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eine wunderschöne Rundreise durch das südliche Rumänien und Bulgarien

Reisebericht: 07.09. – 18.09.2026

Rumänien und Bulgarien sind Länder, die teilweise noch zu entdecken sind. Wunderschöne Landschaften, große Historie und freundliche Menschen. Und so haben wir uns auf die Reise gemacht...

Frank Schäfer

Ein Reisebericht von
Frank Schäfer

kleiner Salat Minerva Hotel Bukarest – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) rumänische Fahne am Kloster Sinaia – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Wochenmarkt Hermannstadt – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Wochenmarkt Hermannstadt – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Karpatenbier – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Kloster Cozia Altar – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) altes römische Pflaster Sofia – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Kirche aud der Festung Tsaravets Velike Tarnovo – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Velike Tarnovo – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Kloster Aladscha Blick zum Goldstrand – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) etnografisches Museum Constanta – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL) Kirche neben Hotel Bukarest – © Frank Schäfer (Eberhardt TRAVEL)

Ankunft in Bukarest

Unsere Reisegruppe traf sich im Flughafen in Frankfurt. Die Gäste kommen aus Sachsen, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Alle Flüge waren pünktlich und so konnten wir auch am Flughafen Bukarest von unserer örtlichen Reiseleitung Erzsebet Schulleri zum späten Mittag in Empfang genommen werden. In zwei Kleinbussen ging es durch die sonnige und warme Stadt direkt zum Hotel wo wir eincheckten. Hier konnte gleich etwas Geld am Automaten bezogen werden. Gleichzeitig war Gelegenheit einen kleinen Erkundungsspaziergang rund um das Hotel zu unternehmen.
Nachdem die beiden Gäste aus der Schweiz am frühen Nachmittag direkt angekommen waren, war unsere Reisegruppe komplett und wir konnten unsere Stadtrundfahrt starten. Mit den beiden Kleinbussen ging es zum Parlamentspalast. Es ist das größte Verwaltungsgebäude Europas. Erzsebet erzählte uns Interessantes zur Entstehung und Bedeutung. Danach besichtigten wir noch die Nationalkathedrale, die sich noch im Bau befindet sowie den Revolutionsplatz mit interessanten Bauten. Das Denkmal der Wiedergeburt z.B. ist eine 25m hohe Mamorstele mit eine metallenen Krone.
Zurück im Hotel gab es ein erstes rumänische Abendessen als 3 Gänge Menü. Anschließend trafen wir uns in der Lobby um uns gegenseitig vorzustellen und kennenzulernen. Dies war auch eine Gelegenheit einen ersten, positiven, Eindruck vom rumänischen Usus-Bier zu erhalten. Es endete ein langer Tag mit zufriedenen Gästen.

Wir fahren nach Transilvanien

Nun waren wir gespannt auf das Landesinnere von Rumänien. Das Frühstück war reichhaltig und gut. Vor dem Hotel stand ein kleiner Reisebus in dem wir alle gut Platz fanden. Etwas schwieriger war das Gepäck einzufädeln. Aber unser Fahrer beherrschte die logistische Meisterleistung und so blieb kein Koffer zurück.
Es ging zum Schloß Peles im Ort Sinaia. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt konnten wir dieses wunderschöne Schloß mit dem Park, eingebettet in den Bergen, anschauen. Über einen kurzen Spaziergang vom Schloß erreichten wir das Kloster Sinaia. Hier sahen wir eine alte sehr imposante Kirche mit vielen Wandgemälden. Das dieses Kloster noch lebendig ist, zeigt uns die Anwesenheit von Mönchen. Am Kloster stiegen wir in unsern Bus nach Bran. Dort steht das Dracula Schloß. Der Burgherr Fürst Vlad soll ein grausamer Herrscher gewesen sein. Im Schloß sind einige Räume entsprechend ausgestattet - ach wenn mich gruselte. Aber auch sonst ist das Schloß sehr sehenswert. Die Gäste trafen nach der Besichtigung pünktlich am Treffpunkt ein und wir fuhren in Richtung Brasov. Wir hatten vereinbart, eine größere Pause in Brasov (Kronstadt) einzulegen. Nach kurzer Info verteilten wir uns in der entspannten Fußgängerzone der beschaulichen Stadt. Bei Kaffee, Kuchen und herrlichem Wetter konnten wir uns für den Stadtrundgang und die Besichtigung der schwarzen Kirche stärken. Diese ist die größte Kirche zwischen Wien und Istanbul, beeindruckend außen und innen. Von Erzsebet erfuhren wir sehr viel über die Stadt, Stadtwappen und Sage, Kirche und Reformation. Es fiel schwer Kronstadt, der deutsche Name von Brasov, zu verlassen. Am Abend trafen wir in der höchsten Stadt von Rumänien, in Predeal ein. Nach einem Glas Begrüßungswein konnten wir das Abendbuffet genießen. Wir hatten den ganzen Tag schon geschaut, ob wir einen der rumänischen Braunbären sehen konnten. Leider gab es diese aber nur aus Holz geschnitzt oder ausgestopft zu sehen. Am Abend jedoch klingelten alle Handys mit einer amtlichen Gefahrenwarnung vor einem Bären in der Fußgängerzone von Predeal. Auf diese Besichtigung haben wir lieber verzichtet und sind im Hotel geblieben.

