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Silvesterreise auf der Blumeninsel Madeia

Reisebericht: 28.12. – 04.01.2022

Auch in diesem Jahr verbringen wir den Jahreswechsel auf der Blumeninsel Madeira, die im Atlantik liegt. Folgen Sie uns und unseren Erlebnissen mit diesem spannenden Reisebericht.

Susanne Schirmann

Ein Reisebericht von
Susanne Schirmann


1.Tag, 28.12.2021 Anreise aus Deutschland auf die Blumeninsel Madeira

Voller Vorfreude auf unsere bevorstehende Silvesterreise zur Blumeninsel Madeira treten wir heute den Flug aus verschiedensten Himmelsrichtungen Deutschlands und Österreichs nach Funchal an. Durch die gute Vorbereitung der benötigten Einreiseformalitäten gelingt die Ankunft für alle Gäste reibungslos und schnell. Schon bald bringt uns unser Shuttlebus zum 4 Sterne Hotel Panoramico, welches oberhalb der Hauptstadt Funchal mit einem fantastischen Blick auf die Bucht gelegen ist. Auf dem Weg dorthin gewinnen wir erste Eindrücke der herrlichen Natur und sehen blühende Aloen, Schwanenhalsagaven, Feuerranken und vieles mehr. Wir checken ein und so mancher ist schon kurz darauf mit dem kostenfreien Hotelshuttle auf dem Weg in die Stadt, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Alternativ spazieren wir zum Supermarkt in unserer Nähe und auch die Bäckerei daneben will entdeckt werden. Ein erster herrlicher portugiesischer Kaffee wird genossen und gesellig sitzen wir zum Austausch zusammen. Vor dem Abendessen treffen wir uns zu einem Infogespräch und lernen die Besonderheiten dieser Reise und unsere Mitreisenden bei einem Glas Madeirawein kennen. Ein leckeres Buffet erwartet uns im Anschluss, wir langen kräftig zu und die Cocktailbar lädt uns zum Folkloreabend ein. Herrlich diese einheimischen Klänge, mit bunten Kostümen aus dem 19. Jahrhundert und sehr engagierten Künstlern. Was für ein erlebnisreicher Auftakt unserer Silvestertour, zumal wir ja heute Morgen noch im trüben Deutschland waren…wir ahnen es schon-Es war die richtige Entscheidung hierher zu reisen!

