Reisebericht: Rundreise Rumänien, Moldawien und Transnistrien

28.07. – 10.08.2019, 14 Tage Rundreise durch Rumänien, Moldawien und Transnistrien: Cluj Napoca (Klausenburg) - Siebenbürgen - Sighisoara (Schäßburg) - Sibiu - Brasov - Iasi - Chisinau - Tiraspol - Orheiul Vechi - Soroca - Pokrowka - Moldauklöster - Sighetu Marmatiei - Sapan

Eine Reise durch drei Länder Südosteuropas.Was erwartet uns – Regionen, die historisch und kulturell seit Jahrhunderten verbunden sind und die sich in jüngster Zeit ganz unterschiedlich entwickelten, Menschen verschiedener Herkunft und Nationalität, die sich für ihre Länder engagieren und seit langer Zeit zusammenleben, wunderschöne Landschaften, gastfreundliche Menschen, ein Sprachgewirr. Länder, die einer Reise wert sind.

1. Tag, Sonntag 28.07.2019: Flug nach Cluj-Napoca


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Wir fliegen mit dem Gros unserer Reisegruppe von Dresden zunächst nach Frankfurt, wo wir weitere Gäste treffen. Dann geht es gemeinsam weiter nach Cluj-Napoca (Klausenburg) im nördlichen Siebenbürgen, Rumänien. Die Flugdauer ist nicht lang und am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel. Am Flughafen empfängt uns unsere freundliche Reiseleiterin Irena. Sie stammt aus Siebenbürgen und spricht als Muttersprachen deutsch und rumänisch. Es ist ein wohltuender Klang der Stimme und Intonation. Wir lernen auch unseren Busfahrer Oleg kennen, der uns die ganze Rundreise über fahren wird und aus Moldawien stammt. Unser Bus ist recht modern und stammt aus Deutschland. So lernen wir uns schnell kennen und fahren in das Hotel "Grand Hotel Cluj-Napoca", ganz zentral gelegen. Die Altstadt kann man zu Fuß erreichen. Nach dem Abendessen gehen noch einige Gäste gemeinsam in die Stadt und den Burgberg erkunden. Es ist alles sehr schön beleuchtet. Wir freuen uns auf einen erlebnisreichen Urlaub und erwarten spannend den nächsten Tag.

2.Tag, Montag 29.07.2019: Cluj-Napoca und Fahrt nach Sighisoara


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Nach dem Frühstück gehen wir noch auf einen kleinen Stadtrundgang durch Cluj und tauchen das erste Mal in die vielfältige Geschichte Rumäniens ein, unterschiedliche Völker, viele Fürsten und Könige, manch ein europäischer Herrscher streckte seine Hand nach diesem Landstrich aus. Cluj ist die zweitgrößte Stadt Rumäniens und in der Altstadt kann man noch viele Spuren des ehemaligen Habsburger Reichs entdecken. Auch ist die Stadt das größte ungarische Zentrum in Rumänien. Der Beinamen Napoca stammt noch aus der römischen Zeit und ist abgeleitet von der Dakersiedlung Napuca. Wir beginnen unseren Rundgang am Museumsplatz mit der Franziskanerkirche und dem Obelisken in der Mitte des Platzes, der an den Besuch von Kaiser Franz I. von Österreich und seiner Gattin Karoline Auguste 1817 erinnert. Auf das Geburtshaus von Matthias Corvinus treffen wir auf unserem weiteren Weg über die kleine kopfsteingepflasterte Fußgängerzone. Hier kam der spätere König von Ungarn 1443 zur Welt. Wir streifen am Einheitsplatz die mächtige gotische St.-Michaels-Kirche, heute römisch-katholisch, und das Reiterstandbild von Matthias Corvinus. Und verweilen auch auf dem dritten wichtigen Platz der Stadt, am Piata Avram Iancu, wo sich die orthodoxe Kathedrale und das Nationaltheater, ein Jugendstilbau nach Entwürfen der Wiener Architekten Fellner & Helmer, befinden.
Leider ist die Zeit recht kurz bemessen, denn wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns. Um die Mittagszeit fahren wir dann nach Sighisoara (Schäßburg) und halten am Motel Darina für eine kurze Mittagspause. Hier lernen wir die rumänischen Suppen kennen, sie sind ausreichend für eine kurze Mahlzeit.
Schäßburg erreichen wir nach fast vier Stunden Fahrzeit und bevor wir im Hotel „Imperial" einchecken, begeben wir uns auf Stadtrundgang hinauf auf den Burghügel. Die Stadt besteht aus einer Unter- und einer Oberstadt und besonders in der Oberstadt mit den gepflasterten und verwinkelten Gässchen, den schiefen Häuschen mit mächtigen Stützmauern meint man, die Zeit sei vor Jahrhunderten stehen geblieben. Der Stundturm ist montags geschlossen und so steigen wir heute zunächst vom Burgberg hinauf auf den Schulberg. Es geht über die mit Holzbalken überdachte Schülertreppe mit 175 Stufen zur Bergschule und Bergkirche. Aber man kann auch einen kleinen Umweg ohne Stufen nehmen. Vor der Bergschule erfahren wir Wissenswertes über Hermann Oberth, den Weltraumpionier, der hier die Schule besucht und sich Zeit seines Lebens mit der Raumfahrt befasste. Die Bergkirche, errichtet im 14. Jahrhundert mit einer Krypta unter dem Kirchenbau, besichtigen wir mit einer sachkundigen Führerin. Von hier oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Unterstadt und man möchte gern auf dem uralten Friedhof verweilen und die alten verwitterten, schiefstehenden Grabsteine lesen. Dann geht es wieder hinab auf den Burgplatz, der malerisch von Lokalen, Pensionen und schönen Häusern gesäumt ist. Hier steht auch das weiße Eckhaus mit den Hirschen. Unweit davon befindet sich das Dracula-Haus, wo Vlad III. Tepes (der „Pfähler") 1431 als Sohn von Fürst Vlad II. Dracul das Licht der Welt erblickt haben soll.

