Singlereise Teneriffa – Kanarische Inseln vom 27.02. bis 06.03.2026 (GO–ESTEN)
Reisebericht: 27.02. – 06.03.2026
Teneriffa im Februar lockt mit beeindruckenden Vulkanlandschaften, abwechslungsreicher Natur, dem Atlantik, charmanten Orten und mildem Klima. Wir freuen uns auf die gemeinsamen Urlaubstage…
Ein Reisebericht von
Susanne Hofen
1. Tag Flug nach Teneriffa und Transfer zum Hotel in Los Realejos
Individuelle Anreise zum Flughafen Teneriffa Reina Sofia im Süden der Insel. Beim Landeanflug bietet sich bei klarer Sicht ein erster Blick auf den 3715 Meter hohen Pico de Teide. Er ist der höchste Berg Spaniens und das markante Wahrzeichen der Kanarischen Inseln.
Heute ist Calima Wetterlage, die Luft ist durch feinen Sahara Staub, der aus Nordafrika über den Atlantik weht, getrübt. Nach einem bislang ganz ruhigen Flug gibt es kurz vor dem Landeanflug leichte Turbulenzen.
Nach sicherer Landung und Gepäckausgabe werden wir im Ankunftsbereich des Terminals von unserer lokalen Repräsentanz, erkennbar am Schild „Eberhard“ empfangen.
BIENVENIDO A TENERIFE!
Zunächst stellen wir die Uhren eine Stunde zurück und freuen uns, eine Stunde gewonnen zu haben – zumindest für unseren Aufenthalt.
Unsere Busfahrerin erwartet uns bereits für die Fahrt, zunächst entlang der vulkanischen und trockenen Südküste, zu unserem Hotel Route Active in Los Realejos auf der grünen Nordseite von Teneriffa. Unterwegs spüren wir den starken Wind, der uns aber nicht an einer zügigen Fahrt hindert.
Im Hotel angekommen, werden wir bereits von den anderen Reisegästen der Ankünfte am Vormittag empfangen. Sie hatten bereits Gelegenheit, die Umgebung und das Hotel zu erkunden – einige sogar zu einem Bad in dem großen einladenden Außenpool.
Ferner ist unsere lokale Repräsentanz von Eberhardt TRAVEL zur Begrüßung vor Ort. Sie stimmt uns auf die gemeinsamen Tage ein, informiert uns über das Programm und über weitere Möglichkeiten zur Gestaltung der noch freien Zeit.
Nachdem wir alle uns für das Abendessen verabredet haben, erkunden wir Neuankömmlinge zunächst unsere Zimmer. Eigentlich handelt es sich ja um geräumige Apartments, die über einen Wohnbereich mit Küchenzeile, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer und einen Balkon verfügen. Da können wir uns nach Belieben ausbreiten.
Unser Hotel ist für den Aktivtourismus konzipiert. Es verfügt über einen großen Außenpool in der Gartenanlage, einen sehr gut ausgestatteten Fitnessbereich mit schönem Blick durch die Fensterfront auf die Außenanlage.
Bei den Mahlzeiten richtet man das Augenmerk auf gesunde Ernährung. So gibt es zum Frühstück beispielsweise leckere Smoothies.
Für Wanderlustige ist die Lage in Los Realejos optimal, denn das Naturschutzgebiet Rambla de Castro mit herrlichen Wandermöglichkeiten befindet sich ganz in der Nähe. Auch andere Wanderregionen sind gut und zum Teil auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Übrigens gehörte die Gegend um Los Realejos ehemals zum Gebiet der Guanchen, der indigenen Bevölkerung der Kanarischen Inseln. Im Jahre 1496 war sie Schauplatz der letzten Phase der Eroberung Teneriffas durch die Spanier, unter der Führung von Alonso Fernández de Lugo.
Auch nach Puerto de la Cruz, dem touristischen Hauptort in dieser Region sind es nur etwa sechs Kilometer, die man zu Fuß oder per Bus zurücklegen kann.
Schon bald treffen wir uns zum Abendessen im Hotelrestaurant. Hier ist in einem separaten Raum für uns eingedeckt und es erwartet uns ein umfangreiches Buffet. Bei diesem ersten Beisammensein lassen wir es uns schmecken.
Im Anschluss stoßen wir mit einem Glas Cava auf die bevorstehenden gemeinsamen Urlaubstage an, auf die wir alle sehr gespannt sind, und nutzen die Gelegenheit zu einer kurzen Vorstellungsrunde.
Der Aufenthaltsbereich, mit Sesseln und Sofas einladend ausgestattet, ist zwar verlockend, aber wir werden an den nächsten Abenden ausreichend Gelegenheit haben, ihn entsprechend in Anspruch zu nehmen.
Mit einem guten Gefühl und freudiger Erwartung auf die gemeinsamen Tage verabschieden wir uns für heute.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
2. Tag: Kanarische Dörfer mit Charme: La Orotava – Icod de los Vinos – Garachico
Nach einer ersten geruhsamen Nacht trudeln wir nach und nach beim Frühstücksbuffet ein. Hier müssen wir uns erst einmal einen Überblick über das üppige Angebot verschaffen, um dann unsere Auswahl zu treffen.
