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Südamerika entdecken – eine Reise durch Brasilien, Argentinien, Uruguay und Chile

Reisebericht: 03.03. – 25.03.2026

Bunte Städte, lebendige Kultur und spektakuläre Natur: Unsere Südamerika-Reise führt uns von tropischen Stränden und Regenwald bis nach Patagonien, Feuerland und zu gewaltigen Gletschern.

Natalie Hady

Ein Reisebericht von
Natalie Hady

Flugzeuglandung Sicht vom Zuckerhut – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Flug nach Iguazú – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Der Weg zur Bootstour – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Wachwechsel in der Metropolitan Cathedral, Buenos Aires – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Eberhardt Travel auf den Falklandinseln – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Ensenada Zaratiegui – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Ensenada Zaratiegui – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Seelöwen und Kormorane – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) St. Patrick's Day – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Orange Night – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Orange Party – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL) Bunte Straßen von Valparaíso  – © Natalie Hady (Eberhardt TRAVEL)

Tag 1: Anreise nach Rio de Janeiro

Nachdem wir alle aus verschiedenen Städten angereist waren, trafen wir uns in Paris, um gemeinsam unseren Flug nach Rio de Janeiro anzutreten. Nach dem langen Flug waren wir sehr froh, endlich an unserer ersten Destination angekommen zu sein: Rio de Janeiro.

Am Flughafen erwartete uns bereits Maik, unser Reiseleiter für die nächsten drei Tage. Schon zu Beginn merkten wir, was für ein großartiger Reiseleiter er war. Mit seiner gut organisierten und gleichzeitig lockeren Art zeigte er uns in den kommenden Tagen die Stadt.

Im Hotel direkt an der Copacabana angekommen, checkten wir zunächst ein und gingen anschließend noch gemeinsam zum Abendessen. Danach fielen wir alle müde, aber voller Vorfreude auf die kommenden Tage, ins Bett.

Tag 2: Zuckerhut, Stadtrundgang und abendliche Tanzshow

Heute ging es auf Entdeckungstour und das Wetter hätte besser kaum sein können. Mit der Seilbahn fuhren wir in zwei Etappen auf den berühmten Zuckerhut hinauf, der seinen Namen aufgrund seiner Form erhielt, die an die früher üblichen Zuckerhüte erinnert.

Von oben bot sich uns eine beeindruckende Aussicht: Wir blickten über die Guanabara-Bucht, auf die Strände Copacabana, Leblon und Ipanema und konnten in der Ferne sogar die berühmte Cristo-Redentor-Statue erkennen. Wir genossen den perfekten Blick über diese wunderbare Stadt, beobachteten Flugzeuge bei der Landung, sahen die vielen kleinen Inseln in der Bucht und auch die Favelas, dicht bebaute Wohnviertel, die sich die Berghänge hinunterziehen und typisch für Rio de Janeiro sind.

Unten angekommen fuhren wir weiter in die Innenstadt, wo wir verschiedene Sehenswürdigkeiten besichtigten und die schönen Hausfassaden sowie das lebendige Treiben der Stadt auf uns wirken ließen. Wir warfen einen Blick in die Confeitaria Colombo, ein historisches Kaffeehaus mit beeindruckender Architektur und einer langen Tradition. Außerdem besuchten wir die kleine Kirche Igreja dos Mercadores und bewunderten anschließend die imposante Candelária-Kathedrale.

Zwischendurch kehrten wir zur Mittagszeit an einer der schönsten Ecken der Stadt in ein Restaurant ein, wo bereits eine große Tafel für uns reserviert war. Im Innenhof fühlte es sich fast wie im Regenwald an: Wir saßen in einem wintergartenähnlichen Bereich, umgeben von vielen Pflanzen. Dort stärkten wir uns bei einem köstlichen Drei-Gänge-Menü.

Bevor es zurück ins Hotel ging, hielten wir noch kurz am berühmten Maracanã-Stadion, einem der größten und bekanntesten Fußballstadien der Welt, in dem bereits mehrere Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Anschließend fuhren wir am Sambódromo vorbei, dem Ort, an dem jedes Jahr der weltberühmte Karneval von Rio stattfindet.

Am Abend ging es für viele von uns zu einem weiteren Highlight des Tages: der Roxy Dinner Show. Wir wurden abgeholt und in einen wunderschönen Saal mit eleganter Atmosphäre gebracht. Unsere Tische befanden sich direkt in der Mitte und fast ganz vorne, sodass wir eine hervorragende Sicht auf die Bühne hatten. Wir hatten das „Copacabana-Paket“ gebucht, das auch ein köstliches Drei-Gänge-Menü beinhaltete. Dieses genossen wir bei entspannter Live-Musik.

Nach dem Essen begann schließlich die Show: Es wurden die verschiedensten Tänze und farbenfrohen Kostüme aus unterschiedlichen Regionen Brasiliens präsentiert. Wir waren alle beeindruckt vom Temperament, der Energie und der Leidenschaft der Künstler.

Tag 3: Christo Redentor

Aufgrund der gestrigen Abendveranstaltung begann der Tag heute etwas später, sodass wir alle entspannt ausschlafen konnten. Maiks Eltern waren ebenfalls zu Besuch aus Hamburg. Zum Geburtstag seiner Mutter wollte er ihnen eine seiner Touren zeigen, weshalb wir heute zwei Personen mehr in unserer Gruppe waren. Wir freuten uns sehr über die zusätzliche Gesellschaft.

Heute stand ein weiteres Wahrzeichen der Stadt auf dem Programm: die berühmte Cristo-Redentor-Statue. Mit der Zahnradbahn fuhren wir durch den Tijuca-Nationalpark, einen der größten innerstädtischen Regenwälder der Welt, hinauf auf den Berg Corcovado.

Oben angekommen waren wir natürlich nicht die einzigen Besucher. Hunderte Menschen waren hier, und das aus gutem Grund. Aus etwa 700 Metern Höhe bot sich uns ein spektakulärer Blick über ganz Rio de Janeiro, sogar noch umfassender als am Vortag. Auch die Christusstatue selbst war äußerst beeindruckend. Mit ihren ausgebreiteten Armen symbolisiert sie Schutz und Frieden für die Stadt und ihre Bewohner.

