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Reisebericht: Rundreise Vietnam exklusiv und einmalig - Erholung mit Kultur

11.11. – 24.11.2018, 14 Tage hochwertige Rundreise mit maximal 12 Gästen von Nord nach Süd mit Übernachtung in ausgewählten Hotels mit Hanoi - Ha Long Bucht - Hue - Hoi An - Saigon - Mekongdelta

Vietnam - ein wohlklingender Name für ein weltpolitisch kleines, aber an Fleiß und Zuversicht überaus großes Land am Südchinesischen Meer.Der menschliche Verstand assoziiert unweigerlich Namen mit Bildern und Ereignissen, was bei diesem Reiseziel zwangsläufig in der Vorstellung von Bauern mit Kegelhüten und Wasserbüffeln, postkommunistischem Einheitsdenken und den Gräuel des Vietnamkrieges gipfelte. All das ist in unseren Köpfen mit dem beinahe 98 Millionen Einwohner zählenden Land verbunden. In den nächsten beiden Wochen sollten wir bei unserer Reise von Nord nach Süd die Vielfalt und den kulturellen und emotionalen Reichtum dieses wunderschönen Landes kennenlernen.

Sonntag, 11.11.2018 Anreise über Singapur nach Hanoi


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Für die meisten Gäste unserer kleinen exklusiven Reisegruppe begann der Anreisetag schon sehr zeitig am Morgen. Von Berlin und Dresden aus ging es mit dem ersten Flieger nach Frankfurt, wo wir die Gruppe komplettierten und gemeinsam um die Mittagszeit zu einem zwölfstündigen Flug nach Singapur abhoben. Der gewohnt gute Service von Singapore Airlines erleichterte die Anreise erheblich, auch wenn er die lange Flugzeit nicht wettmachen konnte. Pünktlich in der Früh landeten wir am darauffolgenden Tag am Singapore Changi Airport, um nach einer kurzen Wartezeit unseren Flieger nach Hanoi zu besteigen. In knapp dreieinhalb Stunden brachte uns dieser in die Hauptstadt Vietnams und damit zum Ausgangspunkt unserer Rundreise durch dieses landschaftlich beeindruckende, aber technologisch noch sehr gespaltene Land.

Montag, 12.11.2018 Ankunft in Hanoi


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Wir passierten ohne Probleme die Sicherheitskontrollen und wurden nach dem Gepäckempfang von unserem liebenswerten und immer freundlichen Reiseleiter Ot empfangen. Auf unserer Fahrt zum Hotel im Zentrum Hanois überquerten wir den Roten Fluss über die Chuong Duong Brücke und bestaunten den immer dichter werdenden Verkehr, der bereits vor den Toren Hanois in ein chaotisches Durcheinander mündete. Entgegen der Theorie, dass dadurch eigentlich das Verkehrsgeschehen zum Erliegen kommen müsste, passierte absolut nichts dergleichen. Der stetige Fluss an Menschen und Material schob sich unaufhaltsam voran. Für uns von Verkehrsleitsystemen geprägten Europäer undenkbar! Nach einem kurzen Stopp zum ersten Geldtausch (wir wurden per Unterschrift zu Millionären, allerdings nur zu Dong-Millionären) erreichten wir unser 5-Sterne Hotel nahe dem Hanoier Opernhaus, wo wir unsere Zimmer bezogen und uns eine kurze Auszeit gönnten. Dies war nach der langen Zeit im Flieger auch nötig, denn wenig später ging es schon mit den ersten Erkundungen in der 7,5 Millionen Einwohner zählenden Metropole weiter. Mit der Rikscha fuhren wir entlang des Hoan-Kiem-Sees in die Altstadt von Hanoi, wo wir in den engen Gassen des ehemals französischen Viertels das geschäftige Treiben und die unendlich scheinenden Moped-Karawanen aus nächster Nähe erleben konnten. Unsere europäischen Nasen wurden dabei großen Herausforderungen unterworfen, waren wir doch mit der Vielzahl der unterschiedlichen Gerüche aus hunderten Garküchen, Gewürzläden und einer „atmenden", Geruchs-Patina absondernden Bausubstanz überfordert. Obwohl sich aus unserer Sicht die Rikschafahrer dauerhaft auf Kollisionskurs befanden, wurden wir alle wohlbehalten und um einige Erfahrungen reicher nach einer guten Stunde am Eingang des Jadeberg-Tempels abgesetzt. Über die oft fotografierte „The Huc"-Brücke erreichten wir das Heiligtum im Hoan-Kiem-See, welches neben zahlreichen anderen Artefakten auch den präparierten Torso einer 250 Kilogramm schweren und 2,10 Meter langen Schildkröte beherbergt, die Ende der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts aus dem See geborgen wurde. Der Legende nach spielten eine Schildkröte und ein Schwert eine entscheidende Rolle bei der Namensgebung des berühmtesten Hanoier Sees. Im Anschluss an unsere Besichtigung spazierten wir durch die Straßen des Altstadtviertels zu unserem Restaurant für das Abendessen, welches uns mit vegetarischen Speisen sowie kreativen und gesunden alkoholfreien Cocktails an ein anderes Essverständnis heranführte. Auch wenn nicht alles unserem europäischen Gaumen auf Anhieb mundete, war es doch ein guter Einstieg in die vielfältige vietnamesische Küche. Anschließend machten wir einen kurzen Spaziergang zurück zum Hotel, bevor sich alle zur wohlverdienten Nachtruhe begaben.