Gut gestärkt starten wir zu unserem ersten Ausflug. Ariane, unsere lokale Reiseleiterin erwartet uns vor dem Hotel zu einer Begrüßung und einem kurzen Spaziergang zum Bus. Der Himmel ist überwiegend bedeckt - nur manchmal wagen sich ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke.
Dann lernen wir zunächst Arianes Mittel für die „Gute Laune“ und Beeinflussung des Wetters kennen. Jede Tour beginnt mit dem gemeinsam geschmetterten Song „Guten Morgen, Sonnenschein“ von Nana Mouskouri. Dieses Ritual werden wir auch an den folgenden Tagen beibehalten. Auch wenn unser Chor von nur bedingtem Erfolg gekrönt ist, den Wettergott nicht immer erreicht oder beeindruckt, so hebt das Singen die allgemeine Stimmung ungemein.
Mit ihrem humorvollen Wesen wird Ariane uns auch bei den folgenden Ausflügen die unterschiedlichen Facetten unserer Urlaubsinsel näherbringen.
So erfahren wir, dass Teneriffa die Form eines Dreiecks hat, das nordostwärts ausgerichtet ist. Aus dessen Mitte erhebt sich der Pico de Teide mit seinen 3715 Metern, der nicht nur ein mächtiger Zeuge des vulkanischen Ursprungs ist, sondern das Klima der Insel maßgeblich beeinflusst. Die Passatwinde blasen oft aus Nordosten auf die Insel und den Teide, der damit eine Barriere für die Luftmassen und Wetterscheide bildet. Beim Aufsteigen kühlt die Luft ab, Wolken und Nebel können entstehen. Die daraus resultierenden Niederschläge konzentrieren sich hauptsächlich auf die eindrucksvolle Landschaft nördlich des Teide, die daher mit einer herrlichen Vegetation besticht.
Die Südküste ist tendenziell sonniger, wärmer und trocken.
Die größte Insel der Kanarischen Inselgruppe im Atlantik liegt unweit der afrikanischen Nordwestküste und bildet eine „Brücke“ zwischen Europa, Afrika und Lateinamerika in Bezug auf historisch gewachsene Verbindungen in Handel, Migration und Kolonialgeschichte.
Erstes Ziel ist La Orotava, die auf etwa 340 Meter Höhe am Hang gelegene Hauptstadt des fruchtbaren Orotava-Tales und eine der schönsten historischen Städte der Insel.
Nachdem wir vor den Toren der Stadt den Bus verlassen, genießen wir zunächst den Blick auf den Teide, der uns jetzt seine mit Schnee bedeckte Spitze völlig wolkenlos zeigt.
Dann erobern wir auf unserem Rundgang einen Teil von La Orotava und sind beeindruckt von der prachtvollen kanarischen Architektur, bei der sich Stilelemente aus der spanischen Kolonialzeit und nordafrikanische Einflüsse mischen. Den einstigen Reichtum kann man hier noch erahnen, ehemalige Adelspaläste tragen noch die Wappen an der Hausfront.
Wir sehen die Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción, die einzige Kirche im Barockstil auf den Kanaren und im Zentrum des Ortes die repräsentative Plaza, den „Balkon von Orotava“ mit dem Rathaus. Dann lernen wir ein Paradebeispiel traditioneller Baukunst mit kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen kennen, die berühmte Casa de los Balcones, ein ehemaliges Herrenhaus aus dem Jahr 1632, heute ein Museum. Für die Holzbalkone wurde häufig das Holz der Kanarischen Kiefer (Pinus Canariensis) mit ihren besonderen Eigenschaften genutzt.
Die Kanarische Kiefer kann bis zu fünfzig Meter hoch und die Zapfen bis zu zwanzig Zentimeter groß werden. Ein Trieb bildet drei weiche Nadeln aus. Phänomenal ist das Anti-Feuer-Gen, die dicke Borke dieser Kiefernart. Sie ist resistent gegen Feuer, nach Waldbränden erholt sie sich bald wieder.
Hier gibt es auch einen ansprechenden Shop mit typischen Stick-, und anderen Handwerkswaren, unter denen einige bereits ein erstes Souvenir finden. Das Manila-Tuch (Mantón de Manila), ein traditionelles, quadratisches, reich mit Stickereien versehenes Seidentuch mit langen Fransen kommt für uns allerdings eher nicht infrage.
Auch der Botanische Garten zeigt eindrucksvoll die üppige Pflanzenwelt Teneriffas, die durch das ganzjährig milde Klima begünstigt wird. Ganz besonders beeindrucken uns das Federbäumchen, der Feigenbaum aus dem Himalaya und unser erstes bewusstes Exemplar eines Drachenbaumes.
Neben all der Schönheit gibt es jedoch auch einen ernsten Hinweis: Taschendiebe wissen die Beliebtheit solcher Orte leider ebenfalls zu schätzen.