Zurück im Hotel hatten wir noch etwas Zeit zur Entspannung. Vor dem Abendessen traf sich ein Teil unserer Gruppe, um gemeinsam zur Copacabana zu laufen und in einer Beachbar etwas zu trinken. Viele bestellten sich einen Cocktail, einige mit Açaí, einer kleinen, dunkelvioletten Beere aus dem Amazonasgebiet, die in Brasilien sehr beliebt ist und als besonders gesund gilt. Andere entschieden sich für einen Caipirinha, den wohl bekanntesten Cocktail des Landes. Gut gelaunt ging es anschließend direkt zum gemeinsamen Abendessen in unserem Hotel.

Tag 4: Iguazú–Wasserfälle in Brasilien

Früh am Morgen machten wir uns auf den Weg zum Flughafen, denn unsere nächste Destination wartete bereits: Iguazú. Dort wurden wir von unserer neuen Reiseleiterin Jussara empfangen, die uns sofort mit ihrer herzlichen, fröhlichen und lebhaften Art begeisterte.

Einige von uns entschieden sich auf der brasilianischen Seite der Wasserfälle für ein besonderes Erlebnis: einen Helikopterflug über die gewaltigen Wassermassen, um dieses Naturwunder aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Ein anderer Teilnehmer wählte ein ebenso aufregendes Abenteuer, eine Bootstour entlang der Wasserfälle. Dabei konnten wir die Wasserfälle nicht nur sehen, sondern auch hautnah spüren, denn innerhalb kürzester Zeit wurden wir klatschnass. Zum Glück spielte das Wetter wieder perfekt mit, sodass wir in der warmen Sonne schnell wieder trockneten.

Offenbar hatten wir das „Partyboot“ erwischt: Viele Brasilianer waren gemeinsam mit ihrer Firma unterwegs, jubelten laut und verbreiteten eine ausgelassene Stimmung, von der wir uns sofort mitreißen ließen.

Währenddessen erkundeten die anderen Gäste die brasilianische Seite der Wasserfälle zu Fuß. Sie genossen die spektakulären Ausblicke auf das beeindruckende Naturwunder und wurden dabei sogar von einigen neugierigen Nasenbären begleitet. Die Natur dort war einfach einzigartig.

Anschließend checkten wir in unserem Hotel für diese Nacht ein. Diese Lodge bestand fast vollständig aus Holz und lag mitten in der Natur. Überall konnten wir sie sehen, hören, riechen und spüren. Es war eine außergewöhnliche und sehr stimmungsvolle Erfahrung. Am Abend erwartete uns ein köstliches Dinner: Viele probierten ein saftiges Chorizo-Steak, andere genossen argentinische Empanadas oder den südamerikanischen Pacu-Fisch.

Tag 5: Iguazú–Wasserfälle in Argentinien

Heute besuchten wir die argentinische Seite der Wasserfälle. Gemeinsam fuhren wir mit einer kleinen Schmalspurbahn durch den üppigen Nationalpark, bis wir den Ausgangspunkt für unseren Weg zur berühmten „Teufelsschlucht“ erreichten. Auf dem Weg entdeckten wir immer wieder kleine Naturwunder: eine Wasserschildkröte, elegante Reiher, einen großen Wels unter der Wasseroberfläche und rundherum leuchtend bunte Blätter der tropischen Vegetation.

Am Ende des Stegs wartete dann das absolute Highlight auf uns: die Teufelsschlucht. Schon von Weitem hörte man das gewaltige Donnern des Wassers. Als wir schließlich am Aussichtspunkt standen, bot sich uns ein atemberaubender Anblick. Unzählige Wassermassen stürzten mit unglaublicher Kraft in die Tiefe, wirbelten zu weißem Schaum auf und verschwanden in einer riesigen, nebelartigen Gischtwolke.

Danach erkundeten viele von uns noch einen weiteren kleinen Weg im Park. Von verschiedenen Aussichtsbalkonen boten sich immer wieder neue, ganz unterschiedliche Perspektiven auf die Wasserfälle. Jeder Blickwinkel zeigte eine andere, auf ihre Weise faszinierende Seite dieses Naturwunders. Zwischen dem satten Grün der Blätter und den sprühenden Wasserfällen entdeckten wir auch hier noch einmal einige Nasenbären.

Am Nachmittag ging es dann zurück zum Flughafen, denn unser nächstes Ziel wartete bereits: Buenos Aires. Dort wurden wir von Eberhardt Travel mit einem ganz besonderen Abendessen überrascht. Im Sorrento Restaurant direkt am Puerto Madero war eine lange, festlich gedeckte Tafel für uns vorbereitet. Wir wurden mit köstlichen Spezialitäten verwöhnt, der Service war ausgezeichnet und auch an Wein wurde großzügig nachgeschenkt, schließlich hatten wir mit unserer Reise das Rundum-Wohlfühlpaket gebucht.

Bei guten Gesprächen und bester Stimmung verging der Abend wie im Flug. Eine Dame aus unserer Gruppe hatte an diesem Tag Geburtstag, und so bekam sie zum Abschluss noch eine kleine süße Überraschung mit Kerze.

Tag 6: Buenos Aires, Einschiffung auf die MS Oosterdam

Heute stand die faszinierende Metropole Buenos Aires auf unserem Programm. Gemeinsam mit unserer neuen Reiseleiterin Ines machten wir uns auf den Weg, die Stadt zu entdecken.

Unser erster Halt war der Plaza de las Naciones Unidas. Dort wurden wir von einer riesigen silbernen Blüte überrascht, der berühmten Floralis Genérica, einer beeindruckenden Stahlskulptur. Der Platz trägt seinen Namen zu Ehren der Vereinten Nationen, denn Argentinien wollte damit seine Verbundenheit mit internationaler Zusammenarbeit und Frieden symbolisieren. Vor der Skulptur wurde es plötzlich besonders unterhaltsam: Einer unserer Mitreisenden wagte sich spontan an ein paar Tangoposen mit einer elegant gekleideten Tänzerin. Dabei entstanden herrlich lustige Erinnerungsfotos, die uns alle zum Lachen brachten.

