Barcelona und Katalonien – auf Spuren berühmter Künstler – Bildungsreise der Dresdner Seniorenakademie
Reisebericht: 25.03. – 01.04.2026
8 Tage Barcelona - Weinregion Penedes - Montserrat - Girona - Costa Brava - Künstlerstätten von Gaudi, Picasso und Dali - Konzert im Palau de la Musica
Ein Reisebericht von
Anke Nicke
Ankommen in Barcelona – erste Eindrücke zwischen Jugendstil und katalanischer Lebensweise
Schon früh am Morgen beginnt für die Dresdner Reisegäste der Flug nach Barcelona. Reisebegleiterin Anke ist von Anfang an mit dabei. In Frankfurt am Main treffen wir auf weitere Teilnehmer, und mit leichter Verspätung geht es gemeinsam weiter Richtung Spanien. Am Nachmittag erreichen wir bereits unser Hotel.
Die Berliner Reisekolleginnen und -kollegen sind zu diesem Zeitpunkt schon angekommen, sodass wir uns direkt in unserer Unterkunft begegnen. Unser 4-Sterne-Hotel HCC St. Moritz liegt angenehm zentral im Stadtteil L'Eixample, der eleganten Erweiterung der Altstadt, unweit des Plaça de Catalunya. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind in nur fünf bis zehn Minuten zu Fuß erreichbar – ein klarer Vorteil für die kommenden Tage.
Am Nachmittag lädt Anke zu einem ersten gemeinsamen Spaziergang ein. Unser Ziel ist die sogenannte „Insel der Zwietracht“, ein beeindruckendes Ensemble katalanischer Jugendstilarchitektur. Hier bewundern wir unter anderem die berühmte Casa Batlló von Antoni Gaudí. Auch ein weiteres Meisterwerk des Ausnahmekünstlers, die Casa Milà, sehen wir bereits von außen.
Auf dem Rückweg entdecken wir auf einem kleinen Straßenmarkt erste Vorboten der Semana Santa: kunstvoll geflochtene Palmzweige, die traditionell am Palmsonntag getragen werden.
Am Abend erwartet uns ein reichhaltiges Willkommensessen im Restaurante Núria, nahe der La Rambla und direkt am Plaça de Catalunya gelegen. Bei Tapas, Hauptgang, Dessert, Wein und Kaffee lassen wir den Anreisetag genussvoll ausklingen, kommen miteinander ins Gespräch und stimmen uns auf die kommenden, erlebnisreichen Tage in Barcelona und Katalonien ein.
Barcelona intensiv – Panoramablicke, Modernisme und Antonio Gaudí
Nach einem genussvollen Frühstück im Hotel lernen wir unseren örtlichen Gästeführer Ludger Knepper kennen, der uns in den kommenden Tagen seine Wahlheimat Barcelona näherbringen wird. Nach einer herzlichen Begrüßung erklärt er die handlichen Funkempfänger, die sich während der Reise als äußerst praktisch erweisen.
Per Bus beginnen wir unsere Entdeckungstour in der Mittelmeer-Metropole. Vorbei an der Skulptur Dona i Ocell von Joan Miró und der ehemaligen Stierkampfarena Las Arenas führt uns der Weg über den Plaça d'Espanya mit Blick auf den imposanten Palau Nacional. Wir passieren das Ausstellungsgelände der Weltausstellung von 1929, wo Ludwig Mies van der Rohe den berühmten Deutschen Pavillon schuf, und sehen Anlagen der Volksolympiade von 1936.
Ein erster Höhepunkt erwartet uns auf dem Montjuïc: Zu Fuß erkunden wir die blühenden Parkanlagen und genießen atemberaubende Ausblicke über die Stadt. Vor uns liegt der Port de Barcelona, einer der bedeutendsten Häfen des Mittelmeers. In der Ferne erkennen wir bereits die Altstadt, die Sagrada Família und die Kolumbussäule. Am Horizont erhebt sich markant der Tibidabo.