Unser nächstes Ziel ist Icod de los Vinos, Heimat des wohl berühmtesten Drachenbaums. Dieses mehrere hundert Jahre alte Naturdenkmal ist eines der bekanntesten Symbole Teneriffas und wirkt mit seinen bizarren Formen fast wie aus einer anderen Welt. Wir lernen, dass es sich bei dieser Pflanze nicht um einen Baum, sondern um einen Strauch handelt. Die Altersschätzungen reichen von Annahmen von 400 bis 6000 Jahren…
Im Anschluss werden wir im Bananenmuseum „Casa del Plátano“ erwartet. Schon der Eintritt macht gute Laune – denn jeder Besucher erhält eine Banane. Da wir noch etwas auf das Mittagessen warten müssen, verzehren wir unser jeweiliges Exemplar sogleich und genüsslich.
Vor Ort erfahren wir Spannendes über den Bananenanbau, der eine zentrale Rolle in der Landwirtschaft der Kanarischen Inseln spielt. Es gibt wohl 1200 Arten von Bananen, die Pflanze gehört zur Familie der Gräser – das ist ebenso interessant wie überraschend und wusste vorher wohl niemand aus unserer Gruppe.
Zum Abschluss gibt es Kostprobe von Bananenlikör, Bananenrum und knusprigen Bananenchips – ein kulinarischer Einblick in die kreative Vielfalt rund um die gelbe Frucht. Natürlich kann man sich hier auch mit „Verpflegung“ für unterwegs oder für zuhause eindecken.
Die Mittagspause wird im Restaurant Mirador de Garachico eingelegt, -- nachdem sich der Nebel verzogen hat – sogar mit herrlichem Blick auf die Küste. Zur Abrundung gibt es einen Barraquito, eine typische kanarische Kaffeespezialität aus Espresso, Likör, gezuckerter Kondensmilch und geschäumter Milch – ebenso geschmackvoll wie dekorativ.
Am Nachmittag folgt ein Rundgang durch Garachico, eine charmante Küstenstadt mit bewegter Geschichte. Nach einem Vulkanausbruch im Jahr 1706 wurde der einst bedeutende Hafen beinahe vollständig zerstört. Heute verleihen natürliche Lavapools und liebevoll restaurierte Gebäude dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.
Garachico gehört zur Gemeinde mit den meisten Festtagen auf Teneriffa; es sollen 72 Tage sein, an denen Fiestas, religiöse Feste und Veranstaltungen stattfinden.
Zurück im Hotel bleibt noch etwas freie Zeit, bevor der Tag schließlich beim gemeinsamen Abendessen in Form eines Buffets gemütlich endet.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
3. Tag: Tag zur freien Verfügung – Optional: Ausflug nach Puerto de la Cruz
Der Morgen beginnt ganz entspannt – mit einem ausgiebigen Buffet-Frühstück im Hotelrestaurant mit Kaffee, gesunden Smoothies, Obst und vielem mehr, was das Herz begehren könnte.
Dann treffen wir alle uns in der Lobby – bestens gestärkt und neugierig auf das, was kommt.
Wir haben beschlossen, den Weg nach Puerto de la Cruz per pedes zu erkunden.
In bester Urlaubslaune geht es gemeinsam zunächst durch Los Realejos, eine durchaus geschichtsträchtige Stadt: Hier endete im 15. Jahrhundert die Eroberung Teneriffas durch die Spanier – heute geht es zum Glück deutlich friedlicher zu, mit charmanten Straßen und entspanntem kanarischen Lebensgefühl.
Schon bald öffnet sich der Blick auf die Küste – und die zeigt sich heute von ihrer wilden Seite. Die starke Brandung des Atlantiks liefert ein beeindruckendes Naturschauspiel: Wellen, die mit Wucht gegen die Felsen schlagen, Gischt, die in der Sonne glitzert, und dieses beeindruckende, tief-satte Blau.
Der Weg führt entlang dieser Kulisse Richtung Puerto de la Cruz und wird immer wieder durch kleine, spontane Entdeckungen bereichert.
Ein besonders reizvoller Abstecher führt zur Histórica Ermita de la Santa Cruz. Diese kleine Kapelle markiert symbolisch den Ort, an dem die spanischen Truppen einst ihr Kreuz errichteten.
Weiter geht es entlang des schönen schwarzen Sandstrandes des Playa Jardín zum Castillo San Felipe, einer ehemaligen Festung aus dem 17. Jahrhundert. In früheren Zeiten diente sie zum Schutz vor Piratenangriffen.
Nicht weniger beeindruckend: der Peñón del Fraile, (Felsen des Mönchs), ein markanter Felsen, um den sich lokale Legenden ranken. Es heißt, sein Name sei auf den Bruder Juan de Jesús aus dem 17. Jahrhundert zurückzuführen. Der Einsiedler hatte den Felsen für seine Gebetsübungen und Meditationen gewählt. Ob Mönch, Mythos oder einfach nur spektakuläre Natur – der Anblick ist in jedem Fall ein kleines Highlight am Wegesrand.
Dann erreichen wir die Altstadt von Puerto de la Cruz, wo sich Vergangenheit und Gegenwart charmant vermischen. Hier lassen wir uns einfach treiben. Zwischen traditionellen Gebäuden im historischen Fischerviertel La Ranilla entdecken wir farbenfrohe Häuserfronten und überraschend viel moderne Street Art, was den Gassen eine kreative, lebendige Note verleiht.
Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein, und so halten auch wir bereits Ausschau nach einem Plätzchen für die Mittagspause.
