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Silvester in Lissabon 2025/2026

Reisebericht: 29.12. – 02.01.2026

Zum Jahreswechsel in Lissabon erlebten wir zwischen historischen Bauwerken, beeindruckender Natur und kulinarischen Genüssen abwechslungsreiche Tage voller besonderer Eindrücke!

Mary Dobberkau

Ein Reisebericht von
Mary Dobberkau


Auf in die Hauptstadt Portugals

Voller Vorfreude machten wir uns aus unterschiedlichen Teilen Deutschlands, der Schweiz und Österreichs auf den Weg nach Portugal. Während einige bereits am Vormittag in Lissabon ankamen, hatten andere mit Flugverspätungen zu kämpfen. Doch davon ließen wir uns die Vorfreude nicht nehmen.

Nachdem schließlich alle in Lissabon eingetroffen waren, wurden wir am Flughafen von unserer Reiseleitung Rosemarie begrüßt und zügig zum Hotel gebracht.
Der Nachmittag war bereits etwas fortgeschritten, dennoch nutzten einige von uns die Zeit für erste Erkundungen der Stadt. Den Abend ließ ein Teil der Gruppe bei einem gemütlich Kennenlernen in der Hotelbar ausklingen.

Stadtbesichtigung Lissabon

Wir starteten mit einem ausgiebigen Frühstück in den Tag. Anschließend hieß es, Lissabon zu entdecken, und gemeinsam mit Rosemarie sowie unserem Busfahrer Enrique begaben wir uns auf Stadtbesichtigung. Leider lag dichter Nebel über der Stadt – sehr selten für Lissabon, aber irgendwie auch mystisch.

Unser erstes Ziel war der Stadtteil Belém. Auf dem Weg dorthin bekamen wir einen ersten Eindruck von der grünen Stadt und sahen die Spitzen der Brücke des 25. April aus dem Nebel ragen. In Belém angekommen, besuchten wir das bekannte Hieronymus-Kloster. Rosemarie führte uns durch den Sakralbau, erzählte zahlreiche interessante Informationen, zeigte uns Symbole und Bilder und las uns sogar das Gedicht “Mar Português” (“Portugiesisches Meer”) von Fernando Pessoa vor, dessen sterbliche Überreste 1985, dem Jahr seines 50. Todestags, in den Kreuzgang des Hieronymiten-Klosters überführt wurden. Er wird als der bedeutenste portugiesische Dichter des 20. Jahrhunderts betrachtet.

Anschließend fuhren wir weiter zum Turm von Belém, der trotz teilweiser Einrüstung sehr beeindruckend war. Als kleine Überraschung erwarteten uns dort die berühmten Pastéis de Belém. Diese traditionelle klösterliche Süßigkeit wurde ursprünglich im Hieronymitenkloster in Belém hergestellt, bevor das streng geheime Originalrezept 1837 an die Öffentlichkeit gelangte. Bis heute dürfen nur die dort nach unverändertem Rezept gefertigten Törtchen den Namen „Pastéis de Belém“ tragen. Noch leicht warm, mit knusprigem, blätterteigähnlichem Boden, cremiger Füllung sowie mit Puderzucker und Zimt bestreut, waren sie eine besondere Köstlichkeit am Vormittag und ein kleines Stück portugiesischer Genusskultur.

Danach begaben wir uns zum Entdeckerdenkmal. Unmittelbar am Tejo erhebt sich das Bauwerk in die Höhe, davor eine wunderschöne Windrose. Die Szenerie wirkte fast schon mystisch, da dichter, goldener Nebel das Denkmal umgab.

Nun verließen wir Belém und fuhren in den Stadtteil Avenidas Novas. Am Parque Eduardo VII legten wir einen Halt ein und genossen von dort einen herrlichen Blick über die Stadt und das Denkmal Marquês de Pombal. Mit 36 Meter Höhe gut zu erkennen. Anschließend fuhren wir an diesem vorbei. Es widmet sich dem portugiesischen Staatsmann Marquis, welcher Stolz die Hand auf den Löwen gelegt hat - ein wahres Symbolbild.