Anschließend fuhren wir weiter zum berühmten Recoleta Friedhof, der als einer der außergewöhnlichsten der Welt gilt. Statt einfacher Grabsteine stehen hier prachtvolle Mausoleen, kleine Kapellen und kunstvoll verzierte Grabstätten dicht nebeneinander, fast wie eine kleine Stadt aus Marmor. Hier befindet sich auch das Grab von Eva Perón, besser bekannt als „Evita“. Sie war eine der bekanntesten Persönlichkeiten Argentiniens, setzte sich besonders für die Armen ein und wurde von vielen Menschen im Land bis heute verehrt.

Danach hatten wir etwas Freizeit. Viele von uns schlenderten über den beliebten Sonntagsmarkt von Recoleta, wo zahlreiche Stände Kunsthandwerk, Schmuck, Souvenirs und lokale Spezialitäten anbieten. Straßenkünstler, Musiker und das lebendige Treiben sorgten für eine entspannte und fröhliche Atmosphäre.

Ein lustiger Zufall erwartete uns dort ebenfalls: Wir trafen genau auf eine andere Gruppe von Eberhardt Travel, die dieselbe Kreuzfahrt bereits in der entgegengesetzten Richtung gemacht hatte. Wir tauschten unsere Reiseerlebnisse aus und entdeckten sogar ein paar bekannte Gesichter von früheren Reisen wieder.

Weiter ging es zum historischen Mai-Platz, dem politischen Herz von Buenos Aires. Rund um diesen Platz stehen einige der wichtigsten Gebäude Argentiniens, darunter der Präsidentenpalast Casa Rosada. Der Platz ist ein zentraler Ort der argentinischen Geschichte und war immer wieder Schauplatz bedeutender politischer Ereignisse und Demonstrationen. Von dort aus besuchten wir noch die Metropolitan Cathedral of Buenos Aires.

Zum Abschluss unserer Stadttour machten wir noch einen Abstecher in das berühmte Viertel La Boca. Hier ist einfach alles bunt: Die Häuser sind in leuchtenden Farben gestrichen, überall hängen Fahnen und Kunstwerke und in den Straßen spürt man die kreative und lebendige Atmosphäre des Viertels.

Nun begann der nächste Abschnitt unserer Reise, der Teil, den die andere Gruppe bereits hinter sich hatte. Wir machten uns auf den Weg zum Hafen und checkten auf unserem Kreuzfahrtschiff, der MS Oosterdam, ein. Neugierig erkundeten wir das Schiff und machten uns mit unserer schwimmenden Unterkunft für die kommenden zwei Wochen vertraut.

Am Abend kamen wir wieder zusammen und genossen unser erstes gemeinsames Abendessen im wunderschönen À-la-carte-Restaurant an Bord. Auch in den nächsten Tagen sollten wir hier hervorragend bedient werden. Überhaupt war der Service auf dem gesamten Schiff einfach ausgezeichnet.

Tag 7: Freizeit an Bord oder in Buenos Aires

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der freien Gestaltung. Während einige Gäste bereits einen Ausflug gebucht hatten, nutzte ein anderer Teil unserer Gruppe die Gelegenheit, Buenos Aires noch einmal auf eigene Faust zu erkunden. Ohne festes Programm schlenderten sie durch die Straßen, genossen die Atmosphäre der Stadt und ließen die Eindrücke der vergangenen Tage noch einmal in aller Ruhe auf sich wirken.

Andere wiederum entschieden sich dafür, den Tag ganz entspannt an Bord zu verbringen. Sie erkundeten die verschiedenen Bars des Schiffes, machten es sich am Pool bequem oder genossen einfach die warmen Sonnenstrahlen an Deck. Nach dem abwechslungsreichen und oft sehr dichten Programm der letzten Tage tat es gut, einmal einen ruhigen Tag ohne feste Termine oder Verpflichtungen zu haben.

Am Abend trafen wir schließlich wieder alle zusammen. In gemütlicher Atmosphäre ließen wir den Tag bei einem ausgezeichneten Abendessen ausklingen und tauschten unsere Erlebnisse aus.

Tag 8: Montevideo, Uruguay

Heute stand ein weiteres Land auf unserem Programm: Uruguay. Am Morgen legten wir in der Hauptstadt Montevideo an. Einige aus unserer Gruppe hatten für diesen Tag bereits Ausflüge gebucht, zum Beispiel eine Stadtrundfahrt oder eine Tour zum berühmten uruguayischen Karneval. Dieser zählt mit rund 40 Tagen zu den längsten Karnevalsfeiern der Welt und ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur des Landes.

Der restliche Teil unserer Gruppe machte sich gemeinsam auf den Weg zu einer kleinen, selbst organisierten Stadttour. Unser erster Halt führte uns über einen Markt, auf dem überall Mategefäße zu sehen waren, denn schließlich gehört Mate zum Nationalgetränk Uruguays und wird hier von fast allen Menschen täglich getrunken.

Von dort aus ging es weiter zum Plaza Zabala. Der Platz ist nach Bruno Mauricio de Zabala, dem Gründer Montevideos, benannt. An dieser Stelle stand früher eine Festung, die einst die Stadt schützte. Heute befindet sich hier eine hübsche Parkanlage mit gepflegten Wegen, Bäumen und einer Reiterstatue in der Mitte.

Wir schlenderten weiter durch die historische Altstadt bis zur Catedral Metropolitana de Montevideo, der wichtigsten Kirche der Stadt, der wir einen kurzen Besuch abstatteten. Danach verließen wir die Altstadt durch das Puerta de la Ciudadela, ein beeindruckendes Tor, das einst Teil der alten Stadtmauer war. Diese Mauer umgab früher die gesamte Altstadt von Montevideo, heute erinnert nur noch dieses Tor an die frühere Befestigungsanlage.

