Flusskreuzfahrt auf dem Douro mit A–ROSA ALVA 25.05. – 03.06.2026
Reisebericht: 25.05. – 03.06.2026
An Bord auf dem Douro begegnen wir der Geschichte Portugals u. fahren durch das Douro-Tal - der ältesten geschützten Weinbauregion der Welt -UNESCO-Weltkulturerbe
Ein Reisebericht von
Prof. Dr. Ute Solf
Ankommen in Portugal –Lissabon
In Frankfurt treffen alle 16 Reisegäste zusammen, die aus Dresden, Leipzig u. Berlin zum Umstieg in den Lufthansaflug nach Lissabon gekommen sind. Dies wird ein besonderer Flug sein: Wir fliegen anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Lufthansa" mit einem Airbus mit Sonderlackierung aus den 60 er Jahren: ein blauer Rumpf mit einem großen weißen Kranich. Sechs Flugzeuge fliegen in dieser Sonderflotte. Die Maschine bekommen wir in Miniatur als Souvenir mit nach Hause. Außerdem ist das Hessische Fernsehen mit an Bord u. dreht mit der Crew. So haben wir das 1. Highlight auf dieser Reise.
In Lissabon erwartet uns unsere örtliche Reiseleiterin, Susana. Sie geleitet uns zum Hotel u. vermittelt einige Orientierungspunkte rund um unser Hotel an der Avenida Liberdade, der Alle der Freiheit. Bis zum Abendessen bietet sich die Gelegenheit, auf der mit Platanen u. Palmen beschatteten Allee zu spazieren. Frei fliegende Papageien tummeln sich in den Baumwipfeln. Und noch ein blühender Baum schmückt ganze Straßen u. Plätze in Lissabon: der Jacaranda-Baum (Palisanderholzbaum). Ein phantastisches Farbenspiel.
Mit einem Abendessen an einer gemeinsamen Tafel in einem separaten Raum im Hotel lassen wir den Anreisetag ausklingen.
der Tag in Lissabon
nach einem guten Frühstück startet unsere Tagesfahrt in Lissabon mit Susana. Wir fahren die prachtvolle Straße von unserem Hotel bis zum Parque Eduardo VII , einer 25 ha großen Grünfläche, die nach dem britischen König Edward VII benannt wurde. Menschengruppen lassen sich auf der Aussichtsplattform vor dem Marketingzeichen der Stadt -L I S B O A- fotografieren. Von dort hat man einen Weitblick bis hin zum gegenüberliegendem Hang mit dem Palast Carlos Lopes, einem Stadtpalast für Sportveranstaltungen aus dem Jahre 1932. Die Parkanlagen sind für die Großstadt sehr wichtig, da sie den Bewohnern Schutz vor der Hitze bieten.
Weiter geht es in den historischen Stadtkern, Baixa, zum Platz Rossio. Der Obelisk erinnert an die Befreiung von der spanischen Herrschaft 1640. Rundherum prächtige Bauten, darunter die ersten pompösen Hotels der Stadt aus der Wende zum 19. Jahrhundert. Es ist heiß an diesem Tag, u. wir durchschreiten die Rua Augusta, Lissabons Einkaufs-u. Flaniermeile, an deren Ende ein Triumphbogen zu sehen ist. Entlang der Straße blicken wir in schmale Gassen, die hinauf zu den Hügeln des ältesten Stadtteils, Alfama führen. Standaufzüge, meist versteckt oder integriert in öffentlichen Gebäuden, sind z.T. sehr alt. Der bekannteste stammt aus dem Jahre 1902 u. wurde nach einer Idee von Gustav Eiffel als filigrane Gusseisenkonstruktion gebaut, der Aufzug Santa Justa. wir nehmen einen moderneren Aufzug hoch auf die Aussichtsplattform. Wer noch Energie bei der Hitze hat, geht mit Susana bis zur Festung - Castelo Sao Jorge - mit den Weithin sichtbaren Wehrtürmen. In kleinen Gruppen legen wir nach der Stadtbesichtigung in einem der Cafés u. Restaurants unsere Mittagspause ein.