2. Tag 29.12.2021 Citytour Funchal, Blandys Winelodge und Kräutergarten

Nach einem köstlichen Frühstück vom reichhaltigen Buffet begeben wir uns mit unserer Reiseleiterin Fatima Pereira und Busfahrer Luis auf Citytour durch Funchal. Neu in diesem Jahr ist, dass wir alle Kopfhörer und Funkgeräte erhalten, mit deren Hilfe wir alle einen gewissen Abstand halten können und somit auch aus der Distanz wunderbar verstehen, was Fatima uns interessantes berichten wird. Auch ein großer Reisebus steht uns zur Verfügung und auch hier ist Abstand garantiert und womit wir wunderbar „Corona-konform“ sicher reisen können. Wir starten zunächst Richtung Fußballstadion des Erstligisten CS Maritimo und können einen kleinen Blick auf das Innere des Heiligen Rasens erhaschen. Madeira ist ja bekanntlich auch der Geburtsort Christiano Ronaldos, nach dem mittlerweile auch der Flughafen benannt und dessen Familie noch immer hier ansässig ist. Somit ist natürlich Fußball auf der Insel vorprogrammiert. Mit Blick auf die drei „Desertas“, die unbewohnten Naturinseln mit Seelöwenbevölkerung nähern wir uns dem Stadtzentrum. Vorbei an so manchen Bananenplantagen, Feuerranken, afrikanischen Tulpenbäumen und Bougainvillea passieren wir das älteste Hotel der Insel, das „Reids“ Hotel, welches 127 Jahre alt ist. Hier wohnte schon so manche Berühmtheit und auch heute noch kann man hier Köstlichkeiten zum „Five o’clock tea“ buchen und genießen. Von Fatima erfahren wir, dass Madeira insgesamt 260.000 Einwohner hat, von denen ca. 110.000 in der Stadt Funchal leben. Vorbei am Kasino entdecken wir auf einer Ecke eine Statue der berühmten Kaiserin „Sissi“, an deren Stelle früher ihre „Quinta“ also ihr Anwesen/Herrenhaus stand. Wir steuern die Altstadt an, fahren vorbei an der Präsidentenresidenz, die direkt neben dem wunderschönen St. Katharina Stadtpark gelegen ist. Am Meer angekommen sehen wir die Marina, also den Jachthafen, das bekannte Ronaldo Museum mit dessen Statue davor, den St. Lorenzo Palast mit Festung aus dem 16. Jahrhundert und halten an der Seilbahnstation von wo aus wir die Altstadt zu Fuß erkunden. Wir passieren die Gasse der bekannten „Kunsttüren“, die von einheimischen Künstlern verschönert wurden. In der Markthalle, „Mercado dos Lavradores“ genießen wir das bunte Treiben, staunen über die kunstvoll hergerichteten Obst-und Blumenstände und Fatima die einheimischen Spezialitäten erklärt. So sehen wir unter vielem anderen die Frucht des Philodendron, die auch wegen ihres Geschmacks „Ananas-Banane“ genannt wird. In der Fischhalle begegnen wir zum ersten Mal der Spezialität der Insel, dem Espada, dem „schwarzen Degenfisch“ und auch ein riesiger Thunfisch, aus dem leckere Steaks gewonnen werden, darf nicht fehlen. Unsere Tour durch Funchal setzen wir weiter zu Fuß fort. Wir gelangen zur Kathedrale da Sé, die wir von innen anschauen und mit Gottes Segen enden wir in der Blandys Wine Lodge, wo wir den bekannten Madeira Wein, eine Art Likörwein, probieren dürfen. Bevor dieser jedoch genossen werden darf, erhalten wir zunächst eine interessante Führung und Fatima erklärt, wie der Wein gewonnen und verarbeitet wird. Der letzte Programmpunkt des gemeinsamen Tages ist der Besuch des Kräutergartens von Esmeralda, die hier einen biologischen Garten auf Ihrem Anwesen unterhält. Zunächst stärken wir uns mit selbstgemachten Köstlichkeiten und leckerem Getränk von Mutter Natur und im Anschluss führt uns Esmeralda durch ihren Garten Eden, erklärt uns viel Wissenswertes über Naturheilkunde. Wir hören, was entzündungshemmend wirkt, welche Pflanze Kohlenhydrate besser verdauen lässt, was gut für unser Gehirn und somit gegen Alzheimer ist, etc. Gespannt lauschen und so manches probieren wir direkt vor Ort…Am Nachmittag zieht es die meisten von uns in den Botanischen Garten, den wir mithilfe von zwei Seilbahnen erreichen. Eine herrlich gepflegte Anlage, die uns bei Kaiserwetter einen wunderbaren Blick auf die Bucht von Funchal beschert. Das tolle Pflanzenmosaik, welches auf keiner Madeira Postkarte fehlen darf, fotografieren wir ebenso, wie vielen tollen Pflanzen, die hier wachsen und bestens gedeihen. Bevor es zurück ins Tal geht, statten wir der Wallfahrtskirche von Monte noch einen Besuch ab, in der ja bekanntlich das Grab des letzten österreichischen Kaisers Karl zu finden ist, der 1922 hier im Exil verstarb. Natürlich schauen wir auch noch den Korbschlittenfahrern zu, wie diese eine ca. 2 Km lange Strecke ins Tal zurücklegen. Zurück am Hafen schlendern wir noch die Promenade entlang und lassen diesen erlebnisreichen Tag Revue passieren. Nach so vielen Eindrücken haben wir uns das Abendessen redlich verdient, genießen dies und die gesellige Runde in vollen Zügen.

