Reisebericht: Rhein-Kreuzfahrt mit der MS Rigoletto

20.05. – 28.05.2018, 8 Tage Flusskreuzfahrt auf dem Rhein: Basel - Straßburg - Speyer - Rüdesheim - Köln - Arnheim - Amsterdam

Gemütliche Stunden an Bord. Köln, Koblenz, Rüdesheim und Basel - sehenswerte Städte und die einmalige Flusslandschaft des Rheins waren die Höhepunkte unserer Reise.

Quer durch Deutschland: von Dresden nach Wesel


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20.5.2018. Nun ist er endlich da, der Urlaub auf den wir uns so lange gefreut haben. Voller Erwartung und bei fast sommerlichem Wetter starten wir in Dresden. Unser Weg führt uns zunächst in Richtung Thüringen; vorbei an Gera und Jena gelangen wir bald in Richtung Eisenach. Links oben thront, von der Vormittagssonne beschienen, die sagenumwobene Wartburg. Hoch über dem Werratal geht es dann ins Hessische; später sehen wir die alte Stadt Bad Hersfeld im Talkessel der Fulda liegen, hier wirkte einst Konrad Duden, seinen Geburtsort werden wir heute an unserem Ziel auch noch kennenlernen.
Die Sonne lacht vom Himmel herab, Ortschaften lösen sich mit grüner Natur ab, nein, schon diese Anreise ist nicht langweilig. Besonders eindrucksvoll ist die Passage des Rothaargebirges, danach geht es einmal quer durchs Ruhrgebiet und später, hinter Oberhausen, gelangen wir in die weite Ebene des Niederrheins. Das ist flaches fruchtbares Land, Getreidefelder und Grünflächen auf denen Kühe gemütlich grasen, dominieren hier das Bild. Am späteren Nachmittag langen wir in dem Ortsteil von Wesel an, wo einst Konrad Duden zur Welt kam; in einer Suite unseres Hotels steht heute noch seine Wiege. Sommerliche Temperaturen empfangen uns hier, im Garten des Hotels sind zahlreiche Tische aufgestellt wo wir es uns vor dem Abendessen erst einmal so richtig gemütlich machen können.

Entdeckungen in Amsterdam


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21.5.2018. Die Sonne lacht direkt durch das Fenster in mein Hotelzimmer hinein und kitzelt mir den Schlaf aus den Augen. Höchste Zeit zum Aufstehen; das Frühstück bringt uns die erste Stärkung des Tages und nachdem die Koffer verladen sind, kann es losgehen. Unser Weg führt uns hinüber in die Niederlande, an Arnheim vorbei geht es bald in den Großraum von Amsterdam. Das ist unser heutiges Ziel, fast ohne Stau langen wir am Treffpunkt an. Lange müssen wir auch nicht warten; die Stadtführerinnen erscheinen pünktlich und dann kann es losgehen. Bald gelangen wir in die direkte Innenstadt und zu der interessanten Architektur von Amsterdam. Die alten Häuser ruhen auf tausenden von Holzpfählen, so manches Gebäude ist dabei etwas aus dem Lot geraten.
Das wird dann besonders bei der Grachtenrundfahrt offenbar die sich dann gleich an die Stadtrundfahrt anschließt. Das sind nun wirklich ganz andere Eindrücke vom Wasser aus, unzählige Kanäle führen durch die Stadt und es ist für uns fast unmöglich hierbei die Orientierung zu behalten! Der Blick geht hinauf zu den schönen Giebeln der Häuser, auf dem Wasser haben malerischen Hausboote festgemacht und über allem lacht die Nachmittagssonne über dieser malerischen Stadt der Grachten.
Der Nachmittag ist dann schon etwas vorgerückt als wir uns mit dem Bus zum Hafen begeben. Hier hat das Schiff „Rigoletto" festgemacht, es ist unser Domizil für die nächsten Tage denen wir erwartungsfroh entgegensehen.
Freundlich empfängt uns das Team. Beim Begrüßungscocktail stellt sich die Crew vor, alles ist sehr festlich und die Vorfreude ist schon groß auf das was uns die attraktive Kreuzfahrt auf dem Rhein bringen wird.