Zurück im Bus fahren wir weiter Richtung Yachthafen, vorbei an einer Skulptur von Roy Lichtenstein, und sehen das Olympiagelände von 1992 sowie die weitläufigen Strände und den „Goldenen Fisch“ von Frank Gehry.
Dann ist es soweit: Wir erreichen die weltberühmte Sagrada Família – zweifellos ein Höhepunkt der Reise. Antoni Gaudí begann 1882 mit dem Bau und widmete dem Projekt bis zu seinem Tod 1926 nahezu sein gesamtes Vermögen. Noch heute ist die Basilika unvollendet. Wir erfahren, dass im Juni 2026 Papst Leo XIV. Barcelona besuchen soll, um den jüngst fertiggestellten Turm zu segnen. Nach ausführlichen Erläuterungen zu Fassaden und Türmen betreten wir – nach einer Sicherheitskontrolle wie auf einem Flughafen – das Innere: Ein überwältigender Raum, in dem säulenartige Strukturen wie Bäume emporwachsen und farbenprächtige Glasfenster ein faszinierendes Lichtspiel erzeugen.
Die anschließende Mittagspause bietet Zeit für eigene Entdeckungen: etwa für das beeindruckende Hospital de Sant Pau von Lluís Domènech i Montaner oder für eine entspannte Einkehr in einer der zahlreichen Tapas-Bars.
Am Nachmittag folgen wir erneut den Spuren Gaudís und fahren zum Parc Güell. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Parkes zur Casa Trias begleiten uns blühender Blauregen, duftende Pflanzen und Straßenmusiker, die Flamenco-Tanz zelebrieren – ein stimmungsvoller Moment voller katalanischem Flair. Wer möchte, verweilt an einem schönen Platz; alle anderen erkunden mit Ludger wieter die faszinierende Parkanlage: die geschwungene Mosaikbank, die Hypostylhalle, die berühmte Drachentreppe mit dem Salamander und Gaudís ehemaliges Wohnhaus. Mediterrane Pflanzen wie Kiefern, Palmen, Lavendel und Rosmarin verleihen dem Park seine einzigartige Atmosphäre.
Am Abend bringt uns der Transfer zurück zum Hotel. Für das Abendessen hat Anke Plätze in einem Tapa-Restaurant in Hotelnähe reserviert – eine schöne Gelegenheit, den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Einige Gäste nehmen zusätzlich am Abendprogramm teil: Nach einem kurzen Spaziergang erleben wir die Casa Milà auch von innen. Nach einer Hausführung erwartete uns ein Licht-Musik-Spektakel auf dem Dach des berühmten Wohnhauses. Und zum Abschluss hatten wir unser erstes Glas Cava der Reise.
Die Altstadt Barcelonas – ein Tag zwischen Gotik, Moderne und großer Musik – Konzertgenuss im Palau de la Musica
Unser örtlicher Reiseleiter Ludger Knepper empfängt uns im Hotelfoyer und nimmt uns zu Fuß mit in Richtung Altstadt. Vorbei am Plaça de Catalunya und prachtvollen Gebäuden der Gründerzeit tauchen wir bald in die verwinkelten, mittelalterlichen Gassen ein.
Ein erster kultureller Halt ist das legendäre Els Quatre Gats (Zu den vier Katzen), einst Treffpunkt der katalanischen Moderne. Künstler wie Santiago Rusiñol, Ramon Casas und Miquel Utrillo prägten diesen Ort – und auch ein junger Pablo Picasso hinterließ hier seine Spuren: 1900 stellte er erstmals aus und entwarf sogar die Speisekarte.
Nur wenige Schritte weiter erreichen wir einen architektonischen Höhepunkt: den Palau de la Música Catalana. Dieses beeindruckende Konzerthaus wurde von Lluís Domènech i Montaner als Heimstätte für den katalanischen Volkschor erbaut. Bei der Besichtigung des prachtvollen Innenraums mit seiner opulenten Jugendstilausstattung und einem ersten Orgelklang bekommen wir bereits eine Ahnung von der außergewöhnlichen Akustik, die uns am Abend noch begeistern wird.
