Reisebericht: Chile und Argentinien - Rundreise Südamerika

04.11. – 18.11.2018, 14 Tage Rundreise mit Santiago de Chile - Atacama-Wüste - Valparaiso - Patagonien - Punta Arenas - Torres del Paine - El Calafate - Perito Moreno-Gletscher - Buenos Aires

Die Länder Chile und Argentinien machen je einen selbständigen Reiz in dem riesigen Südamerika aus und beide Länder stehen für unterschiedliche Aspekte: Argentinien für Tango und Steaks, Chile für Wüste und Natur. Diese Reise kombiniert alle diese Dinge..

04./05.11.2018: Anreise nach Santiago de Chile


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Langsam entschwindet der Sommer und die grauen, trüben Tage bahnen sich ihren Weg. Es ist also höchste Zeit, dem herbstlichen Winter zu entfliehen und ein paar Tage in die Sonne zu fliegen. Genau das ist der Plan meiner Reisegruppe, bestehend aus 13 lustigen und sehr harmonischen Reisengästen, und mir. Wir treffen uns in Berlin-Tegel und nachdem wir gemeinsam das Gepäck aufgegeben haben (den Online-Checkin habe ich bereits am Vortag für uns erledigt), stärken wir uns im Flughafenrestaurant bei einem kleinen Snack. Anschließend geht es zurück zum Gate und wir besteigen die Maschine, die uns nach Paris bringt. Leider hebt diese etwas später als geplant ab und auch in Paris erreichen wir nicht gleich unsere endgültige Parkposition. Die Zeit tickt, denn die Umstiegszeit ist diesmal nicht sehr lang. Nachdem wir uns dann noch durch die etwas komische Passkontrolle gekämpft haben, erreichen wir schließlich das Gate für unseren Langstreckenflug nach Santiago de Chile und wir gehen eigentlich gleich wieder an Bord der nächsten Maschine. Der Flug über den Atlantik und weite Teile Südamerikas ist erstaunlicherweise ruhig und auch nicht sooooo lanweilig, wie angenommen. Auch die Einreiseprozedur in Chile vergeht schnell. Angelika, unsere örtliche Reiseleiterin für die kommende Woche erwartet uns bereits. Wir fahren ein Stück über die Autobahn und die Andenkordillere begleitet uns. Danach biegt unser Fahrer Rodrigo auf die Hauptstraße ab, die uns direkt zu unserem 5-Sterne-Hotel "San Fransico" führt. Eigentlich wollen wir nur kurz unsere Koffer abgeben aber glücklicherweise sind unsere Zimmer bereits bezugsfertig und so können wir unsere Koffer schon in darin abstellen. Da wir aber viel erleben wollen, geht es dann gleich weiter mit unserer Stadtführung. Angelika zeigt uns die Kirche San Francisco, die sich gleich neben unserem Hotel befindet. Dann zeigt uns Angelika ein Haus, in dem in der chilenischen Geschichte einst Folter stattfanden. Davor sind kleine Mahmale, die an die Getöteten erinnern. Weiter geht es durch die U-Bahn-Station zur Börse. Dort tauschen wir erst einmal Geld und spazieren dann weiter zur Moneda, dem Regierungspalast. Wir besichtigen die Büste von Allende und Angelika zeigt uns die verschiedenen Regierungsgebäude, die sich rund um den Platz säumen. Wir erregen die Aufmerksamkeit einer Gruppe chilenischer Frauen, die hier demonstrieren. Dann geht es weiter durch ein sehr altes Gebäude von Santiago, wo heute ein modernes Einkaufszentrum eingezogen ist und vorbei am Justizgebäude. Am Plaza de Armas, dem Hauptplatz einer jeden chilenischen Stadt, sehen wir das alte Postamt und die Kathedrale, die wir auch von innen besichtigen können. Dann wird es endlich Zeit für eine Stärkung. Im Mercado Central stoßen wir erst einmal standesgemäß mit einem Pisco Sour an und speisen dann lecker Fisch zum Mittag. Zum Abschluss des Tages wollen wir uns die chilenische Hauptstadt noch von oben anschauen. Leider ist der Funicolar geschlossen und so fahren wir mit einem Bus auf den Cerro San Cristobal, dem Hausberg der Stadt. Die Luft ist heute so klar, dass man richtig weit schauen kann und damit auch eine gute freie Sicht auf Santiago hat. Die Marien-Statue eröffnet sich vor uns und die einigen, wenigen, die noch Kraft haben, da hinauf zu laufen haben nun auch noch die Möglichkeit, von hier oben Fotos zu machen. Dann geht es zurück zum Hotel. Nach einem wirklich langen und anstrengenden Tag sind wir alle froh, endlich ins Bett zu kommen.