3. Tag, Dienstag 30.07.2019: Fahrt über Biertan nach Sibiu


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Am nächsten Morgen geht es früh aus den Federn, denn wir wollen nochmals auf den Burgberg und den Stundturm besuchen. Er ist der Hauptzugang zur oberen Altstadt und stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er diente als Rathaus, Schatz-, Munitions- und Folterkammer, Gefängnis und Stadtarchiv. Sehenswert sind die beiden Uhren auf beiden Seiten des Turms, die 1648 dort angebracht worden sind. Eine Uhr symbolisiert mit sieben Holzfiguren die Wochentage, an der anderen Uhr sind Figuren angebracht, die sich zu vollen Stunden bewegen. Heute ist im Turm ein Geschichtsmuseum untergebracht.
Bald schon geht die Reise weiter in Richtung Biertan (Birthälm), wo wir eine Kirchenburg besichtigen und Irena uns sehr viel Interessantes aus der Historie dieser Wehrkirchen erzählt. Biertan ist ein großes und schönes Dorf, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Wir steigen über einen überdachten Wehrgang hinauf zur Burg, wo sich ein fotogener Blick über Häuser und Hügel und die verlassenen Weinberge ergibt. Die Befestigungsanlage besteht aus drei Mauerringen, Türmen und Basteinen, erbaut im 15./16. Jahrhundert. Hier sehen wir auch das „Ehe-Gefängnis" in der Ostbastei. Zerstrittene Ehepaare mussten sich in einem kleinen Raum einen Tisch und ein Bett teilen und erst wenn sie sich wieder vertragen haben, durften sie den Raum verlassen. Dies soll wohl erheblich dazu beigetragen haben, dass sich kaum jemand scheiden ließ.
Wir können nicht lange verweilen, denn die Reise geht weiter nach Sibiu (Hermannstadt). Nach dem Einchecken im Hotel „Imperatul Romanilor", das sich direkt im Stadtzentrum auf dem Fußgängerboulevard befindet, haben wir etwas Freizeit für eine kleine Mittagspause und bummeln auf dem Boulevard, wo die verlockendsten Stände zum Anschauen und Kaufen warten. Hier kann man auch einen kleinen Snack nehmen. Am Nachmittag dann sehen wir uns mit Irena die Altstadt an. Sibiu war 2007 Europäische Kulturhauptstadt und man sieht, dass aus diesem Anlass sehr viele Gebäude restauriert und herausgeputzt worden sind. Die Stadt ist voller Leben, besonders abends, wenn die Lokale und die Fußgängerpassagen voller Menschen sind. Auch hier gibt es eine Ober- und eine Unterstadt. In der Oberstadt, wo auch unser Hotel liegt, gibt es drei Plätze, die ineinander übergehen, und einige Sehenswürdigkeiten bieten. Am Großen Ring wohnten die Reichen und Mächtigen der Stadt. Er ist gesäumt von prächtigen Patrizierhäusern und hier befinden sich das Rathaus und das Brukenthal-Palais, das Barock-Palais des Gouverneurs von Siebenbürgen Baron von Brukenthal, heute Museum. Wir verlassen den Großen Ring, gehen vorbei an der Katholischen Stadtpfarrkirche „Heilige Dreifaltigkeit„ und gelangen durch den Ratsturm zum Kleinen Ring, wo die Häuser weniger vornehm sind und wo noch heute die kleinen Stände der Händler stehen. Man kann sich das Gewimmel vorstellen, als die Kaufleute und Handwerker in den Arkadengängen ihre Waren ausstellten. Die Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt stellt die kleine, gusseiserne Brücke dar, die Lügenbrücke, die einstürzt, wenn man nicht die Wahrheit sagt. Unser Rundgang geht am Huet-Platz zu Ende. Hier steht die gewaltige Evangelische Stadtpfarrkirche, ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Vor der Kirche geben sich gerade einige Wandergesellen ein Stelldichein und wir können ihre handwerklichen Fähigkeiten bewundern.
Am Abend erleben wir eine kleine Überraschung. Wir fahren auf einen gut ausgebauten Bauernhof in Sibiel (Budenbach) zur Pension Andrei, wo uns eine traditionelle rumänische Familie herzlichst begrüßt und mit landestypischen Speisen verwöhnt. Manch einer fragt nach dem Rezept der Speisen. Es gefällt uns hier sehr und nur schwer können wir uns trennen. Haben Sie den Dorfbrunnen am Flüsschen gesehen?

