Reisebericht: Rhein-Kreuzfahrt mit der MS Rigoletto

22.05. – 29.05.2017, 8 Tage Flusskreuzfahrt auf dem Rhein: Basel - Straßburg - Speyer - Rüdesheim - Köln - Arnheim - Amsterdam

Ein Reisebericht von:
Eva-Maria Strauß-Eberhardt
 
Traumreise Rheinflusskreuzfahrt und das im Frühlingsmonat Mai. Was kann es romantischeres geben?

1.Tag Montag 22.Mai.2017 Anreise nach Basel und Einschiffung


rhein-rigoletto

„Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt".
In unserem Fall die Busfahrt ab Dresden/Flughafen um 6.00 Uhr mit Busfahrer Steffen und Reisebegleiterin Karolin Kühn und 35 Gästen. Am Treffpunkt ILSHOFEN gegen 12.00 Uhr traf ich, Eva-Maria, auf diese Gäste. Dann ging es über die Autobahn weiter. Das Ziel war BASEL. Pünktlich um 16.00 Uhr waren wir in Basel am Anlegerterminal St. Johann. Die Crew brachte das Gepäck an Bord in die Kabinen. Auch die Gäste gingen an Bord und wurden zu Kaffee und süßen Leckerbissen in den Salon eingeladen. Frau von Weber, die Bordreiseleiterin und ich begrüßten die Gäste von Panoramica und Eberhardt Travel im Salon. Danach wurde das Abendessen im Restaurant serviert. So ging ein langer Tag fast zu Ende. Eva-Maria nahm noch einige Ausflugsnachbuchungen vor. Die Sonne schien so verführerisch, dass einige Gäste noch einen Verdauungs-Spaziergang nach Basel unternahmen. Vom Anleger bis zum Zentrum sind es nur 20 Minuten zu laufen. Das Schiff blieb über Nacht in Basel.

2. Tag Dienstag 23.Mai 2017 Basel – Strasbourg


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„Lass nichts zwischen dir und dem Tanz des Lebens stehen"
Die erste Nacht an Bord verlief für alle Gäste ruhig, denn die MS Rigoletto ankerte am Steiger. Der Kapitän für die Flusskreuzfahrt kam erst am Vormittag an Bord.
Inzwischen hatte jeder Gast seinen festen Platz im Restaurant und so gab es bei dem ersten Frühstück an Bord keine Probleme mit der Platzsuche. 9.00 Uhr erwartete uns der Busfahrer Steffen mit den Stadtführern für die Fahrt durch Basel. Wir erlebten Klein-Basel mit dem industriellen Teil der Stadt und dem Messegelände. Danach ging es zu Fuß bis zum Münster. Durch den Kreuzgang kamen wir zu einer Aussichtsplattform. Der Blick auf den Rhein war überwältigend. Danach ging es mit den Stadtführern und Eva-Maria noch in die Altstadt vorbei an Gilde- und Patrizierhäusern. Am wunderschönen Baseler Rathaus endete unser Stadtrundgang und wir trafen uns am Tengelibrunnen von dort brachte uns der Bus zurück zur Rigoletto.
12.30 Uhr hieß es „Leinen los". Das Mittagessen wurde im Restaurant serviert und die MS Rigoletto nahm Kurs auf Strasbourg. Am Abend begrüßte uns Kapitän Marco Bergsma und stellte uns seine Crew vor. Außerdem gab es eine Sicherheitsvorführung. Nach dem Abendessen wurde vom Bordmusiker Miro zur Unterhaltung und Tanz eingeladen.