Anschließend wurde es Zeit für eine Mittagspause. Rund um den Praça Dom Pedro IV gab es zahlreiche Restaurants und Cafés, in denen der eine oder andere gemütlich einkehrte.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Castelo de São Jorge. Wir schlenderten durch die engen Gassen des Stadtviertels Alfama, vorbei an kleinen Restaurants und Läden, stetig bergauf. Der Anstieg war nicht ohne, wurde aber immer wieder mit schönen Ausblicken über die Stadt belohnt. Oben angekommen erkundeten wir das Burggelände und flanierten über die Mauern. Inzwischen hatte sich der Nebel vollständig verzogen und wir hatten einen herrlichen Panoramablick über die gesamte Stadt und den Tejo. Auch die Brücke des 25. April lag nun klar vor uns, mit ihren deutlich sichtbaren roten Pfeilern.
Nach etwas Zeit auf der Burg spazierten wir zurück zum Bus und machten uns auf den Weg zum Hotel. Während ein Teil der Gruppe in der Stadt blieb, traf sich eine kleine Runde zu einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Lucimar“. Direkt um die Ecke des Hotels überzeugte das Restaurant durch seine Authentizität und verwöhnte uns mit typisch portugiesischer Küche. Ein gelungener Tag ging damit zu Ende.

Erkundung des Arrabida Nationalparkes & Silvesterabend in Lissabon

Während einige den Tag für individuelle Erkundungen nutzten, stand für andere ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm. Unser Tagesziel war der Arrábida-Nationalpark auf der Setúbal-Halbinsel südlich von Lissabon, der vom Tourismus bisher weniger stark erschlossen ist. Als wir am Hotel losfuhren, lag dichter Nebel über der Stadt – noch zäher als am Tag davor. Beim Überqueren des Tejo sahen wir links und rechts nur eine weiße Wand. Zur Aufmunterung spielte uns Rosemarie das Fado-Lied “Desfado” von Ana Moura vor, welcher besonders fröhlich klingt. Denn normalerweise ist dieser portugiesische Musikstil eher melancholisch und handelt von vergangenen Zeiten, unglücklicher Liebe und tiefer Sehnsucht.

Doch kaum waren wir am anderen Ufer angekommen, lichtete sich der Nebel und die Sonne kam heraus – ein gutes Zeichen. Die Region rund um die Serra de Arrábida ist geprägt von sanften Gebirgszügen, immergrünen Wäldern und einigen der schönsten Strände Portugals, die sich an der Südseite des Gebirges bis zur Küste hinziehen. Während der Fahrt genossen wir immer wieder herrliche Ausblicke und bekamen einen Eindruck von der landschaftlichen Vielfalt des Nationalparks.

Unser erster Stopp war die Kleinstadt Palmela, die auf halber Höhe der Serra de Arrábida thront. Die imposante Burganlage, einst Sitz des portugiesischen Zweigs des Santiago-Ordens, diente dem Schutz der Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela sowie der Rückeroberung der iberischen Halbinsel von den Mauren. Bei herrlichem Sonnenschein schlenderten wir über das Burggelände und genossen den weiten Blick über das Meer, den Tejo und bis nach Lissabon, das weiterhin im Nebel lag.

Danach fuhren wir weiter in das malerische Fischerdorf Sesimbra, das sich von den Ausläufern des Gebirges bis zur Atlantikküste erstreckt. Der Weg führte uns über kurvige, steile Straßen durch beeindruckende Natur. An einem Aussichtspunkt bewunderten wir die goldgelben Strände und das türkisblau schimmernde Wasser. Sesimbra ist bekannt für seine traditionsreiche Fischerei, seine ehemalige Maurenburg und gilt heute als beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler. In der Sonne angekommen, legten wir eine kleine Mittagspause ein, entlang der Promenade luden zahlreiche gemütliche Cafés und Restaurants zum Verweilen ein.
Anschließend ging es weiter zum Cabo Espichel begleitet vom Revolutionslied der Portugiesen “Grândola, Vila Morena”, welches unser Busfahrer fröhlich mitsang. Das Kap liegt rund 45 Kilometer südlich von Lissabon an der Atlantikküste. Wir unternahmen einen Rundgang entlang der ehemaligen Pilgerunterkünfte und schlenderten zur Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Cabo, die leider geschlossen war. Während des gesamten Weges bot sich uns ein beeindruckender Blick auf das Meer, die steile Küste und den Leuchtturm in der Ferne.

Dann wurde es Zeit, nach Lissabon zurückzufahren – ganz fertig waren wir aber noch nicht. Unser letzter Stopp des Tages war die berühmte Statue Cristo Rei. Von dort hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Lissabon und die Brücke des 25. April. Vom Nebel war nun keine Spur mehr zu sehen, stattdessen herrschte bestes Wetter mit freier Sicht. Zur Einstimmung auf den Silvesterabend stießen wir mit einem Glas Sekt auf den gelungenen Tag an und genossen ein Stück des portugiesischen Königskuchens, bekannt als Bolo Rei.

