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Wandern mit Singles in Andorra

Reisebericht: 20.06. – 27.06.2026

Mit einer Gruppe Singles die prächtige Natur der Pyrenäen zu entdecken, gemeinsame Wanderziele zu erreichen und genügend Zeit für den Austausch zu haben, das ist das Ziel dieser Wanderreise.

Gunter Looß

Ein Reisebericht von
Gunter Looß

Typische Fensterstäbe aus Stahl (überdimensional) – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) weite Ebenen auf dem Weg zum Estanyo-See – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) der Abstieg im Sorteny-Park – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) alter Brunnen in Canillo – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) Nachbau der abgebrannten Kirche von Meritxell – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) der Eisen-Wanderweg – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) zusammen sind wir stark – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) Grillteller – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) Wir sehen einen Geier  – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) die letzte Eiszeit hinterlest tiefe Riefen im Fels – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) Pyrenäen-Lilie – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL) Abschied von Erika und unserer Reise mit Thymian-Likör – © Gunter Looß (Eberhardt TRAVEL)

Flug nach Barcelona, Transfer nach Andorra

Schon sehr früh am Morgen treffe ich mich mit drei weiteren Gästen auf dem Flughafen Halle-Leipzig.
Die Begrüßung ist herzlich und gemeinsam freuen wir uns auf das bevorstehende Abenteuer. Nach der Aufgabe unserer Gepäckstücke haben wir noch genügend Zeit zum Frühstück, bevor wir durch den Sicherheitscheck gehen. Nach dem Boarding starten wir um 06:10 Uhr mit einem Airbus A320 der Lufthansa in Richtung Frankfurt. Dort treffen wir uns am Gate mit weiteren 8 Wanderfreunden, die zu unserer Gruppe gehören. Gemeinsam gehen wir an Bord des Airbus A321 der Lufthansa und starten mit etwas Verspätung endlich um 11:45 Uhr in Richtung Barcelona. Nach einem zweistündigen Flug sind wir in Barcelona und nehmen unser Gepäck in Empfang. Auf dem Parkplatz am Hauptausgang des Flughafens finde ich unseren Transferbus nach Andorra und begrüße den Fahrer Harol, der leider nur katalanisch spricht.
Ein Wanderfreund, der separat von München angereist ist, ist nun auch zu unserer Gruppe gestoßen, sodass wir (ich mit 12 Personen) um 14:30 Uhr die Busreise nach Andorra beginnen. Zunächst verlassen wir Barcelona auf der Autobahn A2 in westliche Richtung, um später der Nationalstraße C14 nach Norden zu folgen. Nach einer kurzen Pause an einem Rasthof nahe der Stadt Ponts kommen wir in die Berge der Pyrenäen und folgen dem Flusslauf des Segre. Die abwechslungsreiche Fahrt durch Tunnel und über Brücken, vorbei an verschiedenen Staustufen des Flusses führt uns stetig bergauf zur Grenze Andorras. Nun müssen wir den gesamten Zwergstaat von Süd nach Nord durchqueren um schließlich nach 18 Uhr an unserem Hotel im Ferienort Soldeu anzukommen. Das Hotel Piolets **** ist ein Ski-Hotel in 1.800 m Höhe und beherbergt unsere Gruppe in komfortablen Zimmern mit Blick auf die Skipiste. Nach dem Check-in steht auch schon das Abendessen in Buffetform für unsere Gruppe bereit. Nach dem Essen treffen wir uns auf der Terrasse des Hotels zu einer kleinen Vorstellungsrunde, bevor wir nach dem langen Tag müde in unsere Betten fallen.

