Die Perlen des Baltikum
Reisebericht: 22.07. – 01.08.2014
xxxxxxxx
Ein Reisebericht von
Kerstin Hugel
22.07.2014 Anreise nach Vilnius
Endlich Urlaub und Vorfreude auf das Baltikum. Nach einem kurzen Stau traf sich unsere Reisegruppe am Flughafen Berlin-Tegel. Über Riga flogen wir mit Air Baltic nach Vilnius, der Hauptstadt von Litauen. Wir wurden von Regina bereits erwartet. Nach einer kurzen Fahrt durch die Stadt, erreichten wir unser zentral gelegenes Hotel Congress am Ufer des Flusses Neris. Nach einem leckeren Abendessen unternahmen einige Gäste schon einen ersten Bummel durch die Stadt.
23.07.2014 Vilnius und Wasserburg Trakai
Gut gestärkt fuhren wir zur Peter- und Paul-Kirche. Von außen eher schlicht überrascht der barocke Kirchenraum mit faszinierenden, weißen Stuckverzierungen und Reliefs. Wie Rom wurde Vilnius auf sieben Hügeln erbaut. Von einem dieser Hügel hatten wir einen schönen Panoramablick auf die gesamte Stadt. Vorbei am Burgberg mit den Überresten der oberen Burg und dem Gediminas-Turm, fuhren wir zum Tor der Morgenröte. Hier begann unser Rundgang durch die Altstadt. Wir spazierten zum Rathausplatz, zum Judenviertel und vorbei an alten Bürgerhäusern zum Präsidentenpalast. Die Kathedrale hatte was besonderes zu bieten, den daneben steht der Glockenturm. Langsam knurrte der Magen und jeder kehrte in eines der zahlreichen Restaurants ein. Bevorzugt wurde die kalte Rote Beetesuppe.
Anschließend startete unser Ausflug nach Trakai. Auf einer Halbinsel des Galve-Sees sahen wir die mittelalterliche Burganlage. Die Kameras klickten. Bei blauen Himmel und Sonnenschein gelangen und traumhafte Postkartenfotos. Von Regina erfuhren wir viel Interessantes und Wissenswertes zur Geschichte der Wasserburg.
24.07.2014 Kaunas und Klaipeda
Heute fuhren wir in die zweit größte Stadt Litauens nach Kaunas, am Zusammenfluß von Memel und Neris. Durch die günstige Lage und den Handel mit Russland und Polen siedelten sich viele Handwerker und Händler an, so dass die Hanse bis Mitte des 16. Jhd. hier ein Kontor unterhielt. Vorbei an der alten Burg liefen wir zur St.Georgs-Kirche mit angeschlossenem Kloster. Während der Sowjetzeit wurde die Kirche geschlossen und als Lagerhalle genutzt. Bis auf die Altäre wurde alles abmontiert, erhalten sind nur die ehemals schönen Wandmalereien. Dennoch wird St. Georg als Gotteshaus genutzt und hofft auf zahlreiche Spenden für die Renovierung. Unser Spaziergang führte uns weiter zum Rathausplatz. Hier steht das Rathaus, wegen seiner weißen Farbe liebevoll der weiße Schwan genannt. Der Rathausplatz wird gesäumt von schönen Gildehäusern und der Fassade der Jesuitenkirche.
Am Nachmittag erreichten wir Klaipeda (Memel), die 3. größte Stadt Litauens an der Ostseeküste. Nach dem wir im Hotel Amberton Klaipeda unsere Zimmer bezogen hatten traffen wir uns zum Stadtrundgang.hatten, unternahmen wir einen abendlichen Stadtrundgang. Am Ännchen von Tharau Brunnen, vor dem alten Theater stimmte Herr Heinze einige Gäste das bekannte Lied an. Nach dem Abendesssen besuchten wir noch einmal die Stadt. Die ertsen Stände waren schon aufgebaut. Den es wurden viele Besucher zum Meeresfest erwartet.
25.07.2014 Kurische Nehrung
Unser heutiger Tagesausflug führte uns auf die Kurische Nehrung. Die Nehrung trennt das Haff bis auf die schmale Meerenge bei Klaipeda, von der Ostsee. Mit der Fähre setzten wir in nur 10 Minuten über. Unser erstes Ziel war die Hohe Dünne. Von oben eröffnete sich uns ein fantastischer Blick auf die weite Landschaft aus Sand, den rot-weißen Leuchtturm von Nida und auf das Haff. Unser nächstes Ziel war Nida (Nidden), wo wir das Thomas Mann Haus, Sommerhaus des Literaturnobelpreisträgeres, besichtigten. Unsere Mittagspause verbrachten wir in Nida, dem reizvollen Fischerdörfchen. Mit dem Bus fuhren wir anschließend nach Juodkrante (Schwarzort), einer der ältesten Orte der Nehrung. Hier durchstreiften wir den märchenhaften Hexenberg auf einer dicht bewaldeten Düne. Viele Holzskulpturen litauischer Künstler säumen den Weg und erzählen gute und böse Geschichten aus der litauischen Märchenwelt und Mythologie. Auf Grund der warmen Temperaturen besuchten wir den Ostseestrand. Einige mutige stürzten sich in die Fluten. Durch die Wassertemperatur von 14 Grad zogen doch die meisten einen Spaziergang durch das Wasser vor. Am Abend hielt es dann keinen im Hotel und wir stürzten uns in den Trubel des Festes.