Vorher schauen wir uns noch den lebendigen Plaza del Charco an, das pulsierende Herz der Stadt. Unter schattigen Bäumen trifft man auf Einheimische, Straßenkünstler und das entspannte Treiben, das diesen Ort so besonders macht.
In unmittelbarer Nachbarschaft liegt der Muelle Pesquero, der alte Fischerhafen.
Von dort aus geht es weiter zur Playa de San Telmo, wo sich der schwarze Lavastrand eindrucksvoll vom weißen Schaum der Wellen abhebt. Die anschließende Uferpromenade von San Telmo bietet noch einmal alles, was das Herz begehrt: Meerblick, Meeresrauschen und dieses Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein. Mit diesem Gefühl sind wir jedoch (leider) nicht allein...
Bald entdecken wir ein Café, das für uns exklusiv die obere Etage öffnet. In gemütlichen Sesseln stärken wir uns hier und genießen die Pause.
Danke, liebe Casa de Miranda!
Gut gestärkt und ausgeruht geht es weiter zur beeindruckenden Anlage der Lago Martiánez. Diese einzigartigen Meerwasserschwimmbäder wurden vom visionären Künstler und Architekten César Manrique gestaltet – eine harmonische Verbindung aus Natur, Architektur und Kunst – Lavagestein, Palmen, türkisfarbenes Wasser.
Es heißt, dass an diesem Ort die Beatles im Jahr 1962 ein Konzert geben wollten und keine Genehmigung dafür erhielten. Autsch!
Dann beschließen wir, ganz langsam den Rückweg anzutreten.
Über einen alternativen Weg mit Einkehr in verschiedene Shops und eine am Wege liegende Kirche bummeln wir zum Busbahnhof. Hier entdecken wir bald unseren Bus, der uns nach kurzer Fahrt zurück nach Los Realejos bringt.
Nach einer kleinen Verschnaufpause möchten einige aus unserer Gruppe noch die nähere Umgebung unseres Hotels erkunden – so zum Beispiel den historischen Aufzug von Gordejuela, der in einem Teil des insgesamt 45 Hektar großen Naturschutzgebietes Rambla de Castro liegt. Einst Teil einer Wasserförder-anlage, ist dieser Ort heute ein faszinierendes Industriedenkmal mit spektakulärer Lage an der Steilküste und tolles Fotomotiv.
Im Jahre 1903 wurde dieses Bauwerk als erste Dampfmaschine Teneriffas in extrem anspruchsvollem Gelände errichtet, um die Mühlen und umliegenden Bananenplantagen zuverlässig mit Wasser zu versorgen.
Der Weg dorthin? Der Küstenpfad ist wunderschön, doch manche Abschnitte über Trampelpfade auch ein wenig abenteuerlich.
Leicht durchgepustet, angenehm erschöpft und voller Eindrücke gelangen wir zurück zum Hotel.
Beim Abendessen wird geschlemmt, gelacht und der Tag Revue passiert. Und weil wirklich niemand mehr das Bedürfnis verspürt, auch nur einen Schritt vor die Tür zu setzen, endet der Abend in einer gemütlichen Sofa- und Sesselrunde im Aufenthaltsbereich.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
4. Tag: Grüner Norden: La Laguna – Mercedeswald – Bodegabesuch
Wir starten entspannt mit einem reichhaltigen Buffet-Frühstück im Hotelrestaurant, um fit für den Tag zu sein.
Dann erwartet uns Ariane bereits für den Spaziergang zum Bus – gute Laune inklusive, denn sie hat schon „unseren Song“ vorbereitet, der für uns den blauen Himmel und die Sonne heute noch hervorlocken soll...
Am Orchideengarten "Sitio Litre" von Puerto de la Cruz legen wir unseren ersten Stopp ein. Ursprünglich in Privatbesitz wurde er vor über 230 Jahren angelegt, ist somit der älteste Garten Teneriffas und wurde auch schon vor uns von anderen Prominenten wie Alexander von Humboldt und Agatha Christie besucht. Der Garten ist zwar überschaubar, doch die herrlichen Pflanzen machen ihn besonders. Neben einer eher überschaubaren Vielfalt an Orchideen, gibt es auch einen sehr alten, ansehnlichen Drachenbaum, dazu andere exotische Pflanzen und – nicht zu vergessen – die hübschen „Lovebirds“, kleine Papageien mit grüner Grundfarbe.
Auf dem Weg in den Nordosten Teneriffas, ins Anaga-Gebirge, nutzen wir einen Aussichtspunkt zu einem schönen Gruppenfoto inklusive Busfahrer in unserer Mitte.
Im Anschluss setzen wir unsere Fahrt in eine der faszinierendsten Naturlandschaften Teneriffas fort. Die Region ist seit 2015 als UNESCO-Biospärenreservat geschützt. Als ihr Herzstück gilt der Mercedeswald, der häufig auch als „Märchenwald“ bezeichnet wird. Unser nächstes Ziel ist am Cruz de Carmen. Von hier bietet sich ein gigantisches Panorama über die Landschaft bis hin zum majestätischen Teide. Es bleibt ausreichend Zeit, um einen kurzen Abschnitt des „Weges der Sinne“ durch den Lorbeerwald zu spazieren. Der Weg ist zauberhaft von Lorbeerbäumen gesäumt, an denen sich Moose und Flechten wohlfühlen. Die Äste neigen sich über unserem Weg zueinander, eine inspirierende Wegstrecke, die uns nicht nur mit frischer Luft und Ruhe belebt – einfach märchenhaft!