Durch enge Gassen mit begrünten Balkonen führt unser Weg weiter zum kulturellen Herzen Kataloniens. Wir begegnen traditionellen Prozessionsfiguren – Königen, Drachen, Heiligen und Bauern –, die zu Festen und insbesondere zur Semana Santa durch die Straßen getragen werden. Auch eine authentische Markthalle gehört zu unserem Rundgang, ebenso wie die eindrucksvollen Überreste der römischen Stadtmauern und die Kathedrale von Barcelona, an deren Fassade bereits der junge Antoni Gaudí mitgewirkt haben soll.
Im Barri Gòtic biegen wir in das ehemalige jüdische Viertel ein und erhalten Einblicke in die bewegte Geschichte Spaniens, einschließlich des Bürgerkriegs. Eine kleine steinerne Schildkröte an einem historischen Briefkasten lädt zum Innehalten ein – ihr Panzer soll Glück bringen. Im Innenhof der Casa de l'Ardiaca, einem gotischen Palast mit Elementen aus Renaissance und Jugendstil, bleibt Zeit für eine vertiefende Einführung in die katalanisch-spanische Geschichte.
Weiter geht es in Richtung Hafenviertel. Unterwegs hören wir mehr über den jungen Pablo Picasso, der einst aus Málaga nach Barcelona kam, um hier zu studieren. Unser Rundgang endet an der eindrucksvollen Santa Maria del Mar. Anschließend bleibt Zeit für eine individuelle Mittagspause, bevor wir das Museu Picasso besuchen. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll Picassos frühe Werke aus Málaga, Barcelona und Madrid und lässt seine künstlerische Entwicklung bereits in jungen Jahren nachvollziehen.
Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel steht am Abend ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm: Im Palau de la Música Catalana erleben wir die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Mit historischen Instrumenten, einem eindrucksvollen Doppelchor und hervorragender Akustik entfaltet sich ein musikalisches Erlebnis voller Tiefe, Leidenschaft und berührender Leichtigkeit – ein unvergesslicher Abschluss dieses ereignisreichen Tages.
Zwischen Klosterstille und römischem Erbe – ein Reise ins Herz Kataloniens mit Poblet, Tarragona und Montserrat
Heute heißt es früh aufstehen: Unsere Weiterreise führt uns hinaus ins abwechslungsreiche Umland von Barcelona. . Ludger lässt uns schon 8 Uhr samt Koffer in unseren Bus einsteigen und wir lernen Lolli, unsere Fahrerin für die nächsten Tage kennen. Vorbei an Obstplantagen und silbrig schimmernden Olivenhainen erreichen wir Poblet in der Provinz Tarragona.
Hier besichtigen wir das beeindruckende Kloster Poblet, ein bis heute bewohntes Zisterzienserkloster und UNESCO-Weltkulturerbe. Mit seiner romanischen und frühgotischen Architektur zählt es zu den bedeutendsten Klosteranlagen Kataloniens. Durch den langgestreckten Eingangsbereich mit ehemaligen Wirtschaftsgebäuden – heute beherbergen sie Empfang, Restaurants und ein Hotel – gelangen wir in den inneren Klosterbereich. Die Kirche mit dem barocken Portal Porta Reial beeindruckt durch ihre schlichte, an burgundischen Vorbildern orientierte Architektur: ein bis zu 28 Meter hoher und 85 Meter langer Raum von eindrucksvoller Klarheit.
Weiter geht es nach Tarragona, dem antiken Tarraco. Zwischen 27 und 25 v. Chr. residierte hier Augustus und machte die Stadt zu einem Machtzentrum des Römischen Reiches. Noch heute zeugen zahlreiche Überreste vom einstigen Glanz: das Amphitheater direkt am Mittelmeer, die Nekropole, Teile des Forums und die imposanten Stadtmauern – eingebettet in die mittelalterliche Altstadt und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe.