3.Tag Mittwoch 24.Mai 2017 Strasbourg - Hauptstadt des Elsass


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„Was ich vom Leben gelernt habe, kann ich in drei Worte fassen: Es geht weiter".
Gegen 9.00 Uhr lud uns Aniko zur leichten Bordgymnastik ein. Ein „Ruhekissen" für den Genuss des leckeren Mittagessens an Bord.
Die MS Rigoletto legte schon am Vormittag am Quai de Belges – Parc de la Citadelle an. Viele Gäste unternahmen auf eigene Faust einen Spaziergang in die Innenstadt von Straßburg. Nach dem Mittagessen begann dann auch die Stadtrundfahrt durch Strasbourg, die Hauptstadt des Elsass. Durch die zahlreichen Bürgerhäuser trägt diese Stadt immer noch den Charakter einer alten Reichsstadt. Hin-und Hergerissen von deutschen und französischen Einflüssen. Aber vor allem das mächtige Münster mit der astronomischen Uhr hat uns beeindruckt. Nach der viel zu kurzen Freizeit begann vom Anleger Palais Rohan die Bootsfahrt auf der Ill. Vorbei an romantischen alten Fachwerkhäuser, dem malerischen Gerberviertel „Petite France", aber auch die modernen Gebäude des Europarates, des Europaparlamentes setzten uns in Erstaunen. Viel Glas und Beton was viele Euros gekostet hat.
Nach diesem ereignisreichen Nachmittag fahren wir mit dem Bus zurück auf unser schwimmendes Hotel. Die Gäste ruhten sich auf dem Sonnendeck unter den Sonnenschirmen aus - es war immer noch sehr heiß. Gefühlte 30 Grad. Am Abend zeigte uns Maître Thomas und Anika wie man einen schön gedeckten Tisch gestaltet und weihte uns in die Serviettenfaltkunst ein. Nach einiger Übung sahen sie fast so aus wie jeden Tag auf unseren festlichen Tischen. Der Abend klang mit Musik und Gesang vom Bordmusiker Miro aus. Wie jeden Abend gab es den Spätabends-Snack im Salon.

4. Tag Donnerstag 25. Mai 2017 Straßburg-Speyer und Rüdesheim


rhein-rigoletto

„Wein ist Poesie in Flaschen"
HIMMELFAHRT
00.30 Uhr die MS Rigoletto verlässt Strasbourg und nimmt Kurs auf Speyer. Gegen 8.00 Uhr legt das Schiff in Speyer an. Nach dem Frühstück beginnt der Stadtspaziergang in Speyer. Die Stadtführer holen die Gäste am Kai ab. Die Eberhardt Gruppe hat die lustige Heidi die ihre Heimatstadt mit Witz und Humor und mit viel Sachkunde erklären konnte. Es sind nur ca. 200 Meter bis zum Dom und in die Stadt. Wer möchte bleibt auf dem Schiff oder geht auf eigene Faust die Stadt erkunden. Es gibt viel zu sehen und zu staunen. Besonders der Kaiserdom mit seiner Geschichte beeindruckt. Aber auch die bewegte Geschichte der Stadt unter der Regierung Bayerns. Wir erfahren, dass auch der Altbundeskanzler Helmut Kohl gern hier zu Gast war und seine Lieblingsspeise, "Saumagen" in einer Pfälzer Traditionsgaststätte serviert bekam. In der Freizeit hatten wir Zeit in den gemütlichen Straßencafes einen Latte zu trinken oder einen Eisbacher zu genießen. Leider war Feiertag und die Schnäppchen-Jäger konnten nicht auf Jagd gehen. Zum Mittagessen sind alle Gäste wieder pünktlich an Bord. Für die Mannschaft der Rigoletto heißt es „Leinen los" und Kurs nehmen auf Rüdesheim. Gegen 19.00 Uhr sind wir in der Weinstadt Rüdesheim. Das Schiff bleibt über Nacht in der Nähe der Confeserie „Asbach Uralt" vor Anker liegen. Hoch oben über Rüdesheim steht das 2013 fertig restaurierte Niederwalddenkmal. Ein monumentaler Kollos wie z.B. auch das Hermannsdenkmal oder das Kaiser Barbarrossadenkmal am Kyffhäuser. Die Gondelbahn fährt um diese Zeit leider nicht mehr. Hinaus laufen wollen wir auch nicht. Deshalb mache ich mit den Gästen einen kleinen Bummel durch das Städtchen und natürlich landen wir in der berühmte DROSSELGASSE 3m breit und 144m lang.
Musik klingt aus allen Lokalen die zum verweilen einladen. Nach einem Riesling oder einem
echten Rüdesheimer Kaffee gehen wir zurück zur MS Rigoletto. Die Bar auf dem Schiff bleibt an diesem Abend recht leer.

