Vietnam genießen und überrascht sein
Reisebericht: 27.02. – 14.03.2026
Mit einer kleinen Reisegruppe, auch teilweise mal individuell durch die Gassen der vietnamesischen Städte zu ziehen gibt uns ganz spezielle Eindrücke von diesem spannenden Land.
Ein Reisebericht von
Jürgen Müller
Anreise nach Hanoi
Unsere Reisegruppe traf sich pünktlich in Frankfurt, teilweise schon beim Check-in und der zweite Teil traf sich dann am Gate von Vietnam Airlines und wir bestiegen gemeinsam das Flugzeug. Der Flug war einigermaßen angenehm, wobei natürlich 12 Stunden Flug nie wirklich eine erfreuliche Aktivität ist.
Hanoi an einem Samstag erleben
Morgens um 06:30 Uhr landeten wir bei starkem Nebel in Hanoi. Wir mussten lange auf unser Gepäck warten fast 45 Minuten dauerte es, bis der letzte Koffer vom Gepäckband gegriffen werden konnte. Aber schlussendlich waren alle Koffer da und wir zogen weiter durch den Flughafenkomplex und gingen gemeinsam durch den Zoll und danach trafen wir schon unseren Reiseleiter Quan der dieses Mal schon etwas länger auf uns gewartet hatte.
Nach einer 2-stündigen Fahrt mit dem Bus kamen wir bei unserem Hotel in Hanoi an. Unsere Zimmer waren schon reserviert wir konnten direkt einziehen und sogar noch ein erstes Frühstück am Buffet genießen. Noch waren wir nicht sehr müde, aber bevor sich die Müdigkeit breitmacht, trafen wir uns zu einem gemeinsamen Erkundungsgang durch Hanoi, direkt zu dem nahegelegenen Schildkrötensee und über die Rote Brücke zur Schildkröteninsel. Heute am Samstag bei schönem Wetter, denn der Nebel hat sich aufgelöst, waren hier sehr viele Menschen unterwegs. Aber das Flanieren zwischen den bunt gekleideten Menschenmassen gefiel uns, die noch in Feierlaune waren zum chinesischen Neujahr.
Am Nachmittag trafen wir Quan nochmal er organisiere uns außerplanmäßig den Bus mit dem wir zu den Bahngleisen fahren konnten. Dort erfreuten wir uns an dem Spektakel des einfahrenden Zuges und der vielen Café Bars die sich entlang der Gleise befanden. Dieses Geschehen gehört mittlerweile zu einem der angesagtesten Aktionen in Hanoi.
Am Abend hatten wir ein mehrgängiges Menü in einem Restaurant im oberen Stockwerk mit direktem Blick zum großen Westsee in Hanoi. Dabei wurden wir in die Esskultur Vietnams das erste Mal eingeführt. Die Vielfalt der verschiedenen Speisen überzeugte uns total.
Kulturelle Vielfalt in der Hauptstadt
Nach einer erholsamen Nacht haben wir den Jetlag schon fast überwunden und konnten eine ausgiebige Besichtigungstour in Hanoi unternehmen. Unsere erste Station war das Ho Chi Minh Mausoleum, das an diesem Sonntag geöffnet hatte und wir stellen uns in die Schlange der vielen Besucher, passierten einen ausführlichen Sicherheitscheck, bevor wir ins Innere des Mausoleums gelangten. Aufgebahrt lag der verehrte Anführer des 20.Jahrhunderts in seiner Gruft und die Besucher konnten gut bewacht durch die Garden an ihm vorbei patrouillieren. Vom Aussehen her erinnert das Gebäude an das Lenin Mausoleum in Moskau.
Danach gehen wir zu der berühmten Einsäulen-Pagode die schon seit dem 16. Jahrhundert von Kaiser Lee errichtet wurde. Nach den Überlieferungen ist diese Pagode ein Ort für unerfüllten Kinderwunsch.
Der Besuch des Ethnologischen Museums gab uns einige interessante Einblicke in das tägliche Leben und Wohnen der Bauern in Vietnam.
Unsere nächste Station war die erste Universität Vietnams, der Literaturtempel, der dazu diente, die Lehre des Konfuzius zu unterrichten und dadurch eine große Anzahl Mandarins auszubilden die für den Verwaltungsapparat Vietnams benötigt wurden. Jeder der diese harten Prüfungen an diesem Ort bestand, dessen Name wurde in steinerne Stelen verewigt und eine gehobene Position in der Gesellschaft war im sicher.