Danach geht es zum zweiten Teil der Stadtbesichtigung, nach Belém. Der Stadtteil liegt direkt am Ufer des Tejo mit dem "Denkmal der Entdeckungen", auch Seefahrerdenkmal genannt. Aber nicht nur Seefahrer sind in den 33 Figuren des Denkmals abgebildet. Entdecker, Missionare, Schriftsteller u. Astronomen haben ebenso ihren Platz. Gemeinsam besichtigen wir das Kloster dos Jerónimus mit den filigran verzierten Säulen im Kreuzgang. Auch der zugehörigen Kirche statten wir einen Besuch ab. Im Anschluss spazieren einige Gäste am Ufer des Tejo u. folgen den Erläuterungen von Susana zum Seefahrerdenkmal. Aber auch der schattige Park vor der Klosteranlage lockt uns zum Verweilen. Hier bieten sich gute Fotomotive, wie sich Mensch u. Tier erholen.
Unser Abendessen nehmen wir in einem authentischen lokalen Restaurant ein: eine Reihe verschiedener Vorspeisen kommen auf den Tisch (Carpaccio de Buey, Alheira - Kroketten, Padròn Paprika Grillkäse u.v.a). Wir sind eigentlich fast gesättigt; da folgt der Hauptgang mit Rindfleisch-Steak u. Salat u. ein Schokoladenkuchen als Nachtisch. Das Essen wird begleitet von einer nicht versiegenden Weinquelle. Ein gelungener Tag, trotz aller Anstrengungen einer Hauptstadteroberung bei ungewöhnlicher Wärme.
Busreise Óbidos– Aveiro– Vila Nova de Gala (Porto)
es wird heute eine Rundreise bis zu unserem Schiffsanleger mit ca 300 km. Unser 1. Stopp ist das Städtchen Òbidos, das den Beinamen "Bücherstadt" führt. Die Stadt liegt am Hang, zeichnet sich durch weiße kubische Häuschen, blaue Umrandungen von Mauern u. Fenstern u. blumengeschmückten Hauseingängen aus. Wir besichtigen die Kirche Igreja Santa Maria. Die Mitte des Vorplatzes nimmt der Schandpfahl ein. Eine kurze Freizeit lässt den Einblick in einen besonderen Bücherladen zu: neben Büchern werden auch Salat u. Obst angeboten. Wie in jedem Geschäft bietet sich hier auch gegen Zahlung von 1 € die Verkostung des für diese Region berühmten Kirschlikörs im Schokoladenbecher an.
Unsere Fahrt führt uns weiter durch die Landschaft mit Obstanbau, Weinbau u. vorbei an Wäldern. Susana informiert sehr gut u. umfangreich über den Alltag, die aktuelle Wirtschaftslage u. über die Geschichte der Region. Wir erreichen in 2. Etappe Aveiro, eine Lagunenstadt, wo früher Seetang mit Booten geerntet wurde. In einem dieser Traditionsboote werden wir die Kanäle befahren. Der Hafen liegt an einer Straße mit sehr schönen Jugendstilhäusern. Wir durchfahren mit dem Boot zahlreiche, verzierte Brücken, sehen alte Salzspeicher, das Rathaus, Fabrikanlagen u. moderne Wohnbauten, die das Kleinstadtbild in die Moderne führen. Am Ende der Bootstour überrascht uns Susana mit einer Bäckereispezialität-den Ovos Moles, einem eiförmigen Gebäck. Im Innern in der Tat ein gezuckertes Eigelb. Da das Eiweiß früher als Klebemittel u. für die Versiegelung beim Bootsbau benutz wurde, blieb das Eigelb übrig. Die Hausfrauen haben das Eigelb in verschiedenen Varianten verarbeitet.