5. Tag Freitag 26. Mai 2017 Rüdesheim - Köln


rhein-rigoletto

„Wein ist stärker als Wasser, das gestehn auch seine Hasser"
6.30 Uhr Abfahrt des Schiffes von Rüdesheim. Der wohl schönste und romantischste Abschnitt des Rheines. Auf 65 km 40 Burgen und Burgruinen. Deshalb wurde 2002 dieser Teil zum UNESCO Weltkulturerbe erhoben. Gegen 8.00 Uhr passieren wie den Loreleyfelsen am Flusskilometer 555. Natürlich ertönt aus den Lautsprechern die berühmte Melodie nach dem Gedicht „Ich weiß nicht was soll es bedeuten das ich so traurig bin..." von Heinrich Heine und wir stimmen darin ein. Viele berühmte Dichter, Sänger und Maler haben diesen Abschnitt als den schönsten des Rheinverlaufes bezeichnet. Auch wir sind begeistert und die Fotoapparate klicken ständig. Unermüdlich erklärt uns aus dem Steuerhaus die Bordreiseleiterin Heike von Weber die vielen Burgen und deren Geschichte. Wir erreichen Koblenz mit dem Deutschen Eck. Hier grüßt uns Kaiser Wilhelm hoch zu Ross. Und die Mosel mündet hier in den Rhein. Auf der gegenüberliegenden Seite die mächtige Festung Ehrenbreitstein. Eine Seilbahn mit 18 Kabinen überspannt, seit der Bundesgartenschau 2011, den Rhein vom Dt.Eck zur Ehrenbreitstein. Weiter geht die Flusskreuzfahrt vorbei an Bad Godesberg, den Drachenfelsen, der Brücke von Remagen, Bonn der ehemaligen Bundeshauptstadt bis nach Köln.
Gegen 15.00 Uhr kommen wir bei strahlendem Sonnenschein in Köln an. Mit den bereitstehenden Bussen fahren wir bis zur Komödienstraße. Gemeinsam gehen wir zum Wahrzeichen von Köln und UNESCO Weltkulturerbe den Dom. Für die gebuchten Gäste steht nun der Besuch der Domführerin an, er dauert eine Stunde. Die Freizeit verbrachten die meisten Gäste in einem der zahlreichen kleinen Cafés oder fuhren mit der Tschu-Tschu Bahn ins Schokoladenmuseum.
Das Schiff bleibt über Nacht am Konrad Adenauer Ufer in Köln liegen. Wer also Lust hatte konnte das Nachtleben von Köln auskosten. An diesem Abend gab es auch ein Highlight an Bord. Bei „Patriks Cocktail Show" konnten die Gäste ihren „Lieblingscocktail" selbst mixen.

6. Tag 26. Mai 2017 Samstag Köln – Arnheim


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„Wer dem Fluss folgt, kommt einmal an die See"
5.00 Uhr „Leinen los" die MS Rigoletto verlässt Köln und nimmt Kurs auf Arnheim. Nach dem reichlichen Frühstück wird es wieder mal Zeit für den Frühsport mit Aniko. So beruhigen wir unser Gewissen. Auf einer Kreuzfahrt ist das Wort DIÄT sowieso verboten! Am Vormittag lassen wir die Rheinlandschaft in den Niederlanden an uns vorbei ziehen. Wir erreichen Arnheim und ankern vor der im 2.Weltkrieg stark umkämpften Rheinbrücke. Sie war zerstört und ist neu aufgebaut worden. Diese interessante Geschichte und die Stadthistorie erzählt uns die holländische Stadtführerin. Wieder auf der Rigoletto erwartet uns die Crew mit einem kühlen Erfrischungsgetränk. Es ist immer noch sehr heiß. Während der bisherigen Fahrt hatten wir noch keinen Tag Regen. Welch ein Glück. Ja Glück brauchen die Gäste auch am Abend. Denn es stand ein „Bunter Abend mit Tombola" auf dem Programm. Eröffnet wurde es durch Künstler aus der Region Arnheim. Guus und Inge erfreuten uns mit ihrer flotten Tanz-Demonstration. Danach zeigte die Besatzung der MS Rigoletto ihr künstlerisches Talent. Thomas und Erika „spielten 7 Instrumente" mit ihren Körpern - einfach toll. Aber auch die Jungs aus der Küche gaben bei den „Glocken von Rom" ihr Bestes. Der Hotelmanager Aloys überraschte uns mit einer super Gesangseinlage. Wir dachten, es ist Playback, aber falsch gedacht, er hat eine tolle Stimme. Glückliche Gewinner gab es auch bei der Tombola. Mit dem „Rigolettolied" war die Stimmung auf dem Höhepunkt. Die Gäste von EHT und PTI bildeten eine Polonäse durch den Salon. Es war ein lustiger, unterhaltsamer Abend der durch den Spätabend-Snack seinen Abschluss fand.