Wanderung im Gebiet des Tosa d`Incles

Nach einem stärkenden Frühstück treffen wir heute unseren Bergführer Marco, der uns seine Tschechische Wolfshündin „Selene“ vorstellt. Nach einer kurzen Kennenlernrunde und einigen Erläuterungen zu den bevorstehenden vier Wandertagen übergibt er uns jeweils eine Landkarte von Andorra und zeigt uns den Verlauf der heutigen Wanderung. Unsere heutige Tour wird uns praktisch durch die Berge um unser Hotel führen. Ziel soll der Siscaró-See sein, der sich in einer Höhe von 2.320 m befindet.
Nach dieser Einweisung haben wir Gelegenheit, im Supermarkt an der Post, nur wenige Meter vom Hotel entfernt, Proviant und Wasser für unsere heutige Tour zu kaufen. Die Geschäfte haben hier in Andorra auch sonntags und bis 20 Uhr geöffnet.
Nun geht es endlich los. Mit Wanderstöcken und -schuhen ausgestattet, mit Sonnenschutz eingecremt und mit Kopfbedeckung verlassen wir unser Hotel und erklimmen erst über Treppen, später im schattigen Wald einen ersten Anstieg. Schon jetzt sehen wir, dass die Alpenrose gerade in voller Blüte steht und der wilde Sellerie am Wegrand blüht. Bei einer ersten kleinen Trinkpause genießen wir den Blick zurück ins Tal und herab auf den Ort Soldeu. Nach einem etwas flacheren Stück Weg durch den Wald müssen wir später wieder steil bergauf über Stock und Stein steigen. In einem klaren Gebirgsbach können wir unsere Trinkflaschen auffüllen und das frische Mineralwasser trinken. Marco ist ein erfahrener Bergführer, der uns nicht nur diesen Tipp gibt, sondern auch Flora und Fauna der Pyrenäen erklären kann. Nach dieser Erfrischung benötigen wir noch eine Stunde, um die verbleibenden 200 Höhenmeter zum See zu bewältigen. Wir hören die Warnrufe eines Murmeltieres, ohne es jedoch sehen zu können. Um 13 Uhr sind wir endlich am Ziel unserer Tageswanderung und verbringen unsere Lunchpause am Bergsee Siscaró. Einige von uns haben Badesachen mit im Gepäck und auch ich kühle mich im klaren Wasser des Sees ab. Die Bergwiesen um den See sind bunt, da neben den Büschen der Alpenrosen auch rosa Alpenklee, gelbe Sumpfdotterblumen und blauer Enzian erblühen. Reste von Schnee liegen noch immer an schattigen Berghängen. Nach dieser Mittags- und Badepause geht die Gruppe noch weitere 200 Meter bergauf, um den Pass zu überqueren und danach auf der anderen Seite zurück nach Soldeu zu wandern.
Ich begleite eine Dame unserer Gruppe vom See zurück ins Tal d´Incles. Dazu folgen wir dem Flüsschen „Rio de Incles“ und gelangen an einen Wasserfall. Die blühenden Wiesen sind erfüllt vom Zitronenduft der weit verbreiteten Bärwurz. Unten im Tal angekommen ist es sehr heiß und wir genießen ein kühles Getränk in der rettenden Baude „Boda L‘Orvella Negra Xuiringuiro“. Nach dieser Erfrischung gehen wir zur Endhaltestelle des E-Busses, der die Wanderer bei Bedarf durch das Tal d´Incles zurück nach Soldeu bringt. In Soldeu bemerken wir ein aufziehendes Gewitter und beeilen uns auf den letzten Metern bergauf zum Hotel, sodass wir nicht nass werden. Als wir gerade im Hotel angekommen sind, geht der Gewitterregen mit Hagel herunter. Wir sind froh, dass auch die anderen Wanderer unserer Gruppe rechtzeitig und trocken zurückgekehrt waren. Wir verabreden uns zum gemeinsamen Abendessen und sitzen auch an diesem Abend noch etwas zusammen.