Eine gute Stunde noch geht die Fahrt bis Porto. Wir nutzen die Zeit für eine kurze Einführung zu den organisatorischen Abläufen an Bord des Flusskreuzfahrtschiffes u. verabschieden uns bei Susana mit einem Dankeschön für die ausgezeichnete fachkundige Begleitung während der letzten Tage. Susana gab uns noch eine Information mit auf den Weg, dass für unseren Rückflugtag ein landesweiter Streik des öffentlichen Verkehrs und des Bodenpersonals auf den Flughäfen geplant ist - eine Information, die für uns, noch nichts ahnend, auch eine Auswirkung haben wird.
Wir gehen an Bord u. werden von der Kreuzfahrtdirektorin, Gaby, begrüßt. Wir nehmen zum Abendessen an zwei, für uns reservierten Gruppentischen Platz u. lassen uns bei einem Dreigangwahlmenu u. einem guten Wein verwöhnen. Es beginnt der entspannende Teil unserer Reise, u. wir freuen uns auf den nächsten Tag mit dem Auslauf unseres Schiffes
Flusskreuzfahrt auf dem Duoro mit Stopp in Regua u. Pinhao
Nach dem Frühstück erfolgt die reguläre Sicherheitseinweisung für das Schiff u. im Anschluss stellt Gaby die Ausflüge in bebilderter Form vor. Wir haben Gelegenheit, Ausflüge nachzubuchen oder umzubuchen.
Anschließend genießen wir die erste Streckenfahrt bis zum Mittagessen an Deck. Duoro entspringt in Spanien, führt über eine spektakuläre Schluchtstrecke ins Weinanbaugebiet des Duorotals u. mündet in Porto in den Atlantik (897 km). Schiffbar ist der Fluss nur bis zu Spanischen Grenze (213 km) u. dies vor allem dank der zahlreichen Schleusen, die erst ab den 1960er Jahren gebaut wurden u. die touristische Kreuzfahrt ermöglichten. So fotografieren wir den 1. Schleusengang am Vormittag mit einem Höhenunterschied von 14 m.
Am Mittag verlassen unsere Gäste in Regua das Schiff für den Ausflug nach Lamego zur Besichtigung der Wallfahrtskirche. Der Treppenabgang, auch Himmelstreppe genannt, ist mit zahlreichen Kacheln, den Azulejos, verziert. Die Azulejos dienten früher als Häuserfassadenschutz vor Feuchtigkeit u. haben in weiterer Verwendung eine Zierfunktion an Bahnhöfen, Wänden, Treppen mit wunderschönen Malereien zu Geschichte oder sonstigen Besonderheiten einer Region. Eine Azulejo ist auch ein nettes Souvenir aus Portugal.
Am Abend sind wir in Pinahao angekommen. Die Strecke von Regua bis Pinhao führt auch parallel die historischen Eisenbahnstrecke Linha do Douro. Um 18:00 Uhr starten alle Schiffsgäste in drei Bussen von Pinhao in die bergige Weinregion u. haben oben auf dem Hochplateau auf der Quinta da Avessada ein Besichtigung des kleinen Weinbaumuseums. Die Entsaftung der Weintrauben wird in dieser Gegend immer noch barfuß betrieben. Es folgt ein traditionelles Abendessen, u. wir sitzen an großen runden Tischen gemischt mit anderen Schiffsgästen. So knüpfen wir fröhliche Bande über die gesamte Kreuzfahrt. Ein Akkordeonspieler begleitet die Verabschiedung der Gäste. Im Dämmerlicht fahren wir durch die Weinberge: kein Dorf, kein Haus auf dem Weg bis zum Schiff. Wir befinden uns im Duorotal mit UNESCO -Welterbestatus. Die steilen Weinberghänge sind der Ursprung des Portweins. Wir werden bereits morgen Vormittag eine weitere Verkostungen durchführen.
