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Andalusien–Kreuzfahrt mit der MS Belle de Cádiz

Reisebericht: 29.04. – 07.05.2026

Andalusien ist kein Ort – es ist ein Gefühl.

Laetitia Wollny

Ein Reisebericht von
Laetitia Wollny

Mitteldeck Santa Maria - Segelschiffpark – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Blick vom Gibralfaro auf die Stierkampfarena und Hafen von Málaga – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Ankunft in Huelva – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Park in Huelva – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Innenhof im Kloster Rábida – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Mitteldeck Santa Maria - Segelschiff Museum – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Schacht zum Unterdeck auf der Niña - Segelschiffpark – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Galadinner - 5. Gang Dessert – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Stierkampfarena in Puerto de Santa Maria – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Hotel Alfonso XIII - Sevilla – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Kathedrale von Sevilla – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL) Gärten Alhambra – © Laetitia Wollny (Eberhardt TRAVEL)

Anreise und Málaga

Mit kleiner Verspätung ab Frankfurt starteten wir in unsere andalusische Entdeckungsreise – doch was ist schon ein kurzes Warten, wenn am Ende die Sonne Südspaniens wartet! Unsere kleine, feine Gruppe von acht Gästen fand sich schnell zusammen, und schon auf dem Weg zum Hotel war die Stimmung herzlich und neugierig.
Nach dem Einchecken im zentral gelegenen Hotel Don Curro ließen wir es ruhig angehen: Ein erster Spaziergang führte uns zum Hafen, wo die Gäste spontan einen Zwischenstopp im Hard Rock Café vorschlugen. Die Terrasse mit Blick auf das Treiben am Hafen war wirklich einladend – wer jedoch typisch andalusische Küche erwartet hatte, wurde hier mit amerikanischen Klassikern überrascht.
Nach etwas Freizeit zum Bummeln und Stöbern trafen wir uns am Hotel. Das gemeinsame Abendessen im Hotel war ein echter Genuss – reichhaltig und typisch andalusisch: Paella, Schweinefleisch in Paprikasoße und ein süßer Kuchen als Abschluss. Mit vollen Bäuchen begaben wir uns nach diesem ersten Nachmittag in Andalusien in unsere gemütlichen Zimmer.

Málaga entdecken – Fahrt nach Sevilla – Einschiffung

Wir starteten den Tag mit einem guten Frühstück und trafen wenig später auf unsere örtliche Reiseleiterin. Zunächst führte uns der Weg hinauf zum Mirador del Gibralfaro – einem Aussichtspunkt hoch über der Stadt, der einen atemberaubenden Blick über Málaga, den Hafen und die Küste bietet. Wer Málaga einmal von oben gesehen hat, versteht sofort, warum diese Stadt so besonders ist.
Danach erkundeten wir zu Fuß die Altstadt: Die Plaza de la Merced – an dem das Geburtshaus von Picasso liegt – empfing uns mit ihrem südlichen Flair, und beim Teatro Romano hatten wir eine charmante Begegnung der tierischen Art: Ein freches Eichhörnchen sorgte für Heiterkeit in der Gruppe und huschte schnell an uns vorbei. Entlang an der Wohnung von Antonio Banderas – Málaga ist eben auch die Stadt der Stars – ging es weiter zur Alcazaba, die wir bequem mit dem Fahrstuhl erreichten. Die maurische Festung beeindruckte mit ihren weitläufigen Gartenanlagen und dem herrlichen Ausblick.
Weiter führte uns der Weg zur Kathedrale, durch die lebhafte Calle Larios und über den Mercado de Atarazanas – ein Fest für alle Sinne! Zum Mittagessen kehrten wir im legendären El Pimpi ein, einem der bekanntesten Restaurants Málagas. Eine sehr empfehlenswerte Adresse, die wir gerne wieder in das Programm aufnehmen!
Am frühen Nachmittag traten wir die Fahrt nach Sevilla an. Nach einer kurzen Pause erreichten wir nach circa drei Stunden die Hauptstadt Andalusiens. Nach der Ankunft im Hafen mussten wir noch einen kleinen Moment Geduld aufbringen, bevor wir an Bord der MS La Belle de Cadix durften – die Zeit überbrückten wir entspannt bei einem Getränk in der Iguana Terraza. Dann endlich: Einschiffung, Kabinen beziehen, erstes Erkunden des Schiffes – und ein herzliches Abendessen an Bord, das uns alle sofort in die Kreuzfahrtatmosphäre einstimmte.