3.Tag, Donnerstag, 30.12.2021 Pico dos Barcelos, Eira do Serrado, Camara de Lobos, Cabo Girao

Der heutige Tag verspricht schon am frühen Morgen ein Traumtag zu werden… Nach einer geruhsamen Nacht und tollem Frühstück starten wir zunächst zum 355 m hoch gelegenen Aussichtspunkt „Pico dos Barcelos“ von dem man eine herrliche 360° Rundumsicht über Funchal hat. Der Platz bietet ein wunderbares Panorama, welches insbesondere zu Silvester ein umso beliebterer Treffpunkt ist. Weiter geht die Fahrt nach „Eira do Serrado“, auf 1094 m Höhe gelegen, mit toller Bergsicht und Blick in das 500 m tiefer gelegene „Curral das freiras“ das sogenannte Nonnental. Die Fahrt hinauf und hinunter ist ein Abenteuer, wir bewundern Fahrer Luis und sind umso dankbarer, dass wir den Weg nicht selbst fahren müssen. Am späten Vormittag erreichen wir das bekannteste und schönste Fischerdorf der Insel „Camara de Lobos“, welches übersetzt „Bucht der Seelöwen“ bedeutet. Hier herrscht ein buntes Treiben unter das wir uns sehr gerne mischen und das Flair auf uns wirken lassen. Bei sommerlichen Temperaturen von 22 Grad und vollem Sonnenschein genießen wir erste Inselspezialitäten wie die „Poncha“, die aus Zuckerrohrschnaps, Zitrone, frischem Orangensaft und Honig hergestellt wird. Die ganz Mutigen unter uns kosten die „Nikita“, ein Gemisch aus Bier, Weißwein und Ananaseis. Es sieht besser aus und schmeckt auch besser als es zunächst klingt…, grins. Das alles mit Blick auf die tolle Bucht, die vielen schönen und bunten Fischerboote, die Bananenplantagen, Schwanenhalsagaven und überhaupt das herrliche Panorama. Apropos Panorama-weiter geht die Fahrt nach „Cabo Girao“, Europas höchste Steilküste, mit 580 m und wir ganz oben mit dabei. So haben wir auch hier eine unglaubliche Aussicht auf das vor uns liegende Meer, die Küste und die ganz Mutigen begeben sich auf die gläserne Plattform mit unverbautem Blick in die Tiefe. Der letzte gemeinsame Programmpunkt bildet der Besuch einer Bananenplantage in Madalena do Mar, wo wir einem 355 m langen Wanderweg von Bananenstauden umsäumt folgen. Fatima erklärt uns viel Wissenswertes zu diesem besonderen Gewächs, welches den kompletten Süden der Insel prägt. Auch hier ist eine Levada zu finden, die das Wasser vom regenreichen Norden zu den Anbauflächen im Süden und somit auch zu den Pflanzen bringt. Nachmittags zurück im Hotel kann jeder seine Freizeit individuell nutzen. Eine kleine Gruppe macht sich auf, um Funchal zu Fuß vom Hotel über eine Abkürzung zu erkunden. So haben wir viel Zeit, um so manches, was wir bereits bei der Stadtrundfahrt gesehen haben, zu Fuß nochmals in Ruhe anzuschauen. Wir statten der Statue der Kaiserin Sissi einen Besuch ab, schlendern durch die kleinen Gassen und genießen einen herrlichen Kaffee im Parkcafé des bekannten St. Katharina Stadtparks. Hier ziehen wir schon ein kleines Resümee unserer Silvesterreise und sind uns schnell einig, dass es die beste Entscheidung war, diese Reise angetreten zu sein. Erst recht in der heutigen Zeit und bei uns in Deutschland zu einer eher trüben Jahreszeit, wissen wir hier das Klima, die vielen Farben, blühende Pflanzen, gepflegte Orte umso mehr zu schätzen. So viele schöne Eindrücke des heutigen Tages machen uns hungrig und umso mehr freuen wir uns heute auf unser tolles Abendessen im Hotel.