Insgesamt ein sehr schöner Tag mit wunderbarem Wetter und vielen Eindrücken.

Inmitten von Siebenbürgen

Transilvanien oder Siebenbürgen ist eine vielschichtige und interessante Gegend.
Nach einem guten Frühstück und Gepäck "einpuzzeln" starteten wir nach Shighisoara (Schäßburg). Die Fahrt durch liebliche Landschaft war sehr abwechselungsreich. Kleine Dörfer mit Ortschildern in drei Sprachen wechseln Landstrichen mit wenig Besiedelung ab. Pausen wurden bei Bedarf an blitzsauberen Tankstellen mit Shop und Toiletten eingelegt. In Shighioara angekommen, liefen wir erst ein wenig durch die schöne Altstadt um dann den Burgberg zu erzwingen. Das wir im UNESCO-Weltkulturerbe sind, ist nicht zuletzt auch dem wunderschönen Stundturm zu verdanken. Durch dieses Stadttor gelangen wir auf die Burg. Erzsebet erzählt uns viel aus der Geschichte und über das heutige Leben in Rumänien. Im Geburtshaus von Dracula gibt es ein Gruselkabinett zu besichtigen. Schnell hinaus über den Bergfriedhof zur Bergkirche. Von dort gab es einen schönen Blick über die Stadt mit vielen mittelalterlichen Gebäuden. Jetzt hatten wir ca 1h freie Zeit zur individuellen Besichtigung und Entspannung. So konnten wir dann auch in einem kleinem Kaffee auf dem Markt bei herrlicher Sonne das Geschehen beobachten.
Anschließend ging es über kleine Straßen und schöne Landschaft nach Biertan (Birthälm) mit einer sehr großen Kirchenburg aus dem 16. Jh. Hier war einst der Bischofssitz der Siebenbürger Sachsen. In einer Führung wurde uns diese wunderschöne Kirche gezeigt. Als besonderes Erlebnis durften wir noch einer Orgelprobe beiwohnen. Das hat uns alle fasziniert.
Anschließend ging es nach Sibiu in das Hotel. Vor dem Abendessen mit 3 Gänge Menü nutzten einige Gäste noch das hoteleigen Schwimmbad um sich nach dem warmen, sonnigen Tag zu erfrischen.