Wanderung im Sorteny–Park

Nach unserem Frühstück treffen wir uns wieder mit unserem Wanderführer Marco, der uns heute den Biosphärenpark, konkret den Sorteny-Park vorstellen möchte. Um 08.40 Uhr startet unser heutiger Fahrer Alberto den Reisebus und fährt uns zum Startpunkt der Wanderung nach Els Plans im Nordwesten Andorras. Die Fahrt führt uns durch die Gemeinden Canillo und Encamp, bevor wir dann durch einen 3 km langen Tunnel ins andere Tal gelangen. In der Gemeinde Ordino werden wir im Biosphärenreservat begrüßt. Die Luft soll hier so sauber sein, dass man sie in Flaschen abgefüllt kaufen kann. Marco weist uns auf die Felder für den Tabakanbau hin und erzählt uns, dass neuerdings auch Flächen für den Weinbau kultiviert wurden. Eine Passstraße führt uns hinauf auf 2.650 m. Hier hat Jan Ulrich 1997 auf der Tour de France das gelbe Trikot erkämpft und dieses bis Paris verteidigt.
Vom Parkplatz „La Rabassa“ (1.765 m) wandern wir zunächst auf einer breiten Schotterstraße leicht bergauf, bis wir auf einen ersten Aussichtspunkt gelangen, auf dem merkwürdige Kunstwerke aus rostigem Stahl stehen. Marco hatte uns schon auf der Fahrt im Bus von der Bedeutung der Eisengewinnung in der Vergangenheit Andorras berichtet und fragt uns nun, was diese kunstvoll gestalteten Säulen darstellen könnten. Da es niemand aus unserer Gruppe erraten kann, verrät er uns das Geheimnis. Es sind überdimensionale Fenster-Gitterstäbe, die traditionell in Andorra eingesetzt werden, um Diebe an deren Tun zu hindern. Man nennt es auch Diebeshaken, denn die Diebe würden sich beim Einstieg durchs Fenster zwangsläufig verhaken.
Weiter führt uns der Weg durch einen kleinen botanischen Garten, der die Flora der Pyrenäen zeigt. Auch die verschiedenen Gesteinsarten Andorras werden dargestellt. Nun verlassen wir den Hauptweg und biegen nach rechts in einen schmalen Pfad ein, der uns entlang eines kleinen Baches in den Wald bringt. Doch schon nach kurzer Strecke bergauf überqueren wir eine große freie Wiese, die mit vielen verschiedenen alpinen Pflanzen bewachsen ist. Die Sonne brennt und so sind wir froh, als wir an einem klaren Gebirgsbach eine Trinkpause einlegen. Nun heißt es Trinkflaschen auffüllen und den Kopf etwas abkühlen. Weiter geht es von hier (2.200 m) über freie Flächen bergauf und immer wieder stoppe ich für einen Blick zurück über die bunt blühenden Bergwiesen und einer tollen Aussicht auf die gegenüberliegenden Berge. Vor uns zieht sich der Weg über eine weite Hochebene, die immer von rosa blühenden Büschen der Alpenrose unterbrochen wird. Das kleine Bächlein, der Rio de l´Estanyo weist uns den Weg zu unserem heutigen Ziel, dem Estanyo-See (2.341 m). Ein letzter Anstieg zieht sich in der brennenden Mittagssonne und dann ist er endlich da, der See mit seinem kristallklaren blauen Wasser. Das Baden im See ist hier im Biosphärenpark nicht gestattet, aber die Füße kühle ich dennoch ab und beiße dabei genüsslich in mein Pausenbrot. Tausende Kaulquappen im Wasser und gelbe Sumpfdotter- und Trollblumen am Ufer zeigen, dass die Natur hier wirklich in Ordnung ist. Marco zeigt uns den höchsten Gipfel Kataloniens, den „Pica d´Estats“ (3.143 m), der mit seiner markanten Spitze die Bergkette Andorras überragt. Um 13 Uhr beginnen wir mit dem Abstieg und folgen dazu dem Rio de l´Estanyo wieder talwärts. Nach einer reichlichen Stunde verlassen wir den bekannten Weg und queren das kleine Tal, um in die bewirtschaftete Bergbaude „Refugi de Sorteny“ einzukehren. Bei recht warmen 24°C und Sonne nehmen wir auf der Terrasse unter den Sonnenschirmen Platz und genießen bei etwas Wind im Schatten unsere kalten Getränke. Nach dieser schönen Relax-Pause kehren wir auf der Schotterstraße zurück zum Parkplatz, wo unser Bus bereits wartet. Auf der anschließenden Rückfahrt zum Hotel stoppen wir im Ort Llorts, um ein Foto von der kleinen Kirche des Ortes zu machen.
Am späten Nachmittag erreichen wir das Hotel, wo noch etwas Zeit für einen Bummel durch Soldeu oder zum Relaxen im Spa-Bereich des Hotels bleibt. Ich genieße die verschiedenen Möglichkeiten, die Dampf- und die finnische Sauna, das Jacuzzi-Becken und den 10 m-Indoor-Pool und erhole mich recht schnell von der heutigen Bergwanderung.
Nach dem Abendessen sitzen wir wieder gemeinsam in der Runde und reflektieren die Erlebnisse des Tages.