4.Tag, 31.12.2021 Silvester–Quinta da Boa Vista und Palheiro Garden

Der letzte Tag dieses denkwürdigen Jahres bricht an. Wir kehren in uns und sind sehr dankbar, dass wir diesen an einem solch wunderschönen Fleckchen Erde bei herrlichem Wetter und Temperaturen verbringen dürfen. Auf unserer Fahrt führt uns Fatima in die einheimische Kaffeekunst ein, wir lernen, was „Bica“- „Garoto“-„Chino“- „Chinesa“ bedeuten und können von nun an perfekt auf Portugiesisch unseren köstlichen Kaffee bestellen… Grins. So lacht die Sonne schon am frühen Morgen und wir starten zunächst zum Orchideengarten „Quinta da Boa Vista“, also zum sogenannten Herrenhaus mit schöner Aussicht. Hier finden wir in einem großen Gelände unzählige Orchideenarten vor und es entstehen herrliche Aufnahmen der Pflanzen, die in Form und Farben nicht zu überbieten sind. Besonders schön ist der sogenannte „Jadewein“ eine grünliche Hängeorchidee…einfach toll. Unsere Silvestertour führt uns weiter zum Palheiro „Blandys“ Garden, der vor ca. 200 Jahren angelegt wurde. Hier gewährt Familie Blandy Besuchern einen Einblick in ihren privaten und sehr gepflegten Park mit Aussicht auf Funchal und den benachbarten Palheiro Golfplatz. Besonders bekannt ist die Anlage für die beeindruckende Kamelien Allee, deren unterschiedliche Kamelienarten hier von November-April in verschiedensten Farben blühen. Die herrliche Kamelienallee mit verschiedenfarbigen Blüten zieht uns in ihren Bann. Die Vielfalt der verschiedenen Pflanzen auf dem Anwesen hier scheint unendlich, von der Königsprotea und Nadelkissenprotea aus Südafrika bis hin zur Magnolie, viele Strelitzien, riesige Bäume, kunstvoll kreierte Parkanlagen-ein gepflegtes Anwesen so weit das Auge reicht. Natürlich gibt es neben dem schmucken Wohnhaus der Familie Blandy auch die Johanneskapelle aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Jagdhaus, welches heute als Hotel fungiert. Im ebenfalls ansässigen Teehaus kehren wir ein, sitzen auf der Sonnenterrasse und lassen uns einen Cafezinho schmecken. Danach kann jeder den weiteren Tag bis zum Silvesterabend nach Lust und Laune verbringen. Einige aus unserer Gruppe machen sich mit mir auf zu einer Wanderung nach Camara de Lobos, dem berühmten Fischerdorf und Nachbarort. Wir wählen eine schöne Route, die größtenteils am Meer entlang geht und wir somit dem heutigen Silvesterrummel der Stadt entgehen. Einfach herrlich, ein tolles Panorama, sommerliche Temperaturen-schöner kann man das Jahr doch nicht ausklingen lassen. Abends staunen und genießen wir das grandiose Silvesterbuffet. Nachdem wir vorzüglich gespeist haben und die heutigen Getränke zum Abendessen inkludiert sind, gehen wir hoch auf die Dachterrasse des Hotel Panoramico, von wo aus wir als Hotelgäste exklusiv das weit über die Grenzen hinaus bekannte Silvesterfeuerwerk erleben zu dürfen. Es wird nochmals Sekt für die Gäste spendiert und schon bald staunen wir über die Vielfalt des Feuerwerks und über die unglaubliche 360° Kulisse, die sich uns bietet. 10 Kreuzfahrtschiffe haben sich im Hafen versammelt, um Europas schönstes Feuerwerk zu erleben. Anschließend tanzen wir zur Begrüßung des neuen Jahres mit viel frischer Luft und tollen Klängen des DJs…. Möge 2022 endlich für uns alle wieder ein sorgenfreies Jahr werden!