Die Besichtigung der historischen Altstadt von Hanoi unternahmen wir mit einer witzigen Rikscha Fahrt, ganz so wie in der Zeit der französischen Kolonisation. Diese Fahrzeuge sind ideal geeignet sich durch den Verkehr in den engen Gassen zu schlängeln.
Das einzigartige Wasserpuppentheater in Hanoi besuchten wir am Ende unseres Besichtigungstages. Die gespielten Geschichten stellten das Leben von Bauern auf ihren Feldern mit ihren Tieren und der Reisernte dar.
Für Anfang März hatten wir außergewöhnlich schönes, und warmes Wetter in Hanoi somit waren viele Menschen unterwegs und genossen Ausflüge im sonnigen Sonntagswetter.
Die Bergregion im Norden Vietnams
Heute Vormittag verlassen wir Hanoi in nordwestliche Richtung, um in die Bergregion nahe Mai Chau zu gelangen. Wir kämpfen uns durch den dichten Berufsverkehr bis wir in die Außenbezirke Hanois gelangen. Neben der Straße dann können wir die Entschlossenheit mit der hier Bauprojekte umgesetzt werden, eine neue Straße soll gebaut werden und dafür werden Häuser über eine Strecke von 10 Kilometer gnadenlos abgerissen, eine riesige Baustelle.
Unser Weg führt uns in unbebaute Bergregion, Wir kreuzen kleine Städtchen und können vom Bus aus, das Leben neben der Straße gut wahrnehmen. Jede Durchgangsstraße ist gleichzeitig das Zentrum des Städtchens, hier wird Handel betrieben, in Werkstätten wird gearbeitet und in Garküchen wird fast endlos Essen gekocht. Schon zum Frühstück isst man hier die traditionelle Nudelsuppe Pho, eigentlich bestehen fast alle Mahlzeiten in Vietnam aus gekochtem Essen.
Wir erklimmen mit dem Bus die Bergregion, hier leben die vietnamesischen Minderheiten. Die schwarzen Thai Menschen leben in der Region von Mei Chau, Sie haben ihren eigenen Stil Häuser zu bauen, haben ihren eigenen Kleidungsstil und pflegen ihre traditionellen Tänze. In Vietnam leben über 50 verschiedene Minderheiten, die meistens unter sich bleiben und ihre eigenen Lebensformen pflegen.
Von einer Pass Höhe aus haben wir einen schönen Blick in das Tal der Reisfelder von Mai Chau. Im Tal wird der Reis angebaut und an den bewaldeten Hängen wurde durch Brandrodung Fläche gewonnen wo nun Obstplantagen und andere Getreidesorten angebaut werden.
Unser Ziel für heute ist das am schwarzen Fluss gelegene Hotel HideAway, das abgelegen im Dschungel liegt und einen schönen Kontrast zu der hektischen Lebensform von Hanoi darstellt.
Wir freuen uns über die schöne Lage des Hotels, den gepflegten Garten und den schönen Pool den wir an diesem sonnigen Nachmittag ausgiebig nutzen.
Tag in Mai Chau
Nach dem schönen entspannten Urlaubsnachmittag von gestern entdeckten wir den schönen Garten hier im Hotel noch einmal neu. Am frühen Morgen sind die Blüten und das Grün der Blätter besonders intensiv. Vom Frühstück schauen wir über den Garten hinaus bis rüber zum nahen gelegenen See. Die Temperaturen waren angenehm und wir konnten im Freien frühstücken. Genauso entspannend wollten wir diesen Tag weiterführen. Gegen 9:00 Uhr bestiegen wir unseren Bus und machten einen Besuch in dem Bergdorf Mai Chau. Die kleinen Gassen zwischen den Holzhäusern, meist Stelzenhäuser, sind geschützt gegen die Sonne, hier findet das gleichmäßige Dorfleben statt. Handwerker weben Stoffe, machen farbige Schals, kleine Restaurants bieten lokale Speisen und zwischendurch wird Mais getrocknet. Das Dorf ist umgeben mit Reisfeldern. Zu dieser Jahreszeit ist der Reis schon gesetzt die Felder sind schon bewässert jetzt muss darauf geachtet werden das kein Unkraut wächst. Für diese Arbeit stehen einige Frauen mit Reishut geschützt und hohen Gummistiefeln in den Feldern und entfernen das Unkraut. Wir machen einen ausgiebigen Spaziergang durch das Dorf, freuen uns über kurze Kontakte zu den Bewohnern. Wir erweitern unseren Rundgang über die Reisfelder vorbei an den Bauernhäusern und hinüber zum kleinen Abenteuerspielplatz für Kinder, wo aus alten Granthülsen ein Klettergerüst gebaut wurde. Hier finden wir eine wunderschöne Café Gelegenheit mit Sitzplätzen mitten im Reisfeld. Hier schmeckt der Kokos Kaffee am allerbesten. Zum Schluss unseres Aufenthaltes hier, werden wir noch in einem lokalen Restaurant erwartet die für uns gekocht haben. Nach dem Essen ist das Lokal mit wenigen Handgriffen zu einem kleinen Theater umgebaut, und uns wird durch die örtliche Tanzgruppe eine Vorstellung geboten. Wir sind sehr beeindruckt und zum Schluss noch aufgefordert bei einigen der Tänze mitzuwirken.