Wanderung in der Gegend von Ransol

Wieder treffen wir uns nach dem Frühstück mit Marco, der uns wegen der Hitze von der geplanten Wanderung abrät. Die Strecke wäre zu sonnig und auch Wasserläufe gäbe es da nicht. So stimmen wir seinem Vorschlag gern zu und wollen stattdessen ein Wandergebiet im Norden Andorras in der Nähe der Ortschaft Ransol erkunden. Nach kurzer Fahrt mit dem Reisebus starten wir bereits um 09:00 Uhr. Es ist noch schön kühl. Vom Parkplatz aus zeigt uns Marco einen Wasserfall in den Bergen, der unser heutiges Ziel sein wird. Der Weg ist anfangs schattig und wird von einem kleinen Gebirgsbach gesäumt. Weiter bergauf geht es wieder in der Sonne über Stock und Stein. Die Hänge sind erneut mit rosa blühenden Alpenrosen bedeckt. Im Schatten entdecke ich eine gelbe Pyrenäen-Lilie. Immer weiter folgen wir dem kleinen Bach, den wir immer wieder queren müssen. Öfters müssen wir über Steine im Wasser balancieren, einmal müssen wir dazu sogar unsere Schuhe ausziehen. Mittags sind wir am höchsten Punkt und am Ziel unserer heutigen Tour angekommen. Wir befinden uns oberhalb des Wasserfalles und sehen über uns den Gipfel dieser Bergkette, den „Coms d’Jan“ (2.200 m). Wir genießen unsere Lunchpause, bevor wir nach einer reichlichen halben Stunde unseren Abstieg zurück ins Tal beginnen. Auf einem anderen Weg müssen wir die 300 Höhenmeter nun bergab bewältigen. Immer wieder bietet sich uns ein toller Blick hinunter ins Tal. Wir finden einen Kadaver einer Gämse, von der die Geier nur noch die Beine und ein paar Rippen übriggelassen haben. Um 13.00 Uhr kehren wir zum heutigen Ausgangspunkt zurück. Auf dem Parkplatz wartet unser Bus bereits. Schon nach 20 Minuten erreichen wir unser Hotel, wo wir Marko für heute verabschieden, während der nette Busfahrer auf uns wartet. So können wir uns schnell umziehen und frisch machen, denn auf einige wartet eine Attraktion in luftiger Höhe.
Bereits am Vortag hatte uns Marco die 2022 eröffnete Hängebrücke „Pont Tibetá“ empfohlen, die gemeinsam mit einer Aussichtsplattform hoch über der Gemeinde Canillo, erlebbar ist. Shuttlebusse bringen die Besucher zu den beiden Attraktionen. So hat Marco bereits am Vortag die 10 Tickets für uns besorgt, sodass wir 10 Personen um 13:30 Uhr mit unserem Reisebus zurück nach Canillo zur Abfahrtsstelle des Shuttles fahren.
Wir warten nicht lange, bis uns ein Bus die vielen Serpentinen hinauf zur Station der Hängebrücke bringt. Wir laufen noch einen knappen Kilometer leicht bergauf, bis wir endlich das beeindruckende Bauwerk betreten können. Für 27 Mill. € errichtet, überspannt die schmale Hängebrücke das 600 m breite Tal in luftiger Höhe. In der Mitte der Brücke befindet sich eine Bungeesprunganlage.
Auf der anderen Seite des Tales angelangt, besteht die Möglichkeit, durch das Tal zurück zu wandern. Wegen der Hitze und der knappen Zeit entschließen wir uns für die kürzere Variante. Nach einigen Fotos kehren wir über die Hängebrücke zurück zum Ausgangspunkt und laufen bergab zur Haltestelle des Busses. Dieser bringt uns nun noch ein Stück höher zur Plattform. Nach einem kurzen Spazierweg stehen wir in schwindelerregender Höhe auf dem Plateau, das weit über dem Abgrund herausragt und teilweise mit Glasboden versehen ist. Von hier oben haben wir einen prächtigen Blick auf die Gemeinde Canillo und das gesamte Tal. Wir kehren in ein kleines Lokal ein und genießen das kalte Getränk, bevor wir um 16.45 Uhr mit dem Shuttlebus zurück nach Canillo fahren. Von da bringt uns der Linienbus 3 rasch zurück ins Hotel. Doch noch ist der Tag nicht zu Ende. Denn nach dem Abendessen fahren wir erneut mit dem Linienbus nach Canillo, um den Feierlichkeiten zur Johannes-Nacht beizuwohnen. Die „Noche de San Joan“ ist in Andorra die Sommersonnenwende und wird vielerorts gefeiert. Auch in Canillo beginnt um 21.00 Uhr ein Straßenumzug mit anschließender Feuershow am Lagerfeuer. Genaueres wissen wir allerdings nicht. Neugierig starten wir um 20 Uhr mit dem Linienbus und vermuten, dass das kirchliche Fest an der Kirche des Ortes beginnt. Wir schlendern durch die engen Gassen der Altstadt Canillos und besuchen die Kirche des Ortes. Schließlich fragen wir Leute, die in Kostümen vor der Kirche warten, wo das Fest gefeiert wird. Der Umzug der Kinder beginnt wohl an der Kirche, endet aber auf dem Festplatz unten im Ort, wo auch gefeiert und getrunken wird. Schnell sind wir da und sitzen nun bei kühlen Getränken, auf die heiße Feuershow wartend. Der ganze Ort ist auf den Beinen und die vielen Kinder zünden ihr Knallzeug und ihre Wunderkerzen. Als die Dämmerung hereinbricht, trifft auch der Umzug auf dem Festplatz ein und um das Lagerfeuer tanzen kostümierte Jugendliche, die Feuerpakete um sich herumschleudern. Leider kommt unser letzter Linienbus um 22.25 Uhr, so dass wir das Fest vorzeitig verlassen müssen. Voller Eindrücke und müde fallen wir in unsere Betten.