5. Tag, 01.01.2022 Tag zur freien Verfügung oder optionale Levada Wanderung

Nach so viel Silvesterfreude ist heute erst mal ausschlafen angesagt und wir genießen das herrliche Neujahrsbuffet auf der Terrasse des Hotel Panoramico. Mittags starten wir dann nach Marocos, um von hier aus eine geführte Levadawanderung anzutreten. Wir haben ca. 6,5 Km vor uns und Fatima erklärt uns viele Pflanzen und Bäume, die wir am Wegesrand sehen. So wandern wir fröhlich bei wunderbarem Wetter am Hang entlang, mit Blick auf Machico im Tal unter uns gelegen. Wie wir von Fatima hören, sind Levadas die bekannten Bewässerungskanäle Madeiras, die sich über ein Streckennetz von 3000 Km über die Insel verteilen. Die längste unter ihnen misst beachtliche 106 Km. Die Instandhalter und Bewässerer nennen sich Levadeiros und sorgen dafür, dass die Kanäle zum einen sauber gehalten werden und das bestellte Wasser entsprechend verteilt wird. Ein schöner Blick aufs Meer hier, schöne Terrassenfelder, Häuser, Hütten da…dazwischen Pflanzen wie Agapanthus, Hortensien, Calas, Bäume wie Avocado, Guaven, Feigen, Tiere, wenige Menschen…wir genießen die Wanderung und kehren zum Schluss in die Bar O Jacaré ein, wo wir ein kühles Bier, einen Kaffee oder ein Stückchen Kuchen genießen können. So haben wir das neue Jahr sportlich begonnen und dürfen heute Abend wieder das leckere Buffet ohne schlechtes Gewissen genießen.

6. Tag, 02.01.2022 Pico do Ariero, Ribeiro Frio, Santana, Porto da Cruz, Pico do Facho

Heute lernen wir den Nordosten Madeiras kennen. Um zu unserem ersten Ziel des Tages zu gelangen fahren wir vorbei an der Wallfahrtskirche von Monte, die auf 550 m Höhe gelegen ist. Diese wurde nach einem Erdbeben von 1748 wieder aufgebaut und im Jahr 1818 eingeweiht. Hier befindet sich das Grab des letzten Kaisers Karl dem 1. von Österreich, der hier im Exil 1922 gestorben ist. Wir verlassen Funchal und befinden uns nun schon auf 700 m Höhe, wo allmählich die Besiedlung endet und es schon deutlich kühler ist. Die Natur ändert sich und es wachsen mannshohe Heidelbeersträucher, Brombeeren, Stechginster und Erika. Bei der heutigen Fernsicht entdecken wir die Nachbarinsel Porto Santo, welche 12 Km lang und nur 6 Km breit ist. 5000 Einwohner sind hier beheimatet und bekannt wurde die Insel durch ihren 9 Km langen Natursandstrand. Wir erreichen den Gipfel von Pico do Ariero und befinden uns nun auf 1810 m Höhe, der Wind pfeift, es sind nur noch 12 Grad, dafür bietet sich jedoch eine grandiose Aussicht auf die umliegenden Inseln sowie die Ostspitze Madeiras. Nachdem wir das Bergpanorama genossen haben, steuern wir unser nächstes Wanderziel an. In Ribeiro Frio wird zunächst die Forellenzucht besucht und im Anschluss erfolgt eine 1-stündige Levadawanderung zu Balcoes (Balkon auf Portugiesisch), von wo aus wir wiederum ein herrliches Bergpanorama genießen. Unseren Mittagsstopp planen wir für heute in Santana, wo wir die berühmten bunten Häuser mit Weizenstrohdächern besichtigen und natürlich auch Mittagessen wollen. Die Dächer der bunten Häuser müssen alle vier Jahre neu gedeckt werden und sind mit ca. 2000 € Kosten für die Einheimischen eine recht kostspielige Angelegenheit. Am Nachmittag halten wir zu einem schönen Spaziergang am Meer im kleinen Küstenort Porto da Cruz, wo auch eine Zuckerrohrfabrik ansässige ist und wir diese besichtigen. Im Anschluss werden wir zu einer Rumprobe eingeladen, um den hier produzierten Rum testen zu können. Bevor wir nach Funchal zurückfahren, erfolgt ein letzter Fotostopp am Pico do Facho, von wo aus wir eine direkte Sicht auf den Flughafen Madeiras haben und sogar einem Flugzeug bei der Landung zusehen können. Eine Vielzahl an Weihnachtskerzen, rot leuchtend, bieten eine tolle Kulisse. Zurück fahren wir nochmals am Flughafen vorbei und erfahren, dass die Landebahn früher nur 1600 m lang war, jedoch nunmehr seit 23 Jahren 2800 m misst und somit alle Flugzeugtypen hier landen können. Lediglich die Piloten benötigen aufgrund der hier oft herrschenden Winde eine Zusatzqualifikation. So ein ereignisreicher Tag lässt uns abends hungrig das tolle Buffet im Hotel Panoramico stürmen und eine Fado Darbietung in der Cocktailbar rundet einen weiteren, sehr erlebnisreichen Tag auf Madeira ab.