4. Tag, Mittwoch 31.07.2019: Fahrt nach Brasov


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Am nächsten Tag fahren wir noch einmal nach Sibiel, das kleine Touristendorf, wo wir ein wunderbares Abendessen hatten. Hier besichtigen wir in aller Frühe das Museum für Ikonen, die in der Technik der Hinterglasmalerei entstanden sind. Der Dorfpfarrer, der jahrelang in kommunistischen Gefängnissen verbracht hatte, sammelte nach seiner Freilassung ab 1969 bäuerliche Hinterglas-Ikonen aus allen Landesteilen zusammen. Welch eine Farbenpracht bei den Exponaten, die mehr als 200 Jahre alt sind.
Weiter geht unsere Fahrt nach Christian (Großau), in das Dorf der Störche. Auf Strommasten und Schornsteinen stehen die Störche in ihren großen Nestern. Die Störche kommen jedes Jahr zurück; die Sachsen, die während des kommunistischen Regimes das Land verlassen haben, kommen nur zu Besuch. Wir besuchen eine weitere, sehr schön renovierte Kirchenburg inmitten des Dorfes. Hier empfängt uns Maria und erzählt voller Enthusiasmus vom Zusammenleben der Siebenbürger Sachsen und der Landler, den österreichischen Protestanten, die von der katholischen Herrscherin Maria Theresa nach Siebenbürgen abgeschoben worden waren. In der Kirche erfahren wir, wie die Kirchenordnung funktionierte, so dass es zu keinen Streitigkeiten zwischen den Landesgruppen kam. Beim Hinausgehen aus der Kirche erwartet uns eine besondere Überraschung. Der Speckturm wird von Maria aufgeschlossen und – Welch ein Duft nach frischem Speck und geräucherten Würsten. Hier bewahrten die Dorfbewohner ihre Schätze auf. Und wir – haben eine kleine Verkostung von all den Köstlichkeiten, selbstgemachter Schnaps, Marmeladen, Speckhäppchen und Wurstscheibchen, Brot und Zakuzka, der so gut schmeckende Brotaufstrich aus Gemüse. Diese Köstlichkeiten können wir auch käuflich erwerben und einige Gäste füllen ihre Taschen mit Mitbringsel für zu Hause. Ob das dort auch noch so toll schmeckt?
Am Nachmittag reisen wir weiter nach Brasov (Kronstadt). Bevor wir unser Zimmer im Hotel „Belvedere" beziehen, erleben wir mit Irena einen Stadtrundgang durch die Altstadt. Hier scheint das deutsche Erbe noch lebendig, denn auch Schilder sind des Öfteren in deutsch beschriftet. Die Gegend wurde bereits während der Jungsteinzeit besiedelt und im 13. Jahrhundert wurde die Stadt Kronstadt vom Deutschen Ritterorden gegründet. Wir starteten unseren Rundgang am Rathausplatz mit dem alten Rathaus, das ganz zentral auf dem Platz thront, der orthodoxen Kirche Mariä Himmelfahrt, die jedoch von der Straße nicht zu sehen ist und sich in einem Hinterhof befindet, und dem Hirscher-Haus, dem einstigen Zentrum des Handels mit einem breiten Arkadengang. Die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist die Schwarze Kirche, die sich am Rathausplatz anschließt. Es ist die größte gotische Hallenkirche Südosteuropas. Ihren Namen erhielt die Kirche aufgrund der brandgeschwärzten Ruine nach dem Stadtbrand 1689. In der Kirche besonders beeindruckend – die von der Empore hängenden Gebetsteppiche und die raffiniert beweglichen Rückenlehnen der Kirchenbänke, so dass man sowohl zum Altar als auch zur Orgelempore blicken kann. Wir genießen den Tag noch mit einem kleinen Spaziergang zum Schwarzen und zum Weißen Turm entlang der einstigen Befestigungsanlagen, ehe wir uns zu unserem Bus begeben.
Unser Hotel liegt hoch über der Stadt mit Blick auf die umliegenden Berge und erscheint uns sehr neu. Leider finden wir den Fahrstuhl an der versteckten Seite des Parkplatzes nicht gleich und so mühen wir uns mit dem Koffer hinauf zur Rezeption. Das Hotel hat ein Schwimmbecken, das einige Gäste nutzen. Am Abend dann das Essen im Nebengebäude. Wunderbar, tolle Qualität, es hat sehr gut geschmeckt.

