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Treuekundenreise nach Krakau

Reisebericht: 20.09. – 23.09.2012

Wie jedes Jahr lud Annett zur Reise für zwischendurch ein und die Eberhardt-"Gemeinde" folgte ihr bei Königswetter nach Krakau!

Annett Müller

Ein Reisebericht von
Annett Müller

Wawel – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Wawel-Kathedrale – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Wawelburg – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Wawel - Kathdedrale – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Wawel Gruft - Standhaft, aber nicht in Krakau – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Marienkirche – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Krakau bei Nacht - Marienkirche – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Jüdsches Viertel - Restaurant Ariel – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Jüdisches Viertel – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Wieliczka - unter Tage – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL) Krakau bei Nacht  – © Annett Müller (Eberhardt TRAVEL)

20.09.2012: Anreise nach Krakau

Ausgeschlafen begannen wir unsere Reise in Dresden. In unserem Clubbus mit Chauffeur Dietrich von Kreisel fühlten wir uns gleich wohl. Die Berliner und Potsdamer Gäste wurden pünktlich per Transfers zugebracht. In unserem Clubbus mit Chauffeur Dietrich von Kreisel fühlten wir uns gleich wohl. Auf unserer Fahrt via Bautzen, Görlitz und Breslau begleiteten uns Sonnenschein und gute Laune. Mit kleinen Geschichten und Informationen zur wechselvollen Geschichte Polens, den Städten und Regionen, die wir passierten, verging die Zeit wie im Nu. Unterwegs pausierten wir an sehr sauberen, polnischen Rastplätzen. Alle Gäste wurden vom  "Bordpersonal" aufmerksam bedient und die Würstchen a la Eberhardt, serviert an Senf und Brot mundeten. Gegen 16 Uhr erreichten wir die alte Königsstadt Krakau (Krakow) und da sich unser Hotel "Best Western Krakau Old Town" wie der Name verrät, an der Altstadt befand, konnten wir schon einen ersten Eindruck von der Stadt während der Zufahrt erhalten. Dietrich chauffierte uns sicher durch die engen Straßen. Der Busparkplatz am Hotel war reserviert (wichtig) und so konnten wir ohne Probleme und weite Wege im Hotel einchecken. Vom freundlichen Hotelpersonal war bereits alles bestens vorbereitet. Das 4-Gänge-Menü wurde uns zum Abend im Hotelrestaurant serviert. Anschließend unternahmen wir einen abendlichen Bummel zum Wawelhügel, wo uns der feuerspeihende Krakauer Drache heiss und glühend begrüßte. Unser Rückweg führte uns durch die romantisch beleuchtete Altstadt. Alle freuten sich, am nächsten Tag mehr von dieser wunderschönen Stadt zu erleben.