Portweinverkostung – Flusskreuzfahrt von Pinhao nach Barca d'Alva
Vor der nächsten Weinprobe nehmen wir eine gute Frühstücksgrundlage u. fahren dann zur nahe gelegenen Quinta da Roeda. Am Eingang zum Weingut stehen die weißen Ginas, einem weiblichen Busen ähnelnd. Hier wurde früher Wein zur Reife gelagert. Heute dienen sie nur als kurzes Zwischenlager vor dem Weitertransport, da die Temperaturen zu warm sind. Einer Führung in den Rebberg folgt eine Verkostung. Im Verkauf können wir nun die Sorten unterscheiden: Ruby (jung, fruchtig), Tawny (in Holfässern gereift, nussig), White Port (aus weißen Trauben), Vintage (herausragende Jahrgangsweine) und Pink Port -eine neue Kreation seit 2007 des Weingutes Croft (verkörpert den neuen Rosé-Trend). Die Portweine haben einen recht hohen Alkoholgehalt von etwa 20 %
Wir liebäugeln noch, welches Fläschchen wir als Präsent oder für den Eigenbedarf mitnehmen. Auf der Rückfahrt gibt es einen Stopp am Bahnhof Pinhao mit den verzierten Azulejos.
Die Mittagsbufetts werden stets durch unwiderstehliche Desserts abgerundet. Unser Schiff fährt weiter Richtung Spanische Grenze. Der Fluss wird schmaler, u. wir fahren in eine enge Schlucht mit Felsvorsprung. Das Granitgestein zeigt sich farbig: gelb bis rötliche Steineinfärbungen. Zu den Weinstöcken auf den Hängen gesellen sich Oliven -u. Mandelbäume sowie Zitrusgewächse. Nirgends Dörfer - eine dünn besiedelte Grenzregion, z.T. auch verlassene Dörfer, deren Häuser nur zur Weinernte oder an den Wochenenden bewohnt sind. Es ist ein Stück Alltagsrealität, die Landflucht, die uns hier begegnet. Gastarbeiter werden für die Weinernte benötigt.
Das Schiff liegt über Nacht in Vega de Terron auf spanischem Gebiet. Die Ländergrenze geht direkt durch den Fluss.
Ausflug in die spanische Stadt Salamanca – Reisewendepunkt Richtung Porto
Die Crew hat heute einen Teamtag geplant, so kommen wir in den Genuss, kostenfrei am Tagesausflug nach Salamanca teilzunehmen. Wir fahren eine gute Stunde durch spanisches Land, vorbei an Viehzuchtflächen, Mandelbäumen u. Olivenbaumreihen.
Salamanca hat 146.000 Einwohner, hat eine berühmte Universität, die bereits im 12.Jh. gegründet wurde. Auch gegenwärtig zieht das akademische Zentrum viele internationale Studierende an, so dass die Stadt ein lebendiges Zentrum ist. Architektonisch brilliert sie durch ihre kunstvolle Sandsteinarchitektur. Bei einem Stadtrundgang mit einer örtlichen Führerin erläutert sie mit viel Informationen die Fassaden der Alten Kathedrale, Catedral Vieja aus dem 12.Jh., und die gegenüberliegende Neue Kathedrale aus dem 18. Jh. Beide können in der Freizeit am Nachmittag besichtigt werden. Der nächste Stopp ist am Muschelhaus, das mit über 300 Muscheln verziert ist u. heute eine der öffentlichen Bibliotheken beherbergt. An der Universitätsfassade suchen wir ganz oben den legendären Frosch auf dem Schädel eines Totenkopfes. Nach der Legende bestehen seit dem Mittelalter jene Studierende problemlos ihre Prüfungen, die den Frosch mit bloßem Auge finden können.
Nach unserem Spaziergang treffen sich alle Schiffsgäste in einer Eventlocation zu einer Stärkung mit Tapas, wahlweise auch Suppe u. süßen Köstlichkeiten. Es ist heiß auch an diesem Tag u. jeder bestimmt sein Tempo in der zweistündigen Freizeit. Die Stadtführer haben uns mit zahlreichen Tipps zu Museen u. Kirchen ausgestattet, so dass wir, gefühlt mehrere Tage, in der Stadt verweilen könnten. Am späten Nachmittag treten wir die Rückreise zum Schiff an.