5. Tag, Donnerstag 01.08.2019: Besichtigung von Schloss Peles und der Burg Bran


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Wir verweilen noch einen Tag in Brasov und besichtigen die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, also Schlösser- und Burgentour. Zuerst fahren wir zum Schloss Peles, um früh da zu sein, bevor die Touristenmassen uns den Vortritt streitig machen. Leider regnet es sehr stark. Aber wir lassen uns die Stimmung nicht verderben. Das Schloss wurde Ende des 19. Jahrhunderts für König Carol I. von Rumänien erbaut. Bis zu Carols Tod im Jahr 1914 diente das Schloss als dessen Sommerresidenz. Nach der Abschaffung der Monarchie und der Umwandlung Rumäniens in eine Volksrepublik 1947 beschlagnahmte das kommunistische Regime das Schloss. Nach der Rumänischen Revolution 1989 wurde Schloss Pele? an den im Schweizer Exil lebenden Ex-König Michael zurückübertragen. Das Schloss erinnert architektonisch an die Burg Hohenzollern, die Heimat des Bauherrn. Die Wände sind holzgetäfelt. Zur damaligen Zeit war das Schloss hochmodern mit Zentralheizung, Staubsaugeranlage, einer Aufzugsanlage, fließend warmen Wasser, Telefonanschluss und elektrischer Beleuchtung. Einen Teil der Zimmer kann man besichtigen.
Anschließend fahren wir ca. 50 km weiter zur Burg Bran (Törzburg). Hier herrscht der Mythos Dracula und man kann es an den Touristenmassen ermessen. Dracula und die Törzburg haben jedoch nichts gemein. Es ist eine sehr schöne aus dem 14. Jahrhundert stammende Burg, ursprünglich Zoll- und Grenzfeste zwischen Siebenbürgen und der Walachei. 1920 wurde die Burg an Königin Maria von Rumänien verschenkt, die die Burg aus dem Schlaf erweckte und komplett restaurierte und umgestaltete. Nach ihrem Tod 1938 ging die Burg dann an ihre Tochter Ileana. Heute ist die Burg in direkter Linie in Privatbesitz. Es gebe noch viel über den Dracula-Spuk, der mit diesem Schloss zusammenhängt, zu berichten, aber es wäre wohl eine eigene Geschichte über das Dracula-Schloss und den Roman von Bram Stoker. Nachdem wir von einem ganz engagierten Museumsführer durch die Burg geleitet worden sind und so manche Anekdote und Späßchen uns zum Lachen gebracht haben, nutzen wir die kurze Freizeit, um allein den Park der Burg zu entdecken und einen Snack zu nehmen. Vor der Burg erwarten uns Händler jeglichen Couleurs, um den Touristen die traditionellen Blusen und manch andere Attraktion feilzubieten.
Am späten Nachmittag geht es zurück zu unserem Hotel und wir genießen es, dass wir hier zwei Nächte bleiben können.

6. Tag, Freitag 02.08.2019: Fahrt nach Iasi


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Heute haben wir eine lange Busfahrt vor uns. Hin und wieder halten wir an Tankstellen für eine kurze Pause an, aber es sind dennoch fast 300 km zu bewältigen. Am späten Nachmittag kommen wir in Iasi an und besichtigen die Altstadt, bevor wir uns in das Hotel „Moldova" begeben. Iasi ist die ehemalige Hauptstadt der Moldau. Wir besuchen zunächst das imposante Gebäude des Kulturpalastes in neugotischem Stiel. Das Palais wurde auf den Ruinen des alten Fürstenhofes errichtet. Ursprünglich diente der Bau als Justiz- und Verwaltungsgebäude, ehe er Kulturpalais wurde. Heute sind hier mehrere Museen untergebracht. Vor dem Palais steht eine Reiterstatue von König Stefan dem Großen. Wir besuchen auch die Drei-Hierarchen-Kirche, das Juwel der Stadt, deren ganze Fassade mit Arabesken und Mustern geschmückt ist. Sie wurde in nur vier Jahren 1635-39 erbaut und einst soll gar eine feine Goldschicht die Fassade überzogen haben. Vorbei an der römisch-katholischen Kirche gehen wir zur Metropoliten-Kathedrale und erlebten einen Abendgottesdienst mit schönem Chorgesang. Iasi ist die Wiege des jüdischen Theaters. Hier gab es einmal 127 Synagogen, heute ist noch eine verblieben. Das furchtbare Pogrom von Iasi ist nicht vergessen; an einem einzigen Tag wurden 13.000 Juden ermordet.Heute verabschieden wir uns von Irena, denn morgen verlassen wir Rumänien (für ein paar Tage).