Dienstag, 13.11.2018 Stadtrundfahrt in Hanoi


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Nach einem erholsamen Schlaf und einem ausgezeichneten Frühstück erkundeten wir heute die weiteren Sehenswürdigkeiten der vietnamesischen Hauptstadt. Erstes Ziel am heutigen Tag war das Ho-Chi-Minh-Mausoleum, gewidmet dem ehemaligen Präsidenten, Revolutionär und Gründer der kommunistischen Partei Vietnams. Der einbalsamierte Leichnam des immer noch populären und hochangesehenen Politikers kann seit dem Jahre 1975 in dem gleichnamigen Mausoleum besichtigt werden. Lange Schlangen und strenge Kontrollen zeugen von der ungebrochenen Bedeutung Ho-Chi-Minhs, sowohl für Besucher als auch für Vietnamesen. Beim anschließenden Rundgang über das benachbarte Gelände sahen wir den Präsidentenpalast, das ehemalige Wohnhaus Ho-Chi-Minhs sowie das Sommerhaus und die Bunkeranlage. Anschließend wandten wir unsere Schritte in Richtung der unweit gelegenen Ein-Säulen-Pagode, einem buddhistischen Tempel aus dem 11. Jahrhundert und einem Wahrzeichen der Stadt. Ihrer ungewöhnlichen Bauweise auf „einem" Pfahl verdankt sie ihre Bedeutung weit über die Grenzen Hanois hinaus. Nach den obligatorischen Fotos und diversen Postkartenkäufen setzten wir unsere Besichtigungstour am Literaturtempel „Van Mieu" fort. Die konfuzianische Anlage war die erste Akademie bzw. Hochschule des Landes und wurde im Jahre 1070 erbaut. Sie ist die bedeutendste ihrer Art in Vietnam und verzeichnet alljährlich Millionen Besucher aus dem In- und Ausland. Ein Muss für jeden Hanoi-Besucher. Im Anschluss besichtigten wir das Ethnologische Museum. Unser Reiseleiter Ot gab uns Erklärungen zu den einzelnen Völkern in Vietnam, ihren Besonderheiten und ihrer Kultur. Im angrenzenden Restaurant nahmen wir ein kleines Mittagessen zu uns, bevor wir mit dem Bus quer durch die Stadt zu einem Wasserpuppentheater am Hoan-Kiem-See fuhren, um uns hier eine Vorstellung dieser kulturellen Besonderheit anzuschauen. Derartige Theater gibt es nur in Vietnam, sie zeigen Szenen aus dem Alltag der Bauern bzw. geben Sagen und Legenden wieder. Die Aufführungen werden musikalisch immer von einem kleinen Orchester umrahmt, dabei sind die Klänge für europäische Ohren gewöhnungsbedürftig. Eine Erfahrung waren sie aber allemal wert. Die anschließende Freizeit konnte man individuell in der Stadt nutzen, bevor wir ein ausgezeichnetes und sehr schmackhaftes 7-Gänge-Menü hoch über den Dächern Hanois mit herrlichem Blick auf die Altstadt genießen durften. Unser Rückweg zum Hotel führte uns an den immer noch geöffneten kleinen Läden, Garküchen und Straßenrestaurants vorbei und ließ uns den Puls dieser quirligen und dauerhaft geschäftigen Stadt spüren. Bei einem Gläschen Reisschnaps ließen wir den Tag noch einmal Revue passieren, bevor wir uns zur Ruhe begaben.

Mittwoch, 14.11.2018 Hanoi – Halong-Bucht


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Der heutige Tag versprach ein paar aufregende Highlights. Neben einem Rundflug mit einem Wasserflugzeug stand eine Dschunkenfahrt in der Halong-Bucht auf unserem Programm. Alle freuten sich schon darauf und wir hofften inständig, dass uns das Wetter keinen Strich durch die Rechnung machte. Wir verließen am Morgen Hanoi und fuhren über die neue Schnellstraße in Richtung Halong. Diese erst kürzlich fertiggestellte Straße ist mautpflichtig, reduzierte aber die Fahrzeit um ein Drittel gegenüber der normalen Landstraße. Unterwegs stoppten wir an einer Perlenzuchtstation und erfuhren mancherlei Wissenswertes über die Herstellung und unterschiedlichen Qualitäten der hier produzierten Zuchtperlen. Gegen Mittag erreichten wir den Hafen von Halong, wo wir schon im Service Center von Hai Au Aviation erwartet wurden. Da das Wetter gut war, stand unserem Flug mit dem Wasserflugzeug nichts mehr im Wege. In einer zwölfsitzigen Maschine erkundeten wir das UNESCO-Weltnaturerbe Halong-Bay aus der Luft. Ein beeindruckendes Erlebnis, die mehr als 1900 Karstfelsen von oben anzusehen. Eingebettet in smaragdgrünes Wasser verteilten sie sich auf einer Fläche von 1500 Quadratkilometern. Natürlich sahen wir davon nur einen kleinen Teil, nichtsdestotrotz genossen wir den grandiosen Anblick der unter uns liegenden Inselgruppen. Leider geht auch so ein Flug mal zu Ende und wir wasserten nach dreißig Minuten wieder im Hafenbecken. Nach einem abschließenden Foto vor der Maschine legten wir den kurzen Weg zu unserer Dschunke, Domizil für die nächsten 22 Stunden, zurück. Wir wurden von unserem freundlichen und immer lustigen Cruise-Manager "Sunny" begrüßt und an Bord begleitet. Die exklusiv für uns zur Verfügung stehende Dschunke verfügte über fünf komfortable Kabinen und sollte uns auch als Unterkunft für die nächste Übernachtung dienen. Nachdem die Kabinen bezogen und die Koffer an Bord waren, legten wir ab und verließen den Hafen von Halong. Mit uns setzten sich noch viele große und kleine Boote in Bewegung, um die faszinierende Wasserlandschaft der wohl einzigartigen Halong-Bucht zu genießen. Ein erstes schmackhaftes Mittagessen stärkte uns für die kommenden Erkundungen. Wir besuchten die Floating Villages der hier immer noch ansässigen Fischer, erfuhren mehr zu ihren schwierigen Lebensbedingungen und warum ein Umsiedeln bisher wenig Erfolg gezeigt hatte. Beim anschließenden Besuch der Thien Ong-Höhle erklärte uns unser Reiseleiter Sunny die geologischen Besonderheiten und die Entstehungsgründe der teilweise bizarren Felsformationen. Zurück auf dem Schiff ließen es sich einige von uns nicht nehmen, noch einen kühnen Sprung ins Wasser zu wagen und ein paar Meter in der Halong-Bucht zu schwimmen. Immerhin hat man nicht jeden Tag Gelegenheit, im Weltnaturerbe herum zu planschen. Derartig erfrischt, begann im Anschluss eine kleine Kochschule auf dem Mitteldeck, wo wir von unserem lustigen "Master-Chef" Sunny die richtige Herstellung der vietnamesischen Frühlingsrolle sowie von essbarer Tischdeko erlernten. Happy Hour und die tolle Mitmach-Stimmung ließen das Ganze zu einem vollen Erfolg werden. Das anschließende Abendessen, inklusive der von uns selbst hergestellten Frühlingsrollen, war ein delikates und sehr schmackhaftes Erlebnis in einer einzigartigen Atmosphäre an Bord unserer Dschunke. An diesem Abend wurde noch viel gelacht und erzählt, Entertainer Sunny zeigte uns kleine Kunststücke und alle genossen den Aufenthalt an diesem Ort. Selbst der später einsetzende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch, wir hatten ja ein Dach über dem Kopf und viele schöne Erlebnisse im Gepäck. Nach einer obligatorischen Runde Reisschnaps als Schlummertrunk begaben wir uns in unsere Kabinen und freuten uns auf den nächsten Tag.