Rundfahrt durch die Bergwelt – kulinarisches Erlebnis

Heute lassen wir unsere Wanderschuhe im Hotel. Nach dem Frühstück treffen wir unsere Reiseleiterin Erika, die gemeinsam mit uns und dem Fahrer Manolo eine Rundfahrt durch die Täler Andorras plant.
Pünktlich um 09:00 Uhr starten wir vom Hotel wieder in Richtung Canillo, wo wir nach kurzer Fahrt das Heiligtum des Landes, die Kirche von Meritxell, besuchen. Dem Glauben nach fand ein junger Mann an dieser Stelle eine hölzerne Marienstatue, die seither als Schutzpatronin Andorras verehrt wurde. Man errichtete ein romanisches Kirchlein an dieser heiligen Stelle oberhalb der Ortschaft Canillo. Leider brannte diese Kirche am 08.09.1972 komplett nieder und vernichtete auch die heilige Marienfigur. Nur die Glocken, einige Eisengitter und die goldene Krone der Maria blieb erhalten. Schnell wurde der Architekt Ricardo Bofill mit einem Projekt beauftragt und schon vier Jahre nach dem Brand konnte das neue avantgardistische Bauwerk geweiht werden, in der nun eine Nachbildung der Marienfigur verehrt wird. Jährlich zum Nationalfeiertag am 08.September pilgern tausende Andorraner hierher.
Weiter geht die Rundfahrt über die Gemeinde Encamp und erneut durch den drei Kilometer langen Tunnel ins benachbarte Tal.
Unterwegs berichtet uns unsere Reiseleiterin einiges Interessantes über Dorf Canillo, das seinen nur 4.000 Einwohnern einen Eispalast, verschiedene Sportstätten, ein Erlebnisbad, einen Skilift, ein Ärztehaus, sowie Kitas anbieten kann. Weiter erzählt sie von der Legende, dass einst Karl der Große über den Pass ins Incles-Tal kam und den Staat Andorra gründete. Die Andorraner glauben fest an diese Geschichte und so ist Karl der Große auch in der Nationalhymne Andorras verankert.
Am Ende des Tunnels gelangen wir ins Nord-Tal und befinden uns nun in Gemeinde La Massana. Im Winter ein Skigebiet, ist es im Sommer ein Eldorado für Downhill Biker. Wegen der hervorragenden Bedingungen für Wintersport (bis zu 9 Monate), aber auch wegen der vielen Angebote in der schneefreien Zeit kommen jährlich 12 Mill. (Ski-)Touristen nach Andorra. Wirtschaftlich ist somit der Wandel Andorras vollzogen. Gab es früher 16 Eisenschmieden in Andorra, die mit Wasserkraft Fensterstäbe und Kirchengitter schmiedeten und sogar exportierten, sind heute nur noch einige als Museen erhalten. Früher wurde das Erz aus Mienen in 2.650 m Höhe gefördert und mit Eseln ins Tal gebracht.
Um 11.00 Uhr stoppen wir an einer kleine Steinbrücke, die in Odino abgebaut und hier wieder komplett aufgebaut wurde. Hier beginnt unser kleiner Spaziergang auf dem Wanderweg zum Thema Eisen (Ruta del Ferro). Auf einer Wiese am Ende des Weges stehen dann verschiedene Eisenskulpturen, die immer wieder zu Motiven für Fotos werden. Wir laufen weiter bis zu dem Örtchen Llorts, das wir schon am Montag kennengelernt hatten.
Nun bringt uns der Bus nach Ordino, wo wir ein typisches Herrschaftshaus (Museum Casa d’Areny-Plandolit) besuchen. Mit einem Audioguide gehen wir durch die verschiedenen Zimmer des Hauses und erfahren in deutscher Sprache die Details der Räume und den Hintergrund der Familiengeschichte. Im oberen Saal des Hauses wird mittels Hologramme die Figur des Don Guillem lebendig. In deutscher Sprache erzählt er uns, wie wichtig er für die Reformen Andorras zu Beginn des 20. Jahrhundert war.
Um 13.00 Uhr bringt uns der Bus ins benachbarte Tal „Valles de coma Pedrosa“ zu einem für Andorra typisches Restaurant, „Boda Moli dels finals“ in der Ortschaft Arinsal. Dort genießen wir bei Wein ein typisches 3-Gang- Menü. Auf dem Tisch stehen Brot, Knoblauchzehen, halbe Tomaten und Olivenöl bereit, so dass man sofort das Brot mit Knoblauch und Tomaten einreiben und mit Olivenöl beträufelt verspeisen kann. Als Starter wird dann Coca serviert, eine pizzaähnliche Speise mit Käse überbacken. Zum Hauptgang serviert man uns geröstete Kartoffelstücken mit verschiedenen Grillfleisch-Varianten und einer Grillwurst. Nach einem kleinen Dessert und einem Espresso sind wir glücklich und satt, so dass wir nun wieder mit dem Bus in ein weiteres Tal fahren, um dort hinauf zum Flaschenhalspass (Coll de la Bolella 2.130 m) zu gelangen. Oben angekommen steigen wir aus und sehen die moderne Kunst „Sturm in einer Teetasse“ von Dennis Oppenheim. Die futuristische Kaffeetasse auf dem Gipfel des Berges ist von weit her zu sehen. Wir gehen 500 m bergab und schauen ins Tal, wo wir einen Geier sehen und genießen den frischen Wind der Berge. Anschließend bringt uns der Bus zurück nach Arinsal, wo wir eine Likör-Manufaktur besuchen möchten. Da angekommen begrüßt uns Norbert in perfektem Deutsch (eigentlich sächsischer Dialekt). Er stammt aus der Gegend von Chemnitz und heißt mit Nachnamen Marx. Er ist der Liebe wegen nach Andorra gezogen und hat seine Partnerin, Frau Engels, geheiratet. Da man in Katalonien beide Familiennamen trägt, heißt er heute also Norbert Marx-Engels, was viele Ostdeutsche der älteren Generation zum Schmunzeln bringt. Wir testen also die verschiedenen Aromen der Liköre und mit jeder Probe steigt die Stimmung unsere Gruppe. Am Ende dieser Veranstaltung sind wir alle nur noch lustig und verabschieden uns fröhlich von Norbert Marx-Engels.
Um 17 Uhr sind wir zurück in unserer Bleibe und haben noch etwas Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen.