7. Tag, Samstag 03.08.2019: Fahrt nach Chisinau


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Heute besuchen wir ein anderes Land auf unserer Reise, die Republik Moldova. Wir fahren zeitig am Morgen los, denn wir wissen nicht, wie sich der Grenzübergang gestalten wird. Es verläuft jedoch entgegen allen Vermutungen sehr reibungslos. An der Tankstelle nach der Grenze treffen wir unsere neue örtliche Reiseleiterin Larissa. Wir fahren nach Chisinau und wechseln auf dem Wege dorthin unser Geld, denn hier gibt es jetzt Moldawische Lei, die Rumänischen Lei sind nicht mehr aktuell.
Unser erstes Ziel ist die Weinkellerei in Cricova. Bekannt ist Cricova wegen seines unterirdischen Stollensystems von 120 km Länge in einem Kalksteinbruch in 80 m Tiefe. Hier gibt es eine der größten Weinsammlungen der Welt. Seit dem zweiten Weltkrieg werden hier Weinsammlungen bedeutender Persönlichkeiten und Herkunft gelagert. Hier befindet sich auch das einzige Exemplar von Mogit Davids Osterwein aus dem Jahre 1902. Wir finden die Sammlungen von Wladimir Putin und von Angela Merkel. Die Stollen werden auch zu Produktionszwecken genutzt und es gibt Degustationsräume, wo u.a. auch Jurij Gagarin verweilte. Prägend für die Kellerei ist die Schaumweinherstellung analog der Methode champenoise. Wir begeben uns auf eine kleine Rundfahrt in einem roten Zug, der uns durch die Stollen zur Degustation bringt. Wir probieren Weißwein, Rotwein und Sekt und knabbern dazu kleines Gebäck. Natürlich kann man die Weine auch kaufen.
Weiter geht die Fahrt bei guter Stimmung in Richtung Chisinau, vorbei an Walnussbäumen, riesigen Sonnblumen- und Maisfeldern, Weinbergen, Getreide und Kartoffeln. Das Land ist fruchtbar und die klimatische Lage ist prädestiniert für die Landwirtschaft. Am späten Nachmittag kommen wir in Chisinau in unserem Hotel „Manhatten" an. Nach einer kurzen Verschnaufpause beginnt auch schon bald unser Stadtrundgang. Die Hauptstadt der Republik Moldau ist eine recht große Stadt mit breiten Straßen und Verwaltungsgebäuden im Sowjetstil, auffallend sind viele Baustellen. Viele Parks durchziehen die Stadt und wir treffen auf eine Reihe von Denkmalen, u.a. für Alexander Puschkin, der hierher verbannt war. Es regnet und wir flüchten uns in die orthodoxe Kathedrale, ausgestattet ganz prunkvoll, die sich in einem schönen Park befindet.

8. Tag, Sonntag 04.08.2019: Fahrt nach Transnistrien


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Nach einer kurzen Nacht mit musikalischer Untermalung, die uns aus der Stadt herüber wehte, steht heute die Fahrt in ein Land an, das eigentlich in der Völkergemeinschaft nicht existiert, Transnistrien. Zunächst machen wir jedoch in Chisinau noch einen Bummel über den Markt, um die Vielfalt an Obst und Gemüse, Gewürzen, Zuckerwerk, an Textilien, Schuhen und allem, was der Mensch manchmal braucht, zu genießen. Beeindruckend die Frische der Produkte. Es ist gerade Pflaumenzeit.
Dann also schnell zum Bus und los geht es. An der Grenze aussteigen, zum Schalter gehen, Stempel und wieder einsteigen; alles problemlos, sogar mit Personalausweis. Zwischenzeitlich erzählt uns Larissa die Details über den Konflikt zwischen der Republik Moldau und Transnistrien. Und wir verstehen, dass man manchmal nicht alles verstehen muss. Es stellt sich nur die Frage, ob man den Konflikt überhaupt einmal lösen wird. Wir besuchen nun einen nicht anerkannten Staat mit eigener Staatsflagge, eigenem Wappen, eigener Regierung, eigener Währung, eigener Hymne, östlich des Flusses Dnister, vollständig innerhalb der Grenzen der Republik Moldau. Danach sind wir schon nach wenigen Kilometern in Bender. Am Westufer des Dnister gibt es eine Festung, die eine wechselnde historische Entwicklung miterleben durfte. Zunächst unter osmanischer Herrschaft, dann erobert durch die russische Armee, Teil von Bassarabien, Teil von Rumänien, Teil der Sowjetunion, Zentrum des Islams in Moldau, Zufluchtsort für die Könige Schwedens und Polens, viel umkämpfter Ort. Wir besichtigen die Festung, von der man einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss und das umliegende flache Land hat, und begegnen dem Baron von Münchhausen und seiner Kugel. Er war auch hier und hat in der russischen Armee gedient.
Im Anschluss fahren wir nach Tiraspol, der Hauptstadt von Transnistrien. Zunächst geht es in ein landestypisches Restaurant namens „Kumanjok", hier gibt es ukrainische Küche, die uns sehr verwöhnt. Das Bauernhaus ist wunderbar gestaltet in alter ukrainischer Tradition, schließlich leben hier ca. 30% Ukrainer und die Grenze zur Ukraine ist nicht weit. Tiraspol wurde 1792 vom russischen Feldherrn Alexander Suworow am linken Ufer des Dnister gegründet. Bei einem anschließenden Stadtrundgang können wir einige der Sehenswürdigkeiten kennenlernen.
Bald geht es zurück nach Chisinau in unser Hotel. Heute erwartet uns im Foyer eine moldawische Hochzeitsgesellschaft. Einige genießen die Nacht „hautnah". So etwas kann man nur vor Ort erleben.