06.11.2018: Flug in die Atacama-Wüste


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Das Frühstücksbuffet lässt am heutigen Morgen keine Wünsche übrig. Dunkles Brot, Kuchen, Wurst, Käse, ein riesiges Obstbuffet, eine Omlettstation und sogar Sekt, für den der möchte, lässt unsere Mägen freudig stimmen. Gut gestärkt verlassen wir das Hotel und Angelika holt uns mit Rodrigo ab und wir fahren gemeinsam zurück zum Flughafen von Santiago de Chile. Von hier aus fliegen wir mit der chilenischen Fluggesellschaft LATAM nach Calama, der Hauptstadt der Atacama-Wüste. In der Luft haben wir einen guten Blick auf die Anden und dann später auch auch die Atacama-Wüste. Wir landen pünktlich in Calama und unser Fahrer erwartet uns bereits mit seinem Bus. Wir halten zunächst an einem Minimarkt in Calama und die Verkäuferin macht dort am heutigen Tag wahrscheinlich das Geschäft der Woche;-). Danach fahren wir weiter in Richtung Oasenstadt San Pedro de Atacama. Nach rund 1,5 Stunden erreichen wir das Marstal, vor San Pedro gelegen. Hier steigen wir aus und unternehmen eine Wanderung durch dieses Tal. Unser erster richtiger Berühungspunkt mit der Wüste. Die Sonne taucht den Sand und das Gestein in ein rot-oranges Licht und sieht wirklich einmalig aus. Unsere Wanderung oder eher Spaziergang dauert ca. eine Stunde und bringt uns bergabwärts zum Bus, der uns an einer anderen Stelle wieder "einsammelt". Danach fahren wir weiter zum Mondtal, wo wir die "Drei Marien" besichtigen. Aber irgendwie benötigen wir viel Fantasie, um die drei Marien auch zu erkennen aber ich bin mir sicher, irgendwann einmal hat sie jemand dort entdeckt. Ein Stück weiter zurück wandern wir eine Sanddüne hinauf, wo wir einen spektakulären Blick auf das sich vor uns ausbreitenden Mondtal haben. Da wir es ja leider nie auf den Mond schaffen werden, haben wir aber hier vielleicht eine kleine Idee bzw. Vorstellung, wie es dort aussehen könnte. Unser nächster Halt ist zwischen Mondtal und San Pedro de Atacama, wo unser Chauffeur, Angelika und ich einen kleinen Tische mit Snacks und Pisco Sour aufbauen, während meine Reisegäste zusieht, wie die Sonne untergeht und die Bergkette in ein lila Licht färbt. Dann stoßen wir erneut auf eine schöne Reise an und stellen uns gleich mal alle vor - eine kleine Reisegruppe, da wollen wir uns die Namen aber mal schnell einprägen. Als wir endlich San Pedro erreichen, geben wir nur schnell unsere Koffer im Hotel Dunas ab, denn wir werden bereits zum Abendessen in einem lokalen Restaurant erwartet. Bei Steak oder Lachs füllen wir unseren leeren Mägen und schließlich kehren wir für die Nachtruhe zum Hotel zurück.