Direkt dahinter erreichten wir den großen Plaza Independencia, das zentrale Herz der Stadt. In der Mitte des Platzes steht das imposante Denkmal von José Gervasio Artigas, dem Nationalhelden Uruguays. Er kämpfte entscheidend für die Unabhängigkeit des Landes und wird bis heute sehr verehrt. Unterhalb des Denkmals befindet sich sein Mausoleum, das von Soldaten bewacht wird und auch besichtigt werden kann. Als wir dort ankamen, erlebten wir zufällig genau eine Wachablösung. Mit feierlichen Schritten marschierten die Soldaten über den Platz, während die neue Wache ihre Position einnahm, begleitet von der Nationalhymne. Wir freuten uns sehr über das authentische und zufällige Erlebnis. Anschließend spazierten wir über eine schöne Uferpromenade zurück zum Schiff und genossen noch einmal den Blick auf das Wasser und die Stadt.

Nach dem Abendessen erwartete uns im Theater an Bord eine beeindruckende Musikshow. Ein talentierter Pianist präsentierte ein abwechslungsreiches Programm von Chopin bis hin zu Queen. Die Mischung aus klassischer Musik und legendären Pop- und Rocksongs war mitreißend und sorgte für einen wunderbaren Ausklang dieses erlebnisreichen Tages.

Tag 9: Seetag und Meet & Greet Party

Heute stand unser erster Seetag auf dem Programm. Den Tag gestaltete jeder ganz nach seinem eigenen Rhythmus. Viele von uns verbrachten entspannte Stunden an Deck und genossen die frische Meeresluft. Obwohl sich rund 2.000 Gäste auf dem Schiff befanden, traf man immer wieder bekannte Gesichter aus unserer Gruppe, sei es im Fitnessstudio, an der Bar, am Pool oder am Buffet. Überall sah man zufriedene Reisende, die den Tag in vollen Zügen genossen.

Am Abend wartete dann ein besonderes Treffen auf uns. In der eleganten Ocean Bar war für unsere Gruppe ein schöner Bereich reserviert. Auf glitzernden Tischen wurden uns Drinks und Häppchen als Einstimmung auf den Abend serviert. Wir kamen alle zusammen, tauschten Erlebnisse aus und führten viele schöne Gespräche. Am Ende spielte eine stimmungsvolle Jazzband, deren Musik eine wunderbare Atmosphäre schuf.

Der Dresscode des Abends lautete „dressy“, also schick und das war überall auf dem Schiff deutlich zu sehen. Auch in unserer Gruppe hatte sich jeder besonders in Schale geworfen. Elegante Kleider, Hemden und schicke Outfits sorgten dafür, dass wir uns alle besonders festlich fühlten.

Nach diesem gelungenen Auftakt genossen wir gemeinsam ein hervorragendes Abendessen in bester Gesellschaft. Für viele ging der Abend danach noch im Theater weiter. Dort erwartete uns die beeindruckende Show Humanity. Talentierte Tänzer traten in einer modernen Inszenierung mit aufwendigen Licht- und Projektionseffekten auf. Die Kombination aus dynamischem Tanz, stimmungsvoller Musik und eindrucksvollen visuellen Effekten machte die Show zu einem mitreißenden Erlebnis.

Tag 10: Seetag in Richtung Falklandinseln

Heute setzten wir unsere Reise in Richtung der Falklandinseln fort, die wir jedoch erst am nächsten Tag erreichen würden. Immer weiter hinaus ging es über den Atlantischen Ozean, denn die Inselgruppe liegt ganze 500 Kilometer vom Festland entfernt. Nach den durchaus anstrengenden ersten Tagen waren wir alle dankbar für diesen entspannten Seetag, den jeder ganz nach seinen eigenen Vorlieben gestalten konnte.

An Bord wurde es jedenfalls nie langweilig: Während wir nicht gerade die beeindruckenden Ausblicke auf das endlose Meer bewunderten, ließen wir uns am stets hervorragenden Buffet verwöhnen, von dem man kaum genug bekommen konnte. Wir entspannten an den Pools, nahmen an Kursen wie Tango teil, lauschten spannenden Vorträgen oder genossen einen stilvollen Afternoon Tea.

Das Abendessen im À-la-carte-Restaurant sorgte regelmäßig für heitere Momente. Die mitunter etwas eigenwilligen Übersetzungen der Menüs brachten uns immer wieder zum Schmunzeln. So standen plötzlich „rustikales Rind“, ein „Ahorn-Lackierer“ oder andere kuriose Kreationen auf der Karte, die für viele Lacher sorgten.

Obwohl wir im Restaurant einen eigenen Bereich hatten, gab es keine festen Sitzplätze. So ergaben sich jeden Abend neue Sitzkonstellationen, was sich als großer Gewinn erwies: Man kam mit immer wieder anderen Mitreisenden ins Gespräch, lernte sich besser kennen und führte abwechslungsreiche, spannende Unterhaltungen in stets neuer Runde.

Tag 11: Falklandinseln

Nach zwei erholsamen Seetagen erreichten wir heute endlich unser Ziel: die Falklandinseln. Vor Ort entschieden sich einige dafür, Stanley, die Hauptstadt der Inseln, auf eigene Faust zu erkunden, während andere einen organisierten Ausflug ab Stanley buchten. Ein Teil unserer Gruppe besuchte die Bluff Cove.

Etwa eine halbe Stunde fuhren wir über den östlichen Teil der Inseln, bis wir schließlich unser Ziel erreichten, eine beeindruckende Pinguinkolonie an der Küste. Schon bei der Ankunft konnten wir in der Ferne zahlreiche kleine schwarz-weiße Punkte erkennen. Als wir ausstiegen, wurde uns schnell klar, was uns erwartete und wir wurden nicht enttäuscht.