21.09.2012: Wawelburg und Altstadt – Entdeckungen in Krakau

Nach einem sehr guten Frühstück mit wohlschmeckenden Kaffee begrüßten wir Katarina, die uns an den nächsten beiden Tagen durch und um Krakau mit Witz und Humor charmant als "Expertin" begleitete und durch ihr umfangreiches Wissen begeisterte. Ein kurzer Spaziergang führte uns zum Wawelhügel, wo über der Weichsel das Schloss, umrahmt von wuchtigen Mauern thront. Der Wawelhügel prägt auf faszinierende Weise das Stadtbild. Mehr als 500 Jahre herrschten hier die polnischen Könige, wurden hier gekrönt und beerdigt. Hautnah nahmen wir am spannenden Geschichtsunterricht teil. Wir besichtigten die gotische Kathedrale mit ihrer prunkvollen Innenausstattung und zahlreichen Kapellen. Über dem Eingangsportal hängen die Knochen eines Mammuts an einer Eisenkette. Man sagt, ...solang die Kette hält, werde die Welt nicht untergehen... Und die Kette sieht sehr stabil aus! Im Sigismund-Turm hängt die mächtige Sigismund-Glocke, die die Muskelkraft von 12 Männern bedarf, um sie zum Läuten zu bringen.
Anschließend wandelten wir durch die königlichen Gemächer. In den Sälen und Räumen erblickten wir wundervolle Freskenmalereien, aufwendig gestaltete Holzdecken und wertvolle Wandteppiche, die von polnischen Königen in Brüssel angefertigt und Geschichte in Bildern erzählen. Besonders beeindruckte uns die Kassettendecke im Audienzsaal, die früher 194 "Charakterköpfte" zierten, heute sind nur noch 30 erhalten. Nach dieser ausführlichen Besichtigung verschnauften wir bei herrlichem Sonnenschein ein wenig, bevor wir in die Wawelgruft hinab stiegen, um "August dem Starken" einen Besuch abzustatten. Die Gebeine des Kurfürsten von Sachsen und König von Polen befinden sich in einem schlichten Holzsarg, sehr versteckt in einer Ecke der Gruft, während sein Herz in einer silbernen, innen vergoldeten Kapsel in die Hofkirche nach Dresden kam. Unser August war also hier in Polen weniger beliebt. Daraufhin vergossen wir lachend eine "Coselträne", die Annett in kleinen Fläschen aus Dresden mitbrachte.
Vom Wawel bummelten wir auf dem "Königsweg", vorbei an der Peter- und-Paul-Kirche zur Altstadt. Nach dem ersten Teil unserer Entdeckungen hatten wir uns eine ausgiebige Mittagspause verdient. Die vielen Restaurants, Cafes und Biergärten und die sommerlichen Temparaturen luden uns regelrecht zum Verweilen ein.
Unser Rundgang am Nachmittag führte uns durch die Altstadt. Mit mehr als 100 Kirchen und Klöstern ist Krakau eine Stadt des Klerus, von denen wir nur einige besichtigten. In der Franziskanerkirche beeindruckten uns die wertvollen, bunten Bleiglasfenster, durch die das Sonnenlicht in den Kirchraum schimmerte. Gegenüber befindet sich das Erzbischöfliche Palast, wo der sehr verehrte Papst Johannes Paul II. von einem lebensgroßen Foto aus dem Fenster schaut. Um die Altstadt zieht sich ein grüner, schattiger Parkgürtel. Über ihn gelangten wir zum Universitätsviertel.
Die "Jagiellonen-Universität" ist nach Prag die älteste in Europa. Durch den Jagiellonen-Gang gelangten wir in das Collegium Maius, dem bekanntesten Teil der alten Universität. Der wohl berühmteste Krakauer Student war Kopernikus, der "...die Sonne angehalten und die Erde in Bewegung gesetzt hat...". Aber auch an die Nobelpreisträgerin Marie Sklodowska Curie, deren polnische Herkunft man meist verschweigt, wird hier erinnert. Ein Rosenstock im Garten trägt ihren Namen, obwohl die Curie nicht in Polen studiert hat, das war Frauen damals verboten.
Katarina zeigte uns noch die Annenkirche, die etwas versteckt von den Touristenpfaden liegt, aber deren Besuch sich lohnt. Helle, wunderschöne Deckenfresken und Wandmalereien zieren den Kirchenraum. Als Höhepunkt unseres Rundganges gelangten wir über eine der 12 Gassen zum Krakauer Marktplatz, der nicht nur einer der schönsten, sondern auch einer der größten in Europa ist. In der Mitte erstrahlen die renovierten Tuchhallen, umrahmt von vielen, schönen Bürgerhäusern. Daneben steht der ehemalige Rathausturm und die winzige Adalbertkirche. Ein beliebter Treffpunkt ist das Denkmal des Nationaldichters Mickiewicz vor den Tuchhallen. Doch von allen wird die doppeltürmige Marienkirche überstrahlt, die wir zum Abschluss besichtigten. Der Hochaltar von Veit Stoss ist das Prunkstück im Inneren. Der Nürnberger schnitzte 12 Jahre an diesem Meisterwerk. Lebensgroße Figuren schmücken den 11 m hohen und 12 m breiten Altar. Doch es gibt noch eine Attraktion in der Marienkirche. Zu jeder vollen Stunde ertönt vom Turm ein Trompetenspiel, dass schon nach wenigen Tönen verstummt. Warum das so ist, erfahren Sie vom Turmbläser, der Sie in schwindelerregender Höhe erwartet, nur 237 Stufen trennen Sie von diesem Besuch.
Am Nachmittag hatten wir freie Zeit zum Bummeln und Schauen. Bei herrlichsten Sonnenschein genossen Kaffee, Kuchen und andere Leckereien in einem Biergärten oder Cafes rund um den Rynek und schauten dem bunten Treiben entspannt zu.
Zu Abend hatten wir Plätze im bekannten Restaurant "Hawelka" am Rynek reserviert,wo wir den erlebnisreichen Tag ausklingen liessen.