Insgesamt ein schöner Tag in einer lieblichen, geschichtsträchtigen Landschaft

entspannter Tag in Sibiu und Abendessen bei rumänischen Bauern

Heute sind wir in Sibiu (Hermannstadt) geblieben.
Nach einem sehr vielfältigen und reichhaltigem Frühstücksbuffet sind wir in die Innenstadt gelaufen. Hermannstadt war 2007 europäische Kulturhauptstadt und das ist dieser wunderschönen Stadt anzumerken. Am Piazza Mare erläuterte uns Erzsebet die einzelnen Gebäude und deren Bedeutung. Das Brukenthalmuseum ist ein sehr bedeutendes Kunstmuseum. Danach schauen wir uns die katholische Kirche an, in der Gottesdienst in drei Sprachen gehalten wird. Über die Lügenbrücke gelangen wir zur evangelischen Kirche. In der Reisegruppe gab es scheinbar nur ehrliche Menschen. Bei keinem Gast wackelte die Brücke. Neben der ev. Kirche befindet sich das deutsche Gymnasium. Durch die geöffneten Fenster konnte man fleißige Kinder lernen sehen. Insgesamt ein sehr beeindruckendes Areal.
Gar nicht weit entfernt befindet sich die orthodoxe Kirche von Sibiu. Auch hier gab es eine Pracht von Ikonen und Wandbildern zu bewundern.
Danach war freie Zeit für die Reisegruppe. Einige schauten sich die Museen, andere das Freilichtmuseum an. Beim Bummeln durch Unter- oder Oberstadt gab es viel zu sehen, auch einen Bauernmarkt.
18 Uhr trafen wir uns wieder im Hotel und fuhren anschließend in die Berge nach Sibiel zum Abendessen bei rumänischen Bauern. In dem schönen Dorf angekommen, wurden wir von den Gastgebern mit einem Schnaps begrüßt und und in den Gästeraum geführt. Hier gab es bei Krügen von frischem Wasser und Wein eine landestypische Vorspeise mit frischem Gemüse und Bergkäse. Wunderbar. Anschließend kam Sarmale auf den Tisch, eine typische rumänische Spezialität. Hackfleisch umwickelt mit Kohlblättern und auf Sauerkraut. Zum Abschluß gab es für jeden noch ein Stück Kuchen. Wir haben uns sehr wohl gefühlt, viel erzählt und gelacht.

wir fahren nach Craiova in der Walachei

heute verlassen wir Transilvanien (Siebenbürgen) und fahren in die Walachei
Auch heute war das Frühstück sehr gut. In Richtung der Karpatenberge haben wir Sibiu verlassen und sind entlang des Flusses Olt zum Kloster Cozia gefahren. Der Fluß Olt ist mit ca. 600 km der längste Binnenfluß Rumäniens und mündet in die Donau. Vorher durchbricht er in einem tiefen Tal die Karpaten. Die Straße schlängelt sich am Fluß und es gibt einige spektakuläre Ausblicke. Das Kloster liegt inmitten der Berge. Zur Zeit wird es renoviert und ist nicht besichtigbar. Aber die Nebengebäude wurden als Museum eingerichtet. Es gibt eine Ikonenausstellung und auch eine Kapelle wurde nachgebildet. Insgesamt war dies sehr sehenswert. Bis Craiova war es dann noch eine lange Fahrt mit Staus und Straßenbaustellen. Die spektakuläre Fahrt am Olt ist auch eine fahrtechnische Engstelle. Mit zwei Pausen sind wir jedoch wohlbehalten gegen 14:30 Uhr angekommen. Ein schönes Kunstmuseum stand auf dem Plan, ein interessantes Gebäude mit Kunstwerken von rumänischen Künstlern. Auf den Bilder konnte man gut sehen, wie die Menschen früher gelebt haben. Nach einem kurzen Stadtrundgang hat die Gruppe sich entschieden den Vorschlag, zum Park Romanescu zu fahren, anzunehmen. In der Stadt war es heiß und stickig. Im Park dagegen war es sehr angenehm, bei einem lauen Lüftchen konnte man am See sitzen und frische Getränke genießen. Das hat nach der langen Fahrt allen gut getan.
Das Hotel war dann nicht ganz so gut wie wir es gewünscht hätten. Anstelle einer Bar konnten wir außerhalb einige Getränke holen und den Abend ausklingen lassen.

Es war ein längerer Fahrtag, es gab aber schöne Höhepunkte wie das Kloster Cozia oder den Park Romanescu