Wanderung im Pessonskessel mit 8 Bergseen

Schon am Dienstag hatte uns Marco wegen der Hitze und dem Trinkwassermangel im UNESCO- Gletschertal Vall del Madriu eine andere Route vorgeschlagen. Wir stimmen zu und verlassen uns dabei auf die Erfahrung unseres Guides. So versammeln wir uns auch heute, vor unserer letzten Wanderung in der Hotellobby und studieren gemeinsam mit Marco die Landkarte. Wegen der Wärme starten wir schon in 2.050 m Höhe und werden 8 Bergseen sehen, bevor wir vom See „Estaby de Montmalus“ in 2.436 m wieder absteigen.
Unser Fahrer Mimon bringt uns also nach kurzer Fahrt zum Ausgangspunkt, ins nahe gelegene Skigebiet „Grandvalira“, wo wir um 09:00 Uhr unsere heutige Tour beginnen. Anfangs sehen wir die Anlagen der Skipisten und Schneekanonen. Welch krasser Einschnitt hier in die Natur unternommen wurde, um Touristen ins Land zu locken. Marco erzählt uns ganz beiläufig, dass Andorra während der Corona-Pandemie die Liftanlagen in Betrieb nehmen wollte, was aber Frankreich mit einer drohenden Schließung der Grenze unterband. So entstanden ganz nebenbei Ski-Wanderwege, die den Skifahrern den Aufstieg zum Gipfel der Pisten ermöglichten, obwohl die Liftanlagen geschlossen blieben. Wir nutzen einen derartigen Weg durch den schattigen Wald. Marco zeigt uns an einem Felsen zu unseren Füßen die Riefen, die die letzte Eiszeit auf dem Stein hinterlassen hat.
Um 10.00 Uhr und nach bereits 200 Höhenmetern machen wir eine erste Trinkpause. Unser „Herdenhund“ Selene hat ein wachsames Murmeltier erschreckt, das nun laute Warnrufe ausstößt. Wir entdecken das Tierchen am gegenüberliegenden Hang. Weiter geht es nach oben und erreichen den ersten See, den „Estany Primer“ mit einer Baude am Ufer. Bei schönstem Sonnenschein wandern wir ein Stück am Ufer entlang zur Baude und sehen Pferde mit Glocken um den Hals. Diese werden, wie auch die Rinder und Schafe, im Sommer auf die Alm getrieben. Weiter bergan führt uns unsere Wanderung und die Spuren des Skitourismus verschwinden. Wieder sind wir fasziniert von den klaren Gebirgsbächen, die den Bergwiesen die Möglichkeit geben, üppig und bunt zu blühen. Immer wieder können wir unsere Trinkflaschen mit dem frischen und mineralreichen Wasser auffüllen. Etwas höher erreichen wir nun den zweiten Bergsee „Estany Forcat“ und staunen über die Artenvielfalt der Vegetation. Marco zeigt uns eine fleischfressende Pflanze (gemeines Fettblatt). Auch Trollblumen, Alpen-Küchenschelle, Alpen-Margerite, Enzian, Sumpfdotterblumen und andere Blumen sehen wir. Vorbei an drei kleineren Seen kommen wir oberhalb des fünften Sees „Estany Meligar“ (2.450 m) zusammen, um ein gemeinsames Picknick vorzubereiten. Ich hatte am Vortag im Supermarkt landestypische Produkte, wie Ziegen- und Schafskäse, verschiedene Salami und Knackwürste, katalanischen Wein, Tomaten und ein großes Brot gekauft. Schnell war alles auf einer Decke vorbereitet. Wir stoßen auf die letzte Wanderung und die Gesundheit an und genießen die Spezialitäten und den Wein. Nach dieser gelungenen Überraschung steigen wir noch etwas höher und gelangen über einen kleinen Pass zum Weg nach unten. Auf der sonnigen Seite des Bergmassives kommen wir an mehreren kleinen Seen vorbei, bevor wir schließlich wieder zum „Estany Forcat“ in 2.364 m Höhe zurückkehren. Nun geht es über sommerlich blühende Skipisten zurück zur Talstation des Skigebietes. Die Hitze ist im Tal unerträglich und wir kehren in das 5-Sterne-Hotel „Grau Roig“, direkt an der Skipiste gelegen, ein. Unter den ausgebreiteten Sonnenschirmen genießen wir unser kühles Getränk oder den tollen Latte Macchiato, den Marco uns empfiehlt. Bei dieser Gelegenheit verabschieden wir uns von unserem genialen Wanderführer und steigen in unseren Bus ein, der uns zum Hotel bringt. Wir sind uns einig, dass der heutige Wandertag die schönste Tour der gesamten Reise war.
Um 17 Uhr sind wir zurück im Hotel und haben bis zum Abendessen noch etwas Freizeit. Wir verabreden uns noch zum gemeinsamen Fußballabend, denn heute spielt unser Team bei der Fußball-WM gegen Ecuador.