Nach diesem Naturschauspiel ziehen wir weiter nach San Cristóbal de la Laguna.
Schon beim ersten Schritt in San Cristóbal de La Laguna spürt man, dass diese Stadt anders ist. Auf etwa 550 Metern Höhe, abseits der gängigen Touristenpfade gelegen, fernab vom Meer und ohne eigenen Hafen, ist sie geprägt von Geschichte, Handel und geistigem Leben.
Die ehemalige Hauptstadt Teneriffas – und für einen einzigen Tag war sie sogar die Hauptstadt von ganz Spanien – gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grund dafür ist, dass La Laguna als eine der ersten gemäß einem idealen Plan entworfen und planmäßig angelegten Städte Europas gilt. Anstelle der schützenden Stadtmauern vertraute man auf die natürliche Barriere des Anaga-Gebirges. Dieses Modell wurde später sogar zum Vorbild für zahlreiche Städte in Lateinamerika.
Die Stadt selbst wurde nach dem heiligen Christophorus benannt – einem Namen, der für Stärke und Mut steht.
Unseren Rundgang beginnen wir am Real Santuario del Santísimo Cristo de La Laguna und damit an einem der bedeutendsten religiösen Orte auf Teneriffa; nicht nur architektonisch – es vereint schlichte franziskanische Elemente mit späteren barocken und neoklassischen Elementen –, sondern vor allem spirituell und historisch.
Der Christus „Santísimo Cristo de La Laguna“ gilt als Schutzpatron der Insel Teneriffa. Viele Gläubige schreiben ihm wundertätige Kräfte zu. Über Jahrhunderte hinweg pilgerten Menschen aus allen Teilen der Insel (und darüber hinaus) hierher.
Besonders eindrucksvoll ist die jährliche Prozession im September, bei der die Christusfigur durch die Straßen von San Cristóbal de La Laguna getragen wird. Dieses Fest zählt zu den wichtigsten religiösen Ereignissen der Kanarischen Inseln. Die Atmosphäre ist beinahe feierlich, geprägt von Ruhe und Andacht.
Dazu kontrastiert unser nächster Besuch im benachbarten Mercado. Hier pulsiert das Leben, an zahlreichen Ständen gibt es frisches Obst, Pflanzen, kanarische Spezialitäten, Nüsse und riesige Rosinen – hier und da müssen wir uns mit einer Kostprobe eindecken.
Dann spazieren wir durch die charmante Altstadt, zum Teil über mit Kopfsteinpflaster versehene Straßen, und stoßen auf prachtvolle Gebäude wie die Casa Montañés aus dem 18. Jahrhundert, ehemals Wohnhaus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie und klassisches Beispiel kanarischer Wohnarchitektur, oder den Palacio Lercaro, der heute als Museum dient und die Geschichte der Insel lebendig werden lässt.
Ebenfalls beeindruckend ist der Palacio Salazar, heute Sitz des Bistums von Teneriffa. Ein spirituelles Zentrum bildet das Monasterio de Santa Clara, Heimat eines Klarissenordens, der sich dem Schweigen verschrieben hat. Gleich am Hauptplatz befindet sich zudem ein Dominikanerinnenkloster. Hier soll eine Nonne aus dem 18. Jahrhundert bis heute unverwest ruhen. Einmal im Jahr, am 15. Februar, wird ihr Sarg geöffnet – ein Ritual, das Besucher und Gläubige gleichermaßen fasziniert.
Die Casa Alvarado-Bracamonte y/o de los Capitanes Generales wurde, wie es der Name bereits verrät, vom gleichnamigen Generalkapitän Teneriffas Diego Alvarado-Bracamonte Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut, später im 18. Jahrhundert dann Residenz der Generalkapitäne der Kanarischen Inseln und beherbergt jetzt das Fremdenverkehrsbüro.
Zeit zur Weiterfahrt durch das Valle de Guerra ins Weinanbaugebiet von Tacoronte und einer Bodega.
Zwischen den alten Weinfässern erhalten wir zunächst eine kleine Vorführung zur Herstellung von Mojo, der für die Kanaren typischen Sauce. Im Anschluss können wir dann die Mojo selbst probieren, dazu gibt es für jede/n einen Teller mit Schinken, Wurst, Käse, Papas Arrugadas, Brot und verschiedene Sorten von Weinen – Weißwein, Rotwein, Rosé und Moscatel. Wir bedauern es sehr, dass wir den köstlichen „Traubensaft“ nicht weiter genießen und die Flaschen bis zum letzten Schlückchen leeren können. Aber irgendwann müssen wir eben die Rückfahrt zum Hotel antreten.
Im Verkaufsbereich der Bodega gibt es allerdings ein reichhaltiges Angebot, in dem wir uns mit den köstlichen Produkten eindecken können.
Zurück im Hotel bleibt noch etwas freie Zeit, dann sehen wir uns schon bald wieder zum gemeinsamen Buffet-Abendessen im Hotelrestaurant.