Donnerstag, 15.11.2018 Traumhaftes Halong - Hoi An


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Bereits um 06:00 Uhr in der Früh waren die ersten Kurzschläfer von uns auf den Beinen, um nach einem möglichst spektakulären Sonnenaufgang Ausschau zu halten. Leider war der Himmel bewölkt, so dass wir dieses Schauspiel nicht zu Gesicht bekamen. Stattdessen nahmen einige von uns an einem kleinen Tai-Chi-Kurs auf dem Oberdeck teil, wobei die relativ unelastischen europäischen Muskeln und Sehnen recht oft unbekannte Bewegungen ausführen mussten. Obwohl man dabei schnell ins Schwitzen kam, war das Gefühl der inneren Ruhe und Harmonie sowie der herrschenden Stille um uns herum sehr angenehm. Nach getaner Ertüchtigung genehmigten wir uns einen ersten Kaffee und genossen die Aussicht auf die still vor uns liegende Wasserfläche der Halong-Bucht. Ein Augenblick zum Verweilen und innehalten. Ein Moment, wo viele kleine Alltagssorgen in den Hintergrund traten und man die Gedanken friedlich schweifen lassen konnte. Leider kann man solche Momente nicht dauerhaft konservieren, so dass wir anschließend zum Tagesprogramm übergingen. Die nahende Ausschiffung vor Augen, packten wir zuerst unsere Koffer, um im Anschluss daran noch genügend Zeit zum Relaxen und Entspannen auf dem Oberdeck zu finden. Ein sehr leckerer Brunch mit warmen und kalten Gerichten beschloss unseren Aufenthalt an Bord der Dschunke, bevor wir am späten Vormittag wieder in den Hafen von Halong einliefen. Mit etwas Wehmut verließen wir hier das Schiff, denn die kleine Minikreuzfahrt hatte den meisten so viel Spaß bereitet, dass alle gern um ein oder zwei Nächte verlängert hätten. Aber das ließ natürlich unser Programmablauf nicht zu, hieß es doch am heutigen Tag den Norden Vietnams zu verlassen. Unser Reiseleiter Ot erwartete uns schon am Kai und nach einem kurzen Umstieg von der Dschunke in den Bus hieß es endgültig Abschied nehmen. Wir erreichten wenig später die Landstraße in Richtung Hanoi und durchquerten auf unserem Weg zurück ins Landesinnere kleine Dörfer, in den viele Bauern noch körperlich schwere Feldarbeit verrichten mussten. Hin und wieder bekamen wir auch einen Wasserbüffel oder einen Traktor zu Gesicht, wobei letzterer eindeutig ein Sonderexemplar war. An einem kleinen Obststand verkosteten wir Babyananas mit Chili und Salz, was für unsere Gaumen eine eher ungewohnte Kombination darstellte. Die Ananas sollte dadurch bekömmlicher sein, wie uns Ot nachhaltig versicherte. Etliche Kilometer weiter konnte man bei einer weiteren Pause noch das eine oder andere Andenken in Form von kunsthandwerklichen Produkten erwerben, bevor wir am frühen Nachmittag am Flughafen Hanoi Noir Bai ankamen. Und ein weiteres Mal hieß es an diesem Tag Abschied nehmen, nun von unserem lieben Reiseleiter Ot, unserem Busfahrer und von Nord-Vietnam. Das zweite Teilstück unserer Reise führte uns nach Zentralvietnam, ins 800 Kilometer entfernte Danang. Mit einer Maschine von Vietnam Airlines legten wir diese Strecke in etwas mehr als einer Stunde zurück, so dass wir um 18.00 Uhr am Flughafen Danang landeten. Unser Reiseleiter Herr Ngoc erwartete uns schon am Ausgang des Gates und begrüßte uns in der viertgrößten Stadt Vietnams, die insbesondere für ihre schönen Strände und durch ihre Rolle während des Vietnamkrieges bekannt geworden ist. Unser eigentliches Ziel war aber nicht Danang, sondern das etwa dreißig Kilometer südlich gelegene Städtchen Hoi An. Nach knapp fünfundvierzigminütiger Fahrt erreichten wir unser Hotel Victoria Hoi An Resort, welches direkt am südchinesischen Meer gelegen war und bezogen unsere Zimmer. Die Zimmer entpuppten sich als überaus komfortable Bungalows und lagen nur wenige Meter vom Wasser entfernt, so dass man einen traumhaften Blick auf das Meer genießen konnte. Nach einem leichten Abendessen und einem geselligen Beisammensein an der Ocean-Bar ging damit ein weiterer schöner Tag zu Ende.