Andorra la Vella und Spaziergang Engolasters See

Nach einem gemeinsamen Frühstück holt uns unsere Reiseleiterin Erika im Hotel ab. Mit unserem heutigen Fahrer Mimon fahren wir das Tal hinab nach Canillo und Encamp und gelangen später in den dichteren Verkehr der Hauptstadt Andorra de Vella. Auf dieser Reise erzählt uns Erika erneut interessante Details zu Andorra. Amüsant finde ich die Geschichte des Briefträgers, der von Soldeu aus Briefe über den Pass nach Frankreich austragen musste. Er mühte sich Winter für Winter durch den hüfthohen Schnee, bis er im Jahr 1929 das erste Paar Ski aus Frankreich mit nach Andorra brachte. Ein neuer Trend war geboren. Der heutige Ski-Tourismus ist mit der einheimischen Bevölkerung nicht zu stemmen. So sind heute tausende Gastarbeiter aus Südamerika hier für ein halbes Jahr im Dienstleistungssektor beschäftigt. Ihr Mindestlohn beträgt 1.555 €.
Überhaupt nahm Andorra im 20. Jahrhundert eine atemberaubende Entwicklung. Gab es bis 1934 hier keine Straßen, sondern nur schmale Maultierpfade, gibt es heute großartige Verkehrskonzepte mit Tunnel und Brücken. Ebenfalls 1934 wurde das erste Elektrizitätswerk auf der Basis Wasserkraft fertiggestellt, Jedes Haus bekam eine Glühbirne und wurde an das Stromnetz angeschlossen. Nach Jahrhunderten der politischen Fremdbestimmung durch die beiden Co-Fürsten mit Sitz in Frankreich und Katalonien, wurde 1993 die erste Verfassung Andorras verabschiedet. Erika erläutert uns auch das großzügige Steuerrecht des Zwergstaates, dass von einer Einkommenssteuer mit 0% über 5% bis zu einen Spitzensteuersatz von 10% reicht.
Schließlich sind wir am ersten Ziel unserer heutigen Busreise angekommen. Bei 33°C verlassen wir den Bus am Fahrradmuseum in Andorra la Vella. Mit dem Lift gelangen wir in eine höher gelegene Ebene der Hauptstadt und stehen vor dem alten Parlamentsgebäude. Das „Casa de la Vall“ ist nach der Sanierung wieder geöffnet und bietet einen Einblick in die parlamentarische Arbeit der sieben Gemeinden.
Anschließend gehen wir durch die kleine Altstadt zum Congress Center der Stadt und vereinbaren, dass wir uns nach drei Stunden wieder hier treffen. Gemeinsam mit Erika gehen wir noch bis zum Dali-Kunstwerk zur „Erhabenheit der Zeit“ bevor wir uns im Getümmel der Geschäfte verlieren. Nun können wir individuell durch die vielen Shops und Cafés der Straßen bummeln und etwas zu Mittag essen.
Um 13.30 Uhr gehen wir dann gemeinsam zum Bus und nach einem kurzen Stopp im Depot gehrt es bergauf. Hoch über der Stadt befindet sich unser letztes Wanderziel der Reise. Wir machen einen kleinen Spaziergang um den Engolasters-See (1.616 m), der als Stausee 1934 erstmals in Andorra die Erzeugung von Elektroenergie ermöglicht hatte und dessen Wasserkraft auch heute noch genutzt wird. Erika erläutert uns, dass die damaligen Bauarbeiter des Staudammes aus Andorra la Vella mit einem Schlitten am Seil nach oben gezogen werden mussten, weil es noch keine Straßen gab. An dem Gebäude, was damals deren Unterkunft war, kann man noch einen solchen Schlitten sehen. Nach einem kurzen Spaziergang um den See lassen wir uns in einem Lokal nieder und genießen kühle Getränke im schattigen Garten des Restaurants. Um 15 Uhr beginnen wir unsere Rückreise zum Hotel nach Soldeu, stoppen aber ein letztes Mal an der kleinen Kapelle „San Joan de Casellas“ in Canillo. Erika erläutert uns, dass dieses zauberhafte Bauwerk der Romanik schöne Fresken enthielt, die wohl heute in Barcelona ausgestellt werden. Wir nutzen die feierliche Atmosphäre, um uns von Erika zu verabschieden und trinken einen Thymian-Likör der vorgestern besuchten Likör-Manufaktur.
Rasch sind wir zurück im Hotel und verabreden uns um 19.00 Uhr für ein gemeinsames Abendessen im Restaurant des benachbarten Hotels „Bruxells“.
Das war ein schöner letzter Abend und ein würdiger Abschluss unserer tollen Single-Wanderreise.