Ha Long Bucht von oben
Nach den geruhsamen Tagen in der Natur und im Umfeld von Mai Chau, beginnt der heutige Tag schon sehr früh. Ohne Frühstück brachen wir heute auf, bewaffnet mit einem Frühstückspaket ziehen wir morgens um 04:00 Uhr mit dem Bus los in Richtung Hanoi durchqueren diese Stadt noch einmal und unser Ziel ist die Halong Bucht, von wo aus wir die fantastische Inselwelt, der Karstfelsen mit dem Flugzeug betrachten und später mit dem Schiff, einer luxeriösen Dschunke hineinfahren wollen und dort die Nacht verbringen. Es ist eine verrückte Welt grün bewachsene steil aufragende Felsen überall im Wasser der Bucht, vor den Felsen oft kleine Strände und an den geschützten Stellen kann man Fischzuchtanlagen entdecken. Das Leben hier in der Bucht ist nicht nur touristisch, sondern viele Fischer verdienen sich hier ihren Lebensunterhalt. Nachdem wir in 2 Gruppen, nacheinander, den Blick von oben auf die Inselwelt genossen haben, besteigen wir unser kleines Kreuzfahrtschiff und fahren hinaus in die Inselwelt, sehr komfortabel lassen wir die Inselwelt an uns vorbeifahren und genießen nebenbei ein leckeres Buffet.
Wir legen etwas abgelegen vor der Insel Ca Ba an, und steigen um in ein Speedboot mit dem wir in zirka 10 Minuten bis zur Insel gelangen. Diese Insel ist etwas grösser und hier wird Landwirtschaft betrieben, Reis und Gemüse angebaut und Wasserbüffel gehalten. Wir werden durch einen sehr gut informierten Guide bei dem Rundgang über diese Insel geführt und erfahren viel über die Arbeitsweise der Landwirte auf dieser Insel. Insbesondere werden diese Bauern hier unterstützt durch die Kreuzfahrtschiffe, die hier Ihre landwirtschaftlichen Produkte einkaufen um sie auf den Schiffen zu verarbeiten.
Zurück auf dem Kreuzfahrtschiff wechseln wir noch einmal die Position und lerne noch eine weitere Inselgruppe kennen bevor wir für den Abend unseren Ankerplatz einnehmen. Hier an einer ruhigen geschützten Stelle bleiben wir stehen und erleben den Sonnenuntergang bei schönem Wetter und genießen eine tolle Abendstimmung.
Wer möchte kann sich in der Nacht beim Tintenfischangeln versuchen oder bei eine Reisschnaps Verkostung teilhaben.
Vielfältiges Leben in der Ha Long Bucht
Der Morgen auf dem Schiff kann heute schon sehr früh beginnen. Gleich um 06:15 Uhr ist eine Tai-Chi Übung angesagt, um sich gelenkig und frisch für den Tag zu machen. Das Wetter in der Halong Bucht ist schön so, dass wer will sich oben am Deck des Schiffes zur Gymnastikstunde trefft. Nach einem kurzen Kaffee geht es denn zu einem Besuch in die schwimmenden Dörfer. Hier leben die Fischer mit ihren Familien in der geschützten Bucht. Die Fischer selbst sind meistens auf dem Meer unterwegs während ihre Familien sich in dem schwimmenden Dorf aufhalten, jedoch bei Gefahr vor Taifunen und während der Schlechtwetter Jahreszeit, hier können sie sich hierher zurückziehen, wenn das Arbeiten auf den Fischerbooten nicht möglich ist. Ihre Familien die ständig in diesem Dorf leben, betreiben Fischzucht und verdienen sich dadurch weiteres Einkommen. Die kleinen Kinder haben hier auch Schulunterricht, während wenn sie älter werden, die Schule auf dem Festland stattfindet.