Aus nächster Nähe, natürlich stets mit dem gebotenen Abstand, auf den die Ranger aufmerksam achteten, konnten wir die Tiere beobachten. Zunächst begegneten wir Königspinguinen, einige ausgewachsen, andere noch ganz klein, grau und flauschig. Etwas weiter entdeckten wir große Gruppen von Gentoo-Pinguinen, auf Deutsch auch Eselspinguine genannt, die gemeinsam umherwatschelten, sich sammelten und immer wieder ins Wasser sprangen. Dieses Erlebnis war einfach unvergesslich, so nah an diesen faszinierenden Tieren zu sein, inmitten dieser rauen und zugleich wunderschönen Landschaft.

Zum Abschluss machten wir Halt in einem kleinen Café, wo wir uns mit Kuchen sowie Kaffee oder Tee stärken konnten. Alles wirkte hier ruhig, fast abgeschieden, und zugleich unglaublich charmant.

Auch Stanley selbst hatte viel zu bieten: Bei strahlendem Sonnenschein, der uns tatsächlich schon die gesamte Reise über begleitete, ließ es sich wunderbar durch die Straßen schlendern, kleine Geschäfte entdecken und den Blick über das Wasser schweifen lassen.

Am Abend stand schließlich ein besonderes kulinarisches Highlight auf dem Programm: ein Besuch im Spezialitätenrestaurant „Canaletto“, wo wir gemeinsam ein köstliches italienisches Abendessen genossen und den ereignisreichen Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen ließen.

Tag 12: Seetag: Kap Hoorn

sich das Wetter diesmal etwas rauer, nicht mehr den ganzen Tag Sonnenschein, dafür spürbar mehr Wind und Bewegung auf dem Wasser. Kein Wunder, denn wir näherten uns immer weiter dem Süden und damit einem der berühmtesten Punkte der Seefahrt: Kap Hoorn.

Kap Hoorn liegt an der Südspitze Südamerikas und markiert den Übergang vom Atlantischen in den Pazifischen Ozean. Über Jahrhunderte hinweg galt es als eine der gefährlichsten und zugleich bedeutendsten Seerouten der Welt. Bevor es den Panamakanal gab, mussten Schiffe diesen Weg nehmen, oft unter extremen Bedingungen mit gewaltigen Wellen, starken Stürmen und eisigen Temperaturen. Viele Seeleute verloren hier ihr Leben, weshalb Kap Hoorn bis heute einen fast mythischen Ruf genießt.

Am frühen Abend war es schließlich so weit: Wir erreichten die legendäre Passage. Von verschiedenen Bereichen des Schiffs aus beobachteten wir gespannt das Geschehen und tatsächlich hatten wir Glück. Trotz der berüchtigten Wetterbedingungen, die hier meist von dichtem Nebel, Sturm und schlechter Sicht geprägt sind, konnten wir Kap Hoorn erkennen.

Währenddessen wurde die See zunehmend rauer, und das Schiff begann spürbar stärker zu schaukeln. Als wir schließlich den Übergang vom Atlantischen in den Pazifischen Ozean passierten, ertönte ein lautes Signalhorn des Schiffs, ein besonderer Augenblick begleitet von Applaus an Bord. Wir hatten die Umrundung geschafft, eine Route, die einst nur den mutigsten Seefahrern vorbehalten war.

Tag 13: Ushuaia, Feuerland und die Allee der Gletscher

Auf dem heutigen Programm stand Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt. Diesen besonderen Ort erkundeten wir im Rahmen eines Ausflugs. Viele aus unserer Gruppe hatten sich für die Kombination aus Feuerland-Nationalpark und Katamaran-Tour entschieden, sodass wir diesen Tag gemeinsam erleben konnten.

Im Nationalpark angekommen, erklärte uns unsere Reiseleiterin Spannendes zur Flora und Fauna dieser einzigartigen Region. Trotz der rauen Bedingungen wachsen hier erstaunlich widerstandsfähige Pflanzen wie Südbuchenwälder, Moose und Flechten. Auch Tiere wie Guanakos, Füchse oder zahlreiche Vogelarten sind hier heimisch. Der Name „Feuerland“ geht auf den Seefahrer Ferdinand Magellan zurück, der entlang der Küste zahlreiche Feuer der indigenen Bevölkerung sah und der Region daraufhin ihren Namen gab. Wir machten immer wieder entspannte Stopps an besonders schönen Aussichtspunkten, wie der Ensenada Zaratiegui oder dem Roca-See, und konnten die unberührte Natur in vollen Zügen genießen.

Das eigentliche Highlight folgte jedoch wenig später: unsere Katamaranfahrt auf dem Beagle-Kanal. Die Gruppe, die uns zuvor entgegenkam, berichtete bereits begeistert von Walsichtungen, unsere Vorfreude war entsprechend groß. Und tatsächlich: Schon nach wenigen Minuten ertönte die Durchsage an Bord: Wale in Sicht!

Trotz Wind und Kälte, ein deutlicher Kontrast zu den zuvor oft warmen Tagen, strömten viele von uns nach draußen, um dieses Naturschauspiel zu beobachten. Wenig später begegneten wir weiteren Bewohnern des Beagle-Kanals, der nach dem Forschungsschiff HMS Beagle benannt ist: Seelöwen, die neugierig ihre Köpfe aus dem Wasser streckten und immer wieder elegant auftauchten.

Dann wurde es noch spektakulärer: Zwei Wale zeigten sich direkt nebeneinander. Immer wieder tauchten sie auf, ließen ihre Flossen sehen und stießen Wasserfontänen aus, bevor sie wieder in den Tiefen verschwanden.

Zum Abschluss der Katamaranfahrt erreichten wir einen Felsen, der wirklich alles übertraf: Schon von Weitem hörte man das laute Rufen der Seelöwen, und auch der intensive Geruch kündigte an, was uns erwartete. Der Felsen war dicht besiedelt von unzähligen Seelöwen und dazwischen zahlreichen Kormoranen. Nur wenige Meter weiter erblickten wir den berühmten Leuchtturm Les Éclaireurs, der malerisch auf einer kleinen Insel thront.