Freitag, 16.11.2018 Kochkurs in Hoi An & Besichtigungen


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Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück standen heute Erkundungen in und um Hoi An auf dem Plan. Wir starteten mit einer Aktivität der besonderen Art. Mit dem Fahrrad ging es ins ländlich geprägte Umland von Hoi An. Nach der Sitzanpassung und einem Bremsen-Check fädelten wir uns in den auch hier wieder völlig chaotischen Verkehrsfluss ein, immer darauf achtend, nicht durch Beachtung allgemeiner Verkehrsregeln zum Hindernis zu werden. Denn die erste Verkehrsregel ist; vergiss alle Regeln! Wir folgten unserer einheimischen Reiseleiterin aufs Land, passierten Reisfelder mit Herden von Wasserbüffeln, erfuhren Interessantes zum Ahnenkult und zur Bedeutung der allgegenwärtigen Friedhöfe. Fischzucht, Reisanbau sowie die Nutzungsmöglichkeiten der Wasserkokosnuss waren weitere interessante Themen. Nach etwa drei Kilometern erreichten wir das Dorf Thanh Dong. Hier endete unsere Fahrradtour, wir wechselten jetzt das Beförderungsmittel. Doch zuvor besuchten wir einen Bio-Gemüsegarten, wo uns von den Einheimischen die Produkte und die Anbaumethoden nähergebracht wurden. Wir kosteten grünen Tee und eine regionale süße Klebreisspezialität, bevor wir das Dorf wieder verließen und über eine "Affenhängebrücke" in traditionelle runde Bambusboote stiegen, welche uns den Coco-Fluss entlang zu unserem nächsten Ziel brachten. Nach reichlich zwanzigminütiger Fahrt erreichten wir einen Steg, welcher zu einem idyllisch gelegenen Restaurant gehörte, wo wir nicht nur zu Mittag aßen, sondern gleichzeitig einen Kochkurs absolvierten. Nach einem leckeren Sternfrucht-Begrüßungsdrink wurden wir mit Schürze, Mütze und Handschuhen ausgestattet und um einen großen Tisch gereiht. Wir bereiteten unter fachkundiger Anleitung einen frischen Moringa-Salat und mit Hackfleisch gefüllte Auberginen zu. Es war für alle ein tolles Erlebnis und wir hatten sehr viel Spaß dabei. Beim anschließenden Mittagessen wurden noch weitere fünf Gänge serviert, welche uns beinahe an den Rand der Aufnahmefähigkeit führten. Es schmeckte sehr gut, nur war es mengenmäßig von allem zu viel. Wenn man solche Sätze als Mann schreibt, der selbst gern und viel isst, bekommt die Aussage eine beinahe dramatische Brisanz. Glücklicherweise sind in Vietnam die Kohlenhydrate gegenüber den Gemüsen in der Unterzahl, so dass keine Gefahr bestand, von einer Überdosis Nahrungsmittel bewegungsunfähig zu werden. Wir verließen satt und zufrieden das kleine Freiluftlokal und fuhren mit dem Auto ins Zentrum der alten Handelsstadt Hoi An. Hier stiegen wir aus und begannen einen Rundgang durch die pittoresken, Lampion-geschmückten Gassen der Altstadt. Viele kleine Handwerksläden und Schneidereien säumten unseren Weg, der uns zuerst zu einer Chinesischen Pagode, nämlich zur Versammlungshalle der Chinesen von Fujian, führte. Unser Reiseleiter Ngoc gab ausführliche Erklärungen zur Entstehung und historischen Bedeutung des gut erhaltenen Bauwerks. Anschließend besuchten wir eines der ältesten Häuser von Hoi An, das Handelshaus Tan Ky. Hier bekamen wir einen Einblick in die Aufteilung und Nutzung der Räumlichkeiten sowie dem Wohlstand der damaligen Kaufmannsgilde. Der nachfolgende Weg führte uns am Fluss entlang zur berühmten Japanischen Brücke, welche von Touristenmassen nahezu umschlossen war. Generell war die Stadt an diesem Tag sehr gut besucht, so dass wir uns nur unter großen Mühen durch die wunderschönen Gassen der Altstadt vorwärtsbewegen konnten. Allenthalben hörte man ein babylonisches Sprachgewirr, gehört doch Hoi An bei allen Vietnam-Besuchern zum gesetzten Programmpunkt. Wir ließen uns noch ein Weilchen von den Auslagen der Geschäfte inspirieren, fassten das eine oder andere Erinnerungsstück als Kaufoption auf unsere Einkaufsliste für den nächsten Tag und machten uns dann bei Einbruch der Dunkelheit mit einem Shuttle-Bus auf den Rückweg zu unserem Hotel. Jedoch nicht ohne vorher noch ein paar schöne Fotos von den durch die vielfarbigen Lampions in warmes Licht getauchten Straßen zu machen.

Samstag, 17.11.2018 Freizeit in Hoi An


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Dieser Tag war der Erholung und dem Baden im Meer vorbehalten. Die wunderschöne Hotelanlage bot genügend Annehmlichkeiten, um einen entspannten Tag in und am Hotel verbringen zu können. Wer wollte, genoss ein Bad im Pazifik oder ließ sich im hoteleigenen SPA verwöhnen. Alle Shoppinginteressierten zog es dagegen erneut ins Zentrum von Hoi An, wo noch das eine oder andere Souvenir erworben wurde. Ausgeruht trafen wir uns am späten Nachmittag zu einem besonderen Termin, einem Abendessen auf einem kleinen Holzboot, welches uns den Coco-Fluss hinaufbrachte. Bei einem abwechslungsreichen Dinner sahen wir die Sonne über dem Wasser untergehen und konnten die Fischer beim Auswerfen ihrer Netze beobachten. Bei guten Gesprächen und dem einen oder anderen Glas Wein tuckerten wir gemütlich den Fluss entlang und nahmen die friedfertige Abendstimmung in uns auf. Ein entspannter Tag nahm damit ein ebenso entspanntes Ende.