07. Tag 03.01.2022 Tag zur freien Verfügung oder optionaler Ausflug an die Nordwestküste mit Mittagsziel Porto Moniz und Naturschwimmbecken

Heute beginnt der letzte Tag unseres wunderschönen Madeira Aufenthalts. Der Tag steht zur freien Verfügung und so kann jeder entscheiden, wie er diesen genießen möchte. Die meisten von uns entscheiden sich für den optionalen Ausflug, um den Nordwesten der Insel kennenzulernen. Auch heute herrschen hierzu die allerbesten Wettervoraussetzungen und so genießen wir die Panoramastraße, die ca. 500 m oberhalb der Küste entlang führt. Kleine Ortschaften mit wunderschönen, gepflegten Häusern, Vorgärten mit den typischen Madeira Pflanzen ziehen an uns vorbei und erneut staunen wir über die Gelassenheit unseres Busfahrers Luis, der uns gemächlich entlang der engen Straßen fährt. Unseren ersten Halt machen wir, wieder an der Küste angekommen, in Ribeira Brava (dem wilden Bach) und spazieren hier am Meer entlang, schauen uns den Ort und die Barrockkirche des heiligen Benedict an. Auf vielen Dächern entdecken wir an den Ecken Tauben und Köpfe aus Ton, die als Glücksbringer und Schutz der Häuser fungieren. Die Tauben symbolisieren den Heiligen Geist und die Köpfe Engel. Im Anschluss geht es hinauf zum Encumeada Pass und schon bald befinden wir uns in 1007 m Höhe. An einem Aussichtspunkt und der heutigen besonders klaren Sicht können wir gleichzeitig die Nord-und Südseite der Insel sehen. Ein herrliches Bergpanorama bietet sich hier oben bei alpiner Vegetation mit viel Stechginster und oft auch teils mannshohen Erikasträuchern. Kurz darauf passieren wir die höchste Ebene der Insel, Paúl da Serra, welche auf 1500 m gelegen ist. Wir staunen nicht schlecht über diese riesige Fläche und auch ein paar grasende Kühe sind zu sehen, die sonst aufgrund der steilen Felder nur in Ställen gehalten werden. An der Nordküste angekommen haben wir einen erneut herrliches Panorama und bestaunen kurz darauf das sogenannte „Bachfenster“ Ribeira da Janela, eine Felsformation mit einem Loch in der Mitte, welches wie der afrikanische Kontinent aussieht. Unser Mittagsziel erreichen wir in Porto Moniz und nehmen hier ein frisches Bad in den sogenannten Naturschwimmbecken, für die der Ort berühmt wurde. Angenehme 23 Grad, dazu volle Sonne lässt viele ins kühle Nass abtauchen und dieses Naturschauspiel genießen. Wir fahren weiter die Nordküste entlang, passieren idyllische kleine Ortschaften und am sogenannten Brautschleierwasserfall entstehen nochmals herrliche Aufnahmen. Bevor wir nach Funchal zurückkehren, spazieren wir durch das kleine Bergdorf Sao Vincente und auch hier statten wir einer Barrockkirche einen Besuch ab. Vorbei an der Kapelle der heiligen Fatima fahren wir in die Hauptstadt zurück. Als Vorbereitung zu unserer Rückreise steht für uns alle noch ein Schnelltest an, den wir geduldig über uns ergehen lassen. Als Abschluss unserer wunderschönen Silvesterreise steht heute ein Abendessen in einem Panoramarestaurant oberhalb der Stadt auf dem Plan. So kehren wir in die Quinta Estacao ein, um den bekannten Rindfleischspieß „Espetada“ zu kosten, der mit typischen Beilagen wie beispielsweise Milho Frito (Art frittierte Maispolenta) und Salat serviert wird. Natürlich darf hier vorweg das berühmte und äußerst köstliche Süßkartoffelbrot mit Knoblauchbutter (Bolo do Caco) nicht fehlen. Als typisches Dessert der Insel wird hier ein Maracujapudding gereicht und ein leckerer Ginjinha (Sauerkirschlikör) rundet unser leckeres Menü ab. Abschließend begeben wir uns noch auf eine Lichterfahrt, um das noch weihnachtlich geschmückte Funchal bei Nacht zu bestaunen. Unzählige Beleuchtungen, bunte Lichter, überdimensionale Weihnachtskugeln, begehbare Weihnachtsbäume, beleuchtete Tunnel, mit Musik untermalt, all dies bietet Funchal zur Weihnachtszeit und ist ein Rausch für die Sinne. Nochmals lassen wir alles auf uns wirken und sind uns einig, dass wir einfach nur froh sind, diese wunderschöne 8-tägige Silvesterreise mit unzähligen Eindrücken erlebt zu haben.