Die Domstadt Köln


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22.5.2018. Gleich nachdem wir gestern auf dem Schiff ankamen, legten wir ab und über den Amsterdam – Rhein – Kanal gelangten wir über Nacht in den Vater Rhein. Just in dieser Zeit lagen wir im Reich der Träume, als wir uns dann aber beim Frühstück treffen, sehen wir nun schon die Industrieanlagen und Gebäude des Ruhrgebiets vorüberziehen. Zahlreiche Brücken kreuzen den Rhein; an Duisburg vorbei nehmen wir Kurs auf Düsseldorf. Hier beginnt nun unser heutiges Programm, doch zunächst gönnen wir uns erst einmal ein leckeres Essen, zubereitet und serviert von den fleißigen Händen des Bordpersonals.
Dann, am zeitigen Nachmittag, stehen die Busse bereit und nun kann es losgehen. Entlang des Rheinufers führt uns der Weg zur Autobahn um nach Köln zu gelangen. Schon von weiten grüßen uns die Türme des Domes, das ist nun unser Ziel.
Trubel empfängt uns in der Domstadt. Nach etwas Freizeit kann aber die Domführung beginnen. Es ist schon beeindruckend vor der gigantischen Hauptfassade zu stehen, mit unserer Führung gelangen wir nun in das Innere und auch hier, im Hauptschiff, staunen wir über die Ausmaße dieser Kirche. Wir tauchen ein in die lange Geschichte dieses Gotteshauses und unternehmen gleichermaßen eine Zeitreise durch die Jahrhunderte und eine sehr unruhige Geschichte. Allein dieser Dom hat das alles gesehen, steinernes Monument für die Ewigkeit und Symbol für die Vergänglichkeit allen Lebens.
Bei der Führung ereilt uns die Nachricht dass das Schiff etwas Verspätung hat, aus der Not wird eine Tugend: wir haben noch etwas mehr Zeit für die interessante Stadt Köln.

Nach Koblenz


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23.5.2018. Gegen sechs werden die Motoren gestartet und während wir noch in den Federn liegen, legt das Schiff ab, die fleißigen Hände bereiten das Frühstück vor – erste Stärkung für einen erneut ereignisreichen Tag. Zunächst jedoch hat Petrus etwas Dunst über den Rhein gelegt; Bonn und Bad Godesberg erscheinen im leichten Nebel ebenso die Burgruine Drachenfels; doch so wie die Zeiger der Uhr weiterrücken so schafft sich die Sonne Bahn und als wir in Koblenz anlangen, sind die Wolken fast verschwunden. Unser Schiff hat in der Mosel festgemacht, gleich gegenüber des Zentrums welches wir nun besuchen werden. Pünktlich haben sich die Stadtführer eingestellt und, nachdem wir unsere Gruppen aufgeteilt haben, geht es los. Zunächst erfahren wir am Deutschen Eck einiges über unsere Geschichte, auf der gegenüberliegenden Rheinseite thront auf dem Berg die Festung Ehrenbreitstein. Dann gelangen wir in die direkte Innenstadt von Koblenz die sich uns, trotz starker Zerstörung im Krieg, wie ein Schmuckkästchen zeigt. Wir erkunden die schmalen Gassen, staunen über die belebten Plätze und lauschen den Erklärungen unseres Stadtführers. Dabei erfahren wir einige launige Geschichten über die Originale der Stadt und am Ende der Führung sind wir uns einig: hier lohnt der Aufenthalt und in der ausgiebigen Freizeit können wir auf eigene Erkundungen gehen. Besonders eindrucksvoll gestaltet sich die Fahrt mit der Seilbahn hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Ein phantastisches Panorama hat sich vor unseren Augen ausgebereitet: die Flüsse Rhein und Mosel vereinigen sich hier und weit schweift der Blick in das schöne Land. Über allem liegt ein warmer Frühsommertag, die zahlreichen Cafés laden zur Einkehr ein und nach dem Abendessen lohnt der Weg entlang des Moselufers und durch die schön beleuchtete Altstadt zu einem Glas Wein.