Zurück auf dem Schiff, dort hat sich das Frühstücksbuffet in ein Brunch Buffet verwandelt und wir können fließend übergehen zu einem frühen Mittagessen. Währenddessen das Schiff den Weg zurück zum Anlegepunkt aufgenommen hat und wir dort gegen 09:30 Uhr ankommen. Nun haben wir noch eine Gruppe, die den Flug über die Halongbucht noch machen möchte, deshalb teilen wir uns auf und die restliche Gruppe besucht die Perlenzucht Firma, die nicht weit entfernt vom Anleger betrieben wird. Der Flug über die Bucht, nachdem man erst die ganze Landschaft vom Schiff aus ausgiebig wahrgenommen hat, ist noch mal besonders reizvoll. Die Perspektive aus der Luft bietet noch weitere Einblicke und den großen Überblick über die Ausmaße dieser fantastischen Inselansammlung in der Halong Bucht.
Nachdem wir wieder alle zusammen sind, ist jetzt Zeit uns auf den Weg zu machen zurück nach Hanoi und dann auf die andere Seite der großen Stadt zum Flughafen. Unser Ziel ist heute noch Zentralvietnam zu erreichen wir landen in DaNang, werden dort von unserem neuen Reiseleiter Herr Du abgeholt und fahre mit dem Bus nach HoiAn, zu unserem Strandhotel und kommen dort circa 20:30 Uhr an.
Die Temperaturen hier sind wesentlich milder und das Klima ist deutlich subtropisch. Wir spüren aber auch die Leichtigkeit des Lebens der Menschen hier in der Mitte Vietnams und wir freuen uns auf neue Eindrücke.
Hoi An eine Stadt voller Farben
Nach einem schönen gemeinsamen Abend hier an der Hotelbar erwachen wir in HoiAn leider in einem Regentag. Es hat mitten in der Nacht stark zu regnen begonnen und somit bereiten wir uns mit Regenschirm und Regenjacke für die Aktivitäten dieses Tages vor. In dieser Stadt bewegt man sich sehr gerne mit kleinen Elektrobussen. Die sind zum einen umweltfreundlich und zum anderen können sie die kleinen Gassen der Stadt befahren. Mit 14 Personen besteigen wir einen Elektrobus mit 12 Sitzplätzen, aber die schlanken unter uns rücken etwas zusammen und dann finden wir alle Platz. Erst machen wir einen Stopp bei den Kokosnusspalmen. Diese Wasserkokosnuss Pflanzen bieten hier den Schutz der Siedlung gegen die starken Stürme, die hier immer wieder mal auftreten. Am Kokosnüsse River steigen wir in kleine Bambusboote ein, kreisrund wie ein Korb werden sie von witzigen Ruderern über den Fluss gepaddelt, die Boote lassen ich wild im Kreis drehen und dabei heftig schaukeln, wie in einem Karussell geht es mit viel Spaß auf dem Wasser rund. Die Jungs die eigentlich Fischer sind, freuen sich über die Abwechslung die Touristen in ihren Booten über den Fluss zu fahren und überraschen mit ihren kunstvollen Flechtarbeiten aus Schilfblättern.
Direkt im Anschluss werden wir von einem kleinen landwirtschaftlichen Biohof in Empfang genommen, die uns mit viel Begeisterung ihre Felder und ihre Arbeitsweise zeigen und vorführen. Nachdem wir uns über die Qualität ihrer Produkte überzeugt haben, beginnen wir gemeinsam zu kochen. Unter sehr freundlicher Anleitung kochen wir uns ein Gericht aus Gemüse, Pilzen und Zucchini, dazu Pfannkuchen mit Garnelen und Fleischstreifen, die Pfannkuchen backen wir aus Reismehl und die Garnelen werden darin eingebettet. Das Ganze gibt ein leckeres Mittagessen für uns. Für den Nachmittag steht uns das Kulturprogramm für HoiAn bevor. Wir steigen noch mal in ein Elektrofahrzeug und fahren in das Zentrum der Stadt.
Unsere Gruppe hat großes Interesse an maßgeschneiderter Kleidung, deswegen besuchen wir erstmal nochmal eine große Schneiderwerkstatt, die uns sehr professionell beraten und Maß nehmen und schlussendlich einigen unserer Gäste schöne Kleidungsstücke schneidern. Die Arbeit geschieht teilweise über Nacht oder am nächsten Vormittag aber spätestens bis zur Mittagszeit können die Kleidungsstücke zum Hotel geliefert werden.