Wer Interesse hat, Salamanca u. Umgebung unterhaltsam nachzuvollziehen, dem ist die romantische Film Komödie "Ein Sommer in Salamanca" (ZDF 20219) zu empfehlen
von Vega Terron nach Pinhao
Am Morgen verlassen wir die spanische Seite des Flusses u. fahren wieder Richtung Porto. Wir werden heute zwei Schleusen passieren, davon ist die Schleuse Valeira am späten Nachmittag die, mit der höchsten Fallhöhe von 33 m auf unserer Duorofahrt. An unserem Vormittagsausflug zum Dorf Castelo Rodrigo nehmen fast alle Gäste unserer Gruppe teil. Selbst die Hinfahrt mit dem Bus ist wieder ein landschaftliches Erlebnis: Olivenhaine, Korkeichen, Mandelbäume stehen zwischen den Weinreben.
Castelo Rodrigo gehört zu den 12 prädikatisierten "Historischen Dörfern" Portugals. Die ehemalige Burganlage wurde einst von den Arabern errichtet. Am Ortseingang steht ein Ladenverkäufer mit Korkrinde u. erläutert die Verarbeitung des Rohstoffes zu den begehrten portugiesischen Produkten, wie Schuhe, Handtaschen, Brillenetuis oder Tischuntersetzer. Unser Reiseführer geht mit uns über die einzige Hauptstraße durch das Dorf bis zur kleinen Kirche, wo gerade der Sonntagsgottesdienst mit wenigen Einwohnern stattfindet.
Nach der Ortsbesichtigung fahren wir auf eine in 1000 m hohe Aussichtsplattform u. blicken über das Duorotal.
Nachmittag genießen wir die Flussfahrt bis zu unserem nächsten Übernachtungsstopp in Pinhao. Zur Unterhaltung wird vor der Kaffeezeit die Zubereitung einer portugiesischen süßen Spezialität - der Pastel de Nata- durch den Pastrychef gezeigt.: es ist ein Blätterteigtörtchen mit Konditorcreme, das vermutlich bereits vor dem 18.Jh.von den Mönchen des Klosters Jerónimus (Lissabon) hergestellt u. verkauft wurde. Und da wir ja bereits einen Bezug zu diesem Koster haben, greifen wir zur Kaffeezeit gern zu. Danach gibt es einen Vortrag über die Geschichte Portugals durch einen der örtlichen Reiseleiter u. nach dem Abendessen wird noch zu einem Portwein-Event in die Lounge geladen: nach traditioneller Art wird gezeigt, wie eine Flasche Vintage Port geöffnet wird. Mit einer Verkostung kann man den Abend nun ausklingen lassen.
Pinhao, Lamego, Leverinho
Früh am Morgen verlässt das Schiff Pinhao nach Lamego, Von hier starten wir unseren Ausflug zum Palast u. den Gärten von Mateus. Errichtet im 18.Jh. durch den Grafen Vila Real, zeigt das Wohnschloss eine Behaglichkeit durch Holzverkleidungen u. wertvolle Kunstgegenstände. Besonders anziehend ist die Bibliothek mit wertvollen Drucken zur Geschichte Portugals. Ein Teil des Schlosses wird heute noch durch die Nachfahren bewohnt. Das Erbe wird durch eine Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Im Anschluss besichtigen wir den barocken Garten u. die Hofkirche. Im Hofladen kann man einen Rosé probieren u. einen Mateus - Wein erwerben.
Nach dem Mittagessen ereilen uns die Nachrichten der Lufthansa zur Stornierung unserer Flüge wegen de Streiks. Neue Abflugszeiten werden angegeben, die zu einer Verlängerung unserer Rückreise um 2 Tage führen. In einem Gruppenmeeting besprechen wir die Lage u. sehen danach der "Höheren Gewalt" fast gelassen ins Auge. Wir vertrauen der Organisation unseres Reiseveranstalters u. Reiseleiters.