9. Tag, Montag 05.08.2019: Fahrt nach Soroca


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Bevor wir Chisinau verlassen, lernen wir noch drei unterschiedliche Kirchen kennen. Die Masaraki-Kirche, erbaut 1752 und damit älteste Kirche der Stadt, die Armenische Apostolische Kirche der Heiligen Jungfrau und die orthodoxe Kirche der Heiligen Konstantin und Helena. Die Glocken läuten, als wir uns auf den Weg nach Orheiul Vechi (Alt-Orhei) machen.
Es ist ein Stück Weg. Bald aber betrachten wir mit Staunen von einem Hügel aus die weite Ebene, im Flusstal des Raut, der hier eine doppelte enge Schlaufe macht. Hier ist ein archäologischer Fundort mit einem historischen Siedlungsgebiet, das seit der Steinzeit besiedelt ist. Unweit der Ebene an den Hängen des Butuceni-Hügels befindet sich ein orthodoxes Höhlenkloster im Kalksteinfelsen, vermutlich 1675 gegründet. Der Höhlenkomplex befindet sich etwa 50 Meter über dem Fluss. Hier gibt es eine Kapelle und einige Mönchszellen. Weiter oben auf dem Hügel befindet sich ein kleines Mönchskloster, das wir auch besuchen.
Auf dem Weg zurück in das Dorf Butuceni kommen wir am Heimatmuseum vorbei und schon verspüren wir Hunger. Wir verbringen die Mittagspause in einem Dorfrestaurant, welches sehr schön und traditionell eingerichtet ist.
Unsere Fahrt geht weiter nach Soroca, gelegen an der Grenze zur Ukraine am Fluss Dnister. Bevor wir im Hotel „Central Soroca" einchecken, besichtigen wir noch die Festung, die direkt am Ufer des Flusses steht, von strategischer Bedeutung für die Grenzsicherung Bessarabiens war und die Stadt und das Land vor den Einfällen der Tataren und Mongolen schützte. Es ist eine mächtige Feste, wir schauen hinüber in das Nachbarland, aber man sieht nichts außer einer Ebene und Wald.

10. Tag, Dienstag 06.08.2019: Soroca und Fahrt nach Gura Humorului


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Am nächsten Morgen sind wir ganz gespannt auf das Zigeunerviertel in Soroca. Es liegt auf einem Hügel über der Stadt. Gleich auf der ersten Straße, in die wir zu Fuß hineingehen, wartet der Zigeunerbaron. Wer hat schon mal einen Zigeunerbaron kennengelernt? Er ist das Oberhaupt der ganzen Siedlung und sein Titel wird an den Sohn weitergegeben. Er besitzt alles Recht und kann die Entscheidungen treffen. Wir sehen wahrlich riesige Paläste aus besonders gestalteten Ziegelsteinen, mit übertrieben verzierten Dächern, Gartenzäunen, Säulen und anderen Dekorationen. Dies alles muss viel Geld verschlungen haben. Aber keiner der Paläste ist fertig. Im Grunde wohnt man im Erdgeschoß. Eine alte Zigeunerin erklärt uns, dass es früher großes Geld gab und jetzt nur kleines. Leider sehen wir fast keine Bewohner hier. Sie sind auf „Gastspielreise" in Westeuropa, erklärt uns unsere Reiseleiterin Larissa.
Wir setzen die Fahrt in das Kloster Rudi fort. Es ist nur zu Fuß zu erreichen und wir gehen eine Weile hinab in das Tal. Es ist sehr erholsam. Das Kloster macht einen sehr gepflegten Eindruck mit vielen Blumenrabatten. Es ist ein Nonnenkloster und wir sehen die Nonnen geschäftig umherlaufen. Die Kirche wird gerade renoviert, aber wir wagen dennoch einen Blick hinein. Zurück geht der Spaziergang wieder durch den Wald. Auf der Fahrt dann in das Dorf Pocrovca kommen wir an einem geodätischen Vermessungspunktes des Struve-Bogens vorbei. Weiter geht unsere Fahrt in das Dorf Pocrovca. Hier leben die Altgläubigen. Larissa erzählt uns detailliert über die Kirchentrennung in der russisch-orthodoxen Kirche und über das Leben der Altgläubigen. Danach gehen wir im Dorf etwas essen und sind mit dem Ausflug nach Moldawien und den vielen neuen Eindrücken zufrieden. Denn schon bald bringt uns der Bus an die Grenze, wo wir uns von unserer moldawischen Reiseleiterin Larissa verabschieden. Die Grenze passieren wir problemlos und fahren weiter nach Gura Homorului in den Karpaten. Hier begrüßt uns unsere rumänische Reiseleiterin Irena freudig im Hotel „Toaca Bellevue".