Doch auch zurück an Bord war der Tag noch lange nicht vorbei: Am Abend fuhren wir entlang der sogenannten „Allee der Gletscher“. Diese beeindruckende Strecke entlang des Beagle-Kanals ist bekannt für ihre zahlreichen Gletscher, die sich von den Bergen bis hinunter zum Wasser erstrecken. Bei überraschend schönem Wetter mit Sonnenschein, klarer Sicht und glitzerndem Wasser, konnten wir mehrere dieser gewaltigen Eisformationen sowie Wasserfälle bestaunen. Und als wäre das nicht genug, wurden auch hier erneut Wale vom Schiff aus gesichtet, sodass selbst diejenigen, die zuvor keinen gesehen hatten, noch auf ihre Kosten kamen.

Am Abend trafen wir uns schließlich alle elegant gekleidet zu einem besonderen Dinner mit Live-Musik. In stilvoller Atmosphäre ließen wir diesen erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen.

Tag 14: Punta Arenas

Am Morgen erreichten wir Punta Arenas im Süden Chiles. Während einige Gäste einen organisierten Ausflug unternahmen, entschied sich ein großer Teil der Gruppe für einen gemeinsamen Spaziergang durch die charmante Stadt.

Unser Spaziergang führte uns zunächst entlang des Hafens bis zum Kapitän-Pardo-Denkmal. Dieses erinnert an Luis Pardo, der 1916 die Besatzung der gestrandeten Antarktis-Expedition von Ernest Shackleton rettete. Nachdem deren Schiff im Eis eingeschlossen und zerstört worden war, harrten die Männer monatelang unter extremen Bedingungen aus, bis sie schließlich von Pardo und seiner Crew in Sicherheit gebracht wurden, eine beeindruckende Rettungsaktion, die bis heute gewürdigt wird.

Von dort aus gingen wir weiter zum zentralen Platz der Stadt, dem Plaza de Armas. In der Mitte des Platzes befindet sich eine große Statue von Ferdinand Magellan. Sie erinnert daran, dass Magellan als erster Europäer die nach ihm benannte Magellanstraße durchquerte und damit einen Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik entdeckte, ein Meilenstein in der Geschichte der Seefahrt und von besonderer Bedeutung für diese Region.

Anschließend spazierten wir weiter hinauf zum Aussichtspunkt Cerro de la Cruz. Von hier aus bot sich uns ein wunderbarer Blick über die Stadt: Trotz der nur leichten Erhöhung konnte man fast den gesamten Ort überblicken. In der Nähe lud ein kleines Café einige von uns zu einer gemütlichen Pause mit schöner Aussicht ein, bevor wir den Rückweg antraten.

Zurück an Bord begann die Fahrt durch die Magellanstraße. Diese berühmte Wasserstraße ist mehrere hundert Kilometer lang und verbindet den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean. Unsere Passage war also erst der Anfang eines längeren, eindrucksvollen Abschnitts, der uns noch eine Weile begleiten würde.

Tag 15: Seetag: Magellanstraße

Den heutigen Tag verbrachten wir auf der eindrucksvollen Magellanstraße. Auf unserer Fahrt passierten wir den Shoal Pass und den Summer Pass und genossen die abwechslungsreichen Ausblicke, von schmalen, wilden Wasserwegen bis zu offenen, weiten Panoramen mit sanften Hügeln und bewaldeten Abschnitten.

Mittlerweile hatten wir uns an Bord richtig eingelebt und das Schiff fühlte sich längst wie ein zweites Zuhause an. Überall wurden wir von den herzlichen Mitarbeitern freundlich empfangen, oft sogar persönlich mit Namen begrüßt. Nach und nach entwickelte jeder seine eigenen kleinen Rituale, sodass man immer wieder vertraute Gesichter traf. Es war einfach herrlich: der aufmerksame Service, die gemütlichen Rückzugsorte und die vielen lieben Menschen, die sich fürsorglich um unser Wohl kümmerten. Uns ging es wirklich ausgesprochen gut.

Auch an diesem Abend nutzten wir noch einmal die Gelegenheit, im italienischen Spezialitätenrestaurant „Canaletto“ zu essen.

Tag 16: Seetag: Pio XI Gletscher und Paso del Amismo

Aufgrund einer wetterbedingten Routenanpassung ergaben sich für uns drei aufeinanderfolgende Seetage. Zwar mussten einige Strecken leicht verändert werden, doch alle Programmpunkte konnten weiterhin stattfinden, lediglich die Reihenfolge wurde angepasst. So verbrachten wir nun mehrere Tage an Bord, die jedoch wie im Flug vergingen, nicht zuletzt wegen der beeindruckenden Erlebnisse, die uns erwarteten.

Viele von uns standen an diesem Morgen besonders früh auf, denn bereits zum Sonnenaufgang näherten wir uns einem der Highlights der Reise: dem Pio-XI-Gletscher, auch Brüggen-Gletscher genannt. Er ist der größte Gletscher Südamerikas und gehört zu den wenigen weltweit, die nicht schrumpfen, sondern sogar wachsen.

Ursprünglich hatten wir erwartet, den Gletscher nur aus der Ferne zu sehen, doch wir wurden positiv überrascht: Das Schiff näherte sich immer weiter, und mit jeder Minute wurde der Anblick beeindruckender. Schließlich konnten wir die intensive, fast leuchtend blaue Farbe des Eises erkennen.

Ein besonderes Erlebnis war es, das sogenannte „Kalben“ des Gletschers zu beobachten: Mehrfach brachen gewaltige Eisstücke ab und stürzten mit lautem Krachen ins Wasser. Am schönsten Aussichtspunkt verweilten wir sogar eine ganze Weile, sodass wir später auch beim Frühstück im warmen Innenbereich des Schiffs die atemberaubende Kulisse weiter genießen konnten.