UNESCO – Welterbe Mittelerhein und Entdeckungen in Rüdesheim


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24.5.2018. Heute steht eine besondere Rheinfahrt auf dem Programm! Nachdem wir abgelegt haben geht es von der Mosel wieder in den Rhein und wir nehmen die Fahrt auf um eine sehr Burgenreiche Strecke in Augenschein zu nehmen. Vorbei an der Brauerei sehen wir bald auf der linken Seite die Marksburg. Sie blieb zu allen Zeiten unzerstört, während andere Bauten uns heute als Ruinen erscheinen, viele wurden aber wieder original aufgebaut. Und was für originelle Namen manche haben: da gibt es eine Burg „Die feindlichen Brüder", oder „Maus" und „Katz", alle sind sehr gut bei unsere Rheinfahrt auszumachen. Dann steht ein besonderes Erlebnis auf dem Programm: die Fahrt entlang des Rheinfelsens der den schönen Namen „Loreley" trägt. Einst soll ein schönes Mädchen hier die Schiffer mit ihrem Gesang betört haben, so dass hier oft Schiffe gesunken sind weil es den Kapitänen an Aufmerksamkeit fehlte. Die Passage ist heute immer noch nicht ohne Probleme, aber unser Kapitän lenkt die „Rigoletto" mit sicherer Hand durch diese Engstelle.
Bald treten die Berge zurück und wir haben Rüdesheim erreicht.
Hier rollen nun zwei Panoramazüge vor, mit ihnen gehen wir auf Erkundungen im schönen Weinort. Zunächst geht es bergauf und durch die Weinberge, hier erfahren wir einiges über den edlen Tropfen der hier gezogen wird um später dann wieder hinunter zu gelangen, hier erfreuen uns die schön bemalten Fassaden der Häuser. Fast alles dreht sich in Rüdesheim um den Wein und die zahlreichen Restaurants locken besonders am Abend zur Einkehr. Nun steht uns der Besuch eines besonderen Museums bevor. Es ist „Siegfrieds Mechanisches Musikkabinett" und hier kommen wir aus dem Staunen nicht mehr hinaus. Ob Phonograph mit Wachswalze, Schellackplatte und Grammophon oder gigantische Jahrmarktsorgel – wir glauben unseren Ohren nicht, wie erfindungsreich die Menschen zu früherer Zeit waren um Musik zu machen.
Nach diesem Erlebnis steht uns nun ein schöner Nachmittag in Rüdesheim bevor um selbst auf Erkundungen zu gehen, ein Glas Wein in einem der urigen Restaurants ist da wohl für jeden Weinkenner ein Muss!

Rheinaufwärts nach Speyer


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25.5.2018. Das Schiff hat heute schon gegen fünf abgelegt um die etwas längere Etappe zu bewältigen die nun vor uns liegt. Als wir uns dann zum Frühstück treffen, liegt etwas Nebel über dem Fluss. Das stört uns aber nicht, ganz gemütlich schauen wir uns die vorbeiziehenden Ufer vom Salon aus an. Wir haben nun schon den Oberrhein erreicht; das Land ist vorerst flacher aber nicht weniger reizvoll geworden.
Die Stunden verstreichen, bald kommen die Industrieanlagen der BASF in Sicht und das Mittagessen naht. Danach steht eine weitere interessante Rhein – Stadt auf dem Programm: Speyer. Diese Stadt ist bekannt durch den Dom und Petrus hat uns wieder sonniges und warmes Wetter beschert. Nach dem Essen geht es mit den Stadtführern los, im Hintergrund sind schon die mächtigen Türme der Kirche zu sehen. Zunächst sind wir in einem schönen Park unterwegs, unser Stadtführer weiß so manche Geschichte aus der Vergangenheit zu erzählen und als wir an der Apsis des Domes anlangen, sehen wir die gigantischen Ausmaße dieses Gotteshauses. Es ist weltweit die größte Kirche im romanischen Stil, deshalb hat sie es auch auf die UNESCO – Liste geschafft. In Windeseile geht es durch die Jahrhunderte, und eine bewegte Geschichte offenbart sich uns. Dann gelangen wir in das Zentrum dieser sehenswerten Stadt. Malerische alte Bürgerhäuser stehen entlang der Fußgängerzone, die Gastwirte haben die Stühle herausgeräumt und die Besucher dieser Stadt genießen einen schönen Nachmittag, so auch wir. Dabei erfahren wir viele Details, schauen in eine schmucke Barockkirche hinein und gelangen auch noch in das jüdische Viertel von Speyer. Nach der Führung verbleibt noch etwas Zeit, unsere Gruppe trifft sich dann zum leckeren Diner wieder; langsam neigt sich die Sonne dem Horizont zu und ein weiterer schöner Tag geht in Harmonie zu Ende.