Ausflug nach Córdoba

Früh morgens starteten wir zu einem der kulturellen Höhepunkte der Reise: Córdoba. Auf dem Weg passierten wir Écija, die „Stadt der Türme", und fuhren entlang der Sierra Morena durch eine beeindruckende Landschaft. In Córdoba angekommen, hatten wir zunächst etwas Freizeit, um die bezaubernden weißen Gassen und die blumengeschmückten Innenhöfe auf eigene Faust zu erkunden Wir hatten das Glück, Córdoba während besonderer Festlichkeiten zu besuchen: Der 1. Mai stand ganz im Zeichen des traditionellen Innenhof-Wettbewerbs (Concurso de Patios), bei dem die Bewohner ihre blumengeschmückten Innenhöfe zur Schau stellen. Auch der Balkon-Wettbewerb der folgenden Woche und der Tag des Kreuzes (Día de la Cruz) mit seinen kunstvollen Blumenkreuzen gaben der Stadt eine ganz besondere Atmosphäre.
Immer wieder entdeckten wir kleine goldene Felder in Form der iberischen Halbinsel mit hebräischen Buchstaben – ein stilles, berührendes Zeugnis der jüdischen Geschichte der Stadt.
Nach dem Mittagessen starteten wir zu unserer Stadtführung und erfuhren viele interessante Dinge über die Stadt Cordoba, so war sie einst im muslimischen Reich die größte Stadt Europas mit 400.000 bis 500.000 Einwohnern – eine Zahl, die noch heute beeindruckt. Durch helle und mit Blumen geschmückten Gassen führte unser Weg unter anderen vorbei am Hospital del Cardenal Salazar, welches bis 1967 ein Krankenhaus war.
Dann folgte der absolute Höhepunkt: der Besuch der Mezquita-Kathedrale. Einst begann der Bau dieser gewaltigen Moschee im Jahr 765, dreimal wurde sie wegen des Bevölkerungswachstums erweitert, und heute beherbergt sie 56 Kapellen. Die berühmte römische Brücke, die einst die einzige Brücke Córdobas war, rundete den Besuch würdevoll ab. Bereichert und beeindruckt traten wir am Nachmittag die Rückfahrt zum Schiff an.
Der Abend gehörte der Crew: Am Abend fand die Vorstellung der Besatzung statt – ein echter Spaß! Die Crew lief zu passenden Liedern ein: die Zimmermädchen zu Pretty Woman, die Matrosen zu It's Raining Men. Besonders charmant: Wir erfuhren, dass die drei Kapitäne allesamt Kroaten sind – einer aus dem Norden, einer aus der Mitte (Split) und einer aus dem Süden (Dubrovnik). Ein herzliches Anstoßen mit der Besatzung rundete den Abend ab, bevor wir uns zum Abendessen begaben und uns von der vorzüglichen Küche an Bord verwöhnen ließen.

See Tag auf dem Guadalquivir und Atlantik

Ein Tag zum Durchatmen und Genießen – und was für einer! Während das Schiff majestätisch durch den Atlantik glitt, stand das Bordprogramm ganz im Zeichen der guten Laune. Highlight war eine mitreißende Cocktailvorführung samt Aperitif-Spiel, bei dem Erraten werden musste, aus welchem Land die gespielten Lieder stammten – Großes Gelächter inklusive. Als das Schiff in die offeneren Gewässer des Atlantiks gelangte und leichter zu schaukeln begann, war der ein oder andere kurz überzeugt, der Cocktail habe bereits gewirkt. Dem war natürlich nicht so – es war schlicht der Ozean, der uns seinen Respekt zollte.
Den krönenden Abschluss des Abends bildete ein Konzert der Besatzung, das uns schlichtweg sprachlos machte. Die atemberaubenden Stimmen der Crew bescherten uns ein Erlebnis, das selbst erfahrene Kreuzfahrer so noch nicht erlebt hatten. Und als „Tina Turner" höchstpersönlich die Bühne betrat, war das Lachen nicht mehr zu stoppen.

Kloster Rábida und Kolumbus–Segelschiffe

Dieser Tag führte uns in die Welt der großen Entdeckungen. Nach einem kurzen Stopp bei einer rätselhaften Statue – Kolumbus oder doch ein Franziskaner? Die Diskussion blieb offen – erreichten wir das Kloster La Rábida. Dieser geschichtsträchtige Ort, an dem Kolumbus einst Zuflucht und Unterstützung fand, bevor er 1492 zu seiner bahnbrechenden Fahrt aufbrach, ließ uns die Größe jenes Moments erahnen.
Weiter ging es zum Segelschiffpark mit den originalgetreuen Nachbauten der Pinta, Niña und Santa María. Wir gingen auf allen drei Schiffen an Bord, besichtigten die Kabine von Kolumbus und ließen die Entdeckerzeit lebendig werden.
Zurück an Bord ging auf den Weg über den Atlantik nach Puerto de Santa María. Der Abend stand ganz im Zeichen des Galadinners – ein festlicher Höhepunkt der Reise! In der Nacht liefen wir dann in Puerto de Santa María ein.