11. Tag, Mittwoch 07.08.2019: Die Moldauklöster


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Heute wollen wir die Moldauklöster in der Bukovina besuchen, die wegen der leuchtenden Außenfresken zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Wir sehen schöne hügelige Landschaft, landwirtschaftlich genutzt, bäuerliches Leben, traditionelle Dorfhäuser, große bunte Holztore, Pferde in der Landschaft und Pferdefuhrwerke, die uns begegnen. Hier ist das Brauchtum noch lebendig und wir haben eine Unmenge an Fotomotiven. Die bemalten Klosterkirchen der Moldau gehören zum Schönsten, was Rumänien zu bieten hat. Die Kirchen stehen wie kleine Juwelen in der grünen Landschaft, bemalt von lokalen Malern mit größter Detailfülle, ausgeführt mit Naturfarben und in den leuchtenden Grundfarben. Die bildlichen Darstellungen lesen sich wie ein Buch, das den einfachen Leuten, des Lesens unkundig, geöffnet wird. Erbauer der Kirchen und Geldgeber waren die großen Fürsten der Moldau, besonders aber Stefan der Große.
Zunächst fahren wir nach Sucevita. Leider ist die Anlage eingerüstet, so dass man die Kirche nicht vollständig betrachten kann. Hier schauen wir näher auf die Nordseite der Kirche mit Szenen aus der Genesis. Wir sehen eine herrliche Darstellung der Himmelsleiter, auf der die Sünder von den Tugendhaften getrennt werden, dabei ziehen die Engel und die Teufel die Seelen der Verstorbenen auf ihre Seite. Und das bis zum letzten Tag. Es ist ein farbenfroher Bilderteppich, der die Kirchenwände innen und außen schmückt. Nach Sucevita besichtigen wir die Klosterkirche in Moldovita. Hier sehen wir uns die Südwand an. Es wird ein Loblied zu Ehren der Heiligen Maria dargestellt, u. a. auch die Belagerung Konstantinopels im Jahre 626. Außerdem gibt es hier auch die Wurzel Jesse. Aus dem liegenden Jesse, dem Vater von König David, wächst ein Stammbaum bis zu Maria mit dem Kinde. Die letzte Klosterkirche unserer Rundreise ist in Voronet, das wohl berühmteste Kloster. Es wird auch als die „Sixtinische Kapelle des Ostens" bezeichnet. Hier betrachten wir insbesondere die Westwand mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts und im Innenraum der Kirche sind wir von der Darstellung des Kirchenkalenders beeindruckt. Jeder Tag des Jahres ist in Form eines Bildes dargestellt. Haben Sie Ihren Geburtstag gefunden? Voronet ist inzwischen ein attraktiver Touristenort geworden mit vielen Verkaufsständen. So können wir auf dem Weg zum Bus nach schönen Dingen schauen und auch gleich etwas dabei essen.
Nach diesem wahrlich beeindruckenden Erlebnis geht unsere Fahrt weiter nach Viseu de Sus (Oberwischau), wo wir im Hotel „Gabriele" einchecken. Auf dem Weg dorthin wechseln wir wieder die Region und fahren aus der Moldau hinein in die Maramuresch. Dieser Landstrich ist geprägt von Holzkirchen, Holztoren und Heuschobern und wir sehen sie sofort, denn es ist gerade Heuernte.