Heute Abend verabschieden sich die Offiziere u. die Crewmitglieder offiziell bei den Schiffsgästen. Namentlich werden alle benannt: überwiegend kommen sie aus Portugal, aber auch aus Brasilien u.a. Ländern, wo portugiesisch als Muttersprache gesprochen wird.
Im Anschluss gibt es an festlich gedeckten Tischen ein 4-Gänge-Galamenu. Auch die Servicemitarbeiter setzen besondere Akzente auf ihre Kleidung.
Zu später Stunde laden regionale Künstler zu einem portugiesischen Folkloreabend in die Lounge. Mit Gesang u. instrumentaler Begleitung geht es von Nord -bis Südportugal durch die Volksmusik. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Fado - ein emotionaler, melancholischer Musikstil in verschiedenen regionalen Varianten.
Ein aufregender Tag geht zu Ende.
Levrino, Vila Nova de Gaia (Porto)
Früh um 6:30 Uhr legt das Schiff nach Porto ab - eine letzte kurze Fahrt auf dem Duoro. Bereits zum Frühstück befinden wir uns am Kai von Vila Nova de Gaia, der Stadt die gegenüber von Porto liegt u. mit mehreren Brücken verbunden ist. Wir freuen uns auf die Stadtrundfahrt in Porto u. hoffen auf viele Inspirationen für unseren verlängerten Aufenthalt in der Stadt. Doch durch zahlreiche Baustellen kommen wir nur im Stop u. Go voran. Wir haben einen Ausstieg an der Kathedrale, die wie eine Burg am Fluß steht. Vom Kirchplatz haben wir eine schöne Aussicht. Anschließt macht unsere örtliche Stadtführerin einen kleinen Spaziergang zum Bahnhof über das lebhafte Einkaufsviertel. Der Bahnhof ist geschmückt mit Azulejo-Wandbildern zum Thema Reisen. 20.000 bemalte Kacheln wurden im Bahnhof verbaut. Unsere Busfahrt führt hinaus zum vornehmen Viertel am Atlantik wo der Duoro einmündet. Ein Foto-Stopp ist nicht vorgesehen -wäre eine prima Idee für den zusätzlichen Tag morgen.
Wir sind etwas durch den Verkehr in Eile, denn die Stadtführung sieht noch eine Portweinverkostung in Gaia vor. In diesem Stadtteil liegen zahlreiche Kellereien, wo der begehrte Portwein gelagert wird. Mit dieser letzten Portweinverkostung zählen wir zwar nicht alle zu den Kennern u. Liebhabern des Portweins, aber wir kehren bereichert mit viel Wissen u. Bewunderung für den Weinanbau nach Hause.
Vier Gäste nehmen am Nachmittag noch am Ausflug nach Guimarares teil u. sind begeistert von der Geschichtsträchtigkeit der Stadt, die eng mit der Wiege Portugals verbunden ist, da hier der 1. König von Portugal geboren ist. Die Altstadt zählt nicht nur zum UNESCO-Kulturerbe, sondern ist auch in diesem Jahr mit der Auszeichnung "Grüne Hauptstadt Europas" geehrt worden.
Am Nachmittag trifft sich unsere Gruppe noch einmal zu einer individuellen Ausschiffungsbesprechung: unser Nachfolgehotel ist klar, u. wir beplanen den Folgetag in zeitlicher Folge. Wir beschließen den Abend nicht nur mit dem Kofferpacken, sondern genießen weiterhin gute Gespräche beim Abendessen.