wir erreichen Bulgarien und die Hauptstadt Sofia

Nach dem Frühstück ging es auf direktem Wege nach Bulgarien. Vorher hatten wir noch ein Geburtstagskind dem wir natürlich gebührend gratuliert haben. Die Donau trennt Rumänien von Bulgarien und so fuhren wir über die große Donaubrücke hinüber. Das erste Ziel war die Festung Baba Wida. Die Burg ist sehr alt und war eine Grenzbefestigung der Römer an der Donau. Dementsprechend gab es viel zu kraxeln und zu untersuchen. Der Blick au die Donau war sehr schön. Erzsebet hat uns gute Informationen gegeben. Anschließend fuhren wir in die Berge zur Festung Belogradschik; Sandsteinformationen in einer Länge von 30km. Die spektakulärsten befinden sich in der Festung. Es gab herrliche Aussichtspunkte und Blicke in die Landschaft, viel Auf- und Ab und auch ein kleines Freilichttheater. Die Foto-Handys wurden ständig ausgelöst. Bei der Festung gab es auch einige Möglichkeiten etwas zu essen oder trinken zu kaufen. Gegen 14 Uhr ging es weiter in Richtung Sofia.
Kurz nach Bovowitzka wurde unser Bus rechts herausgewunken: örtliche Polizeikontrolle. Unser Busfahrer wurde kontrolliert. Erst nach ca. 30 min ging es weiter. So kamen wir in Sofia erst nach 17 Uhr an. Die lokale Reiseführerin für Sofia wartete schon auf uns. Mit ihr ging es zuerst in die Alexander-Newski-Katehdrale, erst im 19. Jh. erbaut und sehr spektakulär. Zu bewundern sind Ikonen und Wandmalereien. Bei einem ausführlichem Stadtrundgang durch die Innenstadt konnten wir weitere historische Gebäude bewundern wie Georgsrotunde oder Banya-Baschi Moschee. Auf den, beim U-Bahn-Bau entdeckten, römischen Straßen sind wir gelaufen. Das Denkmal der heiligen Sofia, die Namensgeberin der Stadt, haben wir von dort gesehen und an den Thermalquellen konnten wir uns aufwärmen.
In Sofia hat es das erste Mal während der Reise geregnet. Ein gewittriger Schauer ist über die Stadt gezogen. Aber die Reiseführerin wußte immer ein trockenes Plätzchen zu finden und so konnten wir die Stadtführung gut bis zum Ende durchführen. Es war sehr interessant.

Im Hotel gab es dann Abendessen mit einem 3-Gänge Menü. Da wir am nächsten Tag zeitig raus wollten, haben sich die Gäste nach dem Abendessen verabschiedet.

Ein schöner Tag mit wichtigen Höhepunkten. Der Stadtrundgang durch Sofia war das Highlight des Tages weil es hier unheimlich viel zu sehen und zu besichtigen gibt.

Rila Kloster und Rhodopeneisenbahn

Die Rhodopenbahn ist eine öffentliche Schmalspurbahn nach einem Fahrplan. Dementsprechend mußte der Tagesplan so geplant werden, dass wir die Bahn auch zeitgerecht erreichen.
Abfahrt war für uns 06:00 Uhr vom Hotel in Sofia. Da es um diese Zeit noch kein Frühstück gibt, wurden Verpflegungspakete ausgeteilt. Auch an unsere Vegetarier war gedacht worden und dies war entsprechend gekennzeichnet. So fuhren wir in den Sonnenaufgang in Richtung Rila-Gebirge und erreichten gegen 08:00 Uhr das Rila-Kloster. Es war Sonntag und der Gottesdienst hatte schon begonnen. Mit Anmut besichtigten wir die wunderschönen Außenwände der Kirche und bewunderten die Inneneinrichtung. Still lauschten wir den Gesängen und Gebeten. Die Museen im Kloster hatten wg. Reinigung noch zu, lediglich der Turm öffnete für uns. Im Hintergrund waren die Berge im Nebel zu sehen. Es gab viel zu fotografieren. Im hinteren Bereich des Klosters konnten wir einen Kaffee und warmes Gebäck kaufen, eine Wohltat nach dem zeitigen Aufstehen. Dann ging es weiter in Richtung Septemvri. Da wir früh zeitig losgefahren waren, konnten wir uns noch eine Pause während der Fahrt durch das Rhodopengebirge leisten und erreichten pünktlich den Bahnhof der Schmalspurbahn. Über 3 h ging es dann per Zug durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft durch Tunnel, über Brücken, entlang der Straße oder am Rande der Berge und über Wiesen. In Cerna Mesta holte unser Bus uns wieder ab und wir fahren direkt nach Plovdiv ins Hotel.