Sonntag, 18.11.2018: Über den Wolkenpass nach Hue


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Bevor wir heute um die Mittagszeit Hoi An verließen und in Richtung der alten Kaiserstadt Hue starteten, genossen wir noch im morgendlichen Sonnenschein ein wunderbares Frühstück in unserem Hotel. Pünktlich um 12 Uhr wurden wir dann von unserem Bus und unserem Reiseleiter abgeholt, die Koffer wurden verladen und ab ging es nach Danang. Vorbei an den Marmorbergen durchquerten wir die drittgrößte Hafenstadt Vietnams, bestaunten bei unserer Vorbeifahrt die futuristische Drachenbrücke in der Innenstadt und sahen links und rechts der Uferstraße die rege Bautätigkeit der internationalen Hotelketten, die ihre hochpreisigen Unterkünfte in den Himmel wachsen ließen. Touristisch ist Danang eine prosperierende Stadt, nicht zuletzt dank der kilometerlangen Sandstrände, die sich um die ganze Bucht ziehen. Dazu kommt die Lage zu Hoi An und My Son, was zusätzlich internationale Reisegruppen und kulturhistorisch Interessierte anzieht. Über eine steil ansteigende Küstenstraße erreichten wir alsbald den 496 Meter hoch gelegenen Wolkenpass, die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam und gleichzeitig auch die Wetterscheide in dieser Region. Bei einem kurzen Stopp konnte man die alten Bunker aus der französischen Kolonialzeit fotografieren oder einfach nur die Aussicht genießen. Das Wetter ließ jedenfalls einen entsprechenden Blick zu, die Wolken hingen an diesem Tag nicht sehr tief. Danach setzten wir unsere Fahrt nach Hue fort. An einer Lagune in der Nähe des Lang Co-Strandes nahmen wir einen sehr starken Kaffee zu uns, bevor wir die restlichen Kilometer bis zu unserem Hotel, etwas außerhalb Hue's, zurücklegten. Die Hotelanlage war in einen tropischen Garten eingebettet und verfügte über alle Annehmlichkeiten, die unseren zweitägigen Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten sollte. Nachdem wir uns etwas ausgeruht und frisch gemacht hatten, ging es mit dem Bus ins Zentrum von Hue, wo wir ein Abendessen in kaiserlichem Ambiente genießen durften. Bereits bei Ankunft am Restaurant wurde ein kaiserliches Paar bestimmt, welches während des Abendessens die Rolle der ehemaligen Viet-Kaiser einnehmen sollte. Der Rest der Gruppe wurde zu Würdenträgern und Staatsbeamten erklärt, gekleidet in die jeweiligen Kostüme. Als wahrhaft staatsmännischer Aufzug schritten wir hernach zu unserer VIP-Lounge, wo wir bereits von einem Orchester, welches für uns traditionelle Musik vom Kaiserhof spielte, erwartet wurden. Wir genossen in einem standesgemäßen Ambiente ein mehrgängiges Abendmenü und hatten dank unserer Kostümierung sehr viel Spaß an der Essenszeremonie. Nach diversen Fotos und vielen lustigen Einlagen ging es schließlich zurück zu unserem Hotel, wo wir den Abend noch bei einem Glas Wein ausklingen ließen.

Montag, 19.11.2018: Hue - Traum der Kaiser


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Am heutigen Tag wollten wir auf den Spuren der Viet-Kaiser wandeln und uns mit ihrer geschichtlichen Bedeutung auseinandersetzen. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es mit dem Bus ins Stadtzentrum von Hue, genauer gesagt zu einer Anlegestelle am Parfümfluss, von wo aus wir mit einem Drachenboot zu unserer geschichtlichen Rundfahrt starten wollten. Woher der Parfümfluss oder auch Fluss der Wohlgerüche seinen Namen hat, lässt sich heute leider nicht mehr genau belegen. Man nimmt an, dass es Blüten oder wohlriechende Edelhölzer waren, die auf dem Fluss schwammen und ihm seinen Namen gaben. Bedauerlicherweise konnten wir die Namensherkunft nicht nachvollziehen, da wir außer dem üblichen Schiffsverkehr weder Blüten noch Edelhölzer wahrnehmen konnten, von edlen Gerüchen ganz zu schweigen. Wir genossen trotzdem die Fahrt auf dem bunten Drachenboot, wurden zwischendurch zum Kauf von allerlei Souvenirs animiert und erreichten nach gut halbstündiger Fahrt die am Fluss gelegene buddhistische Thien Mu Pagode, die im Jahre 1601 vom Begründer des Nguyen-Adelsgeschlechts errichtet wurde. Heute zählt sie aufgrund ihres siebenstöckigen Turmes als Vietnams höchste Pagode. Nach ausführlichen Erklärungen von unserem Reiseleiter Ngoc und einem Rundgang durch die sich anschließende buddhistische Klosteranlage bestiegen wir wieder unseren Bus, welcher uns zurück ins Zentrum von Hue brachte. Kurz vor der Mittagszeit erreichten wir bei mittlerweile schon recht hohen Temperaturen die ab 1804 erbaute Zitadelle in der ehemaligen Kaiserstadt. Dieses beeindruckende Bauwerk beinhaltet unter anderem einen nach chinesischem Vorbild erbauten Kaiserpalast und war die Residenz der Nguyen-Kaiser, welche von hier aus noch bis ins Jahr 1945 herrschten. Wir betraten die Anlage über das Südtor und besichtigten die zahlreichen Palastanlagen, Tempel, Versammlungshallen und nicht zuletzt die Verbotene Stadt selbst, welche allerdings kaum noch über einen nennenswerten Gebäudebestand verfügt, obwohl allenthalben restauriert und repariert wird. Die gesamte Anlage, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, zeugt trotzdem noch immer vom Einfluss und der Macht der einstmaligen Kaiserdynastie. Nach gut zweistündigem Rundgang verließen wir die Anlage wieder und suchten uns ein kleines Restaurant, wo wir etwas essen und der Mittagshitze entfliehen konnten. Nach diversen Erfrischungen und einem leckeren Nudelgericht beendeten wir unsere Mittagspause und fuhren vom Zentrum von Hue zum sieben Kilometer außerhalb der Stadt gelegen Kaisergrab von Tu Duc, der als vierter Nguyen-Kaiser bis zum Jahre 1883 herrschte. Die Grabanlage gilt als die schönste der sieben Kaisergräber und umfasst eine Fläche von 12 Hektar mit beinahe 50 Gebäuden. Bereits zu seinen Lebzeiten nutzte Tu Duc sie als Sommerpalast und verbrachte hier viel Zeit mit einem ausgesuchten Hofstaat. Die gut erhaltenen Gebäude und die eigentliche Grabstätte zeugen von einer durchdachten, beinahe geometrischen Architektur, angelehnt an die Kaisergräber der chinesischen Ming-Dynastie. Nach der Besichtigung des ausgedehnten Gebäudekomplexes begaben wir uns am späten Nachmittag auf den Rückweg zu unserem Hotel. Unterwegs stoppten wir an einer Manufaktur für Räucherstäbchen und Kegelhüte, wo wir die Herstellung beobachten konnten und interessante Einblicke zu den verwendeten Materialien erhielten. Zurück im Hotel verabschiedeten wir unseren Reiseleiter Ngoc, der uns mit viel Wissenswertem durch einen kleinen, aber sehr wichtigen Teil Zentralvietnams geführt hatte. Den Rest des Abends verbrachten wir mit Baden und Relaxen, hieß es doch morgen schon wieder Abschied nehmen und nach Südvietnam weiterreisen.