08. Tag, 04.01.2022 Rückreise nach Deutschland

Heute heißt es Abschied nehmen von Madeira, der Blumeninsel im Atlantik, die uns allen in so kurzer Zeit doch sehr ans Herz gewachsen ist. Unvergessen werden die Eindrücke bleiben, die wir in den letzten Tagen gewonnen haben. Das grandiose Feuerwerk bei milden Temperaturen-ein einmaliges Erlebnis, welches man selbst gesehen haben muss und nur schwer beschreiben kann. Die vielen Farben, blühenden Pflanzen, üppige Natur, schöne Ortschaften, freundliche Menschen-all das nehmen wir in unseren Herzen mit, während wir unsere Heimreise nach Deutschland antreten…
Ein großer Dank gilt an dieser Stelle unserer herzlichen Reiseleiterin Fatima Pereira, die uns mit viel Wissen und Herzblut ihre Heimat Madeira näher gebracht hat. Gemeinsam mit unserem Busfahrer Luis, der uns täglich sicher über die Insel gefahren habt, haben beide dazu beigetragen, dass wir unbeschwerte Tage hier verbringen konnten. Ein herzliches Dankeschön ebenso an die Kollegen von Eberhardt TRAVEL, die die Reise bestens geplant und uns die Einreiseformalitäten abgenommen haben.


Abschließend möchte ich mich jedoch im Namen des gesamten Teams von Eberhardt TRAVEL bei unseren lieben Gästen bedanken, dass sie uns das Vertrauen geschenkt und diese so besondere Reise gebucht haben. Mit eurer Buchung habt ihr dazu beigetragen, dass die Menschen hier auf der Insel, die vom Tourismus leben, wieder ein wenig zuversichtlicher in die Zukunft schauen können und dass es auch trotz der Pandemie wieder Hoffnung auf Arbeit gibt. Schnell habt ihr zu einer wirklich netten Reisegemeinschaft zusammengefunden und gemeinsam harmonische Tage zum Jahreswechsel erlebt.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns bei einer der vielen schönen Reisen von Eberhardt TRAVEL wiedersehen und erneut in die Welt hinausziehen würden.

Herzliche Grüße und bleibt gesund!

Eure Susanne Schirmann, Reisebegleiterin Eberhardt TRAVEL GmbH


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