Besichtigung von Plovdiv, Rosenmuseum, Chipkapass und Freilichtmuseum

Nach dem Frühstücksbuffet starten wir mit unserem Bus in die Altstadt von Plovdiv. Plovdiv ist eine wunderschöne Stadt und war nicht umsonst 2019 europäische Kulturhauptstadt. Von dort erkundeten wir die Stadt per Fuß mit einem Stadtrundgang, sahen das römische antike Theater (das auch heute noch in Betrieb ist), den wunderschönen architektonischen Komplex über der Stadt, die sehenswerte Altstadt, Kirchen und Museen. Erzsebet wußte sehr viel Wissenswertes zu vermitteln. Danach hatten wir eine Stunde um uns noch selbst umzusehen. In kleinen Gruppen gingen wir z.B. in die Altstadt, erkundeten einen Turm oder besichtigten die Kirche der Sveta Marina noch etwas genauer. Pünktlich zur vereinbarten Zeit trafen sich alle wieder und wir starteten unsere Fahrt zum Rosenmuseum in Kazanlak. Hier im Schutze des Balkangebirges liegt das berühmte Rosental. Für einen Liter des begehrten Rosenöls müssen rund 4 Tonnen Rosenblätter destilliert werden. All das erfuhren im kleinen, sehenswerten Museum. Im Museumsshop gab es auch die Gelegenheit duftende Mitbringsel zu kaufen.
Danach fuhren wir zum Schipkapass um dort eine Mittagspause einzulegen. Da am Monument umgebaut wird, gab es nur die Möglichkeit von der Straße aus den Pass zu Fuß zu erklimmen. Das hatte sich gelohnt. Eine wunderschöne Fernsicht nach allen Richtungen. Man meinte schon das schwarze Meer zu sehen. Das Denkmal erinnert den russisch-osmanischen Krieg von 1878 in dem Zuge Bulgarien befreit wurde. Am Pass an der Straße gab es dann auch noch die Möglichkeit etwas zur Mittagspause zu essen oder zu trinken.
Am Nachmittag erreichten wir das ethnologische Museum von Etar. Bereits in den 60er Jahren wurden Handwerker-Häuser aus verschiedenen Gegenden Bulgariens versetzt und hier wieder aufgebaut. Man kann diese in Aktion sehen, Handwerker zeigen wie früher gearbeitet wurde. Nach einer ausführlichen Erläuterung durch Erzsebet konnten wir selbst durch die Handwerkergassen schlendern, die Erzeugnisse kaufen oder uns auch die Produkte der Bäckerei oder des türkischen Kaffeehauses schmecken lassen. Das war bei dem warmen Wetter und Sonnenschein wunderbar.
Am späten Nachmittag ging es dann weiter nach Trnava einem kleinen Kurort im Gebirge. Wer wollte, besuchte das Schnitzermuseum oder ging noch einen kleinen Spaziergang durch das beschauliche Örtchen. Das Hotel lag hoch über dem Ort und ist sehr schön. Bei bulgarischem Bier und Wein ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.
Dies war ein sehr vielfältiger und schöner Tag. Die Vielfalt hat allen Gästen gefallen. Gern hätten wir mehr Zeit in Plovdiv verbringen können, aber trotzdem eine guten Eindruck erhalten.