Ein besonderes Glück für uns: viele Bewohner bereiten sich jetzt schon auf die "Heilige Woche" vor. Wir beobachten junge Leute, die sich treffen, um Ihr Trommelspiel für die große Osterprozession zu üben. Ein Mädchen gibt uns ein Beispiel und Ludger übersetzt die Erklärungen der Mutter. Ohne den gleichmäßigen Klang einer Vielzahl an Trommeln würden die Prozessionen mit den überlebensgroßen getragenen Figuren außer Takt geraten. Auf dem Plaza de Rei haben wir Zeit für eine Mittagspause und Ludger empfiehlt uns, einen für die Region typischen Wermut zu probieren.
Katalonien ist für weitere Getränke berühmt - beispielsweise für den Cava, den regionalen Sekt auf Champagner-Niveau. In der Sektkellerei Freixenet gönnen wir uns eine ausführliche Führung und dürfen im Anschluss zwei erlesene Sorten in Ruhe probieren.
Eine Stück mit dem Bus führt uns zu einem weiteren Höhepunkt der Reise - wir dürfen auf dem Klosterberg Montserrat übernachten. Das Benediktinerkloster Santa Maria de Montserrat liegt spektakulär auf ca. 720 Metern Höhe im gleichnamigen, zerklüfteten Gebirge, etwa 40 bis 50 Kilometer nordwestlich von Barcelona. Als spirituelles Herz Kataloniens ist es für die "Schwarze Madonna" (La Moreneta) bekannt und ist ein beliebtes Ziel für Wanderungen, Kultur und Pilgerreisen. Heute - am Vorabend vor Palmarum - findet hier traditionell ebenfalls ein klassisches Konzert statt. In dieser außergewöhnlichen Atmosphäre lassen wir den Tag stimmungsvoll ausklingen.
Hier verbringen wir die Nacht – ein ganz besonderes Erlebnis. Am Vorabend von Palmsonntag findet traditionell ein klassisches Konzert statt. In dieser außergewöhnlichen Atmosphäre lassen wir den Tag stimmungsvoll ausklingen.
Katalonien: Kloster Montserrat – mittelalterliches Besalú – farbenfrohes Girona – Mittelmeer
Die Zeitumstellung nimmt uns 1 Stunde und ab 5 Uhr läuten stündlich die Glocken - wir sind in einem lebendigen Kloster!
Wer wollte, konnte früh eine Messe der Mönche besuchen oder sich zum Sonnenaufgang auf die Aussichtsterrasse begeben. Dort zeigt sich ein beeindruckendes Naturschauspiel: Hinter den Gipfeln des Montserrat steigt die Sonne langsam empor und taucht die zerklüfteten Felsen sowie die Klosteranlagen in warmes Rosa und Orange.
Beim Frühstück genießen wir nicht nur das reichhaltige Buffet, sondern auch eine regionale Spezialität: das süße Klostergebäck Coca de Montserrat. Nach der Kofferabgabe für den Gepäcktransport begeben wir uns in die Klosterkirche, um der verehrten La Moreneta unsere Ehre zu erweisen. Auf den Wegen und dem Vorplatz strömen bereits Pilger zur Palmsonntagsmesse – ausgestattet mit Oliven- und Lorbeerzweigen, Kinder tragen kunstvoll geflochtene Palmzweige.
Doch für uns heißt es Abschied nehmen von diesem besonderen Ort. Der Bus bringt uns noch einmal durch die eindrucksvolle Berglandschaft des Montserrat-Massivs, dessen Felsen im Morgenlicht leuchten.
Unser nächstes Ziel ist Besalú – ein hervorragend erhaltenes mittelalterliches Städtchen. Wahrzeichen ist die romanische Brücke Pont de Besalú über den Fluss Fluvià. Wir besuchen zudem eine seltene historische Besonderheit: das unterirdische jüdische Ritualbad Mikwe Besalú – die einzige ihrer Art in Spanien. Anschließend führt uns Ludger zur Kirche Sant Pere de Besalú aus dem 12. Jahrhundert, einem eindrucksvollen Beispiel katalanischer Romanik mit lombardischen Einflüssen.