Rückreise nach Barcelona – Rückflug nach Deutschland

Heute können wir etwas länger schlafen und später frühstücken, denn die Koffer sind gepackt und unser Transferbus holt uns erst 09:30 Uhr vom Hotel ab.
Nach vier Wandertagen in atemberaubender Natur, zwei Busrundfahrten durch den Zwergstaat und den vielen Stunden des geselligen Beisammenseins fahren wir heute zurück nach Barcelona. Dazu durchqueren wir das kleine Land von Norden nach Süden, bevor wir auf spanischer Seite dem Flusslauf des Segre folgen. Tolle Berglandschaften mit verschiedenen Stauseen des Segre bieten uns eine tolle Kulisse. In einem Rasthaus machen wir eine obligatorische Pause und verlassen wenig später die Nationalstraße C14 um weiter auf der Autobahn A-2 in Richtung Barcelona zu fahren. Die Landschaft ist jetzt wieder flach und der Verkehr wird quirliger. Pünktlich erreichen wir den Airport Barcelonas und geben an Automaten unser Gepäck auf. Dann verabschieden wir uns von einem Wanderfreund, der von hier direkt nach München fliegt. Wir anderen Zwölf gehen zum Sicherheitscheck und haben noch etwas Zeit, um durch die Geschäfte zu bummeln oder einen Kaffee zu trinken.
Später treffen wir uns und gehen zum Gate B68 am äußersten Ende des Terminal 1.
Wir gehen an Bord der Lufthansa-Maschine, der Airbus A320 setzt sich mit etwas Verspätung um 16:30 Uhr in Bewegung. Pünktlich landen wir um 18.20 Uhr in Frankfurt, wo wir wieder etwas Zeit haben, um uns die Shops anzuschauen. Nun trennen wir uns in 2 Gruppen, denn sechs Singles fliegen weiter nach Dresden, ich und drei weitere Wanderfreunde werden nach Leipzig fliegen. Um 22.10 Uhr startet die Lufthansa-Maschine, um schon nach einer Stunde in Leipzig zu landen. Wir verabschieden uns herzlich und gehen nun getrennte Wege.


Die Wandersleute sind doch immer wieder lustige Menschen, vielen Dank an die Gruppe, was haben wir gemeinsam geschwitzt und gelacht, gefeiert und gesprochen. Ich bedanke mich recht herzlich bei allen Wanderfreunden für die nette Atmosphäre. Gemeinsam haben wir die prächtige Natur der Pyrenäen durchstreift und abgelichtet. Vielen Dank auch an unseren tollen Bergführer Marco und die nette Reiseleiterin Erika, die uns Flora und Fauna sowie die Geschichte Andorras gezeigt und erklärt haben. Vielen Dank auch an Vicky Kern von Eberhardt-Travel, die unsere Wanderreise so toll ausgeschrieben und geplant hat. Ich würden diese Wanderreise sofort wieder machen und kann die Bergwelt der Pyrenäen nur empfehlen.
Viele liebe Grüße
Euer Reisebegleiter
Gunter Looß


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