Besuch in Arbanassi, Velike Tornovo und Fahrt an das schwarze Meer

Das Frühstücksbuffet war wunderbar und bei der frischen Gebirgsluft hatten die Gäste gut geschlafen. In Abstimmung mit einer anderen Reisegruppe starteten wir 08:45 Uhr entspannt in den Tag. Das erste Ziel war das Dorf Arbanassi, ein schöner Ort in dem wir die Kirche der "Geburt Christi" aus dem Ende des 16. Jh. besichtigten. Diese ist innen ganz reich verziert. Alle Wände sind mit Malereien christlicher Geschichten bemalt. Die Kirche ist heute ein Museum. Die örtliche Führerin erläuterte uns die biblischen Motive und Besonderheiten. Am Motiv des "Rades des Lebens" hat man das Leben von Geburt bis zum Tod dargestellt. Die Kirche ist ist von außen unscheinbar, weil sie während der Zeit der osmanischen Besetzung entstanden ist. Eine Kirche durfte so hoch sein, wie ein türkischer Reiter auf einem Pferd. Anschließend machten wir noch einen kleinen Umweg zu unserem Bus um noch etwas von dem sehenswerten Ort zu erfassen.
Nach Velike Tarnovo brauchten wir nur kurz den Berg hinabzufahren. Im zweiten Zarenreich war die Stadt Hauptstadt von Bulgarien. Das kann man heute noch erahnen. Auf einem Hügel trohnt die Festung Tsarevez, eine gigantische Anlage. Vor der Besichtigung ist unser Busfahrer mit uns noch eine Runde durch die Altstadt gefahren um einen ersten Eindruck zu vermitteln. Die Festung besichtigten wir erst gemeinsam. Erzsebet erläuterte uns Bau und Bedeutung. Danach erhielten wir Gelegenheit die Festung selbst "zu erobern". Überall gab es Informationen und eine Lautsprecheranlage gab Hinweise in bulgarischer und englischer Sprache. Allerdings sind die Wege auch etwas historisch. Aber mit der notwendigen Sorgfalt beim Besteigen gab es keine Unfälle oder Schwierigkeiten. Die Gäste hatten sich nach dem langen Tag gestern eine entspannte Mittagspause gewünscht. So hatten wir Gelegenheit in Velike Tarnovo die Stadt zu erkunden und in Cafes und kleinen Restaurants einen Snack oder Getränk zu genießen.
Gut gestärkt ging es dann mit zwei Pausen weiter an die Schwarzmeerküste. Unser Ziel Goldstrand wurde in den 60er Jahren als Touristenort aufgebaut und besteht im Wesentlichen aus Strand, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten. Unser schönes Hotel war relativ groß und bot alle Möglichkeiten eines Badehotels incl. Pool und "all inclusive". Das Buffet war im gut frequentierten Speiseraum sehr vielfältig und so saßen wir noch lange zusammen, ließen es uns gut gehen und besprachen die Pläne für den kommenden Tag.

Badetag und freie Gestaltung am schwarzen Meer

Ein Sonnenaufgang am Meer ist schon etwas Besonderes. Und so standen einige Gäste um 06:30 am Strand und machten die ersten Fotos vom Meer. Aufgrund einiger kleiner Wolken in der Ferne war die Sonne nicht ganz frei, die Bilder aber umso spektakulärer. Der heutige Tag war zur freien Verfügung der Gäste. Und so waren die Gäste am Strand, am Pool oder zu einem Ausflug in Varna. Ich hatte eine kleine Wanderung zum Kloster Aladscha angeboten. So gingen wir nach dem Frühstück durch den geschützten Naturwald auf schattigen Wegen leicht bergauf zum Kloster. Das Kloster liegt in einer Felsenwand und ist heute ein Museum. Die Mönche hatten in Felsspalten gelebt, auch die Kirche war in einer Felswand. Die Anlage ist sehr schön gestaltet und man hat einen guten Fernblick auf das schwarze Meer. Ein lohnenswertes Ziel. Kurz vor Schließung des Mittagsbuffets waren wir wieder zurück am Hotel. Danach ging es an den Strand. Man merkte, das die Hautsaison vorbei war, es war schon etwas ruhiger. Aber das Wetter war warm und bei einer Wassertemperatur von 25 Grad C ein Bad im Meer ein "Muss". Zum Abend trafen wir uns alle im Außenbereich des Restaurant wieder, stellten uns eine große gemeinsame Tafel zusammen und genossen den Abend bis das Restaurant schloß und wir diesem freundlich verwiesen wurden. Wer noch nicht ins Bett wollte, nutzte den Abend noch für eine Runde Billard.

Insgesamt war es ein entspannter Tag den alle sehr genossen haben.