Nach einer kurzen Pause geht es weiter nach Girona. Die Stadt, bereits in römischer Zeit gegründet, liegt am Fluss Onyar und beeindruckt mit ihrer vollständig erhaltenen Altstadt Barri Vell Girona sowie den Überresten der Festung Força Vella. Gemeinsam mit Ludger entdecken wir enge Gassen, farbenfrohe Häuserfassaden und schlendern über die lebendige Rambla de la Llibertat. Ein besonderes Highlight ist die markante Pont de les Peixateries Velles, entworfen von Gustave Eiffel.
Am höchsten Punkt der Stadt thront die Kathedrale von Girona mit dem weltweit breitesten gotischen Kirchenschiff – ein dominierendes Bauwerk, das die Skyline der Stadt prägt.
Am Abend erreichen wir die Costa Brava und beziehen unser Hotel in Malgrat de Mar. Beim abwechslungsreichen Buffet genießen wir einen entspannten Ausklang des Tages und lassen die vielen Eindrücke Revue passieren. Unsere Busfahrerin Lolli verabschiedet sich bereits heute von uns, während Ludger weiterhin im Hotel bleibt und uns auch morgen begleitet.
Auf den Spuren Salvador Dalís
Heute steht das Surrealistische Dreieck auf unserem Plan. Juanjo unser heutiger Busfahrer chauffiert uns zuerst nach Figueres. Figueres ist der Hauptort des Landstrichs Alt Empordà und liegt in einer Flussebene im Inneren der Provinz Girona. Figueres ist außerdem die Geburtstadt von Salvador Dalí, einem Künstler der ebenso eigenwillig wie genial war. Hier zeigt uns Ludger das von Dalí selbst konzipierte Teatro-Museo Dalí. In den 1960er Jahren entwickelte er aus einem ehemaligen Theater sein eigenes Museum – weit mehr als eine Sammlung: ein Gesamtkunstwerk. Die markante gläserne Kuppel wurde zum Wahrzeichen. Innen entsteht der Eindruck, man bewege sich selbst in einem surrealen Bildraum – Möbel, Räume und Inszenierungen verschmelzen zu Dalís Kunstwelt.
In dem Künstlerort Cadaques, der weißen Stadt, in der sich Dali gern aufhielt und die er auch auf seinen Gemälden verewigte, verbringen wir die Mittagszeit. Das ehemalige Fischerdorf liegt zu einem großen Teil in einer zum Meer geöffneten Bucht auf der Halbinsel Cap de Creus und ermöglicht uns malerische Aussichten und Meeresfrüchte zum Mittagessen zu genießen. Anke kauft in einer kleinen lokalen Konditorei am Strand für alle Spezialitäten des Ortes zum Kosten - Taps de Cadaqués, kleine süße Kuchen in Form von Sektkorken, und Turron, heller Nougats aus Mandeln, Honig und Zucker - süß, lecker und handgemacht!
In Pubol besuchen wir Galas "Schloss". Das Landhaus, das der Maler Salvador Dalí seiner Muse Gala schenkte, wirkt wie eine mittelalterliche Burg. Das Interieur wurde vom Meister selbst gestaltet und überrascht mit architektonischen Tricks, barocken Texturen und allerlei symbolischer Romantik. Ludger führt uns durch das Kleinod und den beschaulichen Garten - beides zusammen bildet ein eindrucksvolles, surrealistisches Gesamtkunstwerk.
Zurück in Malgrat de Mar verabschieden wir uns von Ludger Knepper, unserem örtlichen Reiseleiter - mit Applaus und großer Dankbarkeit sagen wir Adieu. Seine Expertise und sein Feingefühl für unsere Gruppe machten die Tage zu einem ganz besonderen Reiseerlebnis, von dem wir noch lange zehren und schwärmen können.
Wieder lassen wir uns von der großartigen Auswahl des Abendbuffets im Hotel verzaubern und den Tag in Ruhe ausklingen.
Ausflug in den Küstenort Tossa de Mar
Heute erwartet uns ein entspannter Abschlusstag. Wir lassen uns Zeit beim Frühstück und nutzen die Gelegenheit, katalanische Spezialitäten wie Churros mit heißer Schokolade (xurros amb xocolata) zu probieren.