Nachdem nun diese Wünsche erfüllt sind, gehen wir zur berühmten japanischen Brücke in das japanische Handelsquartier, das hier im 16. und 17. Jahrhundert betrieben wurde. Später wurde von den Chinesen mitten auf der japanischen Brücke ein buddhistischer Tempel eingerichtet. In der Geschichte hinterlässt jede Zeit ihre Spuren. Wir besuchen dann noch die chinesische Versammlungshalle in HoiAn und ein historisches vietnamesisches Haus, das hier von einer erfolgreichen Händler Familie bewohnt wurde. Und nebenbei lassen wir uns gerne durch die vielfältigen Produkte der Straßenhändler und der vielen Geschäfte inspirieren. In einer Kaffeerösterei lassen wir uns beraten, wie guter Kaffee hergestellt wird und welche Mischung die Beste ist. Am Nachmittag kehren wir nochmal für 2 Stunden zum Hotel zurück, sammeln etwas Kraft und kehren dann zurück in die Stadt, denn am Abend wird die Altstadt geschmückt sein mit den Lampions. Nun hat sich die Stadt verwandelt in ein buntes Lichtermeer und es wird mal wieder die Vollmondparty gefeiert. Auf dem Fluss fahren mit Lampion beleuchtete Boote entlang, wer einen Wunsch hat und ihn gerne erfüllt haben möchte, setzt ihn in Form einer kleinen Schwimmlaterne auf den Fluss und sendet das Wunschpaket an das Schicksal. Durch einen plötzlichen heftigen Regenschauer sind wir gezwungen Unterschlupf in einer kleinen Bar zu suchen, von wo aus wir geschützt das Treiben auf der Straße schön beobachten konnten. Der Besuch am Abend in der bunt beleuchteten Stadt hat uns viel Freude gemacht.
Die romantische Seite von Hoi An
Heute genießt jeder einen entspannten Tag in einem wunderbaren Hotel hier in HoiAn. Entspanntes Frühstück am großen Buffet, man kann schön im Freien am Garten sitzen mit Blick auf das Meer da fällt es einem nicht schwer den Tag selbst zu gestalten. Der Stand ist direkt vom Hotel erreichbar, der große Pool im Garten der Hotelanlage mit Sonnenliegen, ist auch eine Alternative. Einige machen dann doch einen Ausflug zum Keramikdorf der Stadt und wir besuchen dort das traditionelle Keramikmuseum, hier wird gezeigt, wie das Keramikhandwerk hier in HoiAn entstanden ist, und es werden Stücke der hervorragenden Künstler ausgestellt.
Andere freuen sich auf die Anprobe ihre Kleidungsstücke die am Tag zuvor in der Schneiderei angemessen und ausgesucht wurden. Heut ist der Tag der Anprobe, heute wird es sich zeigen ob es so schön geworden ist wie man es sich versprochen hat. Aber alle Stücke kamen gut an und jeder war mit seinen ganz persönlichen Erinnerungen an diese Reise gut bedient.
Am Abend hatten wir zum Abschluss des Aufenthalts in dieser Stadt noch ein gemeinsames Abendessen, ein Dinner auf dem Floß, dass wir im Freien auf dem fließenden Fluss genießen konnten, mit Blick auf die grünen Felder, die Reisfelder ganz in der Nähe, in der wunderschönen Natur. Unser Menü wurde direkt auf dem Floß, mit Holzkohlenfeuer gekocht und perfekt serviert.
Nachdem wir gestern die Lampion Nacht in der Altstadt erlegen konnten, hatten wir heute einen romantischen Abend auf einem Floß in der schönen Natur von HoiAn. Diese schöne Stadt durften wir von seinen besten Seiten kennenlernen.
Fahrt über den Wolkenpass
Am heutigen Tag geht es wieder ein Stück zurück nach Norden, wir über queren den Wolkenpass und unser Ziel ist Kaiserstadt Hue.
Heute verlassen wir HoiAn und machen uns mit dem Bus auf den Weg zur Kaiserstadt Hue. Nachdem wir die Stadtgrenze hinter uns gelassen haben, kommen wir in das Gebiet der Marmorberge. Hier wurde schon über Jahrhunderte Marmor abgebaut, schon ein kompletter Berg wurde entfernt und zu monumentalen Heiligenstatuen und Buddhas verarbeitet. Interessant in diesem Ort ist auch die Tempelanlage oben auf einem dieser Marmor Berge. Wir fahren mit dem Aufzug hoch auf den Berg und machen eine Führung durch die verschiedenen Tempel auf diesem hochgelegenen Ort. Besuchen die Heiligen Grotten, die zu Kriegszeiten hier auch als Versteck für die Widerstandskämpfer dienten. Hier konnten die Kämpfer durch die Bevölkerung unauffällig mit Opfergaben versorgt und ernährt werden. Es ist eine über Jahrhunderte gepflegte Heiligenstätte, wo verschiedene Religionen nebeneinander Platz finden. Auffällig ist in dieser Gegend auch die hohe Anzahl von Steinmetzen, die die überdimensionalen Heiligenfiguren anfertigen und sie auf Vorrat in großen Abstellhalden zur Schau stellen.