Rückfahrt über Constanta nach Bukarest

Ein letztes Mal haben wir das schöne Frühstücksbuffet des Hotels genutzt, ausgescheckt und dann ab in den Bus. Der kam ein paar Minuten später weil der Parkplatzservice noch eine Quittung ausstellen mußte. Aber das war kein Problem. Wir bewunderten wieder das "Koffer-Tetris" zum Einpacken der Koffer in den Bus. Als der letzte dann im Bus verschwunden war, gab es für unseren Busfahrer den wohlverdienten Beifall. Die Fahrt ging entlang der Schwarzmeerküste und gab immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer. Die Küste ist ein wenig hügelig und damit abwechselungsreich. Der Grenzübertritt nach Bulgarien war relativ schnell erledigt. Wir mußten unsere Ausweise zeigen und die Koffer wurden kurz von außen inspiziert, danach noch eine kurze Pause an der Tankstelle. Dann erreichten wir nach kurzer Fahrt die Stadt Constanta. Sie wurde vor 2600 Jahren gegründet und ist damit die älteste Stadt Rumäniens. Am späten Vormittag besuchten wir das Volkskundemuseum mit Trachten aus verschiedene rumänischen Gegenden. Danach konnten wir bei einem Stadtrundgang die Altstadt mit der Fußgängerzone und den großen Marktplatz besuchen. Während es zu Hause in Deutschland herbstlich kalt war, konnten hier die Menschen bei sommerlichen Temperaturen in kleinen Straßencafes sitzen, Eis essen und sommerlich bekleidet durch die Straßen schlendern. Wir besuchten die orthodoxe Kirche und die Moschee. Vom Minaretturm hat man einen schönen Blick auf das Meer, die neu restaurierte alte Börse und das Hafengelände. Von Elzebeth haben wir sehr viel über die interessante Stadt, die Geschichte und die Gegenwart erfahren. Bei Zeit zur freien Verfügung hatte dann jeder genügend Zeit die Ausstellungen in der alten Börse zu besichtigen, etwas zu essen oder an der Promenade mit sehr schönen kleinen Restaurants zu schlendern.
Entspannt gingen wir dann zum Bus mit dem Ziel Bukarest. Von Constanta nach Bukarest gibt es eine Autobahn, so dass wir relativ schnell Bukarest und unser Hotel erreichten. Imposant war unterwegs die Überquerung der Donau. Aufgrund des geringen Gefälles spaltet sich die Donau auf zwei große Flußarme, so dass wir zwei Mal über die Donau fuhren.
Am Abend war ein Abendessen mit Folklore geplant. So fuhren wir in die Innenstadt und sahen uns vorher noch einige Sehenswürdigkeiten der Bukarester Innenstadt an. Besonders gefallen haben die kleinen Restaurants in den Passagen. Man fühlte sich in die 20er Jahre versetzt und Bukarest wird nicht umsonst als "Paris des Ostens" bezeichnet. In einer alten Karawanserei konnten wir zu Abend essen und den Darbietungen der Folkloregruppen (Musik und Tanz) beiwohnen.
Da dies nun leider schon der letzte Abend der wunderschönen Reise war, haben wir uns nochmal an der Hotelbar zusammengesetzt.

Heimreise in die Schweiz und nach Deutschland

Heute geht es wieder nach Hause.
Die Gäste nutzen den Vormittag um noch einmal gemeinsam ausgiebig zu frühstücken und Erinnerungen der Reise auszutauschen. Danach bereiten sich alle auf die Heimreise vor. Einige kaufen in den umliegenden Geschäften noch Proviant und Mitbringsel ein oder spazieren noch etwas im Park oder besuchen eine kleine Kirche in der Nähe.
Dann hieß es Abfahrt. 11:45 fuhr uns der Bus zum Flughafen. Dort verabschieden wir uns von Erzsebet und bedanken uns für die wunderschöne Zeit, super Organisation und die ganz vielen Informationen. Auch von unseren schweizer Gästen verabschieden wir uns, sie flogen direkt nach Zürich. Wir anderen flogen gemeinsam nach Frankfurt/M und dann jeder in seine Heimatregion.
Fast pünktlich und ohne größere Probleme erreichten wir alle unser Zuhause.


Damit geht einen wunderschöne Reise zu Ende. Wir haben ganz viel gesehen und einen guten Eindruck dieser beiden tollen Länder und deren freundlichen Menschen erhalten. Es war eine super Reisegruppe. Alle haben sich gut miteinander verstanden, wir haben viel gelacht, viel erzählt und eine tolle gemeinsame Zeit gehabt.
Ich freue mich, die eine oder den anderen bei einer zukünftigen Reise in Rumänien oder Bulgarien zu treffen. Es gibt noch so viel zu entdecken.

Frank Schäfer


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