Zurück im Hotel machten wir uns frisch, bevor wir zum letzten Abend des Jahres aufbrachen. Unser Restaurant „Chapitô à Mesa“ lag mitten in der Alfama. Am Eingang wurden wir von drei Künstlern begrüßt und zu unseren Plätzen begleitet. Das Restaurant empfing uns in gemütlicher Atmosphäre mit weitem Blick über die Silhouette der Stadt und den Tejo. Bei einem Begrüßungscocktail aus Grapefruit und Wodka stießen wir auf einen feucht-fröhlichen Abend an. Im Laufe des Abends wurden uns sieben Gänge serviert, beginnend mit einem kleinen Gruß aus der Küche, den Abschluss bildete ein Schokoladenkuchen mit Eis. Alle Gerichte waren typisch portugisisch, von Meeresfrüchten über Lamm. Dazu wurden wir bestens mit Wein versorgt, und ein Zauberer präsentierte uns seine Tricks. Und dann war es plötzlich 00:00 Uhr. Mit einem Glas Sekt begrüßten wir das neue Jahr und beobachteten das farbenfrohe, eindrucksvolle Feuerwerk über dem Tejo. Besser hätten wir nicht ins Jahr 2026 starten können. Glücklich und zufrieden kehrten wir zurück ins Hotel.

Ein gemütlicher Tag in Lissabon

Nach dem schönen Silvesterabend starteten wir gemütlich in den Tag und genossen ein spätes Frühstück im Hotel.

Anschließend stand der Tag zur freien Verfügung. Während einige das Ozeanarium besuchten, beschloss ein Teil der Reisegruppe durch die Stadt zu bummeln. So machten wir uns mit der Metro auf den Weg und schlenderten vorbei an bunten Graffitis gemütlich zum Aussichtspunkt Sao Pedro de Alcantara. Von hier hatten wir perfekte Sicht auf das Castelo Sao Jorge. Zudem befand sich hier ein kleiner Weihnachtsmarkt und wir nutzen die Gelegenheit, diesen zu erkunden. Das ein oder andere Souvenir gab es auch noch.

Danach wollten wir die Kirche Sao Pedro besuchen, welche für ihre einmaligen Fliesengemälde bekannt ist. Diese war allerdings aufgrund eines Gottesdienstes geschlossen. Aber halb so wild. Somit schlendert wir durch die Gassen der Stadt Richtung Praça Dom Pedro IV. Leider fing es an mit Regnen, sodass wir uns für eine spontane Mittagspause entschieden und in einem der zahlreichen Restaurants uns etwas aufwärmten. Danach machten wir uns auf den Weg zum Martim Moniz Platz, denn wir wollten die berühmte Straßenbahnlinie 28 sehen. Wir hatten Glück, als wir auf den Platz kamen, standen direkt 3 Bahnen da. Allerdings war die Schlange so lang, dass sich Anstellen nicht gelohnt hätte. Aber ein Foto haben wir trotzdem bekommen. Da wir durch den Regen alle etwas nass waren und die kurze Nacht noch in den Knochen steckte, machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel.
Andere blieben in der Stadt und besuchten den Time Out Market. Hier befinden sich zahlreiche Restaurants und Cafes und viele nutzen die Gelegenheit bei dem schlechten Wetter sich hier die Zeit zu vertun.

Im Hotel liesen wir den Abend gemütlich in der Hotelbar bei einem Absacker ausklingen und stießen noch einmal auf die gelungene Reise an.

Goodbye Lissabon!

Heute hieß es Abschied nehmen. Nach vier schönen Tagen in Lissabon machten wir uns auf den Rückweg in die Heimat. Bei dem einen oder anderen kam es leider zu Verspätungen, letztlich sind aber alle wohlbehalten angekommen.


Zum Abschluss möchte ich mich bei allen Reisenden für die schöne gemeinsame Zeit in Lissabon und den gelungenen Jahreswechsel bedanken. Ein besonderer Dank gilt unserer Reiseleiterin Rosemarie, die uns souverän und informativ durch Lissabon geführt hat.

Ich wünsche allen ein erlebnisreiches, reisefreudiges und gesundes neues Jahr 2026.

Eure Mary


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