7. Tag Sonntag 28. Mai 2017 Arnheim – Amsterdam


„Wir segeln in verschiedenen Richtungen über den Ozean des Lebens"
In den frühen Morgenstunden verlassen wir Arnheim und nehmen Kurs auf Amsterdam. Wieder mal leichte Morgengymnastik auf dem Sonnendeck, wo an diesem Tag eine steife Brise weht. Aber die Sportler lassen sich nicht unterkriegen.
Wer mal hinter die Kulissen sehen wollte, der war richtig bei der KÜCHENBESICHTIGUNG mit Aniko. Mit Bewunderung sahen wir, wie das Küchenteam auf so kleinem Raum so tolle Köstlichkeiten jeden Tag zaubert. Bei schönem Wetter beginnen wir nach dem Mittagessen die Stadtrundfahrt. Unsere Stadtführerin ist eine sehr lustige, nette Dame. In diesen 2 Stunden erfuhren wir viel zur Geschichte, Kultur, Politik und Lebensart der Amsterdamer und Niederländer. An der schönen Rembrandt-Mühle machen wir das Gruppenfoto welches die Eberhardt Gäste zugeschickt bekommen. Den Rest der Informationen über Amsterdam erhalten wir auf dem Grachtenboot. Die Fahrt beginnt gleich nach der Busfahrt. Der kurze Weg vom Bus zum Boot ist wie immer sehr gefährlich. Die Fahrradfahrer in Amsterdam sind „gefährlicher" als die Autofahrer. Deshalb regelt Eva-Maria den Verkehr. Ein Foto vor dem Grachtenboot und dann den Sitzplatz finden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Technik der Kopfhörer, haben alle Gäste den richtigen Kanal und die Lautstärke eingestellt und es kann losgehen. Nur das Fotografieren gestaltet sich schwierig. Wer keinen Fensterplatz hat, hat Pech. Auf dem Wasser ist an diesem Tag – es ist Sonntag- die Hölle los. So viele private Boote habe ich noch nie gesehen. Wie die Vorfahrtsregeln geht weiß auch nur ein Holländer. Aber irgendwie schaffen sie es nicht zusammenzustoßen. Nach einer Stunde ist dann auch unsere Bootsfahrt zu Ende. Steffen ist vergeblich auf der Suche nach einem Parkplatz wieder zum Anleger gekommen und wir steigen schnell in den Bus ein. Nun heißt es duschen und sich schön machen für das Kapitänsdinner. Auch unsere Busfahrer sind zu diesem festlichen Abend eingeladen.
Um 18.45 Uhr geht es los. Kapitän Marco Bergsma lädt zum Abschiedscocktail in den Salon.
Dankende Worte von ihm und dem Hotelmanager Aloys Hoogveld an die Gäste. Im Auftrag der
Reiseunternehmen bedankt sich Frau Heike von Weber bei der gesamten Crew. Auch ich spreche meinen Dank bei allen Gästen, der Crew, den Veranstaltern und Organisatoren dieser tollen Flusskreuzfahrt aus und bedanke mich herzlich.
Es folgte ein 7-Gänge-Menü im Restaurant was mit der EISPARADE der Schiffsköche endete.
Der Abend klang für die Gäste mit Musik und Tanz aus.
Nun war endgültig Koffer packen angesagt, denn nach dem Frühstück stand die Ausschiffung an.

8. Tag Montag 29. Mai 2017 Amsterdam Heimfahrt Dresden


rhein-rigoletto

"Schöne Stunden – sei nicht traurig das sie vorüber, sondern glücklich das sie gewesen!"
Der Himmel über Amsterdam hat seine Schleusen geöffnet. Es regnet in Strömen!
Ein letztes Mal Frühstück an Bord. Die Koffer stehen bereit und werden von der Crew im Salon abgestellt. Wie jetzt das Gepäck trocken an den EHT-Bus bringen? Etwas chaotisch läuft die Ausschiffung. Aber alle Koffer sind verstaut und so können wir gegen 7.20 Uhr von Bord gehen.
Der Kapitän und die Bordmannschaft winken uns noch einmal zu. Dann beginnt unsere Heimreise. Wir halten wie gewohnt aller 2 Stunden. Haben keinen Stau auf der Autobahn. Mittags gibt es das bewährte 4 Gängemenü im Bus: Bockwurst, Senf, Brot serviert auf einen Pappteller mit Serviette. Etwas gewöhnungsbedürftig nach dem Supermenü auf der MS Rigoletto.
Gegen 19.45 Uhr sind wir am Endziel Dresden Flughafen angekommen. Danke an unseren Busfahrer Steffen, der uns immer umsichtig, versiert und unfallfrei fahrend durch die Städte und über die Autobahnen brachte.
Eine tolle, gut organisierte Reise mit super netten Gästen von EHT und PTI.
Über Ergänzungen, Berichtigungen und vielleicht vergessenen Episoden zum Reisebericht würde ich mich freuen.
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft Gesundheit, Zufriedenheit und immer ein Lächeln auf den Lippen. Bleiben Sie reiselustig!

Herzlichst ihre Reiseleiterin Eva-Maria Strauß-Eberhardt

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