Nach diesem abwechslungsreichen Tag, der einmal mehr gezeigt hat, wie vielfältig und faszinierend Teneriffa ist, wartet im Anschluss bereits unsere gemütliche Sofaecke für den Schlummertrunk in entspannter Runde.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
5. Tag: Tag zur freien Verfügung: Optional Besuch im Loro Parque
Nach dem Frühstück ist dieser Tag frei für individuelle Unternehmungen.
Einige nutzen die Gelegenheit zu einer Wanderung entlang des Küstenweges im Naturschutzgebiet von Rambla Castro, andere zum Besuch im Loro Parque.
Um dorthin zu gelangen, nutzen wir den öffentlichen Bus. Die Eintrittskarten haben wir vorab von der lokalen Repräsentanz von Eberhardt TRAVEL erhalten, so dass wir nicht lange am Ticketschalter anstehen müssen, sondern sofort passieren können.
Ursprünglich als Papageienpark gegründet, hat sich der Park zu einem größeren Tierpark mit ganz unterschiedlichen Tierarten, Shows und Attraktionen entwickelt. An einem Tag kann man nicht alles entdecken…
Was der Besuchende sieht, ist eine äußerst gepflegte und schön angelegte parkähnliche Anlage mit Themengärten, unter anderem einem herrlichen Palmenhain, mit Sorgfalt und ansprechend gestaltete, saubere Gehege in der Außenanlage mit interessanten Tierbegegnungen. Es gibt aber auch Tropenhäuser, ein Oktopus- und Kraken-Aquarium mit stimmungsvoller Beleuchtung, eine Pinguin-Halle und vieles mehr.
Aktuell werden vier Shows gezeigt, die der Delfine, Orcas, Seelöwen und der Papageien. Alle Vorführungen beindrucken uns sehr, aber besonders die Seelöwen rufen immer wieder herzhaftes Lachen und Beifall der Zuschauer hervor.
Natürlich bleibt bei allem Amüsement die Frage nach dem Tierwohl, welches aber – zumindest nach Aussage der Parkleitung – oberste Priorität hat.
Zwischendurch kann man sich in Cafés und Restaurants stärken. Kleine Souvenirs können in den Shops vor Ort erworben werden. Es gibt auch Schirme – eine Reisegefährtin hat ihren neuen Schirm bei der Delfinshow verloren, und er lässt sich nicht mehr auffinden. Daher besorgen wir ihr im Park einen Ersatz – eine schöne Erinnerung.
Auch wenn sich während des Rundgangs die Wege unserer Gruppe zwischenzeitlich trennen, wir treffen uns immer wieder, einige auch für die Rückfahrt zum Hotel am späten Nachmittag im Großraumtaxi.
Zum Abendessen sehen wir uns alle wieder und lassen es uns schmecken. In „alter Tradition“ treffen wir uns im Anschluss wieder in unserer Sofaecke…
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
6. Tag: Tag zur freien Verfügung: Tag zur freien Verfügung in Los Realejos: Ausflug nach Santa Cruz
Einen wunderschönen guten Morgen! Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der individuellen Gestaltung. Der fakultative Piratenschiff-Ausflug „Shogun“ musste wegen des Wellengangs abgesagt werden. Doch das bedeutet: mehr Zeit für ein ausgedehntes Frühstück und eigene Entdeckungen.
Einige entschließen sich dazu, den Tag für weitere Erkundungen in der Nähe und von Puerto de la Cruz zu nutzen; einige fahren nach Santa Cruz, um zumindest einen Einblick in die moderne Inselhauptstadt der gleichnamigen Provinz zu bekommen.
Hierzu lassen wir uns von Taxis zur Busstation in Puerto de la Cruz bringen. Von hier gibt es durchgehende Schnellbusse, die wir einfach mal ausprobieren. Nach einer knappen Stunde und einer Fahrt, auf der es „cats and dogs“ regnet, so dass die Scheibenwischer die Wassermengen kaum bewältigen, kommen wir in Santa Cruz an. Hier regnet es nicht und die Temperatur ist angenehm mild.
Bereits als wir aus dem Bus steigen, wissen wir mit dem Blick auf das dem Busbahnhof benachbarte ikonische Auditorium, ein architektonisches Highlight des weltbekannten Architekten Santiago Calatrava und eines der Wahrzeichen von Teneriffa: diese Fahrt hat sich gelohnt!
Unser Rundgang durch die Stadt führt uns zunächst zum nahegelegenen Markt „Mercado Nuestra Señor de África“, kurz „Mercado de África“. Er befindet sich in einer architektonisch ansprechenden Markthalle und bietet eine große Vielfalt an Produkten, lokalen Köstlichkeiten und bunten Ständen.
Weiter führt unser Spaziergang zur Brücke „Puente Serrador“, die den Barranco de Santos überquert, und entlang der Calle del Castillo in die Fußgängerzone. Hier trennen wir uns für individuelle Erkundungen.
Einige gehen weiter bis zur Plaza Weyler, benannt nach einem spanischen General. Hier beeindruckt das repräsentative Gebäude „Capitania General“, ein historisches Militärverwaltungsgebäude. Die Plaza de Príncipe ist ein weiterer zentraler Platz in der Altstadt, an dem sich das Museo de Bellas Artes befindet.