Am Vormittag brechen wir nach Tossa de Mar auf. Eine etwa dreiviertelstündige Busfahrt bringt uns heute mit unserer Fahrerin Fatima an die Küste. Die Altstadt von Tossa de Mar ist der einzige vollständig erhaltene, von einer Stadtmauer umgebene mittelalterliche Ort an der katalanischen Küste. Die imposante Mauer ist das Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1931 unter Denkmalschutz. Anke spaziert mit uns durch die engen Gassen hinunter zum Strand und bietet an, gemeinsam zur Festung sowie zum Leuchtturm El Far de Tossa zu gehen – verbunden mit einer grandiosen Aussicht auf die zerklüftete Granitküste.
Auf dem Weg zur kleinen, idyllischen Bucht Es Codolar passieren wir ein besonderes Detail der Stadtmauer: das sogenannte "Loch von Tossa". Der Legende nach kehrt jeder, der hier hindurchgeht, eines Tages zurück. Wir lassen uns den frischen Mittelmeerwind um die Nase wehen, erledigen noch letzte Einkäufe oder genießen einfach die besondere Atmosphäre.
Bereits am Nachmittag kehren wir in unser 4-Sterne-Hotel in Malgrat de Mar zurück. Dort bleibt Zeit für einen Strandspaziergang, entspannte Stunden im Hotelgarten unter Palmen oder sogar einen Besuch der Sauna. Anke bietet außerdem an, gemeinsam das Online-Check-in für den Rückflug zu erledigen.
Ein letztes gemeinsames Abendessen im hervorragenden Hotelrestaurant bildet einen gelungenen Abschluss – ein würdiger Rahmen, um unsere Reise durch Barcelona und Katalonien gemeinsam ausklingen zu lassen.
Rückreise aus Katalonien
Die Berliner Reisegäste werden heute schon 6:30 Uhr von einem Transfer abgeholt und zum Flughafen nach Barcelona für ihren Rückflug gebracht. Glücklicherweise konnte man im Hotel auf Anfrage schon sehr zeitig frühstücken. Die Frankfurter hatten noch einen halben Tag vor Ort, erst 15 Uhr wartete der Transfer für die Weiterreise. Schön zu hören war, dass beide Flüge planmäßig in Berlin bzw. Frankfurt ankamen.
Die Dresdner hatten noch ein kleines Abenteuer vor sich. Am Vormittag wurden wir zum Flughafen gebracht, trotz Streik eines Teils des Bodenpersonals auf dem Flughafen Barcelona kamen wir zeitnah durch die Sicherheitskontrolle. Allerdings flogen wir viel zu spät nach Zürich ab, der Anschluss nach Dresden konnte nicht warten. Wir wurden nach München umgeleitet und übernachteten dort in einem netten kleinen Hotel auf dem Lande. Eine kurze, anstrengende, aber gut organisierte Nacht, bereits 8 Uhr flogen wir von München weiter und landeten ca. eine Stunde später in Dresden. Ein turbulentes und trotzdem gutes Ende einer tief beeindruckenden, erlebnisreichen Reise.
Katalonien im Osten Spaniens ist eine Welt für sich! An der sonnenverwöhnten Küste um Barcelona fühlten sich Künstler wie Pablo Picasso, Antonio Gaudí und Salvador Dalí besonders wohl und hinterließen atemberaubende Kunst und Bauwerke. Eine faszinierende Rundreise mit einem sehr versierten und sympathischen örtlichen Reiseleiter! Barcelona ist sehr stark geprägt durch unterschiedliche Vertreter des Modernisme wie Gaudí. Den Besuch seines architektonischen Meisterwerkes – der Sagrada Familia – werden wir nie vergessen, ebenso wie Berglandschaft um das Kloster Montserrat, in dem wir übernachten durften. Die Tage im Hinterland Kataloniens sowie an der Costa Brava rundeten diese abwechslungsreiche und eindrucksvolle Reise ab.
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