Wir fahren weiter und steuern den Wolkenpass an, es geht über enge Kurven immer weiter nach oben und nach vorne geschaut sehen wir schon, wie die Wolken sich zusammenklumpen und den Namen Wolkenpass alle Ehren machen. Oben auf der Passhöhe machen wir nochmal einen Stopp und schauen uns die Befestigungsanlage an, die hier schon zu Kaisers Zeiten und später im amerikanischen Krieg zur Kontrolle dieses Übergangs diente. Dann geht es hinunter in das Tal der Austernfischer. Hier werden große Mengen Austern gezüchtet und für den Verkauf in Säcke verladen und auf die Märkte gebracht. Wer möchte kann hier fangfrische Austern essen, die an den Lokalen direkt bei den Auster Bänken serviert werden. Nun geht es weiter, nur noch eine Stunde bis Hue dann kommen wir in der Kaiserstadt an und machen uns erstmal auf die eigene Erkundungstour. Im Zentrum der Stadt gibt es eine sehr lebendige Restaurant- und Bar-Szene, hier kann man bummeln sich in die zur Straße hin offenen Bars setzen und beobachten, wie das Leben abends so spielt. Wir treffen uns alle zum Essen an einen schönen Platz, etwas abseits von dem rumpeligen Hotspot und genießen die warme Temperatur von Hue und freuen uns schon auf die Erkundungen am nächsten Tag.
Hue die einstige Kaiserstadt
Heute steht das Besichtigungsprogramm von Hue an. Die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt sind sehr umfangreich. Damit wir der hohen Temperatur etwas entfliehen können beginnen wir schon am frühen Morgen als erstes die Mausoleum Stätte vom 12. Kaiser besuchen. Eine sehr große Anlage die der Kaiser sich damals selbst entworfen hat und wo er viel früher als erwartet begraben wurde.
Die Pagode der himmlischen Frau besuchen wir als nächstes, sie liegt nahe am Parfüm Fluss und ist heute noch ein Kloster und wird von Mönchen und Nonnen bewohnt. Als kurzen Zwischenstopp schauen wir uns den Markt der Räucherstäbchen an, der Bedarf ist sehr groß, alle öffentlichen und privaten Altare, ja selbst unser Bus wird regelmäßig mit Räucherstäbchen bestückt. Hier werden die Räucherstäbchen verkauft und auch teilweise produziert. Die fantasievolle Anordnung der bunten Räucherstäbchen lockt uns fantastische Fotos von dem Markt zu machen.
Als nächstes kommt der größte Abschnitt unserer Besichtigungsprogramms, wir werden den Kaiserpalast besuchen. Fast ganze 3 Stunden sind wir in dieser weitläufigen Anlage unterwegs und sind erstaunt welche Pracht, welche Dimensionen diese Kaiser Palast mit der verbotenen Stadt darstellt. Es ist ein Ort der nicht nur regelmäßig von Touristen besucht wird, auch Vietnamesen kommen gerne hierher und es ist auffallend das von ihnen der Besuch genutzt wird um ganz persönliche Bilder in den schönsten Kleidern so machen. Sehr oft gibt man viel Geld für einen Fotografen aus der einen bei diesem Besuch begleitet und die Fotos aufnimmt. Als Abschluss für diesen langen Tag besuchen wir noch den großen Markt von Hue, mit seinem riesengroßen Angebot an Lebensmittel, Haushaltsartikeln und allem was man zu Hause in seiner Küche und Wohnung benötigt. Hier liegen die Waren aufgereiht, teilweise zu Haufen geformt und zwischendrin liegen die müden Verkäuferinnen und erholen sich von dem anstrengenden Verkaufstagvormittag, niemand würde seine Waren verlassen es ist fast ein zweites Zuhause geworden dieser Markt
Ho Chi Mingh, die liebenswerter, quirlige Metropole
Wir verlassen heute Zentralvietnam fliegen von Hue nach Ho-Chi-Minh-Stadt und beginnen unseren Aufenthalt in Südvietnam.