Nachdem wir uns alle am vereinbarten Treffpunkt wieder eingefunden haben, suchen wir zunächst ein Café für einen kleinen Snack und werden auch fündig. Hier haben wir die Empore fast für uns allein.
Weiter geht es in Richtung Meer zur Plaza de la Candelaría mit verschiedenen Denkmälern und interessanten Kunstobjekten und der benachbarten Plaza España. Von hier blicken wir auf den Hafen von Santa Cruz, in dem auch Kreuzfahrtschiffe anlegen.
Es ist auch gut zu erkennen, dass die Stadt in einer geschützten Bucht liegt, umrahmt von baumlosen Hängen; ideal für eine Hafenanlage, der Santa Cruz nicht zuletzt den Status einer Hauptstadt zu verdanken, und die sie überdies zu einem wichtigen Handelszentrum gemacht hat.
Dann folgen wir der Uferpromenade wieder zurück zum Auditorium „Auditorio de Tenerife Adán Martín“, das den Namen des ehemaligen Präsidenten der Kanarischen Inseln Adán Martín Menis trägt und für Konzerte und sonstige Veranstaltungen genutzt wird. Nun können wir es aus der Nähe und verschiedenen Perspektiven bestaunen und fotografieren. Der Architekt Santiago Calatrava, geboren 1951 in Valencia, ist bekannt für seinen besonderen Stil, in dem Ingenieurkunst, fließende, skulpturale Linien und organische Formen unter Beachtung von Leichtigkeit und Transparenz miteinander verschmelzen. Wie auch immer die Geschmäcker geartet sind, es ist unbestreitbar, dass das Gebäude imposant und beeindruckend ist, es inspiriert die Fantasie und liefert reichlich Gesprächsstoff.
Das unmittelbar daneben liegende Castillo de San Juan, auch bekannt als Castillo San Juan Bautista, mit Wehrmauern, Türmen und Bastionen ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert, wirkt hingegen verschwindend klein. Es diente der Verteidigung der Stadt gegen Piraten- und Marineangriffe sowohl von der See-, aber auch von der Landseite aus.
Vorbei an einer Filiale der bekannten spanischen Kaufhauskette „El Corte Inglés“ – niemand hat Gelüste zu einem Besuch – beenden wir unsere Erkundungstour am Busbahnhof.
Auf unseren Bus, der uns fast ebenso schnell wie auf der Hinfahrt zurück nach Puerto de la Cruz bringt, müssen wir nicht lange warten.
Für die Weiterfahrt zum Hotel in Los Realejos nutzen wir Taxis.
Am Abend treffen wir uns wie an den Vorabenden zum Abendbuffet im Hotelrestaurant und danach zum mitgebrachten Schlummertrunk in der gemütlichen Sofaecke, um Eindrücke auszutauschen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
7. Tag: Teide–Nationalpark
Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet gestärkt haben, freuen wir uns auf den heutigen Ausflug zum Teide-Nationalpark, dem Höhepunkt unseres Aufenthaltes.
Bei kühlerer Temperatur, etwas Sonne und ein wenig Calima-Wetterlage starten wir mit „unserer“ Ariane. Heute begleiten wir das Duett von Ariane und Nana Mouskouri beim Morgen-Gute-Laune-Song besonders enthusiastisch, denn nachdem die Teide-Straße noch gestern gesperrt war, hoffen wir, dass sie heute geöffnet ist. Und siehe da – es hat geklappt! Wir können den Wettergott gnädig stimmen und die Auffahrt antreten. Ein weiteres Plus: zumindest am Vormittag sind weniger Besucher als sonst zu erwarten – perfekte Voraussetzungen für ruhige Aussichtspausen.
Unseren ersten Stopp machen wir am Aussichtspunkt „Humboldt-Blick“. Von hier aus öffnen sich weite Ausblicke über das Tal, die umgebende Landschaft, bis hin zum Atlantik.
Der Name ehrt Alexander von Humboldt, der hier während einer Forschungsreise zu den Kanaren (1799–1804) wichtige naturkundliche Beobachtungen anstellte.
Für ihn war dieser Aufenthalt wissenschaftlich sehr reizvoll, er forschte zu Vulkanologie, Geologie, Pflanzenwelt, Klima und machte überdies zoologische Beobachtungen. Auf Teneriffa fand er natürlich eine beeindruckende ökologische Diversität.
„…Kein Ort der Welt scheint mir geeigneter, die Schwermut zu bannen und einem schmerzlich ergriffenen Gemüte den Frieden wiederzugeben, als Teneriffa …“ Alexander von Humboldt
Dieses Zitat reflektiert seine persönliche Empfindung zur heilsamen Wirkung von Landschaft, Natur und Klima Teneriffas.
Unterwegs halten wir an einer Bar, um uns für die weitere Auffahrt „vorzubereiten“ und nutzen die Gelegenheit zu einem Barraquito oder Kaffee.
Nach einer Fahrt durch Lorbeerwald dient unser nächster Stopp auf einer Höhe von etwa 1020 Metern – hier ist es bereits merklich kühler – einem kurzen Besuch der Basalt Margarite (Margarita de la Piedra oder auch Margarita de la Rosa), einer eindrucksvollen Basaltformation, deren fünf bis sieben Meter hohe Säulen aus Basalt radial angeordnet sind und tatsächlich einer riesigen Blüte aus Stein gleichen.