Dienstag, 20.11.2018: Flug nach Saigon & Vespa-Tour


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Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht ließen wir den neuen Tag ganz entspannt angehen, ging doch unser Flieger nach Ho-Chi-Minh-City erst um 14:00 Uhr. Da der Weg zum Flughafen auch nicht allzu weit war, hatten wir genügend Zeit, dass ausgezeichnete Frühstück zu genießen und anschließend unsere Koffer zu packen. Der eine oder andere nutzte auch nochmal für eine morgendliche Abkühlung den Hotelpool, bevor wir unsere kurze Busfahrt zum Flughafen von Hue um die Mittagszeit antraten. Nach dem Einchecken hieß es warten bis zum Boarding und nach weiteren 75 Minuten Flugzeit landeten wir wohlbehalten in der größten Stadt Vietnams, in Ho-Chi-Min-City, wie die Stadt offiziell hieß. Gleichwohl ist ihr alter Namen Saigon fast noch gebräuchlicher, auf jeden Fall aber bekannter. Da wir für heute Abend noch eine Stadtrundfahrt der besonderen Art geplant hatten, ging es nach der Ankunft und dem Gepäckempfang gleich in unser 5-Sterne-Hotel im Zentrum der Stadt. Hien, unser lokaler Guide in Saigon, gab uns erste Infos zur Stadt und zum geplanten Ablauf des nächsten Tages. Nach dem Einchecken und Frischmachen im Hotel trafen wir uns alle um 18:00 Uhr wieder in der Lobby, um an einer einzigartigen Tour teilzunehmen. Wir hatten die Saigon-by-Night Vespa Tour gebucht und das ließ vor lauter Aufregung unser aller Herzen höherschlagen. In der von Millionen Mopeds bevölkerten Metropole warteten 9 mutige Vespa-Driver auf ihre noch mutigeren Mitfahrer. Nachdem wir alle mit Helm und Mundschutz ausgerüstet waren, ging es endlich los. „The Ride of your Life", wie der Veranstalter völlig unbescheiden diese Fahrt nannte, führte uns durch diverse Saigoner Stadtteile, in zwei Straßengarküchen sowie in ein Musikcafe und eine Live-Musik-Bar. Es sollte tatsächlich eine unvergessliche Tour werden, auch wenn der Slogan vielleicht etwas zu hoch gegriffen war. Wir wurden immer sicher durch das absolut chaotische Saigoner Verkehrsgeschehen chauffiert, auch wenn man das eine oder andere Mal eher mit einem Totalschaden respektive dem unabwendbaren Unfall gerechnet hätte. Die Fahrer hatten die Situation jederzeit im Griff, auch wenn es für Außenstehende nie so wirklich ersichtlich wurde, wie und warum das alles unfallfrei funktionierte. Zwischendurch hielten wir an einer Garküche für frische Meeresfrüchte, wo wir Krabbenschenkel, Muschelsuppe und Froschschenkel probierten, ein anderes Mal stoppten wir an einer weiteren Garküche, wo wir die Saigoner Spezialität Banh Xeo (herzhaft gefüllte Crêpes) und Frühlingsrollen zu essen bekamen. Es hat alles hervorragend geschmeckt, obwohl man in mancherlei Hinsicht über seinen kulinarischen Schatten springen musste, zumal die Straßenlokale auf keiner Touristenkarte eingezeichnet waren. Gut gestärkt führte uns unsere Vespa-Tour als nächstes zu einem kleinen Café, wo vietnamesische Nachwuchskünstler zur Klavierbegleitung wunderbare Melodien zum Besten gaben. Zum Abschluss des Abends erreichten wir letztendlich eine weitere Live-Musik-Bar, wo eine Rock-Band den Gästen mächtig einheizte. Wir ließen uns nicht lange bitten und stürmten die Tanzfläche, um nach der adrenalingeladenen Mopedfahrerei ein wenig Dampf abzulassen. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, so dass wir beinahe traurig waren, als der Abend zu Ende ging und wir unsere letzte Moped-Etappe zurück zum Hotel in Angriff nahmen. Kurz vor Mitternacht verabschiedeten wir uns von unseren Fahrern mit ihren knuffigen Vespa's, erhielten noch ein Erinnerungsfoto und ein kleines Geschenk und gingen mit vielen unglaublichen Eindrücken zu Bett.