26.07.2014 Berg der Kreuze – Riga
Die nächste Stadt des Baltikum wartete schon auf uns. Die lettischen Hauptstadt Riga. Unterwegs besuchten wir in Siauliai, den Berg der Kreuze, den bedeutendsten Wallfahrtsort Litauens. Hier reiht sich ein gigantisches Meer von Kreuzen aus Holz, Metall und Plastik aneinander. Dieser Berg steht auch für da Unabhängigkeitsstreben der Litauer. In Gedenken an die Opfer des Aufstandes gegen den Zaren im 19. Jhd. wurden die ersten Kreuze aufgestellt. In der Sowjetzeit wurde der Berg niedergewalzt, dennoch standen am nächsten Tag die ersten Kreuze wieder da. Jeden Tag werden es mehr Kreuze, es sollen über 100.000 sein. Selbst der Papst besuchte diese heilige Stätte. Nach einem leckeren Mittagessen erreichten wir am Nachmittag Riga. Wir fuhren noch zu einem Rundgang in das Jugendstilviertel und waren erstaunt über die schönen Fassaden.
27.07.2014 Riga
Am nächsten Morgen begaben wir uns auf eine ausführliche Erkundungstour durch Riga, deren Altstadt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Vom Rathausplatz begannen wir unsere Stadtbesichtigung durch die Altstadt. In der Mitte steht die Statue von Roland und blickt auf das Rigaer Rathaus, welches originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Gegenüber bestaunten wir das prunkvolle Schwarzhäupterhaus. Unser weiterer Weg führte uns auch zum Livenplatz, wo wir die alten Gilde- und mittelalterliche Wohnhäuser und das Katzenhaus bestaunten. erhaltenen Stadttor. Entlang der alten Stadtmauer schlenderten wir zum Pulverturm. Unser Streifzug durch die Altstadt endete am Domplatz. Heute war SonntagDort Anschließend hatten wir genügend Zeit, die wunderschöne Altstadt auf eigene Faust zu erkunden.
28.07.2014 Schloss Rundale
Auch heute lachte wieder die Sonne. Auf Wunsch der Zarin Iwanowna wurde 1735 der Grundstein für den Bau gelegt und um 1767 fertiggestellt, es sollte als Sommerresidenz für Herzog Ernst Johan Biron dienen. Als Architekt wurde Rastrelli bestimmt, nach dessen Plänen auch das Winterpalais in St.Petersburg entstand. Dieser lettische Palast ist nur unwesentlich kleiner als Schloss Versaille und ist nach dessen französischem Vorbild angelegt. Bei einer sehr interesanten Führungen konnten wir einen kleinen Teil der 138 Zimmer sehen. Anschließend spazierten wir durch den schön angelegten Schlossgarten. Nach einem schmackhaften Mittagessen fuhren wir nach Jurmala, einen bekannten Badeort in der Rigaer Bucht. Auch hier gab es einige mutige die ins Wasser gingen. Andere bummelten durch die Fußgängerzone.
29.07.2014 Gauja–Nationalpark – Tallinn
Als erstes besuchten wir heute den Gauja Nationalpark. Unser erstes Ziel war der bekannte Wintersportort Sigulda. Das kleine Städtchen der „Spazier- und Wanderstöcke" befindet sich im Zentrum des NP und ist somit ein beliebter Erholungsort und Wanderparadies, durch seine Rennschlittenbahn auch bekannt als Wintersportort. Durch die dicht bewaldete, hüglige Region schlängelt sich die Gauja. Ein kurzer Spaziergang führte uns zur Gutmannhöhle. In der 10 m hohen Sandsteinhöhle entspringt eine Quelle. Danach fuhren wir nach Turaida und spazierten durch die Museumsanlage. Wir besichtigten die kleine Holzkirche und das Grab der "Rose von Turaida". Einige Skulpturen waren zu sehen und die alte, rekonstruierte Bischofsburg Turaida. Einige Gäste stiegen den Burgfried herauf und wurden mit einem fantastischen Blick über den NP belohnt. Nach unserer Mittagspause erreichten wir Tallinn. Das Abendessen wurde uns im Hotelrestaurant serviert. Einige Gäste unternahmen am Abend noch einen Abendspaziergang in die nahe gelegene hübsche Altstadt.