Am Nachmittag folgte bereits das nächste Highlight: die Passage durch den Paso del Abismo, übersetzt „Pass des Abgrunds“. Diese enge und eindrucksvolle Durchfahrt ist besonders für ihre steilen, dramatisch aufragenden Felswände bekannt, die direkt aus dem Wasser emporragen. Die Passage dauerte zwar nur etwa eine halbe Stunde, doch gerade diese Nähe zur wilden Natur und die imposante Landschaft machten sie zu einem intensiven Erlebnis, das uns alle beeindruckte.

Tag 17: Seetag: Darwin–Kanal

Am heutigen Tag führte unsere Route durch den beeindruckenden Darwin-Kanal. Für viele von uns begann der Morgen ganz besonders entspannt mit einem ausgiebigen Brunch im À-la-carte-Restaurant. Während wir an den Tagen zuvor meist entweder früh dort gefrühstückt oder das große Buffet im Lido Market genutzt hatten, war dieser Brunch eine willkommene Abwechslung.

Wir saßen in Fensternähe und konnten währenddessen den Blick über die vorbeiziehende Landschaft und die Wellen schweifen lassen. So startete der Tag bereits genussvoll mit reichlich Essen, aber wie immer von hervorragender Qualität. Für einige begann der Morgen ganz feierlich mit einem Glas Sekt oder einem Bloody Mary, schließlich waren wir im Urlaub und genossen jede Minute in vollen Zügen.

Der Darwin-Kanal ist nach dem Naturforscher Charles Darwin benannt, der diese Region während seiner Reise mit der HMS Beagle erforschte. Die Landschaft hier ist geprägt von einer rauen, nahezu unberührten Natur: steile, dicht bewaldete Hänge, schroffe Felsformationen und immer wieder Wasserfälle, die sich von den Bergen hinab ins Meer ergießen.

Am Abend kamen wir schließlich wieder alle zusammen. Passend zum Motto des Tages hatten wir uns schick gekleidet und genossen ein stilvolles Abendessen, begleitet von wunderschöner Live-Musik mit Klavier und Violine.

Auch das Theaterprogramm hatte wieder einiges zu bieten: Sechs junge Tänzer, die bereits zuvor mit ihren Auftritten begeistert hatten, standen erneut auf der Bühne. Mit kreativen Choreografien und beeindruckender Energie lieferten sie eine mitreißende Performance.

Tag 18: Puerto Montt

Nach drei ereignisreichen Seetagen gingen wir heute wieder an Land: In Punta Arenas wurden wir mit Tenderbooten an Land gebracht. Viele von uns entschieden sich für einen Ausflug.

Die Hälfte unserer Gruppe setzte sich heute in einen Reisebus mit deutschsprachiger Reiseleitung und Ruby war schlichtweg großartig. Sie erzählte lebendig von ihrem Leben, von Chile, den Lebensbedingungen und den vielen positiven Seiten des Landes. Man spürte sofort ihre Begeisterung und wir waren alle beeindruckt.

Unsere Fahrt führte zunächst am beeindruckend weiten Llanquihue-See vorbei und weiter bis zum Lago Todos los Santos. Das Wetter wechselte dabei im Minutentakt: Regen, Sonne, Wolken, ein ständiger Wechsel, der die Landschaft immer wieder neu in Szene setzte. Auf dem Boot hatten wir anfangs etwas Pech mit der Sicht, doch gegen Ende klarte es auf, sodass wir das türkisblau schimmernde Wasser erkennen konnten. Dieses leuchtende Türkis entsteht durch feine Mineralien und Gletscherablagerungen, die das Sonnenlicht reflektieren. Der bekannte Vulkan Osorno blieb leider hinter Wolken verborgen, sodass wir ihn noch nicht in voller Pracht sehen konnten.

Unser nächster Stopp waren die Petrohué-Stromschnellen. Hier beeindruckten die reißenden Wasserfälle und das glasklare Wasser, das sich zwischen schroffen Felsen hindurchzwängt. Die Wolkendecke lichtete sich tatsächlich etwas, und wir konnten große Teile des Vulkans Osorno erahnen.

Das Mittagessen nahmen wir in Puerto Varas in einem schönen Fünf-Sterne-Hotel ein. Begrüßt wurden wir mit einem Pisco Sour, dem Nationalgetränk Chiles, das aus dem Traubenschnaps Pisco, Limettensaft, Zucker und teilweise Eiweiß zubereitet wird. Es folgten Empanadas, Suppe, Lachs, Wein und schließlich Kuchen, alles reichlich und köstlich.

Nach dem Mittag hatten wir noch etwas Freizeit im Zentrum von Puerto Varas. Jeder konnte individuell durch die Straßen bummeln, die kleinen Geschäfte entdecken und die besondere Atmosphäre des Ortes genießen.

Zurück an Bord bereiteten wir uns auf die Orange Party vor. Da es sich um ein niederländisches Schiff handelt, wird dieser besondere Tag traditionell gefeiert. Vorher genossen wir jedoch ein exquisites Abendessen im Steak-Restaurant „Pinnacle Grill“. Alles war perfekt zubereitet, und es wurde auf jedes Detail geachtet. Nur der Nachtisch fiel für viele überraschend üppig aus: Einige bestellten die „Alaska-Gletscher“-Kreation, die, ähnlich wie der Brüggen-Gletscher einige Tage zuvor, größer und beeindruckender war, als man zunächst erwartet hatte.

Anschließend ging es für viele von uns zur Orange Party: Die Gäste und Mitarbeiter trugen orangene Accessoire, die Getränke waren passend in Orange gehalten, und die Stimmung war ausgelassen und voller Spaß.

Tag 19: Der letzte Seetag

Heute stand der letzte Tag auf unserer MS Oosterdam an. Noch einmal genossen wir das gute und reichliche Essen, das Programm, die netten Menschen und die besondere Atmosphäre an Bord. Gleichzeitig waren wir alle etwas traurig, dass dieser Teil unserer Reise nun zu Ende ging.