07.11.2018: Ausflug zu den Hochanden-Lagunen


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Unser Ausflug heute startet gegen 09:00 Uhr und unser neuer Chauffeur, David bringt uns raus aus der Stadt San Pedro de Atacama. Der Weg führt uns in südliche Richtung. Der Hausberg der Licancabur, ist auf den ersten Kilometern unser stetiger Begleiter. Wir passieren das Örtchen Toconao und auf unserem Weg durch die Wüste sehen wir nun Guanakus, zumindest zum ersten Mal auf dieser Reise. Zudem sehen wir einen rauchenden Vulkan und Angelika erzählt uns interessante Dinge aus ihrer Kindheit und Familie. Wir halten in der Ortschaft Socaire für eine kleine technische Pause. Danach geht es nonstop auf 4.200 Metern Höhe und wir erreichen schlußendlich die Hochandenlagunen Miscanti und Miniques. Wir verlassen oberhalb der Lagune Miscanti den Bus und spazieren, ganz langsam jeder für sich auf die Höhe angepasst, zunächst runter zur Lagune und dann parallel zu dieser. In weiterer Entfernung entdecken wir Flamingos. Das gute Wetter, Sonnenschein und blauer Himmel, machen diesen heutigen Ausflug besonders und die Fotos beeindruckend. Zurück am Bus fährt uns David die wenigen Meter zur Lagune Minques und auch dort unternehmen wir einen Mini-Spaziergang um unsere Fotos machen zu können. Unser nächstes Ziel ist dann wieder die Ortschaft Socaire, wo wir die kleine Kirche besichtigen und dann in einem lokalen Restaurant zu Mittag essen.  Das sollte es aber noch nicht gewesen sein für heute. Meine Gruppe macht eine kleine Mittagsrast im Bus während uns David zu den Salar de Atacama. Auch hier unternehmen wir entlang der Salzpfannen einen kleinen Spaziergang und können hier die Flamingos aus nächster Nähe beobachten....woooowww. Angelika erklärt uns noch ein wenig die Geologie zu den Salzpfannen und dann wird es Zeit, nach San Pedro zurück zu kehren. Für den Abend organisiere ich für meine Gruppe einen Tisch in einem Restaurant und wir speisen dort a-la-carte zu Abend.

08.11.2018: El Tatio-Geysire - Purithama-Quellen


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Früh kurz nach um 4 klingelt der Wecker - was für eine kurze Nacht...Aber wir haben ja heute wieder ein Highlight zu erleben und da gehört zeitiges Aufstehen nun einmal dazu. Kurz vor fünf Uhr holen Angelika und ich unsere Gäste an ihrem Hotel ab und gemeinsam mit David nehmen wir den Weg in Richtung El Tatio-Geysire in Angriff. Da es noch sehr dunkelt, können wir im Bus noch ein wenig vor uns hin dusseln. Kurz nach halb 8 erreichen wir endlich unser Ziel, nutzen kurz die Toiletten und fahren dann noch den kleinen Weg bergab zu den Geysiren, die schon vor sich hin dampfen. Gemeinsam mit Angelika spazieren wir entlang der abgesteckten Pfade und sehen das Wasser brodeln und einige Geysire Wasser in die Luft spritzen....und das auf mehr als 4.000 Metern Höhe....einfach nur wow!! Die aufgehende Sonne unterstützt die geologischen Aktivitäten und lassen meine Gruppe gar nicht mehr los. Da dann auch langsam unsere Bäuche vor Hunger knurren, bauen wir an den Geysiren ein Frühstückstisch auf und stärken uns bei Kaffee, belegten Broten und Kuchen. Das ist Frühstück einmal anders. Nachdem wir gesättigt und die ganzen Utensilien wieder im Bus verstaut sind, begeben wir uns auf Weiterfahrt durch das Hochland. Auf unseren Weg Richtung Machuca kreuzen uns Gewässer, Füchse, Flamingos, Gänse und Vikunas unseren Weg. Auch hier bieten sich zahlreiche Fotomotive für unsere Apperate. Besonders für unsere Augen wird es anstrengend, als wir endlich die gut getarnten Viscachas entdecken. Diese kleinen Tierchen passen sich farblich gut ihrer Umgebung an und sind dadurch nur durch ihre Bewegungen registrierbar. In Machuca, einem touristischen Ort, machen wir eine kleine Pause und schauen uns dort die kleine Kirche an und wer möchte, also genauer unser Reiseleiterin Angelika, kann sich Lamm am Spieß kaufen. Gegen Mittag erreichen wir die Puritama-Thermalquellen, wo sich meine Gruppe die nächsten Stunden entspannen kann. Während wir den Mittagstisch vorbereiten, badet meine Gruppe in fünf verschiedenen Becken und das laute Lachen ist noch weit zu hören. Relaxt kommen dann alle zurück an den Tisch und wir speisen Reis mit Fleisch und genießen dazu ein Glas chilenischen Rotweins. Am Nachmittag sind wir dann zurück in San Pedro und haben nun freie Zeit. Einige holen ein wenig Schlaf nach, andere Gäste wiederum bummeln durch die Hauptstraße des Dorfes. Am heutigen Abend wünscht meine Gruppe kein Restaurant sondern wir stellen im Hotel Dunas einige Tische zusammen und Stühle ran. Jeder kauft sich ein Getränk seiner Wahl und für den kleinen Genuss zwischendurch, organisieren ich Empanadas, gefüllte Teigtaschen. Gemeinsam sitzen wir mit Angelika, lauschen den lustigen Jugendgeschichte der Reisegästen und haben wieder viel zu lachen.

09.11.2018: Flug nach Santiago - Vina del Mar - Valparaiso


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Auch heute heißt es wieder zeitig aufstehen, auch wenn wir eine halbe Stunde länger schlafen können als am Vortag;-). Aber der Flieger wartet ja nicht. Also bringt uns zu zeitigerer Stunde David zurück nach Calama, wo wir uns von ihm verabschieden und den Flieger zurück nach Santiago de Chile nehmen. Dort angekommen, erwartet uns bereits ein neuer Bus-Chauffeur und bringt uns durch das Casablanca-Tal Richtung Pazifik nach Vina del Mar. Leider staut sich die Einfahrt in den Ferienort der Hauptstädter und so kommen wir nur zögerlich voran. Ziel in Vina del Mar ist die bekannte Sonnenuhr, die auch tatsächlich funktioniert. Während unser Bus-Chauffeur von der chilenischen Polizei kontrolliert wird und dann sein Ringel fährt, um uns wieder einzuladen, haben wir Zeit, die bunten Pflanzenpracht ausreichend zu bestaunen und die chilenischen Mitbürger zu beobachten. Am Wasser entlang geht es dann in die Nachbarstadt Valparaiso. Wir kommen schon an einigen Kolonialgebäuden vorbei und checken im Hotel ein. Gott sei Dank sind unsere Zimmer schon bezugsfertig und so stellen wir unsere Koffer ab. Danach treffen wir uns wieder am Bus und fahren zum Hauptplatz, wo wir ein wenig über den Markt schlendern und Gewürze kaufen. Auch die riesige Statue eines Majors überzeugt uns. Danach fahren wir mit einem der noch in betriebstehenden Aufzüge nach oben und schauen von einer Art Balkon auf den vor uns liegenden Hafen. Dann stärken wir uns in einem Restaurant erst einmal zum Mittag und das Essen ist wirklich gut. Spontan hören wir auch ein Lied von Tanita Tikaram. Gut gestärkt unternehmen wir dann unseren weiteren Rundgang durch Valparaiso und bestaunen bunte Häuser, verrückte Graffitis, Vogelnester in Stromkästen oder einfach ein Kleiderhaken an einem Strommasten. Ein wenig verrückt sind die Chilenen schon, oder? Wir spazieren noch an einer Demonstration und über einen weiteren Markt bevor wir schließlich den Rundgang an unserem Hotel wieder enden. Am Abend gehe ich mit einigen Gäste in das Restaurant "Hambur", eine urige Kneipe, die sehr an ein Museum erinnert mit den zahlreichen Fahnen, Zeitungsauschnitten, Glocken etc. Inhaber dieser Kneipe ist ein Deutscher, den wir an dem Abend sogar persönlich kennenlernen dürfen. Sehr zur Freude gibt er uns eine Runde Likör aus und erzählt ein wenig aus seinem Leben. Es ist schon sehr interesssant, ihm zu zu hören und ich persönlich bin überzeugt, dass er sich freut, sich auch einmal wieder in seiner Muttersprache unterhalten zu können.

10.11.2018: Isla Negra - Weingut Matetic


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Auch am heutigen Tag dürfen wir mal etwas länger schlafen: unser Ausflug startet erst gegen 09:00 Uhr. Wir fahren heraus aus der Stadt Valparaiso, aber nicht ohne am Parlament vorbei zu kommen. Auf den Fußwegen der Stadt breiten Händler ihre Waren auf dem blanken Boden aus und wir wollen nicht wissen, wo die Waren alle herkommen;-) Nach rund einer halben Stunde Fahrt, fahren wir von der Autobahn ab und durch kleinere Städte, die sich entlang des Pazifiks angesiedelt haben. Wir erreichen schließlich "Isla Negra", das schönste Haus von Pablo Neruda (er hat noch zwei weitere, die bei weitem nicht so beeindruckend sind). Isla Negra ist keine Insel sondern so hat der chilenische Dichter sein Anwesen getauft. Mittels einer deutschsprachigen Audio-Guide-Führung werden wir durch das Haus geleitet. Da es sehr klein ist, dürfen immer nur 15 Personen gleichzeitig die Führung beginnen. Herr Neruda hat sein Haus wirklich individuell und gut durchdacht eingerichtet. Jeder Raum ist etwas besonderes und beinhaltet u.a. Sammler- und Erinnerungsstücke als auch Mitbringsel aus der ganzen Welt. Besonders beeindruckt mich noch immer das Schlafzimmer des Hauses - egal auf welcher Seite man bzw. frau aufwacht, man erblickt immer das Meer. Auch die Bar des Hauses ist ein ganz besonderer Blickfang und gern hätte ich zu damaliger Zeit mit Herrn Neruda da angestoßen. Zum Schluss unseres Rundgangs stehen wir vor dem Grab von Pablo Neruda und seiner Frau und lauschen andächtig den Wellen des Pazifiks. Bei unserer anschließenden Freizeit können wir ebenfalls an den Pazifik gehen und unsere Füsse im Wasser kühlen oder ein wenig entlang der Souvenirstände schlendern und stöbern. Unser Ziel am Mittag ist das Weingut von Familie Matetic. Wir erreichen dieses und bummeln durch die wunderschön angelegte Gartenanlage bis hin zum Restaurant. Hier werden wir mit allerlei Fleisch, Kartoffeln, Reis und Gemüse, alles auch zum Nachholen und wirklich-satt-essen, verwöhnt. Danach kugeln wir uns zum Bus. Wir fahren dann ein kleines Stückchen in diesem bis zu den Weinanbaugiet und steigen dort wieder aus. Bei einer Führung erfahren wir alles zu der besonderen Anbauweise der Familie Matetic, schauen in den Weinkeller wo die Fässe lagern und probieren zum Ende der Führung noch einmal von einem Rot-bzw. Weißwein. Zurück in Valparaiso gehen wir am Abend noch einmal in die deutsche Kneipe auf einen Absacker. Leider ist der Chef des Hauses heute nicht anwesende aber seine Mitarbeiterinnen laden uns auf Pommes ein und das Bier dazu schmeckt ja sowieso.

11.11.2018: Flug in den Süden Chiles - Punta Arenas


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Heute geht der erste Teil, nämlich der nördliche, dem Ende zu. Gemeinsam mit Angelika verlassen wir am Morgen Valparaiso und fahren zurück in die chilenische Hauptstadt Santiago. Ziel ist der nationale Flughafen. Nachdem wir für unseren Flug nach Punta Arenas eingecheckt und unsere Koffer aufgegeben haben, verabschieden wir uns an der Sicherheitskontrolle von unserer Angelika, die nun eine neue Gruppe übernimmt. Wir fliegen in rund 3 Stunden nach Punta Arenas, der Hauptstadt von chilenisch-Patagonien und haben während unseres Fluges auch einen guten Ausblick auf das Inlandseisfeld. Nach unserer Landung beziehen wir erst einmal unsere Zimmer im Hotel Diego de Almagro, direkt an der Magellanstraße gelegen. Am Nachmittag lernen wir die Stadt etwas näher kennen. Zuerst besuchen wir den Friedhof der Stadt, der als einer der schönsten in ganz Südamerika gilt. Unser örtlicher Reiseleiter Vicente erzählt uns die Geschichte des einsamen Indianers und die Vertreibung der Selknam, wir sehen die Gräber hier verstorbener Deutscher und bestaunen das Mausoleum von Sara Braun, eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt. Vom Aussichtspunkt Cerro de la Cruz haben wir im Anschluss einen Blick auf Feuerland, der Magelanstraße sowie den Häusern und Hotels, die sich um den Hauptplatz Plaza de Armas säumen. Dieser Platz ist dann auch unser nächstes Ziel. Hier wacht das Denkmal von Fernando Magellan über die Stadt mit Blick zur Magellanstraße. Man sagt, wer den Fuss des Indianders, welcher zu den Füßen von Herrn Magellan liegt, küsst, so kehrt man wieder zurück nach Punta Arenas. Na, wir schauen einmal, bei wem das zutrifft....So langsam knurren auch unsere Mägen und da wir seit dem Frühstück nichts mehr zu uns genommen haben, kehren wir in einem Restaurant ein. Wir wählen unsere Gerichte a-la-carte und ich glaube, jeder Gast aus meiner Gruppe war auch zufrieden mit seinem Gericht. Nicht allzu spät kehren wir zum Hotel zurück, gehen zeitig schlafen oder spazieren mit dem Fotoapperat noch einmal los.

12.11.2018: Nao Victoria - Auf den Weg in den Nationalpark Torres del Paine


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Nach einem kurzen Stopp am Supermarkt halten wir im Freilichtmuseum Nao Victoria. Hier besichtigen wir die Nachbauten der Nao Victoria, der Ancud und der HMS Beagle in Originalgröße. Die Nao Victoria war Teil der Flotte, mit der Magellan den amerikanischen Kontinent entdeckte. Zusätzlich sind hier alte Waffen und Navigationsinstrumente ausgestellt, die wir natürlich auch besichtigen. Nach rund einer Stunde setzen wir unseren Weg in Richtung Nationalpark Torres del Paine fort. Unterwegs entdecken wir am Straßenrand unterschiedliche Tiere, Kondore und Vogelarten. Nach zwei Stopps erreichen wir am Nachmittag schließlich Puerto Natales, das "Tor" zum Nationalpark. Wir kaufen hier noch Postkarten, tauschen noch einmal in chilenische Pesos oder laufen zum Hafen um die Gebirgszüge zu fotografieren. Nach einer letzten Pause im chilenischen Grenzort Cerro Castillo erreichen wir schließlich am Abend unsere Hosteria "Mirador del Payne" am Rande des Nationalsparks. Auf unseren letzten Kilometern dahin sehen wir Papagein, Schafe, Haasen und Guanakos. Nachdem wir die Zimmer bezogen gönnen wir uns den fantatischen Blick zu den Hörnern des Parkes und genießen unser inkludiertes 3-Gang-Menü.

13.11.2018: Im Nationalpark Torres del Paine


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Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Nationalparks Torres del Paine. Wir erreichen nach rund einstündiger Fahrt (unterwegs hatten wir noch einige Fotostopps) den Eingang des Parks und haben auch heute wieder riesiges Glück mit dem Wetter. Sowohl die Hörner als auch die Türme zeigen sich uns in ihrer vollen Pracht. Unser Chauffeur bringt uns den Weg entlang in Richtung Aussichtspunkt Lago Nordenskjöld. Unterwegs halten wir immer wieder um Fotos zu schießen. Wir verlassen den Bus und spazieren ca. 10 Minuten zu einem Wasserfall, desen Fontäne im Lago Pehoe enden. Von hier aus beginnt unsere ca. einstündige Wanderung (pro Strecke;-)) zum Mirador Nordenskjöld. Hier kommen wir auch ganz nah an ein Guanaku dran, was wir natürlich so nah auch fotografieren wollen.  Auch hier haben wir einen fantastischen Ausblick auf den See Nordenskjöld und im Hintergrund hören wir immer wieder das imposante Rauschen von kalbenden Gletschern. Den gleichen Weg geht es wieder zurück zum Bus und auf der Terrasse der nahgelegenen Cafeteria machen wir unser Mittagspicknick unter strahlender Sonne. Gestärkt fahren wir weiter zum Lago Grey. Auch hier unternehmen wir eine kleine Wanderung. Über eine Hängebrücke laufen wir einen kleinen Weg hinab zum Strand, wo wir einige Eisblöcke auf dem Wasser sehen. Jedoch ist der Wind hier so stark, dass wir bei zeitem den Rückzug zum Bus wieder antreten. Bevor wir umkehren, erblicken wir in der Ferne noch den Ausläufers Grey-Gletschers. Zurück am Ausgang/Eingang des Parks verabschieden wir uns von unserem örtlichen Reiseleiter Vicente und kehren ohne ihn zu unserer Unterkunft zurück.

14.11.2018: Auf den Weg nach El Calafate (Argentinien)


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Heute steht wieder ein längerer Fahrtag auf unserem Programm. Wir verlassen die Hosteria Mirador del Paine und fahren wieder zum Grenzort Cerro Castillo. Wir machen hier wieder eine Pause, da der Bus betankt werden muss. Danach spazieren wir zur chilenischen Grenze und erhalten unseren Ausreisestempel. Mit dem Bus fahren wir dann weiter die 7 Kilometer bis zur argentinischen Grenze. Leider haben die Zöllner heute wohl einen schlechten Tag erwischt. Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit im Bus gewartet haben, um dann endlich in das Grenzhaus herein gebeten zu werden, stellen wir uns an der Schlange an, um unseren Einreisestempel zu erhalten. Jedoch müssen wir, warum auch immer, wieder in den Bus einsteigen um weiter zu warten. Der Grund??? Keine Ahnung! Nach weiteren 15 Minuten dürfen wir erneut aussteigen und bekommen dann auch endlich unseren Stempel in den Pass.
Nun liegen weitere 3 bis 4 Stunden Fahrtzeit vor uns bis nach El Calafate, die uns durch die argentinische Pampa führt. Um die lange Zeit etwas zu verkürzen, hören wir uns das Hörbuch "Hummeldumm" an oder holen etwas notwendigen Schlaf nach. Am Nachmittag schließlich erreichen wir unser Hotel Bahia Redonda. Der restliche Nachmittag steht frei zur individuellen Gestaltung. Wer möchte, geht mit mir zur Wechselstube und tauscht in argentinische Peso.
Am Abend spazieren wir alle gemeinsam zu einem sehr leckeren Steakhouse, wo wir gemeinsam zu Abendessen. Da dieses Essen jeder auf eigene Kosten bezahlt, kann jeder auch auswählen, was er möchte. Und auch heute ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es wird gegessen, getrunken und gelacht. Für einige Gäste gibt es dann noch ein flüssiges Dessert und damit wir unser Heimweg zurück zum Hotel noch einmal besonders lustig.

15.11.2018: Erlebnis Perito-Moreno-Gletscher


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Nach dem Frühstück holt uns unser argentinischer Reiseleiter Gerd ab und gemeinsam begeben wir uns auf den Weg zum Nationalpark Los Glaciares. Unterwegs halten wir für einen ersten Fotostopp am Lago Argentino, dem größten See Argentiniens. Hier sehen wir auch die Frucht Calafate, der Geber des Stadtnamens. Nach ingesamt rund einer Stunde Fahrt erreichen wir den Eingang des Parkes. Gerd und ich holen die Eintrittskarten und weiter geht die Bus-Fahrt bis wir den Perito-Moreno-Gletscher zum ersten Mal erblicken können. Natürlich wurde hier auch ein Areal errichtet, an dem man halten kann zum Fotografieren. Der Wind pfeifft uns (noch) zügig um die Ohren aber dank meinen Reisegästen wird es später auch hier wieder wunderbares Wetter. Später haben wir ausreichend Zeit, entlang der Wanderwege zu spazieren, die parallel zur Gletscherseite angebracht sind. Wir haben ausreichend Zeit zum Beobachten, Sitzen und Staunen. Wir haben sogar das unwahrscheinlich Glück (oder auch Pech, je nachdem von welcher Seite aus man es betrachtet), eine größeres Stück der Gletscherwand kalben zu sehen - das war irgendwie beeindruckend - vor allem das ohrenbetäubende Geräusch. Am Nachmittag unternehmen wir eine Bootsfahrt zur Gletscherwand. Die "hartgesottenen" meiner Reisegruppe stehen die ganze Zeit bei eisigen Temperaturen und Wind auf dem Oberdeck um das Spektakel von dort aus zu bestaunen. Natürlich gehört hier standesgemäß ein Whisky on the rocks dazu, den ich meiner Gruppesehr gern ausgebe. Am späten Nachmittag sind wir zurück in El Calafate, wo wir zum Abendessen im Restaurant "Don Pichon" zum Lammessen erwartet werden. Bis auf zwei Ausnahmen wird das Lammfleisch auch sehr herzlich begrüßt und ich bin sehr überrascht, wie viel Fleisch in dünne Menschen hineinpassen;-)

16.11.2018: Buenos Aires


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Auch der heutige Vormittag steht uns frei zur individuellen Gestaltung. Wir schlendern ein wenig die Hauptstraße von El Calafate entlang, stöbern in den Souvenirläden oder gehen Kaffeetrinken. Gegen Mittag holt uns unser Transfer ab und bringt uns zum Flughafen von El Calafate. Am zeitigen Nachmittag hebt unser Flieger in die argentinische Hauptstadt ab. Nachdem wir zunächst keine Landeerlaubnis erhalten und noch Ehrenrunden in der Luft drehen, setzen wir endlich auf und können unser Gepäck holen. Unser neuer örtlicher Reiseleiter Juan erwartet uns schon und schnell bekommen wir mit, dass es hier in Buenos Aires alles schneller und vor allem, viel hektischer, ist. Da wir leider auch nicht allzu viel Zeit haben, starten wir eigentlich direkt mit unserer Stadtrundfahrt. Wir fahren parallel zum Rio de la Plata und biegen ein in die größte Straße der Stadt, der Avenida 9 de Julio - und schon stehen wir im Stau, rechts und links Slumhäuser. Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor unserem Chauffeur, der in der größten Rush-Hour wirklich auch ruhig bleibt und versucht, uns auf schnellstem Weg voran zu bringen. Auf der Avenida 9 de Julio erwarten uns bereits drei Sehenswürdigkeiten der Stadt: das Opernhaus, der Obelisk als auch das Konterfei von Evita Person. Durch San Telmo gelangen wir zum Stadtteil La Boca. Wir sehen das Fußballstadion und steigen im bunten Stadtteil aus, um schnellen Schrittes dennoch ein paar Fotos von der tagsüber überfüllten "Tango-Straße" zu machen. Vorbei an einem neuen Stadtteil, der schon sehr an Hamburg erinnert, an der großen Bibliothek und am Casa Rosada vorbei, erreichen wir schließlich unser Hotel. Wir machen uns kurz frisch und nehmen unser Steak-Abendessen im gegenüberliegenden Restaurant ein. Am Abend erleben wir natürlich noch eine typische Tangoshow. Bis es endlich los geht, vergeht zwar eine Zeit aber die Vorstellung ist sehr gelungen und viel schöner als die, die ich vor drei Jahren erleben durfte. Es wirkt gesungen und eindrucksstark getanzt. Die Kostüme sind perfekt auf die Körper der Tänzer abgestimmt und alles ergibt eine Einheit. Als wir gegen Mitternacht zum Hotel zurück kommen, sind wir dennoch alle froh, endlich ins Bett zu kommen.

17./18.11.2018: Buenos Aires - Heimreise


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Der letzte Tag unserer Reise ist angebrochen und wir frühstücken zeitig, damit wir in den kommenden zwei Stunden noch etwas von der Stadt sehen können. Da der Wunsch an mich heran getragen wurde, das Grab von Evita Peron zu besuchen, fahren wir gemeinsam mit Juan im örtlichen Bus zum Friedhof. Noch nie war der Friedhof so leer und wir allein am Grab von Evita - das ist ja eine Premiere und wir können endlich auch mal genießen, ohne die Ellenbogen anderer Touristen vor unseren Gesichtern zu haben. Die Mausoleen und Gräber hier sind viel ideenreicher und sicher auch teurer als die in Punta Arenas, halt irgendwie anders schön. Zurück geht es mit dem öffentlichen Bus in Richtung Avenida 9 de Julio. Ganz in der Nähe des Obelisken steigen wir aus und laufen entlang einer Allee, die an Frankreich erinnert, zum Plaza de Mayo, wo heute eine Demonstration für Schwule und Lesben statt findet. Schon von weitem hört man laute Musik und sieht man die Regebogenflagge. Wir halten noch kurz vorher in dem ältesten Caféhaus der Stadt und stehen einige Minuten später dann am Casa Rosada, wo einst Evita und ihr Mann auf dem Balkon standen und sich an ihr Volk gewandt haben. Juan möchte uns auch noch die Kathedrale der Stadt zeigen, die von außen gar nicht wie eine Katherale wirkt. Wir besichtigen diese auch von innen und haben sogar das Glück, die Wachablösung am Grab von General Jose de San Martin beizuwohnen. Wir hatten uns schon gewundert, warum es auf einmal so voll wurde aber das war des Rätsels Antwort. Danach laufen wir schnellen Schrittes zum Hotel. Und was passiert, als wir dieses erreichen? Es gibt Stromausfall und unsere Zimmer liegen in den Etagen 7 bis 11. Na herzlichen Glückwunsch. An dem heutigen Morgen haben wir uns die gesamten kulinarischen Genüsse der letzten Tage abgearbeitet. Gott sei Dank kam der Strom schnell wieder und somit mussten wir die Koffer nicht herunter tragen. Wir verabschieden uns von zwei Reisegästen, die noch eine Verlängerung an den Iquazu-Wasserfällen gebucht haben und fahren zum internationalen Flughafen. Von hier aus treten wir unsere Heimreise über Paris an. Wir erreichen Berlin gegen Mittag am nächsten Tag und werden mittels des gebuchten Haustür-Transfer-Services nach Hause gebracht. Eine lustige und eindrucksvolle Reise findet ihr Ende.

Meine liebe Reisegäste,
ich hoffe, es geht euch allen gut und genießt nun die vorweihnachtliche Zeit? Ich habe die Reise mit euch sehr genossen und wirklich sehr viel gelacht. Nun wünsche ich euch eine schöne Weihnachtszeit, kommt gut in ein gesundes Jahr 2019 und wer weiß, man sieht sich ja immer zweimal im Leben - ich würde mich sehr freuen.

Eure Sylvia

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