Mittwoch, 21.11.2018 Mekong Delta


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Nach der verrückten Moped-Tour am letzten Abend genehmigten wir uns erst einmal ein hervorragendes Frühstück, bevor wir uns zur Fahrt ins Mekong-Delta zusammenfanden. Mit einem Kleinbus ging es vom Hotel zu einer Anlegestelle, wo ein kleines Speedboot vor Anker lag, welches uns am heutigen Tag über Kanäle und Seitenarme des Mekong bringen sollte. Wir wurden herzlich von der dreiköpfigen Crew begrüßt und während der ganzen Fahrt mit frischem Obst und Getränken versorgt. Wir verließen die Wirtschaftsmetropole über den Saigon-River und bogen alsbald in einen kleinen Verbindungskanal zwischen dem Saigon- und dem Mekongfluss ab. Nur wenige Kilometer Abseits des Zentrums veränderte sich die Architektur radikal, Blechhütten, Müllberge und alte Fischerboote bestimmten die Uferzonen und bildeten den Lebensraum der Bewohner. Der Unterschied zwischen der glitzernden Metropole Saigon und den unter ärmlichsten Verhältnissen lebenden Menschen in den Vororten am Fluss könnte nicht größer sein. Das dabei die Umwelt auf der Strecke bleibt, war dem Fluss an beinahe jeder Stelle anzusehen. Die kläglichen Versuche, dem Müll mit entsprechenden Reinigungsschiffen etwas entgegen zu setzen, waren ob der schieren Masse zum Scheitern verurteilt. Wir unterbrachen unsere Fahrt für einen ersten Stopp an einer Pagode, sahen den Mönchen bei ihrer Arbeit zu, bevor wir wieder unser Boot bestiegen und die Fahrt in Richtung Thu-Thua fortsetzten. In dem kleinen Örtchen besuchten wir ein Waisenhaus mit einer angrenzenden Schule, erfuhren von unserem Reiseleiter Hien viel zu den Hintergründen und der Philosophie dieser Einrichtung und konnten einen kleinen Eindruck vom Alltag der hier lebenden Kinder bekommen. Anschließend begaben wir uns zu einem nur wenige Straßen entfernten Cao-Dai-Tempel, welcher schon durch seine Farbenpracht und seine Architektur von weitem sichtbar war. Wir nahmen als stille Beobachter an einer Zeremonie teil und erfuhren von unserem Reiseleiter Einzelheiten über die 1926 im Süden Vietnams gegründete Religion, die heute etwa drei Millionen Anhänger hat und damit die drittgrößte Glaubensrichtung im Lande ist. Unser anschließender Bummel über den örtlichen Bauernmarkt machte uns wieder sehr deutlich, dass wir mit den hier herrschenden hygienischen Verhältnissen als Europäer nur schwerlich zu Rande kommen würden. Fleisch, Fisch und andere Frischwaren lagerten bei Temperaturen über dreißig Grad ungekühlt in den Auslagen auf den Gehsteigen, so dass in Deutschland die Hygieneinspektion umgehend wegen fehlender Kühlkette und unsachgemäßer Lagerung dem Ganzen einen Riegel vorgeschoben hätte. Hier gehörte das zum Marktalltag und auch wenn es ab und zu sehr gewöhnungsbedürftig roch, kauften die Leute und funktionierte das Geschäft. Das Geheimnis war wohl der Warenumschlag. Es blieb nichts lange genug liegen, als das es hätte zur Gefahr für die angepasste einheimische Konstitution hätte werden können. Mit unserem Schnellboot gelangten wir danach zu einem kleinen Seitenarm, wo wir in zwei hölzerne Ruderboote umstiegen und mit diesen einen Kanal entlangschwammen. Wieder an Land, liefen wir an sattgrünen Reisfeldern entlang, besuchten eine kleine Pythonfarm und kamen schließlich zu einem Bauernhaus inmitten einer grünen Oase, wo wir hervorragend beköstigt wurden. Wie immer gab es viel Gemüse, Reisnudeln, Meeresfrüchte und darüber hinaus eine einheimische Spezialität, den sogenannten Elefantenohrfisch, der seinen Namen aus der Ähnlichkeit zum besagten tierischen Körperteil ableitet. Im Anschluss an das Mittagessen probierten wir noch selbstgebrannten Reiswein mit Honig-, Bananen— und Kräutergeschmack. Gut gestärkt erreichten wir am späten Nachmittag wieder unser Schiff, welches uns in knapp zweistündiger Fahrt zurück in den über sieben Millionen Einwohner zählenden Moloch Saigon brachte. Nach der relativen Einsamkeit auf dem Wasser wurden wir wieder in das alles verschlingende Verkehrschaos auf den Saigoner Straßen zurückgeworfen, welches uns regeltreuen Europäern wohl für immer unverständlich bleiben wird. Den Abend verbrachten wir dann im Hardrock-Café bei einem fleischlastigen Burger-Menü und guter Live-Musik.