12. Tag, Donnerstag 08.08.2019: Fahrt mit der Wassertalbahn


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Nach Oberwischau kamen im 18. Jahrhundert die Zipser, eine deutschsprachige Volksgruppe aus Zips. Es waren vor allem Waldarbeiter, die hier den Waldreichtum der Region nutzen konnten und ihre Fertigkeiten vervollkommneten. Die deutschsprachigen Kolonisten transportierten das geschlagene Holz aus dem Wald per Floß in die Sägewerke und 1932 wurde dann eine Schmalspur-Waldbahn in Betrieb genommen, die den Transport des Holzes übernahm. Sie wurde mit Dampfloks betrieben. Heute fahren auf einer 21 km langen Strecke auch Touristenzüge. Für uns steht heute eine Fahrt mit der Dampflok-Waldbahn auf dem Programm. Es ist ein romantisches Vergnügen mit dieser Bahn immer entlang des Flusses zu fahren und es dauert eine ganze Weile, mit vielen Halts, ehe das Endziel erreicht wird. Dann gibt es ein großes Picknick für die Touristen mit einem gut organsiertem Grillvergnügen. Bald schon tuckert die alte Tante Cozia I. wieder ins Tal und braucht dafür 2 Stunden.
Danach nehmen wir den Bus und fahren nach Sighetu Marmatiei (Marmaroschsiget), wo wir im Hotel „Gradina Morii" einchecken. Auf dem Weg dorthin besichtigen wir noch die Holzkirche in Biserica (Kirche Mariä Tempelgang). Hier sieht man deutlich, dass die Bilder der Innenbemalung nicht direkt auf das Holz gemalt sind, sondern auf ganz dünne Leinwand, die dann auf das Holz geklebt worden ist. Und dann kommen wir an dem neuen orthodoxen Nonnenkloster in Barsana (Kloster der Heiligen 12 Apostel) vorbei. Es wurde erst 1993 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet und besteht aus mehreren Gebäuden, die von den örtlichen Handwerkern im traditionellen Stil errichtet worden sind. Die Blumenpracht an den Balkonen und in den Beeten ist umwerfend. Dabei kann man den Tag ganz entspannt beschließen, im Vorraum der Kirche, der Musik und dem Gebet in der fremden Sprache lauschen.

13. Tag, Freitag 09.08.2019: Sighetu Marmatiei und Sapanta


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Unser letzter Tag ist angebrochen. Zunächst ist der Vormittag in Sighetu Marmatiei eher ein ernster Teil der Reise, denn wir besuchen die Gedenkstätte der Opfer des Kommunismus und des Widerstandes. Die Gedenkstätte befindet sich in einem ehemaligen Gefängnis der Stadt, wo viele Menschen umkamen, die in politischer Opposition zum kommunistischen Regime standen. Die Errichtung der Gedenkstätte wurde durch die rumänische Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Ana Blandiana angeregt. Der Europarat hat die Gedenkstätte als eine der wichtigsten in Europa anerkannt, neben Auschwitz und der Gedenkstätte des Friedens in der Normandie. Anschließend besuchen wir das Geburtshaus von Elie Wiesel, dem rumänisch-amerikanischen Friedensnobelpreisträger. Hier gibt es ein kleines Museum zum jüdischen Leben in Transsilvanien und zum Holocaust in Sighetu. Im Mai 1944 wurden rund 12.000 Juden innerhalb von drei Tagen aus Sighetu nach Auschwitz transportiert, darunter auch die Familie von Elie Wiesel, der dann das Ende des Krieges in Buchenwald erlebte.
Am Nachmittag haben wir dann doch noch ein schönes Erlebnis und besuchen den Fröhlichen Friedhof in Sapanta. Welche Fröhlichkeit auf den bunten Holzkreuzen. In leuchtendem Blau, kunstvoll geschnitzt und mit Bauernbildern bemalt, erzählen die Kreuze aus dem Leben und vom Tod der Verstorbenen. Unter den Bildern dann noch offenbar lustige Reime, die die Unbeschwertheit im Umgang mit dem Tod unterstreichen. Dieser Ort an der ukrainischen Grenze ist inzwischen zum Eldorado der Touristen geworden. Wir fahren weiter und brauchen noch mehr als 3 Stunden ehe wir wieder in Cluj in unserem bekannten Hotel sind. So schließt sich der Kreis.

14. Tag, Samstag 10.08.2019: Heimreise


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Wir fliegen nach Hause. Am Vorabend haben wir uns bereits von unserer Reiseleiterin Irena verabschiedet. Unser Flug geht bis München, natürlich ist der Abflug verspätet. Wie kann es anders sein, eben Lufthansa. In München teilt sich unsere Gruppe, nach Berlin, Frankfurt und nach Dresden. Diesmal eben auch verspätet. Macht nichts, wir sind bald zu Hause.

Liebe Reisegäste,
wir haben gemeinsam eine Busrundreise durch Rumänien, Moldawien und Transnistrien unternommen. Wir haben drei Länder kennengelernt, die eine gemeinsame Vergangenheit haben. Wir haben kulturelle Traditionen, unterschiedliche Völkergemeinschaften, nationale Besonderheiten, eine große Sprachenvielfalt, wunderschöne flache und auch bergige Landschaften erlebt. Diese Reise hat uns den Menschen, die hier leben, nähergebracht. Und wir haben begonnen, vieles besser zu verstehen.
Ich hoffe, Sie sind alle gut zu Hause angekommen und konnten diese Erlebnisse in ihrem Herzen mitnehmen. Ihnen wünsche ich alles Gute, vor allem Gesundheit und noch viele weitere phantastische Reiseerlebnisse. Ich möchte mich bei Ihnen herzlichst für diese kurze gemeinsame Lebenszeit bedanken, welche ich mit Ihnen verbringen durfte. Vielleicht sehen wir uns mal wieder, es würde mich freuen.

Ihre Reisebegleitung
Viola Hanke

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