30.07.2014 Tallinn
Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen begaben wir uns am nächsten Tag auf eine Erkundungsfahrt durch Tallinn, deren mittelalterliche Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Mit dem Bus fuhren wir zunächst in die "Vororte" Tallinns. In Kadriorg (Katharinenthal) ließ Zar Peter der Große eine Sommerresidenz erbauen. Der russische Einfluss prägte auch die Architektur, viele Holzhäuser sind hier zu finden. Auf der bekannten Sängerwiese machten wir einen Fotostopp. Die legendären Sängerfeste haben eine lange Tradition. Auf der muschelförmigen Bühne können ca. 30.0000 Sänger Platz nehmen. Nicht nur die Größe, sondern auch der weite Blick auf die Tallinner Bucht konnten wir genießen. Nach einer „technischen" Pause am Passagierhafen besuchten wir die Altstadt. Wir fuhren in die Oberstadt auf dem Domberg. Dort begann unser Rundgang durch Tallinn. Neben dem Domschloss, heute estnisches Parlament ragt der „Lange Herrmann" hervor. Gegenüber befindet sich die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathdrale. Von den Aussichtsterrassen des Domberges genossen wir einen schönen Ausblick. Danach spazierten wir auf dem "Langen Bein" in die Unterstadt hinab. Wir bummelten durch die engen Gassen und Straßen der mittelalterlichen Unterstadt. Die Lange Straße verbindet auch heute noch den Rathausplatz mit dem Hafen. Ein Stück weiter befindet sich die Große Gilde, wo sich damals die reichsten Kaufleute der Stadt versammelten. Mitten auf dem Rathauslatz erhebt sich das gotische Rathaus. Tallinn lohnt sich immer wieder ein Blick in die Hinterhöfe und Seitengassen, wo sich versteckte gemütliche Cafes und Restaurants befinden. Am Abend besuchten wir das mittelalterlichen Restaurant "Olde Hansa".
Bevor das deftige Mahl beginnen konnte, stand die Wahl unseres "Tischmeister" auf dem Programm. Schnell war dieser gefunden, so dass nun rustikal getafelt werden konnte. Unsere fleißigen Mägde bewirteten uns mit üppigen Speisen, wie diversen Eingelegtem, ofenwarmen Brot, Graupen, Linsen, Hühnerbeinen und Schweinshaxen. Auch die eigenwilligen Bierkreationen mit Zimt, Kräutern oder Honig probierten wir. Alles wurde in schwerem Tongeschirr serviert. Am Ende labten wir uns noch am Kuchen mit Safransahne. Der anschließende Verdauungsspaziergang durch die romantische beleuchtete Altstadt zum Hotel tat uns allen gut.
31.07.2014 Lahemaa–Nationalpark
Der heutige Tagesausflug führte uns in den ca. 80 km entfernten Lahemaa Nationalpark. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, die Sonne lachte. Heute begleitet uns Eduard inwaldreiche Nationalpark befindet sich östlich von Tallinn an der Küste. Zunächst unternahmen wir eine Wanderung durch das Hochmoor "Viru Raba" und erfuhren einiges über die Flora und Fauna. Auf einem ca. 5 km langen Naturlehrpfad auf befestigten Holzstegen durchquerten wir das Naturschutzgebiet. Kleine, glitzernde Seen durchbrachen die herrliche Landschaft. Am anderen Ende wartete Jonas mit unserem Bus mitten im Wald. Im kleinen Fischerdörfchen Altja wurden wir in der alten, urigen Bauernschänke erwartet, wo wir mit typisch estnischer Bauerküche bewirtet wurden. Vorher stand ein Spaziergang zur Küste an. Vorbei an wunderschönen Holzkaten liefen wir bis zur wildromantischen Küste.
Weiter ging es zum Gutsanwesen "Palmse", welches über Jahrhunderte der deutsch-baltischen Adelsfamilie von der Pahlen gehörte. Heute wird es als Museum, Hotel und als Naturschutzzentrum genutzt. Mit Wanda besichtigten wir das Herrenhaus, wo in den stilvoll eingerichteten Räumen neben altem Mobiliar, Fotos und Gemälde aus längst vergangener Zeit, eine nostalgische "Stereoanlage" zu sehen ist. Der Inhalt des großen Schrankes im Ankleidezimmer stand zur freien Verfügung, um den damaligen Kleiderstil auszuprobieren. Danach erkundeten wir das gepflegte Anwesen in einer großzügigen Parkanlage mit Teich, Badehaus, Orangerie, Hotel und Obstplantagen. Ein wunderschöner, sonniger Ausflug in die Natur neigte sich dem Ende. Am späten Nachmittag waren wir in Tallinn zurück. Viele Gäste nutzten diesen freien Abend, um noch einmal durch die Altstadt zu bummeln und in einem der gemütlichen Restaurants zu verweilen und eine Kleinigkeit zu essen.
01.08.2014 Rückflug
Am nächsten Morgen konnten wir ausschlafen oder noch einen Bummel durch Tallin unternehmen. Von Tallinn startete unser erster Flug zunächst nach Riga, wo wir nach einem Aufenthalt weiter nach Berlin-Tegel flogen. Pünktlich landeten wir in Berlin und alle Transfers standen bereit.
Europa
Asien
Orient
Nordamerika
Südamerika
Afrika
Ozeanien