Ausschifffung u. Nachprogramm in Porto
Wir verlassen zu 9:00 Uhr das Schiff. Die Koffer können wir bis Mittag auf dem Schiff belassen. So können wir den ersten Programmpunkt starten: wir fahren mit der Kabinenbahn neben unserer Anlegestelle hinauf auf die Aussichtsplattform an der gusseisernen Brücke. Atemberaubend die Rundumsicht auf die Doppelstädte an den Ufern des Duoro. Wir blicken von oben auf bewohnte Innenhöfe u. fotografieren die kleinen Fischerboote am Kai.
Im Anschluss fahren wir mit dem Transferbus zum Hotel. Es ist erst Mittagszeit, u. wir stellen die Koffer ein. Da heute Streiktag ist im öffentlichen Verkehr, bestellen wir für alle Taxen bis zur Starthaltestelle der touristischen Straßenbahn , Linie 1. Und sie fährt auch als touristische Bahn am heutigen Tag, sogar nach Fahrplan. Die Fahrt führt uns direkt am Ufer entlang bis zum Atlantik. So kommen wir doch noch zu unseren Fotos u. nehmen am Leuchtturm Abschied von Duoro, der sich nun mit dem Atlantik vereint. Fast könnte man wehmütig werden.
Gestärkt in einem der Cafés an der Promenade kehren wir gleichermaßen zurück mit Tram u. Taxi bis zum Hotel, checken ein u. verabreden uns zum Abend für den kleinen Spaziergang bis zum Spezialitätenrestaurant "Cozinha do manel, wo die Reiseleiterin einen Tisch bestellt hat. Die Straßenzüge um das Hotel sind für uns etwas gewöhnungsbedürftig, spärlich erkennt man im Detail noch gut erhaltene Schmuckelemente. Der Eingang zu unserem Restaurant ist wieder farbig blau, um so überraschter sind wir beim Eintritt über die originelle Ausstattung mit alten Radioempfängern und weiteren Sammelstücken. Wir gehen an einer offenen Küche vorbei u. sehen Frauen mit Kopftüchern, die Teig kneten u. in Töpfen rühren. Das sieht vielversprechend nach Eigenherstellung der Speisen aus. Die Karte in portugiesisch überfordert uns etwas, aber mit Hilfe der Sprachapp u. der englischen Erklärung des Kellners können wir uns zumindest einen Hauptgang bestellen. Die Vorspeisen stehen bereits auf dem Tisch. Alles ist reichlich u. lecker, auch der gebackene Oktopus schmeckt. Es ist gesellig im Lokal u. wir werden schließlich herzlich verabschiedet.
Am nächsten Tag ist der Streik vorbei u. die Reiseteilnehmer unternehmen mit der U-Bahn oder per Taxe eigene Erkundungen in der Stadt.
Man verabredet sich für den Abend im Hotel u. organisiert einen Tisch für alle zum Abendessen.
Am Tag 12 reisen, gestaffelt, alle Gäste nach u. nach per organisiertem Transfer durch Eberhardt Travel zum Flughafen u. von dort in verschieden Richtungen zum Umstieg an den Heimatflughafen. Durch den Streik gibt es keinen geschlossenen Gruppenflug mehr. Um so erfreulicher erreicht die Reiseleiterin am Abend die Nachricht von den 8 Gästepaaren, dass schließlich alle zu Hause angekommen sind. Ein Gruppenfoto ist der Nachricht für die mReiseleiterin angehängt als Erinnerung an eine wirklich besondere Reise.
Liebe Gäste, es war eine abwechslungsreiche Reise in ein interessantes Land mit der Hauptstadt Lissabon u. einer Flusskreuzfahrt. Rückblickend waren doch die zwei zusätzlichen Tage in Porto ein Zugewinn an Reiserfahrung in jeder Hinsicht. Mit ihrer Gruppe als Team u. dem gezeigten Verständnis für die ungeplante Situation haben wir gemeinsam ein "Nachprogramm" in Porto erlebt. Danke an dieser Stelle an die Gruppe und auch an das Team von Eberhardt Travel, das im Hintergrund organisiert hat, um unsere Rückreise möglichst reibungslos zu ermöglichen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Ute Solf
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