Am frühen Morgen geht unser Flugzeug und wir sind schon kurz nach 09:00 Uhr im ehemaligen Saigon. Ein neuer Standort und ein neuer Reiseleiter erwartet uns, Herr Nhgia, erwartet uns am Flughafen und bringt uns zum Hotel in die Innenstadt. Von hier ausmachen wir zu Fuß eine Stadtbesichtigung, kommen als erstes an dem alten Postgebäude vorbei. Es wurde in der französischen Kolonialzeit erbaut, hier müssen wir die Gelegenheit wahrnehmen und mal wieder traditionelle Postkarten nach Hause schicken. Als nächstes kommen wir am Rathaus vorbei und gestatten dem Onkel Ho d.h. seinem Monument, wie der große Anführer der vietnamesischen Vereinigung hier genannt wird, einen Besuch ab. Wir ziehen noch einige Zeit durch die Innenstadt bevor wir auf einer Dachterrasse, direkt neben dem Rathaus, in einem schattigen Café, Platz finden mit toller Aussicht. Von hier oben haben wir einen angenehmen Überblick über die Innenstadt genießen die Zeit hier und kehren dann direkt ins Hotel zurück, um dort unsere Zimmer zu beziehen. Unser komfortables Hotel bietet sehr viele Möglichkeiten sich den Nachmittag angenehm zu gestalten. Jedoch am Abend haben wir eine Verabredung mit einer Schar witziger, junger Leute, die uns auf ihren Motorrollern, meist alte traditionelle Vespas mitnehmen und uns die Stadt auf ihre Art näherbringen wollen. Wir fädeln uns in den dichten fließenden Verkehr ein, den wir sonst nur von der Perspektive des Fußgängers kannten, staunen das bei dem geringen Abstand zu den anderen Fahrzeugen es immer wieder genügend Lücken gibt, in die wir uns drängen können und unseren Platz im fließenden Verkehr behaupten. Wir besuchen unterschiedliche Street Food Plätze, verspeisen nach und nach ein Mehrgängemenü an verschiedenen Orten, jeder diese Orte ist auf seine Art einmalig, auch etwas verrückt. Durch die Straße der Blumenhändler gehen wir währen eines kurzen Regenschauers, geschützt durch die typischen bunten Plastikponchos, die hier jeder schnell zur Hand hat. Und am Ende der Tour landen wir in einer Roofbar am Rande der Innenstadt und genießen den Blick über die bunt beleuchtete Innenstadt bei einem entspannten Drink unter freiem Himmel und sind alle begeistert von dieser witzigen, aber auch spannenden Vespa Fahrt durch den Abend in der Ho Chi Minh Innenstadt.
Mit dem Speedboot in das Mekong Delta.
Heute werden wir das Mekong Delta besuchen das südwestlich von der Stadt liegt.
Wie gehen zum Saigon River, am stadtnahen Anleger besteigen wir 2 Speedboote und fahren erst den Saigon River entlang durch die Stadt, dann biegen wir in einen Seitenkanal ein, der eine Verbindung zu den Mekong Kanälen hat. Wir fahren zügig, mit 200 PS-Motoren, schlängeln uns zwischen den Lastkähnen hindurch, schieben mit unseren Booten die Wasserpflanzen zur Seite und Bahnen unseren Weg durch das Wasser. Wir machen Stopp bei einem Farmer der im Mekong Delta Obst und Gemüse anpflanzt und mit seiner Ware regelmäßig in die Stadt versorgt. Unser Reiseleiter erklärt er uns die Pflanzen und Früchte die hier aktuell wachsen, wir konnten auch viele davon direkt vom Baum herunter kosten und haben viel über die Obstsorten in Vietnam gelernt. Als nächstes besuchen wir eine Bauernfamilie und dürfen uns in deren Anlage umschauen und werden überrascht mit frisch geernteten Kokosnüssen deren Milch wir mit den Strohhalmen trinken. Es geht dann immer noch weiter in das Delta hinein, wir besuchen eine Pagode des daoistischen Glaubens, dann schauen wir bei einem Waisenhaus vorbei, wo Kinder, von meist jungen unerfahrenen Müttern, die sich nicht helfen können und ihre Kinder hier abgegeben haben, betreut und zu Erwachsenen großgezogen werden. Dieses Waisenhaus ist dann ihre Heimat, bis sie erwachsen sind und heiraten oder für manche auch ihr Leben lang. Hier bekommen sie die schulische Ausbildung, können einen Beruf ausüben und finden eine sichere Heimat für ihr Leben. Abschließend machen wir noch einen Spaziergang über den lokalen Markt und kehren dann zu unseren Booten zurück.