Ein letztes Mal gingen wir in den schönen Dining Room und bedankten uns beim Servicepersonal, das uns in den vergangenen Wochen so aufmerksam betreut hatte. Wie immer schmeckte alles hervorragend, sowohl die Speisen als auch die Getränke. So ging auch der letzte Tag an Bord zu Ende.

Tag 20: Valparaíso

Am Morgen schifften wir aus und wurden von Veronika, unserer Reiseleiterin für die letzten Tage, in Empfang genommen. Sie freute sich, uns auf dem letzten Abschnitt unserer Reise zu begleiten.

Zunächst fuhren wir nach Viña del Mar und schauten uns dort die bekannte Blumenuhr an. Anschließend ging es entlang der Küste, denn Veronika war es wichtig, uns auch diesen Ort zu zeigen, um die Unterschiede zu Valparaíso deutlich zu machen, obwohl beide Städte so nah beieinander liegen.

Danach erreichten wir Valparaíso und erkundeten die Stadt zu Fuß. Schon aus der Ferne waren die vielen bunten Häuser zu sehen, die sich über die Hügel verteilen und der Stadt ihren ganz besonderen Charme verleihen, nicht umsonst gehört Valparaíso zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Vor Ort fuhren wir mit der historischen Zahnradbahn „Ascensor El Peral“, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Diese steilen Aufzüge sind typisch für Valparaíso und wurden früher genutzt, um die Bewohner schnell von der unteren Stadt hinauf in die höher gelegenen Viertel zu bringen. Auch heute sind sie noch in Betrieb und gelten als besonderes Wahrzeichen der Stadt.

Anschließend liefen wir durch das sogenannte Künstlerviertel. Überall sah man farbenfrohe Graffiti, kunstvoll bemalte Hauswände, Treppen und kleine Gassen, jede Ecke wirkte kreativ und lebendig. Die vielen Farben und Details machten den Spaziergang zu etwas ganz Besonderem.

Nach so viel Bewegung waren wir froh, wieder im Bus zu sitzen und uns zu stärken. Es gab frische Empanadas, die uns schon während der Reise immer wieder begleitet hatten und die jedes Mal aufs Neue sehr lecker waren.

In Santiago angekommen, hatten wir noch etwas Zeit zur freien Verfügung: Einige entspannten sich, andere nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Dabei trafen sie auf einen Flohmarkt mit Essensständen und Live-Musik, wo man das lebendige Treiben gut beobachten konnte. Am Abend wurden wir im Hotel mit mehreren Gängen, gutem Wein und ausgezeichnetem Service verwöhnt.

Tag 21: Santiago

Der Tag begann mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Santiago. Dabei sahen wir eine Mischung aus historischen und modernen Gebäuden: teils helle, klassische Fassaden mit Verzierungen, teils schlichte, neuere Bauten. Die Stadt wirkte insgesamt lebendig und vielseitig, geschäftig, aber gleichzeitig angenehm entspannt. Unser Weg führte uns bis zum Plaza de Armas, wo wir auch die Metropolitan Cathedral besichtigten.

Am letzten Tag hatten wir noch einmal richtig Glück mit dem Wetter, denn die Sonne begleitete uns den ganzen Tag. Eigentlich hätten wir auf den Cerro San Cristóbal fahren sollen, doch aufgrund von Bauarbeiten wurde umgeplant und das stellte sich als echter Glücksgriff heraus.

Stattdessen ging es hinauf auf den Gran Torre, den höchsten Wolkenkratzer Südamerikas. Von oben hatten wir einen beeindruckenden Ausblick über ganz Santiago. Bei dem klaren Wetter konnten wir sogar die schneebedeckten Anden sehen, in denen sich auch Skigebiete befinden. Die Kombination aus Großstadt und Bergkulisse war wirklich besonders.

Anschließend fuhren wir zum Weingut Santa Rita. Dort wurden wir zunächst mit einem üppigen Mittagessen empfangen in einer entspannten und idyllischen Atmosphäre. Danach blieb noch Zeit, über das Gelände zu schlendern und den letzten Tag in Ruhe zu genießen.

Natürlich durfte auch der Wein nicht fehlen: Nach einer Führung probierten wir drei verschiedene Weine und durften unsere Gläser sogar als Andenken mitnehmen. An gutem Essen und Wein hatte es uns auf dieser Reise wirklich nie gefehlt. Um uns herum lagen große Holzfässer, auf denen „Nadalie“ stand, da scherzten wir schon, ob ich nicht einfach eines davon statt meines Koffers mit nach Hause nehmen sollte.

Am Abend saßen wir im Hotel noch ein letztes Mal zusammen und probierten die „Platte des Hauses“. Da wir vom Mittagessen noch gut satt waren, kamen uns die vielen kleinen Speisen gerade recht. So konnten wir von allem etwas kosten und den Abend gemeinsam gemütlich ausklingen lassen.

Tag 22: Heimreise

Heute früh ging es los und unsere Reise neigte sich nun endgültig dem Ende zu. Bei bestem Sonnenschein fuhren wir ein letztes Mal zum Flughafen und verabschiedeten uns von Chile und Südamerika.

Im Flugzeug vertrieben wir uns die Zeit mit Essen und Filmen, bis wir schließlich in Paris landeten. Dort trennten sich unsere Wege und eine unvergessliche Reise ging zu Ende.

Tag 23: Ankunft in der Heimat

Mit der Ankunft lagen drei Wochen voller beeindruckender Erlebnisse in Südamerika hinter uns. In dieser Zeit haben wir unglaublich viel gesehen: vier Länder bereist, gewaltige Gletscher bestaunt, zahlreiche Tiere erlebt und unzählige einzigartige Landschaften entdeckt. Dazu kam der durchgehend hervorragende Service, durch den wir uns während der gesamten Reise rundum wohl und bestens versorgt gefühlt haben.

Gleichzeitig freuten sich viele auch wieder auf zu Hause. Die Reise war rundum gelungen: Unsere Gruppe hat wunderbar zusammengepasst, es gab viele interessante Begegnungen und Gespräche, und wir waren alle froh, diese besondere Zeit miteinander geteilt zu haben.


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