Weiter geht es zunächst zum Mirador Minas de San José Norte auf eine Höhe von etwa 2250 Metern. Die Kälte bleibt, aber der Himmel ist blau. Nach einem ersten Staunen können wir bei einem individuellen Rundgang die Szenerie in uns aufnehmen, erkunden und bewundern. Vor uns öffnet sich eine weite wüstenähnliche Fläche aus hellem Bimsstein mit dunklen Lavaformationen. Irgendwie fühlt man sich, als sei man auf einem anderen Stern, vielleicht auf dem Mars? Wir können nun nachvollziehen, dass die surreal anmutende Vulkanlandschaft als perfekte Film-Kulisse etlicher Hollywood-Filme gedient hat.
Wir steigern uns so langsam: Der Mirador del Tabonal Negro liegt auf 2362 Metern und öffnet einen der spektakulärsten Panoramablicke des Nationalparks auf die mächtige südliche Wand der Caldera (Las Cañadas) – ein großer, kesselartiger Einsturzkrater eines Vulkans – und auf die Montaña Guajara, Teneriffas höchstgelegenen Gipfel außerhalb des Teide-Massivs. Die Aussicht lässt die kühle Brise fast vergessen.
Danach geht es bereits ein wenig abwärts vorbei am Parador Nacional, einem Hotel der staatlichen spanischen Hotelkette, zum Mirador Roques de García, auf etwa 2150 Metern gelegen. Die Roques sind eine Kette aus erstarrten Magmagängen und vulkanischen Sedimenten, die durch Erosion freigelegt wurden. Sie trennen die riesige Teide-Caldera in einen westlichen und östlichen Kessel. Vom Mirador überblickt man die weitläufige, goldgelbe Ebene „Llano de Ucanca“, die an einen ausgetrockneten See erinnert und eine fast meditative Stille ausstrahlt.
In dem Areal befindet sich auch „La Catedral“, ein beinahe senkrecht aufragender Fels, der sich aufwärts nur leicht verjüngt; für Kletterer eine willkommene Herausforderung.
Gleich in der Nähe präsentiert sich die berühmteste Felsformation des Archipels, der sogenannte „Finger Gottes“ (Roque Cinchado). Als es noch Peseten gab, zierte er den 1000-Peseta-Schein.
In jedem Fall ein perfekter Ort für zahlreiche Aufnahmen und natürlich auch ein Gruppenfoto zur Erinnerung – im Hintergrund throntend der Gipfel des Teide .
Langsam wächst der Appetit auf eine kleine mittägliche Stärkung, die uns im nahegelegenen Restaurant mit wieder anderen lokalen Speisen erwartet.
Zum Nachtisch und dem nahenden Abschluss unseres letzten Ausfluges auf Teneriffa stoßen wir alle gemeinsam mit einem wahrscheinlich auch letzten Barraquito an. Dann nehmen wir Abschied von Ariane mit einem großen Dankeschön für die gemeinsamen Tage und Erlebnisse. Muchas Gracias, Ariane!
Bevor es zurück nach Los Realejos geht, steht noch eine Stippvisite im Besucherzentrum mit einem informativen Video und einem Spaziergang durch den Jardín Botánico des Nationalparks auf unserem Programm. Von hier aus können wir den Teide in seiner vollen Pracht bewundern und verabschieden – bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und bester Sicht!
Vor dem Abendessen wollen wir noch den Online-Check-in erledigen und erste Vorbereitungen für die morgige Abreise treffen.
Beim Abendbuffet im Hotelrestaurant lassen wir den Tag kulinarisch ausklingen. Im Anschluss treffen wir uns zum Abschlussgespräch. Hierzu erweist sich „unsere“ Sofaecke, wo wir mit einem Glas Cava wir auf die gemeinsamen Tage anstoßen als perfekt, um Erinnerungen zu teilen und Pläne für kommende Reisen zu schmieden.
Übernachtung im Route Active Hotel, Los Realejos.
8. Tag: Adiós Tenerife – Rückflug nach Deutschland
Ein Teil unserer Gruppe muss das Hotel vor der offiziellen Frühstückszeit verlassen und hat daher zusätzlich eine Frühstücksbox im Gepäck.
Die beiden weiteren Transfergruppen haben mehr oder weniger Zeit, das Frühstück ein letztes Mal im Hotelrestaurant einzunehmen, bevor es zum Flughafen geht.
Nun heißt es Abschied nehmen von der Insel Teneriffa, die uns mit den herrlichen Panoramablicken über Landschaft und Atlantik beeindruckt und beglückt hat – und mit ein wenig Wehmut auch voneinander und unserer schönen Gemeinschaft, die in den gemeinsamen Tagen entstanden und gewachsen ist. Sie wird uns allen bestimmt lange in bester Erinnerung bleiben.
*** Ende erlebnisreicher Tage ***
Herzlichen Dank an ALLE - auch im Namen von Eberhardt TRAVEL.
Adiós y hasta pronto – Gerne auf ein Wiedersehen und gute Rückreise!
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