Zur Mittagszeit besuchen wir ein Lokal lass uns den Mekong typischen Elefantenohren-Fisch serviert, der hier im Mekong Delta sehr gerne auf diese spezielle Weise zubereitet wird. Nach dieser langen Tour auf den schnellen Booten kehren wir am späten Nachmittag zurück in die Stadt und hatten viele schöne Eindrücke vom Mekong Delta bekommen und zusätzlich viel Spaß während der rasanten Fahrt mit den Speedbooten.
Cu Chi Tunnelanlage
Heute waren die Interessen der Gruppe unterschiedlich. Ein Teil von uns machte eine Stadtbesichtigung auf eigene Faust, und ein anderer Teil machte einen Ausflug zu den Cu Chi tunneln.
Diese Tunnelanlage liegt circa 70 Kilometer entfernt, Richtung der kambodschanischen Grenze. Sie wurde schon teilweise errichtet während der Kolonialkämpfe gegen die Franzosen, aber dann während des amerikanischen Krieges weiter ausgebaut. Das Tunnelsystem ist über 250 Kilometer lang, teilweise über 3 Stockwerke tief, enthält Aufenthaltsräume und Küchen, zum Schutz gegen Eindringlinge sind Fallen versteckt, die dem uneingeweihten Gegner das Leben kostete. Es ist ein ausgeklügeltes System, mit dem die Vietcong Kämpfer sich verstecken und unbemerkt in die Stellungen der amerikanischen Gegner eindringen konnten und den Vietnamesen den Ruf einbrachten, dass sie überall sind, ständig mit ihnen gerechnet werden muss, aber dabei unsichtbar blieben.
Einige Teile der Tunnelanlage ist zugänglich und als Besucher kann man am eigenen Leib erfahren, wie es sich anfühlte, sich in dem dunklen, engen Gang zu bewegen und wie man sich in unterirdischen Löchern schnell verstecken konnte und dann unsichtbar wurde in dem man einen bewachsenen Deckel über sich schloss.
Es wird einem klar wie schrecklich diese Kriegsjahre für das vietnamesische Volk waren, aber man erkennt auch wie einfallsreich sie sich gegen den Feind zur Wehr setzten und sind heute zu Recht auch etwas stolz auf ihre erfolgreiche Verteidigung.
Letzter Tag in Ho Chi Minh City
Heute am Tag unseres Abflugs, unserer Rückreise nach Deutschland müssen wir uns organisieren drin um noch die letzten Dinge zuschauen zu erledigen bevor der Aufenthalt in Vietnam zu Ende geht. Einige für unsere Gruppe besichtigen noch ein Museum in der Stadt, oder mache noch kleine Einkäufe. Andere ziehen es vor nochmal bis zum Schluss das komfortable Hotel um den Swimmingpool auf dem Dach auszunutzen und verbringen auf diese Weise die Zeit bis wir uns treffen und mit dem Bus zum Flughafen gebracht werden. Aber zuvor haben wir noch ein gemeinsames Abendessen, einen letzten Drink in der Hotelbar und nehmen so Abschied von der spannenden Metropole Ho Chi Mingh.
Der lange Rückflug nach Frankfurt wird noch ein bisschen an anstrengender, dadurch dass der Flug eine Verspätung von über 2 Stunden hat und wir somit eine lange Wartezeit am Flughafen verbringen müssen. Aber schlussendlich stehen wir das durch, die Müdigkeit sorgte bei den meisten dafür, dass man während des Flugs schlafen konnte.
Heimflug nach Frankfurt
Am frühen Morgen, 2 Stunden später als geplant, erreichen wir unserern Heimatflughafen in Frankfurt.
Wir haben alle zusammen eine spannende Vietnam Reise erlebt mit vielen bleibenden Eindrücken, wir durften die komfortablen Hotels genießen, aber auch das echte unverfälschte Leben in den vietnamesischen Gassen erfahren. Wir haben das typische Street Food ausführlich kennengelernt und konnten uns begeistern an der Lebensfreude der quirligen Vietnamesen.
Ich als Reisebegleitung, durfte mit einer vielfältigen, interessanten Gruppe gemeinsam reisen, schöne Erlebnisse mit ihnen teilen und möchte mich bei allen dafür bedanken. Ich wünsche uns das die Erinnerung noch lange präsent bleiben, dass wir etwas von der vietnamesischen Toleranz mitnehmen, gesund bleiben und schon bald wieder neue Reisepläne schmieden dürfen.
Alles Liebe
Jürgen Müller
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