Jerez la Frontera und Cádiz – Sherry und Flamenco

Ein besonderer Tag stand uns bevor – und das Schiff hatte sich für diesen Anlass herausgeputzt: Mit festlicher spanischer Dekoration, passend gekleideten Crewmitgliedern und einem Menü voller spanischer Spezialitäten war die Atmosphäre an Bord von der ersten Minute an ausgelassen und festlich.
Am Morgen erkundeten wir Jerez de la Frontera mit seiner beeindruckenden Alcazaba und der Kathedrale. Anschließend führte uns die Tour zurück nach Puerto de Santa Maria in die Osborne-Bodega, wo wir erfuhren, wie der berühmte Sherry hergestellt wird – und natürlich wurde fleißig verkostet. Viele unserer Gäste deckten sich direkt mit einer Flasche für zuhause ein.
Nach dem Mittagessen an Bord und der Überfahrt nach Cádiz erkundeten wir die älteste Stadt Europas bei einer Rundfahrt und einem ausgedehnten Fußmarsch, inklusive Besuch der beeindruckenden Kathedrale. Den Abend krönte ein mitreißender Flamenco-Abend – Kastagnetten, Gitarrenklänge, wallende Kleider und feurige Tänzer: Andalusien pur.

Sevilla – Kathedrale, Alcázar und Plaza de España

In der Nacht legte das Schiff ab und nahm Kurs auf Sevilla – bei starkem Wellengang, der uns noch einmal deutlich spüren ließ, dass wir auf dem Wasser unterwegs waren. Am Mittag erreichten wir Sevilla, und am Nachmittag tauchten wir ein in die prächtige Hauptstadt Andalusiens.
Die Kathedrale von Sevilla, eine der größten der Welt, verschlug uns den Atem. Danach führte uns der Weg in den Alcázar, den königlichen Palast, dessen maurische Pracht bis heute nichts von ihrer Magie verloren hat. Den Abschluss bildete ein Spaziergang über die Plaza de España – ein Platz, der mit seinen Kachelmosaiken und Bögen Andalusien in seiner schönsten Form verkörpert. Zurück an Bord ließen wir den Abend beim köstlichen Abendessen ausklingen.

Granada und die Alhambra

Der letzte große Ausflugstag führte uns nach Granada – und er wurde zum vielleicht schönsten Tag der gesamten Reise. Nach einem Besuch der Kathedrale und etwas Freizeit in der Stadt ging es zur Alhambra. Die Gärten des Generalife übertrafen alle Erwartungen – ein Blütenmeer aus Rosen, wohin das Auge reichte, duftend und farbenprächtig. Man erzählt sich, dass die Alhambra einst mit bunten Glasfenstern ausgestattet war, die das Licht in allen Farben des Regenbogens brachen – das muss überwältigend gewesen sein. Auch so hinterließ der Palast der Alhambra mit seiner einzigartigen maurischen Architektur und den kunstvollen Verzierungen einen bleibenden Eindruck bei allen Gästen.
Am späten Abend kehrten wir zurück nach Sevilla – und riesige Büsche mit weißen Blüten säumten die Straße, als wollten sie uns mit einem festlichen Spalier willkommen heißen. Müde, erfüllt und glücklich kamen wir zurück an Bord.

Ausschiffung und Heimreise

Ein letztes, leckeres Frühstück an Bord, dann hieß es Abschied nehmen – vom Schiff, von Sevilla, von Andalusien. Was bleibt, sind Bilder, die sich eingebrannt haben: die Blütenpracht der Alhambra-Gärten, die Stimmen der Crew beim Konzert, das Leuchten der Mezquita, das Feuer des Flamencos. Und vor allem: eine Gruppe von Menschen, die sich von Anfang an gefunden hatte und gemeinsam eine Reise erlebt hat, die noch lange nachwirken wird.


Die Kreuzfahrt mit der MS La Belle de Cádix hat gehalten, was sie versprochen hat, und Acht Gäste, neun Tage, unzählige unvergessliche Momente – diese Andalusien-Kreuzfahrt auf der MS La Belle de Cádix hat gehalten, was sie versprochen hat, und noch ein bisschen mehr.

Liebe Gäste,

ich bedanke mich für eine wundervolle gemeinsame Zeit mit schönen Momenten und viel herzlichen Lachen. Ihr habt diese Reise zu einem ganz besonderem Erlebnis gemacht, an welches ich mich immer mit einem Lachen und vollen Herzen zurück erinnern werde.

Ich hoffe mit euch noch viele weitere Reisen erleben zu dürfen und erneut Teil eurer herzlichen Art genießen zu dürfen!

Bis Bald!

Eure Laetitia


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