei, bei sich selbst zu bleiben, sondern verhindert auch, dass man sich von den (vielleicht artistischeren) Verrenkungen der Nachbarin ablenken lässt.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Verwöhnung und Bewegung: In der Wellness-Abteilung ließen sich die Ersten bei duftenden Kräutermassagen und luxuriösen Cleopatra-Treatments verwöhnen. Wer Zeit hatte oder es aktiver mochte, schloss sich am Nachmittag Sabines Nordic Walking-Gruppen an: Nach einer kurzen Einweisung ging es mit kraftvollen Schritten den Strand entlang, die frische Ostseeluft immer als belebende Begleiterin um die Nase. Andere wiederum nutzten die freie Zeit ganz individuell für kleine Entdeckungstouren auf eigene Faust.
Nachdem wir uns am Abendbuffet erneut durch die kulinarischen Köstlichkeiten probiert hatten, ließen wir den Tag gesellig an der Bar ausklingen.
Bei hitzigen Partien Rommé und Trinomino wurden nicht nur unsere grauen Zellen, sondern vor allem die Lachmuskeln trainiert.
Besonders beim Addieren der Punkte herrschte ausgelassene Stimmung – wurde da wirklich immer mit chirurgischer Präzision gerechnet, oder fehlte hier und da auf mysteriöse Weise ein Pünktchen zum Auslegen? Während es beim Trinomino deutlich konzentrierter und ruhiger zuging, blieb der Spaßfaktor überall hoch.
Das Fazit des Tages: Ein rundum herrlicher Tag, der in bester Gesellschaft sein perfektes Ende fand.
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien