Rundreise in den Wilden Westen der USA
Reisebericht: 02.05. – 16.05.2026
Schillernde Städte, Casinos ohne Ende, selbstfahrende Autos und Natur pur erwartet uns auf unserer gemeinsamen Reise durch den Westen der USA.
Ein Reisebericht von
Anne Fohlert
Flug nach Los Angeles in Kalifornien – Fahrt zum Hotel in Santa Monica
Bereits früh am Morgen treffen wir uns mit dem größten Teil der Gruppe an der Anzeigetafel des Dresdner Flughafens. Die Lufthansa ist uns heute wohlgesonnen, denn wir starten pünktlich nach Frankfurt. Hier angekommen Bahnen wir uns den Weg durch die automatisierte Passkontrolle und die Dokumentenkontrolle. Dies lief alles ohne Probleme und wir kommen schließlich an unserem Abfluggate an, wo der Rest der Gruppe dazu stößt. Voller Vorfreude steigen wir in der Flieger der uns innerhalb von knapp 11 Stunden nach Los Angeles chauffiert, wo unsere Rundreise beginnt. Die Einreisekontrolle passieren wir mit Bravur und auch unsere Gepäckstücke haben den Weg unbeschadet in die Staaten gefunden. Am Ausgang werden wir von unserem Reiseleiter Stephan und Transferfahrer Alex begrüßt. Gemeinsam machen wir uns auf zu unserem Hotel in Santa Monica. Unsere Zimmer sind nach kurzer Wartezeit alle Bezugsfertig. Da der Nachmittag noch jung ist, begeben wir uns mit unserem Reiseleiter auf eine erste Erkundungstour durch Santa Monica. Unser Hauptziel ist natürlich die berühmte Seebrücke - der Santa Monica Pier. Schon von weiten erkennt man das Riesenrad und die Achterbahn die auf dem Pier ihre Runden dreht. Natürlich sind wir nicht die einzigen die auf die Idee gekommen sind den Pier zu besuchen. Es wimmelt nur so von Touristen aber auch von Einheimischen die zum Beispiel den Feierabend beim Angeln ausklingen lassen. Wie erkunden den Pier, der durch viele Filme wie zum Beispiel Bay Watch mit Pamela Anderson Bekanntheit erlangte individuell und lassen uns von dem bunten geschehen einfach treiben. Den Abend lassen wir bei einem Willkommensabendessen im Hotelrestaurant bei guten Essen und netten Gesprächen ausklingen. Eine Vorstellungsrunde durfte natürlich auch nicht fehlen, nun ist auch das letzte Eis gebrochen. Müde fallen wir in unsere Betten.
Los Angeles erleben
aum zu glauben aber wir sind tatsächlich in Los Angeles. Wie lernt man die faszinierende Metropole am besten kennen? Ganz genau! Mit einer ausgiebigen Stadtrundfahrt. Los Angeles – eine Stadt voller Gegensätze, Träume und weltbekannter Sehenswürdigkeiten. Schon während der Fahrt spürte man dieses besondere kalifornische Lebensgefühl: Palmen säumten die breiten Boulevards, luxuriöse Sportwagen glitten vorbei und über allem lag der berühmte Glanz Hollywoods.
Der erste Halt führte uns zur historischen Olvera Street, dem ältesten Teil der Stadt. Zwischen bunten Marktständen und mexikanischer Musik fühlte man sich wie in einer anderen Welt. Die kleinen Geschäfte boten handgemachte Souvenirs, traditionelle Kleidung und kunstvolle Dekorationen an. Besonders beeindruckend war die lebendige Atmosphäre – ein Ort, an dem Geschichte und Kultur bis heute spürbar sind. Wir hatten sogar das Glück einer Tanzaufführung beiwohnen zu dürfen, die anlässlich eines mexikanischen Feiertags dargeboten wurde. Anschließend ging es weiter nach Hollywood zum berühmten Hollywood Walk of Fame. Auf den Gehwegen glitzerten tausende Sterne mit den Namen weltbekannter Schauspieler, Musiker und Regisseure. Während wir entlang der Sterne spazierten, entdeckten wir bekannte Namen aus Film und Musik und machten natürlich zahlreiche Fotos. Straßenkünstler sorgten zusätzlich für Unterhaltung und verliehen dem Viertel eine besondere Energie. Nicht weit entfernt bot sich ein spektakulärer aber etwas weit entfernter Blick auf das legendäre Hollywood Sign. Hoch oben in den Hügeln thronte das weltberühmte Wahrzeichen über der Stadt. Jeder Buchstabe misst sage und schreibe 15 Meter und hat eine Gesamtlänge von 137 Metern. Es war einer dieser Momente, die man sonst nur aus Filmen kennt. Danach führte die Rundfahrt nach Rodeo Drive in Beverly Hills – eine Straße, die Luxus und Glamour wie kaum ein anderer Ort verkörpert. Vor eleganten Boutiquen standen teure Sportwagen, und hinter den Schaufenstern präsentierten internationale Designer ihre neuesten Kollektionen. Selbst ohne einkaufen zu gehen war es spannend, durch diese berühmte Straße zu schlendern und das luxuriöse Flair zu genießen. Das berühmte Wilshire Hotel, welches Bekanntheit durch den Film Pretty Women erlangte, lag ebenfalls auf unserem Weg, Natürlich mussten wir ein Blick hineinwerfen. Ganz schön nobel.
Als die Sonne langsam unterging, erreichten wir schließlich den Küstenort Santa Monica. Die frische Meeresluft und das Rauschen des Pazifiks bildeten den perfekten Abschluss eines ereignisreichen Tages. Den Abend ließen wir alle zusammen bei Bubba Gump ausklingen.
Weiterreise nach Nevada mit Geistestadt Calico
Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns gut gestärkt von der Küste des Pazifiks und ließen die pulsierende und glitzernde Welt von Los Angeles langsam hinter uns. Schon nach kurzer Zeit veränderte sich die Landschaft völlig: Die grünen Palmenalleen wichen endlosen Ebenen, staubigen Hügeln und der beeindruckenden Weite der Mojave Wüste. Die trockene Wüstenluft flimmerte über dem Asphalt, und kilometerweit schien es nichts außer Sand, Kakteen und schroffen Felsen zu geben. Gerade diese Einsamkeit verlieh der Fahrt jedoch ihren ganz besonderen Reiz. Mitten in dieser faszinierenden Wüstenlandschaft legten wir einen Halt in der berühmten Geisterstadt Calico Geisterstadt ein. Schon beim Betreten fühlte es sich an, als hätte man eine Zeitreise in den Wilden Westen gemacht. Alte Holzhäuser, knarrende Veranden und verlassene Minengebäude erinnerten an die Zeit des Silberbooms im 19. Jahrhundert. Einst lebten hier tausende Gold- und Silbersucher, heute spazieren Besucher durch die restaurierten Straßen und erleben die Atmosphäre einer längst vergangenen Epoche. Ein besonderes Highlight ist Fahrt mit der kleinen Schmalspurbahn die eine Strecke von ca. 900 Metern um die Mienenstadt fährt.
Besonders beeindruckend war die Stille des Ortes. Der heiße Wind wehte durch die engen Gassen, während irgendwo eine alte Saloon-Tür quietschte. In kleinen Läden wurden Souvenirs, Edelsteine und Cowboyhüte verkauft, und man konnte sich gut vorstellen, wie hier früher Cowboys, Glücksspieler und Minenarbeiter unterwegs waren. Der Blick über die umliegenden Berge und die trockene Wüste machte deutlich, wie hart das Leben in dieser abgelegenen Region einst gewesen sein musste.
Nach diesem spannenden Zwischenstopp führte die Reise weiter Richtung Osten. Die Straßen wurden wieder länger und gerader, bis plötzlich wie aus dem Nichts die Lichter von Laughlin auftauchten. Direkt am Ufer des Colorado River gelegen, wirkte die kleine Spielerstadt wie eine glitzernde Oase mitten in der Wüste.
Die Hotels und Casinos spiegelten sich im Wasser des Flusses, während bunte Neonlichter die Nacht erhellten. Entlang der Promenade herrschte reges Treiben: Menschen flanierten an der Flusspromenade, Musik drang aus den Casinos und überall lag diese typische Mischung aus Spannung, Unterhaltung und amerikanischem Wüstenflair in der Luft. Nach der langen Fahrt war es ein besonderes Gefühl, direkt am Colorado River zu stehen und auf das ruhige Wasser zu blicken, während hinter uns die Spielautomaten klingelten. So endete ein abwechslungsreicher Tag voller Kontraste – vom Pazifik über die einsame Mojave-Wüste bis hin zur leuchtenden Casinostadt Laughlin. Eine Reise, die eindrucksvoll zeigte, wie vielfältig und überraschend der Südwesten der USA sein kann. Bei einem leckeren Abendessen in unserem gigantischen Casinohotel ließen wir den Abend bei netten Gesprächen ausklingen
Route 66 – Grand Canyon
Der Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück in unserem Hotel in Laughlin. Frischer Orangensaft, Pancakes mit Ahornsirup, knuspriger Bacon und Rühreei - typisch amerikanische Frühstücksspezialitäten sorgten für die perfekte Stärkung für einen besonderen Reisetag. Kurz darauf starteten wir zu einer der berühmtesten Straßen der Welt – der legendären Route 66. Die historische Straße feierte gerade ihr großes 100-jähriges Jubiläum und überall entlang der Strecke erinnerte man an die Geschichte dieser weltbekannten Verbindung zwischen Chicago und Kalifornien. Alte Tankstellen, nostalgische Motels und bunte Werbeschilder versetzten uns zurück in die Zeit der großen Roadtrips der 1950er-Jahre.
Während der Fahrt wechselten sich endlose Wüstenlandschaften mit kleinen Orten und bizarren Felsformationen ab. Die Atmosphäre war einzigartig – Freiheit, Abenteuer und der Geist des alten Amerika waren auf jedem Kilometer spürbar.
Unser großes Ziel an diesem Tag war eines der beeindruckendsten Naturwunder der Welt: der Grand Canyon. Unfassbare 447 KIlometer ist der Canyon lang und 16 Kilometer breit. Schon bei der Ankunft verschlug uns der erste Blick über die gigantische Schlucht den Atem. Die gewaltigen Felswände leuchteten in Rot-, Orange- und Brauntönen, während sich tief unten der Colorado River durch die Schlucht schlängelte. Kein Foto kann wirklich vermitteln, wie riesig und überwältigend diese Landschaft tatsächlich ist. Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete uns anschließend: ein Rundflug über den Grand Canyon. Vom kleinen Flugzeug aus eröffnete sich eine völlig neue Perspektive auf dieses Naturwunder. Unter uns erstreckten sich unzählige Felsschichten, tiefe Schluchten und gewaltige Plateaus bis zum Horizont. Der Pilot flog entlang der spektakulärsten Aussichtspunkte, und aus der Luft wirkte der Grand Canyon noch majestätischer und unendlicher. Besonders beeindruckend war das Farbenspiel der Sonne auf den Felsen, das die Landschaft fast unwirklich erscheinen ließ. Nach der Landung unternahmen wir noch eine kleine Wanderung entlang des Canyonrandes. Der schmale Weg führte zu einem ruhigeren Aussichtspunkt mit noch besserem Blick in die Tiefe der Schlucht. Mit jedem Schritt eröffneten sich neue Perspektiven auf die gewaltigen Felsformationen. Die klare Luft, die unglaubliche Weite und die absolute Stille machten diesen Moment unvergesslich. Im Hotel angekommen machten wir uns ein wenig frisch und verabredeten uns zu einem gemeinsamen Abendessen. Gesprächsthema Nummer 1 war selbstverständlich der Flug über den Grand Canyon. Dieses Erlebnis werden wir alle nicht so schnell vergessen.
Monument Valley – Jeep Tour und Navajo Indianer
Am frühen Morgen verabschiedeten wir uns von den beeindruckenden Ausblicken des Grand Canyon und setzten unsere Reise entlang der Ostseite des Canyons fort. Die Strecke führte durch eine faszinierende Landschaft aus roten Felsen, weiten Ebenen und endlosen Horizonten. Immer wieder boten sich spektakuläre Aussichtspunkte, an denen man die gewaltige Größe dieser einzigartigen Naturlandschaft noch einmal bestaunen konnte. Je weiter wir Richtung Osten fuhren, desto ursprünglicher und weiter wirkte die Landschaft des amerikanischen Südwestens. Die Straßen zogen sich kilometerweit geradeaus durch die trockene Wüste, während am Horizont bizarre Felsformationen auftauchten. Schließlich erreichten wir eines der bekanntesten Motive des Wilden Westens: das legendäre Monument Valley. Schon die ersten riesigen roten Sandsteinfelsen wirkten überwältigend. Die gewaltigen Monolithen ragten wie natürliche Monumente aus der Ebene empor und erinnerten sofort an klassische Westernfilme. Kaum ein anderer Ort vermittelt das Gefühl des amerikanischen Westens so eindrucksvoll wie dieses Tal mitten im Gebiet der Navajo Nation. Ein besonderes Highlight war die Jeep-Tour durch das Valley. In offenen Geländewagen ging es über sandige Wege tief hinein in die beeindruckende Landschaft. Unser Navajo-Guide erzählte spannende Geschichten über die Kultur und Traditionen seines Volkes sowie über die Bedeutung der einzelnen Felsformationen. Während der Fahrt kamen wir an spektakulären Aussichtspunkten vorbei, die immer wieder zum Staunen und Fotografieren einluden.
Für eine ganz besondere Überraschung sorgte anschließend die Mittagspause bei den Navajo Indianern. Inmitten der einzigartigen Landschaft wurden wir herzlich empfangen und konnten traditionelle Gastfreundschaft erleben. Es gab typisch regionale Spezialitäten, frisch zubereitetes Navajo-Brot serviert mit Bohnen, Salat, Tomaten und Käse. Die entspannte Atmosphäre und die Herzlichkeit der Gastgeber machten diese Begegnung zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Nach diesem besonderen Aufenthalt führte die Reise weiter zum berühmten Forrest Gump Point. Genau an dieser Stelle wurde eine der bekanntesten Szenen aus dem Film „Forrest Gump“ gedreht. Die Kenner unter uns werden die Zeilen kennen: Zitat: " Ich bin müde, sehr sogar. Ich glaube ich gehe wieder nach Hause" Die schnurgerade Straße, eingerahmt von den gigantischen Felsformationen des Monument Valley im Hintergrund, bot ein perfektes Fotomotiv. Viele Reisende stellen sich dort mitten auf die Straße, um das legendäre Filmszenen-Gefühl nachzuempfinden. Während wir weiter zur nächsten Unterkunft fuhren, begleiteten uns noch lange die Eindrücke dieses außergewöhnlichen Tages: die gewaltige Natur des Grand Canyon, die faszinierende Stille des Monument Valley, die spannende Jeep-Tour und die herzliche Begegnung mit den Navajo-Indianern. Ein Tag voller unvergesslicher Erlebnisse im Herzen des amerikanischen Westens. Bei guten Essen und regionalen Bier verbringen wir den Abend wieder gemeinsam als Gruppe.
Arches Nationalpark – Canyonlands mit Stopp am Deadhorse Point
Nach den eindrucksvollen Erlebnissen der vergangenen Tage führte unsere Reise weiter in eine der spektakulärsten Landschaften des amerikanischen Südwestens – den Arches National Park. Schon die Anfahrt war beeindruckend: Gewaltige rote Felsen, bizarre Gesteinsformationen und endlose Weiten begleiteten uns auf dem Weg in diesen einzigartigen Nationalpark. Der Park ist weltberühmt für seine faszinierenden Natursteinbrücken, die über Millionen Jahre durch Wind, Wasser und Erosion entstanden sind. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue spektakuläre Ausblicke auf die roten Sandsteinformationen, die in der Morgensonne fast zu glühen schienen. Besonders beeindruckend war die scheinbar unwirkliche Ruhe dieser Landschaft – nur der warme Wüstenwind und das Knirschen des Sandes unter den Schuhen waren zu hören. Ein besonderes Erlebnis war die kleine zusätzliche Wanderung um näher an den berühmten Steinbogen heran zukommen. Der Weg führte über felsige Pfade und sanfte Steigungen näher an die gigantische Natursteinbrücke heran. Natürlich knipsten wir hier was das Zeug hält. Die Dimensionen wirkten beinahe surreal, und gleichzeitig zeigte sich die unglaubliche Kraft der Natur, die solche Kunstwerke erschaffen hat. Natürlich durfte auch ein Besuch am berühmten Delicate Arch Viewpoint nicht fehlen. Der Delicate Arch gilt als das bekannteste Wahrzeichen des Bundesstaates Utah und zählt zu den meistfotografierten Naturmotiven der USA. Vom Aussichtspunkt aus bot sich ein fantastischer Blick auf den freistehenden roten Steinbogen, der majestätisch vor der weiten Landschaft thronte. Besonders im warmen Licht des Nachmittags wirkte die Kulisse fast wie gemalt. Am Nachmittag führte die Reise weiter zum spektakulären Dead Horse Point State Park. Schon beim ersten Blick vom Aussichtspunkt blieb uns beinahe der Atem stehen. Tief unter uns schlängelte sich der Colorado River in engen Kurven durch die gewaltige Canyonlandschaft. Die Aussicht erinnerte an eine riesige natürliche Festung aus Felsen und Schluchten, die sich bis zum Horizont erstreckte. Die Farben der Landschaft wechselten je nach Sonnenstand zwischen kräftigem Rot, Orange und Braun, während die langen Schatten der Felsen die Dramatik der Szenerie noch verstärkten. Viele Reisende blieben einfach still stehen und genossen diesen überwältigenden Ausblick, denn Worte reichen kaum aus, um die Schönheit dieses Ortes zu beschreiben. Ein Postkartenmotiv schlechthin. Als die Sonne langsam unterging und die letzten Lichtstrahlen die roten Felsen zum Leuchten brachten, endete ein weiterer unvergesslicher Tag voller Naturwunder. Die gigantischen Steinbögen des Arches Nationalparks, die Wanderung mitten durch die bizarre Felsenwelt, der berühmte Delicate Arch und die spektakulären Ausblicke vom Dead Horse Point machten diesen Tag zu einem der Höhepunkte unserer Reise durch den amerikanischen Westen.
Bryce Canyon Nationalpark im Bundesstaat Utah
Nach den beeindruckenden Landschaften von Utah führte unsere Reise weiter zu einem der außergewöhnlichsten Naturwunder des amerikanischen Westens – dem Bryce Canyon National Park. Bereits die Anfahrt war ein Erlebnis für sich. Die Straße schlängelte sich durch den wunderschönen Dixie National Forest, den größten Nationalwald Utahs. Dichte Kiefernwälder, frische Bergluft und weite Ausblicke auf die umliegenden Berge bildeten einen faszinierenden Kontrast zu den roten Wüstenlandschaften der vergangenen Tage. Während der Fahrt erfuhren wir dank unserem Reiseleiter Stephan interessante Fakten über die Region. Der Dixie National Forest erstreckt sich über fast 8.000 Quadratkilometer und reicht von tiefen Tälern bis hinauf auf Höhen von über 3.000 Metern. Gerade diese unterschiedlichen Höhenlagen sorgen dafür, dass hier völlig verschiedene Landschaften und Klimazonen aufeinandertreffen. Ein besonderer Fotostopp erwartete uns am sogenannten Drachenfelsen – einer bizarren roten Felsformation, die mit etwas Fantasie tatsächlich an den Kopf eines Drachen erinnert. Die ungewöhnlichen Formen entstanden über Millionen Jahre durch Wind, Regen und Frost. Gerade im Morgenlicht wirkten die Felsen fast lebendig und boten ein fantastisches Fotomotiv. Kurz darauf besuchten wir die berühmte Butch Cassidy Cabin. Die kleine Holzhütte erinnert an den legendären Outlaw Butch Cassidy, der Ende des 19. Jahrhunderts zu den bekanntesten Bank- und Zugräubern des Wilden Westens gehörte. Gemeinsam mit seiner Bande, der „Wild Bunch“, wurde er zur Legende des amerikanischen Westens. Die abgelegene Gegend rund um Bryce Canyon bot damals ideale Verstecke für Gesetzlose und Cowboys. Beim Blick auf die einsame Hütte konnte man sich gut vorstellen, wie rau und abenteuerlich das Leben im Wilden Westen gewesen sein musste. Schließlich erreichten wir den Bryce Canyon selbst – und der erste Blick auf die Landschaft war schlicht überwältigend. Anders als ein klassischer Canyon entstand der Bryce Canyon nicht durch einen Fluss, sondern hauptsächlich durch Frost und Erosion. Dadurch entstanden die berühmten sogenannten „Hoodoos“ – tausende schmale, teils meterhohe Felstürme aus rotem, orangefarbenem und weißem Gestein. Der Bryce Canyon besitzt die größte Ansammlung solcher Hoodoos weltweit. Besonders eindrucksvoll war die Wanderung hinunter in den Canyon. Der Weg führte zwischen den riesigen Felstürmen hindurch und vermittelte das Gefühl, sich in einer anderen Welt zu befinden. Von oben wirken die Formationen bereits spektakulär, doch mitten zwischen den gewaltigen Steinsäulen wird die Größe dieser Landschaft erst richtig spürbar. Immer wieder eröffneten sich neue Perspektiven, enge Felsschluchten und fantastische Ausblicke auf das natürliche Amphitheater des Bryce Canyon. Eisenoxide sorgen für die roten und orangenen Farbtöne, während andere Mineralien weiße und rosafarbene Schichten entstehen lassen. Besonders im Licht der Nachmittagssonne leuchteten die Felsen fast unwirklich intensiv. Als wir schließlich wieder den oberen Canyonrand erreichten und ein letztes Mal über die bizarre Landschaft blickten, wurde deutlich, warum der Bryce Canyon zu den beeindruckendsten Nationalparks der USA zählt. Ein weiteres Highlight war unser heutiges Abendprogramm. Bei einer Wild West Show mit Musik und guten Essen bekommen wir ein noch besseres Gefühl für den hiesigen wilden Westen der USA.
Zion Nationalpark – Weiterreise nach Las Vegas und abendliche Lichtershow durch Las Vegas
Ein neuer Tag mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken steht uns bevor. Nach dem gemütlichen Frühstück machen wir und gemeinsam mit Busfahrerin Stephanie und Reiseleiter Stephan zu einem weiteren Nationalpark der auf unserer Liste steht.
Dem spektakulären Zion National Park. Schon die Anfahrt war atemberaubend. Die Straße führte durch enge Felsschluchten, vorbei an gewaltigen Sandsteinwänden und durch Tunnel, die direkt in die roten Berge gebaut wurden.
Der Zion Nationalpark gehört zu den ältesten und beliebtesten Nationalparks der USA. Bereits 1919 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt. Der Name „Zion“ stammt von mormonischen Siedlern und bedeutet sinngemäß „Ort der Zuflucht“ oder „himmlischer Ort“ – ein Name, der perfekt zu dieser einzigartigen Landschaft passt. Die bis zu 900 Meter hohen Felswände bestehen überwiegend aus Navajo-Sandstein, der sich über Millionen Jahre durch Wind und Wasser geformt hat.
Während unserer Fahrt durch den Park legten wir immer wieder Fotostopps ein. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue spektakuläre Ausblicke auf die roten und cremefarbenen Felsformationen. Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel aus den steilen Canyonwänden, den grünen Baumwipfeln entlang des Virgin Rivers und dem strahlend blauen Himmel. Die Landschaft wirkte fast unwirklich und erinnerte an eine riesige Naturkulisse aus einem Abenteuerfilm.
An mehreren Aussichtspunkten konnten wir die gewaltigen Dimensionen des Parks besonders gut erkennen. Unser Guide erzählte, dass der Zion Canyon an einigen Stellen über 700 Meter tief ist und jährlich Millionen Besucher aus aller Welt anzieht. Trotz seiner Bekanntheit strahlt der Park eine besondere Ruhe aus, die viele Reisende sofort in ihren Bann zieht.
Nach den eindrucksvollen Stunden im Zion Nationalpark führte unsere Reise weiter nach St. George. Dort legten wir einen kurzen Stopp am berühmten St. George Utah Temple ein. Der strahlend weiße Mormonentempel zählt zu den ältesten Tempeln der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Westen der USA. Umgeben von gepflegten Gärten und Palmen wirkte die Anlage fast wie eine Oase inmitten der Wüstenlandschaft. Unser Guide erklärte interessante Hintergründe zur Geschichte der Mormonen, die großen Einfluss auf die Besiedlung Utahs hatten. Anschließend ging die Fahrt weiter durch die trockene Wüstenlandschaft Nevadas Richtung Las Vegas. Schon aus großer Entfernung waren die ersten Hotels und Casinos der berühmten Glücksspielmetropole zu erkennen. Nach den ruhigen Naturerlebnissen der vergangenen Tage wirkte Las Vegas wie eine völlig andere Welt – laut, bunt und voller Energie. Nach dem Hotel-Check-in starteten wir am Abend zu einer beeindruckenden Lichtertour durch die Stadt. Der weltberühmte Las Vegas Strip leuchtete in unzähligen Farben, riesige LED-Wände blinkten im Sekundentakt und überall herrschte reges Treiben. Besonders faszinierend war der Besuch des berühmten Bellagio. Vor dem Hotel bewunderten wir die legendären Wasserspiele, bei denen meterhohe Fontänen perfekt synchron zu Musik und Licht über den künstlichen See tanzten. Die Kombination aus Musik, Wasser und den funkelnden Lichtern der Stadt sorgte für eine fast magische Atmosphäre. Später führte uns die Tour weiter zur berühmten Fremont Street Experience in Downtown Las Vegas. Unter der riesigen LED-Überdachung aus Millionen Lichtern herrschte eine einzigartige Stimmung. Straßenmusiker, Künstler und Lichtshows verwandelten die Fremont Street in ein riesiges Freiluft-Entertainmentzentrum. Die Kombination aus nostalgischem Las Vegas und moderner Technik machte diesen Ort besonders spannend.
Als wir spätabends zurück zum Hotel kamen, lagen hinter uns erneut unglaubliche Kontraste: die majestätische Ruhe des Zion Nationalparks, die Geschichte der Mormonen in St. George und schließlich die spektakuläre Lichterwelt von Las Vegas. Genau diese Vielfalt machte unsere Reise durch den amerikanischen Westen so unvergesslich. Der eine oder andere aus der Gruppe versucht sich an den zahlreichen Spieleautomaten die in unserem Hotel zur Verfügung stehen. Sogar kleine Gewinne lassen sich verzeichnen. Ein schöner Tag geht somit zu Ende.
Death Valley oder Valley of Fire
Eigentlich sollte der heutige Reisetag uns durch das berühmte Death Valley National Park führen – einen der heißesten Orte der Erde. Doch aufgrund der extrem hohen Temperaturen wurde die Route kurzfristig geändert. Gerade im Sommer steigen die Temperaturen im Death Valley häufig auf weit über 50 Grad Celsius. Der tiefste Punkt des Parks, das Badwater Basin, liegt sogar 86 Meter unter dem Meeresspiegel und gilt als einer der heißesten jemals gemessenen Orte weltweit. Aus Sicherheitsgründen entschieden wir uns daher für eine alternative Strecke. Stattdessen führte uns die Reise in den beeindruckenden Valley of Fire State Park. Schon bei der Einfahrt wurde klar, warum dieser Park seinen Namen trägt. Die gewaltigen roten Sandsteinformationen leuchteten in intensiven Rot- und Orangetönen, als würden die Felsen selbst brennen. Das Valley of Fire ist der älteste und größte State Park Nevadas und bekannt für seine bizarren Gesteinsformen, versteckten Schluchten und jahrtausendealten Felszeichnungen der Ureinwohner. Auch hier erwarteten uns huschelige 39 Grad. Während mehrerer Fotostopps konnten wir die außergewöhnliche Landschaft aus nächster Nähe erleben. Wind und Erosion haben hier über Millionen Jahre faszinierende Formen geschaffen – manche Felsen erinnerten an Wellen, andere an versteinerte Tiere oder riesige Feuerflammen. Besonders beeindruckend war die völlige Ruhe dieser Wüstenlandschaft, die nur vom warmen Wind begleitet wurde. Nach diesem Naturerlebnis ging es zurück Richtung Las Vegas, wo natürlich ein Halt am legendären Welcome to Fabulous Las Vegas Sign nicht fehlen durfte. Das berühmte Schild begrüßt seit 1959 Besucher der Glücksspielmetropole und zählt heute zu den bekanntesten Fotomotiven der Stadt. Natürlich nutzten auch wir die Gelegenheit für Erinnerungsfotos vor dem weltberühmten Neonzeichen. Nur wenige Minuten entfernt machten wir außerdem einen kurzen Stopp an einer typischen Little White Wedding Chapel. Las Vegas ist weltweit berühmt für seine spontanen Hochzeiten, und viele Prominente haben sich hier bereits das Jawort gegeben. Unser Guide erzählte einige unterhaltsame Geschichten über Blitzhochzeiten, Elvis-Trauungen und die verrückte Hochzeitskultur der Stadt, die Las Vegas zusätzlich seinen legendären Ruf eingebracht hat.
Anschließend ließen wir die glitzernde Welt von Las Vegas hinter uns und fuhren weiter Richtung Kalifornien. Die Landschaft wechselte erneut: Von der trockenen Wüste führte die Strecke langsam in fruchtbarere Regionen mit weiten Feldern und Obstplantagen. Nach einem langen, aber abwechslungsreichen Reisetag erreichten wir schließlich Bakersfield.
Die Stadt liegt im fruchtbaren San Joaquin Valley und ist bekannt als Zentrum der kalifornischen Landwirtschaft sowie für ihren besonderen Musikstil, den berühmten „Bakersfield Sound“ der Countrymusik. Nach den intensiven Eindrücken des Tages freuten wir uns auf einen entspannten Abend in unserer Unterkunft. Auch wenn der Besuch des Death Valley temperaturbedingt nicht möglich war, bot dieser Tag dennoch unvergessliche Erlebnisse: die spektakulären roten Felsen des Valley of Fire, die berühmten Wahrzeichen von Las Vegas und die abwechslungsreiche Fahrt durch die Landschaften des amerikanischen Südwestens bis nach Bakersfield. Bei einem deftigen Abendessen im nahe gelegenem Hungry Hunters lassen wir den Tag gemeinsam Revue passieren.
Yosemite Nationaplark
Nach den heißen Wüstenlandschaften der vergangenen Reisetage erreichten wir heute eine völlig andere Welt – den beeindruckenden Yosemite National Park in der majestätischen Sierra Nevada. Schon bei der Einfahrt in den Nationalpark wurde klar, warum Yosemite zu den berühmtesten Naturparadiesen der Welt gehört. Gewaltige Granitfelsen, dichte Wälder, tosende Wasserfälle und glasklare Flüsse prägen diese einzigartige Landschaft. Der Yosemite Nationalpark wurde bereits 1890 gegründet und zählt heute zum UNESCO-Weltnaturerbe. Viele der spektakulären Täler und Felsformationen entstanden während der letzten Eiszeiten, als riesige Gletscher die Landschaft formten. Jedes Jahr besuchen Millionen Menschen aus aller Welt diesen besonderen Ort, um die unberührte Natur und die gewaltigen Dimensionen des Parks zu erleben.
Während unserer Fahrt durch das Yosemite Valley legten wir immer wieder kleine Fotostopps ein. Hinter jeder Kurve eröffneten sich neue beeindruckende Ausblicke auf steile Granitwände, grüne Wiesen und rauschende Wasserfälle. Besonders faszinierend war die friedliche Atmosphäre des Parks – trotz seiner Größe wirkt Yosemite an vielen Stellen fast unberührt.
Zur Mittagszeit machten wir ein entspanntes Picknick direkt an einem Fluss im Tal. Unter schattigen Bäumen genossen wir unser Mittagessen mit Blick auf das klare Gebirgswasser und die umliegenden Berge.Gerade diese ruhigen Momente mitten in der Natur machten den besonderen Charme des Yosemite Nationalparks aus. Frisch gestärkt ging die Fahrt weiter zu einem der berühmtesten Aussichtspunkte des Parks – dem Tunnel View. Sobald wir den Tunnel verlassen hatten, bot sich ein spektakulärer Panoramablick über das gesamte Yosemite Valley. Vor uns lagen die gewaltigen Felsformationen, dichte Wälder und Wasserfälle wie auf einer riesigen Naturpostkarte. Besonders beeindruckend war die Weite des Tals, eingerahmt von steilen Granitwänden und grünen Hängen. Ein weiterer Höhepunkt war der Fotostopp am berühmten El Capitan. Der gigantische Granitmonolith ragt fast 1.000 Meter senkrecht in die Höhe und zählt zu den bekanntesten Kletterbergen der Welt. Unser Guide erzählte, dass Profi-Kletterer oft mehrere Tage benötigen, um die steilen Felswände zu erklimmen. Vom Talboden aus wirkte El Capitan beinahe unwirklich groß und beeindruckte jeden Besucher durch seine schiere Größe. Nicht weit entfernt besuchten wir den romantischen Bridalveil Fall, auf Deutsch auch Brautschleier-Wasserfall genannt. Der Wasserfall stürzt aus über 180 Metern Höhe in die Tiefe und erhielt seinen Namen, weil das Wasser im Wind wie ein wehender Schleier aussieht. Durch die feinen Wassertröpfchen entstand in der Sonne sogar ein kleiner Regenbogen – ein perfektes Fotomotiv. Zum Abschluss des Tages begegneten wir noch einem weiteren Naturwunder des Parks: den riesigen Mammutbäumen der Sierra Nevada. Diese gewaltigen Bäume gehören zu den größten und ältesten Lebewesen der Erde. Einige Exemplare sind über 2.000 Jahre alt und besitzen einen Stammdurchmesser von mehreren Metern. Zwischen diesen gigantischen Baumriesen zu stehen, vermittelte ein Gefühl von Ehrfurcht und machte deutlich, wie klein der Mensch gegenüber der Natur eigentlich ist.
Den Abend verbringen wir im Hotel und verwerten die Reste unseren kleinen Mittagspicknick. Bei einen Gläschen Wein und anderen Köstlichkeiten geht der schöne Tag nun zu Ende.
Sausalito – Fährfahrt nach San Fransico – Golden Gate Bridge
Nach den eindrucksvollen Tagen im Yosemite Nationalpark führte unsere Reise weiter zurück an die Küste nach Kalifornien – genauer gesagt in die Region der legendären San Francisco. Schon die Fahrt in Richtung der Bucht war ein Erlebnis: Die Landschaft wechselte von sanften Hügeln und Pinienwäldern zu einem weiten Blick auf das glitzernde Wasser der San Francisco Bay. Unser erster Halt war das charmante Küstenstädtchen Sausalito. Direkt gegenüber von San Francisco gelegen, wirkt der Ort wie ein kleines mediterranes Dorf mit bunten Häusern, kleinen Galerien und gemütlichen Cafés am Wasser. Bei einer kurzen Pause schlenderten wir entlang der Uferpromenade und genossen den Blick auf die Skyline von San Francisco in der Ferne. Besonders schön war die ruhige Atmosphäre, die im starken Kontrast zur lebhaften Großstadt auf der anderen Seite der Bucht steht. Von Sausalito aus ging es weiter zur berühmten Fährfahrt über die Bucht von San Francisco. Während das Boot langsam durch das Wasser glitt, bot sich ein fantastischer Blick auf die Golden Gate Bridge, die in der Ferne im typischen Nebel verschwand. Die Skyline der Stadt wurde immer größer, bis wir schließlich im Hafen von San Francisco anlegten – eine Ankunft, die fast filmreif wirkte. Direkt nach der Ankunft führte unser Weg zum berühmten Fisherman’s Wharf. Dieses lebendige Hafenviertel zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zwischen Fischrestaurants, Souvenirshops und Straßenkünstlern herrschte reges Treiben. Besonders berühmt sind die Seelöwen am Pier 39, die sich lautstark auf den Holzplattformen sonnen und Besucher aus aller Welt anziehen. Der Duft von frischem Seafood lag in der Luft und unterstrich das maritime Flair des Viertels. Anschließend wartete ein weiteres Highlight: eine Fahrt mit der legendären San Francisco Cable Car. Die historischen Straßenbahnen gehören zu den letzten manuell betriebenen Cable Cars der Welt und sind ein Wahrzeichen der Stadt. Während wir uns steile Straßen hinauf- und hinunterbewegten, bot sich immer wieder ein spektakulärer Blick auf die Bucht, die viktorianischen Häuser und die steilen Hügel der Stadt. Die Fahrt fühlte sich an wie eine kleine Zeitreise in das San Francisco des 19. Jahrhunderts. Unser Ziel war die berühmte Lombard Street, die als „krummste Straße der Welt“ bekannt ist. Schon aus der Ferne sah man die charakteristischen acht engen Serpentinen, die sich steil den Hügel hinunterwinden. Nach der Cable-Car-Fahrt legten wir den letzten Abschnitt zu Fuß zurück und konnten die Straße aus verschiedenen Perspektiven bestaunen. Gepflegte Blumenbeete, bunte Häuser und der Blick über die Stadt machten diesen Ort zu einem der fotogensten Punkte San Franciscos. Beim Spaziergang hinunter entlang der Lombard Street wurde die außergewöhnliche Topografie der Stadt besonders deutlich. Die steilen Straßen, die viktorianischen Häuser und die beeindruckenden Ausblicke auf die Bucht zeigten, wie einzigartig San Francisco ist. Unten angekommen, bot sich noch einmal ein letzter Blick zurück auf die geschwungene Straße, bevor wir unseren Weg durch die Stadt fortsetzten. Im Hotel angekommen zieht heute Abend jeder seiner Wege, denn es gibt zu viele Möglichkeiten um einen schönen Abend in San Fransisco zu verbringen.
Stadtrundfahrt in San Fransisco
Ein neuer Tag in San Francisco steht uns bevor. Die Stadt strahlt bei blauem Himmel und zeigt sich von Ihrer Besten Seite. Kein Nebel, klare Sicht und angenehme Temperaturen sorgten für perfekte Bedingungen für eine ausführliche Stadtrundfahrt durch eine der schönsten Städte der USA. Der erste große Stopp führte uns zu den berühmten Twin Peaks. Von diesen beiden Hügeln aus eröffnet sich einer der spektakulärsten Rundumblicke über die gesamte Stadt. Unter uns lag San Francisco wie ein riesiges Schachbrett aus Straßen, viktorianischen Häusern und modernen Hochhäusern, eingerahmt von der glitzernden Bucht. Besonders beeindruckend war die klare Sicht an diesem Tag, die den Blick bis zur Golden Gate Bridge und weit darüber hinaus ermöglichte. Weiter ging es zu einem der bekanntesten Fotomotive der Stadt – den sogenannten Painted Ladies. Die farbenfrohen viktorianischen Häuser am Alamo Square gehören zu den meistfotografierten Motiven der USA. Mit dem grünen Park im Vordergrund und der modernen Skyline im Hintergrund entsteht hier ein einzigartiger Kontrast zwischen historischer Architektur und moderner Großstadt. Anschließend führte unsere Route zur wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit der Westküste: der ikonischen Golden Gate Bridge. Schon aus der Ferne war die leuchtend orangefarbene Hängebrücke im klaren Sonnenlicht perfekt zu erkennen – ein Anblick, der selbst erfahrene Reisende immer wieder beeindruckt. Ein besonderes Highlight war der Spaziergang über die Brücke. Schritt für Schritt bewegten wir uns über eines der bekanntesten Bauwerke der Welt, während unter uns die Schiffe durch die Meerenge zwischen Pazifik und San Francisco Bay fuhren. Die Dimensionen der Brücke wurden dabei besonders deutlich: 2,7 Kilometer lang, mit gigantischen Pfeilern, die sich hoch in den Himmel strecken. Der leichte Wind und die Weite des Ozeans sorgten für ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. Nach dem Spaziergang über die Golden Gate Bridge ging es weiter zum Aussichtspunkt Vista Point auf der Nordseite der Brücke. Von hier aus bot sich ein perfekter Postkartenblick auf die gesamte Golden Gate Bridge mit der Skyline von San Francisco im Hintergrund. Das klare Wetter ließ die Farben besonders intensiv wirken: das kräftige Orange der Brücke, das tiefe Blau des Wassers und die grünen Hügel der Umgebung. Viele Besucher blieben lange an diesem Punkt stehen, um die Szenerie auf sich wirken zu lassen oder das perfekte Erinnerungsfoto zu machen. Besonders beeindruckend war, wie sich die Brücke elegant über die Meerenge spannte und gleichzeitig als Verbindung zwischen Stadt, Natur und Ozean wirkte.
Heute mussten wir uns von unserer Busfahrerin Stephanie verabschieden, da es für Sie wieder in Ihre Wahlheimat ging. An dieser Stelle Vielen Dank Stephanie.
Freizeit oder Ausflug nach Alcatraz
Der letzte volle Reisetag in San Francisco begann mit einem besonderen Ausflug hinaus in die Bucht – zur legendären Alcatraz Island. Schon die Fährfahrt vom Pier aus war ein Erlebnis für sich: Während das Boot langsam über das Wasser glitt, öffnete sich ein weiter Blick auf die Skyline der Stadt, die Golden Gate Bridge und die felsige Insel, die einst als eines der berüchtigtsten Gefängnisse der USA galt. Alcatraz, oft auch „The Rock“ genannt, diente von 1934 bis 1963 als Hochsicherheitsgefängnis. Berühmte Insassen wie Al Capone waren hier inhaftiert. Aufgrund der starken Strömungen und des kalten Wassers galt eine Flucht als nahezu unmöglich. Schon die Annäherung mit der Fähre ließ erahnen, warum dieser Ort so gefürchtet und zugleich faszinierend war. Nach der Ankunft auf der Insel erhielten wir die deutschen Audioguides für die Führung durch das ehemalige Gefängnis. Besonders eindrucksvoll war die Kombination aus Originalaufnahmen, Stimmen ehemaliger Wärter und Gefangener sowie den realen Schauplätzen in den Zellenblöcken. Man konnte durch die engen Gänge gehen, in die kleinen Zellen schauen und sich vorstellen, wie streng und isoliert das Leben hier gewesen sein muss. Der berühmte Zellenblock mit seinen langen Reihen identischer Türen vermittelte eine beklemmende, aber äußerst spannende Atmosphäre. Auch der Blick von der Insel zurück auf San Francisco war beeindruckend. Trotz der historischen Schwere des Ortes lag die Stadt nur wenige Kilometer entfernt und wirkte gleichzeitig nah und unerreichbar. Nach der Rückfahrt mit der Fähre blieb noch Zeit für individuelle Erkundungen in San Francisco. Viele nutzten die Gelegenheit für einen Spaziergang entlang der Uferpromenade, letzte Souvenireinkäufe oder einen Kaffee in einem der zahlreichen Cafés. Die entspannte Stimmung stand in starkem Kontrast zum Vormittag auf Alcatraz und bot einen ruhigen Abschluss der Reisezeit in der Stadt. Am Abend wartete dann ein besonderes Highlight: unser Abschiedsessen. Doch schon die Anfahrt wurde zu einem modernen Erlebnis, denn wir nutzten die selbstfahrenden Taxis von Waymo. Die autonom fahrenden Fahrzeuge glitten nahezu lautlos durch die Straßen der Stadt und sorgten bei vielen für Staunen. Ohne Fahrer am Steuer zu sitzen und dennoch sicher durch den dichten Verkehr zu navigieren, fühlte sich wie ein Blick in die Zukunft der Mobilität an. Beim Abschiedsessen ließ die Gruppe die vergangenen Tage Revue passieren: von den Nationalparks im Westen über die Wüstenlandschaften, die ikonischen Städte bis hin zu den beeindruckenden Naturwundern Kaliforniens. Die Mischung aus Abenteuer, Natur, Geschichte und moderner Technologie machte diese Reise zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.Als die Lichter von San Francisco am Abend langsam aufleuchteten, wurde deutlich, dass diese Reise nicht nur eine Route durch den Westen der USA war, sondern eine Sammlung unvergesslicher Momente – gekrönt von der mystischen Insel Alcatraz und einer futuristischen Fahrt im Waymo durch die nächtliche Stadt.
Rückflug nach Deutschland
Der letzte Morgen in San Francisco begann ruhig und ein wenig nachdenklich. Beim gemeinsamen Frühstück im Hotel lag eine besondere Stimmung in der Luft – einerseits Vorfreude auf die Heimreise, andererseits das Gefühl, dass eine außergewöhnliche Reise nun zu Ende ging. Noch einmal wurden Kaffee, frische Früchte, Pancakes und kleine amerikanische Frühstücksklassiker genossen, während draußen die Stadt langsam erwachte. Nach dem Frühstück begann das Kofferpacken. Was zu Beginn der Reise noch leer erschien, war nun gefüllt mit Souvenirs, Fotos und Erinnerungen an unzählige Eindrücke: Nationalparks, Wüsten, Küstenstädte und pulsierende Metropolen. Jeder Handgriff beim Packen erinnerte an einen besonderen Moment – der Blick über den Grand Canyon, die Fahrt durch das Monument Valley, die Lichter von Las Vegas oder der Spaziergang über die Golden Gate Bridge. In der Lobby traf sich die Gruppe ein letztes Mal vollständig. Ein besonderer Moment war die Verabschiedung von unserem Reiseleiter Stephan. Über viele Tage hinweg hatte er uns durch den Westen der USA begleitet, Geschichten erzählt, Orte erklärt und dafür gesorgt, dass aus einer Reisegruppe eine Gemeinschaft wurde. Kurz darauf ging es mit dem Bus in Richtung Flughafen von San Francisco. Während der Fahrt zogen die letzten Eindrücke der Reise noch einmal an uns vorbei: die Hügel der Stadt, die Bucht im Morgenlicht und die ikonische Skyline, die langsam kleiner wurde. Am Flughafen angekommen, hieß es schließlich endgültig Abschied nehmen von einem Land voller Kontraste und unvergesslicher Erlebnisse.
Da unser Flug Verspätung hatte konnten wir die Reise noch ein wenig länge Revue passieren lassen.
Ankunft in Deutschland
Nach dem langen Flug aus den USA erreichten wir schließlich den Flughafen Frankfurt. Schon beim Landeanflug wurde vielen in der Gruppe bewusst, dass eine außergewöhnliche Reise nun endgültig ihrem Ende entgegen ging. Nach der Landung kam dann der Moment, der unausweichlich war: Time to Say goodbye, liebe Eberhardt Reisegruppe. Nach vielen gemeinsamen Tagen voller Erlebnisse, Eindrücke und neuer Bekanntschaften fiel der Abschied spürbar schwer. Aus Mitreisenden waren unterwegs vertraute Gesichter geworden, die nun wieder in verschiedene Richtungen aufbrachen.
Liebe Reisegruppe,
es war mir eine ganz große Freude mit euch den Westen der USA erkunden zu dürfen.
Ihr wart eine ganz dufte Gruppe und die Zeit verging wie im Flug. Der Koffer voller Erinnerungen ist reichlich und die schönen Momente werden bestimmt noch eine ganze Weile in unseren Köpfen anhalten.
In diesem Sinne,rechten Daumen nach oben :)
Eure Reisebegleiterin
Anne
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