Strasbourg


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26.5.2018. Heute geht es schon am frühen Morgen los. Ein etwas weiterer Weg liegt vor uns. Beim Frühstück, und beim Blick hinaus auf die vorbeiziehende Landschaft, lacht uns schon wieder die Sonne an, so beginnt der Tag richtig gut. Erholsam vergehen die Stunden des Vormittags, lecker ist das Mittagessen und am Nachmittag steht unser Bus bereit um mit uns eine der sehenswertesten Städte am Rhein zu erkunden: Strasbourg.
Unsere Fahrt führt uns zunächst vorbei an den modernen Gebäuden der EU. Von hier aus wird europäische Politik gemacht und es ist schon beeindruckend an diesem Machtzentrum vorbeizufahren. Dann gelangen wir in die direkte Innenstadt und ab hier sind wir dann zu Fuß unterwegs. Der Stadtführer entführt uns in die Historie dieser schönen Stadt. Die Menschen hier mussten in den letzten 200 Jahren sehr oft ihre Staatsbürgerschaft wechseln, heute ist alles französisch geprägt, obwohl die Elsässer durchaus ihre Identität und Tradition zu wahren wussten.
Schön ist so manches Fachwerkhaus anzuschauen, dann gibt es die zahlreichen Straßencafés und das moderne Leben dieser Stadt. Am Ende der Führung besuchen wir noch das Münster, ein beeindruckender Kirchenbau in der Tradition der Region ist er besonders sehenswert in seinem Inneren.
Den Abschluss des Tages bildet eine gemütliche Fahrt auf dem Ill, es ist der Fluss der mitten durch die Stadt fließt und uns noch eine neue Perspektive auf Strasbourg bietet.
Dann geht es zurück zur „Rigoletto", nach dem leckeren Abendessen hat sich die Crew eine besondere Überraschung einfallen lassen: sie bietet uns eine Show bei welcher dann auch wirklich kein Auge trocken bleibt.

Nach Basel


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27.5.2018. Leider hat uns gestern die Nachricht erreicht, dass unser Schiff nicht nach Basel fahren kann. Aber das ist kein Problem, Maik unser Chauffeur erscheint pünktlich nach dem Frühstück und dann geht es eben mit dem Bus in diese interessante Schweizer Stadt.
Entlang der fruchtbaren und grünenden Felder des Oberrheingrabens verläuft unsere Tour und nach knapp zwei Stunden langen wir in Basel an. Zunächst sahen wir den Business von Basel; als wir aber über den Rhein fahren, bemerken wir welch sympathisches Stadtbild im historischen Teil zu sehen ist. Zunächst ein kleiner Spaziergang zum Markt und in der Zwischenzeit haben fleißige Hände ein Buffet für das Picknick aufgebaut, eine kleine Überraschung zum Mittag und willkommenen Stärkung gleichermaßen.
Dann geht es los, die Stadtführerinnen sind erschienen und mit dem Bus gönnen wir uns eine ausgiebige Rundfahrt durch Basel. Wir sehen das Moderne, bewundern das Alte und immer wieder wird offenbar: diese Stadt im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und der Schweiz gelegen, hat auch alle drei Traditionen in sich aufgenommen. Den schönsten Teil erschließen wir uns dann zu Fuß. Durch den romanischen Kreuzgang des Münsters gelangen wir zur Terrasse die uns einen wunderbaren Ausblick auf den Rhein verschafft. Im Anschluss sehen wir uns das schöne Gotteshaus von Innen an und hier erfahren wir nun die besondere Geschichte dieser Kirche im Wandel der Epochen.
Das war nun wieder ein schöner Tag, der vorletzte dieser Reise. Nachdem wir zum Schiff zurückgekehrt sind erwartet uns ein besondere Abend: der Kapitän lädt zum Diner. Das sind zum Abschluss einer jeden Kreuzfahrt ganz besondere Augenblicke. Noch einmal lassen wir die schönen Tage die nun hinter uns liegen Revue passieren, die Gläser klingen und den Abschluss bildet dann ein außerordentlich leckeres Essen in mehreren Gängen, welches nun wirklich keine Wünsche offen lässt!

Abschied und Heimreise


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28.5.2018. Die Koffer sind gepackt, die fleißigen Hände der Crew bringen sie von Bord während wir ein letztes Mal ein leckeres Frühstück vom reichhaltigen Buffet genießen können.
Dann kommt der Abschied; Maik steht mit dem Bus bereit um uns mit sicherer Hand wieder in die Heimat zu bringen. Noch ein letzter Blick auf die „Rigoletto", angenehme Heimstatt der letzten Woche, dann geht es los. Über den Rhein gelangen wir hinüber nach Kehl und dann auf die Autobahn. Rechts grüßen uns die Höhen des Nordschwarzwaldes und in Karlsruhe müssen wir uns dann schon von den ersten Gästen verabschieden.
Die Tour in Richtung Heimat verläuft ohne Stau. Zeit genug während der Heimfahrt noch einmal an die schöne Zeit, die nun hinter uns liegt, zurückzudenken und davon zu träumen welche Pläne man für die Zukunft schmieden könnte, die Welt ist so groß!
Wie das schöne Land an den Fenstern des Busses vorbeifliegt, so vergehen Zeit und Leben.
Nutzen wir das Schöne was uns gegeben in vollen Zügen, erfreuen wir uns an allem und seien wir dankbar darüber, dass wir erleben können, was anderen verwehrt bleibt!

Steffen Mucke



Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können.

Jean Paul

Bildergalerie zur Reise

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