22.09.2012: Jüdisches Viertel – Salzbergwerk Wieliczka

Auch heute hatten wir uns mit Katarina verabredet, die mit uns ins jüdische Viertel Kazimierz fuhr. Heute war Sabbat, also Ruhetag und so begannen wir den Tag geruhsam mit dem Besuch der Alten Synagoge, die heute Museum ist und zu den wertvollsten in Europa zählt. Bei der Besichtigung erfuhren wir viel Wissenswertes über das Judentum. Katarina erzählte uns Geschichten über jiddische Traditionen und deren Lebenweise, die uns zum Teil befremdeten und gleichzeitig zum Schmunzeln brachten. Nachdenklich und still wurde es, als wir mehr über das Schicksal der Krakauer Juden in der jüngsten Vergangenheit erfuhren. In Kazimierz drehte Spielberg den Film "Schindlers Liste". Unser Rundgang führte uns an dessen Originalschauplätze. Heute ist die jüdische Gemeinde Krakaus verschwindend klein. Dennoch zeugen viele größere und kleinere Synagogen von einem regen religiösen Leben, besonders großen Anteil haben die Juden aus dem Ausland, die Kazimierz regelmäßig besuchen. Bei Nieselregen verabschiedeten wir uns zunächst von Kazimierz und von einem Reisegast, der unplanmäßig nicht sofort zur Gruppe fand.
Mit dem Bus fahren wir ins 15 km entfernte Wieliczka. Über 800 Jahre wird in diesem Salzberkwerk "weißes Gold" gefördert, es zählt ebenso zu den Touristenmagneten Krakaus. Bürokratisch steif erfolgte der Einlass, der nur in Gruppen bis max. 35 Personen und mit Bergwerksführer gewährt wird. Über bequeme, aber dennoch viele Holztreppen stiegen wir auf ca. 130 m hinab, um dann das mehrstöckige Labyrinth von Stollen und Sälen zu erkunden. Eine andere Welt, eine Welt aus Salz breitete sich vor uns aus. Aus Salz geformte fantasievolle Skulpturen, Altäre und kleine Kapellen, Kristallgrotten und Salzseen bewunderten wir ebenso wie die Darstellungen und Details, die uns anschaulich das damalige Leben unter Tage zeigten. Höhepunkt der Besichtigung ist die Kapelle der Heiligen Kinga, die in glitzerndes Steinsalz gehauen wurde. Heute finden in dieser einzigartigen Kulisse neben Gottesdiensten, Hochzeiten auch zahlreiche Konzerte statt. Im Restaurant unter Tage stärkten wir uns für den "Aufstieg". Mit doppelstöckigen Aufzügen gelangten wir schnell und eng kuschelnd wieder ans Tageslicht. Danach ging es vollzählig nach Krakau zurück, wo wir den sonnigen Nachmittag für individuelle Entdeckungen nutzten.
Am Abend fuhren wir erneut ins jüdische Viertel. Am Abend ist Kazimierz beliebter Treffpunkt für Touristen und Krakauer. Im jüdsichen Restaurant "Ariel" wurden wir bereits in der guten Stube des Hauses erwartet, wo uns ein schmackhaftes "koscheres" Menü serviert wurde: jiddische Knödel gefüllt mit Käse, Zwiebeln und Kartoffeln sowie Knoblauchsosse; Truthahnfilet in Mandel-Rosinen-Sosse und als Dessert der schokohaltige "Ariel-Kuchen" - lecker, lecker!!!! Traditionell wurden wir mit ausgezeichneter Klezmer-Musik (live) unterhalten. Die gemütliche, gesellige Atmosphäre, koscherer Wein und die melancholische Klezmer-Musik liessen den Abend etwas länger wären. Die Heimfahrt gestaltete sich recht lustig. In kleinen Elektrowägelchen tuckelten wir durch das nächtliche Krakau zu unserem Hotel.

23.09.2012: Auf Wiedersehen Krakau – Heimreise

Nach einem wiederum guten Frühstück, nur der Kaffee dauerte etwas länger (die 2. Maschine hatte zum Sonntag keine Lust auf au lait, espresso und cappuccino), sagten wir Tschüss.
Nach einem Geburtstagsständchen für Dietrich, unserem netten Bus-Chauffeur begannen wir unsere Heimreise. Eine sonnige Reise mit tollen Erlebnissen im Gepäck und guter Laune an Bord rollten wir über die Autobahn. Für Unterhaltung, Entspannung und Bewirtung sorgte wie immer Annett in Teamarbeit mit Dietrich. Lustige Geschichten, kleine Filme und gute Laune liessen keine Langeweile aufkommen. Natürlich wurde auch wieder demokratisch über die gemeinsame Reise im nächsten Jahr abgestimmt - The winner: DANZIG. Pünktlich erreichten wir Dresden, wo die Transfers  unsere Berliner und Potsdamer Gäste bereits erwartetet.


Schlusswort

Ich bedanke mich sehr, dass Sie meine Gäste waren und hoffe, Sie haben die Reise genossen, Neues und Altes (wieder) entdeckt und sich wohl gefühlt. Bleiben Sie gesund und reiselustig! Bis spätestens nächstes Jahr in Danzig* sage ich nun Tschüssi - Eure Annett
*Danzig: 5. - 8. September 2013 - Genaue Infos später persönlich per Post/E-Mail oder Telefon.


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