Donnerstag, 22.11.2018 Freizeit in Saigon


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Der heutige Tag stand ganz im Zeichen eigener, individueller Erkundungen. Wer wollte, konnte einen Ausflug nach Cu-Chi machen und einen Teil des legendären Tunnelsystems der Vietcong aus dem Vietnamkrieg besichtigen. Oder man nutzte die Zeit, um sich die Sehenswürdigkeiten der Wirtschaftsmetropole näher anzuschauen. Unsere Gruppe entschloss sich zu letzterem, weshalb wir einen kurzen Spaziergang von unserem Hotel zur Kathedrale Notre Dame unternahmen, welche wir allerdings wegen Baumaßnahmen nicht von innen besichtigen konnten. Dafür nahmen wir uns etwas mehr Zeit, um das daneben liegende alte Postamt zu besuchen, welches während der französischen Kolonialherrschaft Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Es entstand in fünfjähriger Bauzeit unter der Federführung Gustav Eiffels und gehört heute zu den Hauptattraktion der Stadt. Um uns innerhalb von Ho-Chi-Minh-Stadt schneller zwischen den Sehenswürdigkeiten bewegen zu können, kauften wir uns Tickets für den HopOn-HopOff-Bus, welcher halbstündig diverse Haltestellen bediente. Wir fuhren am Saigoner Zoo vorbei, sahen den Wiedervereinigungspalast, das Kriegsopfermuseum sowie den Ben-Than-Markt, den größten Markt in Saigon, wo es alles und auch wiederum nichts gibt, was (insbesondere) das Touristenherz begehrt. Am Bitexco Financial Tower stiegen wir aus, um uns vom Skydeck in der 49 Etage Saigon aus der Vogelperspektive anzuschauen. Das mit 262,5 Metern höchste Gebäude der Stadt bot uns einen atemberaubenden Blick auf die Welt zu unseren Füßen. Wir genossen die Aussicht und eine kleine Erfrischung im darüberliegende Café, bevor wir uns wieder auf die Erde zurückbegaben. Bei einem angenehmen Spaziergang durch die Stadt kamen wir am Rathaus und dem altehrwürdigen Hotel Rex vorbei, bevor wir am frühen Nachmittag wieder unser Hotel erreichten. Eine willkommene Abkühlung fanden viele im 18. Stock bei einem erfrischenden Bad im Hotelpool mit einem traumhaften Blick über die Stadt. Ausgeruht und voller Tatendrang freuten wir uns auf den letzten gemeinsamen Abend während dieser schönen Reise, welcher noch einmal ein besonderes Highlight darstellen sollte. Um dem Ansinnen einen gebührenden Rahmen zu geben, fand das Abschlussabendessen im Chill Sky Dining statt, wo für uns eine VIP-Lounge im 27. Stock des AB-Towers reserviert war. Bei einem atemberaubenden Blick über das nächtliche Saigon wurden uns hervorragende Speisen gereicht. Hummer, Jakobsmuscheln, Schnecken, Austern, Garnelen sowie exquisite Steaks waren ein Teil dieses besonderen Abendessens, welches aufgrund der vielfältigen Meeresfrüchte vielleicht nicht jedermanns Geschmack traf, aber in der Kombination von erstklassiger Location, schönem Ambiente und ausgesuchten Speisen trotzdem ein großes Erlebnis war. Mit dem Taxi ging es zu vorgerückter Stunde zum Hotel zurück, wo wir in der Hotelbar unsere Abschiedsfeier fortsetzten, nicht ohne etwas Wehmut im Herzen, denn sowohl das Land, als auch die Reise und insbesondere die Menschen sollten uns noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Freitag, 23.11.2018 Heimreise / Badeverlängerung auf Phú Quoc


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Der letzte gemeinsame Tag unserer Reise begann mit einem späten Frühstück und den Vorbereitungen für die kommenden Tage. Ein großer Teil unserer Gruppe setzte die Reise mit einem Badeaufenthalt auf der Insel Phú Quoc fort, während der kleinere Rest am heutigen Nachmittag die lange Heimreise nach Deutschland antrat. Gegen Mittag wurden die Badeverlängerer mit einem Kleinbus zum Flughafen gebracht, von wo aus sie in Richtung Golf von Thailand starteten, um noch ein paar Tage das türkisblaue Wasser und die weißen Sandstrände der 574 Quadratkilometer großen Insel vor der Küste von Kambodscha zu genießen. Der andere Teil der Gruppe startete etwas später in Richtung Singapur, um von dort aus nach Frankfurt sowie weiter nach Berlin und Dresden zu fliegen.

Eine wunderschöne und von vielfältigen Erinnerungen geprägte Reise ging damit zu Ende, die uns die Kultur und insbesondere die Lebensfreude und Herzlichkeit der Menschen nähergebracht hat. Wir haben während der vierzehn Tage von Nord nach Süd die Aufbruchstimmung und die Zuversicht im Lande gespürt, haben viele nette Menschen kennengelernt und uns nicht zuletzt in einer supertollen Reisegruppe sehr wohl gefühlt. Hen gap lai! Wir werden gern einmal wiederkommen!

Bildergalerie zur Reise

Kommentare zum Reisebericht

Diese Reise war unvergesslich, schon wegen des einzigartigen Landes Vietnam: völlig andere Kultur, andere Flora und Fauna und verschiedenste Religionen, die hier intensiv gepflegt werden. Als Europäer wurden wir mit Erstaunlichem konfrontiert: Essgewohnheiten, Straßenverkehr (völlig chaotisch und dennoch unfallfrei), sichtbare Unterschiede zwischen arm und reich. Als sehr positiv empfanden wir die gute Reiseplanung, wir hatten alle Highlights Vietnams im Programm und dennoch blieben immer auch Freiräume für eigene Aktivitäten für uns. Hervorzuheben ist, dass Eberhardt für uns immer die besten Hotels und Restaurants vorgesehen hatte. Auch deshalb wurden wir von unschönen Magen-Darm-Aktivitäten verschont. Für uns war die Reise umso schöner, weil unsere Reisegruppe auch sehr gut zusammenpasste. Mit unserem Reisleiter Ralf Mehnert waren wir zum Schluss zu einer kleinen Familie geworden. Wir sind Wiederholungstäter in Sachen Reisen mit Eberhardt und wurden nicht enttäuscht. Nicht zuletzt ist das auch unserem Reiseleiter Ralf Mehnert zu verdanken, der uns ganz souverän und professionell bei dieser Reise begleitet hat. Fazit: Vietnam ist eine Reise wert, auch weil sich dadurch unser von westlichen Standards getrübter Blinkwickel evtl. wieder korrigiert. Danke Ralf und danke Eberhardt ! Die nächsten zwei Reisen mit Eberhardt sind schon in Planung :-)
Joachim und Andrea Baumgart

Andrea Baumgart
01.12.2018

Liebe Andrea, lieber Joachim, wir freuen uns, dass Euch Vietnam so gut gefallen hat und wir mit dem Programm Eure Vorstellungen und Wünsche an diese Reise erfüllen konnten. Darüber hinaus war es für mich ein großes Vergnügen, Euch und die gesamte Gruppe bei dieser Reise begleiten zu dürfen und die Schönheiten dieses Landes gemeinsam zu entdecken. Ihr wart Teil einer Super-Truppe, wir haben viel gesehen, viel erlebt und viel zusammen gelacht. Und natürlich freuen wir uns über Eure Pläne, uns auch bei den nächsten Reiseplanungen wieder das Vertrauen zu schenken und mit Eberhardt die Welt kennenzulernen! Vielen Dank dafür und herzliche Grüße aus Kesselsdorf sendet Euch, Ralf

Ralf Mehnert 03.12.2018
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